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Elina: Umstellumg von Lorazepam auf Diazepam zur Entwoehnung?

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Elina
Beiträge: 1
Registriert: Freitag, 22.06.18, 15:36

Elina: Umstellumg von Lorazepam auf Diazepam zur Entwoehnung?

Beitrag von Elina » Freitag, 22.06.18, 16:30

Danke im voraus fuer Ihre Aufmerksamkeit und Unterstuetzung. Lese scnon laenger Ihre Beitraege und bewundere Ihre Kompetenz und Empathie fuer jeden Einzelnen.
Ich bin 75 Jahre alt., nehme seit ich 30 Jahre alt bin, in grossen Abstaenden Diazepam 5 mg zum Einschlafen.
Habe seit ich Jugendliche war, Scnlafstoerungen. Als ich 34 Jahre war, steckten sie mich in die Psychiatrie, aus der ich mich nach drei Tagen entliess. Sie gaben ir ei paar Dalmadorm und ein oaar Neuroleptika. Ich begann eine erfolgreiche Psychoanalyse.
Bei Arbeitsstress nahm ich auch manchmal 14 Tage hintereinander abends eine Diazepam 5 mg und hoerte dann ohne jegliche Beschwerde auch damit wieder auf. -
Im Lauf des letzen Jahres steigerte sich mein Konsum von 5 mg manchmal auf 10 mg zum Einschlafen, aber selten. -
Nun verschrieb mir der Arzt Lorazepam im Dezember 2017, ohne dass ich das eigentlich wollte.Es hatte privat Aufregungen gegeben.
In den vergangenen 6 Monaten nahm ich 31 Tabletten Lorazepam. Das sind ca. 5 Tabletten zu 1 mg im Monat, jeweils zum Einschlafen. Tagsueber nahm ich n i e etwas. Manchmal teilte oder viertelte ich die Tablette. -
Als ich neulich drei Naechte hintereinander kein Lorazepam einnahm, schlief ich so gut wie ueberhaupt nicht mehr, hatte wie schon die ganze Zeit erhoehten Pulsschlag, den ich mit einer sehr geringen Dosis Betablocker bekaempfte. Es machte mich ruhiger. -Im uebrigen Nervositaet, Unruhe, Angst bis Panik manchmal. Konnte es etwas bekempfen mit Gartenarbeit und einem Bier am Abend. Aber ich schlief nie mehr als 3-5 Stunden mit Unterbrechungen. -
Folgendes Problem nun: Habe den Eindruck, dass Lorazepam mir ueberhaupt nicht gut tut! Wuerde sehr gern zu Diazepam wechseln, mit dem es nie Probleme gab.
Wie stelle ich den Wechsel an? Koennen Sie mir einen "Fahrplan" erstellen?
Ich weiss, im Vergleich mit anderen bin ich ein ganz kleines Problem,aber ich habe viel Angst jetzt und moechte das Lorazepam wirklich loswerden, zumDiazepam wechseln und auch diese Tablette evtl loswerden, obgleich ich mit ihr seit :p ueber 40 Jahren ganz gut gefahren bin. Gibt es Alternativen zu den Benzos in meinem Fall? --
Ich bedanke mich herzlich fuer Ihre Muehe mit mir und wuensche Ihnen viel persoenliche und berufliche Kraft fuer Ihr Arbeit in diesem Forum!
Elina
Zuletzt geändert von Gwen am Freitag, 22.06.18, 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum

lunetta
Beiträge: 1846
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09

Re: Elina: Umstellumg von Lorazepam auf Diazepam zur Entwoehnung?

Beitrag von lunetta » Freitag, 22.06.18, 17:10

Hallo liebe Elina und willkommen bei uns!

Wenn es dir mit Diazepam besser ging, dann bitte wieder darauf umstellen, und dieses dann ganz langsam ausschleichen.

1 mg Lorazepam entspricht 10 mg Diazepam, du hast also mit deinem 1 mg der neuen Tablette das Doppelte der alten eingenommen.
Die Probleme wirst du deshalb haben weil Lorazepam eine viel kürzere Halbwertszeit hat, und deshalb schneller eine Entzügigkeit und Gewöhnung eintritt.

Zur Umstellungs würde ich dir empfehlen schrittweise wieder auf Diazepam umzustellen, indem du immer eine Viertel Tablette Lorazepam gegen eine Viertel Tabl. Diazepam austauscht, und das immer 1 Woche hältst.
Somit hättest du in 4 Wochen zumindest einmal eine Umstellung geschafft, wobei du dann aber bei einer 10 mg Diazepam wärst, was das Doppelte deiner bisherigen Dosis wäre.

Oder du machst es so, dass du am Abend nur mehr ein halbe Loraz. einnimmst und dazu eine halbe Diazepam für 1 Woche. Die nächste Woche nimmst du nur mehr 1/4 Loraz. ein und eine halbe Diazepam. Nächste Woche Loraz. weg und wieder eine ganze 5mg Diazepam.

Dann bist du wieder dort wo du warst. Und stell zuerst auch sicher dass du ausreichend Diazepam verschrieben bekommst, sonst ist das langsame Ausschleichen gefährdet.

Gut wäre es dann auch wenn du Diaz. in Tropfenform verschrieben bekommst, denn dann kannst du deine 5 mg Diaz. ganz langsam Tropfen für Tropfen reduzieren.

LG
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padma
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Re: Elina: Umstellumg von Lorazepam auf Diazepam zur Entwoehnung?

Beitrag von padma » Freitag, 22.06.18, 18:04

:pillowtalk: hallo Elina, :)

auch von mir willkommen.

Du hast also pro Monat jeweils insgesamt 5 mg Lorazepam genommen, mal 0,25 mg. mal 0,5 mg, mal 1 mg. Da es doch recht häufige Einnahmen waren, hast du höchstwahrscheinlich eine Abhängigkeit entwickelt. Daher auch die Entzugssymptome beim Weglassen.

Aufgrund der Entzugssymptomatik ist nun ein regelmässige Einnahme wichtig. Eine schrittweise Umstellung ist aufgrund der bisher unregelmässigen Einnahme schwierig, und bei der zum Glück insgesamt niedrigen Dosis wahrscheinlich auch nicht erforderlich. Ich würde versuchen direkt auf Diazepam zu wechseln, mit einer möglichst niedrigen Dosis.

Tropfen wären dafür wirklich gut. Ich würde es zunächst mit 1,5 mg Diazepam täglich probieren. Das entspräche rechnerisch knapp den 5 mg Lorazepam pro Monat. Es kann sein, dass das etwas zu wenig ist.

Es geht dabei jetzt darum, die Entzugssymptomatik abzufangen. Als "Schlafmedikation" reicht diese Dosis nicht aus. Da müsstest du ausprobieren, ob du so zurecht kommst.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



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