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Jule2711: Absetzsymtome Paroxetin?

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Jule2711: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Jule2711 » Dienstag, 19.06.18, 9:48

Liebe alle,
ich nehme seit ca. 8 Jahren täglich 40mg Paroxetin gegen eine generalisierte Angststörung. Aufgrund von Kinderwunsch möchte ich komplett absetzen. Habe im Februar angefangen langsam zu reduzieren und bin jetzt bei 20mg. Die ganze Zeit über habe ich keine großartige Veränderung/Absetzsymptome gemerkt. Doch seit ca. 3 Wochen habe ich plötzlich täglich mit Kopfschmerzen und Müdigkeit zu kämpfen. Ich schlafe zwar nachts immer 7-9 Stunden, fühle mich jedoch morgens und auch den kompletten restlichen Tag wie gerädert, die Augen sind schwer, der Kopf brummt, ich werde garnicht richtig wach. Irgendwie, als hätte ich die Nacht durchgsoffen und würde jeden Morgen mit einem Kater aufwachen. Gelenkschmerzen habe ich auch.
Das macht mir Sorgen, da ich nicht zuordnen kann, ob diese Symptome mit dem reduzieren zusammenhängen oder eine andere Ursache haben und ich besser zum Arzt gehen sollte. Würde deshalb gerne wissen, ob hier jemand während der Reduzierung mit gleichen/ähnlichen Symptomen zu kämpfen hatte?
Vielen Dank vorab und liebe Grüße,
Jule
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10.10.18 - 12,5mg
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Re: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Jamie » Dienstag, 19.06.18, 10:04

Hallo Jule, :)

du reduzierst viel zu schnell.
Für 40mg Paroxetin müsstest du mind. 2 Jahre an Ausschleichzeit einkalkulieren.
Du hast jetzt bereits in wenigen Wochen 50% der Dosis reduziert, das halten meist nicht einmal die Rossnaturen aus.

Du solltest sofort stoppen und deinem ZNS die Gelegenheit geben zu verschnaufen.

Je niedriger die Dosis bei SSRI, desto heikler wird es mit dem Absetzen, denn in niedrigen Dosierungen sind vergleichsweise die meisten Serotonintransporter belegt; das heißt vereinfacht ausgedrückt, dass die niedrigen Dosen die potentesten sind.

SSRI wie Paroxetin wirken teilweise stark pushend und antriebsteigernd. man kann auch sagen amphetaminartig, wenngleich sie keine sind. Dein Körper war jetzt eine gewisse Zeit sozusagen unter Dauerdampfantrieb. Gerade bei Paroxetin habe ich das schon öfters gelesen, dass die Leute dann beim Absetzen so dauermüde sind, dass sie kaum ihren Alltag bewältigen können, was verständlich ist, denn der Körper wurde über Monate oder Jahre künstlich dauergepusht.

Es ist wichtig dem nun eintretenden natürlichen Bedürfnis nach Ruhe nachzukommen.
ggf muss man auch über eine Aufdosierung auf 25mg nachdenken.

Bitte lese dich umfangreich ein, wie korrektes Absetzen geht:
viewtopic.php?f=18&t=12880 (Link eingefügt)

Ich erinnere mich übrigens an einen Paroxetinbetroffenen, der gleiche Probleme wie du hat/te.
Nikolaos.
Ich kopiere dir meine Antwort an ihn hier rein. Vielleicht möchtest du ihn auch mal in seinem Thread anschreiben?
Hallo Nikolaos :),

18 Jahre lang hast du deinen Körper mit dem SSRI in einen künstlich gepushten Zustand versetzt.
Das heißt, Antrieb, Energieleistung etc. künstlich erzeugt.

Dein Körper hat momentan überhaupt keine Ahnung mehr, was natürlicher Antrieb, natürliche Müdigkeit etc. sind. Er hat es schlichtweg verlernt.
Durch den Entzug und auch die Wiedereinnahme kommt das alles weiter durcheinander.

Dein Körper versucht sich zu regulieren.
Versuche diese extreme Müdigkeit und Erschöpfung doch erst einmal gar nicht so negativ zu bewerten.
Vielleicht IST dein Körper schlichtweg zutiefst erschöpft (?) - immerhin hast du ihn fast 20 Jahre künstlich getrieben.
SSRI und SNRI haben Komponenten von Amphetaminen - das ist jetzt überspitzt, wenn ich das so formuliere, aber ein wenig ist die Einnahme wie 20 Jahre auf Speed zu sein.
Da wäre jeder erschöpft danach.

Ich an deiner Stelle würde es beobachten und dem Körper das geben, was er braucht; sprich Ruhe, Schlaf, Erholung, Abhängen.

Grüße
Jamie
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Re: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Jule2711 » Dienstag, 19.06.18, 13:16

Lieber Jamie,
ertsmal vielen Dank für die Rückmeldung. Ich habe schon befürchtet, dass ich zu schnell reduziere, aber da es die ganze Zeit so gut funktioniert hat, dachte ich, das wäre okay. Nun stellt sich ja tatsächlich die Frage, ob ich die momentanen Symptome einfach aussitzen muss, oder ggf. wirklich nochmal auf 25mg zurückgehe. Grundsätzlich komme ich mit der Müdigkeit und den Kopfschmerzen klar, muss gerade nicht viel leisten und der Urlaub steht unmittelbar bevor. Irgendwelche Ratschläge?
Merci und LG, Jule
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Re: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Gwen » Dienstag, 19.06.18, 13:30

Hallo Jule,
bitte erstellen eine Signatur, dir man Deinen Medikamentenverlauf auf einen Blick sehen kann. Wir haben derzeit wieder sehr viele Neuanmeldung, da ist es schwierig, wenn man sich jeweils den kompletten Threads durchlesen muss.

Wie das geht und was drin stehen sollte findest Du hier: viewtopic.php?f=46&t=15035
Viele Grüße Gwen

PS: Jamie ist übrigens eine Frau ;-)
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Re: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Mosilein » Dienstag, 19.06.18, 13:34

Hallo Jule,

ich habe ebenfalls Gelenkschmerzen. Damals unter Venlafaxin ganz schlimm und jetzt während der Reduktion von Sertralin auch. Damals hatte ich wirklich Angst, dass bei mir körperlich was im Argen liegt. Als ich Venlafaxin dann komplett weg gelassen hatte, waren die Schmerzen weg. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es tatsächlich zum Schluss der Absetzphase am schlimmsten bzw schwierigsten ist. Ich hatte nur noch ganz wenig Venlafaxin und dachte auch, es einfach ganz absetzen zu können. Denkste, war nix. Ich hätte da im Traum nicht mit gerechnet und es hat mich umgehauen. Also Vorsicht und immer schön laaaangsam (sollt ich mir auch mal zu Herzen nehmen!)

Liebe Grüße Andrea bzw Mosilein
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Diagnose Soziale Phobie, rezidivierende Depression, eher eine starke Traurigkeit während Kindheit und Jugend, mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Die soziale Phobie besonders dann, wenn es um Autoritäten ging, somit Schwierigkeiten in der Schule und im Beruf. Trotzdem Studium der Sozialen Arbeit, Abschluss Diplom, Abitur Abendgymnasium parallel nach geholt.
Februar 2008 Beginn mit Citalopram. Einnahme ca. zwei Jahre, Höchstdosis 40mg. Wegen starker Gewichtszunahme Wechsel auf Solvex, 4mg, das nach zwei Monaten wieder abgesetzt wurde.
Wechsel im April 2010 zu Venlafaxin 37,5mg. Hochdosiert auf 100mg (mehr ertrug ich nicht!!), nach einigen Wochen wieder runter auf 50mg Kügelchenmethode).
Bis Ende Oktober 2012 runter dosiert, erst auf 37,5mg, dann weiter auf 12,5mg.
Absetzen Venlafaxin Ende Oktober 2012
. Absetzen erfolgte aufgrund meiner starken Gewichtszunahme und starker Gelenkschmerzen.
Es folgte eine lange Pause mit den üblichen Absetzsymptomen in den ersten zwei Wochen. Danach ging es mir ganz gut, bis Ende des Jahres 2012 Angstgefühle auftraten. Diese steigerten sich immer weiter und ich nahm ab Februar 2013 Opipramol bei Bedarf ein.
Zusätzlich ab März Sulpirid 25mg, dann 50mg ab Mai 2013. Absetzen des Sulpirids im Juni, danach Wechsel zu Moclobemid 150mg, abgesetzt nach 6 Tagen, es erfolgte Wechsel auf Fluoxetin, das nach zwei Tagen wieder abgesetzt wurde. Schließlich wieder Wechsel auf Venlafaxin 37,5 mg.
Diese Dosis wurde bis Dezember 2015 beibehalten. Wechsel auf Duloxetin 30mg aufgrund starker Gelenkschmerzen.
Einnahme Duloxetin bis 22. Januar 2018.
Seit dem 23. Januar 2018 Sertralin 25mg.
Ich weiß nicht, was Absetzsymptome vom Duloxetin und was Nebenwirkungen vom Sertralin sind.
Seit 1. Mai 2018 19mg Sertralin. Seit gestern (23.Mai) plötzlich leichte Angstgefühle bzw. innere Unruhe. Werde noch etwas warten und dann mit der Wasserlösemethode ganz langsam weiter reduzieren.
Ab dem 28. Mai Dosisreduktion auf 12,5mg. Diese Dosis werde ich jetzt eine ganze Weile so bei behalten und dann mit der Wasserlösmethode in 10%, wahrscheinlich eher in 5%Schritten abdosieren. Mir geht es eigentlich momentan recht gut. Allerdings hab ich häufig Herzrasen und bin etwas aggressiv. Ich kann damit aber leben. :party2:
Seit dem 8.10.2018 die Dosis mit Hilfe der Wasserlösmethode um 10% auf 11,25mg verringert. Bis jetzt geht es mir gut, allerdings nervt die morgendliche Unruhe. Aggressiv bin ich immer noch. :zombie:

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Re: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von padma » Donnerstag, 21.06.18, 17:53

hallo Jule, :)
Nun stellt sich ja tatsächlich die Frage, ob ich die momentanen Symptome einfach aussitzen muss, oder ggf. wirklich nochmal auf 25mg zurückgehe. Grundsätzlich komme ich mit der Müdigkeit und den Kopfschmerzen klar, muss gerade nicht viel leisten und der Urlaub steht unmittelbar bevor. Irgendwelche Ratschläge?
Du könntest leicht erhöhen, allerdings würde ich auf höchstens 22 mg gehen oder besser nur auf 21 mg. Wenn die Symptome erträglich sind, könntest du auch abwarten. Es hängt davon ab, wie belastend die Symptome sind.

Die weiteren Schritte sollten dann deutlich kleiner sein, nicht mehr als 2 mg. Und erst weiter reduzieren, wenn die Symptome grösstenteils weg sind.

liebe Grüsse,
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Re: Jule2711: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Jule2711 » Montag, 06.08.18, 13:14

Liebe Padma,
ich habe tatsächlich die Symptome ausgesessen, es hat gute 6 Wochen gedauert, aber dann war wieder alles normal. Vor einer Woche habe ich den nächsten Schritt reduziert, von 20mg auf 15mg, besser lassen sich die Tabletten nicht teilen und auf die Flüssigform möchte ich nicht wechseln. Ich vertraue einfach darauf, dass die Symtome wieder von selbst abklingen, wenn mein Körper sich an die neue Dosis gewöhnt hat. Drückt mir die Daumen!!! LG, Jule
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2008 Wechsel auf 40mg Paroxetin
22.02.18 - 35mg ->keine Symptome
22.03.18 - 30mg -> keine Symptome
22.04.18 - 25mg ->keine Symptome
15.05.18 - 20mg -> seit 05.06.18 Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Verdauungsprobleme, Dünnhäutigkeit, Ohrenschmerzen, nach 8 Wochen waren die Symsptome stark reduziert
30.07.18 - 15mg -> seit 03.08.18 Magenschmerzen, Verdauungsprobleme, Anspannung
01.08.18 - 17,5mg -> Verbesserung der Beschwerden
01.09.18 - 15mg -> Anspannung, depressive Episoden, Tinnitus
10.10.18 - 12,5mg
25.10.18 - 10mg -> starke Verzweiflungsgefühle, weinen, Anspannung
02.11.18 - 15mg
seit 09.11.18 - 17,5mg

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Re: Jule2711: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Jamie » Montag, 06.08.18, 14:45

Hallo Jule :)
Vor einer Woche habe ich den nächsten Schritt reduziert, von 20mg auf 15mg, besser lassen sich die Tabletten nicht teilen und auf die Flüssigform möchte ich nicht wechseln.
Das ist eine sehr ungünstige Vorgehensweise.
Dieser Schritt ist eine weitere sehr große Reduktion um 25%, das kann irgendwann richtig nach hinten los gehen.
Dass das Aussitzen einmal klappte ist keine Garantie, dass es das nächste Mal auch wieder so sein wird.

Ich kann dir nur dringend empfehlen langsamer zu machen und die 10%-Empfehlung zu berücksichtigen.
Wir empfehlen das nicht aus Spaß und weil die Leute möglichst lange ihre AD weiternehmen sollen :o :wacko:, sondern weil es sich mit als einzige halbwegs sichere Vorgehensweise herausgestellt hat.

Die Tabletten lassen sich auf einer Feinwaage zusammenbröseln und so kleinschrittig ausschleichen, wenn du nicht auf das flüssige Paroxetin wechseln möchtest. Das machen hier einige Teilnehmer so, die Paroxetin absetzen möchten (auf Feinwaage abwiegen).

Absetz-Basics (Feinwaage Tipps unter dem Punkt Praktische Tipps und Hinweise):
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880


Viele Grüße
Jamie
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Re: Jule2711: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Jule2711 » Dienstag, 07.08.18, 12:43

Jamie hat geschrieben:
Montag, 06.08.18, 14:45

Das ist eine sehr ungünstige Vorgehensweise.
Dieser Schritt ist eine weitere sehr große Reduktion um 25%, das kann irgendwann richtig nach hinten los gehen.
Dass das Aussitzen einmal klappte ist keine Garantie, dass es das nächste Mal auch wieder so sein wird.
Liebe Jamie,
das vestehe ich jetzt nicht so ganz. Ich dachte, die Errechnung der Reduktionsschritte geschieht auf Basis der Ursprungsdosis. In meinem Fall waren das 40mg, also wären doch 4mg (okay, ich habe 5mg angepeilt, aber so genau lässt sich die Pille ja nicht teilen) pro Reduktion, um 10% zu reduzieren.
Oder habe ich das Prinzip falsch interpretiert und es sollen immer 10% der jeweils aktuellen Dosis reduziert werden?

Vielen Dank vorab und beste Grüße
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Re: Jule2711: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Jule2711 » Dienstag, 07.08.18, 13:11

Danke, ich konnte mir die Frage gerade selbst beantworten, steht ja tatsächlich an mehreren Stellen, dass immer die aktuelle Dosis als Basis genommen werden muss. Das hatte ich wohl irgendwie falsch abgespeichert und überlesen. Wie gehe ich denn dann jetzt am besten vor? Soll ich jetzt noch vom 15mg auf 18mg hoch wechseln?
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Re: Jule2711: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Mohrmann » Dienstag, 07.08.18, 17:27

Liebe Jule2711,

ja, es werden immer 10 - 5 % von der Ausgangsdosis berechnet, wie du inzwischen erkannt hast. :)

Ich bin auch Paroxetin-Betroffene und habe schon mehrere erfolglose Absetzversuche hinter mir. Erfolglos vor allem deshalb, weil ich vorher nicht wusste wie es geht und meine Ärztin bei Entzugssymptomen vom Zurückkehren der Erkrankung geredet hat und dass ich wieder auf die Ursprungsdosis zurück müsse. Was ich auch getan habe. :? Erst hier durch das Forum habe ich erfahren, wie es funktionieren kann und versuche es nun erneut nach allen Regeln der Kunst. :roll:

Meine Einschätzung zu deiner Frage: Der Schritt von 20 auf 15 ist zu groß. Je niedriger die Dosis wird, um so kleinschrittiger musst du vorgehen und umso mehr Zeit zwischen den einzelnen Schritten lassen, damit der Körper Zeit hat, sich auf die neue Situation einzustellen. Kennst du schon diese Grafik: https://adfd.org/austausch/download/fil ... &mode=view Da kannst du sehr schön erkennen, dass bei niedriger Dosierung die Transporterbelegung noch sehr hoch ist.

Die neue Dosis nimmst du erst seit einer Woche, da würde ich auf jeden Fall auf 18 mg hochgehen. Ich kann mir vorstellen, dass deine Symptome dann relativ schnell nachlassen. Die nächste Reduzierung kannst du dann nach 4 - 6 Wochen anpeilen, dann ausgehend von 18 mg.

Da du Paroxetin reduzierst und Paroxetin nicht wasserlöslich ist, kommst du um eine Feinwaage nicht herum. Ich selbst habe diese hier: https://www.amazon.de/gp/product/B00ESH ... ge_o00_s00 und gute Erfahrungen mit ihr gemacht.
Je kleiner die Absetzschritte werden umso wichtiger ist es auch, genau zu dosieren, denn auf Dosisschwankungen reagiert der Körper ebenfalls sehr unangenehm.

Freundliche Grüße sendet dir Mohrmann
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Re: Jule2711: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Jule2711 » Freitag, 10.08.18, 10:38

Lieber Mohrmann,
vielen Dank für deinen Input, ich werde es beherzigen.

Ich hätte aber generell noch eine andere Frage: Wir Alkohodl in einer Reduktionsphase schlechter vertragen? Seit ich reduziere, habe ich das Gefühl, dass ich selbst von kleinen Mengen Alkohol viel schneller "dudelig" werde. Dass allgemein nicht dazu geraten wird unter Paroxetinanwendung Alkohol zu konsumieren, weiß ich, trotzdem überrascht mich das, da ich gedacht hätte, je weniger Paroxetin der Körper zugeführt bekommt, desto besser müsste es ja wieder vertragen werden. Nun ist das Gegenteil der Fall. Kann das jemand bestätigen/erklären?
Danke und Grüße
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Re: Jule2711: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von padma » Samstag, 11.08.18, 18:02

hallo Jule, :)

ich kann es dir nicht erklären, aber es wird öfters darüber berichtet, dass im Entzug Alkohol schecht vertragen wird.
Dazu kommt, dass er auch Absetzsymptome verstärken kann.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Jule2711
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Akute Krise

Beitrag von Jule2711 » Freitag, 26.10.18, 13:08

Hallo ihr Lieben,
wie ihr in meiner Signatur sehen könnt, befinde ich mich seit Anfnag des Jahres im Absetzprozess. Leider geht es mir seit ein paar tagen zeimlich schlecht und heute gipfelt alles in einem großen, hoffnungslosen Heulkramps. ich fühle mich unendlich traurig und verzweifelt. Ich habe eine Angsterkrankung und bin mit den Symtomen vertraut, hatte jedoch noch nie Probleme mit Depression. Nun fühle ich mich plötzlich wahnsinnig traurig ohne Grund, kann nicht aufhören zu weinen und nicht mit mir allein sein. Habt ihr Tipps, was ich da machen kann? Kann es sich um ein Absetzsymptom handeln? Ich werde jetzt erstmal wieder zur letzten Dosis zurück dosieren...
Danke und viele Grüße
Jule
Seit 2006 Angststörung mit Agoraphobie

Medikation / Symptome
2006-2008 täglich 20mg Escitalopram
2008 Wechsel auf 40mg Paroxetin
22.02.18 - 35mg ->keine Symptome
22.03.18 - 30mg -> keine Symptome
22.04.18 - 25mg ->keine Symptome
15.05.18 - 20mg -> seit 05.06.18 Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Verdauungsprobleme, Dünnhäutigkeit, Ohrenschmerzen, nach 8 Wochen waren die Symsptome stark reduziert
30.07.18 - 15mg -> seit 03.08.18 Magenschmerzen, Verdauungsprobleme, Anspannung
01.08.18 - 17,5mg -> Verbesserung der Beschwerden
01.09.18 - 15mg -> Anspannung, depressive Episoden, Tinnitus
10.10.18 - 12,5mg
25.10.18 - 10mg -> starke Verzweiflungsgefühle, weinen, Anspannung
02.11.18 - 15mg
seit 09.11.18 - 17,5mg

Murmeline
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Re: Jule2711: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Murmeline » Freitag, 26.10.18, 13:20

Bitte eröffne keine neuen Threads zu deinem aktuellen Zustand sondern schreibe hier weiter. Danke!
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Mohrmann
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Re: Jule2711: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Mohrmann » Freitag, 26.10.18, 17:43

Liebe Jule,

du bist doch recht forsch mit dem Absetzen vorgegangen. Im oberen Bereich klappt das oft noch, aber je weiter du in der Dosis nach unten kommst, umso kleinschrittiger musst du reduzieren und umso wichtiger ist es, genügend Abstand zwischen den Schritten zu halten, damit sich dein Nervensystem auf die geringere Dosis einstellen kann (4-6 Wochen) Weiter oben hatte ich dir den Link zur Transporterbelegung geschickt. Der zeigt schön, dass gerade im unteren Bereich die Transporterbelegung noch sehr hoch ist.

Ich habe mit dem Absetzen von Paroxetin auch schon so einiges erlebt..., deshalb gehe ich ganz stark davon aus, dass du unter Absetzsymptomen leidest.

Ich an deiner Stelle würde wieder etwas hoch gehen, in deinem Fall ruhig auf 12,5 mg und dann wirklich 6 Wochen mindestens warten, bis du wieder hergestellt bist. Mit Paroxetin ist nicht zu spaßen, diese Erfahrung habe nicht nur ich, sondern auch viele andere hier im Forum gemacht. Bitte sei vorsichtig.

Ich hoffe, du erholst dich nach einer Dosiserhöhung rasch, denn ich kann dir dein jetziges Leiden sehr gut nachfuehlen.

Liebe Grüße
Mohrmann
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10.07.2018 13,2 mg Paroxetin
12.09.2018 12,8 mg Paroxetin

Jule2711
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Re: Jule2711: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Jule2711 » Dienstag, 20.11.18, 14:13

Hallo ihr Lieben,
ich habe hier im Forum von einer Arztliste gelesen und dachte, ich versuche mal mein Glück. Ich suche einen erfahrenen Psych. Arzt, der sich mit dem Absetzthema auskennt. Könnt ihr mir da wen empfehlen?
Danke und liebe Grüße
Jule
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30.07.18 - 15mg -> seit 03.08.18 Magenschmerzen, Verdauungsprobleme, Anspannung
01.08.18 - 17,5mg -> Verbesserung der Beschwerden
01.09.18 - 15mg -> Anspannung, depressive Episoden, Tinnitus
10.10.18 - 12,5mg
25.10.18 - 10mg -> starke Verzweiflungsgefühle, weinen, Anspannung
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Re: Jule2711: Absetzsymtome Paroxetin?

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 21.11.18, 12:16

Hallo Jule,

wir haben in der Tat eine sehr kleine Ärzteliste.

Wenn du mir per PN deine Postleitzahl mitteilst, kann ich nachsehen, ob jemand in deiner Nähe dabei ist.

Mach dir aber bitte nicht zu große Hoffnungen. Die Liste ist sehr klein und besteht aus Tipps von Betroffenen hier.
Oftmals nehmen die Ärzte auch keine neuen Patienten mehr auf.
:cry:

LG Ute
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