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Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von Murmeline » Freitag, 20.07.18, 10:29

Hallo!

Wenn du diese Symptome alle sonst nicht kennst, dann liegt einen Zusammenhang nahe. Leider werden unerwünschte Auswirkungen immer noch unterschätzt. Schau mal in meine Signatur, da findest du zwei Links, einmal Ärzte die Probleme abstreiten und einmal eine Sammlung von Zitaten, wo Probleme anerkannt werden.

Meiner Meinung nach sagt ein Wirkspiegel nichts über individuelle Reaktionen aus.

Grüße, Murmeline
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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von padma » Freitag, 20.07.18, 18:38

hallo Aquamarine, :)
Wenn die Medikamente diese Depersonalisation ausgelöst haben, dann verschwindet das irgendwann von selbst wieder und ich muss quasi nur aushalten? Es ist so ein schreckliches Gefühl.
ja, die DP wird wieder von selbst verschwinden, da sie ja eine Schutzreaktion des ZNS ist. DP ist mit eines der quälendsten Symptome. Leider kann es länger dauern, bis sie verschwindet.
Ich weiß auch nicht weiter, was das mit diesen komischen Gedanken " Wachträumen" ist!?
Darüber wird öfters berichtet. Schau z.B. hier https://adfd.org/austausch/search.php?k ... r%C3%A4ume Ich tippe da auch v.a. auf Mirtazapin, da scheint das besonders häufig aufzutreten.

Der Medikamentenspiegel könnte ein Hinweis darauf sein, dass du speziell verstoffwechselst.
Angaben zu einem therapeutischen Wirkbereich sind sehr fragwürdig.
Und ist es wirklich so, dass eine Einnahme von verschiedenen AD über diesen relativ kurzen Zeitraum so viel Schaden anrichten kann??? Ich meine all diese Symptome hatte ich vorher nicht..
Ja, kann es. Wir haben Betroffene, die haben nur ein einziges AD sehr kurz genommen, und es hat heftigsten Schaden ausgelöst. :(

Es gibt Menschen, die diese Substanzen absolut nicht vertragen. Das ist wie ein bad trip bei Drogen.

liebe Grüsse,
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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von Aquamarine » Samstag, 21.07.18, 7:47

Hallo Padma,

Danke für deine Antwort...
Ich fühle mich meiner Familie und Freunden nicht mehr zugehörig aufgrund des Gefühls.
Ich war eine total lebensfrohe Frau. Ich litt an innerer Unruhe und dieser Kontrollverlustangst aus der Schwangerschaft-plötzlich.

Inwieweit ich deswegen AD's hätte nehmen müssen, steht für mich immer mehr in den Sternen.
Ja, ich hatte das Gefühl, dass ich mit Valdoxan, Mirtazapin und immer in Absetzsymptomen, die neuen Medikamente rauf, in einem einzigen Drogenrausch bin.

Ich hatte keine Wahrnehmung mehr. Den Ärzten in der Klinik erklärte ich, dass ich das Gefühl habe, dass ich einen Hirnschaden erlitte hätte. Aber die haben mich nicht ernst genommen und mir erzählt, dass hätte etwas mit meiner Depression zu tun, weil ich keine Freude mehr empfinden würde. Ich konnte aber einfach Dinge nicht mehr richtig, die ich gerade noch 4 Monate zuvor gemacht hatte...Torte zum Beispiel!

Es ist einfach nur Horror.
Mit Mirtazapin begannen diese brennenden und wie feine Nadelstiche im Nacken. Eigentlich war ich zu nichts mehr fähig. Wenn ich jetzt hier schreibe, fühlt sich mein Gehirn auch nicht leicht an sondern eben alles anders und verkehrt.
Ich wache morgens auf und weiß, so habe ich mich früher nicht gefühlt. Ich bin aufgewacht und war lebensfroh und unternehmungslustig. Jetzt bin ich schwach und fühle mich nicht mehr. Ich bin ein total empathischer und gesprächiger Mensch und offen für alles, aber nach den letzten 8 Monaten in meinem Leben ist alles anders geworden und es ist wie ein Albtraum!

Ich habe eine 11 jährige Tochter, die mich noch nie so erlebt hat. Ich fühle mich wie ein Zombie und wie ausgetauscht. Sie ist so unglücklich und versteht es alles nicht mehr. Ich denke an früher wie alles noch war, lustig und harmonisch. Jetzt habe ich keine Kraft mehr. Ich kann durch dieses Gefühl nichts richtig unternehmen. Einkaufen fällt schwer..weil ich dieses -" nicht da-Gefühl" habe. Es ist wie hohl sein... am besten ist es wenn ich flach liege. Aber was ist das für ein Zustand? Ich war nie zuvor starrig und antriebslos.

Mir macht mein Zustand einfach nur Angst und ich will endlich wieder ich sein. Alle vermissen mich, insbesondere meine Tochter!!! Ihre starke Mami..

Gibt es hier Forum Mitglieder, die auch dieses Gefühl hatten -Depersonalisation- und es losgeworden sind??
Irgendeine Erfolgs-Hoffnungsgeschichte.

Vor allem habe ich immer das Gefühl, dass ich deswegen nicht richtig gesund werden kann..
körperliche Schmerzen sind für mich leichter zu ertragen als dieses fast "autistische Gefühl".

Ich bin dankbar für eure Arbeit und euer Verständnis!

Liebe Grüße
14.11.2017 Escitalopram in Tropfen (3 mg Einnahme)-abends totale Leere im Kopf und gesteigerte Ängste und dann nichts mehr genommen
ab 22.11.2017 bis 02.12.17 Valdoxan-Einnahme mit einem Tag Unterbrechung
-unter Valdoxan absolute Ängste, totale Schlaflosigkeit, Schlimmste Albträume, Schwitzen, Massive ZG, komische Gefühle im Kopf, nach Absetzen fühlte sich meine Wohnung und Umgebung fremd an, hatte das Gefühl nicht mehr richtig da zu sein, alles wie im Film
-ab 03.12.17 abends Mirtazapin nur 3,75 mg
-ab 05.12. in Tagesklinik unter Beschreibung meiner Symptome und Wahrnehmung wurde eine schwere Depression diagnostiziert, wusste aber, dass ich bis Anfang Oktober 2017 eine glückliche und lebensfrohe Frau gewesen bin.
wurde innerh. von 14 Tagen auf 45 mg Mirtazapin hochdosiert- extreme Ängste, Gedankenleere, ZG, Entfremdung, wurde sedierter, das Gefühl neben sich zustehen, Kopf fühlte sich täglich anders an, als wenn Platte in Kopf geschoben wurde
-bei 45 mg Mirtazapin begannen eine Art Wachträume -halten bis heute an, bevor ich überhaupt eingeschlafen bin, sodass ich eigentlich gar nicht mehr zu Ruhe kam und komme
-dann Reduktion von 45 mg auf 30 mg
- reduzierte ab 01.01. auf 27 mg dann bis 05.01. auf 22,5 mg, 2 Tage dann 15 mg, ein Tag 10 mg, ein Tag 7,5 mg und am 10.01. zuletzt 4,75 mg
In der Klinik sagte man mir, ich könne Mirtazapin ohne Ausschleichen absetzen- Symptome: unendliche Ängste, Schwitzen, ZG, totale Schlaflosigkeit, ich war wie in einer Hülle und konnte kaum noch aufstehen, mir fehlte jegliche Wahrnehmung
-ab 13.01. 5 HTP auf Empfehlung einer Hausärztin aber nur 11 Tage lang, meine Wahrnehmung veränderte sich täglich, Schlaflosigkeit, Ängste
-22.01. zur Ärztin verordnet mir Escitalopram und Quetiapin wegen Fremdheitsgefühl
-ab 29.01. 12,5 mg Quetiapin genommen und hat mich weggehauen, war wie unter Drogen (Quetiapin nur kurz genommen, hatte Panikattacken!!)
ab 30.01. Einstieg mit 2,5 mg Escitalopram und ab 01.02. bis 18.02. Escitalopram in Höhe von 5 mg genommen und abgesetzt, konnte nicht mehr, mein Leben fühlt sich nur noch fremd an, hatte stets und ständig ständig andere Wahrnehmung, als wenn ich vor mir sitze, keine Konzentration mehr, Ängste, könnte die einfachsten Dinge nicht mehr
-nach Absetzen wieder schlimme Erfahrung, wie hinter einer dicken Wand
-dann ab 05.04. wieder mit 5 mg Escitalopram begonnen und wieder die Hölle von vorne, aber ohne ging auch nichts mehr
-ab 11.04. 10 mg Escitalopram und zum Schlafen 3,75 mg Mirtazapin
-ab 24.04. in Klinik, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste & da bis 11.05. 10 mg Escitalopram und 3,75 mg Mirtazapin, die Ärztin reduzierte aus Wut ab 12.05. meine Dosis 10 mg auf 5 mg ( in der Klinik bekam ich Cipralex anstelle meines Escitaloprams) -bei 10 mg hatte ich lebensmüde Gedanken, mein Körper fühlte sich wie innerlich gelähmt, mein Kopf war wie hinter einer undurchsichtigen Mauer
-ab 16.05. von 5mg auf 0 mg cipralex- heftige Schmerzen im Nacken, lebensmüde Gedanken, Schmerzen im Körper und im Kopf
-0 mg Mirtazapin

Symptome jetzt:
Massives Fremdheitsgefühl
Unbeschreibliche Schmerzen im Kopf
Null Lebensfreude, kein Antrieb

Ich nehme zur Zeit Vitalstoffe, OPC, Omega 3,
Folsäure, Biotin, Homöopathische Mittel für Hypophyse, Epiphyse, Hypothalamus & Globuli für Nebenniere.
Ich habe Procain -Spritzen bekommen in Nacken und Schläfen, wegen der Schmerzen.

Am schlimmsten ist das Gefühl, dass ich mich nicht mehr so fühle wie früher.

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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von houelle1 » Samstag, 21.07.18, 8:46

Liebe Aquamarine :)

es tut mir weh, zu lesen, was Du erleiden musst. Du hast ziemlich viel an- und abgesetzt, Dein ZNS ist 'einfach' durcheinander. Das ändert nichts daran, dass Derealisation (DR) und Depersonalisation (DP) schwer auszuhaltende und dazu sehr verunsichernde Gefühle sind. Denn: es ist wie Du schreibst, man wacht morgens auf und weiß: das bin ich nicht. Ich hatte nach meinem Medikamenten Hin- und Her (s. Signatur) auch genau diese Zustände. 1:1 kenne ich das. Es ging nach einer Weile so vorbei, wie es gekommen war. Alles nachdem ich mein Medikamentendurcheinander überwunden hatte.

Was tun? Ich denke, wahrscheinlich mit Geduld Ruhe ins 'System' bringen - aber Erfahrenere hier sagen sicher auch noch was dazu. Das heißt auch, so gut es geht versuchen, sich nicht unter Druck zu setzen. Denn wenn Du das Zombie-Gefühl zwanghaft und unbedingt weg haben willst, wird es immer schlimmer. Aber ich weiß auch, das ist leichter gesagt als getan. Es ist sicher auch besonders schwer für Dich, da Du ja ein Kind hast. Hast Du sonst jemanden, der Dir zur Seite steht? Dich entlastet? Halte noch ein wenig durch. Schreibe hier. 'Wir' sind da.


Lieben Gruß,

Houelle
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Diagnosen: Angst und Depression gemischt, generalisierte Angststörung, Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung

2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von Aquamarine » Samstag, 21.07.18, 9:32

Guten Morgen Houelle😊,

Danke für deine Nachricht!

Ich fühle mich immer so als wenn ich meine Persönlichkeit verloren hätte. Ist es das Gefühl, was du vergleichbar kennst. Man tut und macht alles, aber es fühlt sich anders und fremd an. Ich bin draußen am Strand und fühle mich anders. Ich frage mich, ist es die richtige Wahrnehmung von früher oder ist es noch anders??! Aber ich weiß es nicht😔...

Meine Tochter liegt neben mir und ich gucke sie an, aber sie fühlt sich so weit weg von mir an... es ist ein grauenvolles Gefühl. Ich fühle mich unendlich schuldig, dass sie das erleben muss. Ich fühle mich schuldig, dass ich Medikamente genommen habe.

Ich habe mir nur Druck gemacht..von Anfang an!!
Ansonsten hätte ich nie in meinem Leben, Antidepressiva genommen!!!

Ist der Prozess, den du auch durchgemacht hast, schleichend...& dann irgendwann spürt man sich wieder und wacht nicht mehr so "fehl am Platz" auf?
Meinst du, ich verlange zu viel von mir? Ich nehme seit 2 Monaten keine Medikamente mehr..

Ich habe Angst, dass ich immer ein fremder Mensch bleibe😔🙈‼️

Kennst du das auch, in den Spiegel zu gucken und man hat keinen Zugang zu sich? Ich sehe mich aber ich habe keinen Kontakt zu mir.

Gab es bei dir ein Zeitfenster?
Und ich hoffe sehr, dass noch eins, zwei erfahrene Mitglieder, mir Trost geben können. 🤗

Liebe Grüße
14.11.2017 Escitalopram in Tropfen (3 mg Einnahme)-abends totale Leere im Kopf und gesteigerte Ängste und dann nichts mehr genommen
ab 22.11.2017 bis 02.12.17 Valdoxan-Einnahme mit einem Tag Unterbrechung
-unter Valdoxan absolute Ängste, totale Schlaflosigkeit, Schlimmste Albträume, Schwitzen, Massive ZG, komische Gefühle im Kopf, nach Absetzen fühlte sich meine Wohnung und Umgebung fremd an, hatte das Gefühl nicht mehr richtig da zu sein, alles wie im Film
-ab 03.12.17 abends Mirtazapin nur 3,75 mg
-ab 05.12. in Tagesklinik unter Beschreibung meiner Symptome und Wahrnehmung wurde eine schwere Depression diagnostiziert, wusste aber, dass ich bis Anfang Oktober 2017 eine glückliche und lebensfrohe Frau gewesen bin.
wurde innerh. von 14 Tagen auf 45 mg Mirtazapin hochdosiert- extreme Ängste, Gedankenleere, ZG, Entfremdung, wurde sedierter, das Gefühl neben sich zustehen, Kopf fühlte sich täglich anders an, als wenn Platte in Kopf geschoben wurde
-bei 45 mg Mirtazapin begannen eine Art Wachträume -halten bis heute an, bevor ich überhaupt eingeschlafen bin, sodass ich eigentlich gar nicht mehr zu Ruhe kam und komme
-dann Reduktion von 45 mg auf 30 mg
- reduzierte ab 01.01. auf 27 mg dann bis 05.01. auf 22,5 mg, 2 Tage dann 15 mg, ein Tag 10 mg, ein Tag 7,5 mg und am 10.01. zuletzt 4,75 mg
In der Klinik sagte man mir, ich könne Mirtazapin ohne Ausschleichen absetzen- Symptome: unendliche Ängste, Schwitzen, ZG, totale Schlaflosigkeit, ich war wie in einer Hülle und konnte kaum noch aufstehen, mir fehlte jegliche Wahrnehmung
-ab 13.01. 5 HTP auf Empfehlung einer Hausärztin aber nur 11 Tage lang, meine Wahrnehmung veränderte sich täglich, Schlaflosigkeit, Ängste
-22.01. zur Ärztin verordnet mir Escitalopram und Quetiapin wegen Fremdheitsgefühl
-ab 29.01. 12,5 mg Quetiapin genommen und hat mich weggehauen, war wie unter Drogen (Quetiapin nur kurz genommen, hatte Panikattacken!!)
ab 30.01. Einstieg mit 2,5 mg Escitalopram und ab 01.02. bis 18.02. Escitalopram in Höhe von 5 mg genommen und abgesetzt, konnte nicht mehr, mein Leben fühlt sich nur noch fremd an, hatte stets und ständig ständig andere Wahrnehmung, als wenn ich vor mir sitze, keine Konzentration mehr, Ängste, könnte die einfachsten Dinge nicht mehr
-nach Absetzen wieder schlimme Erfahrung, wie hinter einer dicken Wand
-dann ab 05.04. wieder mit 5 mg Escitalopram begonnen und wieder die Hölle von vorne, aber ohne ging auch nichts mehr
-ab 11.04. 10 mg Escitalopram und zum Schlafen 3,75 mg Mirtazapin
-ab 24.04. in Klinik, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste & da bis 11.05. 10 mg Escitalopram und 3,75 mg Mirtazapin, die Ärztin reduzierte aus Wut ab 12.05. meine Dosis 10 mg auf 5 mg ( in der Klinik bekam ich Cipralex anstelle meines Escitaloprams) -bei 10 mg hatte ich lebensmüde Gedanken, mein Körper fühlte sich wie innerlich gelähmt, mein Kopf war wie hinter einer undurchsichtigen Mauer
-ab 16.05. von 5mg auf 0 mg cipralex- heftige Schmerzen im Nacken, lebensmüde Gedanken, Schmerzen im Körper und im Kopf
-0 mg Mirtazapin

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Massives Fremdheitsgefühl
Unbeschreibliche Schmerzen im Kopf
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Folsäure, Biotin, Homöopathische Mittel für Hypophyse, Epiphyse, Hypothalamus & Globuli für Nebenniere.
Ich habe Procain -Spritzen bekommen in Nacken und Schläfen, wegen der Schmerzen.

Am schlimmsten ist das Gefühl, dass ich mich nicht mehr so fühle wie früher.

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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von Aquamarine » Samstag, 21.07.18, 10:08

Hallo🙈...der letzte Beitrag von mir ist doppelt gepostet!
Tut mir leid..
14.11.2017 Escitalopram in Tropfen (3 mg Einnahme)-abends totale Leere im Kopf und gesteigerte Ängste und dann nichts mehr genommen
ab 22.11.2017 bis 02.12.17 Valdoxan-Einnahme mit einem Tag Unterbrechung
-unter Valdoxan absolute Ängste, totale Schlaflosigkeit, Schlimmste Albträume, Schwitzen, Massive ZG, komische Gefühle im Kopf, nach Absetzen fühlte sich meine Wohnung und Umgebung fremd an, hatte das Gefühl nicht mehr richtig da zu sein, alles wie im Film
-ab 03.12.17 abends Mirtazapin nur 3,75 mg
-ab 05.12. in Tagesklinik unter Beschreibung meiner Symptome und Wahrnehmung wurde eine schwere Depression diagnostiziert, wusste aber, dass ich bis Anfang Oktober 2017 eine glückliche und lebensfrohe Frau gewesen bin.
wurde innerh. von 14 Tagen auf 45 mg Mirtazapin hochdosiert- extreme Ängste, Gedankenleere, ZG, Entfremdung, wurde sedierter, das Gefühl neben sich zustehen, Kopf fühlte sich täglich anders an, als wenn Platte in Kopf geschoben wurde
-bei 45 mg Mirtazapin begannen eine Art Wachträume -halten bis heute an, bevor ich überhaupt eingeschlafen bin, sodass ich eigentlich gar nicht mehr zu Ruhe kam und komme
-dann Reduktion von 45 mg auf 30 mg
- reduzierte ab 01.01. auf 27 mg dann bis 05.01. auf 22,5 mg, 2 Tage dann 15 mg, ein Tag 10 mg, ein Tag 7,5 mg und am 10.01. zuletzt 4,75 mg
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-ab 13.01. 5 HTP auf Empfehlung einer Hausärztin aber nur 11 Tage lang, meine Wahrnehmung veränderte sich täglich, Schlaflosigkeit, Ängste
-22.01. zur Ärztin verordnet mir Escitalopram und Quetiapin wegen Fremdheitsgefühl
-ab 29.01. 12,5 mg Quetiapin genommen und hat mich weggehauen, war wie unter Drogen (Quetiapin nur kurz genommen, hatte Panikattacken!!)
ab 30.01. Einstieg mit 2,5 mg Escitalopram und ab 01.02. bis 18.02. Escitalopram in Höhe von 5 mg genommen und abgesetzt, konnte nicht mehr, mein Leben fühlt sich nur noch fremd an, hatte stets und ständig ständig andere Wahrnehmung, als wenn ich vor mir sitze, keine Konzentration mehr, Ängste, könnte die einfachsten Dinge nicht mehr
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-dann ab 05.04. wieder mit 5 mg Escitalopram begonnen und wieder die Hölle von vorne, aber ohne ging auch nichts mehr
-ab 11.04. 10 mg Escitalopram und zum Schlafen 3,75 mg Mirtazapin
-ab 24.04. in Klinik, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste & da bis 11.05. 10 mg Escitalopram und 3,75 mg Mirtazapin, die Ärztin reduzierte aus Wut ab 12.05. meine Dosis 10 mg auf 5 mg ( in der Klinik bekam ich Cipralex anstelle meines Escitaloprams) -bei 10 mg hatte ich lebensmüde Gedanken, mein Körper fühlte sich wie innerlich gelähmt, mein Kopf war wie hinter einer undurchsichtigen Mauer
-ab 16.05. von 5mg auf 0 mg cipralex- heftige Schmerzen im Nacken, lebensmüde Gedanken, Schmerzen im Körper und im Kopf
-0 mg Mirtazapin

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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von padma » Samstag, 21.07.18, 11:03

hallo Aquamarine, :)

den doppelten Post habe ich gelöscht.

Ich erinnere mich, dass bei anderen Betroffenen die unter DP gelitten haben, diese wieder weggegangen ist. Leider scheint dieses Symptom jedoch zu denen zu gehören, die besonders lang anhalten können.

Ich kann mich nicht an Namen erinnern, mein Gedächnis ist zu schlecht. Du kannst hier unsere Erfolgsgeschichten mal durchschauen https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=7526

Du kannst dich auch am Austausch hier https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=50&t=15261 beteiligen.

Sollen wir vielleicht deinen Titel ändern? Wenn der Begriff Depersonalisation mit drinsteht, ist die Wahrscheinlichkeit höher, das andere davon Betroffene reinschauen.

2 Monate nach 0 ist bei einem so schweren Verlauf leider noch keine Zeit.
Vielleicht hilft es dir, dir vorzustellen, dass dein ZNS diesen Abschaltzustand zur Zeit braucht um heilen zu können.
Vielleicht hilft dir dieser Text ein wenig viewtopic.php?f=50&t=11472

Deine Persönlichkeit ist nicht verloren gegangen. Sie ist sozusagen ausgesetzt, wird aber wieder zurück kommen.


liebe Grüsse,
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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von houelle1 » Samstag, 21.07.18, 11:13

Liebe Aquamarine :) (schöner Name übrigens, ich komme aus den Bergen hätte aber das Meer viel, viel lieber)

Ich bin auch ein Mensch, der sich immer Druck macht und gemacht hat. Das verstärkt all diese Symptome ungemein.
Und ja, es ist genauso wie Du es beschreibst. Es ist wie eine Scheibe zwischen sich und der Welt. Ich habe immer Bilder wie Glocke oder 'Klappe' benutzt, die auf einmal runtergefahren wird. Es wirkt manchmal auch alles dumpf und weit weg.

Ich hatte in diesen Zuständen schon immer mal wieder Zeitfenster. Meistens - wie hier viele - gegen Abend oder am späten Nachmittag.

Wie Padma :) schreibt, 2 Monate nach 0 ist nicht viel. Ich bin jetzt im 4ten Monat und die letzte Woche war es symptommäßig ganz schlimm. Ich selbst merke zum Beispiel, dass es auch viel mit dem Zyklus zu tun hat. Werde 43 und ich denke, da stellt sich auch einiges um.

Ich kann dich vielleicht nur insoweit unterstützen, als ich dir sagen kann, dass ich alles kenne, was Du beschreibst. Insofern ist es ein ganz 'normales' Symptom. Das vorbeigeht - dem kannst Du gewiss sein! Wird es besser, wenn Du dich bewegst? ZB im Meer schwimmst oder so? Manchen helfen starke / stärkere Sinnesreize: kaltes Wasser, Mentholbonbons, Haarbänder/Gummibänder am Handgelenk schnippen lassen...

Machs gut einstweilen !

Herzlich,

Houelle
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2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von Aquamarine » Samstag, 21.07.18, 11:52

Liebe Houelle,

ja, ich bin ein Kind der See & habe es immer sehr geliebt dort zu sein. Ich liebe aber auch die Berge..
Ich kann gar nichts mehr genießen durch dieses Gefühl.
Ich werde bald 44 und zu meinem 43. war ich eine coole, happy Mother😊!!

Ich muss dich noch mal etwas fragen? Manchmal habe ich Angst, dass ich mir dieses Gefühl nur einbilde, aber das kann doch eigentlich nicht sein oder ..wenn man sich anders fühlt als früher und in den Spiegel guckt und sich nicht empfindet..und sich so abgetrennt vom Leben fühlt.
Es ist bei mir nicht so, dass ich etwa neben mir stehe und auf mich gucke.
Ich merke es immer sehr stark wenn ich spreche. Da habe ich immer das Gefühl, ich wäre nicht anwesend, so als spräche jemand nur nicht ich.
Deswegen mag ich eigentlich gar nicht mehr richtig sprechen... das ist eigentlich noch mehr Hölle für mich, denn ich bin ein unterhaltsamer Mensch gewesen und habe alle mit meiner lustigen und frechen Art zum Lachen gebracht.
Aber was soll das, wenn ich mich jetzt so hohl fühle. Ich brauche mich wie die Luft zum Atmen..

Wenn du mir jetzt bestätigen kannst, dass du das beim Sprechen auch so kennst und merkst, dann ist es wohl nicht eingebildet 🙈🙈🙈‼️..
Na ja die Taubheit am Kopf rede ich mir ja auch nicht ein.
Außerdem habe ich immer so Erinnerungseinschübe (so nenne ich das mal, aus meinem "früheren" Leben), das ist auch so ein seltsames, beängstigendes Gefühl.
Wenn ich an früher denke, fühlt es sich so weit weg an..

Eigentlich ist es so, als wenn alles durcheinander geschüttelt wurde...

Danke, dass du/ihr für mich da seid!!

Liebe Grüße vom Meer 🌊
14.11.2017 Escitalopram in Tropfen (3 mg Einnahme)-abends totale Leere im Kopf und gesteigerte Ängste und dann nichts mehr genommen
ab 22.11.2017 bis 02.12.17 Valdoxan-Einnahme mit einem Tag Unterbrechung
-unter Valdoxan absolute Ängste, totale Schlaflosigkeit, Schlimmste Albträume, Schwitzen, Massive ZG, komische Gefühle im Kopf, nach Absetzen fühlte sich meine Wohnung und Umgebung fremd an, hatte das Gefühl nicht mehr richtig da zu sein, alles wie im Film
-ab 03.12.17 abends Mirtazapin nur 3,75 mg
-ab 05.12. in Tagesklinik unter Beschreibung meiner Symptome und Wahrnehmung wurde eine schwere Depression diagnostiziert, wusste aber, dass ich bis Anfang Oktober 2017 eine glückliche und lebensfrohe Frau gewesen bin.
wurde innerh. von 14 Tagen auf 45 mg Mirtazapin hochdosiert- extreme Ängste, Gedankenleere, ZG, Entfremdung, wurde sedierter, das Gefühl neben sich zustehen, Kopf fühlte sich täglich anders an, als wenn Platte in Kopf geschoben wurde
-bei 45 mg Mirtazapin begannen eine Art Wachträume -halten bis heute an, bevor ich überhaupt eingeschlafen bin, sodass ich eigentlich gar nicht mehr zu Ruhe kam und komme
-dann Reduktion von 45 mg auf 30 mg
- reduzierte ab 01.01. auf 27 mg dann bis 05.01. auf 22,5 mg, 2 Tage dann 15 mg, ein Tag 10 mg, ein Tag 7,5 mg und am 10.01. zuletzt 4,75 mg
In der Klinik sagte man mir, ich könne Mirtazapin ohne Ausschleichen absetzen- Symptome: unendliche Ängste, Schwitzen, ZG, totale Schlaflosigkeit, ich war wie in einer Hülle und konnte kaum noch aufstehen, mir fehlte jegliche Wahrnehmung
-ab 13.01. 5 HTP auf Empfehlung einer Hausärztin aber nur 11 Tage lang, meine Wahrnehmung veränderte sich täglich, Schlaflosigkeit, Ängste
-22.01. zur Ärztin verordnet mir Escitalopram und Quetiapin wegen Fremdheitsgefühl
-ab 29.01. 12,5 mg Quetiapin genommen und hat mich weggehauen, war wie unter Drogen (Quetiapin nur kurz genommen, hatte Panikattacken!!)
ab 30.01. Einstieg mit 2,5 mg Escitalopram und ab 01.02. bis 18.02. Escitalopram in Höhe von 5 mg genommen und abgesetzt, konnte nicht mehr, mein Leben fühlt sich nur noch fremd an, hatte stets und ständig ständig andere Wahrnehmung, als wenn ich vor mir sitze, keine Konzentration mehr, Ängste, könnte die einfachsten Dinge nicht mehr
-nach Absetzen wieder schlimme Erfahrung, wie hinter einer dicken Wand
-dann ab 05.04. wieder mit 5 mg Escitalopram begonnen und wieder die Hölle von vorne, aber ohne ging auch nichts mehr
-ab 11.04. 10 mg Escitalopram und zum Schlafen 3,75 mg Mirtazapin
-ab 24.04. in Klinik, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste & da bis 11.05. 10 mg Escitalopram und 3,75 mg Mirtazapin, die Ärztin reduzierte aus Wut ab 12.05. meine Dosis 10 mg auf 5 mg ( in der Klinik bekam ich Cipralex anstelle meines Escitaloprams) -bei 10 mg hatte ich lebensmüde Gedanken, mein Körper fühlte sich wie innerlich gelähmt, mein Kopf war wie hinter einer undurchsichtigen Mauer
-ab 16.05. von 5mg auf 0 mg cipralex- heftige Schmerzen im Nacken, lebensmüde Gedanken, Schmerzen im Körper und im Kopf
-0 mg Mirtazapin

Symptome jetzt:
Massives Fremdheitsgefühl
Unbeschreibliche Schmerzen im Kopf
Null Lebensfreude, kein Antrieb

Ich nehme zur Zeit Vitalstoffe, OPC, Omega 3,
Folsäure, Biotin, Homöopathische Mittel für Hypophyse, Epiphyse, Hypothalamus & Globuli für Nebenniere.
Ich habe Procain -Spritzen bekommen in Nacken und Schläfen, wegen der Schmerzen.

Am schlimmsten ist das Gefühl, dass ich mich nicht mehr so fühle wie früher.

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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von houelle1 » Samstag, 21.07.18, 11:59

Liebe Aquamarine :)

ui, ich merke gerade wie eine salzige Brise vom Meer zu mir weht - tut das gut :)

Wegen des Sprechens: kann Dich auch hier beruhigen, ich hatte dies auch. Und sogar jetzt noch, wenn ich gestresst bin. Bin im Bildungsbereich tätig und muss oft unterrichten. Oft höre ich mich stundenlang reden - das ist super anstrengend und ich kann dann nur schwer weitermachen. Es ist sehr beängstigend und am wohlsten tut es dann wirklich 'still' zu sein, damit nichts triggert. Auf jeden Fall ist es nicht 'eingebildet' - aber sowas ist natürlich auch immer schwer objektivierbar. Nicht so einfach wie Blutdruckmessen. Aber ebenso wie der Blutdruck bei Stress verrückt spielt, kann dies auch die Wahrnehmung tun. Und PP-Entzug ist eines sicherlich: STRESS!

Am Besten ist wohl, sich so wenig wie möglich darauf zu konzentrieren. Aber ich habe das selbst auch kaum je geschafft. Muss also gar nicht so gescheit daherreden :)

Ich verstehe auch, wie schmerzvoll es ist, wenn man sich mit derjenigen 'von früher' vergleicht. Das macht dann schon wieder Druck und das verstärkt die Symptome dann auch wieder. Ich konnte für mich feststellen, dass ich sowieso ungemein Probleme habe mit jeder Art Veränderung - auch was meine Person betrifft. Ich glaube, das kann in der 'Lebensmitte' auch erstmals richtig reinhauen.

Schön, dass Du Kinder hast. Hat bei mir nie geklappt.

Alles Gute für Deinen Tag - wir lesen uns :hug:

Grüße,

Houelle
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fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von escargot » Samstag, 21.07.18, 12:26

Liebe Aquamarine,

mir hat Körpertherapie geholfen gegen die DP und DR! Ich weiß nicht, ob das für dich etwas wäre. Aber man lernt bestimmte Übungen, die den Fokus auf den Körper und das Verbundensein mit sich und der Welt legen.

Leider zahlen die Krankenkassen dies nicht. Aber es kann sein, dass ein paar Sitzungen ausreichen. Ich selbst war fast ein ganzes Jahr in Körpertherapie.

Alles Liebe für dich!
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DIAGNOSEN
02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf max. 1-2 mg Tavor!

Täglich :
Olanzapin 1,125 mg, Risperdal 2 mg, Tavor 1 mg
zudem 2 X 425 mg Passionsblume
800 mg Magnesium
Vitamin B12

Wöchentlich Globulis
Elaps Corallinus LM1 1 Tropfen mit Pipette in ein Glas Wasser, davon 1 Löffel nur
Phosphorus C12 1 Globuli wöchentlich
....
► Text zeigen
seit 10.06.2018 - Olanzapin 1,25 mg, R 2 mg, T 1 mg, Tavorbedarf 1 - 2 X wöchentlich 1-2 mg
13.06.2018 Schlafprobleme, optische Halluzinationen, optische u. akustische Reizsensitivität, schwere Übelkeit, Unwirklichkeitsgefühle, kolossale Erschöpfung, Orientierungsprobleme
18.06.2018 besser, nur noch optische u. akustische Reizsensitivität, Unwirklichkeitsgefühle
22.06.2018 starke Angstunruhe durch Familienprobleme, Reizsensitivität etwas weniger geworden, Erschöpfung
27.06.2018 nahezu symptomfrei!
30.06.2018 schwere Angstattacke u. anschl. Wahrnehmungsstörungen dann erschöpft, dann wieder nahezu symptomfrei
09.07.2018 bunte Flimmerpunkte vor Augen, Übelkeit und Erbrechen, Angstunruhe
05.08.2018 - 1,125 mg Olanzapin, 2 mg R, 1 mg T
leichte Einschlafschwierigkeiten, Ängste u. Unruhezustände frühs, Übelkeit, Appetitlosigkeit
17.08. endlich besser, aber noch nicht gut. Weiterhin appetitlos, erschöpft, Angstzustände
20.08. endlich symptomfrei :)

Aquamarine
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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von Aquamarine » Samstag, 21.07.18, 12:30

Huhu😊,

ich meine auch nicht eingebildet in dem Sinne, du weißt bestimmt, wie ich das meine🙈!!
Ich hatte mit den Medikamenten die schlimmsten Wahrnehmungen durch, dass ich jetzt total irritiert und verunsichert bin. Wenn ich früher mal so etwas " Seltsames" im TV gesehen habe, war ich immer glücklich, dass es mich nicht getroffen hat.
Ach, und wie habe ich bei diesen Leuten mitgelitten & manchmal habe ich mich über Leute "geärgert", dass sie Drogen nehmen und danit so ihr Leben "verunstalten".

Und jetzt haben wir solche Schwierigkeiten aufgrund von Medikamenten. Wie unglaublich...😢

Ich habe Angst, dass sich einfach eine Art Fremdheitsgefühl aufgesetzt hat.

Aber egal was ich mache, es fühlt sich anders an, wenn ich meinen Haushalt erledige, beim Kochen und Backen..es ist immer als wenn ich es nicht mache... so etwas bildet man sich doch nicht ein, oder??

Ich habe den schlimmen Zustand mit Absetzen vom Valdoxan..
Kann sich alles so hartnäckig halten, weil ich immer neue AD dazubekommen habe und immer neue, schlimme Wahrnehmungen durchmachen musste😔...?
Es ist eben nicht erst seit den letzten 2 Monaten...
Eine Qual!!!

Eine erneute liebe Brise, Aquamarine
14.11.2017 Escitalopram in Tropfen (3 mg Einnahme)-abends totale Leere im Kopf und gesteigerte Ängste und dann nichts mehr genommen
ab 22.11.2017 bis 02.12.17 Valdoxan-Einnahme mit einem Tag Unterbrechung
-unter Valdoxan absolute Ängste, totale Schlaflosigkeit, Schlimmste Albträume, Schwitzen, Massive ZG, komische Gefühle im Kopf, nach Absetzen fühlte sich meine Wohnung und Umgebung fremd an, hatte das Gefühl nicht mehr richtig da zu sein, alles wie im Film
-ab 03.12.17 abends Mirtazapin nur 3,75 mg
-ab 05.12. in Tagesklinik unter Beschreibung meiner Symptome und Wahrnehmung wurde eine schwere Depression diagnostiziert, wusste aber, dass ich bis Anfang Oktober 2017 eine glückliche und lebensfrohe Frau gewesen bin.
wurde innerh. von 14 Tagen auf 45 mg Mirtazapin hochdosiert- extreme Ängste, Gedankenleere, ZG, Entfremdung, wurde sedierter, das Gefühl neben sich zustehen, Kopf fühlte sich täglich anders an, als wenn Platte in Kopf geschoben wurde
-bei 45 mg Mirtazapin begannen eine Art Wachträume -halten bis heute an, bevor ich überhaupt eingeschlafen bin, sodass ich eigentlich gar nicht mehr zu Ruhe kam und komme
-dann Reduktion von 45 mg auf 30 mg
- reduzierte ab 01.01. auf 27 mg dann bis 05.01. auf 22,5 mg, 2 Tage dann 15 mg, ein Tag 10 mg, ein Tag 7,5 mg und am 10.01. zuletzt 4,75 mg
In der Klinik sagte man mir, ich könne Mirtazapin ohne Ausschleichen absetzen- Symptome: unendliche Ängste, Schwitzen, ZG, totale Schlaflosigkeit, ich war wie in einer Hülle und konnte kaum noch aufstehen, mir fehlte jegliche Wahrnehmung
-ab 13.01. 5 HTP auf Empfehlung einer Hausärztin aber nur 11 Tage lang, meine Wahrnehmung veränderte sich täglich, Schlaflosigkeit, Ängste
-22.01. zur Ärztin verordnet mir Escitalopram und Quetiapin wegen Fremdheitsgefühl
-ab 29.01. 12,5 mg Quetiapin genommen und hat mich weggehauen, war wie unter Drogen (Quetiapin nur kurz genommen, hatte Panikattacken!!)
ab 30.01. Einstieg mit 2,5 mg Escitalopram und ab 01.02. bis 18.02. Escitalopram in Höhe von 5 mg genommen und abgesetzt, konnte nicht mehr, mein Leben fühlt sich nur noch fremd an, hatte stets und ständig ständig andere Wahrnehmung, als wenn ich vor mir sitze, keine Konzentration mehr, Ängste, könnte die einfachsten Dinge nicht mehr
-nach Absetzen wieder schlimme Erfahrung, wie hinter einer dicken Wand
-dann ab 05.04. wieder mit 5 mg Escitalopram begonnen und wieder die Hölle von vorne, aber ohne ging auch nichts mehr
-ab 11.04. 10 mg Escitalopram und zum Schlafen 3,75 mg Mirtazapin
-ab 24.04. in Klinik, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste & da bis 11.05. 10 mg Escitalopram und 3,75 mg Mirtazapin, die Ärztin reduzierte aus Wut ab 12.05. meine Dosis 10 mg auf 5 mg ( in der Klinik bekam ich Cipralex anstelle meines Escitaloprams) -bei 10 mg hatte ich lebensmüde Gedanken, mein Körper fühlte sich wie innerlich gelähmt, mein Kopf war wie hinter einer undurchsichtigen Mauer
-ab 16.05. von 5mg auf 0 mg cipralex- heftige Schmerzen im Nacken, lebensmüde Gedanken, Schmerzen im Körper und im Kopf
-0 mg Mirtazapin

Symptome jetzt:
Massives Fremdheitsgefühl
Unbeschreibliche Schmerzen im Kopf
Null Lebensfreude, kein Antrieb

Ich nehme zur Zeit Vitalstoffe, OPC, Omega 3,
Folsäure, Biotin, Homöopathische Mittel für Hypophyse, Epiphyse, Hypothalamus & Globuli für Nebenniere.
Ich habe Procain -Spritzen bekommen in Nacken und Schläfen, wegen der Schmerzen.

Am schlimmsten ist das Gefühl, dass ich mich nicht mehr so fühle wie früher.

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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von houelle1 » Samstag, 21.07.18, 12:42

Hallo zurück :)

Medikamentenwechsel begünstigen solche Zustände ganz sicher, ja verursache sie überhaupt erst. Versuche, geduldig mit Dir zu sein, es wir vorbeigehen. Aber es kann leider auch seine Zeit dauern. Die Medis können so viel durcheinanderbringen!

Hast Du mal Psychotherapie gemacht? Vielleicht könnte das auch was sein, v.a. um Strategien zu erlernen, mit der DR umzugehen und sie so erträglicher zu machen?

Das Beste für Dich,

Houelle
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2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von Towanda1 » Samstag, 21.07.18, 12:43

Liebe Aquamarine,

mir hat, und tut es immer noch, Heilströmen (Jin Shin Jyutsu) sehr geholfen. Das kann man selber machen, ist gut für den Kontakt zu sich selber, oder zu einer Praktikerin gehen.
Es gibt ein sehr gutes Selbsthilfebuch und auch eine CD gibt es, wenn hören für Dich einfacher ist: https://riegger-krause.de/buecher/

Hier gibt es Listen von Praktikern, die Behandlungen anbieten: https://www.jinshinjyutsu.de/willkommen.html

Mit dieser Technik gelingt es mir meist, mich selber wieder zu spüren. Auch zum Einschlafen hilft es mir sehr.

Ich wünsche Dir alles Gute und daß die schlimme Zeit bald vorbeigeht!

LG Towanda
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AquamarineMurmelinepadma
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11.02.18 - 22,50 mg Mirtazapin - Zustand stabilisiert sich, NW: leichte Muskel- und Gelenkschmerzen,
aber gut auszuhalten, hin und wieder Kribbelbeine
19.02.18 - Psychiatertermin - bei 22,5 mg bleiben
29.03.18 - 18,75 Mirtazapin
07.04.18 - wegen Gewichtszunahme Intervallfasten begonnen
14.05.18 - Psychiatertermin - Kribbelbeine sind schlimmer geworden, Empfehlung: Mirtazapin auf 15 mg reduzieren
22.05.18 - 15,00 mg Mirtazapin - 3 Tage später leichte Stimmungsschwankungen, 1 x Drehschwindel,
insgesamt nicht so stabil, Tagesschwankungen, aber auszuhalten
26.06.18 - 5 Glob. Ciprofloxacin C30
30.06.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Wasserlösmethode
01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

Aquamarine
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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von Aquamarine » Samstag, 21.07.18, 13:30

Hallo noch mal, 😊...

ich war übrigens am Mittwoch bei einer Fachärztin für Psychotherapie und Psychosomatik, der habe ich von meinem Problem erzählt.

Zuerst hat sie gesagt, ich würde doch wohl wissen, dass die Medikamente nach der langen Zeit verstoffwechselt wären und dies nicht mehr mit den Medikamenten im Zusammenhang stehen würde.

Dann habe ich sie gefragt, ob es denn Depersonalisation wäre oder in was für einen Zustand ich mich jetzt befinde. Darauf meinte sie, ob dies nun wichtig wäre für mich, was das nun ist😔...
Ja, um gesund zu werden und Hoffnung zu bekommen, schon...finde ich!!!

Liebe Grüße Aquamarine
14.11.2017 Escitalopram in Tropfen (3 mg Einnahme)-abends totale Leere im Kopf und gesteigerte Ängste und dann nichts mehr genommen
ab 22.11.2017 bis 02.12.17 Valdoxan-Einnahme mit einem Tag Unterbrechung
-unter Valdoxan absolute Ängste, totale Schlaflosigkeit, Schlimmste Albträume, Schwitzen, Massive ZG, komische Gefühle im Kopf, nach Absetzen fühlte sich meine Wohnung und Umgebung fremd an, hatte das Gefühl nicht mehr richtig da zu sein, alles wie im Film
-ab 03.12.17 abends Mirtazapin nur 3,75 mg
-ab 05.12. in Tagesklinik unter Beschreibung meiner Symptome und Wahrnehmung wurde eine schwere Depression diagnostiziert, wusste aber, dass ich bis Anfang Oktober 2017 eine glückliche und lebensfrohe Frau gewesen bin.
wurde innerh. von 14 Tagen auf 45 mg Mirtazapin hochdosiert- extreme Ängste, Gedankenleere, ZG, Entfremdung, wurde sedierter, das Gefühl neben sich zustehen, Kopf fühlte sich täglich anders an, als wenn Platte in Kopf geschoben wurde
-bei 45 mg Mirtazapin begannen eine Art Wachträume -halten bis heute an, bevor ich überhaupt eingeschlafen bin, sodass ich eigentlich gar nicht mehr zu Ruhe kam und komme
-dann Reduktion von 45 mg auf 30 mg
- reduzierte ab 01.01. auf 27 mg dann bis 05.01. auf 22,5 mg, 2 Tage dann 15 mg, ein Tag 10 mg, ein Tag 7,5 mg und am 10.01. zuletzt 4,75 mg
In der Klinik sagte man mir, ich könne Mirtazapin ohne Ausschleichen absetzen- Symptome: unendliche Ängste, Schwitzen, ZG, totale Schlaflosigkeit, ich war wie in einer Hülle und konnte kaum noch aufstehen, mir fehlte jegliche Wahrnehmung
-ab 13.01. 5 HTP auf Empfehlung einer Hausärztin aber nur 11 Tage lang, meine Wahrnehmung veränderte sich täglich, Schlaflosigkeit, Ängste
-22.01. zur Ärztin verordnet mir Escitalopram und Quetiapin wegen Fremdheitsgefühl
-ab 29.01. 12,5 mg Quetiapin genommen und hat mich weggehauen, war wie unter Drogen (Quetiapin nur kurz genommen, hatte Panikattacken!!)
ab 30.01. Einstieg mit 2,5 mg Escitalopram und ab 01.02. bis 18.02. Escitalopram in Höhe von 5 mg genommen und abgesetzt, konnte nicht mehr, mein Leben fühlt sich nur noch fremd an, hatte stets und ständig ständig andere Wahrnehmung, als wenn ich vor mir sitze, keine Konzentration mehr, Ängste, könnte die einfachsten Dinge nicht mehr
-nach Absetzen wieder schlimme Erfahrung, wie hinter einer dicken Wand
-dann ab 05.04. wieder mit 5 mg Escitalopram begonnen und wieder die Hölle von vorne, aber ohne ging auch nichts mehr
-ab 11.04. 10 mg Escitalopram und zum Schlafen 3,75 mg Mirtazapin
-ab 24.04. in Klinik, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste & da bis 11.05. 10 mg Escitalopram und 3,75 mg Mirtazapin, die Ärztin reduzierte aus Wut ab 12.05. meine Dosis 10 mg auf 5 mg ( in der Klinik bekam ich Cipralex anstelle meines Escitaloprams) -bei 10 mg hatte ich lebensmüde Gedanken, mein Körper fühlte sich wie innerlich gelähmt, mein Kopf war wie hinter einer undurchsichtigen Mauer
-ab 16.05. von 5mg auf 0 mg cipralex- heftige Schmerzen im Nacken, lebensmüde Gedanken, Schmerzen im Körper und im Kopf
-0 mg Mirtazapin

Symptome jetzt:
Massives Fremdheitsgefühl
Unbeschreibliche Schmerzen im Kopf
Null Lebensfreude, kein Antrieb

Ich nehme zur Zeit Vitalstoffe, OPC, Omega 3,
Folsäure, Biotin, Homöopathische Mittel für Hypophyse, Epiphyse, Hypothalamus & Globuli für Nebenniere.
Ich habe Procain -Spritzen bekommen in Nacken und Schläfen, wegen der Schmerzen.

Am schlimmsten ist das Gefühl, dass ich mich nicht mehr so fühle wie früher.

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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von Katzi2000 » Samstag, 21.07.18, 16:23

Hallo Aquamarine,

Ich ha gelesen, dass du fürchterliche Kopfschmerzen hast oder hattest.

Auch ich habe diese ganz schlimmen Kopfschmerzen unter Mirtazapin gehabt. Das war unbeschreiblich. Es kam zum ersten Mal in der Nacht. Hatte vorher 7, 5 mg Mirtazapin genommen. Es brannte, kribbelte und stach wie verrückt. Konnte gar nicht an meine Haare fassen. Tat direkt weh. Psychisch bedingt hieß es. Bekam das auf einer Kreuzfahrt und der Schiffsarzt gab mir Tavor.

Du kannst in meinem Thread lesen.

Auf jeden Fall sollte ich später mirta regelmäßig nehmen. Und später als ich abends das Zeug nahm, bekam ich richtige Krämpfe ins Hirn und ganz extrem starke Kopfschmerzen. Wenn ich dran fühlte, knackte es.
Ich hatte richtig Angst bekommen.

Auch wanderte der Schmerz.

Bin jetzt fast 4 Monate weg. Kopfschmerzen sind nicht mehr sooo schlimm, aber manchmal noch da.
Ich würde sagen, es ist auf jeden Fall viel besser geworden.

Hab jetzt körperliche Probleme.

Ich hoffe, ich konnte dich trösten.

Liebe grüße Katzi2000
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AquamarineMurmelinepadma
ab Februar 17 bis April 17 : Mirtazapin 7,5 bzw 3,75 mg 1. Hörsturz, wegen Tinnitus sporadisch eingenommen
ab Februar 17 versch. Blutdruckmittel ausprobiert, Namen weiß ich nicht mehr alle
ab Juni 17 Enalapril, abgesetzt wegen Husten, danach Amlodipin u. Torasemid
August17 : wieder Mirtazapin 7,5 bzw. 3,75 mg wegen 2. Hörsturz sporadisch eingenommen
Sept. 17: Blutdruckkrise: Amlodipin, Moxonidin, Telmisartan mit HTC, Torasemid
15. Okt. 17: auf 7,5 mg Mirtazapin (oder Blutdruckmittel) mit Stechen, Brennen, Kribbeln auf Kopfhaut reagiert,
10 Tage vom Schiffsarzt Tavor nach Bedarf ca. 2 x 1 halbe am Tag, wusste nicht was das für schlimmes Zeug war 😣
Ende Oktober 17: Ambulanz KH, Diagnose Polyneupathie im Kopf! !!!
sollte Gabapentin 100 nehmen, hab ich aber nur 3 Kapseln genommen, sollte später erhöht werden
CT v. Kopf: alles ok, Lumbalpunktion: soweit alles ok, leichte Blut-Hirn-Schranken-Störung
Nov. 17: im KH für 3 Tage, wollte die vielen Blutdruckmittel absetzen, da ich dachte, Kopfweh käme von denen
Nov. 17: beim Neurologen: sollte Sertralin 50 nehmen, nahm 2 Abende 25mg, träumte fürchterlich, Bluthochdruck
Nov. 17: Hausarzt mahnte mich, endlich was zu nehmen, entschied mich für Mirtazapin, leider :x
Dez. 17: beim Orthopäden u. MRT der HWS, wegen Einschlafen der Hände, aber ohne Befund,
Dez. 17: beim Psycholigen: gab mir Amtriptylin 50, nahm 2 Abende eine Viertel, also 12,5 mg, bekam kribbeln in Mund, Zunge,Zähne,Zäpfchen vibrierten eine Woche lang
Jan 18: beschloss Mirtazapin von 7.5 auf 3,75 mg zu reduzieren, weil ich immer nach der Einnahme fürchterliches Kopfweh bekam. Auch nachts, wenn ich aufstand.
Absetzsymptome: Zittern der Beine, Gleichgewichtsstörung, Kribbeln in den Füßen, Zucken des linken Auges, gelegentlich Einschlafen der Hände. Geschwollenes Gesicht, alles gegeben, bis auf Kribbeln in Füßen ab und zu
Feb. 18: MRT v. Kopf: 2 kleine Menigiome, die ich schon länger habe, aber nicht gewachsen sind
ab 5.4.18: auf 0
jetzige Einnahme: morgens u. abends 80 mg Valsartan und morgens 100 mg Jod (habe Knoten in der Schilddrüse)
Ende April 18: Verdacht auf Gürtelrose am Kopf, Medikamente 7 Tage genommen u. Tillin
Heute bin ich der Meinung, es war exzem v. Absetzen
5.7.18 : Blutergebnisse alle in Ordnung
Absetzsymptome: Appetitlosigkeit, selten Einschlafen der Hände, 5 mal Durchfall in dieser Zeit, nächtliche Schweißausbrüche und Herzrasen, Benommenheit, Tränen der Augen anfangs, jetzt nicht mehr, Kribbeln im Mund, Mundtrockenheit, Schwere Arme u. Beine manchmal, Zittern der Muskeln in den Beinen im Bett, Kraftlosigkeit, pulsierendes Rasseln im Kopf, Kopfweh wieder, nächtliches Aufwachen 2-3-mal,innere Unruhe +Stromgefühl, spürbar am ganzen Körper, Kribbeln in Füßen, Rücken, Arme, Hände manchmal, momentan: erhöhter Blutdruck u. Puls, blaue Flecken am Bein, Gefühl geschwollene Beine ,Arme u. Gesicht, Kopfweh, oft nachts auf Toilette, erhöhter Stuhldrang, vermehrter Speichel, pieksen auf der Haut.
30.7.18 0,5 mg Mirtazapin direkt ruhiger, tagsüber zittrig ganzer Körper, Nervenschmerzen in den Beine
05.08.18 0,1 mg Mirtazapin, nächster Tag wieder extreme Unruhe

Seit Mitte Juli 18 Omega 3 1000
Seit 23. Juli 18 kytta sedativum

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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von Aquamarine » Samstag, 21.07.18, 22:05

Hallo 😊, Danke für deine Nachricht. Ich bekomme es mit den Threads immer nicht hin.

Vielleicht schickst du mir den Link?!

Es kann doch eigentlich nicht sein... mir wurde wirklich zum Mirtazapin gesagt, es würde erst ab 30 mg aufwärts antidepressiv wirken und daher im unteren Bereich nur schlafanstoßend wirken und könne damit jederzeit abgesetzt werden.
Also leide ich durch den kaltentzug vom Escitalopram und dem Mirtazapin doppelt...

Liebe Grüße 🌙
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wurde innerh. von 14 Tagen auf 45 mg Mirtazapin hochdosiert- extreme Ängste, Gedankenleere, ZG, Entfremdung, wurde sedierter, das Gefühl neben sich zustehen, Kopf fühlte sich täglich anders an, als wenn Platte in Kopf geschoben wurde
-bei 45 mg Mirtazapin begannen eine Art Wachträume -halten bis heute an, bevor ich überhaupt eingeschlafen bin, sodass ich eigentlich gar nicht mehr zu Ruhe kam und komme
-dann Reduktion von 45 mg auf 30 mg
- reduzierte ab 01.01. auf 27 mg dann bis 05.01. auf 22,5 mg, 2 Tage dann 15 mg, ein Tag 10 mg, ein Tag 7,5 mg und am 10.01. zuletzt 4,75 mg
In der Klinik sagte man mir, ich könne Mirtazapin ohne Ausschleichen absetzen- Symptome: unendliche Ängste, Schwitzen, ZG, totale Schlaflosigkeit, ich war wie in einer Hülle und konnte kaum noch aufstehen, mir fehlte jegliche Wahrnehmung
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ab 30.01. Einstieg mit 2,5 mg Escitalopram und ab 01.02. bis 18.02. Escitalopram in Höhe von 5 mg genommen und abgesetzt, konnte nicht mehr, mein Leben fühlt sich nur noch fremd an, hatte stets und ständig ständig andere Wahrnehmung, als wenn ich vor mir sitze, keine Konzentration mehr, Ängste, könnte die einfachsten Dinge nicht mehr
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-dann ab 05.04. wieder mit 5 mg Escitalopram begonnen und wieder die Hölle von vorne, aber ohne ging auch nichts mehr
-ab 11.04. 10 mg Escitalopram und zum Schlafen 3,75 mg Mirtazapin
-ab 24.04. in Klinik, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste & da bis 11.05. 10 mg Escitalopram und 3,75 mg Mirtazapin, die Ärztin reduzierte aus Wut ab 12.05. meine Dosis 10 mg auf 5 mg ( in der Klinik bekam ich Cipralex anstelle meines Escitaloprams) -bei 10 mg hatte ich lebensmüde Gedanken, mein Körper fühlte sich wie innerlich gelähmt, mein Kopf war wie hinter einer undurchsichtigen Mauer
-ab 16.05. von 5mg auf 0 mg cipralex- heftige Schmerzen im Nacken, lebensmüde Gedanken, Schmerzen im Körper und im Kopf
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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 21.07.18, 22:17

Hallo Aquamarine,

hier ist Katzis Thread

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 86#p259686

LG Ute
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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von Aquamarine » Samstag, 21.07.18, 22:18

hallo,
ich muss noch etwas loswerden.

Kennt ihr das Buch "eine Pille, die Leben stiehlt" ?
Sie schreibt, dass sie einen Kaltentzug durchgemacht hat und es ging ihr schlecht, aber nach paar Wochen konnte sie wieder arbeiten und alles ging besser..

Ich könnte in diesem Zustand gar nicht arbeiten.
Das macht mich auch alles fertig..

Liebe Grüße und schlaft gut! :bettzeit:
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14.11.2017 Escitalopram in Tropfen (3 mg Einnahme)-abends totale Leere im Kopf und gesteigerte Ängste und dann nichts mehr genommen
ab 22.11.2017 bis 02.12.17 Valdoxan-Einnahme mit einem Tag Unterbrechung
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-ab 03.12.17 abends Mirtazapin nur 3,75 mg
-ab 05.12. in Tagesklinik unter Beschreibung meiner Symptome und Wahrnehmung wurde eine schwere Depression diagnostiziert, wusste aber, dass ich bis Anfang Oktober 2017 eine glückliche und lebensfrohe Frau gewesen bin.
wurde innerh. von 14 Tagen auf 45 mg Mirtazapin hochdosiert- extreme Ängste, Gedankenleere, ZG, Entfremdung, wurde sedierter, das Gefühl neben sich zustehen, Kopf fühlte sich täglich anders an, als wenn Platte in Kopf geschoben wurde
-bei 45 mg Mirtazapin begannen eine Art Wachträume -halten bis heute an, bevor ich überhaupt eingeschlafen bin, sodass ich eigentlich gar nicht mehr zu Ruhe kam und komme
-dann Reduktion von 45 mg auf 30 mg
- reduzierte ab 01.01. auf 27 mg dann bis 05.01. auf 22,5 mg, 2 Tage dann 15 mg, ein Tag 10 mg, ein Tag 7,5 mg und am 10.01. zuletzt 4,75 mg
In der Klinik sagte man mir, ich könne Mirtazapin ohne Ausschleichen absetzen- Symptome: unendliche Ängste, Schwitzen, ZG, totale Schlaflosigkeit, ich war wie in einer Hülle und konnte kaum noch aufstehen, mir fehlte jegliche Wahrnehmung
-ab 13.01. 5 HTP auf Empfehlung einer Hausärztin aber nur 11 Tage lang, meine Wahrnehmung veränderte sich täglich, Schlaflosigkeit, Ängste
-22.01. zur Ärztin verordnet mir Escitalopram und Quetiapin wegen Fremdheitsgefühl
-ab 29.01. 12,5 mg Quetiapin genommen und hat mich weggehauen, war wie unter Drogen (Quetiapin nur kurz genommen, hatte Panikattacken!!)
ab 30.01. Einstieg mit 2,5 mg Escitalopram und ab 01.02. bis 18.02. Escitalopram in Höhe von 5 mg genommen und abgesetzt, konnte nicht mehr, mein Leben fühlt sich nur noch fremd an, hatte stets und ständig ständig andere Wahrnehmung, als wenn ich vor mir sitze, keine Konzentration mehr, Ängste, könnte die einfachsten Dinge nicht mehr
-nach Absetzen wieder schlimme Erfahrung, wie hinter einer dicken Wand
-dann ab 05.04. wieder mit 5 mg Escitalopram begonnen und wieder die Hölle von vorne, aber ohne ging auch nichts mehr
-ab 11.04. 10 mg Escitalopram und zum Schlafen 3,75 mg Mirtazapin
-ab 24.04. in Klinik, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste & da bis 11.05. 10 mg Escitalopram und 3,75 mg Mirtazapin, die Ärztin reduzierte aus Wut ab 12.05. meine Dosis 10 mg auf 5 mg ( in der Klinik bekam ich Cipralex anstelle meines Escitaloprams) -bei 10 mg hatte ich lebensmüde Gedanken, mein Körper fühlte sich wie innerlich gelähmt, mein Kopf war wie hinter einer undurchsichtigen Mauer
-ab 16.05. von 5mg auf 0 mg cipralex- heftige Schmerzen im Nacken, lebensmüde Gedanken, Schmerzen im Körper und im Kopf
-0 mg Mirtazapin

Symptome jetzt:
Massives Fremdheitsgefühl
Unbeschreibliche Schmerzen im Kopf
Null Lebensfreude, kein Antrieb

Ich nehme zur Zeit Vitalstoffe, OPC, Omega 3,
Folsäure, Biotin, Homöopathische Mittel für Hypophyse, Epiphyse, Hypothalamus & Globuli für Nebenniere.
Ich habe Procain -Spritzen bekommen in Nacken und Schläfen, wegen der Schmerzen.

Am schlimmsten ist das Gefühl, dass ich mich nicht mehr so fühle wie früher.

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Re: Aquamarine: Unbeschreibliches Gefühl im Kopf

Beitrag von Murmeline » Samstag, 21.07.18, 22:34

Hallo!

Ja, ich kenne das Buch. Bei Katinka war es wohl so, dass die Auswirkungen der Medikamente schlimm von Anfang an waren und sie das schnelle Absetzen gut verkraftet hat. Leider ist das individuell und in Betroffenengruppen hat sich daher Ausschleichen als risikominimierenden Ansatz etabliert. Es gibt ja leider sehr viele Berichte über Absetzsyndrome, die dann langanhaltend waren und zu Alltagsuntauglichkeit geführt haben. :(

Grüße, Murmeline
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