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escargot
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von escargot » Samstag, 28.07.18, 11:51

Hallo Schlemihl!

Genau diese Momente muss man festhalten! Gut, dass du das fotografisch getan hast. Vielleicht kannst du die Fotos hervor holen und dich erinnern, wenn es mal nicht so gut geht?

Ich war jetzt die Woche ganz allein in einem Waldsee baden. Idylle pur! Das bewahre ich mir auch diese viertel Stunde, in der ich plötzlich ganz ruhig wurde und was fast vergleichbar mit der Wirkung von 2-3 Tavors war.

Liebe Grüße
escargot
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2 X 425 mg Passionsblume
800 mg Magnesium
Vitamin B12

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Elaps Corallinus LM1 1 Tropfen mit Pipette in ein Glas Wasser, davon 1 Löffel nur
Phosphorus C12 1 Globuli wöchentlich
....
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17.08. endlich besser, aber noch nicht gut. Weiterhin appetitlos, erschöpft, Angstzustände
20.08. endlich symptomfrei :)
23.08. Stimmengelaber, erschöpft, Angst
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Samstag, 28.07.18, 23:49

Hallo escargot,
es wird ja auch noch mehr Mondfinsternisse geben. Auf dem Foto ist es lange nicht so gut wie in der Wirklichkeit. Das kann ein Foto niemals einfangen. Ein Foto ist immer nur ein Foto.
Heute war wieder ein ganz anderer Tag. Nichts Halbes und nichts Ganzes.
Zwar war ich Einkaufen und bin auch wieder raus gegangen und ich habe mir auch was Gutes zu Essen gemacht, auch etwas Geld habe ich verdient, aber zufrieden bin ich mit dem Tag nicht.
Was gut ist, das ist, dass ich mit den Fluanxol-Tropfen immer besser klar komme.
Ich fühle mich auch nach der Reduktion jetzt wieder ganz sicher innerlich.
Allerdings möchte ich, dass mein Leben weiter so stabil bleibt und ich nicht aus der Ruhe komme. Damit käme ich im Moment nicht gut klar.
Das mit dem Rauchen gefällt mir auch nicht. Aber ich kann es einsehen, dass es nicht gut ist, zwei Dinge gleichzeitig zu ändern.

Viele Grüße
Schlemihl
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zunächst Diagnose von 1989 bis 1995: paranoid-halluzinatorische Psychose
Medikation: Haldol, nicht vertragen, danach Fluanxol (Wirkstoff Flupentixol) etwa 7 mg/Tag
ab 1995: schizoaffektive Psychose ICD F 25.9 G
Medikation: Flupentixol 7 mg , Carbamazepin 750 mg
ab ca. 2005: Flupentixol 5 mg, Carbamazepin 750 mg
Keine besonderen Nebenwirkungen, keine Absetzversuche
---
Weitere Medikamente:
Bedarfsmedikation Pipamperon 40 mg. Nehme ich vielleicht ein bis zwei Mal im Jahr, dann reichen 10 mg.
Sonstiges: HCT 25
NEM: Vitamine A-Z vom DM oder Aldi täglich, außerdem regelmäßig Magnesiumtabletten
falls ich nicht einschlafen kann: Baldrian-Tropfen vom DM, alternativ Zirkulin Einschlaf-Dragees
ab 18.8.2018 Omega-3 1000 von DM, 2 Kapsel/Tag
ab 10.8.2018 Omega-3 1000 1 Kapsel/Tag
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ab 26.6.2018 ersten Absetzversuch Flupentixol begonnen.
Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg Flupentixol, täglich alternierend 4 mg und 5 mg
ab 11.07.2018 nicht mehr alternierend sondern konstant 4,5 mg
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Montag, 30.07.18, 2:24

Hallo liebe Leute,
heute hatte ich einen guten Tag. Erst war ich den ganzen Tag zuhause und am späten Nachmittag habe ich mich dann noch mal zu einem sehr langen Spaziergang aufgemacht. Ich glaube, ich bin ungefähr 10 Kilometer gegangen. Das war sehr gut.
Ich hatte auch noch verschiedene Telefonate, die ganz gut waren.

Heute Abend dann habe ich mich wieder mit meinen Nichtraucherplänen beschäftigt. Ich habe da ein paar Arbeitsblätter aus dem Buch Rauchpause von Maja Storch ausgefüllt. Dabei ging es um meine guten Gründe zu Rauchen und die guten Gründe um nicht mehr zu Rauchen und man sollte die auch intuitiv so anordnen wie nahe sie jeweils dem eigenen Ich sind. Das fand ich ziemlich hilfreich. Mir ist aufgefallen, dass ich die Gründe, nicht zu rauchen viel näher an meinem Ich angeordnet habe als die Gründe, weiter zu rauchen.

Die nächsten Tage will ich noch die anderen Arbeitsblätter durcharbeiten.

Heute ging es mir nach dem Spaziergang sehr gut. Vor dem Spaziergang war das noch ein sehr mittelmäßiger Tag.

Ansonsten ging es mir heute gut, es gibt keine Irritationen und ich befinde mich immer noch sicher mit beiden Füßen auf der Erde.

Viele Grüße
Schlemihl
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 30.07.18, 17:53

Hallo Schlemihl,

schön, dass es dir gut geht und du sogar bei diesem Wetter so lange Spaziergänge schaffst, das erdet dich sicher.
:hug:

Bist du ein starker Raucher ? Ich Frage deshalb, weil ein Nikotinentzug auch eine Belastung für den Körper ist und man nicht unbedingt während der Medikamentenreduktion damit beginnen sollte, weil dann dem Körper gleichzeitig zwei Stoffe entzogen werden und man auftretende Symptome schwer zuordnen kann.

Zudem hat Nikotin Einfluss auf die Aufnahme von Medikamenten. Wenn du viel rauchst und dann damit stoppt, kann sich der Spiegel in deinem Blut verändern, ohne dass du an der Dosis was geändert hast.
Ich weiß nicht, ob das bei deinen Medis so ist. Ich weiß das nur von meinem Duloxetin.

Natürlich ist Rauchen schädlich und ich finde es toll, dass du aufhören willst aber vielleicht solltest du damit noch etwas warten ?

LG Ute
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Dienstag, 31.07.18, 1:45

Hallo Ute,
ich bin ein starker Raucher. Also ich rauche so eine Packung Tabak am Tag. Ich weiß, dass Nikotin auch psychoaktiv ist.

Was jetzt das Neuroleptikum angeht, das Flupentixol, da weiß ich, dass die Psychiater bei Rauchern extra mit der Dosis etwas höher gehen und bei Nichtrauchern etwas niedriger.

Deshalb bin ich mittlerweile der Meinung, dass das Reduzieren des Rauchens eher förderlich auf das Reduzieren der Neuroleptika wird als hinderlich. Das ist vielleicht nicht genau so wie bei Antidepressiva.

Also, wenn ich das Flupentixol reduziere, so wie ich es vor etwas mehr als einem Monat getan habe, dann kommt man erst in eine bessere Stimmung als vorher. Das ist auch das Gefährliche beim Reduzieren von Neuroleptika, weil es einem erst besser geht und dann merkt man vielleicht nicht, wenn man wieder in eine Psychose abgleitet. Deshalb überprüfe ich auch immer, ob ich noch geerdet bin. Wenn ich früher in Zustände wie in diesem Monat Juli gekommen wäre, dann hätte ich mir größte Sorgen gemacht. Da sich dies jedoch tatsächlich wieder im Laufe des Juli normalisiert hat, bin ich jedoch schon wieder beruhigt. Das ist ja auch eine wichtige Erfahrung für mich gewesen.

Ich verhalte mich auch jetzt noch ein wenig anders als vorher. Irgendwie verschwende ich viel mehr Zeit. Und nachmittags bin ich meist in meiner Wohnung und habe die Rolläden runter. Das mache ich aber nur wegen der Hitze. Was sich jetzt schon seit einiger Zeit wieder geändert hat, das ist, dass ich keinen Mittagsschlaf mehr mache. Das habe ich früher auch nicht gemacht, aber in den ersten Wochen der Reduktion habe ich immer das Bedürfnis nach einem Mittagsschlaf gehabt.

Was sich nach und nach wieder eingestellt hat, das ist die Selbstverständlichkeit, mit der ich meinen Alltag bewältige. Zeitweilig hatte ich gar nicht mehr das Gefühl, dass ich richtige Pläne machen konnte. Allerdings ist das nicht so sehr ausgeartet, dass ich nun gar nicht mehr klar gekommen bin.

Wenn ich jetzt weiter reduziere, dann vermute ich, dass in den ersten zwei bis drei Wochen nach jedem Reduktionsschritt auch wieder so eine Neuorientierung nötig sein wird.

Was das Rauchen nun angeht, so habe ich jetzt das Gefühl, dass die Zigaretten so Kakerlaken sind, die mich vergiften und dass die Tabakfirma so ein Parasit ist, der sich in mir festgesetzt hat und ich werde den gar nicht mehr los. Kakerlaken sind für mich das schlimmste Ungeziefer, das es gibt. Ich habe mal in einer Wohnung mit Kakerlaken gewohnt und davon habe ich die schlimmsten Alpträume gehabt. Das härteste Gift hat nicht wirklich gegen sie geholfen. Hat nur dafür gesorgt, dass es nicht noch schlimmer wurde. Und solche Kakerlaken sind auch die Zigaretten, die ich rauche. Sie verhindern, dass ich so leben kann wie ich will. Eigentlich noch mehr als es die Medis tun. Und deshalb möchte ich so schnell wie möglich davon loskommen. .

Vielleicht könnte mir das Reduzieren von Flupentixol sogar noch leichter fallen wenn ich gleichzeitig das Rauchen aufhöre. Also, logisch wäre es zumindest. Ich meine Nikotin wird nach 30 bis 60 Minuten von der Leber oxidiert und morgens ist ohnehin kein Nikotin mehr im Blut. Deshalb ist ja auch die erste Zigarette morgens immer die Beste. Wenn man die nun weg lässt, dann wird man ja auch nicht gleich psychotisch. Also, wenn ich im ICE 5 Stunden von Karlsruhe nach Hannover fahre, dann habe ich zwar in Hannover Schmacht und will unbedingt eine rauchen, aber ich werde ja nicht gleich psychotisch davon.

Viele Grüße
Schlemihl
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Jamie
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Jamie » Dienstag, 31.07.18, 13:30

Hallo Schlemihl :) (ist das jüdisch?),

wie viel ist eine Packung Tabak ungefähr in Zigaretten? Ich kann mir darunter nichts vorstellen, danke :)

Was spricht denn dagegen das Rauchen / Tabakkonsum / Zigaretten genauso auszuschleichen wie ein Medikament? Oder ist das zu naiv von mir gedacht als Nichtraucher?

Angenommen du rauchst 40 Zigaretten am Tag, dann könnte man sich doch vornehmen, >OK, die nächsten 10 Tage rauche ich nur noch 38, weitere 10 Tage später nur noch 36<... usw (?)

Viele Grüße
Jamie

PS. Niemand will dir in dein Rauchstopp Projekt reinreden; du machst es so, wie du es für richtig hältst. :fly:
Es macht nur auch einen guten Austausch im Forum aus, sich gegenseitig Bedenken, Ideen etc. mitzuteilen.
Ich hoffe du fühlst dich nicht bevormundet oder so und die von anderen genannten Sorgen werden als das aufgefasst, was sie sind - Bedenken, aber keine Beeinflussung. ;)
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Dienstag, 31.07.18, 15:02

Hallo Jamie,
ich habe das gerade schon mal geschrieben. Das Wort Schlemihl ist jüdisch. Ich bin darauf gekommen, weil mein Opa, der aus Ostpreußen stammt, das immer im Sinne von Spaßvogel verwendete. Ich selbst bin evangelisch und ich fand, dass es ein guter Nickname für ein Forum ist, denn für mich ist der Begriff positiv assoziiert. Ich habe immer Probleme, mir dafür einen Namen auszudenken und dann bediene ich mich halt bei Bezeichnungen, die mir irgendwie geläufig sind.

Was nun den Tabak so angeht, und wie man ihn in Zigaretten umrechnet, das weiß ich auch nicht genau. So ein Paket Tabak sind 40 Gramm. Ich rauche Halfzware-Tabak. Aus einem Paket bekommt man ungefähr 50 bis 60 Zigaretten. Das kommt auch immer drauf an, wie man die Zigaretten dreht. Man kann sie dünn drehen oder man kann sie dick drehen, man kann sie nur halb rauchen oder man raucht sie ganz. Ich rauche eine Zigarette meistens nur halb, weil sie mir dann nicht mehr schmeckt. Ich kann deshalb mit Gramm Tabak was anfangen und nicht mit Anzahl Zigaretten, weil ich noch nie die fertigen Zigaretten geraucht habe. Ich rauche seit dem Alter von ungefähr 16 Jahren und habe zwischendurch, mit Anfang 20, mal für zwei Jahre nicht geraucht. Danach habe ich wieder angefangen und seitdem rauche ich bis heute.

Im Prinzip spricht gegen das Ausschleichen der Zigaretten genau so wie das Ausschleichen von Medikamenten nicht viel. Nur ist das bei den Zigaretten anders als bei den Neuroleptika: Bei den Neuroleptika entwickele ich ganz und gar keinen Suchtdruck, wenn ich sie reduziere. Bei den Zigaretten entwickele ich schnell Suchtdruck, der dann dazu führt, dass ich eine neue Zigarette rauche.
Das unterscheidet die Sucht nach Neuroleptika von der Sucht nach Zigaretten. Neuroleptika haben mir noch nie irgendein gutes Gefühl gemacht, sondern ich habe sie aus Angst vor einer neuen Psychose genommen. Eine Psychose ist für mich eine echte Katastrophe geworden, nachdem ich ein Mal im Wahn einen Suizidversuch unternommen hatte. Das ist daher lebensgefährlich für mich. Deshalb bin ich bei den Neuroleptika so vorsichtig, nicht etwa, weil ich sie aus freien Stücken nehme. Ich habe sie aus Einsicht genommen, nur haben mich neuere Erkenntnisse zu der Vermutung gelangen lassen, dass Neuroleptika für mich nicht mehr notwendig sind und dass sich auch mein Gehirn wieder an ein Leben ohne Neuroleptika anpassen kann, wenn ich beim Absetzen Vorsicht walten lasse.

Wenn ich die Zigaretten weglasse, dann werde ich für ein paar Tage einen Suchtdruck entwickeln. Den muss ich bewältigen, doch dieser Suchtdruck wird bei mir keine Krankheiten auslösen. Das Weglassen des Nikotins wird meine Stimmung durcheinander bringen, vor allem werde ich mich schlechter fühlen, aber ich kann das bewältigen. Nach ein paar Tagen ist das Zeug schon raus aus dem Körper. Ich glaube nicht, dass ich krank werde, wenn ich nicht mehr rauche. Allerdings könnte es sein, dass der Entzug schwierig wird.

Wenn ich jetzt nach dem Schema "Langsam Zigaretten reduzieren" verfahre, dann werde ich ständig Suchtdruck haben. Das halte ich auf Dauer nicht aus. Davon hat mich das Buch von Allen Carr überzeugt. Jede gerauchte Zigarette sorgt für neuen Suchtdruck. Der Suchtdruck wird nicht geringer, wenn ich weiter rauche, sondern wenn ich aufhöre zu rauchen. Das, worum es beim Nikotin geht, ist das Aushalten des Suchtdruckes. Genau wie bei Heroin oder Alkohol.

Insofern unterscheiden sich Nikotin und Neuroleptika voneinander. Deshalb meine ich, dass ich den Nikotinentzug in kurzer Zeit bewältigen kann, während ich für den Neuroleptika-Entzug lange Zeit benötige. Ich könnte also beispielsweise jetzt direkt den Nikotinentzug durchziehen und wenn das vorbei ist, mit den Neuroleptika weiter machen. Soweit jedenfalls meine Theorie.

Ich empfinde übrigens das gar nicht als "reinreden", sondern ich finde es gut, weil ich mir dann immer wieder Gedanken darüber machen kann. Wenn es leicht wäre für mich das Rauchen aufzugeben, dann hätte ich es ja schon lange gemacht. Nur ist es eben eine echte Klippe für mich. Irgendwie so wie vom 10 Meter Brett ins Wasser springen. Manchmal muss man es einfach machen, vielleicht.

Viele Grüße
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Dienstag, 31.07.18, 15:51

Hallo Jamie,
noch eine Ergänzung zu dem vorigen:

Ich habe jetzt einen Entschluss gefasst. Und zwar habe ich am Freitag, den 3., Termin bei meiner Ärztin. Dann werde ich mit ihr das Reduzieren/Absetzen des Flupentixols besprechen und ihr meine Erfahrungen berichten. Ich will mir von ihr auch die 2 mg Tabletten Fluanxol verschreiben lassen. Und nach dem 3.8. werde ich nicht mehr rauchen.

Dann habe ich am 7.8. einen Termin bei der Sozialarbeiterin in der PIA. Die will schon die ganze Zeit, dass ich nicht mehr rauche. Und mit der werde ich dann meine Erfahrungen der ersten 3-4 Tage ohne Rauchen besprechen und wie es weiter geht. Wenn das mit dem Rauchstopp zu heftig ist, dann kann ich mir dann immer noch überlegen, wieder zu rauchen. Aber ich glaube nicht, dass ich das dann noch wieder mache.

Das für mich Wichtige ist, dass dann sowohl das Reduzieren von Fluanxol wie auch der Rauchstopp autonome Entscheidungen von mir sind. Das ist mir nämlich wichtig. Ich wollte mir nie von anderen vorschreiben lassen, nicht mehr zu rauchen. Aber wenn ich das aus meiner Freiheit heraus tue, dann finde ich das sogar ganz toll.

Viele Grüße
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Mittwoch, 01.08.18, 2:19

Hallo liebe Leute,
der Tag heute war gut. Ich habe zwar sehr geschwitzt, aber ich habe gute Gespräche geführt und meine normalen Sachen gemacht. Außerdem war ich wieder abends spazieren.
Heute Abend habe ich Sterne geguckt. Ich habe so ein kleines Teleskop und das habe ich mir aufgebaut und dann Saturn und Mars angeschaut. Das war mal wieder schön.
Als ich dann so mitten in der Nacht auf meiner Terrasse saß, kamen zwei Jugendliche vorbei, die wohl den Abend schon ziemlich weit gelaufen waren. Die machten dann bei mir "Station", indem sie etwas Wasser tranken, versuchten, einen Freund anzurufen und ihr Handy ein wenig aufgeladen hatten. Dann erklärte ich ihnen den Weg und sie zogen wieder weiter.

Mit den Medis ist im Moment alles so gut. Heute Abend bemerkte ich Tinnitus-Geräusche. Das habe ich manchmal und die verschwinden auch wieder. Ist jedoch bemerkenswert, weil ich die schon längere Zeit nicht hatte.

Viele Grüße
Schlemihl
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Mittwoch, 01.08.18, 23:36

Hallo liebe Leute,
die Tinnitus-Geräusche waren den ganzen Tag weg. Erst heute Abend kommen sie wieder, aber nicht so stark wie gestern.
Heute war ein ereignisreicher Tag. Eine Freundin, mit der ich mich recht gut verstehe, rief mich an, um mich zu fragen, ob sie einige Tage bei mir bleiben könne. Ich habe gleich zugesagt, weil ich mich darauf freue. Sie hat im Moment Probleme und vielleicht kann ich ihr helfen, mit denen besser klar zu kommen. Mal schauen. Für mich ist das gut, weil ich mich auf die Gespräche mit ihr freue, die immer sehr gut sind. Nur muss ich mal schauen, wie es mir denn damit geht, wenn in meiner kleinen Wohnung noch jemand anders ist.
Dann war ich heute noch mit dem Fahrrad unterwegs zu zwei unterschiedlichen Kunden und habe da die Computer gerichtet.
Heute Abend habe ich noch mit einem Nachbarn geredet, der bei mir auf einen Kaffee vorbei kam.
Irgendwie habe ich den ganzen Tag nichts richtiges gegessen. Heute Abend habe ich ein Stück von einem Kuchen gegessen, was mir aber gar nicht gut tat.
Ansonsten geht es mir gut. Mal schauen, wie sich der morgige Tag entwickelt.

Viele Grüße
Schlemihl
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ab 1995: schizoaffektive Psychose ICD F 25.9 G
Medikation: Flupentixol 7 mg , Carbamazepin 750 mg
ab ca. 2005: Flupentixol 5 mg, Carbamazepin 750 mg
Keine besonderen Nebenwirkungen, keine Absetzversuche
---
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Bedarfsmedikation Pipamperon 40 mg. Nehme ich vielleicht ein bis zwei Mal im Jahr, dann reichen 10 mg.
Sonstiges: HCT 25
NEM: Vitamine A-Z vom DM oder Aldi täglich, außerdem regelmäßig Magnesiumtabletten
falls ich nicht einschlafen kann: Baldrian-Tropfen vom DM, alternativ Zirkulin Einschlaf-Dragees
ab 18.8.2018 Omega-3 1000 von DM, 2 Kapsel/Tag
ab 10.8.2018 Omega-3 1000 1 Kapsel/Tag
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ab 26.6.2018 ersten Absetzversuch Flupentixol begonnen.
Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg Flupentixol, täglich alternierend 4 mg und 5 mg
ab 11.07.2018 nicht mehr alternierend sondern konstant 4,5 mg
ab 4.8.2018 4,25 mg Flupentixol

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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von escargot » Donnerstag, 02.08.18, 14:15

Hallo Schlemihl,

hast du denn die Diagnose Tinnitus zusätzlich? Oder hörst du (wie ich) auch unter Anspannung und Stress Geräusche/Stimmen?
Habe auch die Erfahrung gemacht, dass es abends oft schlimmer ist.

Ja, vielleicht solltest du wirklich auch darauf achten über den Tag ausgewogen zu essen. Ist sonst für den Körper auch Stress!

Hoffe, du hast einen guten Tag! Ab wann ist denn die Freundin bei dir?

Liebe Grüße
escargot
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17.08. endlich besser, aber noch nicht gut. Weiterhin appetitlos, erschöpft, Angstzustände
20.08. endlich symptomfrei :)
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Freitag, 03.08.18, 0:08

Hallo escargot,
nein, die Diagnose Tinnitus habe ich nicht, aber ab und zu habe ich eben so ein Piepen im Ohr. Heute hatte ich das den ganzen Tag nicht, auch heute Abend nicht. Deshalb fällt mir immer auf, wenn es da ist. Ich hatte aber mal vor 15 Jahren oder so einen Hörsturz. Deshalb achte ich auf sowas und nehme es als Frühwarnzeichen, dass ich irgendwie was falsch mache, zu viel Stress habe oder so. Manchmal muss man einfach nur schlafen oder was trinken und dann geht es wieder weg. Überhaupt hilft Trinken sowieso meist schon, wenn man irgendwie Stress hat.

Heute war der Sozialarbeiter da, der mich regelmäßig besucht. Er hatte im Juli Urlaub. Wir haben uns gut unterhalten und auch über das Reduzieren des Rauchens gesprochen. Er meinte, dass es wahrscheinlich besser für mich wäre, wenn ich nach und nach das Rauchen immer mehr einschränke. Ihm fiel auf, dass ich jetzt auch schon viel weniger rauche als sonst. Das könnte sein. Mein Tabak hält auch länger. Also werde ich mit der Strategie von der Maja Storch weiter machen und jetzt nicht ab morgen nicht mehr rauchen, sondern ich werde einfach nach und nach die Gelegenheiten zum Rauchen immer mehr überspringen und das Unbewusste mit dazu einsetzen, weniger zu rauchen, so wie es die Maja Storch auch vorschlägt.

Und das werde ich parallel zum Reduzieren der Neuroleptika machen. Vermutlich ist das der bessere Weg für mich. Ich muss mal alle Gelegenheiten aufschreiben, bei denen ich rauche und dann eben schauen, wo es am leichtesten ist, auf die Zigarette zu verzichten. Und dann dort verzichten. Und wenn ich das kann, dann eben die nächste Priorität raussuchen. Und so weiter, bis man eben gar nicht mehr raucht. Das ist der Weg, den auch die Maja Storch empfiehlt.

Und ab morgen will ich dann gerne auf 4 mg Flupentixol pro Tag gehen. Das wäre die nächste Reduktionsstufe von 4,5 auf 4 mg. Morgen gehe ich ja auch zu meiner Ärztin. Vielleicht wäre es besser, einen etwas kleineren Schritt auf 4,1 mg zu machen. Mal schauen.
Was meine Freundin angeht, so hat sich das mit dem bei mir Wohnen für das Erste erledigt, weil sie nun doch da bleiben kann, wo sie im Moment ist. Also, für sie hat sich die Lage etwas entspannt.

Ansonsten war der Tag heute sehr gut und nicht so anstrengend, ich bin auch gegen Sonnenuntergang noch ein wenig Spazieren gegangen. Dabei fiel mir auf, dass die Natur irgendwie wieder total normal und selbstverständlich schien. Das finde ich auf jeden Fall interessant, weil mir die Natur Anfang Juli als besonders beeindruckend vorgekommen ist.

Viele Grüße
Schlemihl
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von escargot » Freitag, 03.08.18, 12:12

Lieber Schmlemihl,

war das mit der besonderen Natur im Zuge der Reduktion?

Ich kenne das von mir selbst, dass mir alles etwas "überstrahlt" und fast künstlich erscheint. Und das mit den Geräuschen ist bei mir auch Stresssymptom!

Schön, dass du schon weniger rauchst! Drücke die Daumen,dass das alles so klappt, wie du dir vorstellst!

Wie entscheidest du, ob du auf 4 oder 4,1 Flupentixol gehst? Ich reduziere selbst auch ab übermorgen weiter....

liebe Grüße
escargot
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Samstag, 04.08.18, 10:24

Hallo Escargot, und auch die anderen,
ich war gestern bei meiner Ärztin. Und sie ist einverstanden mit der Reduktion, sagt nur, dass sie es dann aber nicht möchte, dass ich dann wieder psychotisch werde und sie dann eingreifen muss. Weiterhin hat sie mir die gleichen Dinge gesagt, die hier auch im Forum immer wieder gesagt wurden.
Das fand sie auch sehr gut, dass ich so gut informiert bin. Sie hat mir auch die 2 mg Fluanxol-Tabletten aufgeschrieben, aber jetzt habe ich Probleme, die in der Apotheke zu bekommen, weil sie im Moment nicht lieferbar sind. Der Apotheker meinte zwar, er wolle es noch mal bei anderen Apotheken versuchen, aber er hat mir keine Hoffnung gemacht. So mache ich jetzt eben erst einmal mit den Tropfen weiter. Das geht ja auch. Nur fände ich die Tabletten einfacher.

Meine Ärztin meinte, ich solle auf 4 mg reduzieren und dann aber 3 Monate oder so dann erst einmal auf dieser Dosis bleiben, weil ich eben schon so lange das Flupentixol nehme. Das wurde mir ja auch hier im Forum vorgeschlagen. Ich habe dann gesagt, dass ich lieber 6 Wochen auf 4,25 mg gehen wolle und dann 6 Wochen auf 4 mg. Das fand sie auch gut. Mir kommt das irgendwie besser vor, weil ja die Absetzerscheinungen beim Schritt von 5 auf 4 mg doch erheblich waren. Da mache ich dann lieber zwei kleinere Schritte als von 4,5 auf 4 mg direkt zu gehen. Das finde ich vorsichtiger.

Die Ärztin meinte, und das finde ich auch, jetzt beim Reduzieren, da käme es auf ein halbes Jahr mehr auch nicht an. Ich solle lieber langsamer als zu schnell reduzieren.

Also, meine Ärztin unterstützt mein Reduzieren/Absetzen und falls ich mit irgendeinem Reduktionsschritt nicht klar komme, dann muss ich wieder einen Schritt zurück. Ich habe jetzt für Anfang September einen neuen Termin bekommen, also kurzfristiger als sonst.

Was das Rauchen angeht, so werde ich das auch vorsichtiger angehen, und zwar nach und nach die unwichtigen Zigaretten weglassen und mich dann zu den "wichtigen" Zigaretten vorarbeiten. Das entspricht dem Vorgehen, das auch von der Maja Storch in ihrem Buch Rauchpause vorgeschlagen wird.

Was die intensivere Wahrnehmung der Natur angeht, so ist das echt ein Absetzsymptom. Sonst würde ich es als Frühwarnsymptom einordnen. Es ist aber so, dass jetzt die Wahrnehmung der Natur wieder ganz normal ist. Also, es ist so, als hätte man eine schärfere Brille auf, aber die Blende ist zu groß. Das ging aber nach etwa 3 Wochen bei mir wieder zurück.

Was die Ärztin als problematisch ansah, das ist, dass ich früher so sehr heftige Psychosen hatte. Was sie als positiv ansah, das ist, dass ich immer auf einer sehr niedrigen Dosis Flupentixol war und auch nie mehr brauchte. Sogar als ich mal stationär war, konnte man die Dosis so lassen.

Ansonsten war der Tag gestern für mich anstrengend und ich war früh müde. Erst die Fahrt in die Klinik, dann nachmittags mit meiner Bekannten um ihre Unterlagen kümmern, dann war noch eine Kundin da, ein anderer Termin musste gemacht werden, Einkaufen, und dann am späten Nachmittag noch Grillen. Also, der Tag gestern war echt voll. Außerdem war noch die Hitze da und bei meinem Abendspaziergang haben mich die Mücken zerstochen. Wenn das jeder Tag wäre, dann wäre es mir schon wieder zu viel. Aber so ging es ganz gut. Nur rechtschaffen müde war ich.

Viele Grüße
Schlemihl.
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von escargot » Samstag, 04.08.18, 14:24

Hallo Schlemihl!

Ja für mich klingt das auch vernünftig mit den kleineren Zwischenschrittchen, die du planst. So mache ich das jetzt auch besser bei mir mit meinem Med.
Fühlt sich auch für mich richtig an. Es ist so schön, dass deine Ärztin das Absetzen mit begleitet und dir auch einen früheren Termin angeboten hat!

Kannst du die Tabletten nicht in der Internetapotheke bekommen zur Not? Oder deine Apotheke ordert sie von dort aus?

Mit dem Rauchstopp hast du dich ja gut belesen. Aber Theorie und Praxis sind ja oft nochmal zwei unterschiedliche Sachen.

Pass gut auf dich auf!
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Samstag, 04.08.18, 16:05

escargot hat geschrieben:
Samstag, 04.08.18, 14:24

Kannst du die Tabletten nicht in der Internetapotheke bekommen zur Not? Oder deine Apotheke ordert sie von dort aus?
Hallo Escargot,
die Fluanxol 2 mg gibt es in ganz Deutschland nicht, auch nicht im Großhandel und auch nicht im Internet irgendwo. Man kann nur Glück haben, dass der Apotheker jemanden kennt, der jemanden kennt... Auf diese Weise hat er mir schon die Tropfen und die 5 mg Tabletten besorgt. Ist echt schwierig. Die Firma Bayer liefert nicht.

Viele Grüße
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Sonntag, 05.08.18, 2:37

Hallo liebe Leute,
heute war ein eher ruhiger Tag. Morgens habe ich festgestellt, dass das Hinterrad von meinem Fahrrad platt war. Da habe ich dann mein Fahrrad wieder geflickt. Nachmittags bin ich zum Einkaufen gewesen. Den Rest des Tages habe ich vor mich hingeschwitzt. Ist ja kaum noch auszuhalten im Moment.
Abends wollte ich mir Blumenkohl mit Frikadellen und Kartoffelpürree machen. Der Blumenkohl ist auch sehr lecker geworden. Aber bei den Frikadellen habe ich echt das Ei vergessen. War ich wohl voll schusselig. Ich habe es erst gemerkt als die Frikadellen fast fertig waren und irgendwie so auseinander gefallen sind. Na, dann habe ich einfach gebratenes Hack gemacht.
Ansonsten habe ich heute einen Fernsehabend veranstaltet. Sowas mache ich auch selten, aber zu mehr war mir nicht zumute.

Heute Abend habe ich das erste Mal 4,25 mg Flupentixol-Tropfen genommen.

Viele Grüße
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Montag, 06.08.18, 15:54

Hallo liebe Leute,
gestern hatte ich ein Freundin zu Besuch. Wir haben den ganzen Nachmittag im Schatten gesessen. Gegen Abend habe ich mir was zu essen gemacht und habe dann nachts noch mit meinem kleine Teleskop die Planeten Jupiter, Saturn und Mars beobachtet, die im Süden vorbei zogen. Das war sehr schön entspannend. Insgesamt war der Tag sehr schön.
Heute bisher fühle ich mich nicht so gut, weil die Hitze mir sehr zusetzt. Morgen soll es noch mal wärmer werden. Das wird echt ein Problem, glaube ich. Am Besten man bewegt sich nicht...

Viele Grüße
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von escargot » Montag, 06.08.18, 20:46

Hallo Schlemihl,

mir ist heute aufgefallen, dass jg52 hier im Forum auch Flupentixol nimmt, wie du. Vielleicht hat er noch eine Idee, wie du an die Pillen kommst?

Er hat hier auch einen eigenen Thread. Vielleicht magst du ihn mal dort kontakten? Habe heute schon mal für dich kurz angefragt, da es mich selbst auch interessiert bzw. mein persönlicher Albtraum wäre, wenn mir "der Stoff" ausgeht...

liebe Grüße
escargot

P.S.:Vielleicht hilft dir bei der Hitze auch das ein oder andere kalte Fußbad? Eine liebe Freundin von mir macht das sozusagen als natürliche Klimaanlage :)
Ich selbst gehe morgen wieder ins Freibad. Aber da weiß man auch nie, was einen so erwartet und ich weiß gar nicht, ob das eine Option für dich wäre?
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Re: Schlemihl: Fluanxol (Flupentixol)+ Carbamazepin

Beitrag von Schlemihl » Dienstag, 07.08.18, 9:56

Hallo Escargot,
danke für den Tipp mit Jg52. Ich werde mir das raussuchen. Bisher habe ich noch keinen Mangel. Mit den Tropfen komme ich ja auch klar.
Heute Morgen habe ich glatt verschlafen. Mein Handy hat keinen Lärm gemacht, obwohl ich den Wecker gestellt hatte. Irgendwas ist da falsch eingestellt. Ich hätte nämlich um 10 Uhr einen Termin in der PIA gehabt. Jetzt ist der Termin auf morgen Mittag verlegt. Habe ich noch mal Glück gehabt.
Ansonsten gibt es im Moment wenig Neues bei mir zu berichten. Aber das ist ja auch ein gutes Zeichen. Gestern Abend hatte ich starke Kopfschmerzen. Da habe ich eine ASS-Tablette genommen. Heute Morgen sind die Kopfschmerzen weg.

Wegen der Hitze, da stelle ich mich öfter kurz unter die Dusche. Kaltes Fußbad wäre auch noch eine gute Idee.

Viele Grüße
Schlemihl
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escargotLinLina
Ausgangssymptome: Psychotische Wahnvorstellungen, Verfolgungsängste, Suizidversuch im Wahn
zunächst Diagnose von 1989 bis 1995: paranoid-halluzinatorische Psychose
Medikation: Haldol, nicht vertragen, danach Fluanxol (Wirkstoff Flupentixol) etwa 7 mg/Tag
ab 1995: schizoaffektive Psychose ICD F 25.9 G
Medikation: Flupentixol 7 mg , Carbamazepin 750 mg
ab ca. 2005: Flupentixol 5 mg, Carbamazepin 750 mg
Keine besonderen Nebenwirkungen, keine Absetzversuche
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Weitere Medikamente:
Bedarfsmedikation Pipamperon 40 mg. Nehme ich vielleicht ein bis zwei Mal im Jahr, dann reichen 10 mg.
Sonstiges: HCT 25
NEM: Vitamine A-Z vom DM oder Aldi täglich, außerdem regelmäßig Magnesiumtabletten
falls ich nicht einschlafen kann: Baldrian-Tropfen vom DM, alternativ Zirkulin Einschlaf-Dragees
ab 18.8.2018 Omega-3 1000 von DM, 2 Kapsel/Tag
ab 10.8.2018 Omega-3 1000 1 Kapsel/Tag
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ab 26.6.2018 ersten Absetzversuch Flupentixol begonnen.
Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg Flupentixol, täglich alternierend 4 mg und 5 mg
ab 11.07.2018 nicht mehr alternierend sondern konstant 4,5 mg
ab 4.8.2018 4,25 mg Flupentixol

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