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Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

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Maria_1492
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Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Maria_1492 »

Hallo ihr lieben!

Bin gerade sehr froh, dieses Forum gefunden zu haben. Zu mir: ich bin 25 Jahre alt, leide unter PTBS und Depressionen. Zurzeit nehme ich 262,5 mg Venlafaxin retard.
Angefangen habe ich mit Venla 2015 mit 150mg damals.
Über die letzten drei Jahre hab ich so ziemlich alles verschrieben bekommen und hab einiges schon durch.. von Krampfanfällen (die nicht erklärbar waren - dissoziative Krampfanfälle, ich vermute aber eher dass das mit dem Seroquel zusammenhängt, dass ich damals bekommen habe) bis Diazepam-Entzug, nach 1-wöchiger Einnahme über Monate hinweg.

Was soll ich sagen?
Ich kann nicht mehr und mir hängt es verdammt nochmal zum Hals raus, ständig Pillen zu schlucken.
Ich bin erschöpft, jeden verd :censored: en Tag frage ich mich aufs neue, wann ich endlich mal „fit“ bin.
Ich fühle mich täglich, als hätte ich einen Kater.
Ich habe extreme Muskelschmerzen in Beinen und Armen.
Ich kann teilweise morgens nicht ohne fremde Hilfe aufwachen (ich höre keinen Wecker, nichts).

Ich hab sowas von die Schnauze voll, von diesem Tablettenleben. Ich habe ernsthaft das Gefühl, wenn ich das weiter so mitmache, werde ich in ein paar Jahren zum Pflegefall.

Meine Ärztin möchte nicht, dass ich absetze bzw sie rät von mir ab. In der Klinik wird das Venlafaxin lieber hochdosiert, als mir zugehört.

Ich nehme 37.5mg Kapseln - die möchte ich ab morgen weglassen.

Ich denke damit bin ich erstmal ein paar Tage bis Wochen gut bedient.
Mein Problem: meine 225mg sind so „feste Tabletten“ also keine Kapseln? Gibt es die auch als Kapsel mit Kügelcjen drin oder soll ich einfach mehrere von den 37,5mg nehmen?

In welchen Schritten kann ich anfangs absetzen? Und hattet ihr ähnliche Symptome, wie ich sie gerade habe und würden sie durch das absetzen irgendwann besser?

Ich bin echt verzweifelt, ich fühle mich wie ein Häufcjen Elend und finde das Leben überhaupt nicht mehr Lebenswert. Ich will von dem Sch :censored: wegkommen.

Liebe Grüße,
Maria
Zuletzt geändert von Ululu am 28.06.2018 19:04, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Bitte mit Smiley fluchen
Diagnosen: PTBS, schwere Depression, Panikstörung, Borderline

[highlight=yellow]Mein psychiatrischer "Werdegang"[/highlight][spoil]
2015
Diagnose: Panikattacken, Depressionen
März:
Venlafaxin ret.: 150mg - 0 - 0 - 0
Seroquel: 0 - 0 - 0 - 50mg
daraufhin dissoziative Krampfanfälle

Juni:
Seroquel:
wurde immer wieder gesteigert - zuletzt bis auf 800mg am Tag
Diazepam:
12 mg über den Tag verteilt, für vier Wochen, danach aus der Klinik entlassen ohne weiterführendes Rezept: Diazepam apprupt abgesetzt (1 Woche die Hölle, dann ging es wieder)

Im Herbst wurde das Seroquel ausgeschlichen über 3 Monate.

(Die hohe Dosierung des Seroquels wusste ich schon gar nicht mehr, habe aber in dem Arztbriefen nachgeguckt - nur falls ihr euch wundert warum das Seroquel jetzt aufeinmal hier drin steht - hab es irgendwie verdrängt)


Im restlichen Jahr wurde versucht mein Schlafproblem in den Griff zu bekommen, mit verschiedensten Medikamenten: Mirtazapin, Trimipramin, Atosil, Zopyclon, Tavor. - ein ständiges Ausprobieren


2016
Diagnose: PTBS
während Krankenhausaufenthalt: 12 mg Diazepam bekommen (1 Woche lang)
- Diazepam wurde über ca. 4 Monate ausgeschlichen
- Symptome: Schmerzen am ganzen Körper, Erschöpfung, Zittern, Muskeln verkrampfen sich

Ende 2016: Venlafaxin ret.: 225mg - 0 - 0 - 0

2017
keine Veränderung der Medikation.
Entzugssymptome vom Diazepam
- im Dezember: Vater verstorben (er war Alkoholiker und Mitauslöser meiner PTBS)

2018
Mai: Venlafaxin ret. wurde erhöht auf 262,5 mg.

Stand 28.06.2018:
Symptome: extreme Erschöpfung, Muskelschmerzen, stark depressiv, Antrieb kaum vorhanden, komplette Lustlosigkeit. Will einfach nur noch die Tabletten reduzieren und hoffe, dass ich irgendwann wieder "normal" leben kann.
[/spoil]
[highlight=yellow]Absetzverlauf[/highlight]
Venlafaxin ret. 262,5 mg absetzen

29.06.18: 250 mg (ca. 95,2%)
04.07.18: 250 mg - starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall
12.07.18: 250 mg - Petechien nach Kratzen, seit einigen Tagen kaum Schlaf gefunden. Angst vor Psychose. Heulkrämpfe. Schmerzen am ganzen Körper, Schlafen hilft (wenn ich es kann).
17.07.18: 250 mg - Besserung der Symptome (Übelkeit, Schlaflosigkeit, Panik), Pochen im Ohr

Liebste Grüße
Maria
padma
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von padma »

hallo Maria, :)

willkommen im ADFD.

Du hast ja wirklch schon viel durch. :(

Diese extreme Müdigkeit bei der Einnahme von Venlafaxin, gerade bei hohen Dosen, ist uns bekannt.
Ich denke auch, du tust gut daran, es schrittweise auszuschleichen.
Mein Problem: meine 225mg sind so „feste Tabletten“ also keine Kapseln? Gibt es die auch als Kapsel mit Kügelcjen drin oder soll ich einfach mehrere von den 37,5mg nehmen?
Du hast also Retardtabletten mit 225 mg? Die Tabletten darfst du nicht teilen!
Es gibt 225 mg Retardhartkapseln. Hier eine Übersicht https://www.gelbe-liste.de/suche/venlafaxin
Viele kleine Kügelchen haben Präparate u.a. von Neuraxpharm, 1 A Pharma, Hexal ( vermutlich auch in der Dosierung).

Du kannst auch Präparate mit kleineren Dosierungen nehmen und entsprechend mehrere nehmen.

Unsere Absetzempfehlungen findest du hier: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880
Bitte lies dich da zunächst ein.
Und hattet ihr ähnliche Symptome, wie ich sie gerade habe und würden sie durch das absetzen irgendwann besser?
Ja, das wird besser. Kaulquappe :) hat auch sehr unter dieser Müdigkeit gelitten http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=9166

In dem hohen Dosisbereich, in dem du bist, ist es evtl. möglich znächst etwas grössere Reuktionen als die 10 % zu machen, aber schau erstmal, wie du auf die jetzige Reduktion reagierst.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Jamie »

Hallo Maria, :)

so wie ich das sehe, nimmst du 225mg als retardierte Tablette und zusätzlich 37,5mg als Kapsel, richtig?

Mit den 225mg kannst du nicht ausschleichen, die müssen vorher geswitcht werden auf ein Kapselpräparat mit vielen Kügelchen (Hexal, 1a pharma, winthrop, neuraxpharm).

Aber mit den 37,5 mg könntest du was anfangen.
Kannst du mal eine Kapsel öffnen und reinschauen, was da drin ist?
Viele Kügelchen oder ein paar Plättchen?

Bei deinen 262,5mg Gesamtmenge wären 10% weniger 26mg, du könntest vielleicht aber auch einen größeren Schritt machen und gleich 30mg weglassen, vielleicht sogar die ganze Kapsel; müsste man sich mal überlegen.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Cashi »

Hallo von mir.. Ich setze seit fast 3 Jahren mit Hilfe des Forums ab.. Alle anderen vorherigen Versuche sind gescheitert und haben mich fertig gemacht. Du kannst gerne in meiner Signatur lesen. Ich bin immer wieder schockiert wie viel manche Ärzte verordnen. Mich haben 75 mg komplett fertig gemacht. Es hat 5 Wochen gedauert bis die Nebenwirkungen erträglich waren
Lg Cashi
1996 erstmals Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb 2 Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
März 2011 Panikattacken. fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor angefangen. Beschwerden weg.
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober 5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wo Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16. 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16. 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig.wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla.Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16,
22.11.2016. 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 auf 48,6 mg
15.01.17 auf 46,17 mg
12.02.17 auf 43,50 mg
13.03.17 auf 41,40 mg
11.04.17 auf 39 mg Trevilor
01.05.17 auf 37,5 mg Trevilor. Halbzeit
28.08.17 auf 33.75 mg
25.09.17 auf 31.25 mg
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg
07.04.18 auf 30 mg
20.05.18 auf 29 mg
03.06.18 auf 28.12 mg
10.06.18 auf 27.5 mg
16.07.18 auf 26.87 mg
05.08.18 auf 26.56 mg
19.08.18 auf 26.25 mg
16.09.18 auf 25.62 mg
01.10.18 auf 25 mg
21.10.18 auf 24.37 mg
23.11.18 auf 23.12 mg
10.12.18 auf 22 mg
13.01.19 auf 21 mg
20. 01.19 auf 20 mg
Seither setze ich wöchentl. Bzw alle 2 Wochen je nach befinden ab
13.10.19 auf 9 mg
26.11.19 auf 5 mg
Die mg Angaben beziehen sich auf die Wirkstoffmenge. Nicht auf das Gesamtgewicht der Kügelchen
Seit 15.03.20 kein Medikament mehr
Maria_1492
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Maria_1492 »

Hey ihr lieben :)

vielen Dank für die nette Aufnahme und die Tipps. Bin leider nicht vorher dazu gekommen euch zu antworten. Das tut mir sehr leid.
Ich versuche jetzt das alles richtig zu machen mit dem zitieren usw... :)

Ich habe mich hier im Forum viel umgeschaut und viel gelesen und habe mir daraus einen Absetzplan gemacht, den ich jenachdem wie es mir geht, anpasse. Ich möchte so ca. alle zwei Wochen 5% runtergehen. Bzw. am Anfang wollte ich probieren ob es sogar geht, jede Woche 5% zu reduzieren.

Ich habe jetzt ca. eine Woche 250 mg genommen, also 12,5 mg weggelassen, was 5% dann im Endeffekt sind.

Jetzt habe ich seit etwa vier Tagen mega Bauchschmerzen und Durchfall, kann das von dem Absetzen kommen? Ansonsten habe ich mich irgendwie im allgemeinen viel fitter gefühlt und kam morgens besser aus dem Bett. Vielleicht ist das aber auch die Freude darüber, den ersten Schritt getan zu haben.

Ich möchte jetzt morgen oder am Freitag nochmal um 12,5 mg runtergehen. Oder ist das zu schnell?

Freue mich auf eure Tipps und Antworten!


Jamie hat geschrieben: 29.06.2018 16:17 so wie ich das sehe, nimmst du 225mg als retardierte Tablette und zusätzlich 37,5mg als Kapsel, richtig?
genau :) Für die 225 mg möchte ich dann meine Ärztin bitten, mir eine andere Firma zu verschreiben und habe da schon gelesen, dass man das aut idem kreuzchen ankreuzen lassen muss, richtig?
Jamie hat geschrieben: 29.06.2018 16:17 Aber mit den 37,5 mg könntest du was anfangen.
Kannst du mal eine Kapsel öffnen und reinschauen, was da drin ist?
Viele Kügelchen oder ein paar Plättchen?
In der kleinen Kapsel sind 3 Plättchen drin, von denen ich jetzt die Woche eins weggelassen habe :) Die ganze Kapsel aufeinmal traue ich mich nicht wegzulassen.. :(
Cashi hat geschrieben: 30.06.2018 07:29 Hallo von mir.. Ich setze seit fast 3 Jahren mit Hilfe des Forums ab.. Alle anderen vorherigen Versuche sind gescheitert und haben mich fertig gemacht. Du kannst gerne in meiner Signatur lesen. Ich bin immer wieder schockiert wie viel manche Ärzte verordnen. Mich haben 75 mg komplett fertig gemacht. Es hat 5 Wochen gedauert bis die Nebenwirkungen erträglich waren
Lg Cashi
Ich hab deine Signatur gelesen und wollte dich dazu fragen, ob du jetzt in diesem Bereich starke Absetzerscheinungen hast? Ich hab echt riesen Angst vor dem Absetzen und möchte es deshalb so langsam wie möglich machen. Bin nur leider total der ungeduldige Mensch :D

Liebe Grüße
Maria
Diagnosen: PTBS, schwere Depression, Panikstörung, Borderline

[highlight=yellow]Mein psychiatrischer "Werdegang"[/highlight][spoil]
2015
Diagnose: Panikattacken, Depressionen
März:
Venlafaxin ret.: 150mg - 0 - 0 - 0
Seroquel: 0 - 0 - 0 - 50mg
daraufhin dissoziative Krampfanfälle

Juni:
Seroquel:
wurde immer wieder gesteigert - zuletzt bis auf 800mg am Tag
Diazepam:
12 mg über den Tag verteilt, für vier Wochen, danach aus der Klinik entlassen ohne weiterführendes Rezept: Diazepam apprupt abgesetzt (1 Woche die Hölle, dann ging es wieder)

Im Herbst wurde das Seroquel ausgeschlichen über 3 Monate.

(Die hohe Dosierung des Seroquels wusste ich schon gar nicht mehr, habe aber in dem Arztbriefen nachgeguckt - nur falls ihr euch wundert warum das Seroquel jetzt aufeinmal hier drin steht - hab es irgendwie verdrängt)


Im restlichen Jahr wurde versucht mein Schlafproblem in den Griff zu bekommen, mit verschiedensten Medikamenten: Mirtazapin, Trimipramin, Atosil, Zopyclon, Tavor. - ein ständiges Ausprobieren


2016
Diagnose: PTBS
während Krankenhausaufenthalt: 12 mg Diazepam bekommen (1 Woche lang)
- Diazepam wurde über ca. 4 Monate ausgeschlichen
- Symptome: Schmerzen am ganzen Körper, Erschöpfung, Zittern, Muskeln verkrampfen sich

Ende 2016: Venlafaxin ret.: 225mg - 0 - 0 - 0

2017
keine Veränderung der Medikation.
Entzugssymptome vom Diazepam
- im Dezember: Vater verstorben (er war Alkoholiker und Mitauslöser meiner PTBS)

2018
Mai: Venlafaxin ret. wurde erhöht auf 262,5 mg.

Stand 28.06.2018:
Symptome: extreme Erschöpfung, Muskelschmerzen, stark depressiv, Antrieb kaum vorhanden, komplette Lustlosigkeit. Will einfach nur noch die Tabletten reduzieren und hoffe, dass ich irgendwann wieder "normal" leben kann.
[/spoil]
[highlight=yellow]Absetzverlauf[/highlight]
Venlafaxin ret. 262,5 mg absetzen

29.06.18: 250 mg (ca. 95,2%)
04.07.18: 250 mg - starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall
12.07.18: 250 mg - Petechien nach Kratzen, seit einigen Tagen kaum Schlaf gefunden. Angst vor Psychose. Heulkrämpfe. Schmerzen am ganzen Körper, Schlafen hilft (wenn ich es kann).
17.07.18: 250 mg - Besserung der Symptome (Übelkeit, Schlaflosigkeit, Panik), Pochen im Ohr

Liebste Grüße
Maria
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Jamie »

Hallo Maria, :)
Ich möchte so ca. alle zwei Wochen 5% runtergehen. Bzw. am Anfang wollte ich probieren ob es sogar geht, jede Woche 5% zu reduzieren.
Dieses Vorgehen ist viel zu schnell.

Bei SSRI / SNRI schlagen Absetzsymptome oft erst zeitverzögert nach einigen Wochen zu, gerade auch das Venlafaxin.

Wenn du alle 14 Tage was weglässt oder sogar alle 7 Tage, dann kann es sein, dass du nicht bemerkst, dass dein Körper Probleme bekommt, weil du nicht die empfohlenen Stabilisierungszeiten einhältst und wenn du dann Pech hast, kumulieren die Symptome und schlagen an Tag X zu.
Und damit riskierst du, dass dein Entzug crasht.

Was haben wir hier schon für Teilnehmer gehabt, die eine Woche nach einem Reduktionsschritt freudestrahlend mitteilten, wie gut es ihnen doch geht und die dann in Woche 3 heftige Absetzsymptome bekamen.
Das Phänomen der zeitverzögerten Symptome liegt darin begründet, dass sich das Gehirn auch erst zeitverzögert nach einer Veränderung (Wirkstoff weglassen) umbaut.

Wenn du schon mehr als empfohlen weglassen möchtest, dann wähle eine höhere Prozentzahl (zB 15%), aber warte danach 4-6 Wochen.
Man kann dich nur eindringlich warnen jede Woche oder jede zweite Woche etwas weglassen zu wollen.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Maria_1492
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Maria_1492 »

Hallo Jamie :)

Danke, dass du das nochmal so eindringlich gesagt hast. Ich werde den Rat aufjedenfall befolgen und erstmal weiterhin die 250mg nehmen.

Ich möchte nicht, dass es nicht klappt, nur weil ich zu ungeduldig bin :D

Vielen Dank für deine Antwort!

Liebe Grüße
Maria
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[highlight=yellow]Mein psychiatrischer "Werdegang"[/highlight][spoil]
2015
Diagnose: Panikattacken, Depressionen
März:
Venlafaxin ret.: 150mg - 0 - 0 - 0
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daraufhin dissoziative Krampfanfälle

Juni:
Seroquel:
wurde immer wieder gesteigert - zuletzt bis auf 800mg am Tag
Diazepam:
12 mg über den Tag verteilt, für vier Wochen, danach aus der Klinik entlassen ohne weiterführendes Rezept: Diazepam apprupt abgesetzt (1 Woche die Hölle, dann ging es wieder)

Im Herbst wurde das Seroquel ausgeschlichen über 3 Monate.

(Die hohe Dosierung des Seroquels wusste ich schon gar nicht mehr, habe aber in dem Arztbriefen nachgeguckt - nur falls ihr euch wundert warum das Seroquel jetzt aufeinmal hier drin steht - hab es irgendwie verdrängt)


Im restlichen Jahr wurde versucht mein Schlafproblem in den Griff zu bekommen, mit verschiedensten Medikamenten: Mirtazapin, Trimipramin, Atosil, Zopyclon, Tavor. - ein ständiges Ausprobieren


2016
Diagnose: PTBS
während Krankenhausaufenthalt: 12 mg Diazepam bekommen (1 Woche lang)
- Diazepam wurde über ca. 4 Monate ausgeschlichen
- Symptome: Schmerzen am ganzen Körper, Erschöpfung, Zittern, Muskeln verkrampfen sich

Ende 2016: Venlafaxin ret.: 225mg - 0 - 0 - 0

2017
keine Veränderung der Medikation.
Entzugssymptome vom Diazepam
- im Dezember: Vater verstorben (er war Alkoholiker und Mitauslöser meiner PTBS)

2018
Mai: Venlafaxin ret. wurde erhöht auf 262,5 mg.

Stand 28.06.2018:
Symptome: extreme Erschöpfung, Muskelschmerzen, stark depressiv, Antrieb kaum vorhanden, komplette Lustlosigkeit. Will einfach nur noch die Tabletten reduzieren und hoffe, dass ich irgendwann wieder "normal" leben kann.
[/spoil]
[highlight=yellow]Absetzverlauf[/highlight]
Venlafaxin ret. 262,5 mg absetzen

29.06.18: 250 mg (ca. 95,2%)
04.07.18: 250 mg - starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall
12.07.18: 250 mg - Petechien nach Kratzen, seit einigen Tagen kaum Schlaf gefunden. Angst vor Psychose. Heulkrämpfe. Schmerzen am ganzen Körper, Schlafen hilft (wenn ich es kann).
17.07.18: 250 mg - Besserung der Symptome (Übelkeit, Schlaflosigkeit, Panik), Pochen im Ohr

Liebste Grüße
Maria
Edi567
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Edi567 »

Hallo Maria..

Auch ich habe dieses Monat angefangen mit der Reduktion vom Venla.. bin 225mg auf 205mg..
Jzt 19 Tage..
Habe auch seit vier Tagen massive Übelkeit, einen sehr schlechten Magen und verbringe viel Zeit am WC ;)
Aber erst jzt wo du dass sagst, erkenne ich erst den eventuellen zusammenhang mit der reduktion. ;-) Dachte ich bekomm wieder nen Magen Darm Infekt. :D
Aber jzt wo du dass sagst könnte es auch bei mir zutreffen !

Lg Edi
Venlafaxin 2013 - 2016 125mg keine Probleme.

Seit erster Panikattacke im Jänner 2017, 225mg Venlafaxin und die Probleme wurden größer und größer!
17.Juni 18 / 205mg (-65 Küglechen)
1.April 19 / 196mg (-95 Kügelchen)
3.Juni 19 / 188mg (-120 Kügelchen)
30.Juli 19 / 179mg (-150 Kügelchen)
10.Okt.19 / 169mg
23.Dez.19/ 159mg
4. Feb. 20/ 150mg
(Neues Präperat, Anzahl der Kügelchen varieren)

2018 ab Sommer ständiges hin und her mit der Trittico Dosis, schlimme Folgen!
Zurzeit ca. 50mg Trittico geteilt NM und Abends!


Jänner 17 - Dezember 17 unkontrollierter Gebrauch von Lorazepam danach Diazepam. Mehrere Entzugsversuche, seit Dezember 17 kein Benzo mehr!
Stolze 17 Monate ohne Diazepam.
Nie mehr Benzos!!!

Derzeitige Medikation
150mg Venlafaxin
50mg Trittico
3000i.E. Vit D plus K2 und 0,2mg Folsäure (Wert im Keller)
Edi567
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Edi567 »

Nachsatz:
Ich kann Venla von Genericon empfehlen.
Habe einmal die 150mg und die 75mg .

In den genericon 75mg sind im schnitt 245 Kügelchen.

Hexal kann ich nicht empfehlen, da wie der Unterschied der Kugelanzahl für mich viel zu groß. ;)

Lg
Venlafaxin 2013 - 2016 125mg keine Probleme.

Seit erster Panikattacke im Jänner 2017, 225mg Venlafaxin und die Probleme wurden größer und größer!
17.Juni 18 / 205mg (-65 Küglechen)
1.April 19 / 196mg (-95 Kügelchen)
3.Juni 19 / 188mg (-120 Kügelchen)
30.Juli 19 / 179mg (-150 Kügelchen)
10.Okt.19 / 169mg
23.Dez.19/ 159mg
4. Feb. 20/ 150mg
(Neues Präperat, Anzahl der Kügelchen varieren)

2018 ab Sommer ständiges hin und her mit der Trittico Dosis, schlimme Folgen!
Zurzeit ca. 50mg Trittico geteilt NM und Abends!


Jänner 17 - Dezember 17 unkontrollierter Gebrauch von Lorazepam danach Diazepam. Mehrere Entzugsversuche, seit Dezember 17 kein Benzo mehr!
Stolze 17 Monate ohne Diazepam.
Nie mehr Benzos!!!

Derzeitige Medikation
150mg Venlafaxin
50mg Trittico
3000i.E. Vit D plus K2 und 0,2mg Folsäure (Wert im Keller)
Jamie
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Jamie »

Hallo, :)

nur zur Ergänzung, falls das nicht klar ist - jede Charge muss neu gezählt werden.
Die können teilweise erheblich abweichen.
Wenn also bei Edi Venlafaxin Genericon der Charge X 245 Kügelchen hat, kann es sein, dass Charge Y bei Maria einen ganz anderen Wert hat.

In der Regel ähneln sich die Chargen, das ist richtig, aber manchmal ändern die Hersteller ihren Einkäufer und beziehen dann zB neue Kügelchen, die zB dicker oder dünner sind als die vorherigen, und dann sind alle Zahlen passé.
Es sollte jede Charge neu gezählt werden an mind. 3 Kapseln (und Mittelwert bilden), besser / sicherer sind 10 Kapseln.

Grüße
Jamie
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Maria_1492 »

Danke Jamie :)

Ja das habe ich schon gelesen. Bisher muss ich zum Glück ja noch nicht so viel zählen, in der 37,5mg-Kapsel sind ja nur drei Pellets. :D

Ich hab schon ein bisschen rumgesucht, aber ich wollte mal noch fragen, ob jemand von euch Mädels auch irgendwie Probleme mit der Periode bekommen hat?

Fühle mich seit ein paar Tagen so komisch im Unterleib und generell seit ich AD nehme ist meine Periode komplett durch den Wind 😕

Liebe Grüße
Maria
Diagnosen: PTBS, schwere Depression, Panikstörung, Borderline

[highlight=yellow]Mein psychiatrischer "Werdegang"[/highlight][spoil]
2015
Diagnose: Panikattacken, Depressionen
März:
Venlafaxin ret.: 150mg - 0 - 0 - 0
Seroquel: 0 - 0 - 0 - 50mg
daraufhin dissoziative Krampfanfälle

Juni:
Seroquel:
wurde immer wieder gesteigert - zuletzt bis auf 800mg am Tag
Diazepam:
12 mg über den Tag verteilt, für vier Wochen, danach aus der Klinik entlassen ohne weiterführendes Rezept: Diazepam apprupt abgesetzt (1 Woche die Hölle, dann ging es wieder)

Im Herbst wurde das Seroquel ausgeschlichen über 3 Monate.

(Die hohe Dosierung des Seroquels wusste ich schon gar nicht mehr, habe aber in dem Arztbriefen nachgeguckt - nur falls ihr euch wundert warum das Seroquel jetzt aufeinmal hier drin steht - hab es irgendwie verdrängt)


Im restlichen Jahr wurde versucht mein Schlafproblem in den Griff zu bekommen, mit verschiedensten Medikamenten: Mirtazapin, Trimipramin, Atosil, Zopyclon, Tavor. - ein ständiges Ausprobieren


2016
Diagnose: PTBS
während Krankenhausaufenthalt: 12 mg Diazepam bekommen (1 Woche lang)
- Diazepam wurde über ca. 4 Monate ausgeschlichen
- Symptome: Schmerzen am ganzen Körper, Erschöpfung, Zittern, Muskeln verkrampfen sich

Ende 2016: Venlafaxin ret.: 225mg - 0 - 0 - 0

2017
keine Veränderung der Medikation.
Entzugssymptome vom Diazepam
- im Dezember: Vater verstorben (er war Alkoholiker und Mitauslöser meiner PTBS)

2018
Mai: Venlafaxin ret. wurde erhöht auf 262,5 mg.

Stand 28.06.2018:
Symptome: extreme Erschöpfung, Muskelschmerzen, stark depressiv, Antrieb kaum vorhanden, komplette Lustlosigkeit. Will einfach nur noch die Tabletten reduzieren und hoffe, dass ich irgendwann wieder "normal" leben kann.
[/spoil]
[highlight=yellow]Absetzverlauf[/highlight]
Venlafaxin ret. 262,5 mg absetzen

29.06.18: 250 mg (ca. 95,2%)
04.07.18: 250 mg - starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall
12.07.18: 250 mg - Petechien nach Kratzen, seit einigen Tagen kaum Schlaf gefunden. Angst vor Psychose. Heulkrämpfe. Schmerzen am ganzen Körper, Schlafen hilft (wenn ich es kann).
17.07.18: 250 mg - Besserung der Symptome (Übelkeit, Schlaflosigkeit, Panik), Pochen im Ohr

Liebste Grüße
Maria
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Jamie »

Hallo Maria, :)

ganz viele Frauen hier haben Probleme mit Menstruation und Zyklus:
Zu stark, zu schwach, fällt aus, kommt zu früh, zu spät oder völlig unregelmäßig, Schmierblutungen, PMS, wahnsinnige Krämpfe, Symptomtriggerung durch Periode ...

Du brauchst dich nicht sorgen, damit haben sehr viele zu tun.

Das liegt daran, dass so gut wie alle AD hormonell aktiv sind.
Sie mögen zwar nicht direkt auf die Geschlechtshormone einwirken, aber da im Gehirn alle Hormone und Neurotransmitter miteinander verschaltet sind und Regelkreise bilden, führt die Veränderung an der einen Stelle oft kaskadenartig auch zu Veränderungen an anderen Stellen.

Übrigens ist das auch der Grund, warum viele während der AD-Einnahme oder im Entzug oft auch Probleme mit Haut, Haaren und Nägeln bekommen.
Besonders AD der Trizyklika mischen da mit, aber auch alle anderen.

Viele Grüße und alles Gute
Jamie
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Maria_1492 »

Hallo ihr lieben.

Ich hab grd leichten Anflug von Panik.
Mich juckt es sehr oft, so gut wie überall und dann League ich mich, inzwischen fast schon unbewusst.

Ich bin gerade aufgewacht und habe Licht angemacht und überall wo ich mich ein bisschen „stärker“ gekratzt habe, bzw die Haut „weicher“ ist, habe ich jetzt kleine rote Flecken, so Petechien..

Was bedeutet das?
Soll ich nachher zum Arzt?

Liebe Grüße
Maria
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12 mg über den Tag verteilt, für vier Wochen, danach aus der Klinik entlassen ohne weiterführendes Rezept: Diazepam apprupt abgesetzt (1 Woche die Hölle, dann ging es wieder)

Im Herbst wurde das Seroquel ausgeschlichen über 3 Monate.

(Die hohe Dosierung des Seroquels wusste ich schon gar nicht mehr, habe aber in dem Arztbriefen nachgeguckt - nur falls ihr euch wundert warum das Seroquel jetzt aufeinmal hier drin steht - hab es irgendwie verdrängt)


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während Krankenhausaufenthalt: 12 mg Diazepam bekommen (1 Woche lang)
- Diazepam wurde über ca. 4 Monate ausgeschlichen
- Symptome: Schmerzen am ganzen Körper, Erschöpfung, Zittern, Muskeln verkrampfen sich

Ende 2016: Venlafaxin ret.: 225mg - 0 - 0 - 0

2017
keine Veränderung der Medikation.
Entzugssymptome vom Diazepam
- im Dezember: Vater verstorben (er war Alkoholiker und Mitauslöser meiner PTBS)

2018
Mai: Venlafaxin ret. wurde erhöht auf 262,5 mg.

Stand 28.06.2018:
Symptome: extreme Erschöpfung, Muskelschmerzen, stark depressiv, Antrieb kaum vorhanden, komplette Lustlosigkeit. Will einfach nur noch die Tabletten reduzieren und hoffe, dass ich irgendwann wieder "normal" leben kann.
[/spoil]
[highlight=yellow]Absetzverlauf[/highlight]
Venlafaxin ret. 262,5 mg absetzen

29.06.18: 250 mg (ca. 95,2%)
04.07.18: 250 mg - starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall
12.07.18: 250 mg - Petechien nach Kratzen, seit einigen Tagen kaum Schlaf gefunden. Angst vor Psychose. Heulkrämpfe. Schmerzen am ganzen Körper, Schlafen hilft (wenn ich es kann).
17.07.18: 250 mg - Besserung der Symptome (Übelkeit, Schlaflosigkeit, Panik), Pochen im Ohr

Liebste Grüße
Maria
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Jamie »

Hallo Maria, :)

also ein Notfall ist das nicht.
Aber wenn du dich sicherer fühlst, kannst du die Tage mal zum Arzt.

Juckreiz kann unzählige Gründe haben. Manche Menschen, die AD und Co entziehen, entwickeln plötzlich eine Histaminunverträglichkeit, was sich oft durch Juckreiz bemerkbar macht.
Es hilft dann oft, histaminhaltige Nahrung zu meiden oder zu reduzieren.
Es kann aber auch sein, dass generell dein Histaminhaushalt durch das Absetzen etwas durcheinander gekommen ist und es dich darum juckt.

Und dann gibt es noch zig andere Ursachen: Nicht vertragen von Waschmittel, Chemikalienüberempfindlichkeit (da müsste man schauen, welche Produkte du verträgst), trockene Haut, vielleicht entwickelst du entzugsbedingt auch demnächst Neurodermitis..
Möglicherweise verträgst du auch deine Duschgels, Bodylotions .. nicht mehr..
Müsste man überall hin schauen.

All das kann ein Entzug auslösen.

Ich hatte letztens starken Juckreiz an den Oberarmen und da ist mein Gewebe (leider) eh schon weicher; das gab dann durch den Druck und das Reiben auch Petechien.
Ist insofern normal, dass durch stärkeren Druck eben kleinste Microverletzungen entstehen können, eben diese punktförmigen Einblutungen.
Wenn es dir nicht geheuer ist, lass einen Arzt schauen.

Ein Letztes noch. Juckreiz kann manchmal durch Leberstörungen entstehen. Du solltest bei Gelegenheit mal deine Leberwerte prüfen lassen. Wir wissen, dass Venlafaxin manchmal die Werte erhöhen kann.

Viele Grüße
jamie
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, KügelchenmethodeEh

Beitrag von Maria_1492 »

Hallo Jamie,

Tut mir leid, ich könnte auf deine Antwort nicht richtig eingehen und jetzt kann ich es grade auch nicht.

Ich brauche dringend eure Hilfe. Ich konnte heute Nacht nicht schlafen, weil ich Angst hatte zu verschlafen. Hatte gerade einen Termin bei meiner Therapeutin, der an und für sich wie immer gut war. Wir haben über die Medikamente gesprochen und darüber was ich all die Jahre durchgemacht habe mit den ganzen verschieden Medis und wie ich eigentlich zugeballert wurde.

Jetzt bin ich auf dem Weg zu meiner Ärztin und habe das Gefühl, verrückt zu werden.

Der Schlafmangel, dann habe ich auch noch meine Tage und jetzt ein Riesenfleck auf meiner Hose. Mir kommt alles so unwirklich vor und ich möchte einfach nur alles ausschalten. Bin gerade total am Ende. Aber ich habe so Angst, das meiner Ärztin zu sagen, weil ich eigentlich übernächste Woche in eine Reha komme um beruflich wieder fit zu werden. Und für eine Krise hab ich wirklich „keine Zeit“ gerade.

Mir ist so kotzübel und ich habe Herzstechen und ich habe total Angst, dass ich gerade irgendwie ne Psychose kriege.

Was ist nur mit mir los?

Ich bin gerade echt verzweifelt, dass ich diese Tabletten nehme und warum ich das jemals angefangen hat. Das hat so viel kaputt gemacht.

Was ist, wenn ich das meiner Ärztin erzähle und sie mich einweist und mich als psychotisch diagnostiziert?
Ich habe eine Riesen Angst vor diesem „Kontrollverlusz?

Maria
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Ende 2016: Venlafaxin ret.: 225mg - 0 - 0 - 0

2017
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2018
Mai: Venlafaxin ret. wurde erhöht auf 262,5 mg.

Stand 28.06.2018:
Symptome: extreme Erschöpfung, Muskelschmerzen, stark depressiv, Antrieb kaum vorhanden, komplette Lustlosigkeit. Will einfach nur noch die Tabletten reduzieren und hoffe, dass ich irgendwann wieder "normal" leben kann.
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[highlight=yellow]Absetzverlauf[/highlight]
Venlafaxin ret. 262,5 mg absetzen

29.06.18: 250 mg (ca. 95,2%)
04.07.18: 250 mg - starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall
12.07.18: 250 mg - Petechien nach Kratzen, seit einigen Tagen kaum Schlaf gefunden. Angst vor Psychose. Heulkrämpfe. Schmerzen am ganzen Körper, Schlafen hilft (wenn ich es kann).
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Maria_1492 »

Hey
Ich weiß gerade wirklich nicht ob ich weinen oder lachen soll. Habe ihr von der kügelchenmethode erzählt und dass es mir gerade sehr schlecht geht und ich kaum schlafen kann nachts und tagsüber komplett am a*sch bin.

Ihre Lösung: Venlafaxin schneller absetzen
Und zum schlafen Dominal.

Ich hab dann gesagt, ich möchte keine weiteren Medikamente. Daraufhin hat sie mich gefragt ob ich mich auf die Reha freue.

Sehr hilfreich..

Tut mir leid fürs „Spamen“, muss das los werden..

Liebe Grüße
Maria
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Ende 2016: Venlafaxin ret.: 225mg - 0 - 0 - 0

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Stand 28.06.2018:
Symptome: extreme Erschöpfung, Muskelschmerzen, stark depressiv, Antrieb kaum vorhanden, komplette Lustlosigkeit. Will einfach nur noch die Tabletten reduzieren und hoffe, dass ich irgendwann wieder "normal" leben kann.
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29.06.18: 250 mg (ca. 95,2%)
04.07.18: 250 mg - starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall
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Liebste Grüße
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Fledermaus »

Hallo Maria
,
Du spamst nicht, dafür ist dein Thread ja da.:)
Schlafmangel, Dauermüdigkeit, Hautprobleme, Ängste, etc alles kann beim Absetzen sein. All das kenn ich auch. Reguliert sich wieder, aber dabei ist viel Geduld nötig.
Venla schneller absetzen ist keine Lösung. Es zeigt wieder mal wie wenig die sogenannten Profis sich auskennen. Ich hab auch schon zu hören bekommen " wenn es sowieso schon schlecht ist gehen sie schneller runter dann sind sie schneller durch". Irrsinn, dass damit alles noch schlechter wird und länger dauert wird einfach nicht wahrgenommen.
Eventuell könntest du mal Baldrian zum schlafen nehmen. Vielleicht hilft es dir.
LG
Fledermaus
[spoil]seit 2004 150 mg Venlafaxin 2015 für 6 Wochen komplett abgesetzt, 150 mg - 75 mg- 37.5 mg - 25 mg - 0. In welchem Zeitraum weiß ich nicht mehr.
Nach 4 - Wochen ohne zeigten sich Hitzewallungen, Brennen der Haut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nerven/Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Weinerlichkeit. Zusammenbruch emotionaler Art.
Nach 8 Wochen ohne wieder zurück auf 150 mg. schnelles Verschwinden der Symptomatik.
2016 Habe ich bis auf 75 mg reduziert. I
m Dezember 2016 von 75 mg auf 62,5 mg Venlafaxin. Symptome waren
Übelkeit, Hitzewallungen, Augenprobleme, leichtes Erbrechen morgens, Zahnbürste im Mund war schwierig.
Anfang Februar 2017 von 62.5. mg auf 50 mg Venlafaxin.
verstärkte Übelkeit und Zahnbürste im Mund kaum auszuhalten, sofortiges Erbrechen. Von einem Tag auf dem anderen dann 16 Std Schlaf, Augenprobleme, Erbrechen, Hitzewallungen, Nerven/Muskelzucken, Unruhe, Angst/Panik, Herzklopfen,
Suizidgedanken.
18.02 wieder 75 mg Venlafaxin,
seitdem Verbesserung, kein Erbrechen, keine Panikattacken, leichte Nervenzuckungen noch vorhanden. Stabilisation von einem zum anderen Tag schwankend, auf jedem Fall Besserung im Laufe des Tages.
08.04.17 72 mg Venla
12.04. Umstieg auf Kügelchenmethode (2 37,5-Kaspsel)
72 mg 11 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kaspel -3%
01.06.17 68 mg =26 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel -4%
20.07.17 66 mg =32 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2% Durchschnitt 135 Kügelch/Kapsel
29.09.17 64 mg =40 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2%
24.10.17 64 mg = 38 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (neue Charge)
13.12.17 62 mg = 46 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (Rechnung 75-62=13 37.5-13=24,5
132.6:37,5x24.5=86,63 132,6-86,6=46)
31.0 1.18 60 mg = 55 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (137:37,5x22,5=82,2 137-82=55)
10.02.18 Blutdruck schießt wieder hoch, zusätzlich zu den schon bekannten Symptomen
23.03.18 57mg=59 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (123:37,5x19.5=64 123-64=59 Kügelchen weniger)
12.05.18 70 54 mg? Kügelchen weniger verrechnet? Auswirkung jetzt katastrophal (25.6.18)
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Brennende Haut, Sehstörung, Nervenzucken, Weinen, Angst, müde, schwere in Gliedern, Schwitzen, frieren, Hunger kann aber nichts Essen
27.06.18 56 mg
10.08.18 56 mg (Durchschnitt 701:5=140,2, 140,2:37,5x19= 71 Kügelchen weniger in einer 37,5mg Kapsel
02.10.18 54 mg (Durchschnitt wie oben 701:5=140,2 :37,5x21= 78,512 = 79 Kügelchen weniger
28.11.18 52 mg (Durchschnitt 141,8) 141,8:37,5 X 23= 87 Kügelchen weniger
14.01.19 50 mg 14,6:37,5x25=94,4 141,6-94,4= 94.4 Kügelchen weniger
24.04.19 48mg 144,2 :37,5x27=103,82 Kügelchen weniger
26.06.19 47mg
02.08.19 46 mg
08.10.19 44mg
17.12.19 43 mg
06.03.20 41 mg
02.02.20 mg

Vitamin D 07/18 bei 43
Vitamin B6 bei 7.7 i
Vitamin B12 bei 220
Magnesium bei 0,9
Calcium bei 2,39
Magnesium bei Wadenkrämpfen und Nervenzuckungen[/spoil]
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Maria_1492 »

Hallo Fledermaus,

Danke für deine Antwort. Es tut so gut was zu lesen.
Aber eine Frage.. ich habe ja 262,5 mg und habe gerade mal 5% abgesetzt. Ist das echt in dem hohen Bereich noch, schon so heftig? Habe seit zwei Stunden einen heulkrampf nach dem anderen.. stand gerade in der Küche und hab heulend das Geschirr gespült (hallo Nachbarn :D)
Wenn das jetzt schon so heftig ist, puh...

Nicht falsch verstehen, bin eig kein Mensch der schnell aufgibt oder sehr pessimistisch denkt.

Aber was zur H*lle ist mit unserem Gesundheitssystem los, wenn das soviele Menschen durchmachen müssen und es wird einfach verleugnet. Werde da richtig wütend!!

Liebe Grüße
Maria
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Juni:
Seroquel:
wurde immer wieder gesteigert - zuletzt bis auf 800mg am Tag
Diazepam:
12 mg über den Tag verteilt, für vier Wochen, danach aus der Klinik entlassen ohne weiterführendes Rezept: Diazepam apprupt abgesetzt (1 Woche die Hölle, dann ging es wieder)

Im Herbst wurde das Seroquel ausgeschlichen über 3 Monate.

(Die hohe Dosierung des Seroquels wusste ich schon gar nicht mehr, habe aber in dem Arztbriefen nachgeguckt - nur falls ihr euch wundert warum das Seroquel jetzt aufeinmal hier drin steht - hab es irgendwie verdrängt)


Im restlichen Jahr wurde versucht mein Schlafproblem in den Griff zu bekommen, mit verschiedensten Medikamenten: Mirtazapin, Trimipramin, Atosil, Zopyclon, Tavor. - ein ständiges Ausprobieren


2016
Diagnose: PTBS
während Krankenhausaufenthalt: 12 mg Diazepam bekommen (1 Woche lang)
- Diazepam wurde über ca. 4 Monate ausgeschlichen
- Symptome: Schmerzen am ganzen Körper, Erschöpfung, Zittern, Muskeln verkrampfen sich

Ende 2016: Venlafaxin ret.: 225mg - 0 - 0 - 0

2017
keine Veränderung der Medikation.
Entzugssymptome vom Diazepam
- im Dezember: Vater verstorben (er war Alkoholiker und Mitauslöser meiner PTBS)

2018
Mai: Venlafaxin ret. wurde erhöht auf 262,5 mg.

Stand 28.06.2018:
Symptome: extreme Erschöpfung, Muskelschmerzen, stark depressiv, Antrieb kaum vorhanden, komplette Lustlosigkeit. Will einfach nur noch die Tabletten reduzieren und hoffe, dass ich irgendwann wieder "normal" leben kann.
[/spoil]
[highlight=yellow]Absetzverlauf[/highlight]
Venlafaxin ret. 262,5 mg absetzen

29.06.18: 250 mg (ca. 95,2%)
04.07.18: 250 mg - starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall
12.07.18: 250 mg - Petechien nach Kratzen, seit einigen Tagen kaum Schlaf gefunden. Angst vor Psychose. Heulkrämpfe. Schmerzen am ganzen Körper, Schlafen hilft (wenn ich es kann).
17.07.18: 250 mg - Besserung der Symptome (Übelkeit, Schlaflosigkeit, Panik), Pochen im Ohr

Liebste Grüße
Maria
Clarice
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Clarice »

Hallo Maria!
Maria_1492 hat geschrieben: 12.07.2018 12:18
Und zum schlafen Dominal.

Dominal habe ich auch längere Zeit zum Schlafen bekommen. Ist eigentlich kein Schlafmittel, sondern es ist ein Neuroleptikum das dämpfend, sedierend wirkt - und das nicht zu knapp. :zombie:
Ich hatte ausversehen einmal meine Dosis morgens statt abends genommen und musste auf dem Weg zur Arbeit umdrehen weil ich fast im Auto eingeschlafen wäre. :o

Ich würde dir auch davon abraten, das zu zusätzlich zu nehmen. Ich bezweifle, dass es deinen Zustand verbessern würde.

LG Clarice
Aktueller Stand:
31.01.2020 0,6 mg E. (Erhöhung um 25 %)
Januar 2020: viele Schmerzmittel sowie Omeprazol
ab 11.01.2020: Hormonersatztherapie wegen extremer Hitzewallungen.
KW 5: 3 Tage Mirtazapin (7,5 mg/1mg/1mg)

[spoil]Langjährige AD-Historie: seit ca 1999, hier die Escitalopram-Phase, leider auch nur rudimentär, da ich sehr nachlässig mit der Dokumentation war:

07.08.2015:Neue Ärztin, neues Medikament: 5mg Escitalopram, Venlafaxin (zuletzt 37,5mg) sofort abgesetzt. 4 Tage lang Kopfschmerzen und starker Harndrang (vermutlich durch das Escitalopram), ca. 2-3 Wochen lang Schwindel (vermutlich Absetzsymptom Venlafaxin)
14.08.2015: Erhöhung Escitalopram auf 10 mg. morgens Halsschmerzen, Stimmungsverschlechterung (Zusammenhang Zyklus?), Pickel, Libidoprobleme,
02.09.2015: seit Tagen massive (Tages-)Müdigkeit, guter Schlaf nachts, wenig Antrieb, Stimmung mittelprächtig, sonstigen NW weg.
04.09.2015: wieder starke Depressive/Angstsymptome
.
Seit Einnahmebeginn Escitalopram Libido quasi 0 / Müde - Müde - Müde. Besonders schlimm seit November 2016.
.
09.01.2017 5 mg Escitalopram (seit mehreren Monaten); Vorsatz endlich abzusetzen
Anfang Feb.2017 Wechsel von Tabletten auf Tropfen, Dosis gleichbleibend.
Zwischen Feb/März eine dämliche Auf- und Ab-Dosierung auf 15mg und wieder zurück, nach dem ich wieder 6 Wochen AU war wg. extremer Müdigkeit/Erschöpfung und Konzentrationsstörungen (Ärzte: Grunderkrankung ist da/Ich inzwischen: Wechsel auf die Tropfen???), je mehr E. desto müder - also wieder runter. Don't ask...
18.04.2017 5 mg Escitalopram
16.05.2017 4 mg Escitlopram
06.07.2017 3 mg Escitalopram, paar Tage später weinerlich und gereitzt, Durchfälle,
11.07.2017 4 mg E.
23.07.2017 3,6 mg E.
26.08.2017 3,3 mg E./Erschöpfungszustände werden weniger
29.09.2017 3 mg E. / fast keine Erschöpfungszustände mehr; Libido lässt weiter auf sich warten :(
10.12.2017 2,7 mg. E.
25.01.2018 2,4 mg. E.
19.02.2018Wechsel Hersteller meiner E-Tropfen: ein paar Tage später massive Depri-Gefühle; Agitiert; Herzrasen; Hautbrennen/Kribbeln, allgemeine Unzufriedenheit, etc.pp.
08.03.2018 2,2 mg E.
28.03.2018 2 mg E.
26.06.2018 1,7 mg E.
17.08.2018 1,5 mg E.
19.09.2018 1,3 mg E.
13.10.2018 1,1 mg E.
09.11.2018 1 mg E.
09.12.2018 0,9 mg E.
06.01.2019 0,8 mg E. - nach ca. einem halben Jahr ziemlich beschwerdefreiem Reduzieren setzen die bekannten Probleme (Schlaflosigkeit, starkes Herzpochen, verstärkung der eh vorhandenen Muskelverhärtungen/Schmerzen) nun wieder ein.
01.03.2019 0,75 mg E. - in dieser Zeit 3 Wochen Cortison erhalten: Starke NW: Psychisch angekratzt, Herzrasen, Schlafstörungen
26.04.2019 0,70 mg E.
In dieser Zeit 3 Tage Cortison erhalten-Starke NW: Psychisch angekratzt, Herzrasen, Schlafstörungen, vermehrt Schmerzen. Außerdem zwei Tage Oxycodon: Horror-NW - nicht weiter genommen.
19.05.2019 0,66 mg E.
Cortison-Depotspritze am 12.6.: nach einer Woche extreme psychische Reaktionen.
30.06.2019 0,6 mg E.
28.07.2019 0,5 mg E.
Ab 15.01.2020 Abbruch nach 2 Tagen! (Stufenschema Prednisolon (Cortison) 20 Tage)
23.12.2019 0,48 mg E.
[/spoil]
Maria_1492
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Re: Maria_1492: 262,5 mg Venlafaxin absetzen, Kügelchenmethode

Beitrag von Maria_1492 »

Liebe Clarice,

Ohje, das klingt nicht schön. Ich hab den Zettel auch direkt weggeworfen.
Ich lasse mich zu nichts mehr überreden..

Ich habe jetzt ein bisschen geschlafen und mir geht es schon sehr viel besser.
Das versuche ich jetzt zu genießen :)

Ich wünsche euch einen schönen Abend und eine angenehme Nacht :)

Liebe Grüße
Maria
Diagnosen: PTBS, schwere Depression, Panikstörung, Borderline

[highlight=yellow]Mein psychiatrischer "Werdegang"[/highlight][spoil]
2015
Diagnose: Panikattacken, Depressionen
März:
Venlafaxin ret.: 150mg - 0 - 0 - 0
Seroquel: 0 - 0 - 0 - 50mg
daraufhin dissoziative Krampfanfälle

Juni:
Seroquel:
wurde immer wieder gesteigert - zuletzt bis auf 800mg am Tag
Diazepam:
12 mg über den Tag verteilt, für vier Wochen, danach aus der Klinik entlassen ohne weiterführendes Rezept: Diazepam apprupt abgesetzt (1 Woche die Hölle, dann ging es wieder)

Im Herbst wurde das Seroquel ausgeschlichen über 3 Monate.

(Die hohe Dosierung des Seroquels wusste ich schon gar nicht mehr, habe aber in dem Arztbriefen nachgeguckt - nur falls ihr euch wundert warum das Seroquel jetzt aufeinmal hier drin steht - hab es irgendwie verdrängt)


Im restlichen Jahr wurde versucht mein Schlafproblem in den Griff zu bekommen, mit verschiedensten Medikamenten: Mirtazapin, Trimipramin, Atosil, Zopyclon, Tavor. - ein ständiges Ausprobieren


2016
Diagnose: PTBS
während Krankenhausaufenthalt: 12 mg Diazepam bekommen (1 Woche lang)
- Diazepam wurde über ca. 4 Monate ausgeschlichen
- Symptome: Schmerzen am ganzen Körper, Erschöpfung, Zittern, Muskeln verkrampfen sich

Ende 2016: Venlafaxin ret.: 225mg - 0 - 0 - 0

2017
keine Veränderung der Medikation.
Entzugssymptome vom Diazepam
- im Dezember: Vater verstorben (er war Alkoholiker und Mitauslöser meiner PTBS)

2018
Mai: Venlafaxin ret. wurde erhöht auf 262,5 mg.

Stand 28.06.2018:
Symptome: extreme Erschöpfung, Muskelschmerzen, stark depressiv, Antrieb kaum vorhanden, komplette Lustlosigkeit. Will einfach nur noch die Tabletten reduzieren und hoffe, dass ich irgendwann wieder "normal" leben kann.
[/spoil]
[highlight=yellow]Absetzverlauf[/highlight]
Venlafaxin ret. 262,5 mg absetzen

29.06.18: 250 mg (ca. 95,2%)
04.07.18: 250 mg - starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall
12.07.18: 250 mg - Petechien nach Kratzen, seit einigen Tagen kaum Schlaf gefunden. Angst vor Psychose. Heulkrämpfe. Schmerzen am ganzen Körper, Schlafen hilft (wenn ich es kann).
17.07.18: 250 mg - Besserung der Symptome (Übelkeit, Schlaflosigkeit, Panik), Pochen im Ohr

Liebste Grüße
Maria
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