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Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

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Julia1984
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Julia1984 »

Hey Nixe!
Das ist ja interessant. Stehen ja quasi fast am selben Punkt. Ich würde mich freuen auf weiteren Austausch!
Mein Mann hilft viel, der hat seit Corona Kurzarbeit und wir wechseln uns tagsüber und auch nachts ab. Die kleine bekommt im Moment die Backenzähne, das ist mega anstrengend aber definitiv ist sie nicht Schuld an den krassen Einschlagstörungen. Stillen ist nicht mehr existenziell. Wenn ich nicht da bin geht es einfach ganz ohne... Flasche kann ich komplett vergessen, war bei der Großen schon so. Wäre zu einfach *augenroll*
Ich nehm jetzt das hochdosierte Baldrian und CBD ÖL will ich nur bei Bedarf anwenden, ist ja krass teuer.
Einmal probiert bisher, könnte geholfen haben. Diese dummen Restless legs.
Hatte das in Cipralex Entzug auch. Damals stationär von 15 auf 0 in 6 Wochen, jippie. Da hatte ich Restless legs sogar tagsüber und hab Gefühlt wochenlang niemals geschlafen.
Das mit der Signatur mach ich, wenn ich checke wie...
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Kurze und grauenhafte Medikationen mit
Zoloft, Remergil, Amineurin...
10 Jahre beschwerde-und Medifrei
Rückfall nach traumatischer Fehlgeburt 2013: Amineurin (,mehrfach an und abgesetzt, als Bedarfsmedi missbraucht etc pp)
Psychotherapie, Gruppe etc
Rückfall 2016 nach Mobbing mit Burn Out
Klinik und Cipralex, an und absetzen binnen weniger Monate
2017 erneut Cipralex, nach 6 Monaten stationär abgesetzt von 15mg auf 0mg in 6 Wochen: Horrortrip
Restless Legs, Panikattacken, Schlaflosigkeit, gesamter Erfolg der stationären Therapie vergeigt
April 2018 in Absprache mit Psychiater Paroxetin 20mg
Und Planung einer Schwangerschaft (Embryotox, Frauenarzt alle im Boot)
Ab Juni 2018 Schwanger, Geburt März 2019 unter Paroxetin 20mg
Alles ohne Auffälligkeiten oder Komplikationen, keine Anpassungsstörung, Baby 4kg und bis heute gestillt
Absetzen ab September 2019 (da Risiko für Wochenbettdepression sinkt) mit 10% Methode
Ab ca März 2020 und 10mg auf Tropfen umgestiegen
1.5. 9mg
1.6. 8mg

Aktuell 8mg
Schritte zu hoch und zu schnell, massive Stimmungsschwankungen, Restless Legs und Schlafstörungen
Geplant (ab Stabilisierung ca September 2020(
Wechsel auf 5% Methode
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Nixe
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Nixe »

Hallo Julia,

Ok, dann wars das mit dem Stillen wahrscheinlich eher nicht. Und deine Tochter ist natürlich an nichts Schuld, sienist ja ein Baby.
Vielleicht wars einfach der zu hohe Absetzschritt, so doof das auch ist. Manche hier vertragen auch die Umstellung auf die Tropfen nicht, könnte das auch sein? Ich denke da auch drüber nach, aber so lange, wie es mit der Waage geht, mache ich das.
Bleibst du bei den Tropfen?

Du schreibst in der Signatur, wie du die Absetzschritte planst; inzwischen versuche ich wirklich, auf meinen Zustand zu schauen, wann der nächste Schritt möglich ist. Und kann ja trotzdem noch schiefgehen, wie man sieht. Seit zwei Tagen ungefähr wirds langsam besser, hat also 3 Wochen insgesamt gedauert dies mal.

Manchmal denke ich auch, komisch, zwei Schritte lang gings gut und dann hauts mich raus. Als ob ich verzögert auf mehrere Schritte reagiere. Vielleicht schreibt ja noch jemand was dazu.

Liebe Grüße, Nixe
[spoil]Symptome: 10/2012: Zusammenbruch, nicht mehr arbeitsfähig
Diagnose: mittelgradige Depression (Psychotherapeutin)
Medikation: Paroxetin 20 mg - seit 12/2012 (wirkt stimmungsaufhellend nach ca. 6 Wochen)
Wiedereingliederung 2013, reduzierte Arbeitszeit bis Ende 2013

erster Absetzversuch (kann ich nicht mehr genau nachvollziehen):
07/2015 Paroxetin 10 mg (Übelkeit und Magen-Darmprobleme nach einigen Wochen, lassen wieder nach)
ca. 03/2016 5 mg
danach relativ schnell ganz abgesetzt
Symptome Frühsommer/Sommer 2016: erneut nicht mehr arbeitsfähig, Morgentief mit weinen, Übelkeit, Schwindel, Sehstörungen, Schlafstörungen
Wiedereinschleichen Paroxetin (nach Rücksprache mit obiger Therapeutin):
24.08.2016 2,5 mg (leichte Übelkeit)
28.08.2016 5 mg (leichte Kopfschmerzen, zeitweise leichte Übelkeit)
05.09.2016 10 mg (leichte Übelkeit + leichte Schwindel; Stimmung immer mal wieder schlecht, weine, Morgentiefs, Katastrophengedanken, Verspannungen im Gesicht, auf der Kopfhaut))
22.09.2016 15 mg (weiterhin o.g. Symptome in wechselnder Stärke, immer nachmittags besser)
27.09.2016 20 mg (Symptome bessern sich nach und nach)
Diagnose Tagesklinik Herbst 2016: rez. mittelgradige Depression
Jan.-März 2017 Tagesklinik
Mai 2017 Wiedereingliederung, nach 2 Wochen abgebrochen
AU bis Aussteuerung Feb. 2018
Ab April 2018 Aushilfe in einer Bäckerei im Ort
September 2018: kündige meine (super) Stelle

Aktueller Absetzverlauf:
18.07.2018 Paroxetin 18 mg (Bröselmethode mit Feinwaage)
18.09.2018 16,2 mg
18.11.2018 14,4 mg (Migräne, Unruhe, Erschöpfung)
21.11.2018 15 mg
03.12.2018 16 mg (Depri-Symptome halten an: Schlafe schlechter, Unruhe, Magen-Darmprobleme, nächtliches Schwitzen, Kopfkribbeln, trockener Mund, Katastrophengedanken, Stressgedanken), mache verstärkt Entspannungsübungen
Stabiler im Dezember
05.03.2019 14,4 mg
21.04.2019 12,6 mg (Mitte Juni 2019: Zuviel Inputt --> erneut leichter Rückfall mit leichter Übelkeit vormittags bis über Mittag, Magen-Darmproblemen, leichtem Hang zu Katastrophengedanken, etwas schlechterem Schlaf) sage radikal alles an unnötigen Terminen ab, gehe nicht arbeiten
07.09.2019 ca. 11,8 mg (fange an, nur noch 10% vom letzten Wert zu reduzieren; reagier ca, 2 Wochen später mit leichter Übelkeit und Abgeschlagenheit, verändertes Essverhalten; allerdings auch Stress, weil mein Sohn den Wechsel zur weiterführenden Schule nicht gut verkraftet)
17.11.2019 ca. 10,4 mg (Übelkeit und matschig Anfang Dezember für ca. 1 Woche, über Weihnachten wehleidig, kann auch Zyklus sein, weiß ich aber nicht, da keine Gebärmutter mehr)
12.02.2020 ca. 9,4 mg (trotz Corona-Sorge keine Symptome in dieser Phase)
22.04.2020 8,4 mg (Mitte Mai traurig, ca. eine Woche, Mitte Juni nach selbstgemachtem Stress: Schwindel, Sehstörungen, leichtes Ohrensausen, Kribbeln auf der Kopfhaut, Konzentrationsprobleme, morgens bedrückt)[/spoil]

Julia1984
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Julia1984 »

Hey Nixe,
dein letzter Absatz trifft es extrem gut. Wie wenn es verzögert kommt, jedes Mal anders etc pp. Verwirrend und immer fragt man sich: Rückfall oder Absetzsymptome. Furchtbar nervig.
Aber womöglich war das größte Übel der Schwenk von Tabletten auf Tropfen. Deshalb muss ich sagen glaube ich sollte ich nicht wieder zu Tabletten zurück!? Blöde Sache.
Beim nächsten Schritt möchte ich ja 5%. Ich rechne das mal durch. Die Schritte im Vorfeld zu planen war als Struktur für mich gedacht. Ich hab wahnsinnig Schiss vor jedem Schritt und würde vermutlich täglich einen Grund finden es vor mir her zu schieben.
Wie geht's dir? Was ist das Schlimmste am Absetzen für dich?
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Julia1984 »

Mh. Wenn ich als 5% reduzieren will...
8mg - 5% = 7.6mg
7 Tropfen plus 1 Tropfen auf 10ml Wasser und davon 6ml eingenommen?
Das müsste doch stimmen oder?
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von padma »

hallo Julia, :)

ja, deine Rechnung stimmt.
Manchmal denke ich auch, komisch, zwei Schritte lang gings gut und dann hauts mich raus. Als ob ich verzögert auf mehrere Schritte reagiere. Vielleicht schreibt ja noch jemand was dazu.
Ja, eine solche Zeitverzögerung ist nicht selten. Im Hintergrund können sich die Absetzsymptome anreichern, bis sie zutage treten. Stellt man das bei sich fest, ist es empfehlenswert den Abstand zwischen den Reduktionen zu vergrössern.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Julia1984 »

Hey Padma!
Danke! Gut zu wissen..
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1.6. 8mg

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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Nixe »

Hallo Julia und Padma,

Vielen Dank für den Austausch, es ist so erleichternd, dass es nicht nur mir so geht!

padma hat geschrieben:
06.07.2020 11:48
Ja, eine solche Zeitverzögerung ist nicht selten. Im Hintergrund können sich die Absetzsymptome anreichern, bis sie zutage treten. Stellt man das bei sich fest, ist es empfehlenswert den Abstand zwischen den Reduktionen zu vergrössern.
Dass sich die Symptome "anreichern" ist ja echt oberbe :censored:! Also stimmt meine Wahrnehmung da. Ich warte mal mit dem nächsten Schritt noch bis Mitte August so ungefähr. Und wenn ich dann nur noch die 5% reduziere hoffe ich, dass es nicht so schlimm wird.
(Wenn das so weiter geht bin ich nicht 60 sondern 70, wenn ich auf "0" bin. Etwas eher hätte ich das schon gerne...

Julia, also richtig Angst vor dem nächsten Schritt habe ich eigentlich nicht. Es ist bisher immer einigermaßen aushaltbar gewesen und ich kann Gott-sei-Dank die schlimmen Stressoren dann umgehen.
Meine Sorge ist eher die Angst davor, irgendwann meinem Sohn mal nicht gerecht werden zu können, z.B. wenn es ihm schlecht geht, er krank ist oder so. Da kann ich mich völlig reinsteigern, so Horrorgedanken wie: was wird, wenn er mal richtig ernsthaft krank wird und ich zusammenbreche...
Was wäre, wenn... (auch schöne Deprigedanken, ich weiß). Ich arbeite dagegen, aber manchmal geht es nicht.
Du fragst, was das Schlimmste ist: ich kann es nicht genau sagen, ich glaube, es ist diese oben beschriebene Sorge.

Könnte noch viel mehr schreiben, muss jetzt Schluss machen, weil Familie ansteht.

Liebe Grüße und bis bald,

Nixe
[spoil]Symptome: 10/2012: Zusammenbruch, nicht mehr arbeitsfähig
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erster Absetzversuch (kann ich nicht mehr genau nachvollziehen):
07/2015 Paroxetin 10 mg (Übelkeit und Magen-Darmprobleme nach einigen Wochen, lassen wieder nach)
ca. 03/2016 5 mg
danach relativ schnell ganz abgesetzt
Symptome Frühsommer/Sommer 2016: erneut nicht mehr arbeitsfähig, Morgentief mit weinen, Übelkeit, Schwindel, Sehstörungen, Schlafstörungen
Wiedereinschleichen Paroxetin (nach Rücksprache mit obiger Therapeutin):
24.08.2016 2,5 mg (leichte Übelkeit)
28.08.2016 5 mg (leichte Kopfschmerzen, zeitweise leichte Übelkeit)
05.09.2016 10 mg (leichte Übelkeit + leichte Schwindel; Stimmung immer mal wieder schlecht, weine, Morgentiefs, Katastrophengedanken, Verspannungen im Gesicht, auf der Kopfhaut))
22.09.2016 15 mg (weiterhin o.g. Symptome in wechselnder Stärke, immer nachmittags besser)
27.09.2016 20 mg (Symptome bessern sich nach und nach)
Diagnose Tagesklinik Herbst 2016: rez. mittelgradige Depression
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Aktueller Absetzverlauf:
18.07.2018 Paroxetin 18 mg (Bröselmethode mit Feinwaage)
18.09.2018 16,2 mg
18.11.2018 14,4 mg (Migräne, Unruhe, Erschöpfung)
21.11.2018 15 mg
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Stabiler im Dezember
05.03.2019 14,4 mg
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07.09.2019 ca. 11,8 mg (fange an, nur noch 10% vom letzten Wert zu reduzieren; reagier ca, 2 Wochen später mit leichter Übelkeit und Abgeschlagenheit, verändertes Essverhalten; allerdings auch Stress, weil mein Sohn den Wechsel zur weiterführenden Schule nicht gut verkraftet)
17.11.2019 ca. 10,4 mg (Übelkeit und matschig Anfang Dezember für ca. 1 Woche, über Weihnachten wehleidig, kann auch Zyklus sein, weiß ich aber nicht, da keine Gebärmutter mehr)
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Julia1984 »

Hey Nixe! Ja, ich find es auch laaaaangwierig aber mei, es schadet mir und meinem Körper mit jeder Reduktion ein bisschen weniger und jetzt bei 8mg hab ich zb die Nebenwirkungen fast gar nicht mehr. Bei 20mg war Libido zb 0, ich war eigentlich 24/7 am Schwitzen, Alkohol no go etc pp. Von daher..
Was deine Sorge des nicht Funktionierens betrifft: die hab ich mir durch Erfahrung abgewöhnt (-:
Als ich hier schwanger war unter Paroxat war ich monatelang allein mit der achtjährigen Tochter weil mein Mann im Burn Out stationär war, ein enges Familienmitglied wurde wegen einer Straftat verurteilt etc pp. (Deswegen wäre Paroxetin absetzen Selbstmord gewesen) und ich habe psychisch echt ne üble Zeit gehabt. Aber für meine Tochter war ich immer da, hab das alles gut hinbekommen und aber auch offen mit ihr gesprochen. Also ich denke Heimlichkeiten und Zustände überspielen ist nicht gut für die Kids. Ich bin Sozialpädagogin und habe mich viel damit befasst und beraten lassen, war sogar 2 mal auf Psychosomatik mit Kind. Ganz deutlich haben mir alle Fachleute bestätigt, dass es meiner Tochter gut mit mir geht. Das wichtigste scheint für die Kids zu sein, dass die Mama sich Hilfe sucht, gerne auch extern und diese annimmt. Das entlastet die Kids total, manche werden für die kranken Eltern ja unnatürlich fürsorglich und so. Und Kids haben auch noch diesen etwas naiven Glauben: es geht mir schlecht, ich geh zum Arzt dann isses wieder gut. Ich hab das bisher echt so erlebt. Es ist quasi nicht nur wichtig ein Netzwerk für das Kind herzustellen (Damilie, Freunde, nur ggf Fachleute) sondern dass das Kind die Gewissheit hat: die Mama hat auch ein Netzwerk, ich brauche mich nicht zu Sorgen.
Das zur normalen Alltagsbewältigung.
Was du ansprichst mit Funktieren wenn dem Kind etwas passiert:
Das war bei mir noch nie problematisch und ich bin überzeugt, dass das für die meisten Mütter kein Problem ist. Sobald meine Kinder eine Not haben sind sämtliche eigene Befindlichkeiten gar nicht mehr spürbar. Ehrlich ich hab im Cipralex Entzug quasi Dauerpanik gehabt und als meine Tochter sich verletzt hat war ich voll da und hab alles organisiert, Kind beruhigt etc pp. Da ist dann mein Mann immer hysterisch (-: zuletzt jetzt, gerade als Reduktion 10mg auf 9mg voll akut war ist mein Mann mit unserem Baby ein komplettes Stockwerk die Treppe runter gefallen. Autofahrt ich mit Baby allein, halbe Strecke Krankenwagen, Krankenhaus unter Corona Krise, Kind nur am heulen wegen Million unnötiger und unsensibler Untersuchungen, eine Nacht auf Klappbett mit Baby: alles KEIN Problem. Da bin ich Löwenmuter und ich wette, das bist du auch.
Wenn ich mir so Aktionen ausmale bekomm ich schon Panik wenn ich nur dran denke. Und oft kack ich danach auch etwas ab. Aber währenddessen trägt mich das Adrenalin und die Mutterliebe (-:
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10 Jahre beschwerde-und Medifrei
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Psychotherapie, Gruppe etc
Rückfall 2016 nach Mobbing mit Burn Out
Klinik und Cipralex, an und absetzen binnen weniger Monate
2017 erneut Cipralex, nach 6 Monaten stationär abgesetzt von 15mg auf 0mg in 6 Wochen: Horrortrip
Restless Legs, Panikattacken, Schlaflosigkeit, gesamter Erfolg der stationären Therapie vergeigt
April 2018 in Absprache mit Psychiater Paroxetin 20mg
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Julia1984 »

Hey ihr Lieben!
Ich weiß auch nicht. Bin langsam psychisch ausgeglichener und nicht unruhig oder so, aber die Nächte der letzten Wochen waren furchtbar. Kopf schläft ein, Restless legs, wach, wach, wach todmüde aber nicht einschlafen... teilweise hab ich schon Angst vor den Nächten. Seit mindestens ein oder eher zwei Wochen habe ich ständig Durchfall (sorry!) ohne ersichtlichen Grund....
Hab jetzt nochmal höher dosiertes Baldrian aus der Apotheke und Eisen (soll ja bei Restless legs helfen) und (vielleicht zufällig) war letzte Nacht etc voll ok. Aber dafür haut es mich vorhin voll um. Schlagartig schlapp, müde, zittrig bei normalem Blutdruck. Ich weiß bald nicht mehr was noch alles kommt. Ist das psychisch, körperlich oder kommt das immer noch vom Absetzen??? Die letzte Reduktion 1.6. von 9mg auf 8mg kann das doch nicht weiterhin sein? Oder jetzt extrem zeitverzögert die Umstellung von Tabletten auf Tropfen im Frühjahr?
Grad fehlt mir so sehr die Zuversicht, dass es endlich mal etwas stabiler und beschwerdefreier wird )-:
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von simonb »

Hallo kannst du bitte deine Signatur aktualisieren
(dh Reduzierungen mit Datum versehen)? Danke :)

Das hört sich durchaus nach Absetzsymptomen an.
Wird bei dir regelmässig ein Blutbild gemacht, also falls du Bedenken hast, ob das nur Absetzsymptome sind?

Die Absetzsymptome können noch von der letzten Reduktion stammen ( waren übrigens auch etwas mehr als 10%).

Vielleicht ist das Problem aber auch die Umstellung auf Tropfen, mWn sind die Tropfen oft verschieden große,
und somit kommt es uU zu Schwankungen in der Dosis ,
und das ZNS reagiert mit Irritationen.

Das ist aber nur eine Mutmaßung woran es bei dir liegen könnte, manche vertragen die Tropfen zum absetzen auch gut. Ging es denn vor der Umstellung auf Tropfen gut?

Ich würde dir die Wasserlösemethode empfehlen.

Gruß Simon
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Julia1984
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Julia1984 »

Hallo Simon.
Ich aktualisiere später. Danke für den Hinweis.
Wie meinst du das mit dem Blutbild? Also was würde man da sehen?
Also die Umstellung auf Tropfen hab ich kaum wahrgenommen eigentlich. Das ging sicher einige Wochen problemlos. Erst seit der letzten Reduktion ist es so schlimm.
Heute war ich bisher permanent innerlich so mega unruhig, bin schon mit Herzklopfen und Unruhe aufgewacht. Ich hasse es. Ich kenne das ja. Manchmal frag ich mich ob das meine Grunderkrankung ist oder immer nur beim Ein- und Ausschleichen kommt? Ich hab halt so gar keine Idee was ich tun soll, was richtig wäre. Wieder etwas hochdosieren? Aushalten? Wieder Tabletten? Bäh. Ich hasse es. Diese wahnsinnige Unruhe kann ja stundenlang anhalten etc.
Wasserlösemethode wollte ich dann zur nächsten Reduktion mit den Tropfen machen. Aber ehrlich erst wenn ich stabiler bin wieder.
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Restless Legs, Panikattacken, Schlaflosigkeit, gesamter Erfolg der stationären Therapie vergeigt
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Und Planung einer Schwangerschaft (Embryotox, Frauenarzt alle im Boot)
Ab Juni 2018 Schwanger, Geburt März 2019 unter Paroxetin 20mg
Alles ohne Auffälligkeiten oder Komplikationen, keine Anpassungsstörung, Baby 4kg und bis heute gestillt
Absetzen ab September 2019 (da Risiko für Wochenbettdepression sinkt) mit 10% Methode
Ab ca März 2020 und 10mg auf Tropfen umgestiegen
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1.6. 8mg

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simonb
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von simonb »

Hallo,

Nur wenn du zweifelst ob es wirklich Absetzsymptome sind, bieten sich körperliche Untersuchungen an...

Ein paar Wochen sind gar nichts.Symptome kommen oft zeitversetzt..mir wären die Tropfen zu ungenau (bin aber auch sehr sensibel),
kannst dich ja zu dem Thema selber nochmal hier im Forum einlesen.

Auch zum Thema Absetzsymptome vs Grunderkrankung gibt es hier im Forum was zu lesen.

Du hast am 1.6. reduziert, das ist fast 2 Monate her,
wenn es geht, würde ich auf der jetzigen Dosis bleiben,
vielleicht ist es eine Welle.

Gruß Simon
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Julia1984
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Julia1984 »

Danke dir Simon! In so Momenten tut es gut wenn jemand da ist.
Ich gehe gleich zum Hausarzt und überlege, ob ich wieder auf Tablette und Feinwaage umsteigen, aber bei 8mg bleibe. Ich hab nur Angst, dass es wieder ein Durcheinander wird...
Ja diese Infos zur Abgrenzung Grunderkrankung vs Absetzsymptom kenn ich. Aber ich kann es trotzdem nicht unterscheiden. Das ist das schlimmste. Es treibt einen so um.
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simonb
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von simonb »

Hallo ,

Lies dir bei 5. bitte mal die Punkte : umstellen auf ein Flüssigpräparat und Wasserlösemethode ausführlich durch, dann hast du eine Entscheidungsgrundlage.

viewtopic.php?p=257753#p257753

Gruß Simon
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Towanda
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Towanda »

Julia1984 hat geschrieben:
21.07.2020 14:58
... überlege, ob ich wieder auf Tablette und Feinwaage umsteigen, aber bei 8mg bleibe. Ich hab nur Angst, dass es wieder ein Durcheinander wird...
Hallo Julia,

ein erneutes Zurückwechseln auf Tabletten und Feinwaage hätte zur Folge, daß Du irgendwann in den niedrigen Dosierungen zumindest auf die Wasserlösmethode wechseln müßtest. Du hättest also dann wieder einen Wechsel. Ob das klug ist, wo Du doch jetzt schon mittendrin bist in der Umstellung?

Viele Grüße, Towanda
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Julia1984
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Julia1984 »

Towanda.
Genau DAS weiß ich ja nicht )-: wenn meine Beschwerden und die permanenten Durchfälle von dem Flüssigpräparat kommen???
Hab mir die Punkte durchgelesen Simon. Da steht ja das Paroxetin NICHT geeignet ist.
Ich hab mir jetzt 10mg geholt. Da muss ich dann 2mg abfeilen. Hab es so ja viele Monate gemacht. Nervt aber geht ..
Ich weiß nicht was besser ist
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von simonb »

Hallo,

Das Paroxetin ist ein Sonderfall, sorry.
Ich sehe es ähnlich wie Towanda und würde es dann erstmal so belassen ,
ob es dir seit Umstellung auf Tropfen schlechter geht,
kannst du ja nur selber beurteilen.
Aber es bleibt doch auch die Möglichkeit, das sich die Absetzsymptome wieder beruhigen, weil du eben eine Welle hast..

Da bleibt nur beobachten. Die Entscheidung musst du selber treffen...

Gruß Simon
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Julia1984
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Julia1984 »

Hallo Towanda und Simon,
Jetzt muss ich nochmal zum Verständnis fragen. Es steht da beim Punkt Flüssigpräparate, das Paroxetin nicht geeignet ist. Jetzt hab ich es so verstanden, dass man Paroxetin als Tropfen nicht nehmen kann/ soll. Oder wie ist nicht geeignet gemeint?
Ich bin jetzt verwirrt, weil es da so steht ihr aber meint ich soll dabei bleiben?
Nicht böse gemeint, ich check es einfach nicht.
Les es mir jetzt noch einmal durch
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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Murmeline »

Hallo Julia,

es bedeutet, dass Paroxetin für die Wasserlösemethode nicht so geeignet ist. Zumindest gab es gehäuft Berichte hier, dass sich diese Tablette im Wasser kaum auflösen.

Das flüssige Präparat (Tropfen) einnehmen, ist grundsätzlich kein Problem, wenn man damit zurecht kommt.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Julia1984: Paroxat 20mg absetzen (davor schwanger mit Paroxat)

Beitrag von Julia1984 »

Ok. Tropfen sind ok, die Wasserlösemethode nicht, *kopfklatsch*
Mist
Jetzt hab ich mir das Rezept für Tabletten geholt und schon zur Apotheke gebracht. Kann ich morgen abholen. Ich könnt heulen. Der Arzt verschreibt mir jetzt sicher nicht auch noch Tropfen.

Fakt ist: ich habe die Umstellung von Tabletten auf Tropfen nur bemerkt via Kopfschmerzen und Durchfall. Restless legs, Unruhe, Stimmungsschwankungen etc kamen erst kurz nach der letzten Reduktion.
Paar Tage reichen die Tropfen noch. Vielleicht muss ich erst noch einmal überlegen. Im Prinzip hab ich jetzt nur Angst, dass die Umstellung von Tropfen auf Tabletten Probleme macht. Ob das so schlimm wäre? Tendenziell glaube ich die andere Richtung ist schlimmer und die Tropfen sind generell schlechter verträglich
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