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Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

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Testosteron unterirdisch nach 5 Wochen Psychopharmaka

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19476
Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: Testosteron unterirdisch nach 5 Wochen Psychopharmaka

Beitrag von Jamie »

Hallo surveyy, :)

AD können alles Mögliche im Körper durcheinanderbringen.
Angefangen von Schilddrüsenwerte über Histamin bis hin zu den Geschlechtshormonen.

Die meisten Menschen (Ärzte zum Teil auch) meinen ziemlich naiv, ach das greift doch nur beim Serotonin an, aber der Körper ist ein komplett verschalteter Organismus und wenn man bei einem Neurotransmitter Änderungen herbeiführt, führt das nachgeschaltet oft zu kaskadenartigen Effekten bei einer Reihe anderen Hormonen und Transmitter.

Deswegen ist auch die Nebenwirkungsliste bei AD oft so unendlich lang und umfasst fast alle Körpersysteme.
Frauen bekommen durch AD übrigens sehr häufig Zyklus- und Menstruationsbeschwerden. Warum? Weil auch die Geschlechtshormone involviert sind und das gilt dann auch für´s Testosteron.
Kann es sein, dass die Medikamente diese Drüsen geschädigt haben?
Ja, aber nicht irreversibel. Reversibel. Das ist der Stand unseres Wissens.
Und der Körper kann sich von diesem Eingriff erholen, wir sprechen hier allerdings von Monaten und ggf. Jahren, nicht von wenigen Wochen.
Deswegen ist eine erneute Überprüfung des Testosteronwerts in 2 Wochen eigentlich viel zu früh; so schnell kann das ZNS sich nicht erholen.
In 3 Monaten zu checken wäre realistischer.
Ich habe sowas bezüglich der Einahme durch SSRI (Ich hatte 1,5 Wochen Escitalopram genommen) gelesen. Was passiert da, gibt es da auch Rezeptoren?
Es gibt für alles Rezeptoren. Und alles interagiert miteinander (siehe oben). SSRI greifen vorrangig beim Serotonin an, aber nicht nur.
Für Escitalopram gilt eine hohe Selektivität zu Serotonin, aber auch das hier ist Realität:
Escitalopram besitzt eine rund 167fach höhere Affinität zum Serotonin-Transporter als R-Citalopram und weist keine oder nur eine äußerst geringe Affinität zu mehr als[highlight=yellow] 140 Rezeptoren, Enzymen oder Ionenkanälen[/highlight] auf. Dies gilt insbesondere für Dopamin-D1- und -D2-Rezeptoren, für serotonerge 5-HT1A- und 5-HT2A-Rezeptoren sowie für adrenerge Alpha-1- und Alpha-2-, Histamin- und Muscarin-Rezeptoren. Escitalopram ist damit eine sehr selektive Substanz.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... /uid-10786

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

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Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

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