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Wusel: Seroquel absetzen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
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wusel
Beiträge: 2
Registriert: Freitag, 22.06.18, 23:13

Wusel: Seroquel absetzen

Beitrag von wusel » Freitag, 22.06.18, 23:59

Hallo,
ich bekomme seit vielen Jahren Psychopharmaka. Seit langer Zeit sind es die gleichen Neuroleptika mit immer höheren Dosierungen. Besser geht es mir dadurch auch nicht. Das macht für mich keinen Sinn. Deshalb habe ich mich entschieden, in Absprache mit meinem Arzt, das Seroquel abzusetzen.

LG
wusel
Zuletzt geändert von Gwen am Samstag, 23.06.18, 10:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Seit Ende der siebziger Jahre bekomme ich Psychopharmaka ,Diagnose Borderline. Es begann ein Leben mit diversen, verschiedener Psychopillen. Es sind so viele unterschiedliche gewesen, dass ich die Aufzählung lasse.
2001 begann die Behandlung mit Lamotrigin, Diagnose Epilepsie. Seit 2008 bekomme ich zusätzlich unveränderte Medikamente, Seroquel, Amitriptilin, bloß die Dosierung steigert sich ständig. Jetzt habe ich mit ärztlicher Absegnung vor vier Wochen angefangen das Seroquel retard Dosis täglich 450 mg. um 50 mg zu reduzieren.

Li-la022
Beiträge: 335
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Re: Seroquel absetzen

Beitrag von Li-la022 » Samstag, 23.06.18, 4:50

Hallo Wusel,

Herzlich Willkommen im Forum.

Um dir Tipps oder Ratschläge geben zu können, bitte ich dich vorab eine Signatur anzulegen.

Es wäre super wenn folgendes darin steht:
Diagnose!
Seit wann und in welcher Dosis Neuroleptika?
Nimmst du verschiedene?
Gibt es noch andere Medikamente?
Usw..

Liebe Grüße und einen tollen Austausch hier im Forum.

Liebe Grüße Lila
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Li-la022 für den Beitrag (Insgesamt 5):
mückepadmaArianrhodwuselUlulu 69
Diagnose Schlafstörungen / Pannikattacken

März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
Schilddrüse o.B
Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!

Meine
Heute : 23 Wochen opipramol 0 , 22 Wochen ohne Escitalopram


09.05.18 3. Therapiestunde (Verhaltenstherapie)

16.07.18 Aktuelle Symptome :
Ab und an innerliches Zittern ( tagsüber/früh nach dem erwachen)
Ab und an Stromgefühl ( unruhe gefühl) im kopf
~ angst vor der Angst

Gwen
Team
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Re: Wusel: Seroquel absetzen

Beitrag von Gwen » Samstag, 23.06.18, 10:57

Hallo Wusel,

auch von mir herzlich Willkommen hier im Forum!

Kennst Du unsere Grundlageninformationen zum Absetzen von Neuroleptika? viewtopic.php?f=32&t=12884
Dort findest Du auch den Link zur Anleitung wie eine Signatur erstellt wird und was da rein gehört.

Es gibt auch von der DGSP (Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie) eine ausführliche Broschüre zum Thema Neuroleptika reduzieren oder absetzen.
Hier kann sie kostenlos heruntergeladen werden: https://www.dgsp-ev.de/fileadmin/user_f ... 14_web.pdf

Bitte lies Dich erst Mal in Ruhe ein, bevor Du mit dem Reduzieren beginnst.

Viele Grüße und einen guten Austausch
Gwen
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Gwen für den Beitrag (Insgesamt 5):
padmaArianrhodUlulu 69wuseltakan
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

wusel
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Registriert: Freitag, 22.06.18, 23:13

Re: Wusel: Seroquel absetzen

Beitrag von wusel » Donnerstag, 19.07.18, 21:01

Jetzt ist es gut einen Monat her, dass ich mit der Reduzierung begonnen habe. Es bleibt bei 50 mg Seroquel weniger. Ich schlafe weniger und bin am Tag müde, habe Bauchkrämpfe und Übelkeit. Außerdem bin ich ziemlich gereizt. In Absprache mit meinem Arzt bleibt die Dosierung bis zum 3.8., da habe ich den nächsten Termin.
Seit Ende der siebziger Jahre bekomme ich Psychopharmaka ,Diagnose Borderline. Es begann ein Leben mit diversen, verschiedener Psychopillen. Es sind so viele unterschiedliche gewesen, dass ich die Aufzählung lasse.
2001 begann die Behandlung mit Lamotrigin, Diagnose Epilepsie. Seit 2008 bekomme ich zusätzlich unveränderte Medikamente, Seroquel, Amitriptilin, bloß die Dosierung steigert sich ständig. Jetzt habe ich mit ärztlicher Absegnung vor vier Wochen angefangen das Seroquel retard Dosis täglich 450 mg. um 50 mg zu reduzieren.

takan
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Re: Wusel: Seroquel absetzen

Beitrag von takan » Donnerstag, 19.07.18, 21:27

Da du seit einer gefühlten Ewigkeit das Zeug nimmst, sei dir klar, dass es auch eine gefühlte Ewigkeit braucht bis das Neuroleptikum bei 0 ist. Es sind 10 Jahre, Pi mal Daumen kann man Anfangs die Dosis stärker Reduzieren, da diese meist überdosiert sind. Gegen Ende wird es immer langsamer und es herrscht ein Gefühlter Stillstand. Ein Bekannter aus der Klinik nahm 450MG Quetiapin wie du, jedoch Schizoaffektive Psychose. Und er reduziert schon seit Anfang des Jahres. Er hat auch Probleme mit dem Schlafen jetzt. Und bei 100mg/150Mg hat er erstmal gestoppt.

Reduziere am besten alle 3-4 Monate und dann immer langsamer. Es ist warscheinlich, dass deine Rezeptoren Sensibel geworden sind auf die Dauer.
Ich hab leider keine Infos über den Medikamtenspiegel der einzelnen Neuroleptika, diese Ergeben sich aus den Halbwertszeiten. Sprich je höher die Halbswertszeit ist, desto länger braucht es bis der Medikamentenspiegel sinkt. Zu schnelles reduzieren ist Kontraproduktiv für die Befindung.
https://www.dr-michael-pelz.de/de/neuro ... sicht.html
Lass dir eventuell etwas die Dominal verschreiben wenn das Einschlafen nicht klappt, als Bedarf. Und dies wirklich sehr selten benutzen, weil es auch ein Neuroleptikum ist. Fang bloß nicht mit stärkeren Schlafmitteln an auf Benzo-Basis/Äquivalente. Es hilft zwar super Anfangs, aber irgendwann wird man Abhängig davon.

War die Müdigkeit schon vom Anfang an da?
Und die Gereiztheit verschwindet in absehbarer Zeit. Dein Gehirn will erstmal Ruhe haben. Eventuell wirst du Aufmerksamer und es kommen mehr Reize.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor takan für den Beitrag (Insgesamt 2):
escargotArianrhod
Diagnose 2015
-Depression
-Psychotische Episode durch Cannabinoide
Differential Diagnose
akute polymoprohe psychotische Störung mit Symptomen einer Schizophrenie.
Diagnose 2017
-Paranoide Schizophrenie
-kombinierte Persönlichkeitstörung
-Psychische Verhaltungstörung durch Cannabionoide: Abhängigkeitsyndrom
► Text zeigen

wusel
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Re: Wusel: Seroquel absetzen

Beitrag von wusel » Freitag, 20.07.18, 23:37

Hallo takan, danke für deine Antwort. Der wenige Schlaf und die Tagesmüdigkeit begann zum Ende der ersten Woche der Reduzierung. Ich möchte deshalb aber kein Bedarf bekommen. Es wird ein langer steiniger Weg werden, das ist mir klar. Mit meiner Gereiztheit hat mein Umfeld etwas Probleme, so kennen sie mich nicht. Für mich selber ist es auch Neuland, war ja ewig gedopt.
Seit Ende der siebziger Jahre bekomme ich Psychopharmaka ,Diagnose Borderline. Es begann ein Leben mit diversen, verschiedener Psychopillen. Es sind so viele unterschiedliche gewesen, dass ich die Aufzählung lasse.
2001 begann die Behandlung mit Lamotrigin, Diagnose Epilepsie. Seit 2008 bekomme ich zusätzlich unveränderte Medikamente, Seroquel, Amitriptilin, bloß die Dosierung steigert sich ständig. Jetzt habe ich mit ärztlicher Absegnung vor vier Wochen angefangen das Seroquel retard Dosis täglich 450 mg. um 50 mg zu reduzieren.

Rose87
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Re: Wusel: Seroquel absetzen

Beitrag von Rose87 » Samstag, 21.07.18, 15:19

Hey,

Für die Gereiztheit helfen vlt nen paar Pflanzliche Ergänzungen. Ich hab gute Erfahrungen mit cbd Öl, passionsblume und Schlaf und Nerven Tee aus Baldrianwurzel gemacht. Fordert auch den Schlaf. Vlt ist es was für dich.

Gruß
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Rose87 für den Beitrag (Insgesamt 2):
JamieMurmeline
Diagnose: shizoide Persönlichkeit, borderline Persönlichkeitsstörung und Disthymia

10.2016 Entgiftung Alkehol eindosierung seroquel retard auf 150mg und Dominal 2x 80mg gegen Schlafstörungen keine Nebenwirkungen.

11.2016 Engiftung Alkehol seroquel erhöht auf 300mg retard und Dominal 2x80mg gegen schlafstörung keine Nebenwirkungen gelegentlicher Missbrauch.

12.2016 - 03.2017 Therapie Alkehol seroquel auf 400mg retard erhöht 2x 80mg Dominal und mitzatapin 45mg gegen schlagstörung. Alles ok bis Übergang letzten Monat seroquel retard selbst auf 600mg gesteigert. Ende Therapie leberwerte gestiegen.

03.2017 -07.2017 Adaption Alkehol
600mg seroquel retard 45mg mirtzatapin 2x 80mg Dominal Missbrauch regelmäßig von seroquel zwichen 600mg - 2000mg ( 2000mg 3x sonst zwichen 800mg - 1200mg regelmäßig ) normale dosis leichter Übergang überdosierung Panik, herzrasen und Kreislauf. Zwangsgedanken gelegentlich. Kaum Erinnerungen weiss nicht wieso Missbrauch

07.2017 10.2017 Nachsorge Einrichtung
Opibramol 150mg gegen Panik 1 Woche dann abgesetzt. Mirtazapin 45mg abgesetzt. 2x Dominal 80mg seroquel retard 600mg gegen Ende 400mg. Gelegentlicher Missbrauch zwichen 600mg - 1000mg seroquel retard. Selten Panik, Übergang, Kreislauf und abgestumpft. Gelegentlich herzrasen.

10.2017 - 12.2017 Nachsorge Einrichtung alkehol
Seroquel reduziert von 400mg auf 150mg retard Dominal reduziert von 2x 80mg auf 1x80mg eigenständig. Ärzte dagegen. Selten Panik, stärker Übergang, abgestumpft, öfter Herzrasen und Bauchschmerzen nach einnahme. Kein Missbrauch mehr.

12.2017 - 03.2018 Nachsorge Einrichtung Alkehol.
Umstieg eigenständig seroquel retard auf Film und Reduzierung 150mg seroquel auf 100mg seroquel Film.
Absetzen Dominal 80mg. Leichter Überhang ansonsten alles super.

01.03.18 - 06.03.18 Reduzierung auf 50mg seroquel Film. Alles ok. Gegen Ende gripppeinfekt ignoriert.

06.03.18 -10.04.18 seroquel Erhöhung auf 125mg Film durch ärtzte. 2x Notaufnahme starke panikattacke. Jeden Tag durchgehen hinzu Schwindel, Übelkeit, bauch weh, Kreislauf und ohnamchsthefügo herzrasen und herzdrücken.
10.04 - 22.04.18 seroquel muss abgesetzt werden in 25mg Schritten alle 4 Tage 100mg Film - 50mg Film seroquel erreicht. Tromiparmin zusätzlich auf 75mg eindosiert. Alles ok.

22.04 01.05 Erhöhung auf 125mg seroquel Film da wieder starke Symptome Panik, herzrasen herzdruck, Schwindel, Ohnmachtsgefühl und Durchfall trimiparmin auf 100mg erhöht.

01.05. -10.05 seroquel Film durchgehen 75mg und trimiparmin 100mg . Leichte Panik herzrasen nach Einnahme druck aufem Herz fast weg, Durchfall jetzt besser. Unruhig jeden Tag Kreislauf auch jeden Tag. Zwangsgedanken zwichen drin.

10.05 - 01.06. Bis 16.05 100mg seroquel retard 100mg trimiparmin zusätzlich gegen zerrung 2x 75mg diclo.
Zustand schlecht jeden Tag Symptome panikattacke, schwächegefühl und Kopfweh. Aber 16.05. Umstieg auf 150 seroquel retard trimiparmin 100mg diclo 2x 75 mg es geht mir leicht besser weniger panikattacken schwächegefühl bleibt hinzu kommen Nacken und kreuzschmerzen. 25.05 reduzierumg trimiparmin um 25mg. 28.05 aufgehört mit diclo. Stimmung manchmal gut machmal schlecht aber besser wie vorher.

Derzeit 150mg seroquel retard 75mg trimiparmin

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