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Euer ADFD-Team

Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

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tola
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Registriert: Sonntag, 22.07.18, 9:54

Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von tola » Sonntag, 22.07.18, 10:50

Liebes Forum,
ich bin sehr froh und erleichtert, dass es Euch gibt und, dass ich Eure Seite entdeckt habe :) Danke dafür.Zum ersten Mal in meinem Leben habe mich für ein Forum angemeldet.
Wie viele von Euch gehöre ich zu denjenigen, die seit mehreren Jahren Antidepressiva nehmen (momentan 20 mg Citalopram) und versuchen diese abzusetzen. Ich habe hinter mir einige Absetzversuche, die leider gescheitert sind. Damals habe ich Vieles nicht gewusst und die Hausärztin, die mich behandelt hat und weiterhin behandelt ist der Meinung, dass es keine Absetzsymptome gibt und wenn es mir nach dem Absetzten schlecht ging, verschrieb sie mir jedes Mal wieder Citalopram. Sie ist der Meinung,dass ich wahrscheinlich mein ganzes leben Citalopram nehmen muss, um zu funktionieren.Ich gebe trotzdem die Hoffnung nicht auf, dass ich es irgendwann schaffen könnte ohne Citalopram zu leben.

Ich bin momentan bereit einen neuen Versuch zu starten Citalopram abzusetzen. Ich lese sehr viel darüber und versuche mich so gut wie es geht zu informieren. Ich möchte besser vorbereitet sein als die Male zuvor. Zwei Bücher haben mir sehr geholfen und Hoffnung gegeben,was das Absetzen betrifft: "Antidepressiva absetzen" von Melanie Müller und Mischa Miltenberger und "Unglück auf Rezept" von Peter und Sabine Ansari.
Im August habe ich ein Erstgespräch mit einer Psychotherapeutin. Ich möchte auch eine Therapie anfangen und hoffe, dass die Therapeutin mich bei meinem Ziel medikamentenfrei zu Leben, unterstützen kann. Die Unterstützung werden ich auf jeden Fall brauchen, zumal ich alleinerziehend bin. Und genau deswegen habe ich viele Fragen und weiß noch nicht, trotz guter Vorbereitung, ob ich es aufgrund von meiner Lebenssituation in der Praxis alles umsetzen kann. Ich möchte gerne meine Lebenssituation hier kurz schildern.

Ich bin 41 Jahre alt. Ich habe einen 5 jährigen Sohn und bin seit 5 Jahren allainerziehend. Ich bin berufstätig und arbeite ca. 35 Stunden in der Woche. Da ich keinerlei Unterstüzung vom Kindesvater habe, veruche ich so gut wie es geht alles alleine zu meistern, obwohl ich sehr oft sehr erschöpft bin und und an meine Greznen komme. Ohne meine Mutter, die so oft wie es geht kommt, würde ich es alles nicht schaffen. Sie wohnt in Belgien und kommt für 2 bis 4 Wochen zu uns zu Besuch. Ich verdanke Ihr sehr viel und bin ihr für die Hilfe immer sehr dankbar. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu ihr. Ich habe auch eine ältere Schwester, die in unserer Nähe wohnt. Ich kann auch auf sie zählen. Sie hat aber nicht so viel Zeit, da sie selbst Familie hat und Vollzeit als Lehrerin arbeitet.

Für mich stellt sich Frage, wie ich das Absetzten am besten angehen sollte, damit es klappt.... Allleine wird es für mich sehr schwer, fast unmöglich, denke ich. Job, Haushalt, mein Kind und, und ´, und.... Der Wunsch nach dem Absetzten ist aber sehr groß bei mir und die Hoffnung ist wieder da.
Vielleicht ist jemand von Euch in einer ähnlichen Situation und kann sich mit mir darüber austauschen. Natürlich würde ich mich über alle Eure Meinungen, Kommentare, Tipps u.a. sehr freuen.
Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!
Liebe Grüße
tola
Zuletzt geändert von Murmeline am Sonntag, 22.07.18, 10:54, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
Citalopram 20mg absetzten/ Alleinerziehend
Seit ca. 10 Jahren (innerhalb zwei erfolglose Absetzversuche) 20 mg Citalopram
21.07.18 - 21.09.18 15 mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex (Vit.B12, B3, B6 )
22.09. - 18.11.18 12mg + Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex , in der Zeit Glieder-und Muskelschmerzen starke ,
Kopfschmerzen
19.11.18 - 26.12. 10mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex, keine Beschwerden
27.12. - 19.02. 8mg + s.o. keine Beschwerden
19.02- bis heute 6mg +s.o. Seit ca. 1,5 Wochen Symptome, die bis zum heutigen Tag (2.03.) leider schlimmer geworden sind: Kopfschmerzen, Muskel-und Gliederschmerzen, Erschöpfung (körperlich und psychisch), Antriebslosigkeit, das Gefühl: alles ist so schwer und anstrengend, alltägliche Aufgaben zu erledigen wird immer schwieriger, extreme Kraftlosigkeit, negatives Denken
1.03.19 erhöht auf 8 mg
3.03.19 starke Kopfschmerzen, Stimmung besser, trotzdem müde und gereizt
4.03.19 es geht mir besser, Antrieb ist gestiegen, keine Kopfschmerzen, leichte Muskelschmerzen, keine Angstzustände, klarer Kopf
21.03. totale Erschöpfung, extreme Lustlosigkeit, das Gefühl zu haben: mit allem überfordert zu sein,
22.03. starke Reizbarkeit/innerlich wütend
23.03. extreme Müdigkeit, niedergeschlagen, sehr gereizt, innerlich wütend
24.03. gereitz und innerlich wütend, keine Besserung der Beschwerden
2.04. Erstgespräch bei einem Heilpraktiker (Yamswurzel gegen PMS Beschwerden)
21.04 leichsinniger Schritt auf 7 mg zu reduzieren
25.04. Schwindel, innerliche Unruhe,Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Schwierigkeiten beim Denken
12.05. Nervenzusammenbruch (Wutausbruch, Weinen, Herzrasen, Hitzegefühl, Ratlosigkeit, Verzweiflung
13.05. erhöt auf 8 mg
vom 13.05 bis zum 31.05. Krankschreibung
13.05 bis 21.05 extrem müde und erschöpft, sowohl psychisch als auch körperlich, 0 Antrieb
23.05. endlich ein wenig besser, Antrieb ist deutlich gestiegen, die innere Unruhe (leicht) ist leider wieder da

Murmeline
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 22.07.18, 10:57

Hallo Tola, :)

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst in unsere Grundlageninfos zu Antidepressiva ein.. Du findest sie hier:https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490

Hier findest du wichtige Infos über ein langsames Ausschleichen! Es ist wichtig, dass du dich informierst.

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst.Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 46&t=15035

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.app.php/rules

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Wir wünschen dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse
Murmeline für das ADFD Team
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Murmeline
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 22.07.18, 19:04

Hallo tola,

Ich habe den neuen Beitrag von dir gelöscht, da er doppelt war. Dies hier ist dein Thread!

Murmeline
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tola
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von tola » Sonntag, 22.07.18, 19:08

Ups entschuldige bitte.
Citalopram 20mg absetzten/ Alleinerziehend
Seit ca. 10 Jahren (innerhalb zwei erfolglose Absetzversuche) 20 mg Citalopram
21.07.18 - 21.09.18 15 mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex (Vit.B12, B3, B6 )
22.09. - 18.11.18 12mg + Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex , in der Zeit Glieder-und Muskelschmerzen starke ,
Kopfschmerzen
19.11.18 - 26.12. 10mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex, keine Beschwerden
27.12. - 19.02. 8mg + s.o. keine Beschwerden
19.02- bis heute 6mg +s.o. Seit ca. 1,5 Wochen Symptome, die bis zum heutigen Tag (2.03.) leider schlimmer geworden sind: Kopfschmerzen, Muskel-und Gliederschmerzen, Erschöpfung (körperlich und psychisch), Antriebslosigkeit, das Gefühl: alles ist so schwer und anstrengend, alltägliche Aufgaben zu erledigen wird immer schwieriger, extreme Kraftlosigkeit, negatives Denken
1.03.19 erhöht auf 8 mg
3.03.19 starke Kopfschmerzen, Stimmung besser, trotzdem müde und gereizt
4.03.19 es geht mir besser, Antrieb ist gestiegen, keine Kopfschmerzen, leichte Muskelschmerzen, keine Angstzustände, klarer Kopf
21.03. totale Erschöpfung, extreme Lustlosigkeit, das Gefühl zu haben: mit allem überfordert zu sein,
22.03. starke Reizbarkeit/innerlich wütend
23.03. extreme Müdigkeit, niedergeschlagen, sehr gereizt, innerlich wütend
24.03. gereitz und innerlich wütend, keine Besserung der Beschwerden
2.04. Erstgespräch bei einem Heilpraktiker (Yamswurzel gegen PMS Beschwerden)
21.04 leichsinniger Schritt auf 7 mg zu reduzieren
25.04. Schwindel, innerliche Unruhe,Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Schwierigkeiten beim Denken
12.05. Nervenzusammenbruch (Wutausbruch, Weinen, Herzrasen, Hitzegefühl, Ratlosigkeit, Verzweiflung
13.05. erhöt auf 8 mg
vom 13.05 bis zum 31.05. Krankschreibung
13.05 bis 21.05 extrem müde und erschöpft, sowohl psychisch als auch körperlich, 0 Antrieb
23.05. endlich ein wenig besser, Antrieb ist deutlich gestiegen, die innere Unruhe (leicht) ist leider wieder da

Cbudnik77
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von Cbudnik77 » Sonntag, 22.07.18, 21:22

Hallo,
Zunächst möchte ich den Gründern dieser Website ein riesengroßes Dankeschön geben! Ich habe mich zwar erst kürzlich registriert und dies ist mein erster Beitrag, aber ich lese hier schon monatelang so rum, um Sinn aus meinem Zustand zu machen und auch um die Bestätigung zu bekommen, dass Alles „normal“ ist.

Deine Thread hat mich dazu verleitet auch endlich mal zu schreiben, da auch ich Alleinerziehende Mutter eines Kindes bin (Vater auch nicht zugegen) und ich dazu noch im Ausland lebe, also auch keine Hilfe von Familie zur Verfügung steht. Auch ich arbeite 35 Std/ Woche und war jahrelang auf Antidepressiva (Venlafaxin - komplette Geschichte in meiner Signatur).

Seit dem 21.12.2017 bin ich auf komplett auf 0. Aber es war und ist immernoch nicht einfach.

Ich weiß nicht, in welchen stärken Citalopram gegeben wird und wie man dies reduzieren sollte. Darüber solltest du dich in anderen Threads informieren. Aber ich kann dir erzählen, wie ich es geschafft habe von meinem Produkt wegzukommen unter ähnlichen Lebensumständen.

Ich war letztendlich auf einer sehr hohen Dosis von 300mg/Tag. Mir ging es körperlich sehr schlecht auf dieser Dosis und ich entschloss mich endlich, dass dies nun ein Ende haben muss. Es muss doch auch ohne gehen. Besonders, weil ich auch denke, dass Antidepressiva von Anfang an nicht nötig gewesen wären. Ich hatte einfach nur Burn-out, was auch mit Therapie behandelt hätte werden können. Hinterher ist man schlauer.....

Ich habe zusammen mit meinem Hausarzt angefangen zu reduzieren. Meine Reduktion war immer jeweils um die niedrigste Dosis, in der die Tabletten zur Verfügung standen.

Ich habe mir einen günstigen Zeitpunkt ausgesucht (Kind ist bei Oma zu Besuch, Oma ist bei uns zu Besuch, ich hatte Urlaub oder andere Umstände, die das Leben zu dem Zeitpunkt einfacher machten) und dann habe ich einen Schritt reduziert. Bin trotzdem nebenher zur Arbeit. So habe ich bis auf die Hälfte reduziert, aber die Abstände zwischen den Reduzierungen waren u.U. Bis zu einem halben Jahr.

Dann bin ich an einem Punkt angekommen, als die nächste Reduzierung mir extreme Entzugserscheinungen bereitete. Ich habe so gezittert, dass das ganze Bett gewackelt hat, Alles drehte sich und ich war alleine mit Kind. Also wieder rauf auf die Ausgangsdosis. Ich bat meinen Hausarzt um Hilfe, aber der sagte mir nur, dass ich davon ausgehen solle, dass ich wohl mein Leben lang dieses Zeug nehmen müsse, weil die Chemie im Kopf nicht stimmmt. Zum Psychiater wurde ich nicht überwiesen. Die kümmern sich nur um „schwere Fälle“...

Ich suchte mir also einen privaten Psychiater, der mir für ein Heidengeld und Betablockern geholfen hat, auf 0 zu reduzieren. Die Betablocker haben mir mit Symptomen wie das extreme Zittern, Herzrasen und extreme Unruhe geholfen.

Während den letzten drei Reduzierungen, konnte ich nicht arbeiten. Es war mir unmöglich. Ich habe es gerade so hinbekommen, mich um mein Kind zu kümmern (und das ging mit viel Selbstdisziplin) aber zusätzlich arbeiten konnte ich nicht.

Ich war von Anfang Oktober bis Anfang Februar krank geschrieben. Arbeit war mir echt egal. Erst Anfang Februar hat es im Kopf „Klick“ gemacht und ich wollte wieder los.

Übrigens habe ich die letzte Reduzierung zu Weihnachten, was wir immer bei meinen Eltern verbringen, gemacht. Da ich viel gelesen habe und ich Angst hatte, habe ich es dann so gelegt. Weihnachten war zwar dahin, aber ich musste mich zwei Wochen nicht ums Kind kümmern. Das half mir sehr.

Jetzt bin ich 7 Monate „clean“. Es geht mir teilweise immernoch schlecht, aber nicht so extrem wie zu Beginn. Und man kann es schaffen. Wenn es mir nicht gut geht, hab ich viel hier gelesen.

Mein Rat an Dich: Super langsam! Und mach dir keinen Kopf, wenn das Kind mal drei Tage am Stück Netflix schaut da Du nur auf dem Sofa liegst. Es wird ihm nicht schaden. Auch eine Woche mit Fertiggerichten und Pizza-Lieferservice wird ihn nicht umbringen.

Umgib dich mit Freunden, die Bescheid wissen. Die zum Reden da sind. Auch wenn es nur am Telefon ist.

Und wenn irgendwie möglich, lege die Reduzierung so, dass Du zu Beginn zumindest Hilfe zur Hand hast, wenn Du nicht weißt, wie dein Körper reagiert. Wenn es dann nicht so schlimm ist - umso besser.

Ich würde nicht freuen, weiterhin zu schreiben. Ich bin Dir zwar 7 Monate voraus, aber würde gerne helfen und unterstützen.

Viel Glück. Es ist es Wert! Da glaube ich fest dran. Trotz der „ups and downs“.

Gruß
Cathrin
2011 Feb: Akutstationaufenthalt in Deutschland wegen Burn out und Eindosierung
Mir ging es so schlecht, dass ich nicht gefragt habe, welches Medikament man mir gibt.
2011 März: Umstellung auf Venlafaxin 75 mg da voerheriges Medikament starke Kopfschmerzen hervorrief.
2011 April: mit 150 mg Venlafaxin entlassen und zurück nach London
2011 bis 2015 Behandlung mit Psychopharmaka wird in England vom Hausarzt gemacht. Bei jedem Erschöpfungszustand wurde die Dosis angehoben „um durch die schwierige Phase zu helfen“ bis ich letztendlich bei 300 mg war.
Extreme körperliche Probleme bei der höchsten Dosis. Entschloss mich langsam auszuschleichen.

2015 Okt bis Mai 2017: Ganz langsam neben Arbeit und als Alleinerziehende über Monate hinweg bis auf 75 mg reduziert.
2017 June: Extreme Entzugserscheinungen einen Momat nach Reduzierung. Über zwei Wochen verteilt wieder hoch auf 150 mg.
2017 Okt bis 21.12.2017: komplett ausgeschlichen mit Hilfe eines privaten Psychaters und 80 mg Propranolol zur Linderung der körperlichen Symptome
21.12.2017 bis April 2018: 0 Venlafaxin und immer weniger Propanolol.

Seit April 2018: Komplett frei von Medikamenten

Jamie
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von Jamie » Sonntag, 22.07.18, 21:30

Hallo tola,

willkommen im Forum :).

Es ist gut, dass du vor einem weiteren Absetzversuch hier her gefunden hast, denn so kannst du dich informieren und planen, um möglichst gleich von Anfang an wenig Fehler zu machen.

Da du alltagstauglich für dich und dein Kind bleiben musst, sollte der Entzug langatmig über 2-3 Jahre geplant werden, sodass er parallel zu deinem Leben / Alltag laufen kann.

Die Absetzempfehlung sind 5-10% weniger alle 4-6 Wochen.
Wenn du also 20mg als Startdosis hast, dann wäre der erste Schritt das Weglassen von 2mg (10%) oder 1mg (5%) und das 4-6 Wochen halten.
Die Basics und wie man diese Dosierungen hin bekommt wurden dir bereits verlinkt.

Das Forum enthält einen großen Fundus an Austauschthreads, in denen du auch gerne stöbern kannst.

Was hast du denn getan, damit deine Grunderkrankung behandelt wird (außer Medikamente)?
Hast du eine Therapie gemacht?
Ist es denn jetzt so, dass du dich gefestigter fühlst und daher das Absetzen angehen willst?

Viele Menschen mit psychischen Problemen haben, aus welchen Gründen auch immer, nie gelernt auf sich und seine / ihre Bedürfnisse zu achten, wollen immer funktionieren, gönnen sich zu wenig Pausen etc. Deswegen kann so ein Absetzprozess auch wichtig sein um zu lernen, sich häufiger etwas Gutes zu tun, Entspannungsmethoden zu lernen, das Leben ein wenig zu entschleunigen usw.

Ich wünsche dir einen guten Austausch hier
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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padma
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von padma » Sonntag, 22.07.18, 22:27

hallo Tola :) , hallo Cathrin :) ,

ich heisse euch beide willkommen.

Cathrin, du hattest in viel zu grossen Schritten reduziert, deshalb hattest du so starke Symptome.
Am besten du eröffnest für dich einen eigenen thread.

Tola, wir empfehlen sehr kleinschrittiges Reduzieren, damit eben das nicht passiert, was Cathrin schildert.
Also keine Angst, wenn du langsam und behutsam vorgehst, wird es klappen.

liebe Grüsse,
padma

Cbudnik77
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von Cbudnik77 » Montag, 23.07.18, 8:52

Hi Padma,
Danke für das herzliche Willkommen.
Nachdem ich Euch gefunden habe, ist mir auch klar, dass der „Endspurt“ viel zu schnell war. Aber da ich mir den privaten Psychater für €200 pro Sitzung nur schwer leisten konnte, bin ich seinen Anweisungen gefolgt. Getreu dem Motto: als Experte weiß er ja, was er tut.

Ich werde über einen eigenen Thread nachdenken. Bislang reichte es mir, hier so rumzulesen, wenn es mal wieder nicht so glatt läuft.
———————
Liebe Tola,
Ich wünsche Dir alles erdenklich gute. Melde Dich gerne, wenn du Lust hast. Wir Alleinerziehenden müssen zusammenhalten 👍

Lieben Gruß
Cathrin
2011 Feb: Akutstationaufenthalt in Deutschland wegen Burn out und Eindosierung
Mir ging es so schlecht, dass ich nicht gefragt habe, welches Medikament man mir gibt.
2011 März: Umstellung auf Venlafaxin 75 mg da voerheriges Medikament starke Kopfschmerzen hervorrief.
2011 April: mit 150 mg Venlafaxin entlassen und zurück nach London
2011 bis 2015 Behandlung mit Psychopharmaka wird in England vom Hausarzt gemacht. Bei jedem Erschöpfungszustand wurde die Dosis angehoben „um durch die schwierige Phase zu helfen“ bis ich letztendlich bei 300 mg war.
Extreme körperliche Probleme bei der höchsten Dosis. Entschloss mich langsam auszuschleichen.

2015 Okt bis Mai 2017: Ganz langsam neben Arbeit und als Alleinerziehende über Monate hinweg bis auf 75 mg reduziert.
2017 June: Extreme Entzugserscheinungen einen Momat nach Reduzierung. Über zwei Wochen verteilt wieder hoch auf 150 mg.
2017 Okt bis 21.12.2017: komplett ausgeschlichen mit Hilfe eines privaten Psychaters und 80 mg Propranolol zur Linderung der körperlichen Symptome
21.12.2017 bis April 2018: 0 Venlafaxin und immer weniger Propanolol.

Seit April 2018: Komplett frei von Medikamenten

LinLina
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von LinLina » Montag, 23.07.18, 9:11

Liebe Cathrin :-)

schön, dass du dich hier bei uns weiter reinlesen und austauschen magst :-)

wenn du anderen Mitgliedern schreiben möchtest, ist es bei uns üblich einen eigenen Thread anzulegen und eine Signatur. Du musst dort nicht regelmäßig berichten, aber es ist gegenüber den anderen Mitgliedern fair, die dann die möglichkeit haben deinen Verlauf zu sehen und dir auch mal einen Gruß dazu lassen wenn sie möchten.

Erst wenn du einen eigenen Thread hast, können wir dich freischalten und du kannst dann alle Funktionen im Forum nutzen (PN-Funktion, Beiträge erscheinen ohne vorher freigegeben zu werden)

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

tola
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von tola » Montag, 23.07.18, 10:23

Guten Morgen,
vielen lieben Dank für Eure Nachrichten. Ich habe mich sehr darüber gefreut!
Citalopram 20mg absetzten/ Alleinerziehend
Seit ca. 10 Jahren (innerhalb zwei erfolglose Absetzversuche) 20 mg Citalopram
21.07.18 - 21.09.18 15 mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex (Vit.B12, B3, B6 )
22.09. - 18.11.18 12mg + Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex , in der Zeit Glieder-und Muskelschmerzen starke ,
Kopfschmerzen
19.11.18 - 26.12. 10mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex, keine Beschwerden
27.12. - 19.02. 8mg + s.o. keine Beschwerden
19.02- bis heute 6mg +s.o. Seit ca. 1,5 Wochen Symptome, die bis zum heutigen Tag (2.03.) leider schlimmer geworden sind: Kopfschmerzen, Muskel-und Gliederschmerzen, Erschöpfung (körperlich und psychisch), Antriebslosigkeit, das Gefühl: alles ist so schwer und anstrengend, alltägliche Aufgaben zu erledigen wird immer schwieriger, extreme Kraftlosigkeit, negatives Denken
1.03.19 erhöht auf 8 mg
3.03.19 starke Kopfschmerzen, Stimmung besser, trotzdem müde und gereizt
4.03.19 es geht mir besser, Antrieb ist gestiegen, keine Kopfschmerzen, leichte Muskelschmerzen, keine Angstzustände, klarer Kopf
21.03. totale Erschöpfung, extreme Lustlosigkeit, das Gefühl zu haben: mit allem überfordert zu sein,
22.03. starke Reizbarkeit/innerlich wütend
23.03. extreme Müdigkeit, niedergeschlagen, sehr gereizt, innerlich wütend
24.03. gereitz und innerlich wütend, keine Besserung der Beschwerden
2.04. Erstgespräch bei einem Heilpraktiker (Yamswurzel gegen PMS Beschwerden)
21.04 leichsinniger Schritt auf 7 mg zu reduzieren
25.04. Schwindel, innerliche Unruhe,Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Schwierigkeiten beim Denken
12.05. Nervenzusammenbruch (Wutausbruch, Weinen, Herzrasen, Hitzegefühl, Ratlosigkeit, Verzweiflung
13.05. erhöt auf 8 mg
vom 13.05 bis zum 31.05. Krankschreibung
13.05 bis 21.05 extrem müde und erschöpft, sowohl psychisch als auch körperlich, 0 Antrieb
23.05. endlich ein wenig besser, Antrieb ist deutlich gestiegen, die innere Unruhe (leicht) ist leider wieder da

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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von tola » Montag, 23.07.18, 11:14

Liebe Cathrin,
vielen, lieben Dank für Deine Nachricht. Sie hat mir viel Mut gegeben. Es tut so gut zu lesen, dass Du es geschafft hast, und als Alleinerziehende ist sehr wirklich nicht einfach. Ich meine, für niemanden der Antidepressiva absetzen möchte, ist es einfach, aber bei uns ist nicht nur Verantwortung für uns selbst, sondern auch für das Kind. Ich wünsche mir so sehr irgendwann an dem Punkt im Leben zu sein, an dem Du gerade bist, clean zu sein...das alles hinter mir zu haben. Du kannst wirklich stolz auf Dich sein!
Ich nehme Citalopram seitdem ich denken kann, obwohl ich nach all den Jahren, genauso wie Du der Meinung bin, dass es auch ohne gegangen wäre.
Wenn ich es vorher mehr über Antidepressiva Bescheid gewusst hätte, hätte ich nie damit angefangen. Aber, wie Du schreibst, nachhinein ist man schlauer, so ist es halt im Leben. Ich weiß es leider nicht mehr, wann genau die misslungenen Absetzversuche angefangen haben, wie lange sie gedauert haben und unter welchen Umständen sie stattgefunden haben. Es war alles sehr lange her und ich habe leider nie ein Tagebuch geschrieben, sonst hätte ich meinen Verlauf besser darstellen können. Ich weiß nur, wie es angefangen hat. Eines Tages (ich war damals ca.23 Jahre alt) kam eine tiefe Traurigkeit über mich und hat mich gelähmt. Ich muss dazu sagen, dass meine damalige Situation nicht besonders gut war. Meine Eltern haben sich getrennt, mein Vater war psychisch kranker Alkoholiker und hat uns das Leben nicht gerade einfach gemacht. Ich hatte immer sehr viel Angst vor ihm. Auf jeden Fall hat sich meine Mutter große Sorgen um mich gemacht und hat mich zum ersten Mal in Meinem Leben bei einem Psychiater vorgestellt. Wenn ich mich richtig erinnere (es war vor 20 Jahren) hat er eine Diagnose gestellt: Depression. Er hat mir damals, ich weiß es leider nicht mehr genau, aber ich glaube Fluoxetin verschrieben. Die anderen Symptome, wie sehr starke Angstzustände sind erst später dazugekommen. Sie waren von Anfang an nicht da. Irgendwann, aber ich weiß es leider auch nicht wann genau, kam es zur Umstellung auf Citalopram. Erst 10 mg und dann sehr lange 20 mg. Die Höchstdosis 40 mg habe ich Gott sei Dank nie erreicht. Die höchste Dosis war 30 mg. Seit ca. 2 Jahren bin ich wieder bei 20 mg.So hat mein langes Leben mit Citalopram begonnen. Wie ich schon geschrieben habe, habe ich 2 oder 3 Mal versucht abzusetzen ohne Erfolg, wahrscheinlich habe ich es damals nicht richtig gemacht. Wie vielen von Euch hat auch mich kein Arzt über die Absetzsymptome informiert. Ich habe nur jedes Mal gehört, dass ich es bis Ende meines Lebens nehmen muss, weil mein Gehirn es braucht. Ich habe 20 Jahre eine Lüge geglaubt und das hat mich in den letzten Tagen besonders schockiert. Ich empfehle wirklich vom Herzen jedem, der mehr darüber wissen möchte das Buch von Peter und Sabine Ansari "Unglück auf Rezept".

Liebe Cathrin, ich wollte Dich fragen, wie fühlst Du dich seitdem Du die Antidepressiva nicht mehr nimmst? Wie fühlt sich das an? Es ist mir klar geworden, dass ich mich überhaupt nicht kenne, ich meine ich weiß es nicht mehr, wie sich das Leben ohne Medikamente anfühlt...es ist einfach traurig für mich das feststellen zu müssen. Endlich Leben statt zu Funktionieren davon träume ich....

Ich wünsche Die einen guten Tag!
Viele liebe Grüße und bis bald. Ich möchte sehr gerne, wenn ich nur Zeit habe, schreiben.

tola
Citalopram 20mg absetzten/ Alleinerziehend
Seit ca. 10 Jahren (innerhalb zwei erfolglose Absetzversuche) 20 mg Citalopram
21.07.18 - 21.09.18 15 mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex (Vit.B12, B3, B6 )
22.09. - 18.11.18 12mg + Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex , in der Zeit Glieder-und Muskelschmerzen starke ,
Kopfschmerzen
19.11.18 - 26.12. 10mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex, keine Beschwerden
27.12. - 19.02. 8mg + s.o. keine Beschwerden
19.02- bis heute 6mg +s.o. Seit ca. 1,5 Wochen Symptome, die bis zum heutigen Tag (2.03.) leider schlimmer geworden sind: Kopfschmerzen, Muskel-und Gliederschmerzen, Erschöpfung (körperlich und psychisch), Antriebslosigkeit, das Gefühl: alles ist so schwer und anstrengend, alltägliche Aufgaben zu erledigen wird immer schwieriger, extreme Kraftlosigkeit, negatives Denken
1.03.19 erhöht auf 8 mg
3.03.19 starke Kopfschmerzen, Stimmung besser, trotzdem müde und gereizt
4.03.19 es geht mir besser, Antrieb ist gestiegen, keine Kopfschmerzen, leichte Muskelschmerzen, keine Angstzustände, klarer Kopf
21.03. totale Erschöpfung, extreme Lustlosigkeit, das Gefühl zu haben: mit allem überfordert zu sein,
22.03. starke Reizbarkeit/innerlich wütend
23.03. extreme Müdigkeit, niedergeschlagen, sehr gereizt, innerlich wütend
24.03. gereitz und innerlich wütend, keine Besserung der Beschwerden
2.04. Erstgespräch bei einem Heilpraktiker (Yamswurzel gegen PMS Beschwerden)
21.04 leichsinniger Schritt auf 7 mg zu reduzieren
25.04. Schwindel, innerliche Unruhe,Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Schwierigkeiten beim Denken
12.05. Nervenzusammenbruch (Wutausbruch, Weinen, Herzrasen, Hitzegefühl, Ratlosigkeit, Verzweiflung
13.05. erhöt auf 8 mg
vom 13.05 bis zum 31.05. Krankschreibung
13.05 bis 21.05 extrem müde und erschöpft, sowohl psychisch als auch körperlich, 0 Antrieb
23.05. endlich ein wenig besser, Antrieb ist deutlich gestiegen, die innere Unruhe (leicht) ist leider wieder da

tola
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Citalopram absetzten

Beitrag von tola » Dienstag, 24.07.18, 13:22

Hallo Ihr Lieben,
ich bin gerade dabei Citalopram (20 mg ) abzusetzen. Ich habe in vielen Berichten hier gelesen, dass die Reduzierung von 20mg auf 15mg nicht zu empfehlen ist. Mein Plan war eigentlich die Dosis um 5 mg jeweils zu reduzieren, zum Schluss von 5mg auf 2,5 mg. Als Zeitabstände habe ich 6 Wochen eingeplant. Ist mein Plan realistisch? Gibt es jemand, der auf diese Art und Weise Citalopram abgesetzt hat und keine sehr strake Absetzsymptome hatte? Ich würde es gerne probieren. Ich habe aber natürlich Angst davor . Ich nehme seit einer Woche 15 mg Citalopram. Die Symptome die ich momentan habe sind leicht und erträglich. Ich nehme zusätzlich Vitamine hochdosiert: Magnesium, Vit.B3, Vit. D3 und Omega 3.
Ich habe hier auch sehr viel über die wasserlösliche Methode gelesen, aber irgendwie weiß ich es nicht , wie ich es bei 20 mg nutzen sollte. :-?

Über Ihren Rat und Hilfe würde ich mich sehr freuen!
Liebe Grüße

tola
Citalopram 20mg absetzten/ Alleinerziehend
Seit ca. 10 Jahren (innerhalb zwei erfolglose Absetzversuche) 20 mg Citalopram
21.07.18 - 21.09.18 15 mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex (Vit.B12, B3, B6 )
22.09. - 18.11.18 12mg + Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex , in der Zeit Glieder-und Muskelschmerzen starke ,
Kopfschmerzen
19.11.18 - 26.12. 10mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex, keine Beschwerden
27.12. - 19.02. 8mg + s.o. keine Beschwerden
19.02- bis heute 6mg +s.o. Seit ca. 1,5 Wochen Symptome, die bis zum heutigen Tag (2.03.) leider schlimmer geworden sind: Kopfschmerzen, Muskel-und Gliederschmerzen, Erschöpfung (körperlich und psychisch), Antriebslosigkeit, das Gefühl: alles ist so schwer und anstrengend, alltägliche Aufgaben zu erledigen wird immer schwieriger, extreme Kraftlosigkeit, negatives Denken
1.03.19 erhöht auf 8 mg
3.03.19 starke Kopfschmerzen, Stimmung besser, trotzdem müde und gereizt
4.03.19 es geht mir besser, Antrieb ist gestiegen, keine Kopfschmerzen, leichte Muskelschmerzen, keine Angstzustände, klarer Kopf
21.03. totale Erschöpfung, extreme Lustlosigkeit, das Gefühl zu haben: mit allem überfordert zu sein,
22.03. starke Reizbarkeit/innerlich wütend
23.03. extreme Müdigkeit, niedergeschlagen, sehr gereizt, innerlich wütend
24.03. gereitz und innerlich wütend, keine Besserung der Beschwerden
2.04. Erstgespräch bei einem Heilpraktiker (Yamswurzel gegen PMS Beschwerden)
21.04 leichsinniger Schritt auf 7 mg zu reduzieren
25.04. Schwindel, innerliche Unruhe,Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Schwierigkeiten beim Denken
12.05. Nervenzusammenbruch (Wutausbruch, Weinen, Herzrasen, Hitzegefühl, Ratlosigkeit, Verzweiflung
13.05. erhöt auf 8 mg
vom 13.05 bis zum 31.05. Krankschreibung
13.05 bis 21.05 extrem müde und erschöpft, sowohl psychisch als auch körperlich, 0 Antrieb
23.05. endlich ein wenig besser, Antrieb ist deutlich gestiegen, die innere Unruhe (leicht) ist leider wieder da

padma
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von padma » Dienstag, 24.07.18, 13:49

hallo Tola, :)

ich habe deine threads zusammengeführt.
Dieses hier ist dein persönlicher thread, bitte schreibe hier alles rein, was deinen Absetzverlauf betrifft.

Dein Plan ist nicht realistisch, die Reduktionsschritte sind viel zu gross. Unsere Absetzempfehlungen wurden dir oben verlinkt.

Da du jetzt bereits seit 1 Woche 15 mg nimmst, würde ich jetzt mindestens 8 Wochen dabei bleiben. Es sei denn, die Absetzsymptome verstärken sich, dann müsste man über eine leichte Höherdosierung nachdenken.

Du kannst die 15 mg mit der Wasserlösemethoe herstellen, das ist genauer als teilen. Welche Tablettenstärke hast du, 20 mg ?

Schau auch nochmal hier zur Wasserlösemethode, da ist es genau erklärt, bei Wasserlösemethode auf "Text zeigen" gehen https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 53#p257753

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.08.2019: 0,02 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


tola
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von tola » Dienstag, 24.07.18, 14:21

Halo Padma,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Die Tablettenstärke liegt bei 20 mg. Man kann sie Tablette gut teilen, da sie eine Bruchkerbe hat, aber vierteln ist schwierig.
Danke für deine Ratschläge.

Liebe Grüße

tola
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21.07.18 - 21.09.18 15 mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex (Vit.B12, B3, B6 )
22.09. - 18.11.18 12mg + Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex , in der Zeit Glieder-und Muskelschmerzen starke ,
Kopfschmerzen
19.11.18 - 26.12. 10mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex, keine Beschwerden
27.12. - 19.02. 8mg + s.o. keine Beschwerden
19.02- bis heute 6mg +s.o. Seit ca. 1,5 Wochen Symptome, die bis zum heutigen Tag (2.03.) leider schlimmer geworden sind: Kopfschmerzen, Muskel-und Gliederschmerzen, Erschöpfung (körperlich und psychisch), Antriebslosigkeit, das Gefühl: alles ist so schwer und anstrengend, alltägliche Aufgaben zu erledigen wird immer schwieriger, extreme Kraftlosigkeit, negatives Denken
1.03.19 erhöht auf 8 mg
3.03.19 starke Kopfschmerzen, Stimmung besser, trotzdem müde und gereizt
4.03.19 es geht mir besser, Antrieb ist gestiegen, keine Kopfschmerzen, leichte Muskelschmerzen, keine Angstzustände, klarer Kopf
21.03. totale Erschöpfung, extreme Lustlosigkeit, das Gefühl zu haben: mit allem überfordert zu sein,
22.03. starke Reizbarkeit/innerlich wütend
23.03. extreme Müdigkeit, niedergeschlagen, sehr gereizt, innerlich wütend
24.03. gereitz und innerlich wütend, keine Besserung der Beschwerden
2.04. Erstgespräch bei einem Heilpraktiker (Yamswurzel gegen PMS Beschwerden)
21.04 leichsinniger Schritt auf 7 mg zu reduzieren
25.04. Schwindel, innerliche Unruhe,Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Schwierigkeiten beim Denken
12.05. Nervenzusammenbruch (Wutausbruch, Weinen, Herzrasen, Hitzegefühl, Ratlosigkeit, Verzweiflung
13.05. erhöt auf 8 mg
vom 13.05 bis zum 31.05. Krankschreibung
13.05 bis 21.05 extrem müde und erschöpft, sowohl psychisch als auch körperlich, 0 Antrieb
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von Jamie » Dienstag, 24.07.18, 14:42

Hallo tola, :)

ich würde 10mg weiterhin als Tablette nehmen, wie du es kennst.
Die andere 10mg Hälfte legst du in ein Glas mit 80ml Wasser, lässt es sich lösen, rührst um, bildest einen Strudel und ziehst 40ml (die Hälfte) davon ab, die du wegwirfst.
In den restlichen 40ml sind dann 5mg Wirkstoff.
Zusammen mit der anderen 10mg Tablettenhälfte hast du dann genau 15mg Wirkstoff.
Bitte in die Methode einlesen, es wurde dir verlinkt.

Mit dieser Methode kannst du jede dir beliebige Dosis herstellen, wir können dir beim Rechnen behilflich sein.


Wenn man seinen Entzug ordentlich langsam angeht und sich genügend Zeit lässt, dann läuft das Ganze irgendwann parallel zu deinem Alltagsleben und du wirst Stück für Stück das Mittel los; dann musst du auch keine Angst haben, dass es nicht klappt.
Angst muss man haben, wenn man sich nicht richtig informiert und zu schnell absetzt.
Das ist dann nämlich einfach ein falsches Vorgehen.

Jetzt hast du bereits 5mg weggelassen, was sehr sehr viel ist (eine 25% Reduktion! Empfohlen werden hier 10% Schritte).
Es kann aber sein, dass du das gerade noch verträgst. Ich würde jetzt wie auch padma :) schrieb das einige Wochen halten und ab dann wirklich langsam machen.
Wenn Probleme auftauchen, solltest du hier nachfragen und ggf. ein paar Krümel (zB 1mg) aufdosieren.

Alles Gute
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von Towanda » Dienstag, 24.07.18, 14:49

tola hat geschrieben:
Dienstag, 24.07.18, 14:21
Halo Padma,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Die Tablettenstärke liegt bei 20 mg. Man kann sie Tablette gut teilen, da sie eine Bruchkerbe hat, aber vierteln ist schwierig.
Hallo Tola,

teilen an der Bruchkerbe ist ziemlich ungenau, ich habe das mal nachgewogen. Entweder Du wiegst mit einer Feinwaage oder Du nutzt die Wasserlösmethode, wenn Du eine genaue Dosierung haben möchtest.

LG Towanda
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31.07.19 - 2,70 mg Mirtazapin
28.08.19 - 2,30 mg Mirtazapin
26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli - im August 2019 beendet
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von tola » Dienstag, 24.07.18, 19:29

Hallo Jamie, hallo Towanda,
ich danke Euch vielmals für die Hilfe.Ich werde mich an Eure Ratschläge halten.
Ich bin so froh, dass ich das Forum gefunden habe!
Viele, liebe Grüße
Tola
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Seit ca. 10 Jahren (innerhalb zwei erfolglose Absetzversuche) 20 mg Citalopram
21.07.18 - 21.09.18 15 mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex (Vit.B12, B3, B6 )
22.09. - 18.11.18 12mg + Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex , in der Zeit Glieder-und Muskelschmerzen starke ,
Kopfschmerzen
19.11.18 - 26.12. 10mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex, keine Beschwerden
27.12. - 19.02. 8mg + s.o. keine Beschwerden
19.02- bis heute 6mg +s.o. Seit ca. 1,5 Wochen Symptome, die bis zum heutigen Tag (2.03.) leider schlimmer geworden sind: Kopfschmerzen, Muskel-und Gliederschmerzen, Erschöpfung (körperlich und psychisch), Antriebslosigkeit, das Gefühl: alles ist so schwer und anstrengend, alltägliche Aufgaben zu erledigen wird immer schwieriger, extreme Kraftlosigkeit, negatives Denken
1.03.19 erhöht auf 8 mg
3.03.19 starke Kopfschmerzen, Stimmung besser, trotzdem müde und gereizt
4.03.19 es geht mir besser, Antrieb ist gestiegen, keine Kopfschmerzen, leichte Muskelschmerzen, keine Angstzustände, klarer Kopf
21.03. totale Erschöpfung, extreme Lustlosigkeit, das Gefühl zu haben: mit allem überfordert zu sein,
22.03. starke Reizbarkeit/innerlich wütend
23.03. extreme Müdigkeit, niedergeschlagen, sehr gereizt, innerlich wütend
24.03. gereitz und innerlich wütend, keine Besserung der Beschwerden
2.04. Erstgespräch bei einem Heilpraktiker (Yamswurzel gegen PMS Beschwerden)
21.04 leichsinniger Schritt auf 7 mg zu reduzieren
25.04. Schwindel, innerliche Unruhe,Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Schwierigkeiten beim Denken
12.05. Nervenzusammenbruch (Wutausbruch, Weinen, Herzrasen, Hitzegefühl, Ratlosigkeit, Verzweiflung
13.05. erhöt auf 8 mg
vom 13.05 bis zum 31.05. Krankschreibung
13.05 bis 21.05 extrem müde und erschöpft, sowohl psychisch als auch körperlich, 0 Antrieb
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von tola » Mittwoch, 01.08.18, 14:38

Hallo Ihr Lieben,
ich wende mich erneut mit meiner Unsicherheit an Euch. Am 21.07. hat mein Absetzten von Citalopram angefangen. Seit dem Tag nehme ich 15 mg Citalopram (tägliche Dosis vor dem Absetzten 20mg). Ich löse die 20 mg Tablette im Wasser und trinke 75ml= 15mg. Zusätzlich nehme ich Omega 3, Magnesium, Vit.D3, B12 und B3. Die ganze Zeit ging mir gut und ich hatte keine große Schwierigkeiten. Heute aber geht es mir schlechter als sonst und ich weiß es nicht, ob das die Hitze ist oder, ob es die Absetzsymptome sind. Die Beschwerden sind nicht sehr stark, trotzdem lästig. Diese sind: Unruhe, aufgeregt sein, unkonzentriert, Kopfschmerzen/Kopfdruck, Herzklopfen, Muskelzucken, verschwommenes Sehen. Ich war schon heute nach dem Aufstehen aufgeregt und mein Magen und Verdauung haben ein wenig gesponnen. Das kann natürlich auch daran liegen, dass ich morgen mit einem neuen Kurs anfange (ich übe eine Lehrtätigkeit aus) und schon jetzt ein wenig aufgeregt bin.
Ich kann es leider nicht so richtig zuordnen und bin ein wenig beunruhigt.
Wie immer, wäre ich Euch für Eure Rückmeldungen zu meinem Bericht sehr dankbar.
Viele, liebe Grüße
tola
Citalopram 20mg absetzten/ Alleinerziehend
Seit ca. 10 Jahren (innerhalb zwei erfolglose Absetzversuche) 20 mg Citalopram
21.07.18 - 21.09.18 15 mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex (Vit.B12, B3, B6 )
22.09. - 18.11.18 12mg + Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex , in der Zeit Glieder-und Muskelschmerzen starke ,
Kopfschmerzen
19.11.18 - 26.12. 10mg +Vit.D, Omega 3, Vit.B komplex, keine Beschwerden
27.12. - 19.02. 8mg + s.o. keine Beschwerden
19.02- bis heute 6mg +s.o. Seit ca. 1,5 Wochen Symptome, die bis zum heutigen Tag (2.03.) leider schlimmer geworden sind: Kopfschmerzen, Muskel-und Gliederschmerzen, Erschöpfung (körperlich und psychisch), Antriebslosigkeit, das Gefühl: alles ist so schwer und anstrengend, alltägliche Aufgaben zu erledigen wird immer schwieriger, extreme Kraftlosigkeit, negatives Denken
1.03.19 erhöht auf 8 mg
3.03.19 starke Kopfschmerzen, Stimmung besser, trotzdem müde und gereizt
4.03.19 es geht mir besser, Antrieb ist gestiegen, keine Kopfschmerzen, leichte Muskelschmerzen, keine Angstzustände, klarer Kopf
21.03. totale Erschöpfung, extreme Lustlosigkeit, das Gefühl zu haben: mit allem überfordert zu sein,
22.03. starke Reizbarkeit/innerlich wütend
23.03. extreme Müdigkeit, niedergeschlagen, sehr gereizt, innerlich wütend
24.03. gereitz und innerlich wütend, keine Besserung der Beschwerden
2.04. Erstgespräch bei einem Heilpraktiker (Yamswurzel gegen PMS Beschwerden)
21.04 leichsinniger Schritt auf 7 mg zu reduzieren
25.04. Schwindel, innerliche Unruhe,Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Schwierigkeiten beim Denken
12.05. Nervenzusammenbruch (Wutausbruch, Weinen, Herzrasen, Hitzegefühl, Ratlosigkeit, Verzweiflung
13.05. erhöt auf 8 mg
vom 13.05 bis zum 31.05. Krankschreibung
13.05 bis 21.05 extrem müde und erschöpft, sowohl psychisch als auch körperlich, 0 Antrieb
23.05. endlich ein wenig besser, Antrieb ist deutlich gestiegen, die innere Unruhe (leicht) ist leider wieder da

LinLina
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 01.08.18, 15:11

Hallo tola :-)

bitte aktualisiere deine Signatur.

Es ist wichtig, dass daraus ersichtlich ist wie lange du das Citalopram schon nimmst, an welchem Datum du jeweils reduziert hast und auf welche dosis.

Weiter oben, am 24.7. schreibst du, du wärst schon seit einer Woche auf 15 mg.

jetzt schreibst du seit dem 21.7.? Bitte schaue das nochmal nach.

Es ist möglich dass deine Symptome absetzsymptome sind, es hört sich danach an. Schau mal wie es sich entwickelt, wenn deine Aufregung nachlässt.

Ggf. wäre es besser, wieder etwas hoch zu gehen z.b. auf 16 oder 17 mg, du weiß ja dass wir kleinere Schritte empfehlen.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Towanda
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Re: Tola: Citalopram absetzen/ alleinerziehende Mutter

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 01.08.18, 15:16

Hallo Tola,

ich hatte in der 3. Woche nach Reduzierung am meisten Absetzsymptome. Ich habe hier öfter gelesen, daß das durchaus verzögert kommen kann.
Wahrscheinlich ist es ein Mix aus Aufregung, Absetzen und Hitze. Und Din Reduzierungsschritt war ja auch ziemlich groß, normalerweise wird hier empfohlen, 10% von der letzten genommenen Dosis zu reduzieren. Deshalb kann es gut möglich sein, daß Du das nun vermehrt spürst.

LG Towanda
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31.07.19 - 2,70 mg Mirtazapin
28.08.19 - 2,30 mg Mirtazapin
26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli - im August 2019 beendet
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


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