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curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

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curious
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curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von curious » Dienstag, 31.07.18, 16:35

Hallo allerseits,

in Bezug auf Sertindol gibt es ja nicht so viele Erfahrungswerte, daher wende ich mich an euch. Ich bin seit Oktober 2016 wegen paranoider Schizophrenie in Behandlung und habe seit Februar 2017 keine Positivsymptome mehr. Es gab einen Klinikaufenthalt mit Noncompliance meinerseits, eine Entlassung auf Wunsch und eine erneute Einlieferung, wo ich dann die Medikamente auch eingenommen habe.

In Bezug auf die Reduktion bin ich wohl bisher zu schnell vorgegangen. Irgendwie spielte da auch das Vertrauen in die Fähigkeiten meines Arztes und die Angst vor negativen Langzeitwirkungen des Sertindols mit rein.

Mein Verlauf ist wie folgt:

ab Januar 2017: diverse Versuche mit anderen Antipsychotika, starke Nebenwirkungen (Abilify, Solian, Zyprexa, Risperdal)

Sertindol
April/Mai 2017 schrittweise aufdosiert (4, 8, 12 mg)
Mai 2017: 16 mg
1.12.2017: 12 mg
15.1.2018: 8 mg
31.3.2018: 4 mg
4.4.2018: wegen Müdigkeit abwechselnd 8 mg und 4 mg
13.4.2018: 8 mg -> keine Veränderung
4.5.2018: 4 mg
6.7.2018: 4 mg jeden 2. Tag
19.7.2018: 4 mg

Im Vergleich zu den Empfehlungen hier dürfte dieses Vorgehen recht unprofessionell sein, ich weiß. Ich wähnte mich allerdings auch deshalb in Sicherheit, weil die Reduktion bis auf 8 mg keine negativen Auswirkungen hatte. Erst später habe ich dann von der nichtlinearen Wirkungskurve erfahren, die das Reduzieren in niedrigen Dosisbereichen umso schwieriger macht.

Meine hauptsächliche Frage ist, wie ich nun mit meiner Müdigkeit klarkomme, die seit dem Reduktionsschritt auf 4 mg immer wieder auftaucht und sich auch in letzter Zeit mit einer starken Antriebslosigkeit in Bezug auf mein Studium vermischt, dass ich seit März wieder weiter verfolge.

Kann es sein, dass der Reduktionsschritt zu einer Absetzreduktion führte, die sich auch nach 3 Wochen mit der vorherigen Dosis nicht zurückbildete?
Zuletzt geändert von padma am Dienstag, 31.07.18, 17:26, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzername ergänzt
Diagnose: Paranoide Schizophrenie, Mittelschwere Depression
Alle Präparate vollständig ausgeschlichen seit Mai 2019

Klinikaufenthalte
Oktober 2016 (2 Wochen)
Januar 2017 - Mai 2017 (zunächst geschlossener Bereich, dann offener Bereichr/teilstationär)

Reha:
August 2017 - September 2017 (6 Wochen)

ab Januar 2017: diverse Versuche mit anderen Antipsychotika, starke Nebenwirkungen: Unruhe, allergische Hautreaktion, extreme Müdigkeit (Abilify, Solian, Zyprexa, Risperdal)

Escitalopram
April/Mai 2017: Zieldosis 10 mg, wegen Nichtwirksamkeit durch Sertralin ersetzt

Sertralin - erhoffte Wirkung: Antriebssteigerung, Stimmungsverbesserung
Juni/Juli 2017: schrittweise Erhöhung 25, 50, 75, 100 mg
August/September: Reduktion: 75 mg, 50 mg -> leichte Verschlechterung der Stimmung
September/Oktober: Erhöhung: 100 mg, 150 mg
Absetzvorgang von 150 mg auf 0 mg schrittweise: Januar - Mai 2019[/b]
Mai 2019: 0 mg :)

Sertindol - erhoffte Wirkung: Rückfallprophylaxe, Bekämpfung der Negativsymptomatik

April/Mai 2017 schrittweise aufdosiert (4, 8, 12 mg)
Mai 2017: 16 mg

1.12.2017: 12 mg
15.1.2018: 8 mg
31.3.2018: 4 mg

4.4.2018: wegen Müdigkeit abwechselnd 8 mg und 4 mg
13.4.2018: 8 mg -> keine Veränderung
4.5.2018: 4 mg
6.7.2018: 4 mg jeden 2. Tag
19.7.2018: 4 mg
ca. 1.12.2018 0 mg

curious
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von curious » Mittwoch, 01.08.18, 17:03

Hallo zurück,

ich habe nun eine Signatur erstellt, wobei ich bei den länger zurückliegenden Anpassungen leider nicht die genauesten Informationen habe.

Viele Grüße
curious
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Absetzvorgang von 150 mg auf 0 mg schrittweise: Januar - Mai 2019[/b]
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padma
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von padma » Mittwoch, 01.08.18, 18:26

hallo Curious, :)

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein. Du findest sie hier: viewtopic.php?f=32&t=12884

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

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Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Zu deinem Anliegen:
Im Vergleich zu den Empfehlungen hier dürfte dieses Vorgehen recht unprofessionell sein, ich weiß.
Ja, deine Reduktionsschritte waren recht gross. Zudem hattest du tageweise wechselnde Dosen, von diesem Vorgehen raten wir hier ab. Das Gehirn ist auf eine täglich gleichbleibende Dosis angewiesen.
Und du hattest dann im Prinzip wieder hochdosiert, als du wieder zu täglich gleichen Dosen gewechselt hast. Das alles war ein ziemlicher Stress für das ZNS
Meine hauptsächliche Frage ist, wie ich nun mit meiner Müdigkeit klarkomme, die seit dem Reduktionsschritt auf 4 mg immer wieder auftaucht und sich auch in letzter Zeit mit einer starken Antriebslosigkeit in Bezug auf mein Studium vermischt,
Die Müdigkeit kann an der zu grossen/ ungünstigen Reduktion liegen. Es kann zudem auch sein, dass es bei der niedrigeren Dosierung verstärkt zu Müdigkeit als NW kommt.
Viel machen gegen die Müdigkeit kannst du nicht. Deinen Tag entsprechend gestalten, damit du einigermassen klar kommst. Die passende Mischung aus Ruhe und Aktivität finden.
Kann es sein, dass der Reduktionsschritt zu einer Absetzreduktion führte, die sich auch nach 3 Wochen mit der vorherigen Dosis nicht zurückbildete?
Ja, das kann durchaus sein. Das ZNS braucht Zeit um sich wieder zu stabilisieren. Ich würde jetzt zunächst weiter bei täglich 4 mg bleiben und schauen, ob eine Besserung eintritt.


Ich wünschen dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



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curious
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von curious » Mittwoch, 01.08.18, 21:11

Hallo padma,
danke für deine Rückmeldung. Nun bin ich in meinen Vermutungen etwas bestätigt und kann beim nächsten Termin dem Psychiater meine Erkenntnisse weitergeben, (obwohl es ja eigentlich andersrum sein sollte :( ). Immerhin gibt es ja auch durch dieses Forum eine Fülle an Informationen, mit denen man sich zum Experten in eigener Sache machen kann.

Viele Grüße
curious
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August/September: Reduktion: 75 mg, 50 mg -> leichte Verschlechterung der Stimmung
September/Oktober: Erhöhung: 100 mg, 150 mg
Absetzvorgang von 150 mg auf 0 mg schrittweise: Januar - Mai 2019[/b]
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von padma » Mittwoch, 01.08.18, 22:40

hallo Curious, :)

bei dieser Thematik muss man sich wirklich selbst zum Experten machen.

Sei nicht zu enttäuscht, falls dein Psychiater deine Erkennntisse rundum ablehen sollte. Leider passiert das sehr oft. :(
Aber vielleicht hast du mit deinem ja Glück.

liebe Grüsse,
padma
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curious
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von curious » Montag, 06.08.18, 14:18

Hallo padma,

mich würde auch interessieren, wie Django das Serdolect reduziert hat, also ob das mit der Wasserlösemethode funktioniert. In seinem Thread wird das scheinbar nicht erwähnt. Gibt es irgendeine Möglichkeit, das herauszufinden?

Viele Grüße
curious
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von Jamie » Montag, 06.08.18, 14:33

Hallo curious :)
curious hat geschrieben:
Montag, 06.08.18, 14:18

mich würde auch interessieren, wie Django das Serdolect reduziert hat, also ob das mit der Wasserlösemethode funktioniert. In seinem Thread wird das scheinbar nicht erwähnt. Gibt es irgendeine Möglichkeit, das herauszufinden?

Schreib ihn (Django) doch mal per PN an. :)
Er war letztes Mal im Mai 2018 hier online; wenn er seine Benachrichtigungen so eingestellt hat, dass das System automatisch eine EMail erstellt, wenn ihm jemand eine PN schreibt, wird er informiert und kann dir antworten.
Und falls er antwortet und dir bescheid gibt wie er es gemacht hat, wäre es schön, wenn du diese Info uns allen zu Verfügung stellen würdest :)

Hier ist Djangos Profilseite, da kannst du ihm auch die PN schreiben:
https://adfd.org/austausch/memberlist.p ... le&u=12589

Viele Grüße
Jamie
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von curious » Montag, 06.08.18, 14:35

Hallo Jamie,

ich bin nicht berechtigt, die Mitgliederliste oder Profile anzusehen.

Viele Grüße
curious
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September/Oktober: Erhöhung: 100 mg, 150 mg
Absetzvorgang von 150 mg auf 0 mg schrittweise: Januar - Mai 2019[/b]
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von Jamie » Montag, 06.08.18, 14:35

PS. Man sollte dich mal frei schalten, damit du eine PN schreiben kannst.
Jemand vom Team wird das sicher im Laufe des Tages tun :)

Jamie

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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von curious » Freitag, 10.08.18, 23:15

Hallo liebe ADFD-Mitglieder,

könnt ihr mir noch einen Rat geben, wie ich erkenne, ob mein Motivationsmangel in Bezug auf mein Studium (Masterthesis) eine Absetzerscheinung oder völlig normal ist, wenn man die Umstände einbezieht? Also ich meine, dass ich mir mein Thema eher aus pragmatischen Überlegungen ausgesucht habe und auch Krankheitsbedingt eine lange Auszeit vom Studium hatte.

Wäre es vielleicht auch sinnvoll, zunächst bei der 4-mg-Dosis vom Sertindol zu bleiben und das verhältnismäßig hoch dosierte Sertralin zu reduzieren, weil man so die Gesamtmenge an Psychopharmaka verringert, ohne gleich in den schwierigen Niedrigdosis-Bereich zu kommen? Oder sind solche Überlegungen müßig, weil man das Absetzen sowieso kaum planen kann?

Eigentlich dachte ich, (sofern ich meinen Arzt überzeugen kann) mit speziell produzierten Kapseln gut absetzen zu können, aber die Infos in diesem Forum sprechen ja auch nicht gerade uneingeschränkt dafür. Allerdings würde ich wirklich nur sehr ungern täglich eine Tablette in Wasser lösen und irgendwelche Abmessungen vornehmen, zumal ich auch noch keine Rückmeldung von Django habe, der ja schon Sertindol erfolgreich abgesetzt hat (aber sein Dosierungsverfahren m. E. nicht preisgegeben hat).

Viele Grüße
curious
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von Jamie » Samstag, 11.08.18, 10:01

Hallo curious :)
könnt ihr mir noch einen Rat geben, wie ich erkenne, ob mein Motivationsmangel in Bezug auf mein Studium (Masterthesis) eine Absetzerscheinung oder völlig normal ist
Ich denke es ist vielleicht eine Mischung, aber zweiteres (völlig normal) halte ich für relevanter.

Ich habe bei meiner Magisterarbeit null Motivation gehabt, sondern einfach nur Angst und Druck, dass es eben klappen muss in einer sehr begrenzten Zeit.
Zudem noch ein schweres Thema, das sehr anspruchsvoll war, mich aber sehr interessierte.
In einem anderen Leben würde ich das nicht mehr so machen, sondern lieber ein einfacheres Thema wählen (pragmatischer Ansatz, so wie du), das ich für leichter abzuhandeln empfinde. :roll:

Ich kenne nur Leute, die mit einer Mischung aus >Ängstlichkeit - aber - es - muss - eben - sein< ihre Abschlussarbeiten angegangen sind und verfasst haben.
Mal ehrlich, das macht doch keinen Spaß - das ist doch nur Druck um sein Studium zu bestehen (?)

Jau, die hehre Wissenschaft und der universitäre Anspruch sind natürlich anders... Spaß an Lernen und Wissen haben, aber die Realität ist doch teilweise mehr oder weniger Bulimie-Lernen und nur irgendwie halbwegs passabel durchkommen... :wink:

Zu der Dosis. Es sind alles Methoden, die ganz gut funktionieren, aber perfekt sind sie nicht und den Anspruch haben sie auch nicht.
Wenn dir die Individualherstellung am sympathischsten ist, dann versuche den Arzt auf deine Seite zu ziehen, dass er es verordnet. Es ist leider ziemlich teuer und geht auf sein Budget.
Im Notfall müsstest du Privatrezepte akzeptieren, aber da weiß ich nicht, ob das dein Budget hergibt (?)

Viele Grüße
Jamie
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curious
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von curious » Samstag, 11.08.18, 10:59

Hallo Jamie, :)

in Bezug auf das Studium kann ich deine Gedanken nachvollziehen. Wahrscheinlich hängt aber mein Motivationsmangel auch mit der Müdigkeit zusammen, die ich seit dem Reduktionsschritt 8 mg -> 4 mg habe (mal mehr, mal weniger und insbesondere bei kognitiver Belastung). Dazu meinte padma, dass es durchaus sein kann, dass dies eine Absetzerscheinung ist, auch wenn es sich nach der erneuten Aufdosierung nicht wieder zurückbildet (für 3 Wochen probiert).

Die Tabletten auf eigene Kosten herstellen lassen würde ich nur ungern. Wenn ich das richtig gelesen habe, gibt es ja eine gewisse Gebühr, sodass man zumindest nicht den vollständigen Preis des Präparats bezahlen muss. Mal sehen, was das Budget meines Arztes hergibt.

Und was meinst du zur Frage, ob man evtl. zunächst das Sertindol bei 4 mg belassen sollte, um erstmal das hoch dosierte Sertralin auszuschleichen?

Viele Grüße
curious
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Sertralin - erhoffte Wirkung: Antriebssteigerung, Stimmungsverbesserung
Juni/Juli 2017: schrittweise Erhöhung 25, 50, 75, 100 mg
August/September: Reduktion: 75 mg, 50 mg -> leichte Verschlechterung der Stimmung
September/Oktober: Erhöhung: 100 mg, 150 mg
Absetzvorgang von 150 mg auf 0 mg schrittweise: Januar - Mai 2019[/b]
Mai 2019: 0 mg :)

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1.12.2017: 12 mg
15.1.2018: 8 mg
31.3.2018: 4 mg

4.4.2018: wegen Müdigkeit abwechselnd 8 mg und 4 mg
13.4.2018: 8 mg -> keine Veränderung
4.5.2018: 4 mg
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19.7.2018: 4 mg
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curious
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von curious » Dienstag, 21.08.18, 13:40

Hallo allerseits,

wie zu erwarten war, würde mein Arzt keine anzufertigenden Kapseln verordnen. In Bezug auf die Wasserlösemethode müsste ich aber wissen, ob das Serdolect retardiert ist oder nicht. Kann mir jemand einen Rat geben, wie ich das herausfinde?

Viele Grüße
curious
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Juna
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von Juna » Dienstag, 21.08.18, 14:06

Hallo curious,

ich habe gegooglet und im Beipackzettel nachgelesen, da steht kein Warnhinweis, dass das Medi nicht geteilt werden darf, demzufolge würde ich sagen, dass es unretardiert ist.
Du hättest allerdings auch gar nicht die Empfehlung bekommen, mit der Wasserlösmethode o.a. zu arbeiten, wenn es retardiert wäre, dann hätte man Dir etwas entsprechendes geschrieben :)

Es tut mir leid, dass es beim Doc nicht so gelaufen ist, wie Du wolltest, ich wünsche Dir viel Erfolg beim reduzieren.

VG
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https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=11366



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curious
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von curious » Dienstag, 21.08.18, 14:30

Hallo Juna,

eine klare Empfehlung für die Wasserlösemethode habe ich noch nicht bekommen. Allerdings hat Django irgendwie das Serdolect reduziert und deshalb würde ich darauf tippen, dass er das so gemacht hat. Leider habe ich von ihm noch keine Antwort, vermutlich läuft bei ihm alles und er hat daher im Moment keinen Bedarf nach diesem Forum.

Viele Grüße
curious
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von curious » Montag, 13.04.20, 17:30

Hallo liebe ADFD-Mitstreiter/-innen,

ich melde mich nach langer Zeit zurück und dafür, dass ich überwiegend der Linie meines Psychiaters gefolgt bin, hätte es vermutlich schlimmer kommen können. Mein Einfluss beschränkte sich darauf, die Zeiträume ein wenig zu strecken, aber individuelle Dosierungen waren nicht drin und ich habe keine weitergehenden Eigen-Initiativen (Spezial-Dosierungen) unternommen.

Studienabschluss und Berufseinstieg haben geklappt, nur leider vermute ich gewisse Spätfolgen der neuronalen Absetz-Belastungen.

Habt ihr Erfahrungen mit späten Nachwirkungen? Vom Phasenweisen auftreten habe ich schon gelesen. Seit Mai '19 habe ich keine Psychopharmaka genommen und war überwiegend zum "normalen Funktionieren" in der Lage. Die Müdigkeit ließ sich mit koffeinhaltigen Tees überwiegend handeln. Inzwischen vertrage ich die Tees scheinbar schlechter :/
Meine Stressresistenz ist deutlich herabgesetzt und ich habe häufiger latente Erkältungssysmptome, besonders in der kalten Jahreshälfte (leichtes Halskratzen, leichter Schnupfen). Außerdem hat sich die Verdauung auch scheinbar noch immer nicht an die fehlenden Psychopharmaka angepasst - als ich die nahm, gestaltete sich das alles unproblematisch - sogar unproblematischer als vor der Krise, könnte man meinen.

Neu hinzugekommen ist ab Dezember 2019 (somit ca. 7 Monate nach der letzten AD-Dosis) ein spürbar hoher Augendruck, der gelegentlich/phasenweise auftritt. Anscheinend kann dieser auch durch Teetrinken angetriggert werden - bestimmte Kräutertees scheinen besonders prädestiniert zu sein, und Schwarztee, nicht jedoch Grüntees. Keine Ahnung, ob das plausibel ist - das Symptom kommt jedenfalls im allg. Infoartikel vor. Der spürbare Augendruck trat zuvor nie auf und Augenärzte sind ja sowieso ein eigenes Völkchen - die einen sagen so, die anderen so. Also, auch wenn der Arzt einen hohen Druck in mmhg misst, sagt er ggf., dass dieser in keinem Falle zum spürbaren Symptom führen würde.

Vermutlich ist mein Körper durch eine chronische physische (sic!) Erkrankung, die mir im Sommer diagnostiziert wurde, zustäzlich geschwächt, weil diese mit einem latenten Entzündungsvorgang einhergeht. Zur Abhilfe bieten sich OPs an, für andere Varianten ist es zumindest lt. Schulmedizin lange zu spät.

Habt ihr evtl. Ratschläge für einen "Schlachtplan"? Wieder-Eindosieren würde ich lieber nicht in Betracht ziehen, höchstens Experimente mit irgendwelchen Supplements und sonstige nicht-medikamentöse Selbsthilfe-Maßnahmen. Wobei Supplements ja auch wieder eine Form der Umstellung für den Körper sein können, würdet ihr bestimmt sagen.

Ansonsten bedanke ich mich schonmal im Voraus dafür, dass ihr euch um diese Fragen kümmert - es ist sicher immer wieder frustrierend zu lesen, dass sich die Leute an die Ärzte gehalten haben (die wiederum nichts auf vorsichtige Absetz-Empfehlungen geben).

Viele Grüße
curious
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von Straycat » Montag, 13.04.20, 17:44

Hallo Curious,

es ist schwer zu sagen, ob diese Symptome noch Langzeitfolgen des zu schnellen Absetzens sind.
Hier findest du einen Thread zum Thema "Wie lange dauert der Entzug": https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 50&t=17088

Ich werde allerdings noch nicht ganz schlau aus deinen Zeitangaben. Du schreibst du bist seit Mai 2019 PP-frei, aber in deiner Signatur steht: ca 1.12.2019: 0mg
Hast du denn die 4mg nun noch bis 1.12.2019 genommen?

Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
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curious
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von curious » Montag, 13.04.20, 17:49

Hallo Straycat,

danke für deine Rückmeldung. Ich meinte den 1.12.2018 und habe das korrigiert.

Viele Grüße,
curious
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von Straycat » Montag, 13.04.20, 18:07

Hallo Curious,

alles klar. Wenn es der 1.12.2019 gewesen wäre, würde ich die Symptome ziemlich deutlich dem Absetzen zuordnen.
So ist es natürlich schon länger her und schwerer zu sagen, ob es noch vom Absetzen damals kommen könnte. Bei manchen Menschen halten sich Absetzsymptome sehr lange, also auszuschließen ist es nicht. Aber auch wenn es vom Absetzen kommt, dann sind es Symptome eines ZNS, das noch aus dem Lot ist und noch mehr Zeit für die Heilung braucht. Mittel oder Medikamente um diese Heilung zu beschleunigen gibt es leider nicht :(

Einen wirklichen Vorschlag für einen Schlachtplan habe ich daher nicht.
Wiedereindosieren würde ich an deiner Stelle auch eher nicht - dafür bist du schon zu lange auf 0mg.

Vielleicht meldet sich ja noch jemand mit einem anderen Vorschlag.

Liebe Grüße,
Cat
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Re: curious: Sertralin + Sertindol (letzteres absetzen)

Beitrag von curious » Montag, 13.04.20, 21:02

Hallo Straycat,

danke für deine Einschätzung. Wie bei vielen Fällen, ist es irgendwie unklar. Einiges begleitet mich eben länger (Müdigkeit in allen Facetten ist ja ein Klassiker - auch bei den Berichten auf ADFD), anderes ist wirklich ziemlich spät gekommen.

Vielleicht fühlt sich jemand angesprochen und hat auch Kräutertee-getriggerte Symptome. :roll: Meines Wissens sind das jedenfalls keine schlimmen Kräuter, da im Lebensmittel-Einzelhandel in Teebeuteln erhältlich. Aber theoretisch könnten diese Tee-typischen Schadstoffe vorkommen (als natürliche unerwünschte Stoffe oder synthetisch). Vielleicht hat sich eine besondere Sensibilität herausgebildet.

Viele Grüße
curious
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