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bewerben während depression?

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f333
Beiträge: 5
Registriert: Donnerstag, 29.03.18, 5:41

bewerben während depression?

Beitrag von f333 » Freitag, 27.07.18, 6:59

hallo, bin seit 1 jahr depressiv, rezidivierend.
nun überlege ich, ob ich mich bewerben soll oder nicht, da ich den alten job aufgeben muss(passt mir nicht mehr+ (krankenstand seit feber)
was haltet ihr davon? oder sollte ich lieber mal abwarten mit dem bewerben, ?

danke
erste episode 2012
chronisch depr seit 2016

med: mirtazapin u duloxetin
in der vergangenheit 10 verschiedene ads probiert wie ixel venlafaxin, trittico seroquel usw


bereits probiert: ketamin infusionen, lithium, benzo usw

escargot
Beiträge: 1645
Registriert: Mittwoch, 20.06.18, 15:26

Re: bewerben während depression?

Beitrag von escargot » Freitag, 27.07.18, 7:40

Guten Morgen f333 und herzlich willkommen hier!

Wenn du derzeit ohnehin im Krankenstand bist (seit Feb?), dann versuch es doch ruhig mit den Bewerbungen!

Im Grunde hast du außer ein bisschen Zeit nichts zu verlieren. Eigentlich kannst du sogar nur gewinnen : Erfahrung und vielleicht mit etwas Glück auch einen Job finden, der mehr zu dir passt als dein derzeitiger-!

Viel Erfolg dabei!
escargot

P.S.: Hatte auch mal ein Vorstellungsgespräch, als ich sogar noch stationär war und habe den Job bekommen!
DIAGNOSEN
02.2014-12.2016 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
01.2017-heute schizoaffektive Störung
05.2017-Schizophrenes Residuum

MEDIKATION
=> Bedarf Atosiltropfen oder Tabl. á 25 mg X2
Tavor Expidet bis 2 mg ca. 1-2 X Woche
Täglich : Olanzapin 5 mg, Risperdal 1 mg
400 mg Magnesium
Vitamin B12
....
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sl76
Beiträge: 29
Registriert: Dienstag, 15.05.18, 21:40

Re: bewerben während depression?

Beitrag von sl76 » Freitag, 27.07.18, 7:47

Hallo r333,

diese Frage kannst du dir eigentlich nur selbst beantworten aber ich will dir gern mal einen Ansatz geben:

Höre doch mal in dich hinein und stelle dir die Frage ob du stabil genug bist einem Vorstellungsgespräch Stand zu halten. In der heutigen Zeit geht es ja vielen Arbeitgebern nur darum eine effektiv arbeitende, gut funktionierende und ständig gut gelaunte Arbeitskraft zu bekommen. Du musst funktionieren, das ist das Zauberwort...

Andererseits kann es natürlich auch sein das dich ein positives Bewerbungsgespräch und die Aussicht auf einen guten Job aus deinem Tief holt.

Ich komme selber aus dem Personalbereich und stecke in einer ähnlichen Situation wie du.
Ich musste mir eingestehen das ich momentan nicht funktioniere und bewerben keinen Sinn macht, sondern einfach nur Kraft kostet, die ich für meine Heilung benötige.

Also, entscheide selbst...ich weiss das es nicht einfach ist...aber dein Körper sagt dir schon wozu er bereit ist und wozu nicht.

Viele Grüße und alles Gute weiterhin

Sebastian
02/2012 erstmalig Citalopram 30mg in einer psychosomatischen Klinik verschrieben bekommen
Diagnose: mittelschwere depressive Episode
08/2016 erstmalig in kleinen Schritten reduziert auf 25mg (laut Ärztin hätte ich damals
innerhalb von 2-3 Wochen komplett ausschleichen sollen)
01/2017 weiter reduziert auf 20mg (während des Reduzierens erhöhte Reizbarkeit und
Aggressivität)
05/2017 reduziert auf 15mg
08/2017 reduziert auf 10mg
11/2017 reduziert auf 5mg
03/2017 erhöht auf 10mg (fühlte mich erschöpft und angreifbar und ängstlich bei der geringen
Dosis)
04/2017 auf Anraten des Therapeut en und des Hausarztes komplett abgesetzt und durch Beta-
Blocker ersetzt (die ich inzwischen auch nicht mehr nehme, da sie mir wirkungslos
erschienen)

Antworten