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Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

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Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von goodtogreat » Freitag, 22.06.18, 14:25

Hallo an alle.

Ich hoffe ihr könnt mir und meinen Eltern helfen herauszufinden was los ist.

Mein Vater macht sich teils den ganzen Tag lang sorgen und neigt dazu negativ zu denken. Vor Sport, Bewegung und sogar Massagen hat er Angst, da er denkt da könnte ihm ja was brechen oder ähnliches. Er ist jetzt 72, und lebt schon die letzten 10-20 Jahre so, seit der Rente noch drastischer. Dann ist es dazu gekommen, dass er angefangen hat Panikattacken in der Nacht zu kriegen.

Meine Eltern sind dann zu ihrem Hausarzt, welcher sie an das Krankenhaus weitergeleitet hat.

Im Krankenhaus hat er dann Tavor 4mg am Tag verschrieben gekriegt. Mein Vater war dann erstmal paar Tage 12+ Stunden pro Tag am schlafen und den Rest des Rest des Tages auch im Bett. Am 3. Tag hatte er dann Taubheit im Gesicht gehabt und meine Eltern sind dann in die Notaufnahme, da wurde ihm dann geraten weniger zu nehmen.

Er ist dann auf 1mg Tavor am Tag runter, schien nach ein paar Tagen aber schon ziemlich aggressiv meine Mutter nach Tavor zu fragen. Meine Mutter hat dann erst recherchiert und herausgefunden das Tavor abhängig macht. Mein Vater neigt auch dazu abhängig zu werden (zigaretten, Alkohol, und vorher hat er auch gerne Imoprofen oder ein ähnlicher name gehäuft, für jede kleine erkältung).

Sie sind dann zu einem anderen Arzt der zusätzlich oder stattdessen etwas anderes verschrieben hat, ich glaube es war Mirtazipan.
Entsprechend der Abhängigkeit ging das nur ein paar Tage gut, und er war dann wieder auf Tavor.

Von dort sollte das Tavor langsam ausgeschlichen werden. Dies war aber wohl noch immer zu schnell. 50% innerhalb der ersten paar Wochen, im Gegensatz zu den hier im Forum empfohlenen 10% alle 2-4 Wochen.

Er hat nach ein paar Tagen ein "wummern" im Kopf gekriegt, und wollte dann vom Notarzt abgeholt werden. Er ist daraufhin in ein neues Krankenhaus stationär eingeliefert worden.

Im neuen Krankenhaus, wurde etwas "misssverstanden". Die dachten er wäre schon runter vom Tavor, und haben ihm 9 Tage gar kein Tavor gegeben. Mein Vater war dadurch im Delirium, soweit dass meine Mutter dachte er stirbt. Er hat Verfolgungswahn und co gekriegt, teils angerufen das die Leute im Krankenhaus ihn umbringen und bloss keiner kommen soll, da sie sonst auch umgebracht werden. Er war schwach zum gehen etc. Es war wirklich schlimm.

Meine Mutter ist dann zum Chefarzt und hat die Lage geschildert, wo das "Missverständnis" dann erst aufgefallen ist. Gegen die Symptome haben die ihm im Krankenhaus 5 andere Medikamente verschrieben. Schlaftabletten, Antidepressiva, Blutverdünner und co.

Wir waren entsprechend geschockt. Daraufin haben wir ihn dann in eine andere Klinik verlegen lassen.

Dort wurde versucht herauszufinden warum die anderen 5 Medikamente gegeben wurden. Leider ohne Erfolg, da der vorherige Arzt anscheinend zu beschäftigt war einen Telefonanruf entgegen zu nehmen.

Dann hat mein Vater wieder 1mg Tavor am Tag gekriegt, plus die anderen Medikamente. Es wurde nun versucht wieder das Tavor auszuschleichen aber wieder zu schnell. Nach 4 wochen wieder auf 50% weniger, damals wussten wir nicht das das zu schnell ist, und haben noch auf die Ärzte vertraut.

Das ging dann etwa 4 Wochen, mein Vater hatte noch immer Verfolgungswahn, ihm schmeckte das Wasser komisch, er hat hinter jedem Gebüsch jemanden von der Klinik vermutet etc. Es war nicht mehr so schlimm wie vorher, aber er war einfach nicht mehr derselbe.

Nach den 4 Wochen, war er nicht mehr dort zu halten, die Klinik wollte ihn schon in eine geschlossene Klinik weiterleiten.

Zum Glück hat meine Mutter das verhindert. Jetzt ist er in einer Tagesklinik, er will eigentlich in gar keine Klinik und schon gar nicht stationär.

In dieser Tagesklinik ist er jetzt 4-5 Wochen. Es wird ihm nur noch 0.25mg Tavor am Tag gegeben, die anderen Medikamente bis auf eine halbe Schlaftabletten wurden gestrichen auf Bitte meiner Mutter. Dafür kriegt er jetzt Olanzapin. von 5mg ist er jetzt auf 12.5 und es soll noch weiter hoch gehen. Ich habe gelesen das 20mg am Tag das maximum ist, ich gehe davon aus das jenes maximum deren Ziel ist.

Es ist gar keine Besserung in Sicht und wir sollen einfach 6-8 Wochen warten bis das es "wirkt". Während ich in wirklichkeit einen weiterhin fehlgeschlagenen Tavor Entzug für die Symptome vermute. Er kriegt zwar noch Tavor, aber einfach nicht genug um erstmal stabil zu werden. Ich habe das gefühl auf der Tagesklinik glauben die das er schon vor dem kalten Entzug so war, entsprechend wird es als Symptome der Grunderkrankung "Depression" angesehen und nicht als teil des Entzugs.

Ihr kennt euch da besser aus, aber meine Idee jetzt nachdem ich hier ein paar Threads im Forum gelesen habe ist: Er kriegt wieder 1mg Tavor bis er stabilisiert ist. Und dann die anderen Medikamente besonders das Olanzapin weg, und dann den "normalen" 10% jede 4 Wochen runter, falls nötig mit Diazepam.

Mein Vater war die letzten Wochen/Monate seit dem kalten Entzug, nur an 2-3 Tagen "normal" und das war als er 0.5mg Expedit gekriegt hat einmal, und auch als die anderen Medikamente weggenommen wurden. Aber es hielt halt immer nur einen Tag. Und vor dem kalten Entzug hatte er diesen Verfolgungswahn noch überhaupt nicht.

Er muss laut Kliniken unter Beobachtung bleiben. Mir kommt das ganze eher wie ein Gefägnis vor, in welchen die Ärzte ohne Erfahrung mit dem Tavor entzug herum experimentieren. Viel vertrauen darauf haben wir nicht mehr, aber da er unter Beobachtung bleiben muss, wissen wir auch nicht wo er sonst hin soll, die anderen Kliniken scheinen ja ähnlich zu handeln.

Nach diesem längeren Post, meine 2 Fragen sind:

1) Glaubt ihr auch, dass der Verfolgungswahn die letzten Wochen/Monate noch vom kalten Entzug sind, und jetzt noch immer wenn auch schwächer anhält aufgrund der niedrigen Dosis an Tavor? Also von 1mg auf 0, und dann auf 1mg aber wieder recht schnell auf 0.5 erst und jetzt, 0.25mg am Tag.

2) Wenn dem so ist, und es liegt an einem weiter fehlgeschlagenem Entzug des Tavors, könnt ihr einen Arzt empfehlen in der Gegend von Köln oder Umgebung, der sich damit auskennt und ihn übernehmen kann.

In der Tagesklinik, der Arzt hat auch nur alle 2 Wochen für einen 10 Minuten termin zeit. Mir persönlich wird nicht genug Interesse dort an dem befinden meines Vaters gezeigt. Außerdem, habe ich hier im Forum gelesen er kann diesen Entzug auch zuhause machen. Das müsste sicher auch erstmal ein Arzt genehmigen. Das würde ihm aufjedenfall besser gefallen, wie gesagt er Angst vor jeglicher Klinik, insbesondere weil er nicht mehr stationär will. Er ist auch am Wochenende immer zuhause, also so schlimm kann es nicht sein, dass er da wie auf freilauf im Gefängnis jeden Tag anwesenheit zeigen muss.

Bitte lasst mich wissen ob ihr nähere details benötigt, ich habe das jetzt alles erstmal nur so runter geschrieben wie es mir in Erinnerung gekommen ist.

Auch sehe ich hier im Forum andere die das schon Jahre lang mitmachen. Und ich hoffe das es für meinen Vater noch nicht zu spät ist, da es "nur" ein paar Monate bis jetzt ist. Ich hoffe wirklich ihr könnt uns helfen!
Zuletzt geändert von Murmeline am Freitag, 22.06.18, 14:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel korrigiert und ergänzt
mit 72 Jahren Panikattacken gekriegt (Raucher, Alkohol-Konsum)
Diagnose: Angstörungen und Schwere Depression

14.03.2018: 4x 0.5mg Tavor am Tag, 15mg Mirtazipan
19.03.2018: 2-3x 0.5mg Tavor am Tag, Mirtazipan abgesetzt da Taubheit in Gesicht und Körper
10.04.2018: 1x 0.5mg Tavor am Tag (zu schneller Absetzversuch, am Ende "brummen" im Kopf gekriegt jedoch noch kein Verfolgungswahn, Krankenhaus eingeliefert worden)

18.04.2018: 2x 0.5mg Tavor, 40mg Pipamperon (im Krankenhaus stationär)
20.04.2018: 0mg Tavor, 15mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 40mg Pipamperon Movicol 1-2Btl./d (Weiter stationär im Krankenhaus. Kalter Entzug aufgrund "missverständnis" des Arztes. Delir, Zitterig und andere Tavor Absetzerscheinungen. Deswegen die ganzen neuen Medikamente)
22.04.2018: 0mg Tavor, 15mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 0.25mg Risperedon, 40mg Pipamperon, 1.5mg Falithrom, Movicol 1-2Btl./d, Pflaumensaft

26.04.2018: 0.5mg Tavor, 7.5mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 20mg Pimpamperon, 10mg Escitalopram, 5mg Olanzapin, Movicol 1-2Btl./d (Klinik wechsel stationär. Klinik davor war nicht zu erreichen, deswegen wurden weiter etwa die selben Medikamente gegeben)

25.05.2018: 0.5mg Tavor, 7.5mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 20mg Pimpamperon, 10mg Escitalopram, 5mg Olanzapin, Movicol 1-2Btl./d (wieder Klinikwechsel in eine Tagesklinik)
02.06.2018: 0.5mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (auf Bitte wurded die anderen Medikamente entfernt, aber Olanzapin erhöht)

18.06.2018: 0.25mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (Tavor runtergesetzt, wahrscheinlich zu schnell wieder)
30.06.2018: weiter 0.25mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (soweit keine Besserung. Das es sich um Absetzerscheinungen handeln könnte wird seitens der Ärzte für unwahrscheinlich gehalten)

Seit dem kalten Entzug im März, Verfolgungswahn, starke Angstzustände, Zitterig, fast ganzen Tag am Schlafen.
Kein Delir mehr seit dem wieder Tavor gegeben wurde im April, aber sonst keine Besserung.
Ich tippe auf einen weiterhin zu schnelle Verringerung der Tavor Dosis. Möglichweise auch Mirtazipan oder eines der anderen Medikamente.
Die Ärzte hingegen wollen weiter Olanzapin geben, und Tavor verringern. Wir sollen noch 4-6 Wochen warten bis das Olanzapin wirkt.
Laut dem obigen Verlauf, wird Olanzapin aber schon seit über 2 Monaten gegeben.

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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von Jamie » Freitag, 22.06.18, 15:49

Hallo goodtogreat, :)

das ist ja wirklich ein Hin und Her, was da mit deinem Vater angestellt wurde; es tut mir leid, dass er derart in die Mühlen der Medizin und Psychiatrie geraten ist. :(

Einem Menschen mit Suchthistorie darf nur unter größter Nutzen-Risiko-Kalkulation ein Benzo aufgeschrieben werden; ihn gleich auf horrende 4mg zu setzen ist eine Schande.
Die haben deinen Vater einfach abgeschossen und ruhig gestellt, statt nachzuschauen, was los ist.

Ich vermute auch, dass dann der später erfolgte chaotische kalte Entzug den Verfolgungswahn mit ausgelöst hat, wobei ich ehrlich gesagt schon vermute, dass es auch andere Komponenten gab, er also auch vielleicht eine Prädisposition dafür hatte, da du auch Ängstlichkeit (Panikattacken nachts) schilderst.

Ist bei deinem Vater das Blut mal sorgfältig untersucht worden? Ist die Schilddrüse normal?
Können Demenz oder andere gehirn-degenerative Dinge ausgeschlossen werden?
Manchmal gehen psych. Beierkrankungen einer Demenz voraus, dazu kann auch eine Depression, Angsterkrankung oder Verfolgungswahn gehören - es wäre wichtig organ. Ursachen auszuschließen.

Was seine aktuelle Situation betrifft, so sollte die Klinik meines Erachtens sich jetzt nicht an 1mg Tavor aufhängen. Wenn es am Ende 1,25mg wären, wäre es auch nicht schlimm, weil er dann zuhause in aller Ruhe mit deiner Hilfe irgendwann entziehen sollte, ggf. auch mit Diazepam.
Da macht es den Braten nicht mehr fett, ob es jetzt 1mg sind oder etwas mehr; aber natürlich muss die Dosis in Grenzen gehalten werden, auf 4mg darf es nie wieder hoch gehen!

Zum Olanzapin - da bin ich sehr skeptisch. Ich würde es nicht weiter erhöhen, 12,5mg sind schon nicht wenig. Wenn es nicht greift, sollte es irgendwann wieder ausgeschlichen werden; bitte keinesfalls kalt absetzen, wir geben gerne Hilfestellung.

Und eine Anregung habe ich auch noch - dein Vater hat sich in letzter Zeit in Zuständen befunden, in denen er als möglicherweise nicht mehr zurechnungsfähig betrachtet wird.
Um Zwangsmedikamentierung etc. zu verhindern, sollte eine Person seines Vertrauens, zB du oder deine Mutter, als Bevollmächtigte / Vorsorgevollmacht / Patientenverfügung etc. ernannt und gerichtlich (klingt schlimmer als es ist) bestätigt werden.
Dann dürfen Ärzte auch die Medikamentierung nicht einfach ohne Absprache mit dir abändern.
Ich halte das für sehr wichtig, um ihn zu schützen.
Ihr solltet darüber nachdenken.

Schöne Grüße
Jamie
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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von goodtogreat » Samstag, 23.06.18, 15:04

Hallo Jamie,
Vielen Dank erstmal für die ausführliche Antwort!

Das mit der Verfügung ist eine gute Idee, meine Mutter wird bei der Betreuungsbehörde anrufen um zu erfahren wie das geht.

Sie haben ja gesagt wir sollten jetzt auf 1 - 1.25mg Tavor gehen und dann das Olanzapin auch langsam absetzen wieder.

Man wird ja gerne als nichtsahnender abstempelt, wobei das auch nicht zwingend unwahr ist. Aber viel anderes als zu "raten" scheinen mir die Ärzte auch nicht zu machen, so wie Medikamente gewechselt werden.

Können wir da jetzt einfach zu dem Arzt gehen und sagen der soll das so machen, was wenn der Arzt einfach nein sagt?

Mein Vater hat jetzt so oft schon die Klinik gewechselt, und jedes mal hatten wir neu Hoffnung ohne Erfolg. Ich weiss selber nicht mehr, was ich für richtig und falsch halten soll, und ob es "richtig" überhaupt noch gibt.

Für weitere Tips wie es weiter gehen kann, und wo wir auch mal anrufen könnten bei jemanden der sich auskennt (Suchtstelle?), wäre ich auch sehr dankbar.

Danke nochmal für Ihre Zeit!
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Diagnose: Angstörungen und Schwere Depression

14.03.2018: 4x 0.5mg Tavor am Tag, 15mg Mirtazipan
19.03.2018: 2-3x 0.5mg Tavor am Tag, Mirtazipan abgesetzt da Taubheit in Gesicht und Körper
10.04.2018: 1x 0.5mg Tavor am Tag (zu schneller Absetzversuch, am Ende "brummen" im Kopf gekriegt jedoch noch kein Verfolgungswahn, Krankenhaus eingeliefert worden)

18.04.2018: 2x 0.5mg Tavor, 40mg Pipamperon (im Krankenhaus stationär)
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Seit dem kalten Entzug im März, Verfolgungswahn, starke Angstzustände, Zitterig, fast ganzen Tag am Schlafen.
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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von escargot » Samstag, 23.06.18, 17:13

Hallo goodtogreat,

ich glaube, ich war in einer ähnlichen Situation wie dein Vater.

Wurde auch auf 4-5 mg Tavor UND 20 mg Olanzapin RUHIG gestellt und habe ca. 18-20 Std. am Tag geschlafen. Kein Witz.

Wie ist es denn mit dem Schlafen? Schläft er ausreichend?

1 oder 1,25 mg Tavor halte ich für eine akzeptable Dosis und mehr als vertretbar für den von dir geschilderten Zustand. Das Olanzapin brauchte bei mir ca. 7 Wochen, bis es überhaupt Wirkung zeigte - also antipsychotische Wirkung. Welche Diagnose hat dein Vater? Ich würde das erstmal drin lassen in der Dosierung, keinesfalls aber höher gehen.

Peter Lehmann (Antipsychiatrie) sagt sogar man könne es zunächst 4 Wochen allein mit Tavor probieren, aber dann reichen 1 oder 1,25 mg nicht. Ich federe starke Symptome mittlerweile kurzzeitig mit Tavor ab, um Höherdosierung des NL zu vermeiden.

Liebe Grüße
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DIAGNOSEN
02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf max. 1-2 mg Tavor! (selten)

Täglich :
Olanzapin 1 mg, Risperdal 2 mg, Tavor 1 mg
2 X 425 mg Passionsblume
800 mg Magnesium
Vitamin B12

2wöchentlich Globulis
Elaps Corallinus LM1 1 Tr. mit Pipette in Glas Wasser, davon 1 Löffel nur
Phosphorus C12 1 Globuli
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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von goodtogreat » Sonntag, 24.06.18, 10:50

Hallo escargot,
so wie ich das verstanden habe hat mein Vater "nur" Depressionen als Erkrankung. Er hat halt Panikattacken in der Nacht gekriegt, deswegen das Tavor. Das ganze ist aber erst so schlimm geworden als er das Tavor gekriegt hat, bzw. es absetzen wollte.

Ich habe in Ihrer Signatur gelesen, dass Sie jetzt viel weniger Medikamente nehmen. Könnten Sie mir sagen wie Sie das geschafft haben, sodass wir das vielleicht auch machen können mit meinem Vater?

Danke im Vorraus!
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19.03.2018: 2-3x 0.5mg Tavor am Tag, Mirtazipan abgesetzt da Taubheit in Gesicht und Körper
10.04.2018: 1x 0.5mg Tavor am Tag (zu schneller Absetzversuch, am Ende "brummen" im Kopf gekriegt jedoch noch kein Verfolgungswahn, Krankenhaus eingeliefert worden)

18.04.2018: 2x 0.5mg Tavor, 40mg Pipamperon (im Krankenhaus stationär)
20.04.2018: 0mg Tavor, 15mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 40mg Pipamperon Movicol 1-2Btl./d (Weiter stationär im Krankenhaus. Kalter Entzug aufgrund "missverständnis" des Arztes. Delir, Zitterig und andere Tavor Absetzerscheinungen. Deswegen die ganzen neuen Medikamente)
22.04.2018: 0mg Tavor, 15mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 0.25mg Risperedon, 40mg Pipamperon, 1.5mg Falithrom, Movicol 1-2Btl./d, Pflaumensaft

26.04.2018: 0.5mg Tavor, 7.5mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 20mg Pimpamperon, 10mg Escitalopram, 5mg Olanzapin, Movicol 1-2Btl./d (Klinik wechsel stationär. Klinik davor war nicht zu erreichen, deswegen wurden weiter etwa die selben Medikamente gegeben)

25.05.2018: 0.5mg Tavor, 7.5mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 20mg Pimpamperon, 10mg Escitalopram, 5mg Olanzapin, Movicol 1-2Btl./d (wieder Klinikwechsel in eine Tagesklinik)
02.06.2018: 0.5mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (auf Bitte wurded die anderen Medikamente entfernt, aber Olanzapin erhöht)

18.06.2018: 0.25mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (Tavor runtergesetzt, wahrscheinlich zu schnell wieder)
30.06.2018: weiter 0.25mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (soweit keine Besserung. Das es sich um Absetzerscheinungen handeln könnte wird seitens der Ärzte für unwahrscheinlich gehalten)

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Ich tippe auf einen weiterhin zu schnelle Verringerung der Tavor Dosis. Möglichweise auch Mirtazipan oder eines der anderen Medikamente.
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Laut dem obigen Verlauf, wird Olanzapin aber schon seit über 2 Monaten gegeben.

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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von Jamie » Sonntag, 24.06.18, 11:51

Hallo goodtogreat :)

Der Frage escargots nach deinem Vater schließe ich mich an - kann er nachts halbwegs schlafen?
Das ist wichtig.
Jegliche Form psychotischen Verhaltens (mal jetzt egal, was genau die Diagnose ist, die dein Vater hat) verschlechtert sich, wenn Menschen nicht genug schlafen.

Olanzapin, um darauf zurück zu kommen, hat keine Zulassung zur Behandlung einer Depression.
Man behandelt damit Schizophrenie, manische Episoden und es zugelassen zur Phasenprophylaxe bei bipolarer Störung.
Wenn man bei deinem Vater also eine Depression diagnostiziert hat, behandelt man ihn zumindest nicht danach - man behandelt mit dem Olanzapin sein Delir / Verfolgungswahn, denn Olanzapin sediert extrem und soll die Leute ´runter holen´.
Eigentlich müsste er bei dieser doch nicht niedrigen Dosierung Nebenwirkungen (Müdigkeit, keine Lust zu nix, Gefühlsarmut, Gewichtszunahme etc) verspüren - tut er das?

Mit meinen Zeilen will ich aber keineswegs sagen, dass er jetzt noch weitere zusätzliche Medikamente nehmen soll; im Gegenteil, ich vermute, er würde stark auf ein Antidepressivum reagieren.

Der meines Erachtens sinnvollste Weg wäre es irgendwann die Medikamente sanft auszuschleichen und dann zu schauen, was sich verändert.

Zu den Panikattacken nachts - was war denn Inhalt der Panik? Panikattacken tauchen meist auch nicht einfach so auf. War in seinem Leben vorher irgendwas passiert?
Es ist Quatsch Panikattacken als völlig normales Begleitsymptom einer Depression zu sehen, bei den meisten stecken auch psychologische Gründe dahinter.

Und zu fragen wäre auch, ob trotz des von dir in deinem Ausgangspost beschriebenen Verhaltens des Rückzugs und der Lustlosigkeit, bevor das alles mit den Medikamenten los ging, dein Vater eigentlich unglücklich und unzufrieden war? Kannst du ihn das mal fragen?

Womöglich ist seine Ängstlichkeit in früheren Kindheitserlebnissen oder anderen verstörenden Ereignissen begründet?
Das gehört nicht mit Medikamenten zugekleistert, sondern von einem sanften Therapeuten vorsichtig aufgedeckt.
Therapie wäre das Mittel der Wahl bei deinem Vater.

Viele Grüße
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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von goodtogreat » Sonntag, 24.06.18, 13:07

Hallo Jamie,
ich habe jetzt nochmal bei meiner Mutter nachgefragt, er wurde ursprünglich mit "Angststoerung und schwere depression" diagnostiziert.

Wie Sie sagen, es scheinen die Symptome des Entzugs mit dem Olanzapin behandelt zu werden, anstatt den Entzug richtig durchzuführen (langsames ausschleichen).

Ich schliesse mich ihnen an, dass er das Tavor ausschleichen muss. Aber der Arzt scheint das ja anders zu sehen, da er die Dosis viel zu schnell reduziert hat und das Olanzapin recht schnell erhöht.

Es ist schwer zu sagen wie das Olanzapin auf ihn wirkt, selten ist er "normal", und meist einfach Ängstlich Auch war er vor den ganzen Medikamente nur im Bett sich am "ausruhen".

In Bezug auf die Panikattacken: mein Vater denkt schon recht lange nur noch daran "wieviele Jahre er noch hat". Seit dem er 70 geworden ist scheint dies nur noch in seinem Kopf zu sein. Alle möglichen Gedanken an was er nicht mehr erleben kann, und wie er mit 80 vielleicht sich nicht mehr bewegen kann usw. Er hat auch letztes jahr ein neues gebiss gekriegt, das schien zu gross gewesen zu sein und hat ihn täglich gestört, er hat fast über nichts anderes geredet. Nun ist das gebiss gewechselt worden, aber das war während er schon unter Tavor Entzug war.

Wenn es um sein Schlafen geht, war er lange auf Nachtschicht, er wacht oft nachts auf und hat meiner meinung nach auch eine schlafapnoe so wie ich das zumidnest beurteilen kann. Also, er schnarcht und teils schliesst sich sein hals zu sehr sodass er "erstickt" und dadurch aufwacht. Es ist möglich das das vormalige zu grosse gebiss für die schlafapnoe verwantwortlich ist, aber wie geasgt er hat vorher auch schon geschnarcht und nie durch geschlafen. Diese Panikattacken hätten auch durchaus dadurch noch begünstigt werden können. Er kriegt auch schlaftabletten zu dem Tavor und Olanzapin.

Ja Sie haben vollkommen recht, mein Vater braucht eine "normale" Therapie. So schlimm war er gar nicht davor, wir waren erst vor 4-5 monaten zusammen schwimmen gewesen, und lange spaziergänge haben wir gemacht. Jetzt kann er kaum eine Runde im Park drehen ohne Müde zu werden. In Bezug auf "normalen" Therapien, gibt es ja auch viele verschiedene Ansätze. Ich habe mich da ein bisschen hineingelsen, da selbst wenn er jetzt den Entzug hinter sich hat, auch die eigentliche Grunderkrankung behandelt haben muss (schwere depression).
mit 72 Jahren Panikattacken gekriegt (Raucher, Alkohol-Konsum)
Diagnose: Angstörungen und Schwere Depression

14.03.2018: 4x 0.5mg Tavor am Tag, 15mg Mirtazipan
19.03.2018: 2-3x 0.5mg Tavor am Tag, Mirtazipan abgesetzt da Taubheit in Gesicht und Körper
10.04.2018: 1x 0.5mg Tavor am Tag (zu schneller Absetzversuch, am Ende "brummen" im Kopf gekriegt jedoch noch kein Verfolgungswahn, Krankenhaus eingeliefert worden)

18.04.2018: 2x 0.5mg Tavor, 40mg Pipamperon (im Krankenhaus stationär)
20.04.2018: 0mg Tavor, 15mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 40mg Pipamperon Movicol 1-2Btl./d (Weiter stationär im Krankenhaus. Kalter Entzug aufgrund "missverständnis" des Arztes. Delir, Zitterig und andere Tavor Absetzerscheinungen. Deswegen die ganzen neuen Medikamente)
22.04.2018: 0mg Tavor, 15mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 0.25mg Risperedon, 40mg Pipamperon, 1.5mg Falithrom, Movicol 1-2Btl./d, Pflaumensaft

26.04.2018: 0.5mg Tavor, 7.5mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 20mg Pimpamperon, 10mg Escitalopram, 5mg Olanzapin, Movicol 1-2Btl./d (Klinik wechsel stationär. Klinik davor war nicht zu erreichen, deswegen wurden weiter etwa die selben Medikamente gegeben)

25.05.2018: 0.5mg Tavor, 7.5mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 20mg Pimpamperon, 10mg Escitalopram, 5mg Olanzapin, Movicol 1-2Btl./d (wieder Klinikwechsel in eine Tagesklinik)
02.06.2018: 0.5mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (auf Bitte wurded die anderen Medikamente entfernt, aber Olanzapin erhöht)

18.06.2018: 0.25mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (Tavor runtergesetzt, wahrscheinlich zu schnell wieder)
30.06.2018: weiter 0.25mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (soweit keine Besserung. Das es sich um Absetzerscheinungen handeln könnte wird seitens der Ärzte für unwahrscheinlich gehalten)

Seit dem kalten Entzug im März, Verfolgungswahn, starke Angstzustände, Zitterig, fast ganzen Tag am Schlafen.
Kein Delir mehr seit dem wieder Tavor gegeben wurde im April, aber sonst keine Besserung.
Ich tippe auf einen weiterhin zu schnelle Verringerung der Tavor Dosis. Möglichweise auch Mirtazipan oder eines der anderen Medikamente.
Die Ärzte hingegen wollen weiter Olanzapin geben, und Tavor verringern. Wir sollen noch 4-6 Wochen warten bis das Olanzapin wirkt.
Laut dem obigen Verlauf, wird Olanzapin aber schon seit über 2 Monaten gegeben.

Falls Ihr das hier lest und eine Ahnung habt, oder uns an einen möglicherweise besseren Arzt weiterleiten könnte, bitte schreibt mir eine private Nachricht!

Jamie
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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von Jamie » Sonntag, 24.06.18, 13:14

Hallo goodtogreat, :)

danke, das Bild wird jetzt klarer.

Die scheinen Olanzapin als Entzugsdeckelung für das Tavor zu nehmen.
Das passiert häufig in Kliniken, ist aber ziemlicher Quatsch, da ein Neuroleptikum nie richtig einen Benzoentzug abfangen kann.

Benzos sind für das Gehirn verführerisch, weil sie generell die Nervenweiterleitung beruhigen und die Nervenzelle weniger erregt ist (Folge --> Beruhigung, Angstlösung, Schlaf), aber kein anderes Medikament kann diesen Effekt imitieren, der entsteht, wenn GABA im Spiel ist.
Dass daher das Olanzapin nur wenig befriedigstellend wirkt, ist klar.

Bitte unbedingt schreiben, was für Schlaftabletten er bekommt! Das könnten ja auch weitere Neurolaptika sein oder andere Benzos.
Es ist sehr wichtig das zu wissen. Bitte alle Medikamente auflisten, die er nimmt. Danke.

Ich wollte noch sagen, dass Du / Sie mich und alle anderen hier im Forum gerne duzen darfst.
Ich hoffe es stört Dich / Sie nicht, dass wir uns hier alle duzen.
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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von escargot » Sonntag, 24.06.18, 17:48

Hallo goodtogreat,

Olanzapin bei "nur" Depressionen halte ich für ziemlich "harte Geschütze". Aber das hat Jamie schon geschrieben.

Zumindest dieses Verfolgungsgefühl (war es noch mehr als "nur" das? ) ist typisch für Psychotiker.

Ich hatte auch schwerste Panikattacken auch wegen des Verfolgtheitsgefühls, aber nicht nur. Das Problem ist halt, dass Tavor - und Olanzapin auch - nicht die Ursache bekämpfen kann. Und auch sonst, kommt man nicht umhin sich "den Dämonen" zu stellen undzwar mit Hifle eines (Verhaltens)therapeuten. Es wäre hilfreich, wenn er eine Art Skillliste für sich anlegen könnte, was ihm an Alternativhandlungen zur Verfügung steht. Das kann man auch in Abstufungen. Also mal schriftlich am besten fixieren, was man noch machen kann, wenn Alarmstufe rot ist und die Panik schon am schwersten, ob überhaupt noch was geht. Dann was bei Alarmstufe gelb noch geht usw. usf.

Ich habe mir selbst die Gehmeditation beigebracht. Das ist eine Methode, um mich zu beruhigen, die so funktioniert, dass ich sehr langsam und zählender- und atmenderweise durch den Raum marschiere. Aber das alles ist sehr individuell. Aber du schreibst, dass ihr spazieren wart. Vielleicht kann er auch andere Achtsamkeitsübungen erlernen. Auf jeden Fall halte ich das für essentiell VOR oder spätenstens parallel zum Tavorentzug. Denn der macht auch erstmal eines: nämlich ANGST.

Und da kann man schnell wieder dahin zurück kommen, wo man her kommt und sich in einem bösen Kreislauf bewegen. Bei mir ging das jetzt auch ein paar Jahre so und ich war - ohne Therapie - bis Sommer 2016 deshalb immer wieder stationär, weil ich auch heftigste Nebenwirkungen von dem Olanzapin hatte und immer wieder reduzieren "musste". Diese heftige Interesselosigkeit und Kraftlosigkeit dabei ist einfach an sich fast ähnlich gravierend wie die Krankheit und schränkt die Lebensqualität heftigst ein.

Olanzapin war und ist immernoch für mich extrem schwer abzusetzen und Tavor auch. Gut, dass du dich auch hier angemeldet hast. Aber Absetzen allein damit wird es nicht getan sein. Ich rate mindestens noch einen Therapeuten mit ins Boot zu holen.

Liebe Grüße
escargot

P.S.: Mein Psychiater will auch immer mit dem Olanzapin höher gehen und das Tavor dafür ganz raus haben. Aber ohne mich!
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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von escargot » Sonntag, 24.06.18, 23:55

Jamie hat geschrieben:
Sonntag, 24.06.18, 13:14
Benzos sind für das Gehirn verführerisch, weil sie generell die Nervenweiterleitung beruhigen und die Nervenzelle weniger erregt ist (Folge --> Beruhigung, Angstlösung, Schlaf), aber kein anderes Medikament kann diesen Effekt imitieren, der entsteht, wenn GABA im Spiel ist
Ich wollte mal Baclofen nehmen, weil das auch am GABA-Rezeptor andockt, aber nicht wie Tavor an GABA-A, sondern an GABA-B und daher angeblich nicht süchtig macht. Meine Psychiaterin meinte nur sie wolle das Rad nicht neu erfinden, als ich den Wunsch äußerte.

Tavor hat bei mir immer zuverlässig gewirkt.

Wichtig fände ich es noch nach dem Schlaf zu gucken. Das mal mit dem Arzt besprechen?

Liebe Grüße
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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von goodtogreat » Montag, 25.06.18, 10:24

Hallo nochmal,
die Schlaftabletten die er nimmt sind eine halbe "Zopiclon" (3.75mg die hälfte) vorm schlafen gehen.

Was kann man bei den Schlafproblemen sonst machen, außer Tabletten?

Und wie kann man das Olanzapin absetzen, auch 10% jede 2-4 Wochen wie Tavor?
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Seit dem kalten Entzug im März, Verfolgungswahn, starke Angstzustände, Zitterig, fast ganzen Tag am Schlafen.
Kein Delir mehr seit dem wieder Tavor gegeben wurde im April, aber sonst keine Besserung.
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Die Ärzte hingegen wollen weiter Olanzapin geben, und Tavor verringern. Wir sollen noch 4-6 Wochen warten bis das Olanzapin wirkt.
Laut dem obigen Verlauf, wird Olanzapin aber schon seit über 2 Monaten gegeben.

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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von escargot » Montag, 25.06.18, 21:39

Hallo goodtogreat!

Zopiclon hat bei mir nicht gewirkt, macht aber auch abhängig.

Man kann sozusagen Schlafhygiene betreiben. Also abends nicht mehr so spät und nicht zu schwer und zu fettig essen, kein oder wenig TV, seichte Sachen und Einschlaftiruale abends immer das gleiche - langweilige - Programm abspulen zum "Runterkommen"...
man kann das lernen! Aber ist ein Stück harte Arbeit und schwieriger natürlich, wenn man Probleme wälzt oder gegen Panikattacken kämpft, die über einen herein brechen.

Glaube hier ist eher die Empfehlung aller 6-8 Wochen und dann 10 % vom Olanzapin.

Aber bin ja auch noch nicht so lang dabei. Aber lies doch hier mal ein wenig durch. Es stand gleich vorn bei den Hinweisen meine ich. Kann das als Selbst-Neuling aber jetzt auch gerade nicht so toll hier verlinken.

Wichtig finde ich noch im Falle seines Vaters, dass das Ganze auch therapeutisch begleitet wird und vielleicht ganz vorsichtig sowas wie Ursachenforschung auch dabei ist.

Liebe Grüße
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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von goodtogreat » Freitag, 29.06.18, 7:17

Hi nochmal,
also laut dem Arzt ist dieses Zopiclon auch ein Benzo und entsprechend sagt er es wäre so als ob mein Vater schon auf 1mg Tavor ist mit der Dosis.
Kann man wirklich einfach Tavor mit Zopiclon ersetzen so wie das mit Diazepam ist? Was haltet ihr davon?
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26.04.2018: 0.5mg Tavor, 7.5mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 20mg Pimpamperon, 10mg Escitalopram, 5mg Olanzapin, Movicol 1-2Btl./d (Klinik wechsel stationär. Klinik davor war nicht zu erreichen, deswegen wurden weiter etwa die selben Medikamente gegeben)

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02.06.2018: 0.5mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (auf Bitte wurded die anderen Medikamente entfernt, aber Olanzapin erhöht)

18.06.2018: 0.25mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (Tavor runtergesetzt, wahrscheinlich zu schnell wieder)
30.06.2018: weiter 0.25mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (soweit keine Besserung. Das es sich um Absetzerscheinungen handeln könnte wird seitens der Ärzte für unwahrscheinlich gehalten)

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Laut dem obigen Verlauf, wird Olanzapin aber schon seit über 2 Monaten gegeben.

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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von escargot » Freitag, 29.06.18, 7:33

Hallo goodtogreat,

nein Zopi ist kein Benzo, aber schon ähnlich im Wirkmechanismus.

Ich weiß nicht, ob man es austauschen kann so einfach. Eine Freundin nimmt jedenfalls in Fällen, wo ich Tavor nehme Zopiclon. Sie ist aber Angstpatientin und hat einfach Angst vor dem Tavor und nimmt deshalb lieber Zopiclon.

Vielleicht wäre es besser erstmal zu schauen, woher die Ängste denn nun kommen ganz vorsichtig und dann das Tavor langsam raus nehmen statt noch auszutauschen. Das ist ja auch wieder mit Stress verbunden und Zopi nimmt er ohnehin zum Schlafen oder? Wie lange schon?

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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von goodtogreat » Freitag, 29.06.18, 7:37

Ja er nimmt das Zopiclon zum schlafen, ich glaub um die 2 Monate jetzt.

Außerdem nimmt er das Tavor am Abend einmal. Jetzt hab ich gelesen das es eine Halbwertszeit von 10 Stunden hat, und Zopiclon von 5 Stunden. Kann es sein, dass mein Vater deswegen immer so unruhig ist weil er es nur einmal am Tag nimmt. Wäre Diazepam mit 24 Stunden halbwertszeit dann nicht besser?
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Die Ärzte hingegen wollen weiter Olanzapin geben, und Tavor verringern. Wir sollen noch 4-6 Wochen warten bis das Olanzapin wirkt.
Laut dem obigen Verlauf, wird Olanzapin aber schon seit über 2 Monaten gegeben.

Falls Ihr das hier lest und eine Ahnung habt, oder uns an einen möglicherweise besseren Arzt weiterleiten könnte, bitte schreibt mir eine private Nachricht!

goodtogreat
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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von goodtogreat » Freitag, 29.06.18, 7:40

Ich habe jetzt auch nochmal extra gegoogled. Anscheinend ist Zopiclon wirklich kein Benzo, mal ganz ehrlich dieser Arzt scheint mir gefährlich...
mit 72 Jahren Panikattacken gekriegt (Raucher, Alkohol-Konsum)
Diagnose: Angstörungen und Schwere Depression

14.03.2018: 4x 0.5mg Tavor am Tag, 15mg Mirtazipan
19.03.2018: 2-3x 0.5mg Tavor am Tag, Mirtazipan abgesetzt da Taubheit in Gesicht und Körper
10.04.2018: 1x 0.5mg Tavor am Tag (zu schneller Absetzversuch, am Ende "brummen" im Kopf gekriegt jedoch noch kein Verfolgungswahn, Krankenhaus eingeliefert worden)

18.04.2018: 2x 0.5mg Tavor, 40mg Pipamperon (im Krankenhaus stationär)
20.04.2018: 0mg Tavor, 15mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 40mg Pipamperon Movicol 1-2Btl./d (Weiter stationär im Krankenhaus. Kalter Entzug aufgrund "missverständnis" des Arztes. Delir, Zitterig und andere Tavor Absetzerscheinungen. Deswegen die ganzen neuen Medikamente)
22.04.2018: 0mg Tavor, 15mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 0.25mg Risperedon, 40mg Pipamperon, 1.5mg Falithrom, Movicol 1-2Btl./d, Pflaumensaft

26.04.2018: 0.5mg Tavor, 7.5mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 20mg Pimpamperon, 10mg Escitalopram, 5mg Olanzapin, Movicol 1-2Btl./d (Klinik wechsel stationär. Klinik davor war nicht zu erreichen, deswegen wurden weiter etwa die selben Medikamente gegeben)

25.05.2018: 0.5mg Tavor, 7.5mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 20mg Pimpamperon, 10mg Escitalopram, 5mg Olanzapin, Movicol 1-2Btl./d (wieder Klinikwechsel in eine Tagesklinik)
02.06.2018: 0.5mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (auf Bitte wurded die anderen Medikamente entfernt, aber Olanzapin erhöht)

18.06.2018: 0.25mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (Tavor runtergesetzt, wahrscheinlich zu schnell wieder)
30.06.2018: weiter 0.25mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (soweit keine Besserung. Das es sich um Absetzerscheinungen handeln könnte wird seitens der Ärzte für unwahrscheinlich gehalten)

Seit dem kalten Entzug im März, Verfolgungswahn, starke Angstzustände, Zitterig, fast ganzen Tag am Schlafen.
Kein Delir mehr seit dem wieder Tavor gegeben wurde im April, aber sonst keine Besserung.
Ich tippe auf einen weiterhin zu schnelle Verringerung der Tavor Dosis. Möglichweise auch Mirtazipan oder eines der anderen Medikamente.
Die Ärzte hingegen wollen weiter Olanzapin geben, und Tavor verringern. Wir sollen noch 4-6 Wochen warten bis das Olanzapin wirkt.
Laut dem obigen Verlauf, wird Olanzapin aber schon seit über 2 Monaten gegeben.

Falls Ihr das hier lest und eine Ahnung habt, oder uns an einen möglicherweise besseren Arzt weiterleiten könnte, bitte schreibt mir eine private Nachricht!

escargot
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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von escargot » Freitag, 29.06.18, 8:13

Hallo goodtogreat

vielleicht kann einer der Erfahreneren hier nochmal oben zu deinen Fragen schreiben....

jedenfalls würde ich mir generell mal eine ärztliche Zweitmeinung einholen (falls dein Vater einverstanden ist). Kann nie schaden. Und eben schauen, woher die Unruhe und / oder Angst kommt.
Guckt ihr nach einem Therapeuten? Was macht ihr sonst?

Zwei Monate Zopi ist schon nicht soooo kurz...

liebe Grüße
escargot

P.S.: Bei mir wirkt eine Tavor 4-6 Stunden.
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DIAGNOSEN
02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf max. 1-2 mg Tavor! (selten)

Täglich :
Olanzapin 1 mg, Risperdal 2 mg, Tavor 1 mg
2 X 425 mg Passionsblume
800 mg Magnesium
Vitamin B12

2wöchentlich Globulis
Elaps Corallinus LM1 1 Tr. mit Pipette in Glas Wasser, davon 1 Löffel nur
Phosphorus C12 1 Globuli
....
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01.09. 1,07 mg Olanzapin, 2 mg R, 1 mg T... Ängste,verschwommenes Sehen bei Stress "Rissschatten",Geräuschkulissen
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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von padma » Freitag, 29.06.18, 18:07

hallo Goodtogreat, :)

könntest du bitte eine Signatur erstellen? http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 46&t=15035
Ohne Signatur mit dem genauen Medikamentenverlauf und eine Kurzzusammenfassung der Problematik ist keine Unterstützung möglich.

Infos zu den "Z Drugs"(Zopiclon umd co.) findest du hier viewtopic.php?p=183237#p183237
Außerdem nimmt er das Tavor am Abend einmal. Jetzt hab ich gelesen das es eine Halbwertszeit von 10 Stunden hat, und Zopiclon von 5 Stunden. Kann es sein, dass mein Vater deswegen immer so unruhig ist weil er es nur einmal am Tag nimmt.
Zopiclon ist v.a. schlafanstossend, tagsüber wird es kaum noch eine Wirkung haben. Bei Tavor ist das Problem, dass es bei regelmässiger Einnahme aufgrund der kurzen HWZ zu Kurzentzügen zwischendurch kommen kann. Es ist möglich, dass die Unruhe bei deinem Vater davon kommt.

Bitte lies dir (nochmal) sorgfältig unsere Basisinfos zu den Benzos durch, einschliesslich der FAQs
viewtopic.php?f=16&t=12883

liebe Grüsse,
padma
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► Text zeigen
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von Jamie » Freitag, 29.06.18, 20:17

Hallo goodtogreat :)
Anscheinend ist Zopiclon wirklich kein Benzo, mal ganz ehrlich dieser Arzt scheint mir gefährlich...
Zopiclon gehört zu den sogenannten Z-Drugs.
Diese werden auch Benzodiazepin-Analoga genannt.
Chemisch haben sie nicht die Benzodiazepin-Struktur und sind anders aufgebaut, aber von ihrer Wirkung sind sie absolut den Benzos ebenbürtig (deswegen Benzodiazepin-Analoga).

Sie machen genauso schnell abhängig, egal, was die Ärzte einem erzählen.
Und da die Halbwertszeit auch nicht so sonderlich lange ist, gibt es auch oft Entzüge am nächsten Tag.
Sowohl Tavor als auch Zopiclon sind heiße Kandidaten dafür.

Diazepam wirkt viel länger und macht darum auch weniger Entzug, wirkt aber nicht explizit als Schlafmittel. Es macht halt ein wenig müde und benommen, während die Z-drugs explizit den Schlaf einleiten.
Wenn es dann später darum geht die Benzos und Z-Drugs abzusetzen, wäre ein Wechsel auf Diazepam auf jeden Fall überlegenswert.

Noch ein Hinweis zu den Z-Drugs: Ich war nach 2 Wochen Zolpidemeinnahme abhängig und musste bereits die Dosis steigern, gleiches beim Zopiclon, was ich dann aber nur noch moderat steigern könnte, da es mir sonst übel wurde.
Am Ende war ich 8 Jahre abhängig (süchtig), ehe ich den Absprung schaffte.

Bitte achte noch auf padmas :) Bitte mit der Signatur. Es sind wirklich zu viele Menschen mit Anliegen und Fragen hier; keiner kann mehr einen Überblick haben.

Ciao
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Re: Goodtogreat: Tavor (Lorazepam) absetzen und Entzug. Delir Verfolgungswahn und andere Symptome

Beitrag von goodtogreat » Samstag, 30.06.18, 4:36

Hallo,
Ich habe jetzt eine Signatur erstellt :) .

Ich kopiere es hier auch noch einmal:
----
mit 72 Jahren Panikattacken gekriegt (Raucher, Alkohol-Konsum)
Diagnose: Angstörungen und Schwere Depression

14.03.2018: 4x 0.5mg Tavor am Tag, 15mg Mirtazipan
19.03.2018: 2-3x 0.5mg Tavor am Tag, Mirtazipan abgesetzt da Taubheit in Gesicht und Körper
10.04.2018: 1x 0.5mg Tavor am Tag (zu schneller Absetzversuch, am Ende "brummen" im Kopf gekriegt jedoch noch kein Verfolgungswahn, Krankenhaus eingeliefert worden)

18.04.2018: 2x 0.5mg Tavor, 40mg Pipamperon (im Krankenhaus stationär)
20.04.2018: 0mg Tavor, 15mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 40mg Pipamperon Movicol 1-2Btl./d (Weiter stationär im Krankenhaus. Kalter Entzug aufgrund "missverständnis" des Arztes. Delir, Zitterig und andere Tavor Absetzerscheinungen. Deswegen die ganzen neuen Medikamente)
22.04.2018: 0mg Tavor, 15mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 0.25mg Risperedon, 40mg Pipamperon, 1.5mg Falithrom, Movicol 1-2Btl./d, Pflaumensaft

26.04.2018: 0.5mg Tavor, 7.5mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 20mg Pimpamperon, 10mg Escitalopram, 5mg Olanzapin, Movicol 1-2Btl./d (Klinik wechsel stationär. Klinik davor war nicht zu erreichen, deswegen wurden weiter etwa die selben Medikamente gegeben)

25.05.2018: 0.5mg Tavor, 7.5mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 20mg Pimpamperon, 10mg Escitalopram, 5mg Olanzapin, Movicol 1-2Btl./d (wieder Klinikwechsel in eine Tagesklinik)
02.06.2018: 0.5mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (auf Bitte wurden die anderen Medikamente entfernt. Jedoch Olanzapin erhöht)

18.06.2018: 0.25mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (Tavor runtergesetzt, wahrscheinlich zu schnell wieder)
30.06.2018: weiter 0.25mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (soweit keine Besserung. Das es sich um Absetzerscheinungen handeln könnte wird seitens der Ärzte für unwahrscheinlich gehalten)

Seit dem kalten Entzug im März, Verfolgungswahn, starke Angstzustände, Zitterig, fast ganzen Tag am Schlafen.
Kein Delir mehr seit dem wieder Tavor gegeben wurde im April, aber sonst keine Besserung.
Ich tippe auf einen weiterhin zu schnelle Verringerung der Tavor Dosis. Möglichweise auch Mirtazipan oder eines der anderen Medikamente.
Die Ärzte hingegen wollen weiter Olanzapin geben, und Tavor verringern. Wir sollen noch 4-6 Wochen warten bis das Olanzapin wirkt.
Laut dem obigen Verlauf, wird Olanzapin aber schon seit über 2 Monaten gegeben.

Was sollen wir jetzt tun? Wieder andere Klinik?
mit 72 Jahren Panikattacken gekriegt (Raucher, Alkohol-Konsum)
Diagnose: Angstörungen und Schwere Depression

14.03.2018: 4x 0.5mg Tavor am Tag, 15mg Mirtazipan
19.03.2018: 2-3x 0.5mg Tavor am Tag, Mirtazipan abgesetzt da Taubheit in Gesicht und Körper
10.04.2018: 1x 0.5mg Tavor am Tag (zu schneller Absetzversuch, am Ende "brummen" im Kopf gekriegt jedoch noch kein Verfolgungswahn, Krankenhaus eingeliefert worden)

18.04.2018: 2x 0.5mg Tavor, 40mg Pipamperon (im Krankenhaus stationär)
20.04.2018: 0mg Tavor, 15mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 40mg Pipamperon Movicol 1-2Btl./d (Weiter stationär im Krankenhaus. Kalter Entzug aufgrund "missverständnis" des Arztes. Delir, Zitterig und andere Tavor Absetzerscheinungen. Deswegen die ganzen neuen Medikamente)
22.04.2018: 0mg Tavor, 15mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 0.25mg Risperedon, 40mg Pipamperon, 1.5mg Falithrom, Movicol 1-2Btl./d, Pflaumensaft

26.04.2018: 0.5mg Tavor, 7.5mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 20mg Pimpamperon, 10mg Escitalopram, 5mg Olanzapin, Movicol 1-2Btl./d (Klinik wechsel stationär. Klinik davor war nicht zu erreichen, deswegen wurden weiter etwa die selben Medikamente gegeben)

25.05.2018: 0.5mg Tavor, 7.5mg Mirtazipan, 1.8mg Zopiclon, 20mg Pimpamperon, 10mg Escitalopram, 5mg Olanzapin, Movicol 1-2Btl./d (wieder Klinikwechsel in eine Tagesklinik)
02.06.2018: 0.5mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (auf Bitte wurded die anderen Medikamente entfernt, aber Olanzapin erhöht)

18.06.2018: 0.25mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (Tavor runtergesetzt, wahrscheinlich zu schnell wieder)
30.06.2018: weiter 0.25mg Tavor, 10mg Olanzapin, 1.8mg Zopiclon, Movicol 1-2Btl./d (soweit keine Besserung. Das es sich um Absetzerscheinungen handeln könnte wird seitens der Ärzte für unwahrscheinlich gehalten)

Seit dem kalten Entzug im März, Verfolgungswahn, starke Angstzustände, Zitterig, fast ganzen Tag am Schlafen.
Kein Delir mehr seit dem wieder Tavor gegeben wurde im April, aber sonst keine Besserung.
Ich tippe auf einen weiterhin zu schnelle Verringerung der Tavor Dosis. Möglichweise auch Mirtazipan oder eines der anderen Medikamente.
Die Ärzte hingegen wollen weiter Olanzapin geben, und Tavor verringern. Wir sollen noch 4-6 Wochen warten bis das Olanzapin wirkt.
Laut dem obigen Verlauf, wird Olanzapin aber schon seit über 2 Monaten gegeben.

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