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memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

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memento
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memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von memento » Samstag, 23.06.18, 18:01

Hallo liebe Leute mein Name ist Christian ich bin 36 Jahre alt.

Ich weiß nicht ob ich hier überhaupt richtig bin aber vielleicht könnt ihr mir ein wenig weiter helfen. Ich habe leider schon einen ganz langen Leidensweg hinter mir.Ich bin in einem Alptraum gefangen der einfach nicht aufhört. Ich fange am besten einfach mal an mein Geschichte zu erzählen.Ich hoffe das ich hier niemanden damit runterziehe. Die Probleme fingen bei mir an im Alter von 13 Jahren.Ich entwickelte eine Soziale Phobie die solche Ausmaße an nahm das ich mich nicht mehr in die Schule traute.Dazu war ich sehr schüchtern und hatte starke Minderwertigkeitsgefühle.Heute weiß ich das die Soziale Phobie genetisch bedingt ist.Mein Vater litt auch darunter.

Im Alter von 16 Jahren machte ich dann eine Erfahrung die mich komplett von einem auf den anderen Tag aus dem Leben katapultierte.Ich rauchte damals bei einem Freund Cannabis aus einer Bong. Und ob ihr es glaubt oder nicht ich habe nur einmal kräftig gezogen und Sekunden später brach die absolute Hölle in mir aus.Mich überfiel eine starke Benommenheit wie unter Narkose.Die Stimme von meinem Kumpel hörte sich weit weg an obwohl er neben mir saß.Dazu kam eine unglaublich intensive Panik und Unruhe.Ich habe daraufhin Fluchtartig seine Wohnung verlassen.Auf dem Nach Hause weg kam es mir so vor als wenn ich nicht von der Stelle kam.Das Zeitgefühl war wie in Zeitlupe.Ich ging aber kam nicht von der Stelle so fühlte es sich an.Meine Wahrnehmung veränderte sich es war alles wie in einem Traum.So Unwirklich und wie in Trance.Ich hatte Todesangst.Heut weiß ich das man diesen Zustand Depersonalisation/Derealisation nennt. Zu Hause angekommen bin ich sofort in mein Zimmer.Hatte im Zimmer Halluzination.Eine Figur auf meinem Fernseher fing sich an zu bewegen.Mein Arme und Beine fühlten sich an wie aus Gummi. Naja ich dachte ich versuche irgendwie zu schlafen und es wäre dann bestimmt am nächsten Tag wieder besser.Leider war dem ganz und gar nicht so.Die Halluzinationen waren zwar weg aber ich hatte Massivste Angstzustände,Entfremdungsgefühle mir selbst gegenüber und der Umwelt.Dazu starke Benommenheit.
Bin dann mit meiner Mutter zu einer Psychiaterin gefahren.Diese verschrieb mir das Antidepressiva Anafranil. Daraufhin wurde alles noch schlimmer die Angstzustände und dieses Unwirklicheitsgefühl wurden nach jeder Einnahme immer stärker. Die Psychiaterin sagte mir das sei normal das legt sich nach ein paar Wochen und dann gehe es mir wieder besser. War überhaupt nicht der Fall es wurde immer schlimmer so das ich in diesem Zustand nicht mehr weiter leben wollte.
Habe mich daraufhin freiwillig in eine Kinder und Jugendpsychiatrie einweisen lassen. Das war im Nachhinein ein großer Fehler. Ich bekam die Diagnose Schizophrenie aufgrund des starken Depersoalisatioserlebens. Aus heutiger sicht war die Diagnose eine komplette Fehleinschätzung. Ich bekam Neuroleptika. Und reagierte mit extremer Verschlechterung auf diese Medikamente. Bei einem Neuroleptika bekam ich steifen Hals ich konnte mein Kopf nicht mehr Bewegen konnte nur noch nach oben schauen. Bei dem nächsten Neuroleptika bekam ich keine Luft mehr und musste sofort in der Klinik Notärztlich behandelt werden. Allen Neuroleptika gemein war das sich die Unwirklichkeitsgefühle massiv steigerten und unerträlich wurden auch die Angstzustände.Niemand glaubte mir in der Klinik ich wurde überhaupt nicht ernst genommen.Es kamen immer wieder die Spüche sowas könne nicht sein und es läge nicht an den Medikamenten. Naja meine Rettung war dann das ich meine Mutter anrief sie solle mich hier so schnell wie möglich rausholen.Das tat sie dann auch. Neuroleptika nahm ich nicht mehr.

Ich hielt diesen Zustand mit Hilfe meiner Mutter zu Hause aus.Ich konnte nicht das Haus verlassen,meine Mutter war jeden Abend an meinem Bett und versuchte so gut es ging für mich dazu sein.Die Zustände waren 24/7 ohne Pause. Und nach ungefähr 1,5 Jahren ging es mir Stück für Stück zunehmend besser Ich heilte zu 95 Prozent. ein leichtes Unwirklichkeitsgefühl kam aber immer mal wieder. Ich war froh das ich wieder am Leben teilnehmen konnte.

Leider war die Soziale Phobie aber immer noch stark beinträchtigend. Konnte dadurch meine Lehre nicht beenden. Habe mich daraufhin noch mal in eine Klinik hier in meiner Stadt einweisen lassen um die Soziale Phobie behandeln zu lassen. Die Behandlung bestand einzig und allein daraus mit erneut Antidepressiva zu geben.Ich reagierte wieder extrem Paradox auf die Einnahme.Starke Angstzustände. Aber mir wurde gesagt ich solle durchhalten es würde besser werden.Ich habs dann weiter genommen.Es wurde mit mir sage und schreibe ein einziges mal trainiert mit dem Stadtbus zu fahren und in ein Einkaufszentrum zu gehen für 1 Stunde. Das war die komplette Therapie.

Das Antidepressiva nahm ich weiter weil es mir ja so gesagt wurde das es mich unterstützen soll damit die Soziale Phobie besser wird.
Ich verließ nach 6 Wochen die Klinik mit keiner Verbesserung.Schlug mich dann weiter durch.Versuchte irgendwann das Antidepressiva abzusetzen was aber nicht gelang da ich Angstzustände bekam. Hab in den folgenden Jahren einige Frauen kennengelernt aber die Beziehungen haben nie lange gehalten und ich wurde immer verlassen. Ich habe jedes mal geheult wie ein Schlosshund.Vermutlich konnten die Frauen nicht mit der Sozialen Phobie umgehen und mit meinen starken Minderwertigkeitskomplexen. Ich hatte rein Äußerlich überhaupt keinen Grund diese zu haben.Ich konnte mich erlich gesagt vor Frauen nicht retten. Und trotzallem dachte ich über mich selber nur schlecht und traute mir nichts zu.Ich fand mich immer hässlich und sah mich als ein Looser an. Niemand konnte mir das ausreden.

Mit der Zeit merkte ich das ich nicht mehr so richtig intensiv fühlen konnte. Da war ich so ungefähr 23. Habe mir einen Psychiater hier bei mir in der Stadt gesucht. Daraufhin ging es weiter mit dem nächsten Antidepressiva.Das halt eine kurze Zeit aber so richtig fühlen wie früher konnte ich trotz allem nicht.Daraufhin nächstes Antidepressiva, aber auch das half nicht. Dann habe ich eine Frau über das Internet kennen gelernt aus dem Schwarzwald. Ich war über beide Ohren in sie verliebt und sie auch in mich so dachte ich jedenfalls. Habe mich trotz Sozialer Phobie in den Zug gesetzt und 10 Stunden Zugfahrt überstanden.War dann mehrere male bei ihr und sie auch bei mir. Jedenfalls hat sie die Beziehung dann von einen auf den anderen Tag beendet. Das war katastrophal für mich.Das war 2007. Ich träume noch Heute von dieser Frau.Was ja auch irgendwo nicht normal ist.

Dann noch mal zum Psychiater der verschrieb mir wieder ein anderes Antidepressiva.Naja ging dann irgendwie weiter.

Und dann 2008 ich war dabei das Antidepressiva aus zuschleichen weil es mir nichts mehr gebracht hat. Natürlich nach Schema F innerhalb von 2 Wochen auf 0.Vorher abgestimmt mit Psychiater.
Beim ausschleichen bin ich von einen auf den anderen Tag aus der Welt gefallen die ich vorher kannte. Ich kann das gar nicht beschreiben.Es fing schon mehrere Monate vor dem ausschleichen an das mich so circa ein bis zwei mal die Woche ein entsetzliches Unwirkleichkeitsgefühl gegen Abend überkam dazu ein grauehaftes Gefühl was ich so vorher noch nicht kannte. Ich brach jedes mal in Panik und in Tränen aus.Dieser Zustand hielt aber immer nur so 10-20min an. Dann war wieder alles in Ordnung. Ich konnte damit auch übrhaupt nichts anfangen.Wusste nicht was mit mir geschieht.
Dann beim ausschleichen von ein auf den anderen Tag wurde dieser Zustand zum Dauerzustand 24/7. Ich geriet völlig Panik.Meine Gefühle drehten komplett durch.Die Gefühle waren irgendwie extrem intensiviert.Ich konnte das Haus nicht mehr verlassen und konnte auch mit niemandem mehr sprechen weil ich so eine Panik hatte. Dazu kam ein Gefühl als wenn ich nicht mehr in meinem Körper bin sondern ausserhalb mir stehe.Meine Stimme wurde mir fremd.Mein Spiegelbild wurde mir fremd.Ich drehte wirklich immer mehr innerlich durch.
Danach bin ich die Notaufnahme hier in Neubrandendenburg. Die haben mich sofort in die Psychiatrie geschickt. Dort konnte niemand etwas mit mir anfangen. Ich hatte ein extremes Leidensgefühl und konnte nicht mehr sitzen oder liegen.Ich war wirklich durchgedreht.Die Wahrnehmung total gedämpft,alles wie in einem Traum. Natürlich wurden wieder mal Neuroleptika an mir ausgestestet.Ich sagte aber gleich schon das ich diese überhaupt nicht vertrage. Mir wurde wieder nicht geglaubt und so habe ich mich in meiner Verzweiflung überreden lassen doch auszuprobieren,Zyprexa,Seroquel. Es verschlimmerte meinen Zustand so dramatisch das ich Suizid Gedanken bekam. Irgendwann haben die in der Klinik dann auch gemerkt das es so nicht weiter gehen konnte. Also Neuroleptika abgesetzt und Fluoxetin angesetzt. Hat nur teilweise etwas geholfen. Diagnose schwere depressive Episode.Dann das erste mal mit Tavor in Berührung gekommen.Und das war wirklich das einzige was mir Erleichterung brachte. So wurde ich nach 4 Wochen auf der Akutstation entlassen.An meinem Zustand änderte sich aber nichts ausser das ich durch das Tavor etwas Erleichterung erfuhr.
Ich wusste schon seitdem dieser Zustand 2008 los ging das dieser eine ganz andere Dimension hatte als damals mit 15 Jahren nach einmaligen Kiffen. Mir hat auch niemand in den Kliniken geglaubt das dieser Zustand mit dem absetzen des Antidepressivas zu tun habe.Mir wurde vom Oberarzt gesagt das sei magisches denken.
Ich kam überhaupt nicht mehr klar und zu Hause ging gar nicht. Ich war so verzweifelt das ich mich wieder stationär einweisen lies.Dieses mal auf die offene Station. Antidepressiva wurde wieder gewechselt. Elontril. Ich war wie auf Drogen.Mein Atrieb war so übersteigert das ich keine Sekunde zur Ruhe kam.Meine gedanken drehten durch.alles war extem gesteigert.
Dann wurde ich nach Greifswald in die Psychiatrie überwiesen.Das war 2009. Habe mich dann überreden lassen aus lauter Verzweiflung eine EKT Behandlung machen zu lassen.Das Ende vom Lied war das ich nach 3 Behandlungen panisch die Psychiatrie verliess mit unglaublichen Angstzuständen,gesteigerten Gefühlen und wie auf Drogen.Ich wäre am liebsten von ein Auto gesprungen damit das endlich aufhört.Habe mir ein Taxi gerufen und bin nach Hause.Hab dann zu Hause irgendwie ausgehalten. Irgendwann merkte ich dann das meine Gefühle immer mehr verschwanden.Soweit das ich nichts mehr fühlen konnte ausser eine Hoffnungslosigkeit die ich vorher noch nie in meinem Leben kannte.Ein abgrundtiefes schwarzes Dauergefühl. Das war so circa im Jahr 2010.Ich konnte immer weniger machen.Der Antrieb ging weg.Die starke Verzweiflung blieb. Ich wusste mir nicht zu helfen als von einer in die nächste Klinik zu gehen.Ich habe schlimmste traumatische Erfahrungen dort gemacht.Mit mir wurde umgegangen wie ein Stück Müll. Ich habe mit schwersten Suizid Gedanken bettelnd vor dem Schwesternimmer gesessen und wurde Eiskalt ignoriert. Es kamen Spüche von Pflegern das könnt ihr euch nicht vorstellen.

Zusammenfassend war ich seit 2008 in bestimmt 20 Stationären Aufenthalten niemand und nichts konnte mir helfen.Ich habe eine kaltherzige Demütigende Klinikerfahrung nach der anderen erlebt.Es dreht sich alles nur ums Geld.Um den Patienten dreht es sich überhaupt nicht.Das musste ich Leidvoll in einem Zustand absoluter Verzweiflung immer wieder erfahren.Zu letzt war ich 2016 in der Berliner Charite und das war die Hölle auf Erden. Ich bin freiwillig dorthin und wollte an einer Therapie für chronisch Depressive teilnehmen. Die chronisch depressiven waren mit auf der Akutstation weil kein anderer Platz verfügbar war. Es war laut,ich konnte nicht schlafen.Zweibettzimmer was mich total überfordert hat.Man konnte sich überhaupt nicht zurückziehen.Ich war ja total Geräuschempfindlich und extrem ängstlich und gereizt dazu schwer depressiv.Alles war zu viel.Ich habe versucht an den Therapien teilzunehmen aber es ging einfach nicht.Ich war einfach nicht mehr in der Lage dazu.ICh hatte sogar Angst vor meinem Zimmernnachbarn bwohl er ein ganz lieber war. Ich konnte nicht mehr schlafen in dem Zimmer weil er auch sehr laut schnarchte.Daraufhin musste ich im Esszimmer schlafen.Ich schon jeden Abend mein Bett ins Esszimmer und versuchte einfach nur irgendwie zu überleben.ICh hatte zwei heftige Nervenzusammenbräuche.Beim ersten kam kein Arzt. Beim zweiten erst am nächsten Tag. Niemand von den Pflegern hat auch nur mal ins Zimmer geschaut.Das ende vom Lied ich kam in einem erheblich verschlechterten Zustand raus aus dieser Klinik.Mir wurde noch angeboten es doch mal Ketamin zu versuchen.Ich habs abgelehnt. zu vor wurde noch Trazodon versucht aber ging alles nach hinten los. Dann noch Tianeptin. Brachte auch nichts.

Zusammenfassend habe ich seit 2000 alle Antidepressiva genommen die es auf dem Markt gibt.Ich bin seit 18 Jahren durchgehend auf Antidepressiva.
Seit 2008 bin ich in einem Zustand völliger Verzweiflung.Ich fühle nichts mehr außer starker Gereiztheit,extreme Geräuschempfindlichkeit,schwere Suizid Gedanken.Ich liege die meiste Zeit im Bett und versuche irgendwie zu überleben.Aber es ist seit 2008 jeder Tag wie Folter. Ich habe keine sozialen Kontakte mehr seit Jahren.Kann im Prinzip überhaupt nichts mehr. Ich habe auch keine Episoden.Es ist immer schlecht bei mir.In Berlin habe ich die Diagnose schwere chronische therapieresistente Depression bekommen.
Bin seit 2016 in keiner Klinik mehr gewesen bin auch gar nicht mehr dazu in der Lage.Ich weiß auch genau wenn ich jetzt in eine Klinik käme dann würde ich mir das Leben nehmen.

Ich bin seit 4 Jahren auf Tavor Dauermedikation. 1mg Mittags, 1mg 15 Uhr, 1mg 18 Uhr. Ohne Tavor würde ich Heute nicht mehr leben das weiß ich. Nun ist es natürlich absolut nicht für eine Dauermedikation geeignet allein schon wegen der Abhängigkeit aber in meinem Falle war das eher Zweitranging weil es wirklich ums überleben geht.Nun wirken die natürlich nicht mehr so wie noch vor sagen wir mal 3 Jahren.

Das zweite Problem ist das ich seit 2015 Imipramin nehme und davon nicht mehr wegkomme. Ich habe es Anfangs bis auf 100mg gehabt.Das ging aber gar nicht weil ich nur noch geschwitzt habe wie ein Schwein mit war ständig heiß.Aber das schlimmste war das ich extrem Aggressiv wurde.Ihr könnt euch das nicht vorstellen.Ich war wie eine tickende Zeitbombe.Dazu war ich extrem Feindseelig auch zu meiner Mutter und Vater.Mein Psychiater war mit seinem Latein am Ende und sagte mir das auch.Er sagte mir das liege an der Krankheit. So kannte es aber absolut nicht weitergehen ich war so aggressiv das ich hätte jemanden umbringen können.Dazu kam das mich das Imipramin irgendwie abstellte.Ich habe mich immer mehr in mein Zimmer zurückgezogen.Hab nichts mehr um mich herum wahrgenommen.Und die schwere Depression wurde auch nicht besser.Also runter mit dem Zeug. Bin auf 75mg runter.Das schwitzen lies nach die Feindseeligkeit nicht.Ich wollte das nicht mehr ich war inziwischen unerträglich zu meinen Eltern.Und jedes mal wenn Besuch für meine Eltern kam bin ich regelrecht ausgerastet.Also weiter runter bis auf 50mg. schwitzen und dieses ständige Hitze Gefühl war weites gehend weg. Die Aggressivität wurde weniger und da erkannte ich das es eindeutig an dem Imipramin lag.
Bin dann noch weiter runter auf 37,5mg nun war die Aggressivität und die Feindseeligkeit komplett verschwunden aber dafür die Depression umso schlimmer. Aber ich wollte das absolut nicht mehr denn ich wusste das war nicht ich.Habe auch 30kg zugenommen von dem Zeug. Zusätzlich habe ich massive Schlafstörungen schon seit Jahren weswegen ich Trimipramin noch zusätzlich zur Nacht nehme.Erst 75mg was schon sehr schwierig war weil ich die eigentlich auch nicht vertrage aber ich keine Wahl mehr hatte. Nehme sie nun 1 Jahr.

Nun zu meinem eigentlichen Problem.Ich habe das Trimipramin vor circa 3 Monaten von 75mg auf 50mg runtergesetzt und habe mich in den folgenden 2 Wochen komischwerweise viel klarer im Kopf gefühlt.in den nächsten konnte ich sogar was auf dem Hof machen was ich seit Jahren nicht konnte.Habe eine Tür für die Garage gebaut,den Hof aufgeräumt. und mir ist noch etwas aufgefallen.Ich habe mich auf einmal für unsere Katzen hier interessiert.Eine Katze hatte gerade Junge bekommen und ich hab dann ein bisschen um die kleinen gekümmert.Das hätte ich vorher niemals mit der Dosierung von 75mg gemacht.Dann habe ich aber auch gemerkt das ich irgendwie immer Dünnhäutiger wurde.ICh habe ja eh seit fast 10 Jahren keine richtige Gefühlswelt mehr.Ich habe im prinizip für nichts mehr ein Gefühl. Nun bin ich total Geräuschempfindlich und bei jeder Kleinigkeit stark gereizt.Es fühlt sich an als würde Säure durch meinen Körper fließen.

Und nun zum eigentlichen Problem ich kann seit 2 Wochen nicht mehr schlafen.Und zwar überhaupt nicht mehr.Mein Körper geht einfach nicht in die Schlafphase über obwohl total kaputt und zermürbt bin.Ich hatte zwar schon immer Schlafstörungen seit der Krankheit aber sowas hatte ich noch nie. Auch Zolpidem helfen nicht.Habe aus meiner Verzweiflung gestern Abend 4 Tabletten Zolpidem genommen um irgendwie schlafen zu können und konnte dann nach Stunden irgendwann auch einschlafen für 3-4 Stunden. Aber das ist ja keine Lösung und auch ziemlich gefährlich.

Nur will ich das Trimipramin auf keinen Fall wieder auf 75mg hochsetzen weil ich mich dann so abgestellt fühle.Ich nehme dann nichts mehr um mich herum wahr.

Ich bin echt verzweifelt weil ich nicht mehr schlafen kann.kennt das hier einer von euch ?

Meine Mutter ist schon 70 Jahre alt und kann das alles auch nicht abfangen.Wir haben absolut keine Hilfe. Meine Mutter tut mir auch wahnsinnig leid. Sie war die einzige Person die immer für mich da war aber da das nun seit 10 Jahren Tag für Tag so ist und ich wirklich jeden Tag ums überleben kämpfe tritt irgendwann eine Hilflosigkeit auch bei ihr ein.Besser gesagt schon vor Jahren.Bekannte und Verwandte und Geschwister haben sich von mir angewandt weil ich schon so lange leide.

Ich habe auch so ziemlich in Verdacht das die 18 Jahre durchgehende immer wechselnde Antidepressiva Einnahme die Depression verursacht und chronifiziert haben.Was natürlich niemals irgend ein Arzt so bestätigen würde.
Zuletzt geändert von Gwen am Samstag, 23.06.18, 19:40, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Name und Wirkstoff ergänzt
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JamieMurmelineUlulu 69padmaDaniel89
mit 13 Jahren: soziale Phobie
mit 16 Jahren: Höllentripp nach einmal Cannabis geraucht, starke Unverträglichkeit auf diverse NL, daher abgesetzt.

seit 2000 :insgesamt 20 verschiedene AD, alle wirkungslos, schwere Unverträglichkeiten, schlimmste Zustände.

2009: 3 EKT´s; extreme Angstzustände, wie auf Drogen.

Seit 2008 bin ich in einem Zustand völliger Verzweiflung.Ich fühle nichts mehr außer starker Gereiztheit,extreme Geräuschempfindlichkeit,schwere Suizid Gedanken.

2015 Trimipramin zunächst 100 mg (NW: schwere Aggressivität) schrittweise abgesetzt.

Medikation:
seit 2014 als Dauermedikation: Tavor 1 mg- 1 mg - 1 mg
seit Mitte 2017: 75 mg Trimipramin wegen Schlafstörungen

aktueller Absetzverlauf Trimipramin:
ca April 2018: 50 mg, seit 10. Juni schwere Schlaflosigkeit

Traurige
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Re: verzweifelt :(

Beitrag von Traurige » Samstag, 23.06.18, 18:51

Hallo Christian,

Du hast einen langen Leidensweg hinter Dir, das tut mir sehr Leid. Hast Du in all den vielen Jahren denn auch mal eine Psychotherapie gemacht? Oder wurde immer nur mit Medikamenten experimentiert?

Beim Ausschleichen Deines Medikaments hast Du einen sehr großen Schritt gemacht. Hier im Forum wird eine Reduzierung von 10% alle vier bis sechs Wochen empfohlen, also ein wesentlich langsameres Ausschleichen. Dann halten sich auch die Entzugserscheinungen im Rahmen.

Auf die 75 mg würde ich jetzt auch nicht mehr hochgehen, aber vielleicht einen kleineren Schritt.

Aber da wird Dir bestimmt noch ein erfahreneres Mitglied mehr dazu schreiben.

Liebe Grüße
von Maria
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BrunomementoJamieUlulu 69padma
1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm
ab 23.07.2018 Erhöhung auf 37,5 Mikrogramm Eferox und Einnahme von Eisentabletten
ab 30.07.2018 Erhöhung auf 50 Mikrogramm Eferox
ab 06.08.2018 Reduzierung auf 37,5 Mikrogramm Eferox

Ab 17.08.2018 Duphaston 10 mg morgens und abends für 14 Tage

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg
17.07.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,625 mg auf 0,5 mg
22.08.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,5 auf 0,375 mg
01.10.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,375 auf 0,25 mg

Bruno
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Re: verzweifelt :(

Beitrag von Bruno » Samstag, 23.06.18, 19:42

Hallo Christian
Auch mich berührt deine Geschichte.Ich kann Dir nur schreiben was mir hilft.
Magnesium Kautabletten ,Passionsblume (Lioran) und Baldrian+Passionsblume.
Gut dass Du jetzt dieses Forum entdeckt hast.
Lass Dir Zeit bei dem reduzieren.
Gute Besserung und einen leiben Gruss

Bruno
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mementoJamieUlulu 69padma
Paroxat 20mg Tabl seid ca 2000-2014
Paroxat 10 mg 2014-2015
Nebenwirkungen 2015 Zaps,Agressionen,unausgeglichen,Verstopfung,Gewichtszuname,Sexuelle Probleme
2015 Schlaf Apnoe Syndrom Behandlung mit Atemmaske
19.9.2015 umstellung auf Seroxat Suspension 4,5 ml =9 mg Paroxat bis 17.10 28 Tage
17.10. 4.0 ml=8mg bis 14.11 28 Tage
14.11.3,5 ml =7 mg bis 12.12 28 Tage
12.12. 3 ml = 6 mg bis 6.2 56 Tage
6.2.2016 2,5 ml =5 mg bis 5.3 28 Tage
5.3. 2,0 ml = 4mg bis 9.4 28 Tage
9.4. 1,5 ml =3 mg 14.4 starke Nebenwirkungen zu schnell reduziert 5 Tage
14.4. 2 ml = 4 mg 65 Tage
18.6. 1,75 ml = 3,5 mg 93 Tage 5%
19.9. 1.5ml = 3.0 mg bis 12.11.2016 54 Tage 5%
12.11. 1,25 ml = 2.5 mg bis 7.12. 25 Tage plötzlich starker Agressionsausbruch, Strom im Rücken,starker Tinitus,sehr labiele Stimmung Lioran 1-0-0-0 Magnesium K 1-1-1-0 Baldrian plus 0-0-0-1 Absetzpause
1.4.2017 1,0 ml =2 mg
2.4. 1,1 ml
12.6. 1,1 ml Ängste Achtsamkeitsübung MBSR Body- Scan versucht.
23.7. 1,05 ml
16.8.-16.9. Pause
16.9-30.9 Pause
1.10.2017 1 ml
bis 31.12. Pause
PremiumPause vom 1.1.2018-10.4.2018 wegen Stress
Nebenwirkungen 2017/18 Zaps,Gelenkschmerzen,Neuroemotionen,
10.4.2018 0,95 ml
21.08.2018 0,90 ml
19.11.2018 0,85 ml Magnesium 400 mg 1-1-0-0

Gwen
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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von Gwen » Samstag, 23.06.18, 19:46

Hallo Christian,

auch von mir herzlich Willkommen hier im Forum!

Hast Du Dir schon die Grundlageninformationen zum Absetzen von Antidepressiva angeschaut? Ich verlinke sie Dir hier Mal: viewtopic.php?f=18&t=12880

Bitte erstell auch direkt eine Signatur (Link wie das geht und was rein gehört ist in den Grundlageninfos)

Viele Grüße und einen guten Austausch,
Gwen
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mementoJamieUlulu 69
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Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: verzweifelt :(

Beitrag von lunetta » Samstag, 23.06.18, 19:59

Hallo und willkommen bei uns!

Wahnsinn, was du hinter dir hast und was dir angetan worden ist...!
Aber uns ist das hier nicht fremd - es gibt einige hier die solche Erfahrungen in Kliniken gemacht haben, wenn auch nicht in so einem Ausmaß wie du!

Nun, das was geschehen ist können wir nicht rückgängig machen - leider!

Du hast durch den einmaligen Cannabis Konsum whrscheinlich eine droeniduzierte Psychose nzw. DP und DR gehabt und dadurch in diese schreckliche Abwärtsspriale mit AD, NL und Benzos gekommen, und es ist unglaublich was man an dir alles ausprobiert hat... es macht mich sprachlos und es tut mir sehr leid für dich!

Wir wollen versuchen, dir ein wenig zu helfen, es werden dich noch andere Mitglieder melden, und alle können ein wenig input geben.

Das was jetzt in vielen Jahren geschehen ist kann, man nicht in kurzer Zeit heilen, aber vielleicht kann man langsam und mit Geduld ein wenig Linderung hinbekommen.

Das Gute ist dass sich das Gehirn regenerieren kann! Aber es braucht ganz viel Geduld!

Ganz wichtig ist, dass du keine Medikamentenexperimente mehr mit dir machen läßt, dass du den festen Willen hast dass du nicht mehr Medikamente nimmst, auch wenn es schwer ist und dass du bei deinen jetzigen Medis 1!!! Dosis wählst, mit der dur dir vorstellen kannst dass du es ein paar Wochen gleichbleibend aushälst. Das ist wichtig um dem ZNS Zeit zu geben sich auf einem gleichbleibendem Niveau einzupendeln und etwas zu stabilisieren.

Danach kann man schauen wie du ganz ganz langsam deine Medikamente ausschleichen kannst und was für dich in Zukunft an Therapie möglich ist, außer Medikamente.

Erwarte dir in nächster Zeit keine Wunder - das was nun jahrelang an dir verbrochen wurde, kann nun nicht in kurzer zeit geheilt werden, aber so wie du klingst, denke ich dass du den Willen hast etwas zu verändern und das ist schon der absolut richtige Weg!

Das hier ist nur dein thread und hier kannst du alles schreiben, fragen und dich einbringen!

GLG
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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von memento » Samstag, 23.06.18, 21:27

Ich danke euch herzlichst für eure mitfühlenden Worte

Ich kann mich nur sehr schwer konzentrieren und es ist vom Antrieb her für mich ziemlich schwierig überhaupt zu antworten. Also bitte seid nicht böse wenn ich nicht gleich antworten kann oder wenn es mal ein paar Tage dauert.

Den Willen keine neuen Medikamente mehr zu nehmen den habe ich.Ich habe das schon vor längerer Zeit für mich beschlossen. Es gab ja auch gar keinen anderen Weg mehr für mich da ich alle Antidepressiva die es gibt ausprobiert habe. Das Problem ist das ich trotz der Antidepressiva jeden Tag schwer depressiv bin ich sie aber auch nicht absetzen kann weil dann in mir die absolute Hölle ausbricht.
Das musste ich leider erfahren als ich 2015 im Theodor Wenzel Werk in Berlin war. Das ist vielleicht noch wichtig das ich euch davon erzähle. Jedenfalls wurde dort mein Antidepressiva von 75mg auf 0 von ein auf den anderen Tag gesetzt um mich mit zwei Wochen Abstand auf Jatrosom einzuschleichen.
Erst habe ich "nur" Musekelzuckungen gehabt am Oberarm.Nichts wildes.Und dann ist was ganz erstaunliches passierst.In diesen zwei Wochen konnte ich auf einmal wieder fühlen. Ich weiß nicht wie ich euch das Beschreiben soll. Es war wie eine Wiedergeburt. Ich konnte wieder riechen,ich konnte wieder eine Athmosphäre und Stimmungen wahrnehmen.Ich habe Musik gehört und vor Freude geweint.Ich konnte die Musik fühlen.Ich habe mich wieder Lebendig gefühlt. Dann wurde das Jatrosom angesetzt und ich bekam einen Horrortrip den sich niemand vorstellen kann der sowas nicht selbst am eigenem Leib erfahren hat.Ich bekam schwere Angstzustände,die Wahrnehmung veränderte sich,es war als würde ich durch eine dicke Glasscheibe gucken,blicke von anderen Patienten blieben mir für Sekunden hängen vor den Augen.Wenn mich jemand ansprach bekam ich eine grauenhafte Panik und wollte nur noch flüchten.Konnte dann mein Zimmer in der Klinik nicht mehr verlassen.Wurde dann einige Tage später mit der Begründung entlassen das ich zu schwer krank sei und man mir hier nicht helfen könne.Eine Mitpatientin hat versucht das zu verhindern und der Ärztin klar zu machen das sie mich doch so nicht nach Hause schicken können.Aber ich wusste wenn Ärzte oder Psychologen einmal einen Entschluss gefasst haben dann kann man dagegen nichts mehr machen.Und so war es dann auch.Ich musste nach Hause.Mit auf dem Weg gab man mir noch das ich hoffentlich meinen eigenen Weg finden werde.Toll.

Zu Hause sofort das Jatrosom abgesetzt aber es war zu spät. Dieser Zustand verschlimmerte sich mein Gedanken engten sich immer weiter ein auf Suizid und keinen Ausweg mehr zu sehen.Ich konnte dagegen nichts machen.Das ging rasend schnell innerhalb weniger Tage.Dazu kam ein Druck von innen der immer schlimmer wurde von Tag zu Tag.Ich würde sagen es war eine Art Leidensdruck.Ich lag auf meinem Bett mit offenem Mund konnte nicht mehr reden,habe mich gewälzt auf dem Bett vor unerträglichem Leiden.Dazu eine abartige Angst.Ich konnte mit niemandem sprechen.so bald mir jemand in die Augen schaute überfiel mich das pure grauen.Mir kamen die blicke und die Augen irgendwie komisch vor.Ich hatte keine Halluzinationen aber ich wusste auch ganz genau das dass kein Symptom von der Depression war. Ich lag dann wirklich mit einem Messer in meinem Bett und habe mich vor lauter Qualen auf den knien heulend hin und hergewälzt. Das war die Hölle was ich erlebte und ich wusste wenn jetzt nichts passiert dann überlebe ich das nicht und nehme mir das Leben.Ich schrie runter zu meiner Mutter ob sie solle mir die Imipramin Packung so schnell wie möglich holen.Und das war dann meine Rettung.Ich schlich das Imipramin wieder ein und mir ging es in so fern besser das diese extremen Qualen nach ließen.Das Einengen der Gedanken und des Blickfeldes wurden weniger.Aber bis der Zustand völlig abgeklungen war dauerte es fast 1 Jahr.

Ich habe absolut kein Vertrauen mehr in Ärzte,Psycholgen,Psychiatern,Psychiatrien. Und ganz besonders bin ich davon überzeugt das Antidepressiva absolut verharmlost werden.Meiner Meinung nach sind das nichts anderes als schwere Drogen.

Wie gesagt seit 2008 bin ich durchgehend schwer depressiv. Die Medikamente haben mir nicht geholfen aber ich kann sie leider auch nicht absetzen dann bricht in mir die buchstäbliche Hölle los. Ich kanns nicht anders beschreiben.

Bin seit 2009 berentet aufgrund der Erkrankung.Kann auch leider in keinster Weise am Leben teilnehmen.Eigentlich bin ich ein Pflegefall.

Seit 1 Jahr habe ich eine Therapeutin.Sie macht Verhaltenstherapie.Das gestaltet sich bei mir aber leider sehr schwierig weil ich eigentlich gar nicht therapiefähig bin.Wir reden halt immer über die Akkutsituation.Jede woche einmal. Sie war die einzige dich mich mit meiner Krankengeschichte nahm. Ich habe wirklich alle im Umkreis von 60km angeschrieben und fast alle sagten ich sei zu krank. Meine Eltern haben alles versucht,Sozial Psychiatrischer Dienst,Krankenkasse.Niemand wollte und helfen.Immer kam die Ansage ich müsse in eine Klinik. Ich erklärte dann das ich schon unzählige male in Kliniken war und das mir dort niemand helfen kann da die nichts anderes können als mit Medikamenten zu behandeln und ich ja schon alles durch habe an Medikamenten ausserdem sei ich gar nicht in der Lage in eine Klinik zu gehen weil ich so Geräuschempfindlich bin und alles in mir gereizt ist. Heute weiß ich das es das Nervensystem ist.Aber auch nur weil ich zum Glück dieses Forum gefunden habe.
Ich weiß jedenfalls das mir Ärzte nicht mehr helfen können und ich nie nie wieder ein neues Medikament anfassen werde. Das ist in mir Felsenfest verankert das ich das nie mehr tun werde.

Nur was mir jetzt halt unglaublich Angst macht ist das ich nicht mehr schlafen kann :( Ich aber nicht das Trimipramin wieder erhöhen möchte.Ich will das einfach nicht mehr. Vielleicht ist es ein Fehler das nicht mehr zu erhöhen weil sich durch da nicht schlafen können mein Zustand noch mal erheblich verschlechtert hat. Aber ich wills einfach nicht mehr. Ich kann das nicht mehr. Ich möchte das vertrauen zu meinem Körper wieder erlangen und erfahren das der Schlaf wieder von alleine kommt. Aber irgendwie spricht ja alles dagegen da ich ja laut Diagnose chronisch krank bin. Das würde ja bedeuten das sich mein Nervensystem,mein Gehirn nicht mehr von allein regeneriert. Aber ich glaube das irgendwie nicht.Weiß nicht warum.
Nur habe ich jetzt 2 Wochen nicht mehr geschlafen außer dem zwei maligen erzwungenen Schlaf durch das Zolpidem. Wo ich einmal 3 Tabletten und einmal 4 Tabletten nahm. Ich bin so zermürbt und am Ende der Körper erholt sich ja dann auch gar nicht mehr. Ich habe auch gehört das man sterben kann wenn man nicht mehr schläft. Mein Gehirn ist irgendwie immer in so einer Art Lauerstellung und geht einfach nicht in den Schlafmodus über.Ich kann mir das nur so erklären das mein Nervensystem in so einer Art Kampf oder Flucht Modus feststeckt.
Ich habe echt Angst das ich nie wieder schlafen werde und dann sterbe.

Eine Sache möchte ich noch kurz erzählen.Ich reagiere auf Tavor von Anfang an ganz anders als üblich.Nehme das ja nun schon mehrere Jahre.Ich werde davon überhaupt nicht müde,im Gegenteil ich werde dadurch entspannt und aktiver.Das war aber von Anfang an so. Ich habe es ja hauptsächlich genommen um die schwere Depression zu ertragen und habe sofort gemerkt das es mir damit besser geht und ich sogar auf den Hof gehen konnte.

Naja ich würde so gern erstmal wieder irgendwie versuchen das sich mein Schlaf wieder einstellt und dann den Schlaf stabilisieren wenn das überhaupt möglich ist.

Mein absoluter Traum ist es wieder am Leben teilnehmen zu können und wieder fühlen zu können.

Ich danke euch schon mal für das zu hören oder besser gesagt mit lesen.Danke
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2009: 3 EKT´s; extreme Angstzustände, wie auf Drogen.

Seit 2008 bin ich in einem Zustand völliger Verzweiflung.Ich fühle nichts mehr außer starker Gereiztheit,extreme Geräuschempfindlichkeit,schwere Suizid Gedanken.

2015 Trimipramin zunächst 100 mg (NW: schwere Aggressivität) schrittweise abgesetzt.

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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von lunetta » Sonntag, 24.06.18, 10:49

Hallo!

Ich glaube dir auf`s Wort dass du trotz AD depressiv bist, da es auch eine NW von AD sein kann - ja ist paradox, ist aber so, und dass es kein Wunder ist, wenn ein gereiztes ZNS so reagiert!

Du mußt jetzt alles tun um dich un dein ZNS zu schonen, dir Gutes zu tun, dir eine RICHTIGE Therapie mit einem kompetenten Therapeuten zu suchen, und vor allem keine Änderungen in der dzt. Medikation zu machen.

Mit dem Schlaf ist das so eine Sache - das ist schlimm, wenn man nicht schlafen kann, aber auch wenn man es nicht glaubt, man kommt unglaublich lange ohne Schlaf aus.
Viele von uns sind quasi schlaflos, und es ist am besten nicht damit zu hadern, sondern es anzunehmen und dann halt einfach nur zu liegen, oder sich eine Beschäftigung zu suchen in diesen schlaflosen Stunden der Nacht. Hörbücher, lesen, fernsehen, usw.

GLG
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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von Jamie » Sonntag, 24.06.18, 12:16

Guten Morgen memento, :)

das ist wirklich eine ganz furchtbare Leidensgeschichte, die du uns schilderst.
Für mich bist du wirklich ein Psychiatrie-Opfer.
Du hast mein tiefes Mitgefühl für all die Demütigungen und Schmerzen, die man dir in den Psychiatrien dieses Landes angetan hat - und sicher nicht nur meines :(
Grausam und unmenschlich ist das.

Auslöser war für mich deine drogeninduzierte Psychose durch das Cannabis; deine Ärztin damals hat das m. Er. fehleingeschätzt als Depression und das Anafranil war komplett falsch ausgewählt, weil es eher aktiviert und dadurch teilweise zu großer Unruhe und Panik führt - dein ZNS hätte eher etwas Beruhigendes gebraucht, wenn überhaupt.

Klar herauslesbar ist für mich, dass du ein Amok-laufendes ZNS hast, das unbedingt Ruhe braucht, wie auch immer die aussieht.
Womöglich bist du zusätzlich noch hochsensibel. Hast du das schon mal gehört?
Deine Reizempfindlichkeit ist garantiert durch all das Chaos entstanden, trifft womöglich aber auch auf eine Prädisposition.

Eigentlich hätte dieses Cannabiserlebnis der Warnschuss sein müssen, den Rest deines Lebens nach Möglichkeit generell die Finger weg von allen psychoaktiven Substanzen zu lassen, denn es gibt einfach Menschen auf der Welt, die furchtbar sensibel auf alle möglichen Stoffe reagieren, insbes. Medikamente und psychoaktive Substanzen - aber bei dir trat das genaue Gegenteil ein, die Psychiatriemühlen haben dich gefressen :(.

Zur Schlaflosigkeit. Seit 2001 aufgrund zweier nächtlicher Erlebnisse im Krankenhaus, wo ich bei vollem Bewusstsein fast verstorben wäre, bin ich ziemlich schlaflos bis schlaflos.
Es ist eine Qual und mir großen gesundheitlichen Belastungen (und auch Spätschäden, wie ich bei mir befürchte) verbunden, aber ich lebe noch.
Man kann Schlaflosigkeit - in Teilen - durch Ruhen, bewusstes Entspannen, Meditieren kompensieren. Einfach nur da liegen und versuchen ein wenig runterzufahren, auch wenn sich kein Schlaf einstellt. Es ist natürlich nicht dieses befriedigende Gefühl zu schlafen, aber es kann ein wenig auffangen.

Ich kann wirklich sehr gut nachvollziehen, dass du nicht mehr auf 75mg Trimipramin hoch willst, aber wenn du Tropfen hast, könntest du vielleicht über das Aufdosieren von 1 oder 2 Tropfen nachdenken (?)
Ich will dich da nicht beeinflussen, nur sachlich schreiben, aber ich halte anhaltende Schlaflosigkeit für einen Risikofaktor, dass dein Zustand wieder eskaliert.
Für mich ist es etwas Anderes, da ich das seit 17 Jahren kenne, ich kann mit diesen Phasen umgehen - bei dir ist die Lage aber anders.
Denke wenigstens drüber nach.
Ich verstehe aber auch aus tiefstem Herzen, dass du das Trimipramin nicht mehr erhöhen willst, weil du durch die Verringerung der Dosis endlich mal Anflüge einer Idee bekommen hast, was Antrieb ist und wie sich ein minimal normales Leben anfühlen könnte.
Wie gesagt ich verstehe das, jeder versteht das hier.

Viele Grüße
Jamie
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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von memento » Montag, 25.06.18, 11:11

Danke für euer Mitgefühl

Ja ich denke auch das dass Erlebnis damals nach dem einmaligem Kiffen ein Warnhinweis war, aber ich habe damals die Signale meines Körpers und der Seele überhaupt nicht verstanden und war einfach total verzweifelt und bin dadurch in die Psychiatriemühle geraten.Wie wahrscheinlich viele von euch.

Ich bin aber schon mal ein wenig beruhigt das ihr das mit der Schlaflosigkeit kennt,aber auch erschrocken das einige schon seit Jahren nicht mehr schlafen können. Das ist krass.Das schlimme ist nur das ich mittlerweile total schwach bin und somit auch keine Aktivitäten mehr am Tag machen kann,wie zum Beispiel in die Garage gehen.Das wiederum verstärkt die Abwärtsspirale der Depression.Ein Teufelskreis.

Naja ich werde versuchen nicht in Panik zu geraten.Habe gestern zum ersten mal seit Jahren wieder begonnen Entspannungsübungen zu machen um mein Nervensystem irgendwie zu unterstützen. Ich mache dazu zwei Übungen. Einmal " Bodyscan " und " PMR "
Ich denke aber das wird Wochen brauchen bis die Übungen überhaupt etwas bewirken.Egal ich versuchs.

Habe oft von der Neuroplastizität des Gehirns gehört und das es angeblich dazu in der Lage ist sich zu regenerieren. Ich muss ganz ehrlich sagen in den letzen 10 Jahren habe ich davon kein Stück gemerkt. Es hat sich überhaupt nichts verändert. Denke aber Mittlerweile das die Medikamente ( Antidepressiva ) da einen großen Teil dazu beigetragen haben.
Mir ist aber aufgefallen immer wenn ich die Dosierung verändert habe egal ob hoch oder runter ging es mir direkt danach für 1-2 Wochen besser.Dann hat sich aber alles wieder eingepegelt und mir gings wieder schlecht.Keine Ahnung warum das so ist,konnte mir auch kein Psychiater oder Arzt bis Heute erklären.

Oh man mir fällt es schon schwer überhaupt Worte zum schreiben zu finden bin total verpeilt im Kopf und kann mich gar nicht konzentrieren.
Ich weiß auch gar nicht wie ich das hier mit der Signatur hinbekommen soll das schaffe ich einfach nicht.Immerhin sind das insgesamt 18 Jahre und etliche bzw alle Antidepressiva die es gibt.Ich habe auch keine Daten wann ich ein Medikament genommen habe und wann es wieder abgesetzt worden ist, außer in den Arztberichten,Entlassungsberichten. Das überfordert mich total. Kann das im Moment nicht.

Einen kompetenten Therapeuten zu finden hier in Mecklenburg Vorpommern und mit dieser Krankheitsgeschichte ist so gut wie unmöglich.Leider.
Ich habe ja geschrieben das ich alle um Umkreis von 60km angeschrieben oder angerufen habe und überall Absagen bekomme haben aufgrund meiner Krankheitsgeschichte.Nur eine Therapeutin hat mich genommen. Also mit aussuchen ist hier absolut nichts. Abgesehen davon habe ich auch überhaupt keine Kraft mehr dafür.Jedes mal meine Geschichte zu erzählen und darum zu betteln Hilfe zu bekommen und sie dann doch nicht zu bekommen.Habe das alles zig mal durch. Ich habe durch diese Erfahrungen auch überhaupt kein vertrauen mehr allgemein in Menschen muss ich ehrlich sagen.
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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von memento » Montag, 25.06.18, 11:31

Zum Thema Hochsensibel. Ich hab mich damit noch nie richtig beschäftigt aber gerade gestern erst mit meiner Mutter drüber geredet das ich schon immer ziemlich sensibel war. Ich habe es gehasst so Sensibel zu sein. Ich hatte die Vorstellung das passt einfach nicht zu einem Mann. Ich hab das nie annehmen können und wollte seit der Pupertät immer wie andere sein.Cool,lässig,draufgängerisch usw. Heute denke ich darüber anders. Wenn man damit umgehen kann dann kann das eine enorme Tiefe in dein Leben bringen und eine echte Bereicherung sein. Nur leider spüre ich davon kaum noch etwas.Ist alles weg.

Früher konnte ich zum Beispiel in Situationen mit Menschen Stimmungen wahrnehmen schon bevor überhaupt irgendjemand etwas gesagt hat.Und ich lag auch immer richtig damit.War keine Einbildung. Keine Ahnung wie ich das jetzt so richtig Beschreiben soll aber ich hoffe ihr wisst wie ich das meine.
Heute ist das nicht mehr so. Hab auch zum Beispiel überhaupt kein Bauchgefühl mehr.
Aber das schlimmste ist das ich dieses Urvertrauen in meinen eigenen Körper nicht mehr habe. Das kennt ihr bestimmt alle.

Ich hoffe euch gehts einigermaßen und ihr kommt irgendwie durch den Tag und ich hoffe das ihr irgendwann wieder so Leben könnt das ihr zu frieden seid.

schöne Grüße Christian
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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von SeventhWave » Montag, 25.06.18, 14:08

Hi!

Ich habe mich auch gerade durch diese unglaubliche Geschichte gewälzt. Mein erster Gedanke war auch Hochsensibilität …

Wahrscheinlich bist du sogar in irgendeiner Weise besonders begabt, mit HSP ist es allerdings schwierig nicht von seiner Umwelt vollständig plattgewalzt zu werden.

Soziale Phobie hört sich in diesem Kontext auch eher nach schwerer Reizüberlastung an. Und den Umgang damit nicht gelernt usw…

Beim Kiffen hast du dann dein eh schon extrem feinfühliges Bewusstsein gecrasht. Mir ist damals was Ähnliches passiert, allerdings nicht nach einmaligem Konsum
.
Egal – was ich dir kurz sagen möchte:

Es ist gut, dass du hier bist. Dein Leben ist nicht am Ende, auch wenn das was ganz gehörig schief gelaufen ist. Ich bin fest der Meinung, dass sich dein Körper von dieser Misshandlung erholen kann, auch wenn dieser Prozess vermutlich mehrere Jahre verschlingen wird. Viele hier haben zumindest einige Stationen deines Martyriums auch durchgemacht. Und trotz deiner Sensibilität und deines geringen Selbstwertgefühl scheinst du ein knüppelharter Kämpfer zu sein. Sonst hättest du es wahrscheinlich gar nicht bis hierher geschafft.

Wir lesen uns, halt die Ohren steif!

7th

Ps.
Die Kaltschnäutzigkeit des Pflegepersonals sprängt wirklich die Skala, wahrscheinlich ist das auch eine Art Bewältigungsstrategie.
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Beginn Wasserlösmethode Citalopram Mylan Dura 40 mg
18.07.17 36 mg (-10 %)
29.08.17 32,8 mg (-8,9 %)
28.09.17 30,4 mg (-7,317 %)
07.11.17 28,8 mg (-4,605 %)
05.12.17 28 mg (-2,778 %)
27.01.18 26 mg (-7,143 %)
18.03.18 24 mg (- 7,692 %)
26.04.18 23,5 mg (- 2 %)
10.06.18 22,24 mg (- 5,362 %)
18.07.18 21,92 mg (- 1,439 %)
13.08.18 21,6 mg (- 1,457 %)
22.10.18 20,8 mg (-3,67 %)

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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von lunetta » Montag, 25.06.18, 15:18

Hallo!

Wollte dir nur da lassen, dass es ganz normal ist dass dein Gehirn und ZNS nicht schnell wieder heile werden!

Wir sprechen hier bei dir von wahrscheinlich Jahren, dass diese Regeneration passieren kann. Also nicht verzweifeln oder den Mut verlieren.!!

Gant wichtig ist es jetzt dass du dir nur Gutes tust, keine Medikamente mehr dazu nimmst, dzt. die Dosis zum Stabilisieren beibehältst und wenn das mal ein paar Wochen geklappt hat, dann schraubst du 1 einziges Medikament um einen Schritt nach unten.

LG
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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von memento » Montag, 25.06.18, 16:05

Hallo SeventhWave

Ich muss mich echt mal mit dem Thema Hochsensibilität beschäftigen,aber das kann ich erst wenn ich irgendwie wieder mehr Energie habe und mich besser konzentrieren kann.Ich schreibe das am besten gleich mal in meinen Notizblock.

Hmm ob ich besonders begabt bin kann ich dir ehrlich gesagt gar nicht sagen.Ich hab mich nur mein ganzes Leben irgendwie immer "anders" gefühlt. Ich hab gemerkt das ich nicht so bin wie die meisten die ich kannte.Hab mich dann ab der Pupertät zu Menschen hingezogen gefühlt sie sagen wie mal etwas auf die schiefe Bahn geraten sind.Mit denen kam ich immer gut klar.Aber anderseits war ich gar nicht so. Ich wollte aber immer so sein. Das war das Problem.

Ich bin auch eher ein tiefgründiger Mensch,wovon ich aber leider durch die Krankheit oder die Medikamente nichts mehr merke.War früher auch immer Einfühlsam und konnte gut zu hören. Ich komme auch überhaupt nicht gut mit dieser Schnelllebigkeit heut zu Tage klar und mit dieser Einstellung die viele Menschen haben das man immer gut drauf sein muss,das man gut aussehen muss usw.Diese Oberflächlichkeit macht mich regelrecht fertig.Ich fühle mich regelrecht ausgestoßen von der Gesellschalft weil ich halt so krank bin. Ich finde das traurig. Ihr kennt das mit Sicherheit.

Die Frauen die ich damals kennen gelernt habe konnten mit mir nichts anfangen. Ich habe rein äußerlich das perfekte Männerbild abgegeben, habe Kraftsport gemacht hatte gut Muskeln würde ich sagen aber innerlich war ich Sensibel und ängstlich,und das haben die Frauen dann nach einer Zeit auch gemerkt ich mich wahrscheinlich deshalb auch verlassen.Ich war jedes zu tiefst verletzt.Auch darüber das eigentlich niemand meine wirkliche Persönlichkeit kennen lernen wollte.Ich hab mich immer danach gesehnt jemanden kennen zu lernen der mich wirklich "richtig" kennen lernen möchte.

Und die Depression verhindert es ja regelrecht neue Menschen kennen zu lernen.Ich bin überhaupt nicht in der Lage dazu Kontakte aufzubauen,aber das geht ja nun schon 10 Jahre so.

Stimmt den Umgang mit der Sozialen Phobie hab ich nie richtig gelernt.In den Kliniken wurde aber auch nie wirklich darauf eingegangen.Und damals im Jahr 1999,2000 fing auch gerade erst die Zeit an das Handys sich verbreiteten und das Internet.War deshalb schwierig an Informationen zu kommen.

Was ist dir denn damals passiert nach dem Kiffen ? hattest du auch mit Depersonalisation/Derealisation zu tun ?

Ich fand mit erschwerend dazu kam das damals keine Klinik überhaupt wusste was Depersonalisaion/Derealisation ist. Mittlerweile hat sich das hoffentlich ein wenig geändert aber ich glaube viele erhalten noch immer dadurch eine falsche Diagnose wie zum Beispiel Schizophrenie oder Psychose.Ich habe ein Buch was die Thematik Depersonalisation/Derealisation ausführlich behandelt. Fall jemand was wissen will oder mal möchte das ich hier einige Passagen aus dem Buch reinschreibe,einfach sagen.

Ich danke dir für die aufbauenden Worte von Herzen ! Es ist auch wirklich eine Folter wenn du all die Jahre extrem hoffnungslos bist und alles in dir Schwarz ist,du nicht mehr fähig bist Gefühle zu empfinden nur noch leidest jede Sekunde,dir niemand Hoffnung vermitteln kann weil du sie einfach nicht mehr spüren kannst.Abgeschnitten vom Leben von der eigenen Lebendigkeit.Jedes mal die Enttäuschung das dass nächste Antidepressiva wieder nicht geholfen hat oder sogar noch alles schlimmer gemacht hat.Dann die Klinikerfahrungen dazu. Ich habe oft zu meiner Mutter gesagt ich kann nicht mehr ich möchte mich am liebsten umbringen,oder das sie mit mir ins Ausland fahren sollen um Sterbehilfe in Anspruch nehmen zu können.Für meine Mutter war das nur schwer zu ertragen und es tut mir auch wahnsinnig leid. Und das schlimme ist es kann immer wieder soweit kommen.Wenn ich eins gelernt habe dann das dass es immer noch schlimmer werden kann.

Als ich dann alle Antidepressiva die es gibt durch hatte dachte ich jetzt ist es aus.Das wars du kannst nichts anderes mehr tun als dich umzubringen.Es gibt keine Möglichkeit mehr auf Besserung. Und das war 2015,2016. Und was soll ich sagen ich lebe immer noch.Aber ich muss auch dazu sagen das ich ohne Tavor mit Sicherheit nicht mehr leben würde. Habe ich ja auch schon mal geschrieben.Und natürlich ohne meine Eltern.

Ich bin mir Mittlerweile auch ziemlich sicher das die Antidepressiva die Depression aufrecht erhalten.Obwohl ich mir eigentlich selber nicht mehr trauen kann das habe ich auch oft gemerkt.

Mittlerweile bin ich an dem Punkt angekommen das ich mich dem Leben stellen möchte und meinen Problemen. Ich will die Depression rauslassen und anschauen und das geht meiner Meinung nach nicht mit Antidepressiva.Die verhindern genau das.Sich seinen Problemen zu stellen.Aber das sieht die Schulmedizin ja ganz anders.Die sollen zum Teufel gehen.

Ich werde die Schlaflosigkeit annehmen und wenn ich wirklich daran sterben sollte dann ist das so.Ich werde jedenfalls das Trimipramin nicht wieder hochsetzen auf 75mg. Es bleibt jetzt bei 50mg bis das irgendwann mit dem schlafen wieder funktioniert. Und dann mit der 10% Methode oder noch langsamer ausschleichen.

Die Ärzte in der Charite sagten mir das ich ein Leben lang auf diese Medikamente angewiesen sein werde. Ich will daran einfach nicht glauben. Anders wäre es natürlich wenn die Medikamente mir helfen würden.Die letzen 10 Jahre sind natürlich weg und ich weiß nicht wie lange das alles noch dauert aber ich bin froh das es euch gibt.Ich finde auch das ihr hier alle Kämpfer seid ! Jeder einzelne von euch.

Und es wird mit den Jahren immer mehr an die Öffentlichkeit kommen das eben Antidepressiva nicht das Allheilmittel ist.Man kann einen Menschen einfach nicht mit einer Pille heilen.Wir sind viel zu individuell. Viel viel wichtiger wäre Menschlichkeit,Wärme und ein Mitfühlendes Verständnis.Die Psychiatrie muss früher oder später umdenken denn das was da abläuft schadet den Menschen.

Die Rechnung mit den Antidepressiva ist einfach nicht aufgegangen und das zeigt sich auch daran das die wenigsten davon profitieren und selbst bei diesen wenigen kann es auch vorkommen das nach Jahren sich die Wirkung einstellt. Meiner Meinung nach wurde immer mehr vergessen auf den Menschen an sich einzugehen.

Dieses Forum ist ein wichtiger Beitrag dazu das an die Öffentlichkeit kommt wie sehr die Pharmaindustrie,die Psychiatrien,Ärzte auf ganzer Linie versagt haben. Und natürlich was für einen extremen Schaden diese Medikamente anrichten.
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Seit 2008 bin ich in einem Zustand völliger Verzweiflung.Ich fühle nichts mehr außer starker Gereiztheit,extreme Geräuschempfindlichkeit,schwere Suizid Gedanken.

2015 Trimipramin zunächst 100 mg (NW: schwere Aggressivität) schrittweise abgesetzt.

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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von memento » Montag, 25.06.18, 16:13

lunetta hat geschrieben:
Montag, 25.06.18, 15:18
Hallo!

Wollte dir nur da lassen, dass es ganz normal ist dass dein Gehirn und ZNS nicht schnell wieder heile werden!

Wir sprechen hier bei dir von wahrscheinlich Jahren, dass diese Regeneration passieren kann. Also nicht verzweifeln oder den Mut verlieren.!!

Gant wichtig ist es jetzt dass du dir nur Gutes tust, keine Medikamente mehr dazu nimmst, dzt. die Dosis zum Stabilisieren beibehältst und wenn das mal ein paar Wochen geklappt hat, dann schraubst du 1 einziges Medikament um einen Schritt nach unten.

LG
Danke Lunetta

Mir hilft das wirklich das ich mich ein wenig beruhigen kann wenn du und auch andere das so sagen.

Nein Medikamente werde ich mit Sicherheit keine mehr dazu nehmen.Das Problem ist nur das ich gar nicht merke was mir gut tut außer einfach im Bett liegen und ruhen.
Obwohl so ganz stimmt das auch nicht.Gestern habe ich mir zum Beipeil einen Tee gemacht und hab mir so Duftkerzen ins Zimmer gestellt.Das hätte ich vor der Dosisreduktion nie im Leben gemacht,ich wäre nicht mal auf die Idee gekommen.
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mit 16 Jahren: Höllentripp nach einmal Cannabis geraucht, starke Unverträglichkeit auf diverse NL, daher abgesetzt.

seit 2000 :insgesamt 20 verschiedene AD, alle wirkungslos, schwere Unverträglichkeiten, schlimmste Zustände.

2009: 3 EKT´s; extreme Angstzustände, wie auf Drogen.

Seit 2008 bin ich in einem Zustand völliger Verzweiflung.Ich fühle nichts mehr außer starker Gereiztheit,extreme Geräuschempfindlichkeit,schwere Suizid Gedanken.

2015 Trimipramin zunächst 100 mg (NW: schwere Aggressivität) schrittweise abgesetzt.

Medikation:
seit 2014 als Dauermedikation: Tavor 1 mg- 1 mg - 1 mg
seit Mitte 2017: 75 mg Trimipramin wegen Schlafstörungen

aktueller Absetzverlauf Trimipramin:
ca April 2018: 50 mg, seit 10. Juni schwere Schlaflosigkeit

SeventhWave
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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von SeventhWave » Montag, 25.06.18, 18:54

Hi Memento,

ich nehme auch im bunten Wechsel seit 1996 Antidepressiva. Auch mir wurde gesagt ich muss sie für den Rest meines Lebens nehmen. Ich habe keine Ahnung wie mein Hirn ohne diese Stoffe aussieht.

Bei mir war es auch so, dass ich mich immer in den Randgruppen wiedergefunden habe. Normal war ich nie. Es gab auch 6 Suizide im Freundeskreis, alles Menschen mit denen ich gekifft habe. Mein Genickbruch erfolgte auch über Panikattacken die sich immer mehr Situation suchten, bis diese irgendwann permanent wurden.

Erst über meinen Erstgebohrenen bin ich auf ADHS und das ganze Paket gestoßen. Im Prinzip besteht mein ganzer Freundeskreis aus Menschen mit einem gewissen Quantum an ADHS Symptomen. Mittlerweile versuche ich die Pathologisierung hinter diesem Begriff zu ignorieren. Aber oft fallen da auch Begriffe wie HSP oder Hochbegabung. Hochbegabung wird selten erkannt, wenn du nicht mal still sitzen kannst oder dich nicht für die Routine im Klassenzimmer interessierst. Sensibiltät wird zu keiner Zeit als wertvolle Eigenschaft betrachtet. Da bleiben Menschen auf die Strecke die zu mehr bestimmt waren.

Mir hat das Thema aber gezeigt, dass ich nicht alleine bin. Und ich bin auch auf viele echt liebenswerte Freaks gestoßen. Ich mag mich so wie bin. Ohne Chemie würde ich mich noch mehr mögen :-)

Das war ein langer Prozess, aber vielleicht kommst du da auch mal hin.

Ich fühle mich übrigens mit jedem Brösel, dass ich nicht einnehme besser.

Viele Grüße

7th
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Beginn Wasserlösmethode Citalopram Mylan Dura 40 mg
18.07.17 36 mg (-10 %)
29.08.17 32,8 mg (-8,9 %)
28.09.17 30,4 mg (-7,317 %)
07.11.17 28,8 mg (-4,605 %)
05.12.17 28 mg (-2,778 %)
27.01.18 26 mg (-7,143 %)
18.03.18 24 mg (- 7,692 %)
26.04.18 23,5 mg (- 2 %)
10.06.18 22,24 mg (- 5,362 %)
18.07.18 21,92 mg (- 1,439 %)
13.08.18 21,6 mg (- 1,457 %)
22.10.18 20,8 mg (-3,67 %)

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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von padma » Montag, 25.06.18, 19:17

hallo Christian, :)

ich habe gerade deine Geschichte gelesen und bin erschüttert, was dir angetan wurde.

Ich greife ein paar Punkte raus:
Ich bin mir Mittlerweile auch ziemlich sicher das die Antidepressiva die Depression aufrecht erhalten.Obwohl ich mir eigentlich selber nicht mehr trauen kann das habe ich auch oft gemerkt.
Davon bin ich auch überzeugt. Ich frage mich sogar, ob du wirklich jemals eine echte Depression hattest, ob diese gesamte Symptomatik nicht in Wahrheit medikamenteninduziert ist.
Die Ärzte in der Charite sagten mir das ich ein Leben lang auf diese Medikamente angewiesen sein werde. Ich will daran einfach nicht glauben.
Nein, glaube das nicht. Sie haben deine wahre Problematik ja überhaupt nicht erfasst.
Einen kompetenten Therapeuten zu finden hier in Mecklenburg Vorpommern und mit dieser Krankheitsgeschichte ist so gut wie unmöglich.Leider.
Ich glaube auch nicht, dass aktuell Psychotherapie für deinen Heilungsprozess zentral ist. Natürlich wäre es schön, wenn du empathische Gespräche bekommen würdest.
Aber der Ansatzpunkt ist jetzt nicht Psychotherapie. Der grösste Teil deiner Symptome ist ja medikamentenbedingt und dein ZNS muss jetzt zunächst wieder heilen. Erst dann kann man sehen, was für tatsächlich psychische Probleme, du überhaupt hast.

Hochsensibilität ist ja keine Krankheit sondern eher eine Gabe. Nur muss man Strategien erlernen, wie man damit gut umgehen kann und sein Leben entsprechend gestalten kann.
Habe oft von der Neuroplastizität des Gehirns gehört und das es angeblich dazu in der Lage ist sich zu regenerieren. Ich muss ganz ehrlich sagen in den letzen 10 Jahren habe ich davon kein Stück gemerkt. Es hat sich überhaupt nichts verändert. Denke aber Mittlerweile das die Medikamente ( Antidepressiva ) da einen großen Teil dazu beigetragen haben.
Dein Gehirn hatte überhaupt nicht die Chance sich zu regenerieren. Die ständigen Eingriffe mit immer neuen Medikamenten haben das verhindert.
Mir ist aber aufgefallen immer wenn ich die Dosierung verändert habe egal ob hoch oder runter ging es mir direkt danach für 1-2 Wochen besser.Dann hat sich aber alles wieder eingepegelt und mir gings wieder schlecht.Keine Ahnung warum das so ist,konnte mir auch kein Psychiater oder Arzt bis Heute erklären.
Wir kennen hier dieses Phänomen. Warum es so ist, wissen wir auch nicht, darüber kann man nur spekulieren.
Eine Sache möchte ich noch kurz erzählen.Ich reagiere auf Tavor von Anfang an ganz anders als üblich.Nehme das ja nun schon mehrere Jahre.Ich werde davon überhaupt nicht müde,im Gegenteil ich werde dadurch entspannt und aktiver.Das war aber von Anfang an so. Ich habe es ja hauptsächlich genommen um die schwere Depression zu ertragen und habe sofort gemerkt das es mir damit besser geht und ich sogar auf den Hof gehen konnte.
Bei einem schwer gereizten ZNS können Benzos helfen, das ZNS etwas herunterzufahren. Auch diese Reaktion von dir zeigt, dass es sich nicht um eine schwere Depression sondern um ein schwer gereiztes ZNS handelt.


Ich weiß auch gar nicht wie ich das hier mit der Signatur hinbekommen soll das schaffe ich einfach nicht.Immerhin sind das insgesamt 18 Jahre und etliche bzw alle Antidepressiva die es gibt.Ich habe auch keine Daten wann ich ein Medikament genommen habe und wann es wieder abgesetzt worden ist,
Es reicht eine Kurzzusammenfassung, wie z.B:

Vorgeschichte:
mit 13 Jahren: soziale Phobie
mit 16 Jahren: Höllentripp nach einmal Cannabis geraucht, starke Unverträglichkeit auf diverse NL, daher abgesetzt.

seit 20?? :insgesamt 20 verschiedene AD, alle wirkungslos, schwere Unverträglichkeiten, schlimmste Zustände.

2009: 3 EKT´s; extreme Angstzustände, wie auf Drogen.

Seit 2008 bin ich in einem Zustand völliger Verzweiflung.Ich fühle nichts mehr außer starker Gereiztheit,extreme Geräuschempfindlichkeit,schwere Suizid Gedanken.

2015 Trimipramin zunächst 100 mg (NW: schwere Aggressivität) schrittweise abgesetzt.

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seit Mitte 2017: 75 mg Trimipramin wegen Schlafstörungen

aktueller Absetzverlauf Trimipramin:
ca April 2018: 50 mg, seit 10. Juni schwere Schlaflosigkeit
Passt das so?


Ich sehe dich nicht als schwer psychisch kranken Menschen an, sondern als einen hochsensiblen jungen Mann, der durch all diese Medikamente und die traumatischen Behandlungen schwer geschädigt wurde. Doch diese Schädigungen können wieder heilen, ich glaube du hast das Potential und die Kraft dazu diesen Heilungsprozess durchzustehen.

liebe Grüsse,
padma
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von lunetta » Montag, 25.06.18, 19:25

memento hat geschrieben:
Montag, 25.06.18, 16:13
lunetta hat geschrieben:
Montag, 25.06.18, 15:18
Hallo!

Wollte dir nur da lassen, dass es ganz normal ist dass dein Gehirn und ZNS nicht schnell wieder heile werden!

Wir sprechen hier bei dir von wahrscheinlich Jahren, dass diese Regeneration passieren kann. Also nicht verzweifeln oder den Mut verlieren.!!

Gant wichtig ist es jetzt dass du dir nur Gutes tust, keine Medikamente mehr dazu nimmst, dzt. die Dosis zum Stabilisieren beibehältst und wenn das mal ein paar Wochen geklappt hat, dann schraubst du 1 einziges Medikament um einen Schritt nach unten.

LG
Danke Lunetta

Mir hilft das wirklich das ich mich ein wenig beruhigen kann wenn du und auch andere das so sagen.

Nein Medikamente werde ich mit Sicherheit keine mehr dazu nehmen.Das Problem ist nur das ich gar nicht merke was mir gut tut außer einfach im Bett liegen und ruhen.
Obwohl so ganz stimmt das auch nicht.Gestern habe ich mir zum Beipeil einen Tee gemacht und hab mir so Duftkerzen ins Zimmer gestellt.Das hätte ich vor der Dosisreduktion nie im Leben gemacht,ich wäre nicht mal auf die Idee gekommen.
Hallo!

Genau so kommst du auf den richtigen Weg!!!
Es sind die ganz kleinen Schritte und Dinge, die die Veränderung beginnen! heut ist es ein tee und Kerzen und morgen vielleicht schon ein kleiner Spaziergang;)

Es wird immer Tage geben, wo gar nichts geht und Weltuntergangsstimmung herrscht, und dann werden Tage kommen, an denen ganz kleine Veränderungen stattfnden:)

Du erkennst alles richtig, bist klar und sortiert, und vor allem du bist ein Kämpfer und du WILLST dass sich was ändert - und das wird es auch!

Hab Mut und keine Verzweiflung - es wird werden!!!! Wir sind hier und helfen so gut wir können, und wenn es schwer ist und mal ganz Not im Herzen, dann schreibst du hier, und irgendwer liest immer mit und wird dir weiterhelfen!

Wir kennen hier alle diese Nöte und Verzweiflung, die meisten von unten hatten schon ganz schwere Zeiten, und deshalb wirst du hier viel Verständnis finden!

Umarmung und eine Portion Kraft und Mut! LG
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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von memento » Dienstag, 26.06.18, 19:29

Hallo Leute

Ich bin gerade richtig doll verzweifelt und absolut hin und her gerissen. Ich gehe noch mal auf eure Beiträge im einzelnen ein wenn ich mich etwas besser fühle.Ich hoffe ihr versteht das.Im Moment komme ich einfach gar nicht klar.
Gestern hab ich noch ganz anders gedacht und Heute bin ich am Boden zerstört und würde ehrlich gesagt am liebsten nicht mehr leben wollen.

Diese Schlaflosigkeit macht mich fertig ohne Ende.Ich mein ich schlafe ja wirklich nicht 1 Minute.Außer dem ein,zwei maligem erzwungenen Zolpidem Schlaf und das waren auch nur 3-4 Stunden.Das geht nun schon Wochen so.

Und dann kommen solche Gedanken auf wie, Ist ja auch kein Wunder das du nicht schlafen kannst du hast schließlich seit 10 Jahren eine schwere Depression die bis heute nicht aufgearbeitet wurde. Und bei einer Depression sind ja Schlafstörungen fast immer ein Thema.
Dann denke ich mir wie sollen die Schlafstörungen denn auch besser werden wenn die Depression immer noch am brodeln in mir ist. Und dann bin ich echt am zweifeln ob das so richtig war das Trimipramin von 75mg auf 50mg runter zu dosieren.

Ich mein die Krankheit an sich jeden Tag aushalten zu müssen ist schon schwer genug aber jetzt oben drauf noch diese absolute Schlaflosigkeit macht es fast unerträglich.Weil man total erschöpft ist und eigentlich nur noch im Bett liegt,Tag und Nacht.

Wie haltet ihr das über Jahre aus ?

Gestern als ich versucht habe einzuschlafen habe ich versucht mich zu beruhigen. Ich hab mir vorgestellt das ich mir selbst als Kind gegenüber stehe und habe dann dieses Kind also mich in den Arm genommen und gut zugeredet.Zum Beispiel das du gut bist so wie du bist.Oder das du ein wertvoller Mensch bist.Und ich habe tatsächlich eine kurze Erleichterung in mir gespürt.
Aber dann konnte ich trotzdem nicht einschlafen und habe mich von einer Seite zur anderen gedreht.Mein Herz hat geschlagen wie verrückt.

Ich habe den Eindruck das es immer schlimmer wird.

Wie verläuft denn das wenn der Schlaf wieder kommt ? verläuft das auch in so Wellen und Fenstern ?

Ich habe auch wieder so einen extremen Hass auf Ärzte und Kliniken und das man so im Stich gelassen wird
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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von memento » Dienstag, 26.06.18, 21:15

Was mir noch aufgefallen ist. Ich bin irgendwie überdrehter durch dieses nicht schlafen können.So aufgedreht innerlich,auch von den Gedanken her.
Ängste sind auch schlimmer geworden.

Jetzt frage ich mich ob durch das nicht schlafen können eine Psychose ausgelöst werden könnte ? Oder steigere ich mich da einfach zu sehr rein ?
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Re: memento: verzweifelt :( (Trimipramin)

Beitrag von SeventhWave » Mittwoch, 27.06.18, 8:52

Guten Morgen memento.

Du steigerst dich da rein. Allerdings wäre alles andere unmenschlich. :( Ich finde dich sagenhaft tapfer.

Während meines Kaltentzuges hatte ich ein paar Nächte Schlaflosigkeit, das ist wirklich Hölle. Du liegst echt nur da und dein Körper läuft Amok. Hab dann auch auf Tavor und Neuroleptika zurückgegriffen. :cry:

Im Prinzip finde ich die Idee mit den Therapiepraktiken ganz gut (sich selbst annehmen und so weiter), vergiss aber nicht, dass dein jetziger Zustand nicht aufgrund depressiver Symptomatik entstanden ist, sondern durch die Folge des massiven Medikamenten-Wirr-Warrs.

Deinen dicken Hals auf die Ärzteschafft verstehe ich nur zu gut. Das Problem ist, dass sie einfach jahrzehntelang mit falschen Information gefüttert wurden. ADs wirken freilich irgendwie und mögen bei mancher Krisensituation auch Leben retten. Das wahre Naturell dieser Stoffe wird aber nirgends erklärt und die großen Pharmaproduzenten haben alles dafür getan, dies langelange Zeit zu verschleiern.

So bekamen Ärzte Studien vorgelegt, die zwar korrekt waren, aber hoch selektiv. Zudem stehen viele einflussreiche Koryphäen auf der Gehaltsliste der Pharmas. Und die transportieren das falsche Bild bis zum kleinsten Hausarzt.

Aktuell kann ich dir leider nur raten: Jeder Atemzug zählt und heilt!

Du bist weit gekommen und auf dem Weg zur Wahrheit tief gefallen. Hoffnungslosigkeit und der Wunsch, dass es endlich vorbei ist sind leider auch knüppelharte Symptome deines Entzugsprozesses. Aber sie haben nichts mit dem zu tun, was du wirklich bist!

Bis bald

7th
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Beginn Wasserlösmethode Citalopram Mylan Dura 40 mg
18.07.17 36 mg (-10 %)
29.08.17 32,8 mg (-8,9 %)
28.09.17 30,4 mg (-7,317 %)
07.11.17 28,8 mg (-4,605 %)
05.12.17 28 mg (-2,778 %)
27.01.18 26 mg (-7,143 %)
18.03.18 24 mg (- 7,692 %)
26.04.18 23,5 mg (- 2 %)
10.06.18 22,24 mg (- 5,362 %)
18.07.18 21,92 mg (- 1,439 %)
13.08.18 21,6 mg (- 1,457 %)
22.10.18 20,8 mg (-3,67 %)

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