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Isa: Mirtazapin absetzen

Beitrag von _Isa_ » Mittwoch, 20.06.18, 11:29

Liebe Menschen,
erstmal wollte ich mich bedanken, dass ihr mich durch so viele schlaflose Nächte begleitet habt. Was hätte ich nur ohne euch gemacht? <3
Ich bin ganz neu hier, habe aber schon nach besten Wissen eine Signatur erstellt. Ich bin ganz schlecht in Daten merken, daher ist der Verlauf meiner Medikamentenhistorie etwas schwammig (ich sollte anfangen, darüber Buch zu führen...).
Wie unten steht, habe ich Mirtazapin wieder eindosiert wegen den Absetzerscheinungen. Gleichzeitig mit dem Absetzen von Mirtazapin habe ich aber auch meine Masterarbeit angemeldet (ich hab echt ein Problem mit diesen Abschlussarbeiten!). Von vielen Seiten höre ich, dass das also alles in meinem Kopf stattfindet und ich gar keinen körperlichen Entzug habe. Was meint ihr dazu?
Ich war jetzt auch bei einer Psychiaterin auf der Suche nach einer Hilfe beim Ausschleichen, aber sie meinte nur, sie hätte noch nie in ihrer ganzen Laufbahn gehört, dass jemand so wenig Mirta genommen hätte und blablabla :haha:
Und sie meinte eben, ich solle lieber eine Psychotherapie machen (schon wieder!) und meiner Angst, die mich am Medikament hält, auf die Sprünge zu kommen. Sie meint also, dass ich nur Absetzprobleme habe, da ich nie genug Sicherheit hatte und mich nun an das Medikament klammere.
Was haltet Ihr von alldem? Habt Ihr den Entzug therapiebegleitet gemacht? Ich fühle mich unverstanden, will aber schon Rücksicht nehmen auf die Tipps, die mir andere geben.
Danke und bis bald,
Isa
Zuletzt geändert von Gwen am Freitag, 22.06.18, 15:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Dezember 2015: 15mg Mirtazapin nach einer Woche Panikattacken, Schlaflosigkeit und Unfähigkeit zu essen. Zu dieser Zeit wollte ich mit dem Schreiben der Bachelorarbeit beginnen. ich begann dann aber 3 Monate später im März 2016, immer noch auf 15mg. Ich reduzierte therapiebegleitet relativ schnell auf 3,75mg.
Herbst 2016: Umzug in neue Stadt, Fernbeziehung und Suizid einer Freundin: Ich erhöhte wieder auf 15mg (vllt war das der Fehler?). Nach ca. 2 Monaten habe ich wieder langsam reduziert und war ab Ende 2017 wieder auf 3,75mg.
Mitte April 2018: Mirtazapin endlich abgesetzt. Nach 2-3 Wochen: Jucken am ganzen Körper, andauerndes Weinen und enorme Schlafprobleme (1-3 h / Nacht)- Nach einer Woche Qual Mirta wieder eindosiert bei 3,75mg stimmungsmäßig wieder auf dem Damm. Bisher keinen kompetenten Arzt gefunden, der mir beim Ausschleichen hilft :zombie:

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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Li-la022 » Mittwoch, 20.06.18, 11:54

Hallo Isa,

Herzlich willkommen hier im Forum.

Juckreiz, Schlafstörungen usw sind typische Absetzsymptom. Leider erkenne Ärzte diese nicht an und sagen immer Es wäre die Grunderkrankumg.

Das du wieder eindosiert hast war gut! Wir empfehlen eine Reduktion von 5-10% alle 4-6wochen.

Wenn du immer noch unter Ängsten leidest solltest du wirklich über eine Therapie nachdenken. AD's können nicht heilen. Sie deckeln nur die Symptome. Von daher wäre es wichtig die Angststörung therapeutisch anzugehen.

Ich wünsche dir einen guten Austausch hier im Forum und viel Erfolg beim Reduzieren!

Liebe Grüße
Lila
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Diagnose Schlafstörungen / Pannikattacken

März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
Schilddrüse o.B
Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!


Heute : 40 Wochen opipramol 0 , 39 Wochen ohne Escitalopram


03.11.18 Aktuelle Symptome :
Wieder stärkere angst... Unruhe, inneres zittern

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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von padma » Mittwoch, 20.06.18, 13:49

hallo Isa, :)

auch von mir willkommen.
Sie meint also, dass ich nur Absetzprobleme habe, da ich nie genug Sicherheit hatte und mich nun an das Medikament klammere.
Das ist eben so eine Theorie von Ärzten, die sich mit der Entzugssymptomatik von AD nicht auskennen. Absetzsymptome sind neurophysiologisch also körperlich bedingt und liegen nicht daran, dass man sich an das Medikament klammern würde.
Gleichzeitig mit dem Absetzen von Mirtazapin habe ich aber auch meine Masterarbeit angemeldet
Das war zeitlich eher ungünstig. Mit dem Ausschleichen beginnt man besser nicht gerade dann, wenn man vor einer sehr stressigen Zeit steht.

Das Hauptproblem aber war, dass du von 3,75 mg aus direkt auf 0 gegangen bist. AD besetzen im unteren Dosisbereich noch viele Rezeptoren. Bevor man komplett auf 0 geht, sollte möglichst eine 0 vor dem Komma stehen. Gerade bei Mirtazapin ist es oft erforderlich zunächst sehr weit runter zu dosieren.

Ich würde jetzt zunächst auf den 3,75 mg bleiben und vielleicht erst nach der Masterarbeit weiter reduzieren. Und dann schön kleinschrittig.

Hier unsere Infos zum Einlesen: viewtopic.php?f=18&t=12880

liebe Grüsse,
padma
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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von _Isa_ » Mittwoch, 20.06.18, 18:48

Liebe Lila, liebe Padma und an alle, die das lesen,
danke für eure Antworten! Es tut wirklich sehr gut, verstanden zu werden :)
Zum Ausschleichen hätte ich noch eine Frage: soll ich es mit der Wasserlösmethode versuchen? Hatte mir auch überlegt, eine Miligrammwaage zu holen und die Pille im Mörser zu zerkleinern... Im Wasser ist wahrscheinlich einfacher, oder?
Und eine andere Frage zu Generika habe ich noch. Ich nehme seit jeher das Mirtazapin von TAD, mein Hausarzt hat mir aber das von Heumann verschrieben, weil er meinte, dass mir das TAD nicht gezahlt wird oder so in der Art. Habt ihr damit Erfahrungen, also mit Generika und eventuellen Nebenwirkungen? Die Remergil-Tropfen hat die Psychiaterin nicht in ihrer Datenbank gefunden und meinte zu mir mit mitleidigem Blick, dass es sowas leider nicht gebe, daweil habe ich schon so oft darüber gelesen. Habt ihr damit Erfahrungen?
Fragen über Fragen... Ich werde mich jetzt auch mal durchs Forum suchen, aber falls jemand Lust hat, zu antworten, würde ich mich sehr freuen.
Alles Liebe,
Isa
Dezember 2015: 15mg Mirtazapin nach einer Woche Panikattacken, Schlaflosigkeit und Unfähigkeit zu essen. Zu dieser Zeit wollte ich mit dem Schreiben der Bachelorarbeit beginnen. ich begann dann aber 3 Monate später im März 2016, immer noch auf 15mg. Ich reduzierte therapiebegleitet relativ schnell auf 3,75mg.
Herbst 2016: Umzug in neue Stadt, Fernbeziehung und Suizid einer Freundin: Ich erhöhte wieder auf 15mg (vllt war das der Fehler?). Nach ca. 2 Monaten habe ich wieder langsam reduziert und war ab Ende 2017 wieder auf 3,75mg.
Mitte April 2018: Mirtazapin endlich abgesetzt. Nach 2-3 Wochen: Jucken am ganzen Körper, andauerndes Weinen und enorme Schlafprobleme (1-3 h / Nacht)- Nach einer Woche Qual Mirta wieder eindosiert bei 3,75mg stimmungsmäßig wieder auf dem Damm. Bisher keinen kompetenten Arzt gefunden, der mir beim Ausschleichen hilft :zombie:

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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Li-la022 » Mittwoch, 20.06.18, 19:02

Liebe Isa

Du kannst beide Methoden abwenden... also entweder mit der Feinwaage oder im wasser auflösen. Ich denke das auflösen geht am einfachsten.

Deine anderen fragen kann ich leider nicht beantworte. Gedulde dich 😉 die erfahren Mitglieder melden sich sicher zu wort.

Liebe Grüße Lila
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25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
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Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 20.06.18, 19:41

Hallo Isa,
_Isa_ hat geschrieben:
Mittwoch, 20.06.18, 18:48
Zum Ausschleichen hätte ich noch eine Frage: soll ich es mit der Wasserlösmethode versuchen?
Die Wasserlösemethode ist einfach und günstig. Du benötigst nur Spritzen aus der Apotheke (10ml kosten in meiner Apotheke 10ct). Die Spritzen kannst Du dann auch eine Weile benutzen wenn Du sie nach der Benutzung ausspülst und trocknen lässt.
_Isa_ hat geschrieben:
Mittwoch, 20.06.18, 18:48
Ich nehme seit jeher das Mirtazapin von TAD, mein Hausarzt hat mir aber das von Heumann verschrieben, weil er meinte, dass mir das TAD nicht gezahlt wird oder so in der Art. Habt ihr damit Erfahrungen, also mit Generika und eventuellen Nebenwirkungen?
Es kommt bei manchen vor, dass sie den Wechsel auf einen anderen Hersteller bzw den Wechsel von Tabletten auf Tropfen merken. Daher raten wir immer, im Zweifelsfall erst zu wechseln und dann mit dem Reduzieren zu beginnen. Sonst weiß man beim Auftreten von Symptomen nicht mehr, woran es denn liegt.

Dein Hausarzt kann Dir aber einen bestimmten Hersteller verschreiben - wenn er das denn will. Dafür gibt er den Hersteller auf dem Rezept an und kreuzt vorne das "aut idem" Feld an. Dann muss die Apotheke genau dieses Präparat abgeben. Ansonsten ist die Apotheke gezwungen zu schauen, mit welchem Hersteller Deine Krankenkasse gerade Rabattverträge hat.

Ich würde übrigens Padmas Ratschlag unterstützen, erst die Masterthesis zu schreiben und danach abzusetzen. Eine Masterarbeit ist sowieso schon Stress und wenn Du dann noch parallel mit Absetzsymptomen kämpfst, wäre das schon blöd. Wie lange ist denn der Bearbeitungszeitraum?

Viele Grüße Gwen
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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von Anikke » Mittwoch, 20.06.18, 21:41

hallo isa,
Mirtazapin von heumann löst sich super in Wasser auf, und wenn man sich einmal eingerechnet hat ist es ganz leicht :)
wegen dem herstellerwechsel kannst du erstmal einige wochen probieren ob du die tabletten vom anderen hersteller gleich gut verträgst. ich setze auch mirta ab und hatte 2x einen Wechsel, den ich zwar jedes mal merkte (etwas andre Nebenwirkungen) aber dennoch gut vertrug.
liebe grüße anikke
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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von carlotta » Mittwoch, 20.06.18, 22:39

Hallo Isa,

kleine Ergänzung zu den zahlreichen Informationen, die Du schon erhalten hast: Soweit ich weiß, ist die Remergil-Lösung nicht mehr im Handel.

Aber selbst wenn es noch Mirtazapin in flüssiger Form gäbe, kämst Du zwecks vorsichtigen Reduzierens zum Ende hin um weiteres Verdünnen der Tropfen nicht herum.

Viele Betroffene kommen bei Mirtazapin gut mit der Wasserlösemethode zurecht.

Liebe Grüße
Carlotta
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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von _Isa_ » Samstag, 23.06.18, 12:03

Anikke hat geschrieben:
Mittwoch, 20.06.18, 21:41
hatte 2x einen Wechsel, den ich zwar jedes mal merkte (etwas andre Nebenwirkungen) aber dennoch gut vertrug.
Liebe Anikke,
welche waren denn die Nebenwirkungen? Das macht mir auf jeden Fall Mut, es doch zu wagen... Danke
Lieben Gruß,
Isa
Dezember 2015: 15mg Mirtazapin nach einer Woche Panikattacken, Schlaflosigkeit und Unfähigkeit zu essen. Zu dieser Zeit wollte ich mit dem Schreiben der Bachelorarbeit beginnen. ich begann dann aber 3 Monate später im März 2016, immer noch auf 15mg. Ich reduzierte therapiebegleitet relativ schnell auf 3,75mg.
Herbst 2016: Umzug in neue Stadt, Fernbeziehung und Suizid einer Freundin: Ich erhöhte wieder auf 15mg (vllt war das der Fehler?). Nach ca. 2 Monaten habe ich wieder langsam reduziert und war ab Ende 2017 wieder auf 3,75mg.
Mitte April 2018: Mirtazapin endlich abgesetzt. Nach 2-3 Wochen: Jucken am ganzen Körper, andauerndes Weinen und enorme Schlafprobleme (1-3 h / Nacht)- Nach einer Woche Qual Mirta wieder eindosiert bei 3,75mg stimmungsmäßig wieder auf dem Damm. Bisher keinen kompetenten Arzt gefunden, der mir beim Ausschleichen hilft :zombie:

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Re: Mirtazapin absetzen

Beitrag von _Isa_ » Samstag, 23.06.18, 12:06

Gwen hat geschrieben:
Mittwoch, 20.06.18, 19:41
Ich würde übrigens Padmas Ratschlag unterstützen, erst die Masterthesis zu schreiben und danach abzusetzen. Eine Masterarbeit ist sowieso schon Stress und wenn Du dann noch parallel mit Absetzsymptomen kämpfst, wäre das schon blöd. Wie lange ist denn der Bearbeitungszeitraum?
Liebe Gewn,

der Bearbeitungszeitraum ist in etwa ein halbes Jahr, daher überlege ich schon wirklich, nicht doch währenddessen ganz langsam runterzugehen mit den Medis...Bin aber immer noch unschlüssig und will eigentlich nicht meinen Schlaf riskieren ;)

Liebe Grüße,
Isa
Dezember 2015: 15mg Mirtazapin nach einer Woche Panikattacken, Schlaflosigkeit und Unfähigkeit zu essen. Zu dieser Zeit wollte ich mit dem Schreiben der Bachelorarbeit beginnen. ich begann dann aber 3 Monate später im März 2016, immer noch auf 15mg. Ich reduzierte therapiebegleitet relativ schnell auf 3,75mg.
Herbst 2016: Umzug in neue Stadt, Fernbeziehung und Suizid einer Freundin: Ich erhöhte wieder auf 15mg (vllt war das der Fehler?). Nach ca. 2 Monaten habe ich wieder langsam reduziert und war ab Ende 2017 wieder auf 3,75mg.
Mitte April 2018: Mirtazapin endlich abgesetzt. Nach 2-3 Wochen: Jucken am ganzen Körper, andauerndes Weinen und enorme Schlafprobleme (1-3 h / Nacht)- Nach einer Woche Qual Mirta wieder eindosiert bei 3,75mg stimmungsmäßig wieder auf dem Damm. Bisher keinen kompetenten Arzt gefunden, der mir beim Ausschleichen hilft :zombie:

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