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Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Samstag, 14.07.18, 1:06

Hallo escargot,
ich habe außer echten Absetzsymptomen bisher noch nichts Auffälliges an mir feststellen können. Was meine Spaziergänge angeht, so habe ich einige bevorzugte Wege und Plätze. Die sind auch wirklich sehr schön.
Heute war ich aber fast den ganzen Tag zu Hause und habe ein Buch gelesen, das ich im Internet bestellt hatte und gestern angekommen ist. Da ich es sehr interessant und spannend fand, musste ich es einfach ganz durchlesen. Maja Storch: Rauchpause. Wie das Unbewusste dabei hilft, das Rauchen zu vergessen.
Sie erklärt da wunderbar, wie man nicht nur bewusst entscheidet, etwas zu tun, sondern auch, wie man mit dem Unbewussten arbeiten kann, um seine Ziele zu finden und sie dann auch zu erreichen. Das Buch lese ich bestimmt noch ein zweites Mal durch, weil da so viele tolle Ideen drin sind.
Auf jeden Fall kann man das nicht nur dazu verwenden, das Rauchen aufzugeben, sondern man kann es auch dazu verwenden, sich vom Unbewussten dabei unterstützen zu lassen, die Medikamente abzusetzen.
So ist mir dabei klar geworden, dass es ein gemeinsames "Warum" ist, warum ich das Flupentixol reduzieren und absetzen will und warum ich mit dem Rauchen aufhören will. Beides hat das gleiche Ziel, nämlich, so bescheuert das vielleicht klingen mag: "Unabhängigkeit von den Drogendealern." und "Freiheit" und "Abwerfen der Ketten, die mich binden". Das alles sind intrinsische Gründe, die externen Gründe, die man alle aufführen kann, die sind zwar letztlich auch wichtig, aber mein persönliches Motiv sind diese Gründe. Es ist wichtig, ein starkes persönliches Motiv für den Entschluss zu haben, die Medikamente abzusetzen oder das Rauchen aufzugeben, denn es gibt auch viele gute Gründe, die mich in meinem Leben bisher motiviert haben, weiter zu rauchen oder mich auf die Medikamente zu verlassen. Diesen guten Grund, der einen ganz persönlich motiviert, der kommt aus dem Unbewussten. Unabhängigkeit, Selbständigkeit usw., das waren damals ja sogar auch die Gründe, die mich in der Pubertät dazu bewogen haben, mit dem Rauchen überhaupt zu beginnen. Das Rauchen hatte ja eine Menge Vorteile für mich. Ich könnte auch noch mehr nennen. Ich wollte mir nie von irgendjemandem vorschreiben lassen, ob ich Medikamente nehme oder rauche oder nicht. Das ist immer mein eigener Entschluss gewesen. Deshalb wollte ich auch damals keine Depotspritze haben, eben weil ich autonom sein wollte. Da habe ich mich lieber auf den Deal mit den Pillen eingelassen. Motiv dafür war, dass ich nie mehr in eine Lage kommen wollte, im Wahn einen Suizidversuch zu machen. Hat auch bisher geklappt. Aber das Argument zählt heute nicht mehr. Ich bin ja überzeugt, dass ich, wenn ich nur klug genug reduziere, die Medikamente absetzen kann und genau so gesund bleibe wie ich jetzt bin. Und genau so schaffe ich das auch mit dem Rauchen. Auch da lasse ich mir von niemandem was vorschreiben. Es ist eben meine autonome Entscheidung, nicht mehr zu rauchen. Und ich finde es zum Kotzen, wenn ich jedesmal wieder zum Dealer an die Kasse gehen muss, weil ich mir da meine Droge kaufen will. Einfach zum Kotzen. Ich bin so überhaupt nicht frei. Deshalb: Ich will wieder ein freier Mensch sein. Deshalb muss ich absetzen und deshalb muss ich das Rauchen sein lassen. Aber alles braucht seine Zeit. War aber so ein echter Aha-Moment heute.

Liebe Grüße
Schlemihl
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Ausgangssymptome: Psychotische Wahnvorstellungen, Verfolgungsängste, Suizidversuch im Wahn
zunächst Diagnose von 1989 bis 1995: paranoid-halluzinatorische Psychose
Medikation: Haldol, nicht vertragen, danach Fluanxol (Wirkstoff Flupentixol) etwa 7 mg/Tag
ab 1995: schizoaffektive Psychose ICD F 25.9 G
Medikation: Flupentixol 7 mg , Carbamazepin 750 mg
ab ca. 2005: Flupentixol 5 mg, Carbamazepin 750 mg
Keine besonderen Nebenwirkungen, keine Absetzversuche
---
Weitere Medikamente:
Bedarfsmedikation Pipamperon 40 mg. Nehme ich vielleicht ein bis zwei Mal im Jahr, dann reichen 10 mg.
Sonstiges: HCT 25
NEM: Vitamine A-Z vom DM oder Aldi täglich, außerdem regelmäßig Magnesiumtabletten
falls ich nicht einschlafen kann: Baldrian-Tropfen vom DM, alternativ Zirkulin Einschlaf-Dragees
ab 18.8.2018 Omega-3 1000 von DM, 2 Kapsel/Tag
ab 10.9.2018 Omega-3 1000 1 Kapsel/Tag
---
ab 26.6.2018 ersten Absetzversuch Flupentixol begonnen.
Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg Flupentixol, täglich alternierend 4 mg und 5 mg
ab 11.07.2018 nicht mehr alternierend sondern konstant 4,5 mg
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Sonntag, 15.07.18, 1:44

Hallo liebe Leute,
heute war ein ganz ruhiger Tag. Keine besonderen Schwierigkeiten. Ich habe mir heute den ganzen Tag Gedanken gemacht über das Rauchen aufgeben. Das wäre schon schwer. Im Grunde könnte ich es jetzt machen, denke ich. Morgen will ich mein Buch nochmal durcharbeiten. In zwei Wochen wäre ich da aus dem Gröbsten raus. Dann kann ich mir weiter über das Absetzen Gedanken machen.

Viele Grüße
Schlemihl
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Jamie » Sonntag, 15.07.18, 10:31

Hallo Schlemihl, :)

ich bin etwas skeptisch, ob man in zwei Wochen aus dem Gröbsten raus ist, auch wenn es in den Büchern steht.
Aber in den Büchern steht auch, dass ein AD-Entzug nach einigen Wochen vorbei sei und das ist er eben nicht.

Nikotin ist eine psychoaktive Suubstanz, die mindestens genau so die Rezeptoren etc. verändert wie es Psychopharmaka tun.
Auch hier muss sich das Gehirn neuroplastisch umbauen, wenn der Stoff weggelassen wird.
Zwei Wochen halte ich für eher unrealistisch.

Die meisten, die hier einen Rauchstopp eingelegt haben, berichten darüber, noch Monate später damit befasst zu sein.

Ich möchte dich nicht in deinem Entschluss beeinflussen, nur schreiben, was ich glaube.

Letztlich weiß man nicht, was der Rauchstopp mit dir anstellen wird? Vielleicht ist tatsächlich alles in 2 Wochen gegessen? Vielleicht wird es aber auch viel länger dauern?

Ich bitte dich nur unvoreingenommen da ran zu gehen und nach Möglichkeit nicht parallel das Flupentixol runterzusetzen.

Alles Gute
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Montag, 16.07.18, 0:21

Hallo Jamie,
ich bin auch noch skeptisch darüber, ob ich den Rauchstopp überhaupt schaffe. Im Moment sehe ich es so, dass ich jetzt, nach dem ersten Reduktionsschritt, zunächst einmal ein stabiles Niveau erreicht habe, das ja noch relativ hoch ist. Ich könnte jetzt erst einmal eine Pause einlegen und den Tabak weglassen. Ich habe ja Anfang August einen Termin bei meiner Ärztin. Da kann ich dann noch mal feststellen, wie es mir dann geht und mal hören, was sie denn nun genau dazu sagt. Ich fände es schon gut, sie dabei mit einzubeziehen, falls das möglich ist.
Außerdem habe ich gelesen, dass man ohnehin Flupentixol reduzieren kann, wenn man nicht mehr raucht. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass es mir vom Status des Flupentixol her nicht schlechter geht, wenn ich nicht mehr rauche. Sowie ich das weiß, kommt es durch das Nikotin zu einer Ausschüttung verschiedener Botenstoffe, unter anderem Dopamin, aber auch noch verschiedene andere. Das heißt, wenn ich nicht mehr rauche, dann kann ich damit rechnen, dass es mir psychisch zunächst mal schlechter gehen wird, aber ich mein Psychoserisiko nicht erhöhe. Das Maximum der Entzugserscheinungen soll nach 2 Tagen erreicht sein und in 2 bis 4 Wochen wieder zurückgehen, bis auf das Craving, das auch noch länger bestehen bleiben kann. Irgendwann muss ich das sowieso mal durchmachen, und weil ich jetzt gerade durch die Erfahrungen beim Fluanxol reduzieren motiviert bin, würde ich sagen, traue ich mir das jetzt mal zu. Das weitere Absetzen von Fluanxol verschiebe ich dann nach hinten. Im Grunde sorge ich dadurch dafür, dass ich insgesamt auf einem gesünderen Niveau weiterleben kann. Ich wäre echt froh, wenn ich das hinkriegen würde. Natürlich will ich auch nichts über's Bein brechen. Also, parallel noch weiter reduzieren und das Rauchen aufgeben, das traue ich mir auch nicht zu. Aber vom jetzigen Stand das Rauchen aufzugeben, das traue ich mir zu.
Allerdings hat mein Vater sehr wahrscheinlich recht, der mir heute gesagt hat, ich solle nicht darüber reden, sondern es einfach machen.
Viele Grüße
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von carlotta » Montag, 16.07.18, 10:59

Hallo Schlemihl,

grundsätzlich ist es natürlich gesundheitlich von Vorteil, das Rauchen aufzugeben und damit die Gesamtmenge an Toxinen, mit denen der Körper belastet wird, zu reduzieren. Finde es auf jeden Fall gut, dass Du das vorhast, Deinem Körper zuliebe. :)

Nur interagiert Nikotin eben auch mit div. Neurotransmittern, wie Du richtig schreibst, auch mit Dopamin. Soweit ich weiß, "arbeitet" das Nikotin damit tendenziell den Wirkungen eines NL entgegen, schwächt u. U. auch dessen NW ab. D. h., beide interagieren wohl in gewisser Weise. Von daher kann es sein, dass ein abrupter Rauchstopp sich bei gleichzeitiger NL-Einnahme u. U. etwas heftiger auswirkt, als wenn man ansonsten keine solchen Substanzen zuführt.

Wäre es als Zwischenlösung eine Option, die tägliche Tabakmenge erst mal etwas zu reduzieren und zu schauen, wie es Dir damit geht? Und dann evtl. stufenweise so vorzugehen? Oder gestaltet sich das zu schwierig, weil Du verstärktes Craving befürchtest und daher lieber den radikalen Schritt gehen willst?

Liebe Grüße
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Dienstag, 17.07.18, 0:11

Hallo Carlotta,

ich habe mir heute genau über das von Dir angeschnittene Thema Gedanken gemacht. Ich habe ja das Buch Rauchpause von Maja Storch gelesen und auch sie empfiehlt ein schrittweises Reduzieren des Rauchens. Zunächst soll man sich, auch anhand von Arbeitsblättern Gedanken um das Rauchen machen und dann auch aufschreiben, bei welchen Gelegenheiten man raucht. Und dann die Rauchgelegenheiten danach priorisieren, wie schwer es einem fällt, in der jeweiligen Situation nicht zu rauchen. Bei den Sachen, bei denen es einem am leichtesten fällt nicht zu rauchen, da soll man anfangen, auf die Zigarette zu verzichten. Und sich dann vorarbeiten zu den schwierigeren Situationen. Ich bin ja echt, was das Rauchen angeht, ein schlimmer Suchtkrüppel. Rauche ein Päckchen Tabak am Tag und das ist wirklich viel. Einerseits würde ich gerne von einem Tag auf den anderen aufhören, andererseits fände ich es aber auch gut, das Vorgehen von Maja Storch zu wählen. Ich glaube, damit werde ich es mal versuchen und dann schauen.
Zunächst mal will ich so eine Bestandsaufnahme machen. Also, alles der Reihe nach.

Ich habe heute wieder auf meiner Lieblingsbank gesessen und dabei ist mir klar geworden, dass ich im Moment so wenig Flupentixol einnehme, wie schon seit 25 Jahren nicht mehr. Dieses Reduzieren der 0,5 mg ist mir wirklich nicht leicht gefallen und die Entzugserscheinungen sind heftig gewesen, auch wenn sich das in meinen Berichten nicht so anhört. Ich bin aber immer noch ganz klar im Kopf und es wird von Tag zu Tag besser. Merke ich richtig wie sich alles wieder normalisiert auf einem besseren Niveau als vorher. Heute hatte ich eine Kundin hier, ich mache neben meiner Erwerbsminderungsrente selbständig einen PC-Service, und da habe ich sehr effizient gearbeitet. War sehr gut. Im Moment ist wegen der Sommerferien ziemlich Flaute und nicht viel zu tun. Und da konnte ich die letzten Wochen und kann ich auch jetzt noch einfach Fünfe gerade sein lassen. Aber ich merke schon eine veränderte Wahrnehmung der Welt, also besser.

Ich konnte auch früher keinen einigermaßen geordneten Tag-/Nachtrhythmus einhalten. Mittlerweile gelingt mir das richtig gut und ich bin morgens schon meist früh wach. Ich schlafe morgens nicht mehr so lange. Dafür lege ich mich dann lieber am Nachmittag noch mal ein Stündchen hin.

Das mit der Wasserlösemethode mit den Fluanxol-Tropfen geht auch ganz prima. Ich tropfe halt einen oder zwei Tropfen in 100 ml Wasser und ziehe mir dann die benötigte Menge auf eine Spritze auf. Ist wirklich einfach. Solange wie ich noch 2 mg Tabletten habe geht das auch gut. Ich werde meine Ärztin im August fragen, ob sie mir die 2 mg Tabletten aufschreibt. Wenn sie es nicht macht, dann nehme ich halt entsprechend die Tropfen.

Also, mit dem ganzen Handling da fühle ich mich jetzt sicher.

Viele Grüße
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Dienstag, 17.07.18, 23:36

Hallo liebe Leute,
heute war ein ruhiger Tag. Heute Abend habe ich noch einen großen Spaziergang gemacht. Dabei habe ich meine Ärztin getroffen, die auch recht überrascht war mich zu treffen. War ein guter Tag. Alles in Ordnung.

Viele Grüße
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Donnerstag, 19.07.18, 2:37

Hallo liebe Leute,
heute war ein ruhiger Tag, an dem ich mich mit Computerproblemen, die teilweise recht frustrierend sind, herumgeplagt habe. Ich merke, dass es mir leichter fällt, gute Lösungen für Probleme zu finden als noch vor dem Reduzieren. Alles kann ich leider nicht lösen.

Ansonsten geht es mir gut, einen kleinen Spaziergang habe ich auch noch eingelegt, der mir gut getan hat. Fühlte sich aber etwas anders an als die anderen Tage.

Viele Grüße
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Donnerstag, 19.07.18, 23:45

Hallo liebe Leute,

heute war ein, wie ich fand, recht anstrengender Tag. Zu einen wäre da die Hitze zu nennen, und dann musste ich heute in der Mittagshitze noch ein schweres und großes Paket von der Post die 5 Kilometer nach Hause schleppen. Danach war ich ziemlich fertig. Dann ging es weiter und ich habe an einem Computer, den ich zur Reparatur hier habe noch einige Stunden gearbeitet. Später dann noch Einkaufen und dann etwas auf meiner Lieblingsbank relaxen. Abends hatte ich noch Nachbarn zu Besuch und wir haben den Abend auf der Terrasse ausklingen lassen. Ich glaube, heute werde ich bestimmt gut schlafen. Insgesamt bin ich wieder recht stabil.
Meinen Arzttermin Anfang August muss ich verschieben, weil mein Bruder an genau dem Tag heiratet und ich da hinfahren will. Also, da brauche ich einen neuen Termin.

Viele Grüße
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Samstag, 21.07.18, 0:18

Hallo liebe Leute,
heute ging der Tag sehr schnell rum. Ich war den ganzen Tag irgendwie aktiv. Bin auch noch Spazieren gegangen. Ich merke, wie ich mich im Moment wirklich einsam fühle. Es ist ein ganz schlimmes Gefühl. Ich finde auch, dass mich die Neuroleptika wirklich behindert haben, ein normales Leben zu führen. Darüber bin ich sehr traurig. Es ist für mich sehr wichtig, diese weiter zu reduzieren.

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Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg Flupentixol, täglich alternierend 4 mg und 5 mg
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von escargot » Samstag, 21.07.18, 12:16

Lieber Schlemihl,

wahrscheinlich lohnt es sich, sich diese Einsamkeit einmal genauer anzusehen!

Bertram Karon beschreibt psychotisches Erleben als "balancing between fear and lonelyness". So habe ich es auch empfunden als Balance zwischen Angst und Einsamkeit und es kann sein, dass es auch für dich noch (erstmal neue) Wege gibt genau diese Einsamkeit entgegen zu wirken.

Entweder durch den Anschluss an eine Selbsthilfegruppe oder eine Ehrenamtstätigkeit oder auch etwas ganz anderes. Hast du eigentlich je Therapie gemacht?

Liebe Grüße
escargot
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Olanzapin 0,9 mg, Risperdal 2 mg, Tavor 1 mg
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800 mg Magnesium
Vitamin B12
....
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Schlaflosigkeit seit 23.10.
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Sonntag, 22.07.18, 2:52

Hallo escargot,
ja, ich habe wegen dieses schlimmen Einsamkeitsgefühls schon mal bei einer Recoverygruppe in der Klinik mitgemacht. Ich finde es jedoch einfach nur nervend, zwischen lauter Leuten zu sitzen, die alle mit ihrem Leben im Grunde klar kommen und sozial wunderbar integriert sind und dann den Gruppentermin nutzen, um immer gleiche Lamentos abzugeben. Als ich dann auch mal Probleme von mir erzählt habe, da wurde mir vorgeworfen, ich würde ja nur eine Show abziehen. Über diese Unverschämtheiten, die auch noch von der Gruppenleiterin geteilt wurden, habe ich mich so sehr aufgeregt, dass ich aus der Gruppe ausgeschlossen wurde, weil irgendwer dann Angst vor mir bekommen hat. Sorry, aber mit solchen Gruppen braucht man mir nicht mehr kommen. Noch nie sind mir solche Unverschämtheiten an den Kopf geworfen worden. Ich erzähle von meinen Problemen, die mich immer wieder quälen, und dann sagt man mir, ich würde ja nur Theater spielen. Wenn die sich nicht vorstellen können, dass ich völlig allein und einsam und oft tottraurig darüber, dann bin ich in solch einer Gruppe am falschen Ort. Ich habe seitdem öfter Einzelgespräche. Anfänglich hatte ich dort auch den Eindruck, dass ich mal wieder total nicht ernst genommen werde, so langsam scheint man aber verstanden zu haben, dass ich wirklich mit manchen Dingen nicht klar komme. Soziale Beziehungen beispielsweise. Und deshalb will ich auch nicht mehr in solch eine Gruppe.
Es war schon immer so, also mein ganzes Leben, dass ich in Gruppensituationen nicht klar gekommen bin. Aber mit einzelnen Menschen, da komme ich sogar ganz prima klar.
Ich habe seit meiner Berentung einen kleinen PC-Service. Und immer wieder sind die Kunden sehr begeistert von der Arbeit mit mir. Ich habe deshalb auch fast nur Stammkunden, die immer wieder kommen. Klar kommen auch mal neue, aber die werden dann ganz oft zu Stammkunden, einfach weil sie mit meiner Arbeit wirklich zufrieden sind und wir prima miteinander auskommen.
Aber ich habe früher als Dozent an einer Berufsfachschule gearbeitet. Solange wie die Klassen gut mitgearbeitet haben, war alles kein Problem. Aber ich war einfach nicht in der Lage, eine Gruppe auf die Reihe zu bekommen, wenn es mal unübersichtlich oder die Gruppensituation schwierig wurde. Das war auch letztlich der Grund, weshalb mir dann nach einer Reha die Erwerbsminderungsrente vorgeschlagen wurde.
Gruppen sind einfach nichts für mich.
Heute hatte ich ein Streitgespräch am Telefon mit meinem alten Vater. Das war auch was Neues, dass ich da sehr sauer wurde am Telefon. Im August ist ein Familienfest, und für jeden ist ein Schlafplatz da, nur für mich nicht. Da fühle ich mich natürlich mal wieder total ausgeschlossen. Und deshalb bin ich sauer geworden und war hinterher sehr traurig. Ich habe dann meine Teilnahme an dem Fest abgesagt. Irgendwie lebe ich allein, sowieso. Ich gehöre halt nicht dazu. Nirgends. Nicht mal in der eigenen Familie. Aber ich habe ein eigenes Leben, mit dem ich ansonsten auch zufrieden bin. Nur macht mich dies Ausgeschlossensein aus der Gesellschaft immer wieder sehr traurig. Und das merke ich jetzt wieder mehr, wo die Neuroleptika-Dosis geringer ist.
Heute Abend hatte ich dann noch gute Gespräche mit einer Freundin von mir und ich habe den ganzen Abend schöne Musik gehört. Deshalb bin ich zwar immer noch ein bisschen traurig, aber es geht mir jetzt wieder gut ansonsten. Es ist halt wie es ist. Und, wie meine Mutter immer sagt: Das Leben geht immer weiter.

Viele Grüße
Schlemihl
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zunächst Diagnose von 1989 bis 1995: paranoid-halluzinatorische Psychose
Medikation: Haldol, nicht vertragen, danach Fluanxol (Wirkstoff Flupentixol) etwa 7 mg/Tag
ab 1995: schizoaffektive Psychose ICD F 25.9 G
Medikation: Flupentixol 7 mg , Carbamazepin 750 mg
ab ca. 2005: Flupentixol 5 mg, Carbamazepin 750 mg
Keine besonderen Nebenwirkungen, keine Absetzversuche
---
Weitere Medikamente:
Bedarfsmedikation Pipamperon 40 mg. Nehme ich vielleicht ein bis zwei Mal im Jahr, dann reichen 10 mg.
Sonstiges: HCT 25
NEM: Vitamine A-Z vom DM oder Aldi täglich, außerdem regelmäßig Magnesiumtabletten
falls ich nicht einschlafen kann: Baldrian-Tropfen vom DM, alternativ Zirkulin Einschlaf-Dragees
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ab 10.9.2018 Omega-3 1000 1 Kapsel/Tag
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Montag, 23.07.18, 2:04

Hallo liebe Leute,
heute hatte ich, obwohl es Sonntag war, einen einigermaßen anstrengenden Tag, aufgrund einiger Gespräche, die ich heute geführt habe.
Positiv war ein Telefonat mit meiner Mutter. Sie sagte unter anderem auch, dass ich auch als Kind schon so war wie heute, und sie meinte, dass mich die Neuroleptika nicht verändert hätten.
Ein weiteres Telefonat mit meiner Ex-Freundin fand ich auch gut. Sie sagte mir, dass ich mich trotz der Neuroleptika und meiner Krankheit immer anständig verhalten hätte. Das fand ich ziemlich gut.
Ansonsten habe ich mit einer anderen Freundin noch längere Gespräche geführt, bei denen es darum ging, dass sie mit ihren Gefühlen klarzukommen versucht.
Also es waren alles solche Gespräche, bei denen es wirklich darauf ankam, sich zu konzentrieren und bei der Sache zu bleiben. Das konnte ich gut.
Abend bin ich dann noch etwas in die Natur gegangen und habe mal wieder den Vögeln gelauscht. Das ist fast so wie eine Art von Meditation, darauf zu lauschen, wie sich die Vögel unterhalten. Mit tut es gut.
Heute Abend habe ich dann noch einen Brief für die Rentenversicherung fertig gemacht und zum Briefkasten gebracht.
Sonst nichts weiter.
Irgendwie komme ich nichts Bett, obwohl ich schon lange müde bin. Muss ich mal ändern.
Viele Grüße
Schlemihl
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von escargot » Montag, 23.07.18, 10:01

Lieber Schlemihl,

ja, dann ist das so, dass du eher Kraft schöpfst aus Einzelgesprächen! Das ist doch auch gut so und eine wichtige Erkenntnis.
Nicht für jeden sind diese Gruppen was. Bei mir selbst bin ich da auch noch nicht so sicher, was das Richtige ist.

Du musst ja nicht gleich alles (auf einmal) ändern.
Merke bei dir, dass du gerade voller Tatendrang scheinst.

Pillen reduzieren, Rauchstopp, Schlafgewohnheiten ändern....

Mach langsam!
Liebe Grüße
escargot
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Dienstag, 24.07.18, 2:32

Hallo liebe Leute,

einer meiner Gesprächspartner ist mir heute leider abhanden gekommen. Darüber bin ich ziemlich traurig. Mir wurde die Schuld dafür gegeben, dass sich meine Bekannte gefragt hat: Wer bin ich? Und dadurch, dass sie sich die Frage gestellt hat, wer sie denn ist, ist sie ziemlich ins Trudeln gekommen. Das tut mir natürlich leid, aber ich konnte es leider auch nicht verhindern. Danach bin ich erstmal Brombeeren pflücken gegangen und habe ein paar Gläser Marmelade gekocht. Durch dieses Erfolgserlebnis habe ich mich wieder besser gefühlt und ich denke auch, dass ich mir zwar Mühe geben kann, ein guter Freund zu sein, aber eben auch leider mal Fehler mache, obwohl ich das nicht möchte. Muss ich wohl mit leben. Und ich denke auch, dass ich immer so einer bin, der anderen helfen will, aber doch am Ende gar nicht helfen kann. Ich überfordere mich dadurch ständig. Das ist vor allem nicht gut für mich.

Und dann bin ich noch auf etwas gekommen, das wohl mit mir und meiner Person zu tun hat. Ich habe nämlich einen wissenschaftlichen Artikel über Schizophrenie gelesen, in dem stand, dass man herausgefunden hat, dass insbesondere Gehirnzellen, die für das Planen und Entscheiden notwendig sind, sowie Gehirnzellen, die für die Erinnerungen zuständig sind, bei Schizophrenen anders seien als bei Normalen. Und dann habe ich mich gefragt, ob ich denn Defizite beim Planen und Entscheiden habe. Wenn ich mein Leben zurückverfolge, dann muss ich sagen, dass ich auch schon als Jugendlicher damit große Probleme hatte, und auch mein ganzes Leben gerade beim Planen und Entscheiden bei mir Probleme waren. Sogar meinen Beruf habe ich mir ausgesucht, weil ich mich nicht entscheiden konnte. Und da gab es auch noch mehr. Das ist auch noch heute so, dass ich mit Planen und Entscheiden meine Probleme habe. Beim Erinnern habe ich keine Probleme. Mein Gedächtnis ist eher besonders gut, glaube ich.

Nun, das fand ich heute interessant. Ansonsten habe ich heute nicht viel Sinnvolles auf die Reihe bekommen, weil ich mit den Problemen meiner Bekannten befasst war, die mich dann "abgeschossen" hat, weil ich ein Problem von ihr nicht richtig gelöst habe. Traurig aber wahr.

Mit den Medikamenten läuft alles so weiter, eben mit 4,5 mg und ich bemerke keine besonderen Probleme. Ich bin wacher, das merke ich allerdings.

Viele Grüße
Schlemihl.
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Mittwoch, 25.07.18, 12:00

Hallo liebe Leute,
also, gestern ging es mir nicht so besonders gut. Meine Bekannte, die an einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung leidet, hat mich wohl auf die dunkle Seite getan. Das ist natürlich sehr traurig, aber ich kann sicher gar nichts daran ändern und muss mich jetzt auch distanzieren, um weiter mit mir klar zu kommen. Ist wohl richtig, wenn ich mich da abgrenze, auch wenn es mir schwer fällt, aber es bleibt mir nichts anderes übrig.
Es war auch frustrierend, dass ein Kunde, der mir gesagt hatte, er würde gestern oder vorgestern kommen, sich nicht gemeldet hat.
Was aber gestern gut war, das war ein Telefongespräch mit meiner Ex-Freundin. Da ist doch ein echtes gegenseitiges Verstehen immer noch da.
Gestern fand ich die Hitze sehr anstrengend.
Als ich meinen Abendspaziergang machte, da merkte ich, dass ich irgendwie gar keinen Kontakt zu mir hatte und es sich überhaupt nicht gut anfühlte. Ich kann das nicht genau beschreiben, aber es war ein Zustand, den ich aus Zeiten der Psychose kenne. Ich ging ein bisschen weiter und setze mich dann auf eine Bank und liess die schöne Natur um mich herum auf mich wirken. Aber auch diese nahm ich nur oberflächlich wahr. Dann wandte ich mich nach Innen und konzentrierte mich auf meinen Atem, wie man das beim Meditieren macht, und, nachdem ich mich so auf das Atmen konzentriert hatte, da merkte ich, wie ich wieder Kontakt zu mir bekam. Ich sagte mir dann innerlich ein "Vater unser" auf, nicht weil ich jetzt so gläubig bin, sondern weil mir das schon oft geholfen hat. Ich finde, damit komme ich immer wieder gut auf mich zurück. Und das funktionierte auch tatsächlich. Nach diesen "Übungen" hatte ich wieder guten Kontakt zu mir und ich nahm auch die Natur um mich herum ganz anders und wieder "richtig" wahr. Da blieb ich noch etwas sitzen und ging dann wieder nach Hause. Diese Übung hat mir sehr gut geholfen und ich habe dann auch später gut geschlafen.
Heute Morgen bin ich wieder fit für den Tag.
Ich machte mir vorhin Gedanken darüber, dass ich ja, obwohl ich keinen Alkohol trinke, weil ich davon sofort Kopfschmerzen bekomme, doch einige Drogen zu mir nehme. Da sind natürlich die Psychopharmaka, aber auch das Nikotin, was ich ja schon hier angesprochen habe. Es ist aber auch der Kaffee, von dem ich viel über den Tag trinke. Das ist eigentlich auch noch so ein Ding, das ich mal auf dem Schirm haben sollte. Es wäre wirklich gut für mich, wenn ich daran arbeite, irgendwann ganz und gar ohne solche Drogen leben zu können. Auch meine Ernährung möchte ich verändern, indem ich weniger Fleisch esse und dafür mehr Obst und Nüsse. Also, ich will daraus keine Ideologie machen, aber insgesamt möchte ich mich gesünder ernähren, denn ich bin ja auch zu dick und habe etwas Bluthochdruck. Deshalb nehme ich ja auch das HCT. Ich habe jetzt gerade mal meinen Blutdruck gemessen. Er beträgt 146 zu 92 Puls 71. Das ist normal für mich.
Viele Grüße
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Donnerstag, 26.07.18, 1:29

Hallo liebe Leute,
heute am späten Nachmittag hat mich meine Bekannte wieder angerufen und wir sind wieder best friends. Das ist manchmal gar nicht so einfach, das Richtige zu machen. Mir ist da heute ein Stein vom Herzen gefallen.

Mittags bin ich in der Mittagshitze mit dem Fahrrad die 4-5 km in die Stadt gefahren, allerdings immer schön im Schatten an einem Flüsschen bei uns entlang. Auf dem Rückweg habe ich da wieder auf einer Bank im Schatten gesessen und verschiedene Telefonate geführt. Ich hatte ja eine Flasche Wasser dabei und das war ganz gemütlich dort. Am späten Nachmittag war ich wieder zuhause.

Jetzt sind meine 2 mg Tabletten aufgebraucht. Heute habe ich das erste Mal alles in Tropfen genommen. Obwohl ich damit schon gut klar komme, muss man sich sehr konzentrieren, um auch keinen Tropfen zu verpassen. Vielleicht wäre es keine schlechte Idee, sich die Tropfen in der Apotheke verdünnen zu lassen, so dass 1 Tropfen dann 0,1 mg Flupentixol sind. Pro mg muss man dann zwar 10 Tropfen nehmen, aber wenn man sich mal um einen verzählt, dann ist das nicht so ein großer Unterschied wie im Moment. Na, ich werde es mal abwarten, ob ich da noch mehr Übung bekomme.

Ich muss auch unbedingt meine Ärztin darauf ansprechen, mir 2 mg Tabletten aufzuschreiben. Dann gehe ich ab dem 3. oder 4. August auf 4,1 mg oder 4 mg. Also, am liebsten auf 4,1 mg, glaube ich. Das würde ich mir zutrauen.

Praktischer wären aber 4 mg. Da würde ich einfach 2 x 2 mg nehmen. Nur dann bin ich über den 10 Prozent. Wenn ich die 0,1 mg noch als Tropfen dazu nähme wäre ich bei 4,1 mg.

Viele Grüße
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ab 1995: schizoaffektive Psychose ICD F 25.9 G
Medikation: Flupentixol 7 mg , Carbamazepin 750 mg
ab ca. 2005: Flupentixol 5 mg, Carbamazepin 750 mg
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Freitag, 27.07.18, 1:56

Hallo liebe Leute,

ich hatte heute einen zwar heißen aber ansonsten eher angenehmen Tag. Hatte sogar noch Arbeit bekommen und habe da heute im Halbdunkel dran gesessen.
Bei Sonnenuntergang habe ich noch eine Spaziergang gemacht.
Abends war noch ein Telefongespräch mit meiner Bekannten, der es heute absolut nicht gut ging.

Was mir heute Morgen auffiel, das war mal wieder nach dem Aufstehen das Gefühl, ein Brett im Kopf zu haben. Also, ich bin sicher, dass dieses Gefühl von dem Fluanxol kommt. Das ist schon seit sehr langer Zeit so. Erst nach ein paar Kaffee und meiner Morgenmedikation, 150 mg Carbamazepin im wesentlichen, geht dieses Gefühl weg.

Ich habe gelesen, dass man die Medikamente in umgekehrter Reihenfolge wie man sie verschrieben bekommen hat reduzieren soll. Also ich habe erst Fluanxol ein paar Jahre und dann Carbamazepin bekommen. Aber mir erscheint es gefühlsmäßig sinnvoller, erst das Fluanxol zu reduzieren und danach vielleicht das Carbamazepin abzusetzen. Nun ja, ist nur so ein Gedanke von mir.

Außerdem war ich doch einigermaßen entsetzt über die Auskunft einer Vertretungsärztin in der Klinik, die mir Anfang Juli die Auskunft gab, ich solle 3 Tropfen von den Fluanxol-Tropfen pro Tag nehmen. Ich mein, ich habe jahrelang 5 mg Fluanxol genommen, und in der Packungsbeilage steht eindeutig, dass 1 Tropfen 1 mg Flupentixol ist. Und außerdem steht da die Empfehlung, dass für eine prophylaktische Erhaltungsdosis 3 Tropfen sprich 3 mg genommen werden sollen. Aber wenn ich mich nun nach den Anweisungen der Vertretungsärztin gerichtet hätte, dann würde ich jetzt nur 3 mg Flupentixol pro Tag nehmen. Ist doch verantwortungslos, denke ich da, mir eine solche Anweisung zu geben. Da wäre die nächste Psychose wieder vorprogrammiert gewesen. Ich nehme 4 Tropfen und in meiner Wasserlösung 0,5 mg. Ende nächster Woche will ich auf 4,1 mg gehen. Ich mache das strikt mit den 10 Prozent.

Viele Grüße
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von escargot » Freitag, 27.07.18, 7:33

Guten Morgen Schlemihl,

gut, dass es sich geklärt hat mit deiner Bekannten! Wollte den einen Tag schon schreiben, dass manchmal einfach etwas Zeit ins Land streichen muss und dann nochmal ein klärendes Gespräch und dann ist es auch wieder gut.

Mich belasten solche Vorkommnisse aber auch in besonderem Maße. Und durch die Pillenreduktion wird es einem doch auch nicht mehr ganz so egal. Ich war eine relativ lange Zeit so zugepillt und abgestumpft auch.
Aber dieser Zustand ist eigentlich auch sehr traurig.

Auch schleiche ich übrigens das Med aus, das ich zuerst nahm. Einfach deshalb, weil es mir am wenigsten Nutzen bringt und am meisten Nebenwirkungen verursacht. Das ist schon auch immer individuell und ich glaube genauso wirst du auch deine guten Gründe haben, das Fluanxol zuerst raus zu nehmen.

Man kann nicht vorhersehen, ob die 3 mg dich wieder psychotisch hätten werden lassen. Das ist alles Spekulation!
Vielleicht - um mal einzusteigen :) - wäre es dir auch bekommen und du hättest nun weniger zum Ausschleichen gehabt.

Finde gut, dass du das durchziehst mit deinen Spaziergängen oder auch mal eine Fahrradtour!

Liebe Grüße
escargot
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LinLinaSchlemihl
DIAGNOSEN
02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf max. 1-2 mg Tavor! (selten)

Täglich :
Olanzapin 0,9 mg, Risperdal 2 mg, Tavor 1 mg
2 X 425 mg Passionsblume
800 mg Magnesium
Vitamin B12
....
► Text zeigen
01.09. 1,07 mg Olanzapin, 2 mg R, 1 mg T... Ängste,verschwommenes Sehen bei Stress "Rissschatten",Geräuschkulissen
01.10. 1 mg Olanzapin, 2 mg R, 1 mg T
Unruhe,Angst,Geräuschkulissen
Schlaflosigkeit seit 23.10.
01.11. 0,9 mg Olanzapin, 2 mg R, 1 mg T plus Bedarf
Schlafprobleme, Geräuschkulissen

Schlemihl
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Samstag, 28.07.18, 0:52

Hallo escargot,
danke für Dein Mutmachen. Ich komme gerade aus den Weinbergen zurück, wo ich die Mondfinsternis angeschaut und fotografiert habe. Also, wenn jeden Tag sowas wäre, dann würde ich niemals Medis oder sowas gebraucht haben. Ich komme absolut tiefenentspannt und zufrieden nach Hause.
Mehr gibt es im Moment dazu nicht zu sagen.

Viele Grüße
Schlemihl
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Schlemihl für den Beitrag:
escargot
Ausgangssymptome: Psychotische Wahnvorstellungen, Verfolgungsängste, Suizidversuch im Wahn
zunächst Diagnose von 1989 bis 1995: paranoid-halluzinatorische Psychose
Medikation: Haldol, nicht vertragen, danach Fluanxol (Wirkstoff Flupentixol) etwa 7 mg/Tag
ab 1995: schizoaffektive Psychose ICD F 25.9 G
Medikation: Flupentixol 7 mg , Carbamazepin 750 mg
ab ca. 2005: Flupentixol 5 mg, Carbamazepin 750 mg
Keine besonderen Nebenwirkungen, keine Absetzversuche
---
Weitere Medikamente:
Bedarfsmedikation Pipamperon 40 mg. Nehme ich vielleicht ein bis zwei Mal im Jahr, dann reichen 10 mg.
Sonstiges: HCT 25
NEM: Vitamine A-Z vom DM oder Aldi täglich, außerdem regelmäßig Magnesiumtabletten
falls ich nicht einschlafen kann: Baldrian-Tropfen vom DM, alternativ Zirkulin Einschlaf-Dragees
ab 18.8.2018 Omega-3 1000 von DM, 2 Kapsel/Tag
ab 10.9.2018 Omega-3 1000 1 Kapsel/Tag
---
ab 26.6.2018 ersten Absetzversuch Flupentixol begonnen.
Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg Flupentixol, täglich alternierend 4 mg und 5 mg
ab 11.07.2018 nicht mehr alternierend sondern konstant 4,5 mg
ab 4.8.2018 4,25 mg Flupentixol

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