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Parox: Paroxetin absetzen - wie?

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Parox
Beiträge: 1
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Parox: Paroxetin absetzen - wie?

Beitrag von Parox » Sonntag, 15.07.18, 20:27

Hallo zusammen,


ich bin ziemlich verzweifelt und weiß nicht, was ich jetzt genau tun soll.

Ich nehme seit ca. 2 Monaten Paroxetin 20mg jeden Tag und muss unbedingt absetzen, weil die Nebenwirkungen einfach nicht auszuhalten sind.
Den nächsten Arzttermin habe ich aber leider erst in 2 Monaten und so lange kann ich nicht warten.

Ich hatte jetzt vor heute statt 20mg nur 15mg zu nehmen, also eine 3/4 Tablette. Dann morgen 10mg, übermorgen 5mg und dann nichts mehr.
Ich habe aber echt Angst von den auch hier beschriebenen Absetzsymptomen, die mein Arzt mir leider verschwiegen hat.


Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.


LG
Zuletzt geändert von Gwen am Montag, 16.07.18, 13:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18437
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Paroxetin absetzen - wie?

Beitrag von Jamie » Montag, 16.07.18, 9:40

Hallo P :) ,
Ich hatte jetzt vor heute statt 20mg nur 15mg zu nehmen, also eine 3/4 Tablette. Dann morgen 10mg, übermorgen 5mg und dann nichts mehr.
das ist wirklich viel zu schnell!
Auf 15mg kannst du gehen, aber das musst du länger halten als einen Tag.
Nach 8 Wochen Einnahme ist das AD schon in deinen Gehirnstoffwechsel eingebaut und kann nicht einfach weggelassen werden; was du planst, ist ein fast-kalter-Entzug.

Wenn es dir nicht bekommt, kannst du versuchen es zügig wegzulassen, vielleicht so in 2-3 Wochen, aber bitte nicht in 3 Tagen. Dazu waren auch die 20mg Ausgangsdosis zu hoch.

Bitte lies dich hier in die Basics ein
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880

Was für Nebenwirkungen hast du denn und weswegen hast du es verordnet bekommen?

Ein Abdosierplan als Vorschlag:
4 Tage 15mg
4 Tage 10mg
4 Tage 5mg
4 Tage 2,5mg
Null

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Parox
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Re: Parox: Paroxetin absetzen - wie?

Beitrag von Parox » Mittwoch, 01.08.18, 23:47

Hallo nochmal,

ich habe fast so abgesetzt, wie von die angeraten und jetzt mit einem Tag Verspätung doch relativ starke Absetzsymptone....
Ich habe statt am Schluss nochmal von 5mg auf 2.5mg zu gehen, nach 5 Tagen 5mg direkt auf 0 abgesetzt.
Gestern oder vorgestern war der erste Tag an dem ich gar nichts genommen habe und heute leide ich unter Übelkeit, Schwindel, Schwäche, Angst und einem komischen Körpergefühl.

Sollte ich JETZT direkt 2.5mg nehmen und erstmal wieder 5 Tage eindosieren?

Ich hoffe es ist noch jemand online, der mir einen Rat geben könnte.


LG

Jamie
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Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Parox: Paroxetin absetzen - wie?

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 02.08.18, 10:49

Hallo, :)

dosiere wieder 2,5mg ein.

Aber länger als 5 Tage halten.
Halte ggf. Rücksprache hier im Forum, bevor du eine weitere Änderung durchführst.
Wenn Leute sich immer erst melden nachdem sie etwas verändert haben, ist oft nur noch Schadensbegrenzung möglich.

Was machen denn deine Nebenwirkungen? Sind welche verschwunden oder besser geworden?

Noch mal zum Verständnis: In den ganz niedrigen Dosierungen sind AD am potentesten; sprich da ist ihre Transporterbindung noch besonders hoch. Deswegen ist ein Schritt von 5mg auf Null viel viel gravierender als von 20mg auf 15.


Grüße
Jamie
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Blumenwiese
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Re: Parox: Paroxetin absetzen - wie?

Beitrag von Blumenwiese » Donnerstag, 02.08.18, 18:02

Hallo,

Ich hatte Paroxetin längere Zeit genommen und ich glaub jede Woche etwas reduziert. Am Ende hab ich nur noch Krümelchen abgebrochen und genommen. Absetztsymptome hatte ich dadurch erst bei 0 mg.

Um dann auf 0 mg zu gehen, brauchte ich zur Unterstützung Vomacur gegen die Übelkeit. Mit der Unruhe musste ich so klarkommen aber das Vomacur hat geholfen, den letzten Schritt durchzustehen. Alternativ gäbe es noch MCP gegen Übelkeit, aber das ist verschreibungspflichtig.

Ich drück dir die Daumen, dass du den letzten Schritt dann auch schaffst.

Liebe Grüße
Blumenwiese

P.S. Das ist keine Medikamentenempfehlung, sondern nur meine persönliche Erfahrung.
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


Diagnosen u. vorherige Medikation:
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Aktuell:
Quetiapin Retard 0-0-50-0 (50 mg)
Promethazin 25-0-0-20 (45 mg)
Bedarf: 2x10 mg Promethazin
*********************************
Sonstige Medikamente:
SliTONE Ultra (zur Desensibilisierung), Magnesium 300 mg, Movicol, Artelac Complete, Hylo-Vision HD Plus, Chelidonium D4
Bedarf:Ibulysin 684 mg, Solidago Steiner, Salbutamol, Levociterizin

Parox
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Re: Parox: Paroxetin absetzen - wie?

Beitrag von Parox » Donnerstag, 02.08.18, 22:50

Danke für eure Antworten erstmal. Ich bin sehr froh, dass es euch und dieses Forum gibt. Ich fühle mich von meinen Arzt einfach im Stich gelassen.
Ich habe es gestern Nacht nicht mehr ausgehalten und wieder 5mg Paroxetin genommen.
Es hat bestimmt eine Stunde gedauert, bis es einigermaßen ok war, sodass ich einschlafen könnte.

Ich hatte ein ganz komisches Körpergefühl, Schwindel und Angst. Auch mein Blutdruck war die ganze Zeit zu niedrig (100-70).
Ich hatte vor allem Angst, weil ich zu Herzrythmusstörungen neige und die ganze Zeit dachte, dass ich durch die Überforderung meines Nervensystems drauf gehen könnte. Man malt sich da ja immer gleich das schlimmste aus.

Heute morgen nach dem Aufstehen war alles in Ordnung, aber so 2 Stunden nach dem Aufstehen habe ich wieder Schwindel, Schwäche und dieses komische Gefühl bekommen.
Also wieder 5mg Paroxetin genommen.
Auch heute Abend bei der Arbeit war mir schwindelig, ich hatte wackelige Beine und dachte ich könnte jeden Moment umkippen.

Jetzt geht es grade wieder und ich hoffe, dass mein Körper erstmal wieder beruhigt ist.
Ich werde jetzt mit 5mg weitermachen und so schnell es geht zu meiner Hausärztin gehen.
Diese Absetzsymptome sind die Hölle und ich werde ihr sagen, dass ich vor allem wegen meinen Rythmusstörungen unter ärztlicher Aufsicht absetzen möchte oder gar muss.

Eventuell sehe ich die Möglichkeit vielleicht für die Zeit des absetzens die Symptome mit Diazepam oder so abzuschwächen, weil ich es ansonsten einfach nicht aushalte und früher oder später in die Notaufnahme gehen würde.


EDIT: Mir fällt gerade ein, dass mir Paroxetin mit dem Satz "das macht auch nicht abhängig" verschrieben wurde. Hätte ich mich doch nur mal vorher informiert und nicht blind geglaubt und eingenommen..

Muryell
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Registriert: Sonntag, 14.05.17, 18:04

Re: Parox: Paroxetin absetzen - wie?

Beitrag von Muryell » Freitag, 03.08.18, 9:11

Hallo, P.

Willkommen im Forum :)

Ich bin auch Paroxetin-Betroffene.

Habe ich richtig verstanden, dass Du vorgestern Abend und gestern Vormittag je 5 mg genommen hast?

Wenn es tatsächlich so ist, wäre es nicht so gut. Du musst Deinen Zustand stabilisieren und dafür brauchst Du eine regelmäßige Dosis immer zu gleicher Uhrzeit. Das Paroxetin ist nicht dazu gedacht, als Bedarfsmedikation genommen zu werden.

Könntest Du bitte Deine Signatur mit dem Absetzverlauf (Dosierung und Datum) erstellen? Dann kann man Dich besser beraten.

Alles Gute

Muryell
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