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Lara82: Escitalopram absetzen

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Lara82
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Lara82: Escitalopram absetzen

Beitrag von Lara82 »

Hallo alle zusammen,

ich bin verzweifelt und schon seit 2 Jahre versuche ich meine Trimipramintropfen runter zu dosieren und es endet immer wieder mit innerer Unruhe und Anspannung, so dass ich jedes mal denke das ich in einer Depression stecke.

Zu meiner Geschichte: 2010 war ich das erste mal wegen einer Mittelschweren Depression, Angst und Panikstörung in der Klinik und dort habe ich angefangen 100mg Sertralin zu nehmen und 25 mg Trimipramin (in Tablettenform)zum einschlafen. Ende 2011 habe ich Trimipramin einfach abgesetzt und alles war bestens.

2015 kam ich leider wieder in die Klinik weil ich mit dem Arzt zusammen versuchte das Sertralin innerhalb von 7 Monaten von 100 auf 50mg runter zu dosieren und das nach hinten los ging und alle Symptome von 2010 da waren. Dort bekam ich zum schlafen wieder Trimipramintabletten und nachdem Klinikaufenthalt vom Psychiater Tropfen weil ich hier im Forum gelesen hatte das es auch diverse AD's in Tropfenform gibt. Von 25 Tropfen schaffte ich auf 15 Tropfen ohne Probleme runter zu gehen.

Nun aber bin ich echt verzweifelt, jeder Versuch mit den Tropfen runter zu gehen enden in depressiven Verstimmungen mit Anspannung bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Am Anfang dachte ich das ich es mir einbilde weil ich auch oft in letzter Zeit privaten und beruflichen Stress hatte und dachte das es bestimmt daher kommt, aber irgendwie kommen immer diese Symptomd nach einer Reduktion der Tropfen.

Führe tägliches Protokoll. bin verzweifelt, bitte hilft mir...einige schreiben hier das sie einen halben Tropfen reduzieren. Wie geht das????

Nehme seit 2010 AD's und bin so traurig darüber das mein Kinderwunsch sich vllt. nie wirklich erfüllen wird, weil wie soll man ein Kind auf die Welt setzen wenn man selbst so hochsensibel ist und ohne AD's nicht zurecht kommt. Manchmal bin ich neidisch (in netter Form) auf die Menschen die es nicht brauchen:(((dann denke ich immer das ich zu schwach bin und die Symptome immmmmmer wieder zurück kommen werden:((( obwohl ich viel von der Therapie gelernt habe und auch täglich umsetze:((

Danke im Voraus für eure Antworten und Erfahrungen♡
Zuletzt geändert von Annanas am 05.02.2020 15:20, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Titel aktualisiert
Angst und Panikstörung, mittelschwere Depression-Aug. 2010 erster Klinik Aufenthalt. 100 mg Sertralin + 25 mg Trimipramin zum einschlafen

-April 2011 Trimipramin kalt abgesetzt, ging gut

-März-Aug. 2015 (mit ärztlicher Absprache weil Symptomfrei) Sertralin von 100 in 25 mg Schritten auf 50mg dosiert und außer Brainzeps und Kopfschmerzen nicht viel wahr genommen. Kurze Zeit später Magen und Darmschmerzen.

Am 17.Nov 2015 mit schlimmster Panik, brennen am ganzen Körper, Ohrenpiepen, aus dem Schlaf gerissen und Todesangst gehabt.

25.Nov. 2015 erneut für 8 Wochen in die Klinik. Ärzte bei der Visite darum gebeten hochzusetzen weil mir eine Freundin sagte das ich verrückt sei so schnell abzusetzen (kannte das Forum hier nicht). Ärzte abgelehnt weil Sertralin angeblich bei 100mg genauso wirkt wie bei 50mg. Nur Trimipramin gaben sie wieder.

Februar 2016 auf eigener Faust Sertralin wieder auf 100mg hoch dosiert. Durch die Hölle gegangen. Neuer Psychiater wurde mir empfohlen.

- schlimme Unruhe vor der Periode und währenddessen kam hinzu.

-trotzdem eine Berufliche Reha begonnen um aus der Selbstständigkeit in meinen erlernten Beruf zurück zu kehren. Einen Job als Sachbearbeiterin gefunden.

Seit März 2018 Trimipramin auf 15 mg runter dosiert weil QT Zeit erhöht.

Von März - November 2018 von 15mg in 6 Wochen Schritten jeweils ein Tropfen reduziert. Bei 10mg angekommen, im Nov. 2018 ganz abgesetzt. :cry:

-11.1.2019 Trimipramin auf anraten der Forum Mitglieder wieder auf 10 Tropfen hoch dosiert. Keine Veränderung. Wieder abgesetzt. Ging gut weil Symptome gleich. auf Escitalopram 20mg, gegen euren Rat aus Verzweiflung umgestellt (sry an der Stelle) , keine Veränderung, alles gleich. Krank gemeldet, Aufhebungsvertrag, Krankengeld, Freistellung, Tagesklinik, wieder Krankengeld bis jetzt.

Mir geht es sehr schlecht, 10 Tage vor der Periode merke ich im Kopf das sich etwas verändert. Brainzeps bis zum 1. Zyklystag (führe Protokoll) Psychiater, Endokrinologie, Frauenarzt, Heilpraktikerin ratlos.

Bis zum 9.Zyklystag schlimmste Nebenwirkungen von was auch immer. Ich weiss es nicht. Hormone spielen verrückt und aber auf dem Blutbild alle Werte OK, auch die Schilddrüse scheint OK zu sein.

Bin verzweifelt, Psychiater rät die AD langsam nach meinem Tempo abzusetzen, aber wie wenn ich nicht mal etwas stabil bin!!!
Existenz Ängste, Krankenkasse macht Druck😥

MEDIKATION:

Seit 28.Feb.2020: 19 mg Escitalopram (alle 6 Wochen ist 1Tropfen=1mg runterdosierung vereinbart) seitdem immernoch bei 1mg geblieben weil mein Körper nicht mit macht.

Hoffe ich habe nicht allzu durcheinander geschrieben, bin nicht die beste beim Schreiben.

Bitte helft mir!!!!! :zombie: :(
Gwen
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Gwen »

Hallo Lara,

herzlich Willkommen hier im Forum! Wenn die Symptome nach dem Reduzieren auftreten, sind es vermutlich Entzugserscheinungen. Wobei zusätzlicher Stress von außen die noch verstärken kann.

In welchen Abständen hast Du das Trimipramin denn reduziert? Wir empfehlen hier jeweils 5-10% der Dosis und dann 4-6 Wochen Pause zur Anpassung.

Halbe Tropfen bzw noch kleinere Schritte kannst Du mit Hilfe der Wasserlösemethode herstellen. Dafür gibst Du die Tropfen in eine vorher (mit Spritzen oder einer genauen Waage) angemessenen Wassermenge und entfernst dann einen Teil wieder.

Ich verlinke Dir hier Mal die Grundlageninformationen zum Absetzen von Antidepressiva, da ist das auch mit drin. Und bitte leg eine Signatur mit Deinem Medikamentenverlauf an. Wie es geht und was drin stehen sollte ist ebenfalls in den Grundlageninfos verlinkt. http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880

Viele Grüße und einen guten Austausch,
Gwen
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: 0 mg!!

[spoil]Diagnosen: schwere rezidivierenden Depressionen seit der Kindheit, teilweise mit Angst-/ Panikattacken

Medikamente:
1999 Lorazepam (Bedarf), Opipramol (extreme Müdigkeit), Wechsel zu Paroxetin ca 2005 abgesetzt (selbständig langsam mit Seroxat-Suspension reduziert nach schlechten Erfahrungen beim Kaltenzugsversuch im KKH)

2008/09(?) Rückfall, Citalopram 20mg
irgendwann Wechsel auf Escitalopram 10mg
zwischendurch wg Schwangerschaft auf 2,5mg reduziert, nach der Geburt schwere postpartale Depression. 1 Woche Diazepam im AllgemeinKKH. Dank Beratung von "Schatten und Licht eV" eine Mutter-Kind Station gefunden. Zu Anfang Lorazepam als Bedarf und Escitalopram wieder 10mg.

03/2016 5mg Starke Kopfschmerzen und Müdigkeit
04/2016 6mg Besser. Jedoch seit Monaten erschöpft und müde
17.01.17 5,4mg. Lange Stabilisierungsphase. Es geht mir richtig gut. Viel Bewegung. Deutlich weniger Müdigkeit, viel fitter und ausgeglichener als sonst
09.04.17 3,5mg Übermut -> Kopfschmerzen, müde, Gliederschmerzen...
24.04.17 4mg stabiler! Dann EBV-Infektion - lange Erholungsphase
12.07.17 3,5mg
01.09.17 3,0mg
17.11.17 2,5mg
31.01.18 2,25mg
12.03.18 2,0mg
06.04.18 Omega3 (EPA+DHA=1200mg)
09.04.18 Magnesium 360mg

....
Zwischenschritte fehlen gegen Ende
Seit Ende Mai 2019 auf Null[/spoil]
Lara82
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Lara82 »

Hallo liebe Gwen,

vielen lieben dank für deine Antwort.
Ich bin immer tröpfchenweise 1 mal in 2 Wochen runter gegangen. Von 25mg auf 15mg hat es gut funktioniert und danach nicht mehr, so dass ich immer wieder hoch setzen musste (war zwar unsicher ob es wie gesagt von den Medis kommt oder vom Stress) jetzt merke ich aber das es vom Medikament kommt. Mein Arzt kann es mir auch nicht beantworten und schüttelt immer den Kopf das es eigentlich nicht sein kann:((( ...aber hier im Forum zu lesen das es auch viele andere so empfinden, ist der Beweis das ich mir das nicht einbilde. Ich werde mir den link gleich anschauen und auch die Einträge wegen der Medis machen. Danke das es euch hier gibt. Es kennen sich so wenige aus.
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Von März - November 2018 von 15mg in 6 Wochen Schritten jeweils ein Tropfen reduziert. Bei 10mg angekommen, im Nov. 2018 ganz abgesetzt. :cry:

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Hoffe ich habe nicht allzu durcheinander geschrieben, bin nicht die beste beim Schreiben.

Bitte helft mir!!!!! :zombie: :(
Gwen
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Gwen »

Hallo Lara,

alle 2 Wochen zu reduzieren ist ziemlich schnell. Das geht in den oberen Dosisbereichen oft noch, aber je weiter runter man geht, desto vorsichtiger muss man oft vorgehen. Das berichten ganz viele hier im Forum.

Du bist jetzt aktuell auf 15mg oder hast Du wieder Aufdosiert? Kannst Du den Verlauf der Reduktion noch genauer in Deine Signatur aufnehmen? Ich würde Dir raten, jetzt erst Mal zu schauen, dass Du eine Dosis findest, auf der Du dich stabilisieren kannst und dann langsam und mit entsprechenden Abständen weiter machen.

Viele Grüße Gwen
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04/2016 6mg Besser. Jedoch seit Monaten erschöpft und müde
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Jamie »

Hallo Lara,

willkommen im Forum :)

Wie Gwen :) schrieb, ist das zu schnell.
Und in diesem Dosisbereich (eher unten), vor allem wenn du sehr empfindlich bist, ist das Weglassen eines Tropfens vielleicht bereits zu viel, dann solltest du mit halben, dreiviertel ... Tropfen operieren.

Man kann das problemlos hinbekommen, indem man Trimipramin in Wasser gibt, einen Dreisatz aufstellt und sich dann die gewollte Menge errechnet - die Methoden dazu wurden bereits genannt.

Eines möchte ich dir auf jeden Fall sagen - schlag dir aus dem Kopf, zu schwach zu sein.
Das entspricht erstens nicht der Wahrheit und zweitens hat eine körperliche Abhängigkeit nichts mit Schwäche zu tun.
Dein Gehirn ist den Stoff so sehr gewöhnt, dass er nicht ´ohne´ kann; zumindest nicht ohne aufzumucken. Das ist aber die rein physiologische Ebene; es heißt nicht, dass dein Charakter schwach ist oder sonstwas. :hug:

Wenn man dem Gehirn durch sanftes und vorsichtiges Ausschleichen ganz langsam signalisiert, dass künftig weniger Wirkstoff zur Verfügung steht, dann kann es das registrieren und sich mit-umbauen.
Wenn man es zu schnell macht, entsteht einfach nur Chaos im ZNS und das Absetzen ist dann oft verunmöglicht.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Lara82 »

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich mal wieder :zombie:

Im März 2018 hatte ich die Trimipramindosis von 15 Tropfen versucht auf 10 Tropfen zu reduzieren. Alle 6 Wochen nahm ich einen Tropfen weniger.

Im Nov. 2018 weiss ich um ehrlich zu sein nicht was mich geritten hat. Mir ging es nach meinem Mallorcaurlaub im Okt. 2018 so gut, dass ich von heute auf morgen mal eben 10 Tropfen einfach weg ließ. Am 31.Dez 2018 wurde mir dann wahrend eines Ausfluges mit der Familie schummrig und ich hatte plötzlich solche Kopfschmerzen das ich den Silvesterabend mit viel Mühe überstanden habe und auch die Tage darauf mit Panikattacken, schlechte Gedanken, heftige Rückenverspannungen und Schlafstorungen zu kämpfen hatte.

Am 7. Jan 2019 hatte ich dann auch den Quartalstermin bei meinem Psychiater und der sagte das es viel zu lange her wäre mit dem Trimipramin und es nicht davon kommen würde sondern das Sertralin höchstwahrscheinlich nach 8 Jahren so langsam die Wirkung verliert und ich daruber nachdenken soll ob wir ein anderes Medikament ausprobieren.

Ich voller Panik nachhause, weil 1. Ich hasse diese Tabletten und 2. Habe ich so eine riesen Angst vor den Nebenwirkungen. Auch wenn es SSRI Tabletten wieder sind, wer kann mir garantieren das es mir nicht so richtig schlecht davon gehen wird oder sie vllt. garnicht wirken.

Am 11.Jan kam ich dann auf die Idee (Halleluja) das es vllt. Doch Absetzsymptome vom Trimipramin sind und mein Arzt mal wieder keine Ahnung hat.

Dann habe ich 10 Tropfen wieder mit Wasser vermischt und sie eingenommen. Am nächsten Morgen bin ich dann wieder mit einer Panikattacke aufgewacht, konnte es wegatmen, habe meditiert, die Whg. aufgeräumt und so gegen Nachmittags ging ich dann raus um zu spazieren und sah wie die 16 Jährige Tochter von der Nachbarin mir heulend entgegen rannte und mir in die Arme fiel. Sie erzählte das sie vergewaltigt worden sei und es nicht ihrer Mutter erzählen kann und was sie jetzt machen soll. Ich ihr geholfen und schon ging es auch wieder mit der Anspannung los und wurde richtig schlimm.

An dem Samstag Abend nahm ich wieder die Trimi. Tropfen und wachte ohne Panik auf und war auch wie ausgewechselt ohne Depristimmung. Nachmittags war mir ganz schummrig und ich hatte das Gefühl von Absetzsymptome (Stromschläge) im Kopf.

Abends wieder die Tropfen genommen und heute morgen ohne Anspannung zur Arbeit gegangen. Hute Nachmittag und auch gegen Abend wieder Absetzsymptome gehabt.

Meine Frage ist jetzt, ist das Möglich, dass es sich nach 1,5 Monaten erst bemerkbar macht das ich die Tropfen abgesetzt habe? Und warum spüre ich beim Einnehmen der Tropfen Nachmittags diese Absetzsymptome?

Ich google grad alles und auch im Forum habe ich keine beruhigende Antwort gefunden was auf mein Thema zutrifft. Bin um jede Antwort und Erfahrung dankbar und hoffe das es euch allen soweit gut geht <3 :party2:....

Viele liebe Grüße

LARA
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Am 17.Nov 2015 mit schlimmster Panik, brennen am ganzen Körper, Ohrenpiepen, aus dem Schlaf gerissen und Todesangst gehabt.

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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Jamie »

Hallo Lara, :)

erst einmal vielen Dank, dass du dich um das vergewaltigte Mädchen gekümmert hast :cry: .
Ich hoffe sie bekommt alle Hilfe und Unterstützung, die sie braucht.

Dass abrupte Weglassen von 10 Tropfen ist natürlich Obermist, aber das hast du selber bemerkt :roll: .
Ich kann dich da absolut beruhigen, es ist völlig normal, dass teilweise erst 6, 8, 10 oder 12 Wochen später Entzugssymptome zuschlagen.
Und das macht es auch kompliziert, weil die Ärzte ja dann oft behaupten, das könne gar nicht im Zusammenhang mit dem Absetzen stehen (ist dir ja auch passiert, seufz).

Das Wiedereindosieren war auch richtig, alleine die gewählte Höhe scheint mir das Problem, denn du hättest unbedingt niedriger einsteigen sollen als gleich wieder mit 10 Tropfen.
Deswegen zickt dein ZNS jetzt auch herum, wobei es ja auch schon Verbesserungen gibt.
Nach so abrupten Absetzen einer so großen Menge muss man den Körper schonend wieder ranführen; wir häten dir wahrscheinlich 2 Tropfen für den Start empfohlen und dann rantasten und ggf. weiter aufdosieren, bis man meint eine passende Dosis gefunden zu haben.

Wie lange nimmst du jetzt die 10 Tropfen? Evtl. macht es Sinn diese ein wenig zu senken (bitte noch nicht durchführen, wir wollen das erst mal erörtern, ob das eine gute Idee ist).

Grüße
Jamie
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Lara82 »

Jamie, 1000 Dank für deine schnelle Antwort am 15.1..
Mir geht leider soooo schlecht das ich mich erst jetzt melde. Deine Mühe weiss ich aber sehr zu scherzen. Keine Ahnung was grad passiert. Ich spüre Stromschläge im Kopf, aber habe seit 18 Tagen jeden Abend die 10 Tropfen Trimipramin genommen und auch Setralin 100mg. Kann es eventuell sein, dass das Sertralin nach 9 Jahren nicht mehr richtig wirkt. Bin soooo verzweifelt:( es kommen ganz merkwürdige Gedanken in meinem Kopf geschossen. Arbeite wie eine bekloppte und kann mich aber null konzentrieren. Es ist zur Zeit wirklich die Hölle. Ich versuche wirklich alles das es mir besser geht, aber es wird leider schlimmer😔😢jetzt noch eine blöde Frage : ist es möglich das es die Absetzerscheinungen vom Trimipramin vom März ist????? Oder kann es wirklich so sein das Sertralin nicht mehr wirkt😔 habe erst nächsten Freitag meinen Arzttermin🙄bis dahin muss ich irgendwie durchhalten

Eure Lara❤️❤️❤️😘
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von padma »

hallo Lara, :)

es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht.

Ich vermute wie Jamie :) , dass das abrupte Weglassen von Trimipramin im November und die hohe Wiedereinstiegsdosis im Januar diese Symptomwelle ausgelöst haben.

Hat sich seit der Wiedereindosierung irgendetwas verändert - verbesser, verschlechter?
Es hört sich so an, als ob es schlechter geworden wäre. Wenn dem so ist, würde ich mit dem Trimipramin runtergehen, zunächst 1 Tropfen weniger.
Oder kann es wirklich so sein das Sertralin nicht mehr wirkt
Dass es nicht mehr wirkt, ist gut möglich. Das heisst jedoch nicht, dass die Symptome jetzt deine Grundproblematik wäre. Das ist das Denken der Ärzte, die die Entzugssymptomatik nicht anerkennen und die dann immer sagen, es wäre die Grundproblematik und man müsse mehr oder etwas anderes nehmen.

Brain zaps (Stromschläge) sind ziemlich eindeutig auf ein medikamenteninduzierteas Problem zurückzuführen und nicht auf eine "Grundproblematik".

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
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Lara82
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Absetzsymptome ohne das ich Absetze

Beitrag von Lara82 »

Hallo Ihr Lieben,

ich halte es nicht mehr aus, deswegen muss ich euch jetzt fragen weil niemand außer euch es mir beantworten kann. Mein Arzt hat erst kommenden Freitag Zeit obwohl ich sagte das es ein Notfall ist.

Ich habe Absetzsymptome obwohl ich nicht abgesetzt habe. Nehme Sertralin 100 mg und Trimipramin 10 Tropfen. Hat jemand solche Erfahrungen gemacht? Nicht das sich das Sertralin grad zu schnell abbaut und das nicht gut für mein Kopf und Körper ist.

Es stimmt gewaltig grad etwas nicht. Hab die übelsten Absetzsymptome die ich von 2015 kenne aber ohne etwas abzusetzen. Mein Kopf platzt gleich und mir ist schummrig. Bitte antwortet jemand, es ist grad die Hölle.

Wenn ich ins KH fahre, nerven sie auch nur rum und schicken mich nach 4 std ohne ein Befund wieder nachhause. Bin völlig verzweifelt. Fühlt es sich vllt. so an wenn die Medis nicht mehr wirken?

Habe so viele Suchanfragen im Internet gestellt. Keine Antwort :cry: :cry: :cry:
Angst und Panikstörung, mittelschwere Depression-Aug. 2010 erster Klinik Aufenthalt. 100 mg Sertralin + 25 mg Trimipramin zum einschlafen

-April 2011 Trimipramin kalt abgesetzt, ging gut

-März-Aug. 2015 (mit ärztlicher Absprache weil Symptomfrei) Sertralin von 100 in 25 mg Schritten auf 50mg dosiert und außer Brainzeps und Kopfschmerzen nicht viel wahr genommen. Kurze Zeit später Magen und Darmschmerzen.

Am 17.Nov 2015 mit schlimmster Panik, brennen am ganzen Körper, Ohrenpiepen, aus dem Schlaf gerissen und Todesangst gehabt.

25.Nov. 2015 erneut für 8 Wochen in die Klinik. Ärzte bei der Visite darum gebeten hochzusetzen weil mir eine Freundin sagte das ich verrückt sei so schnell abzusetzen (kannte das Forum hier nicht). Ärzte abgelehnt weil Sertralin angeblich bei 100mg genauso wirkt wie bei 50mg. Nur Trimipramin gaben sie wieder.

Februar 2016 auf eigener Faust Sertralin wieder auf 100mg hoch dosiert. Durch die Hölle gegangen. Neuer Psychiater wurde mir empfohlen.

- schlimme Unruhe vor der Periode und währenddessen kam hinzu.

-trotzdem eine Berufliche Reha begonnen um aus der Selbstständigkeit in meinen erlernten Beruf zurück zu kehren. Einen Job als Sachbearbeiterin gefunden.

Seit März 2018 Trimipramin auf 15 mg runter dosiert weil QT Zeit erhöht.

Von März - November 2018 von 15mg in 6 Wochen Schritten jeweils ein Tropfen reduziert. Bei 10mg angekommen, im Nov. 2018 ganz abgesetzt. :cry:

-11.1.2019 Trimipramin auf anraten der Forum Mitglieder wieder auf 10 Tropfen hoch dosiert. Keine Veränderung. Wieder abgesetzt. Ging gut weil Symptome gleich. auf Escitalopram 20mg, gegen euren Rat aus Verzweiflung umgestellt (sry an der Stelle) , keine Veränderung, alles gleich. Krank gemeldet, Aufhebungsvertrag, Krankengeld, Freistellung, Tagesklinik, wieder Krankengeld bis jetzt.

Mir geht es sehr schlecht, 10 Tage vor der Periode merke ich im Kopf das sich etwas verändert. Brainzeps bis zum 1. Zyklystag (führe Protokoll) Psychiater, Endokrinologie, Frauenarzt, Heilpraktikerin ratlos.

Bis zum 9.Zyklystag schlimmste Nebenwirkungen von was auch immer. Ich weiss es nicht. Hormone spielen verrückt und aber auf dem Blutbild alle Werte OK, auch die Schilddrüse scheint OK zu sein.

Bin verzweifelt, Psychiater rät die AD langsam nach meinem Tempo abzusetzen, aber wie wenn ich nicht mal etwas stabil bin!!!
Existenz Ängste, Krankenkasse macht Druck😥

MEDIKATION:

Seit 28.Feb.2020: 19 mg Escitalopram (alle 6 Wochen ist 1Tropfen=1mg runterdosierung vereinbart) seitdem immernoch bei 1mg geblieben weil mein Körper nicht mit macht.

Hoffe ich habe nicht allzu durcheinander geschrieben, bin nicht die beste beim Schreiben.

Bitte helft mir!!!!! :zombie: :(
Lara82
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Lara82 »

Hallo liebe Padma,

vielen Dank für deine Antwort und deine netten Worte!!

Ich werde noch verrückt, hab schon einen anderen Thread aufgemacht weil ich sooooooo verzweifelt bin.

Angenommen Sertralin wirkt nicht mehr, woher kriegt man sowas raus und wie muss ich weiter vorgehen? Ich befinde mich grad unfreiwillig in einem Dilema😥

Ich meditiere und gehe zum Sport. Mache progressive Muskelentspannung... Nichts hilft.

Sry zu deiner Frage ob sich etwas gebessert hat oder verschlechtert. Nachdem ich selbst auf die Idee kam, das es vllt. Absetzsymptome vom November sind, bin ich ja mit 10 Tropfen gleich hoch und da hat mir Jamie zu evtl. 8 geraten. Also sie hat es nur vorgeschlagen und wir sollten abwarten.

In meiner Verzweiflung schreibe ich auch ein wenig wirwarres Zeug. Verzeih mir😔... Es macht mir zu schaffen. Ich habe nur euch. Den Ärzten vertraue ich nicht mehr, dafür habe ich zu viele schlechte Berichte über verfälschte Studien zum Thema Ad's gelesen. Das nicht einer von denen auf die Idee kommt, sich in solchen Foren umzuschauen wie die meisten Menschen sich fühlen:(((((.. Echt traurig diese Welt.

Bin dir/euch über einen Tip zum weiteren vorgehen sehr dankbar. Ich weiss, ihr könnt nicht hellsehen was mit mir grad passiert, nur ich kann auch so nicht arbeiten und das Leben ist von heute auf morgen wieder mal aus den Fugen geraten.

Viele Liebe Grüße, Lara
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Re: Absetzsymptome ohne das ich Absetze

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Lara.

Es könnte gut sein, Dein System ist gereizt durch die Psychopharmaka an sich und durch vorausgegangenes Ab- und Aufdosieren. Gut möglich, daß die PP nun nicht mehr gut für Deinen Kopf und Körper sind, mir selbst erging es schließlich so. Egal, was mir noch in welcher Dosierung verabreicht wurde.

Zu schnell abgebaut wird das Sertralin sicher nicht.

Ich konnte auch nicht mehr unterscheiden, was sind NW der Medikamente, was Absetzsymptome.

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa.
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Murmeline
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Murmeline »

Beiträge hinzugefügt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Lara82 »

Hallo liebe Clarissa,

vielen dank für deine Antwort.

Was muss ich jetzt tun damit Ruhe einkehrt?
Der Arzt möchte auf ein anderes Medikament umsteigen und ich möchte nicht. Diese Panik und Depressionsgefühle, (ob sie nun von Absetzsymptomen kommen oder woanders her) machen mich grad fertig.

Was ist PP? Proprotion?

Ich bin grad nach knapp 5 std aufgewacht und schaue nonstop auf mein Handy ob eine Nachricht von euch kommt. 😢😢😢😢

Liebe Grüße,

Lara
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Am 17.Nov 2015 mit schlimmster Panik, brennen am ganzen Körper, Ohrenpiepen, aus dem Schlaf gerissen und Todesangst gehabt.

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Bis zum 9.Zyklystag schlimmste Nebenwirkungen von was auch immer. Ich weiss es nicht. Hormone spielen verrückt und aber auf dem Blutbild alle Werte OK, auch die Schilddrüse scheint OK zu sein.

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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Clarissa »

Hallo, auf die Schnelle, muß weg.

PP = Psychopharmaka (gängige Abkürzung :) ).

Keine Experimente mit anderen PP!

Ruhe und Konstanz reinbringen und abdosieren.

Unbedingt die Ursachen, die zum AD-Gebrauch geführt haben, rauskriegen, bearbeiten oder sich damit arrangieren (Akzeptanz). Geduld haben und leider auch eine gewisse Leidensfähigkeit

Alles Gute und VG von Clarissa.
Lara82
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Lara82 »

Hallo liebe Clarissa,

vielen dank ich gebe mir große Mühe mit Sport, Meditation, positive Gedanken, Akzeptanz usw.

Danke für deinen Mut Zuspruch❤️❤️❤️

VLG, Lara
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von padma »

liebe Lara, :)

ich würde aktuell jetzt von Symptomen eines gereizten ZNS sprechen. viewtopic.php?f=19&t=9910
Das sind die gleichen Symptome wie Absetzsymptome. Der Begriff macht aber deutlich, dass diese Symptome nicht nur durch Reduktionen, sondern durch Dosisveränderungen in jede Richtung auftreten können.

Ausserdem kann es im Entzugsprozes Symptomwellen geben, die nicht im direkten Zusammenhang mit einer Dosisveränderung stehen müssen.

Der Umstieg auf ein anderes Medikament würde noch mehr Chaos in dein Nervensystem bringen, das würde ich nicht tun.
Wenn stärkere Symptome vorhanden sind, empfehlen Ärzte zumeist Hochdosieren oder auf ein anderes Medikament zu wechseln. Je mehr du dem Arzt sagst, dass es dir schlecht geht, umso mehr wird er auf einen Wechsel drängen.
Angenommen Sertralin wirkt nicht mehr, woher kriegt man sowas raus und wie muss ich weiter vorgehen? Ich befinde mich grad unfreiwillig in einem Dilema😥
Es spielt keine Rolle. Du möchtest ja davon weg, ob das nun wirkt oder nicht ist daher egal. Der Punkt ist, dass auch wenn ein AD nicht mehr wirkt, es ausgeschlichen werden muss.

Ich denke, dass es bei sehr vielen, die über lange Zeit ein AD einnehmen, es nicht mehr wirkt. Das nennt sich poop out. Daher macht es auch keinerlei Sinn es weiter zu nehmen. Aber es muss dennoch ausgeschlichen werden, da ansonsten Entzugssymptome auftreten können. Die werden dann zumeist als "Rückfall" fehlgedeutet und es wird zur Umstellung auf ein anderes AD gedrängt.

Du machst alles richtig mit Meditation, Entspannung etc. Auch wenn du keine direkte Linderung verspürst, ist es gut dabei zu bleiben.
Sport kann auch Symptome verstärken, da könntest du mal drauf achten.


So eine Symptomwelle ist sehr schwierig auszuhalten, das Gute ist, dass sie wieder vorbei geht.
Vielleicht kannst du dich ein wenig ablenken?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Lara82 »

Liebe Padma,

vielen Dank für deine Antwort. Mein Freund sagte eben, nachdem ich ihn die Nachricht von dir vorlas "endlich jemand der aus meiner Seele spricht, bitte mach es so wie sie es sagt" 😊 (er tut mir auch leid, aus Angst vor einem neuen Klinikaufenthalt und das mein Leben wieder auf dem Kopf steht habe ich fürchterliche Angst und in solchen Momenten verzichte ich dann auch lieber auf mein/unser Kinderwunsch und rede mir ein das ich so nie eine gute Mutter sein kann und er nimmt es hin weil er mich glücklich sehen möchte)

Zurück zum Thema. Das was du schreibst, klingt soooo plausibel. Wenn bloß diese Angst nicht da wäre. Ist hier jemand in diesem Forum trotz dieser Symptome arbeiten gegangen?

Heute Nacht dachte ich das ich sterbe😢dieses brennen in den Achillessehnen hat mich aus dem Schlaf gerissen und schon war die Panikattacke auch zu spüren. Totmüde wegen der Trimipramintropfen habe ich es mit Mühe geschafft es wegzuatmen und zurück blieb innerliches zittern und Sodbrennen.

Ich möchte so gerne keinen Umstieg, aber denke die ganze Zeit das ich noch nicht bereit für das Absetzen bin. Habe gerade viel zutun bei der Arbeit und (auch wenn viele jetzt den Kopf schütteln) bin so dankbar für diesen Job, weil ich 12 Jahre lang selbstständig war und seit 1,5 Jahren in einer Festanstellung bin, wofür ich 250 Bewerbungen raussenden musste:(

Bin so unsicher und hin und her gerissen. Ich bin so froh euch hier im Forum zu haben, bewundere jeden einzelnen dafür der den Abstieg schafft und all diese Qualen durchsteht.

Das mit dem Sport ist mir gestern auch aufgefallen. Mir ging es erstaunlich besser als die letzten Tage und kaum war ich aufm Laufband kam die Anspannung wieder.

Ich danke dir für deine Mühe, die Menschenliebe anderen zu helfen und dieses Gefühl hier verstanden zu werden. Hoffe das ich auch eines Tages anderen mit meinen Ratschlägen helfen kann.

(witzig ist das mir mein Fahrlehrer (Scientologe) 2011 am letzten Tag meiner Fahrstunden eine DVD geschenkt hat wo über "das Geschäft mit Antidepressiva" erzählt wird. Damals habe ich noch gedacht "keiner hat Ahnung, ohne diese Tabletten kann ich garnicht mehr Leben"

Oh man, was ist bloß passiert das wir das alle durchmachen müssen???

Es sind wirklich üble Gedanken und Ängste die ich grad aushalte.😔

Werde euch berichten wie ich mich entschieden habe und hoffe das auch wenn ich mich für einen Wechsel "erstmal" entscheide, trotzdem Willkommen bin im Forum, weil mein Ziel ist ja trotz alle dem, von der Medikation weg zu kommen.

(ich wusste nicht wie ich die Textteile von dir kopieren kann, sry wenn es ein durcheinander ist, es kostet mich viel Konzentration)



Ps: hab mir gestern das Buch von Mischa "adios Angst, Bonjour Leben" als Ebook gekauft und kann es nur empfehlen, falls ihr es noch nicht kennt. In einem Interview wird auch das adfd-Forum erwähnt. Der Link https://www.adios-angst.de/

Werde mich mal dann weiter mit Entspannung, spazieren, gesunde Ernährung usw über Wasser halten, bis der Spuck hoffentlich vorbei ist😥

Viele Liebe Grüße und Danke das es euch gibt❤️❤️❤️

Lara🤪😊
Angst und Panikstörung, mittelschwere Depression-Aug. 2010 erster Klinik Aufenthalt. 100 mg Sertralin + 25 mg Trimipramin zum einschlafen

-April 2011 Trimipramin kalt abgesetzt, ging gut

-März-Aug. 2015 (mit ärztlicher Absprache weil Symptomfrei) Sertralin von 100 in 25 mg Schritten auf 50mg dosiert und außer Brainzeps und Kopfschmerzen nicht viel wahr genommen. Kurze Zeit später Magen und Darmschmerzen.

Am 17.Nov 2015 mit schlimmster Panik, brennen am ganzen Körper, Ohrenpiepen, aus dem Schlaf gerissen und Todesangst gehabt.

25.Nov. 2015 erneut für 8 Wochen in die Klinik. Ärzte bei der Visite darum gebeten hochzusetzen weil mir eine Freundin sagte das ich verrückt sei so schnell abzusetzen (kannte das Forum hier nicht). Ärzte abgelehnt weil Sertralin angeblich bei 100mg genauso wirkt wie bei 50mg. Nur Trimipramin gaben sie wieder.

Februar 2016 auf eigener Faust Sertralin wieder auf 100mg hoch dosiert. Durch die Hölle gegangen. Neuer Psychiater wurde mir empfohlen.

- schlimme Unruhe vor der Periode und währenddessen kam hinzu.

-trotzdem eine Berufliche Reha begonnen um aus der Selbstständigkeit in meinen erlernten Beruf zurück zu kehren. Einen Job als Sachbearbeiterin gefunden.

Seit März 2018 Trimipramin auf 15 mg runter dosiert weil QT Zeit erhöht.

Von März - November 2018 von 15mg in 6 Wochen Schritten jeweils ein Tropfen reduziert. Bei 10mg angekommen, im Nov. 2018 ganz abgesetzt. :cry:

-11.1.2019 Trimipramin auf anraten der Forum Mitglieder wieder auf 10 Tropfen hoch dosiert. Keine Veränderung. Wieder abgesetzt. Ging gut weil Symptome gleich. auf Escitalopram 20mg, gegen euren Rat aus Verzweiflung umgestellt (sry an der Stelle) , keine Veränderung, alles gleich. Krank gemeldet, Aufhebungsvertrag, Krankengeld, Freistellung, Tagesklinik, wieder Krankengeld bis jetzt.

Mir geht es sehr schlecht, 10 Tage vor der Periode merke ich im Kopf das sich etwas verändert. Brainzeps bis zum 1. Zyklystag (führe Protokoll) Psychiater, Endokrinologie, Frauenarzt, Heilpraktikerin ratlos.

Bis zum 9.Zyklystag schlimmste Nebenwirkungen von was auch immer. Ich weiss es nicht. Hormone spielen verrückt und aber auf dem Blutbild alle Werte OK, auch die Schilddrüse scheint OK zu sein.

Bin verzweifelt, Psychiater rät die AD langsam nach meinem Tempo abzusetzen, aber wie wenn ich nicht mal etwas stabil bin!!!
Existenz Ängste, Krankenkasse macht Druck😥

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Seit 28.Feb.2020: 19 mg Escitalopram (alle 6 Wochen ist 1Tropfen=1mg runterdosierung vereinbart) seitdem immernoch bei 1mg geblieben weil mein Körper nicht mit macht.

Hoffe ich habe nicht allzu durcheinander geschrieben, bin nicht die beste beim Schreiben.

Bitte helft mir!!!!! :zombie: :(
Lara82
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Lara82 »

Und nun habe ich deinen ZNS Link durchgelesen und ich muss schlucken. :cry:....

Von der Seite habe ich es noch nie betrachtet. Wie Furchtbar :cry: : :cry:
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-März-Aug. 2015 (mit ärztlicher Absprache weil Symptomfrei) Sertralin von 100 in 25 mg Schritten auf 50mg dosiert und außer Brainzeps und Kopfschmerzen nicht viel wahr genommen. Kurze Zeit später Magen und Darmschmerzen.

Am 17.Nov 2015 mit schlimmster Panik, brennen am ganzen Körper, Ohrenpiepen, aus dem Schlaf gerissen und Todesangst gehabt.

25.Nov. 2015 erneut für 8 Wochen in die Klinik. Ärzte bei der Visite darum gebeten hochzusetzen weil mir eine Freundin sagte das ich verrückt sei so schnell abzusetzen (kannte das Forum hier nicht). Ärzte abgelehnt weil Sertralin angeblich bei 100mg genauso wirkt wie bei 50mg. Nur Trimipramin gaben sie wieder.

Februar 2016 auf eigener Faust Sertralin wieder auf 100mg hoch dosiert. Durch die Hölle gegangen. Neuer Psychiater wurde mir empfohlen.

- schlimme Unruhe vor der Periode und währenddessen kam hinzu.

-trotzdem eine Berufliche Reha begonnen um aus der Selbstständigkeit in meinen erlernten Beruf zurück zu kehren. Einen Job als Sachbearbeiterin gefunden.

Seit März 2018 Trimipramin auf 15 mg runter dosiert weil QT Zeit erhöht.

Von März - November 2018 von 15mg in 6 Wochen Schritten jeweils ein Tropfen reduziert. Bei 10mg angekommen, im Nov. 2018 ganz abgesetzt. :cry:

-11.1.2019 Trimipramin auf anraten der Forum Mitglieder wieder auf 10 Tropfen hoch dosiert. Keine Veränderung. Wieder abgesetzt. Ging gut weil Symptome gleich. auf Escitalopram 20mg, gegen euren Rat aus Verzweiflung umgestellt (sry an der Stelle) , keine Veränderung, alles gleich. Krank gemeldet, Aufhebungsvertrag, Krankengeld, Freistellung, Tagesklinik, wieder Krankengeld bis jetzt.

Mir geht es sehr schlecht, 10 Tage vor der Periode merke ich im Kopf das sich etwas verändert. Brainzeps bis zum 1. Zyklystag (führe Protokoll) Psychiater, Endokrinologie, Frauenarzt, Heilpraktikerin ratlos.

Bis zum 9.Zyklystag schlimmste Nebenwirkungen von was auch immer. Ich weiss es nicht. Hormone spielen verrückt und aber auf dem Blutbild alle Werte OK, auch die Schilddrüse scheint OK zu sein.

Bin verzweifelt, Psychiater rät die AD langsam nach meinem Tempo abzusetzen, aber wie wenn ich nicht mal etwas stabil bin!!!
Existenz Ängste, Krankenkasse macht Druck😥

MEDIKATION:

Seit 28.Feb.2020: 19 mg Escitalopram (alle 6 Wochen ist 1Tropfen=1mg runterdosierung vereinbart) seitdem immernoch bei 1mg geblieben weil mein Körper nicht mit macht.

Hoffe ich habe nicht allzu durcheinander geschrieben, bin nicht die beste beim Schreiben.

Bitte helft mir!!!!! :zombie: :(
Smilla
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Re: Lara82: Trimipramin Tropfen Absetzversuch gescheitert

Beitrag von Smilla »

Hallo!

Sorry, hatte mich mit dem Platz für meinen Beitrag geirrrt und ihn dann an die richtige Stelle geschoben.

Trotzdem auch hier liebe Grüße
von Smilla
Leider bis heute nicht 💊 frei.
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