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janneole: Antidepressiva (Wechsel Citalopram auf Venlafaxin)

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janneole
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janneole: Antidepressiva (Wechsel Citalopram auf Venlafaxin)

Beitrag von janneole » Donnerstag, 21.06.18, 23:08

Hallo.
Ich bin 57 Jahre alt weiblich.

Ich habe seit 2003 citalopram genommen bis 2016 und habe keine Probleme gehabt.
Habe dann abgesetzt und nach ca. 6 Wochen absetzsymptome bekommen.
Hab dann erst im Mai mit citalopram wieder angefangen was aber nicht gewirkt hat so dass ich im September in die Klinik gegangen bin für 5 Wochen. Kaum Besserung. Ab März 2017 dann leichte Besserung dann im Juni Juli reha danach wieder Verschlechterung. Bis April 2018 mal besser mal schlechter aber immer wieder schlechte Phasen mit angst.
Am 25.April schmerztherpie begonnen und von einem Tag auf den anderen von 30mg citalopram auf venlafaxin 37,5 gewechselt.
Keine Probleme. Langsam hichdosiert. Jetzt seit etwa 6 Wochen auf 150 mg venlafaxin retard. Nun war ich heute beim Arzt und soll ab morgen auf 187.5 gehen und dann auf 225 wegen schwindel schwäche magenproblemen Unruhe. Er sagt das sind keine Nebenwirkungen sondern angst. Mir geht es nicht gut. Soll ich nun auf so eine hohe Dosis gehen?

LG Zwerg
Zuletzt geändert von Murmeline am Freitag, 22.06.18, 5:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt

Clarissa
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Re: janneole: Antidepressiva (Wechsel Citalopram auf Venlafaxin)

Beitrag von Clarissa » Freitag, 22.06.18, 6:15

Guten Morgen und willkommen.

Das hier ist kein Forum, welches über Antidepressiva berät. Wir alle hier haben nichts Gutes erfahren durch Psychopharmaka und möchten uns deswegen davon befreien.

Leider ist das oft schwierig, weil sie in den Hirnstoffwechsel eingebaut werden und Absetzerscheinungen machen.
Oft ist das bei Ersteinnahme weniger der Fall, besonders im jugendlicheren Alter.

Meist wirkt ein AD bei Zweiteinnahme nicht mehr, wie das auch bei Dir der Fall war. Dann versuchen die Ärzte den Wechsel auf ein anderes AD und dieses dosismäßig auszureizen.

Was Du beschreibst, sind nach meinen Erfahrungen Nebenwirkungen des Venlafaxin. Ich selbst hatte ähnliche NW, auch mir wurde das nicht geglaubt.
Wer einmal mit solchen NW reagiert, bei dem verschwinden diese häufig nicht, weder mit der Zeit noch mit Zuwarten.

Nach meinen Beobachtungen tut man sich mit Ü55 besonders schwer mit Psychopharmaka und Abdosieren, der Organismus ist schneller gereizt und nicht mehr so regenerationsfähig, sich anzupassen und zu erholen.
Leider wird das überwiegend von den Ärzten so nicht anerkannt.

Im Grunde muss man selbst das Heft in die Hand nehmen und Entscheidungen für das weitere Vorgehen treffen. Das ist sehr schwierig und ungewöhnlich für uns alle.

Soweit erstmal einige Informationen.

Alles Gute für Dich!

VG von Clarissa.
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Re: janneole: Antidepressiva (Wechsel Citalopram auf Venlafaxin)

Beitrag von Jamie » Freitag, 22.06.18, 9:38

Hallo, :)

Venlafaxin kann als Nebenwirkung Schwäche, Schwindel, Magenprobleme und Unruhe auslösen.
Vor allem die Unruhe wird sich durch eine Steigerung nur noch weiter verstärken, da diese Mittel extrem nervös machen können.

Ich würde das genaue Gegenteil von dem machen, was der Arzt vorschlägt, und die Dosis tendenziell senken und dann mal schauen, was der Körper macht.

Was tust du gegen deine Ängste? AD können Symptome nur deckeln, aber nie heilen.
Die Erkrankung bleibt immer anwesend, wird aber nicht behandelt, wenn nur Tabletten genommen werden. Therapeutische Unterstützung ist da angesagt.

Du erwähnst Ängste und Schmerztherapie. Schmerzen weswegen?
Kannst du alle Medikamente nennen, die du einnimmst?
Venlafaxin verträgt sich mit einer Reihe Schmerzmittel nicht gut.

Viele Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
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Re: janneole: Antidepressiva (Wechsel Citalopram auf Venlafaxin)

Beitrag von janneole » Freitag, 22.06.18, 13:46

Hallo Jamie.
Vielen dank für deine Antwort.
Und deine natürlich auch clarissa.
Ich denke auch eher dass das Nebenwirkungen vom venlafaxin sind. Das ist ja genauso unangenehm als wenn ich angst habe.
Ich denke dann kann ich darauf verzichten da ich gelernt habe mit der Angst umzugehen.
Ich werde also wie du es mir rätst die Dosis nicht erhöhen. Gegen die Unruhe habe ich mir jetzt lasea geholt. Ich hoffe das hilft mir etwas.
Dazu kommt noch dass ich jetzt mindestens 2 Wochen zolpidem genommen habe die ich aber gestern abgesetzt habe. Nun geht's mir natürlich nicht so gut weil jetzt das gedankenkarussel wieder 1000 körperliche symptome macht. Aber ich versuche das auszuhalten. Sie schmerzen sind psychosomatisch und etwas arthrose und fibromyalgie war auch mal diagnostiziert aber kommen immer zusammen mit der Angst.
Wenn es ganz schlimm ist nehm ich 1mg tavor aber wirklich selten. Ich will wrg vom venlafaxin nehme es aber erst 6 Wochen.

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Re: janneole: Antidepressiva (Wechsel Citalopram auf Venlafaxin)

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 22.06.18, 19:58

Hallo janneole, :)

du hast vor nicht allzu langer Zeit nach jahrelanger Einnahme das Citalopram quasi kalt abgesetzt.
Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass das auch noch zu deiner momentanen Verfassung beiträgt.

Unsere Erfahrung hier ist, dass es meist nicht funktioniert ein AD durch ein anderes zu ersetzen.
Zumal das Venla anders wirkt als das Citalopram.

Dein Körper wehrt sich jetzt ganz offensichtlich gegen das Venlafaxin.
Dein ZNS hat sich jahrelang an das Citalopram gewöhnt.
Jetzt nimmst du es plötzlich weg und setzt zeitgleich ein anderes an.
Das verkraften die wenigsten einfach so.
Ich kann absolut nicht verstehen, dass dein Arzt das Venla trotz deiner Symptome sogar noch erhöhen will.
:frust:

Ich würde tendenziell etwas mit der Dosis runter gehen und dann weiter sehen.

Auch von mir noch herzlich willkommen hier im Forum. :)

LG Ute
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Re: janneole: Antidepressiva (Wechsel Citalopram auf Venlafaxin)

Beitrag von janneole » Freitag, 22.06.18, 22:11

Liebe Ute.
Es hilft mir so sehr dass ihr hier so schnell und verständlich antwortet.
Vielen dank dafür und auch für den willkommensgruss.
Ich habe auch gar kein gutes Gefühl mit dem venlafaxin. Erhöhen werde ich auf keinen Fall.
Ich habe gerade eine selbsthilfegruppe psychopharmaka absetzen bei mir gefunden.
Da werde ich gleich nächste Woche hingehen.
Ich hab natürlich angst vor dem absetzen aber hab jetzt 2 ziemlich schlimme Jahre hinter mir.
Das möchte ich nicht mehr haben ud auch keine Chemie mehr in meinem Körper.

Lg Dörte
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