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ValentinaG: Olanzapin ausschleichen

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Re: ValentinaG: Olanzapin ausschleichen

Beitrag von Schlemihl » Montag, 19.11.18, 1:11

ValentinaG hat geschrieben:
Donnerstag, 18.10.18, 14:39
Ich will gar nicht wissen, wie sehr mir die Medikamente schon geschadet haben, zum Beispiel Schrumpfen des Gehirns mit den Folgen, was ja auch von der Dosis und der Dauer der Einnahme abhängt. Also auch hier gilt es, nicht lange auf den Medikamenten zu bleiben. Und ich wollte eben gerne meine Abschlußarbeit schreiben und merkte, dass das mit einer höheren Dosis auf jeden Fall nicht klappt. Und es geht mir oft wirklich sehr schlecht mit dem Olanzapin und ich weiß manchmal nicht, wie ich das noch monatelang aushalten soll.
Hallo Valentina,
ich möchte Dir nur mal antworten, dass Du Dir wegen irgendwelcher Hirnschädigungen nicht allzu große Sorgen machen brauchst. Ich nehme jetzt seit 1990 Flupentixol in unterschiedlicher, meist recht niedriger therapeutischer Dosis. Im Oktober wurde bei mir ein MRT gemacht und ich habe den Röntgenarzt nach Neuroleptika-Schäden, die man am Gehirn vielleicht erkennen kann, gefragt. Er sagte mir, dass typisch für Neuroleptika eine Verkleinerung des Kleinhirns sei. Diese sei bei mir aber nicht festzustellen gewesen. Auch sonst sei mein Gehirn, zumindest nach dem, was auf dem MRT zu sehen ist, völlig normal entwickelt. Ich habe auf den MRT Bildern gesehen, dass rechte und linke Gehirnhälfte nicht symmetrisch zueinander entwickelt sind. Das ist aber, wie meine Psychiaterin mir sagte, völlig normal. Auch wenn man in den Spiegel schaut, dann sieht man ja, dass z.B. das linke Auge etwas anders aussieht als das rechte Auge. Also, es gibt, zumindest bei mir, keinerlei Grund zur Besorgnis. Das bedeutet, dass es jetzt nicht wichtig ist, ob Du Deine Medis ein halbes Jahr länger oder kürzer nimmst, nur wichtig ist die möglichst geringe Dosierung, also so weit runter wie es irgendwie geht. Wenn Du diesen Punkt erreicht hast, dann kannst Du nicht mehr viel anderes machen. Dann dauert es eben länger bis man weiter reduzieren kann, aber das sollte Dir keine Sorgen machen. Natürlich, und da bin ich mit Dir einer Meinung, sind Neuroleptika generell schädlich, aber man muss nun auch nicht päpstlicher sein als der Papst. Es gibt so viele Umweltgifte, denen wir ausgesetzt sind und ausgesetzt waren, und das haben wir alles überlebt. Dann überleben wir das auch noch. Stell Dir vor, als ich Baby war, da war die Atmosphäre voll von Radioaktivität durch oberirdische Atomversuche. Also, auch da bin ich ja durchgekommen, und nächstes Jahr werde ich schon 60. Also, es wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird, und es geht immer weiter.

Liebe Grüße
Gerd
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Ausgangssymptome: Psychotische Wahnvorstellungen, Verfolgungsängste, Suizidversuch im Wahn
zunächst Diagnose von 1989 bis 1995: paranoid-halluzinatorische Psychose
Medikation: Haldol, nicht vertragen, danach Fluanxol (Wirkstoff Flupentixol) etwa 7 mg/Tag
ab 1995: schizoaffektive Psychose ICD F 25.9 G
Medikation: Flupentixol 7 mg , Carbamazepin 750 mg
ab ca. 2005: Flupentixol 5 mg, Carbamazepin 750 mg
Keine besonderen Nebenwirkungen, keine Absetzversuche
---
Weitere Medikamente:
Bedarfsmedikation Pipamperon 40 mg. Nehme ich vielleicht ein bis zwei Mal im Jahr, dann reichen 10 mg.
Sonstiges: HCT 25
NEM: Vitamine A-Z vom DM oder Aldi täglich, außerdem regelmäßig Magnesiumtabletten
falls ich nicht einschlafen kann: Baldrian-Tropfen vom DM, alternativ Zirkulin Einschlaf-Dragees
ab 18.8.2018 Omega-3 1000 von DM, 2 Kapsel/Tag
ab 10.9.2018 Omega-3 1000 1 Kapsel/Tag
---
ab 26.6.2018 ersten Absetzversuch Flupentixol begonnen.
Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg Flupentixol, täglich alternierend 4 mg und 5 mg
ab 11.07.2018 nicht mehr alternierend sondern konstant 4,5 mg
ab 4.8.2018 4,25 mg Flupentixol
ab 12.11.2018 4 mg Flupentixol

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Re: ValentinaG: Olanzapin ausschleichen

Beitrag von ValentinaG » Montag, 19.11.18, 22:33

Hallo,

vielen Dank für deine Antwort! :-)

Das beruhigt mich jetzt doch etwas, auch wenn ich mir in letzter Zeit nicht mehr so die Gedanken gemacht habe.

Manchmal frage ich mich, was bei mir woher kommt und ob es noch weggeht. Soweit ich gehört habe, gibt es Menschen, die nur ganz kurz Neuroleptika genommen haben und schwer geschädigt wurden. Daran denke ich schon manchmal.

Liebe Grüße
ValentinaG
Symptome: Wahnvorstellungen, Ängste, Unruhe, Depressionen, Manie, Schlaflosigkeit, Suizidalität;

Diagnose: gemischte Schizoaffektive Störung

Erfahrungen mit: Seroquel/Quetiapin, Risperidon,
Tavor, Truxal, Aripiprazol,
Atosil, Lorazepam, Diazepam (alle abgesetzt)

Medikation: Olanzapin/Zyprexa 15mg - seit November 2017
im Laufe 2018 runter auf 12,5 und 10mg.
weiterer Absetzverlauf: (Hinweis zur Vorsicht: Zum Teil nicht, wie hier empfohlen wird)
02.08.2018 7,5mg Schlafprobleme, durch Reduktion?
04.08.18 Aufdosierung auf 8,5mg aufgrund von warnenden Hinweisen im Forum; Schlafprobleme,
Kopfschmerzen und Gefühl von "Blei" im Kopf, durch Reduktion?
05.08.18 Aufdosierung auf 9mg keine Schlafprobleme
nach schrittweisen Ab- und Aufdosierungsversuchen, teils innerhalb kürzerer Zeit, (an 2 Tagen komische Gedanken/Ängste am Anfang (die ich mit Hilfsmitteln in den Griff bekommen habe) und auftretende Durchschlafprobleme (anfangs Schlaf gut) ) ->
13.10.18 6,00mg Schlaf stabilisiert sich zu einem großen Umfang. Nehme teilweise Baldrian zur
Unterstützung/Schlaf stabilisiert sich in den folgenden Tagen immer mehr. Brauche keinen Baldrian mehr.
31.10.18 5,75mg
09.11.18 5,25mg
19.11.18 5,00mg An einigen Tagen hintereinander Zuckungen in einem Bein. Entweder direkt durch das Medikament oder indirekt durch die Reduktion?
Die Zuckungen verschwinden erstmal wieder.
01.12.18 4,80mg
08.12.18 4,60mg An 1-2 Tagen etwas unangenehme Gedanken, die nach Gesprächen und Abstand zum Thema wieder verschwinden.
19.12.18 4,40mg
27.12.18 4,20mg Mir fällt auf, dass ich spät einschlafe, schlafe aber in fast allen Nächten genug.
09.01.19 4,00mg Genug Schlaf. Beginne anscheinend, teils wieder früher einzuschlafen. :bettzeit:
16.01.19 3,80mg
22.01.19 3,60mg
31.01.19 3,40mg
06.02.19 3,20mg
13.02.19 3,00mg
17.02.19 2,80mg
26.02.19 2,60mg Fühle mich stabil, möchte aber nicht zu schnell werden, erstmal Pause
Anmerkung vom 28.02.: seit ein paar Tagen manchmal Zuckungen an einem Augenlied und selten Tinnitus(?) für ein paar Sekunden.
10.03.19 2,40mg
Der Tinnitus ist nach ein einigen Tagen wieder verschwunden. Weiterhin manchmal Zuckungen in einem Augenlied und selten einem Bein (sehr selten auch in der anderen Körperseite und anderen Körperstellen)
17.03.19 2,20mg
Anmerkung vom 20.03.: Die Zuckungen sind seit wenigen Tagen deutlich milder und seltener.
24.03.19 2,0mg
Anmerkung vom 25.03.: Die Zuckungen sind schon seit mehreren Tagen fast zu 100% weg, fast nie und kaum was spürbar. Am Auge gar nichts mehr.

(Nahrungsergänzungsmittel

Vitamin B12 (Veganerin):
Mitte/Ende Februar 19: gering dosiert (50 µg)
Seit Ende Februar 19: Vitamin B12-Zahngel
Seit Anfang März 19: hoch dosiert (1000 µg Methylcobalamin), fast täglich oder mehr

Vitamin D3:
seit Anfang März 19 (Pause seit 18.03., um anstehenden Bluttest nicht zu verfälschen) )

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Re: ValentinaG: Olanzapin ausschleichen

Beitrag von Schlemihl » Dienstag, 20.11.18, 12:22

ValentinaG hat geschrieben:
Montag, 19.11.18, 22:33
Manchmal frage ich mich, was bei mir woher kommt und ob es noch weggeht. Soweit ich gehört habe, gibt es Menschen, die nur ganz kurz Neuroleptika genommen haben und schwer geschädigt wurden.

Liebe Grüße
ValentinaG
Hallo ValentinaG,
meine frühere Ärztin hat mir mal erzählt, dass es bei den Menschen ganz unterschiedlich ist und man das nicht vorher sagen kann. Es gibt Menschen, die in die Klinik kommen und nach einem Monat von den Neuroleptika Spätdyskinesien bekommen und es gibt andere Menschen, die nie Spätdyskinesien entwickeln. Dazwischen gibt es alles. Das bedeutet, dass man sich einfach beobachten muss. So wie Du das machst, mit der Niedrigdosierung, ist es sicher der optimale Weg. Nur nicht zu schnell runterdosieren.

Ja, was bei Dir woher kommt und ob es noch weggeht, da kann ich Dir natürlich auch keine Antwort drauf geben. Bei mir ist es so, dass meine Mutter mal sagte: "Du bist gar nicht krank. Du warst schon immer so.". Das hat mich drauf gebracht, dass ich vielleicht immer schon verletzlicher war als andere und dass das dann in einer Lebenskrise zu der psychotischen Entgleisung geführt hat. Im Grunde ist es meistens ein Problem im Leben, mit dem man nicht klar kommt und wo man sich dann irgendwie in die Psychose flüchtet, wie immer das auch funktionieren mag. Vielleicht muss man es nur schaffen, ehrlich genug mit sich selbst und seiner Umwelt umzugehen und den Dingen auf den Grund zu gehen, um nicht wieder psychotisch dekompensieren zu müssen. Und Stress vermeiden, wo immer möglich. Das ist, finde ich, das Wichtigste.

Liebe Grüße
Schlemihl
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ab 1995: schizoaffektive Psychose ICD F 25.9 G
Medikation: Flupentixol 7 mg , Carbamazepin 750 mg
ab ca. 2005: Flupentixol 5 mg, Carbamazepin 750 mg
Keine besonderen Nebenwirkungen, keine Absetzversuche
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Weitere Medikamente:
Bedarfsmedikation Pipamperon 40 mg. Nehme ich vielleicht ein bis zwei Mal im Jahr, dann reichen 10 mg.
Sonstiges: HCT 25
NEM: Vitamine A-Z vom DM oder Aldi täglich, außerdem regelmäßig Magnesiumtabletten
falls ich nicht einschlafen kann: Baldrian-Tropfen vom DM, alternativ Zirkulin Einschlaf-Dragees
ab 18.8.2018 Omega-3 1000 von DM, 2 Kapsel/Tag
ab 10.9.2018 Omega-3 1000 1 Kapsel/Tag
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ab 26.6.2018 ersten Absetzversuch Flupentixol begonnen.
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ab 11.07.2018 nicht mehr alternierend sondern konstant 4,5 mg
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Re: ValentinaG: Olanzapin ausschleichen

Beitrag von ValentinaG » Samstag, 12.01.19, 9:16

Hallo Schlemihl :)

ich danke dir fürs Berichten und für das Darlegen deiner Meinung, auch wenn es nun schon etwas her ist. Wollte mich noch bedanken.

Vlg Valentina
Symptome: Wahnvorstellungen, Ängste, Unruhe, Depressionen, Manie, Schlaflosigkeit, Suizidalität;

Diagnose: gemischte Schizoaffektive Störung

Erfahrungen mit: Seroquel/Quetiapin, Risperidon,
Tavor, Truxal, Aripiprazol,
Atosil, Lorazepam, Diazepam (alle abgesetzt)

Medikation: Olanzapin/Zyprexa 15mg - seit November 2017
im Laufe 2018 runter auf 12,5 und 10mg.
weiterer Absetzverlauf: (Hinweis zur Vorsicht: Zum Teil nicht, wie hier empfohlen wird)
02.08.2018 7,5mg Schlafprobleme, durch Reduktion?
04.08.18 Aufdosierung auf 8,5mg aufgrund von warnenden Hinweisen im Forum; Schlafprobleme,
Kopfschmerzen und Gefühl von "Blei" im Kopf, durch Reduktion?
05.08.18 Aufdosierung auf 9mg keine Schlafprobleme
nach schrittweisen Ab- und Aufdosierungsversuchen, teils innerhalb kürzerer Zeit, (an 2 Tagen komische Gedanken/Ängste am Anfang (die ich mit Hilfsmitteln in den Griff bekommen habe) und auftretende Durchschlafprobleme (anfangs Schlaf gut) ) ->
13.10.18 6,00mg Schlaf stabilisiert sich zu einem großen Umfang. Nehme teilweise Baldrian zur
Unterstützung/Schlaf stabilisiert sich in den folgenden Tagen immer mehr. Brauche keinen Baldrian mehr.
31.10.18 5,75mg
09.11.18 5,25mg
19.11.18 5,00mg An einigen Tagen hintereinander Zuckungen in einem Bein. Entweder direkt durch das Medikament oder indirekt durch die Reduktion?
Die Zuckungen verschwinden erstmal wieder.
01.12.18 4,80mg
08.12.18 4,60mg An 1-2 Tagen etwas unangenehme Gedanken, die nach Gesprächen und Abstand zum Thema wieder verschwinden.
19.12.18 4,40mg
27.12.18 4,20mg Mir fällt auf, dass ich spät einschlafe, schlafe aber in fast allen Nächten genug.
09.01.19 4,00mg Genug Schlaf. Beginne anscheinend, teils wieder früher einzuschlafen. :bettzeit:
16.01.19 3,80mg
22.01.19 3,60mg
31.01.19 3,40mg
06.02.19 3,20mg
13.02.19 3,00mg
17.02.19 2,80mg
26.02.19 2,60mg Fühle mich stabil, möchte aber nicht zu schnell werden, erstmal Pause
Anmerkung vom 28.02.: seit ein paar Tagen manchmal Zuckungen an einem Augenlied und selten Tinnitus(?) für ein paar Sekunden.
10.03.19 2,40mg
Der Tinnitus ist nach ein einigen Tagen wieder verschwunden. Weiterhin manchmal Zuckungen in einem Augenlied und selten einem Bein (sehr selten auch in der anderen Körperseite und anderen Körperstellen)
17.03.19 2,20mg
Anmerkung vom 20.03.: Die Zuckungen sind seit wenigen Tagen deutlich milder und seltener.
24.03.19 2,0mg
Anmerkung vom 25.03.: Die Zuckungen sind schon seit mehreren Tagen fast zu 100% weg, fast nie und kaum was spürbar. Am Auge gar nichts mehr.

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Mitte/Ende Februar 19: gering dosiert (50 µg)
Seit Ende Februar 19: Vitamin B12-Zahngel
Seit Anfang März 19: hoch dosiert (1000 µg Methylcobalamin), fast täglich oder mehr

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Re: ValentinaG: Olanzapin ausschleichen

Beitrag von ValentinaG » Samstag, 12.01.19, 10:27

Hallo an alle... guten Morgen!

Ich freue mich, ein kleines Update von mir geben zu können.

Mein Antrieb hat sich offenbar verbessert. Das ist mir in der letzten Zeit, ich glaube, den letzten Wochen, sehr positiv aufgefallen. Ich habe nun wieder mehr Elan spazieren zu gehen beispielsweise, was ich sehr gerne mache und muss nicht mehr so viel liegen. (Wenn ich wenig mache, dann weil mir Dinge geistig z.T. schwerer fallen als ich es von früher kenne) Ich denke, das mit dem Antrieb liegt an der Reduktion.

Ich habe den Eindruck, der Zombiemodus ist irgendwie weg. Und Ich hoffe sehr, das ist eine dauerhafte Veränderung. :) Ich weiß nicht, wo ich meine Emotionen jetzt einordnen würde, aber es scheint sich verbessert zu haben. Auch fühle ich mich nicht mehr so depressiv, wo ich ebenfalls einen Zusammenhang mit der Reduktion sehe, da ich denke, dass diese Art Depressivität durch die Medikamente kam. Weinen kann ich leider weiterhin fast gar nicht mehr, woher es auch kommt.

Auch haben sich die Albträume weiterhin weitgehend verabschiedet.

Ich habe in der Signatur Zuckungen vermerkt. Diese kamen nur selten leicht und kurz wieder.

Seit 1-2 Wochen ist mir aufgefallen, dass ich spät einschlafe. Ich schlafe (noch) genug. Mein Eindruck ist, dass ich ohne das Medikament nicht oder wenig schlafen könnte, einfach weil ich es überhaupt genommen habe und mein Körper sich daran gewöhnt hat. Denn leider kann ich tagsüber nicht schlafen, womit ich früher keine Schwierigkeiten hatte.(Nehme Olanzapin abends). Und manchmal würde ich es gerne, weil ich mich auch nicht mehr so belastbar und in gewisser Weise empfindlicher fühle als früher, einfach dass ich mich manchmal auch gern am Tag ausruhen würde. Aber das geht leider nicht. Zumindest nicht schlafen. Das hat nur 2-3 Mal geklappt.

Vor ca. vier Wochen hatte ich an 1-2 Tagen etwas unangenehme Gedanken, aber es hat sich noch sehr weit weg von Krise angefühlt. Und ich konnte durch Gespräche und Abstand vom Thema wieder zu mir finden. :) Ich rechne auch damit, so etwas ab und an sein kann.

Ich habe in letzter Zeit ein paar hundert Gramm (ich bin mir nicht sicher, die Waage zeigt manchmal offenbar nicht korrekt an), ich weiß, es ist wenig :P , abgenommen. Aber zumindest nicht zugenommen über die Weihnachtszeit. :) Meine Ärztin meinte mal, sie glaubt, das Gewicht reduziert sich, wenn es sich reduziert, eher wenn man ganz abgesetzt hat. Ich hoffe sehr, ich kann auch mein Übergewicht wieder reduzieren.

Was sich scheinbar noch nicht verbessert hat, ist mein Gedächtnis und dass mir Dinge schwerer scheinen bis unmöglich sind, die früher gingen! (Das kann aber ja auch an den Krisen liegen) Ich denke jeden Tag daran bzw. fällt es jeden Tag auf, da ich mich in dieser Hinsicht grundlegend anders als früher fühle, es ist tatsächlich die ganze Zeit anders, ist gravierend und das belastet mich dann auch. Ich würde gerne wieder arbeiten können.
(Was ich allerdings schon sehr lange nicht mehr hatte, ist so ein “Brett vorm Kopf“, was meiner Meinung nach von den Krisen kam.)

Insgesamt kann ich sagen, dass es mir besser geht.
Ich kann eigentlich Mut machen.

Ich wünsche allen einen schönen Tag!

Liebe Grüße
ValentinaG
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05.08.18 Aufdosierung auf 9mg keine Schlafprobleme
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Re: ValentinaG: Olanzapin ausschleichen

Beitrag von ValentinaG » Samstag, 12.01.19, 11:20

PS Wie so viele, bin sehr dankbar, dass es das Forum und den Austausch hier gibt. :) Dankeschön!
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Re: ValentinaG: Olanzapin ausschleichen

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 13.01.19, 13:13

Hallo Valentina,

danke für dein Update und für dein Lob fürs Forum.
:)
Das klingt doch insgesamt sehr positiv bei dir. Auch wenn natürlich noch nicht alles so ist, wie du es dir wünschst aber das wird noch. :)

Mit der Gewichtsreduktion sind die Erfahrungen unterschiedlich. Bei Vielen setzt sie in der Tat erst nach 0 ein. :cry:
Das mit dem nicht weinen können, kenne ich aus eigener Erfahrung und ich finde das überhaupt nicht gut, weil Weinen ja schon auch Entlastung bringen kann.

LG Ute
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escargot
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Re: ValentinaG: Olanzapin ausschleichen

Beitrag von escargot » Sonntag, 13.01.19, 14:00

Liebe Valentina,

du hast dich ja ziemlich weit und sehr tapfer herunter gekämpft vom Olanzapin! Alle Achtung!

Die Schlafprobleme (und Ängste) machten mit am meisten zu schaffen. Weiß auch gerade nicht, ob ich es noch weiter herunter schaffe.

Ich hatte auch Muskelzuckungen in den Beinen insbesondere. Verschwand aber wieder, aber war so heftig, dass es selbst mein Mann bemerkte.

Mit weniger Ola brauchen wir offenbar auch weniger Schlaf! Mir geht es jedenfalls ebenso! Aber das einfach Hinlegen und Ausruhen hilft auch oft schon viel und mache das ruhig, so lange es irgendwie geht.

Alles Gute weiterhin auf deinem Weg!
escargot
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02.01. über Stunden vernichtende Stimmen (verschwanden bei Brockenwanderung)!!
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Re: ValentinaG: Olanzapin ausschleichen

Beitrag von ValentinaG » Dienstag, 15.01.19, 15:54

Hallo gemeinsam,

ich war vielleicht etwas optimistisch in meiner Einschätzung, was meinen Antrieb angeht, ich merke es schon noch. Aber ich habe wirklich den Eindruck, dass es deutlich besser geworden ist. Ich lebe z.T. richtig auf, fühle mich so frisch, so als hätte ich Sport an der frischen Luft gemacht, und hatte die Tage richtig Freude daran, unterwegs zu sein. Das kannte ich von mir gar nicht mehr. :-D
Bin auch recht erholt, nicht so wie davor :) Es hat nur etwas gedauert heute morgen, aber nun... :)
Bye bye Zombie-Modus :D

Seid lieb gegrüßt.


Hallo Ute,

sehr gerne! :)

Vielen Dank für deinen sehr motivierenden und Mut machenden Kommentar! :)

Dass sich das Gewicht oft erst nach null reduziert, gibt mir ansich gerade viel Hoffnung wegen meiner Gewichtsreduktion, da sich da ja kaum was verändert hat . :) Aber generell ist das natürlich sehr schade, dass sich das Gewicht oft erst dann reduziert.

Ja, das mit dem Weinen gefällt mir auch nicht aus dem Grund, den du genannt hast. Ich habe es auch meiner Ärztin gesagt, aber ich glaube, sie versteht es nicht.

Danke nochmals! :-)

LG


Hallo escargot,

dir auch vielen lieben Dank für deinen lieben Kommentar! :-)

Meine Ärztin denkt nicht, dass die Zuckungen mit dem Olanzapin zu tun haben. Ich denke aber, sie haben damit zu tun. Es freut mich, dass die Zuckungen bei dir wieder verschwunden sind. =)

Ich wünsche dir auch alles Gute weiterhin!!! :-) Ich hoffe, du kannst bei Zeiten weiter reduzieren. Aber du bist schon so weit unten, das freut mich.

LG

PS Ich habe mich sehr über eure Nachrichten gefreut...!
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Diagnose: gemischte Schizoaffektive Störung

Erfahrungen mit: Seroquel/Quetiapin, Risperidon,
Tavor, Truxal, Aripiprazol,
Atosil, Lorazepam, Diazepam (alle abgesetzt)

Medikation: Olanzapin/Zyprexa 15mg - seit November 2017
im Laufe 2018 runter auf 12,5 und 10mg.
weiterer Absetzverlauf: (Hinweis zur Vorsicht: Zum Teil nicht, wie hier empfohlen wird)
02.08.2018 7,5mg Schlafprobleme, durch Reduktion?
04.08.18 Aufdosierung auf 8,5mg aufgrund von warnenden Hinweisen im Forum; Schlafprobleme,
Kopfschmerzen und Gefühl von "Blei" im Kopf, durch Reduktion?
05.08.18 Aufdosierung auf 9mg keine Schlafprobleme
nach schrittweisen Ab- und Aufdosierungsversuchen, teils innerhalb kürzerer Zeit, (an 2 Tagen komische Gedanken/Ängste am Anfang (die ich mit Hilfsmitteln in den Griff bekommen habe) und auftretende Durchschlafprobleme (anfangs Schlaf gut) ) ->
13.10.18 6,00mg Schlaf stabilisiert sich zu einem großen Umfang. Nehme teilweise Baldrian zur
Unterstützung/Schlaf stabilisiert sich in den folgenden Tagen immer mehr. Brauche keinen Baldrian mehr.
31.10.18 5,75mg
09.11.18 5,25mg
19.11.18 5,00mg An einigen Tagen hintereinander Zuckungen in einem Bein. Entweder direkt durch das Medikament oder indirekt durch die Reduktion?
Die Zuckungen verschwinden erstmal wieder.
01.12.18 4,80mg
08.12.18 4,60mg An 1-2 Tagen etwas unangenehme Gedanken, die nach Gesprächen und Abstand zum Thema wieder verschwinden.
19.12.18 4,40mg
27.12.18 4,20mg Mir fällt auf, dass ich spät einschlafe, schlafe aber in fast allen Nächten genug.
09.01.19 4,00mg Genug Schlaf. Beginne anscheinend, teils wieder früher einzuschlafen. :bettzeit:
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13.02.19 3,00mg
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26.02.19 2,60mg Fühle mich stabil, möchte aber nicht zu schnell werden, erstmal Pause
Anmerkung vom 28.02.: seit ein paar Tagen manchmal Zuckungen an einem Augenlied und selten Tinnitus(?) für ein paar Sekunden.
10.03.19 2,40mg
Der Tinnitus ist nach ein einigen Tagen wieder verschwunden. Weiterhin manchmal Zuckungen in einem Augenlied und selten einem Bein (sehr selten auch in der anderen Körperseite und anderen Körperstellen)
17.03.19 2,20mg
Anmerkung vom 20.03.: Die Zuckungen sind seit wenigen Tagen deutlich milder und seltener.
24.03.19 2,0mg
Anmerkung vom 25.03.: Die Zuckungen sind schon seit mehreren Tagen fast zu 100% weg, fast nie und kaum was spürbar. Am Auge gar nichts mehr.

(Nahrungsergänzungsmittel

Vitamin B12 (Veganerin):
Mitte/Ende Februar 19: gering dosiert (50 µg)
Seit Ende Februar 19: Vitamin B12-Zahngel
Seit Anfang März 19: hoch dosiert (1000 µg Methylcobalamin), fast täglich oder mehr

Vitamin D3:
seit Anfang März 19 (Pause seit 18.03., um anstehenden Bluttest nicht zu verfälschen) )

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Re: ValentinaG: Olanzapin ausschleichen

Beitrag von escargot » Mittwoch, 16.01.19, 16:03

Liebe Valentina,

ja Ärzte und Ärztinnen glauben vieles nicht. Ich aber auch nicht (mehr)! So.

Es ist nämlich so, dass sie selbst auch viel nach Try and error praktizieren! Mein Psychiater hat das nicht explizit so kommuniziert, aber als ich fragte, wie er das weitere Vorgehen vorschlage zum Reduzieren auch, fragte er mich, ob ich denn einen Plan hätte und sagte mir, dass alles möglich sei.

DAS ist zwar einerseits irgendwie „nett“, aber zeigt auch, dass er im Grunde planlos ist. Einmal war ich auch bei ihm, war total verpeilt, weil ich Stimmen gehört habe und er hat mich wieder weggeschickt mit dem Kommentar mit mir sei heute nicht zu reden.

Fand ich nicht sehr schön und zeigt aber auch nur seine eigene Hilflosigkeit. Dabei ist er noch einer der Guten!
Und ja, er glaubt meine Schlaflosigkeit komme von zu vielen Globulis (und nicht vom Risperidon-Reduzieren).

Denke, wenn DU glaubst die Zuckungen hängen zusammen mit der Reduktion des Olas, dann ist das auch so. Du bist sozusagen auch Expertin aus Erfahrung - undzwar aus deiner eigenen gemachten Erfahrung und das hat mittlerweile mehr Gewicht für mich als die verwaschenen Aussagen irgendwelcher Ärzteschaften.

Hoffe die Zuckungen vergehen bei dir auch wieder!

Liebe Grüße
escargot
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sehr unruhig, kalter Schweiß, BläSse, Übelkeit, reizsensibel
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07.03. zusätzlich morgens 1 mg Tavor + 1 mg Bedarf
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Re: ValentinaG: Olanzapin ausschleichen

Beitrag von ValentinaG » Donnerstag, 17.01.19, 22:42

Hi zusammen,

ich hatte heute einen sehr guten Tag. Ich bin gestern und heute schon gegen 7.30 aufgewacht, mit genügend Schlaf und erholt und frisch. Ich bin immer eine Frühaufsteherin gewesen und würde mich sehr freuen, wenn ich meinen Rhythmus wieder bekommen würde. Sicher ist es ein Weg, aber ich freue mich sehr über Veränderungen. Ich kenne es von Olanzapin eigentlich so, dass ich in der Regel sehr lange geschlafen habe sowie vor meist vor 9.30-11.30 Uhr, teils später, nicht aus dem Bett gekommen bin, und dann auch nicht viel machen konnte erstmal.

Ich bin dann heute früh unterwegs gewesen, weil ich was erledigen musste, dann bin ich noch zu einem Tiergehege spazieren gegangen, weil ich dachte, das würde mir Freude machen, habe noch was besorgt, zuhause den ganzen Abwasch gemacht, gekocht, gute Gespräche gehabt, bin dann noch zu Ikea gefahren, habe meinen Einkauf in der Wohnung verteilt, und habe mir dann noch einmal etwas gekocht. Eigentlich musste ich mich immer überwinden, irgendwo hinzugehen bzw. habe mich in der Regel hingeschleppt, und mich auch überwinden, was im Haushalt zu machen, wenn überhaupt. Jetzt das Gegenteil -aktiv. Und ich fühle mich so leicht. Es hat viel Spaß gemacht und ich habe Schönes mit der Handykamera festgehalten.
Den ganzen Tag über hatte ich viel Freude und schöne Momente. Ich war sehr glücklich - habe mir sogar einen “Lucky Bamboo“ (Bambus) bei Ikea gekauft und später fiel mir dann die Parallele zu meinem Glücklichsein auf. :D (Habe zudem den Eindruck, ich habe mittlerweile insgesamt gesehen, einen klareren Kopf)

Wie schön es ist, wieder so aufzuleben. Ich bin sehr dankbar für diesen schönen Tag.

Da mein Gedächtnis ja sehr gelitten hat, freue ich mich, die heutigen Erlebnisse auch hier etwas “konservieren“ zu können... :)

Viele liebe Grüße
ValentinaG
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Tavor, Truxal, Aripiprazol,
Atosil, Lorazepam, Diazepam (alle abgesetzt)

Medikation: Olanzapin/Zyprexa 15mg - seit November 2017
im Laufe 2018 runter auf 12,5 und 10mg.
weiterer Absetzverlauf: (Hinweis zur Vorsicht: Zum Teil nicht, wie hier empfohlen wird)
02.08.2018 7,5mg Schlafprobleme, durch Reduktion?
04.08.18 Aufdosierung auf 8,5mg aufgrund von warnenden Hinweisen im Forum; Schlafprobleme,
Kopfschmerzen und Gefühl von "Blei" im Kopf, durch Reduktion?
05.08.18 Aufdosierung auf 9mg keine Schlafprobleme
nach schrittweisen Ab- und Aufdosierungsversuchen, teils innerhalb kürzerer Zeit, (an 2 Tagen komische Gedanken/Ängste am Anfang (die ich mit Hilfsmitteln in den Griff bekommen habe) und auftretende Durchschlafprobleme (anfangs Schlaf gut) ) ->
13.10.18 6,00mg Schlaf stabilisiert sich zu einem großen Umfang. Nehme teilweise Baldrian zur
Unterstützung/Schlaf stabilisiert sich in den folgenden Tagen immer mehr. Brauche keinen Baldrian mehr.
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09.11.18 5,25mg
19.11.18 5,00mg An einigen Tagen hintereinander Zuckungen in einem Bein. Entweder direkt durch das Medikament oder indirekt durch die Reduktion?
Die Zuckungen verschwinden erstmal wieder.
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27.12.18 4,20mg Mir fällt auf, dass ich spät einschlafe, schlafe aber in fast allen Nächten genug.
09.01.19 4,00mg Genug Schlaf. Beginne anscheinend, teils wieder früher einzuschlafen. :bettzeit:
16.01.19 3,80mg
22.01.19 3,60mg
31.01.19 3,40mg
06.02.19 3,20mg
13.02.19 3,00mg
17.02.19 2,80mg
26.02.19 2,60mg Fühle mich stabil, möchte aber nicht zu schnell werden, erstmal Pause
Anmerkung vom 28.02.: seit ein paar Tagen manchmal Zuckungen an einem Augenlied und selten Tinnitus(?) für ein paar Sekunden.
10.03.19 2,40mg
Der Tinnitus ist nach ein einigen Tagen wieder verschwunden. Weiterhin manchmal Zuckungen in einem Augenlied und selten einem Bein (sehr selten auch in der anderen Körperseite und anderen Körperstellen)
17.03.19 2,20mg
Anmerkung vom 20.03.: Die Zuckungen sind seit wenigen Tagen deutlich milder und seltener.
24.03.19 2,0mg
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