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Julia0711: Escitalopram absetzen/ bin schwanger

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Julia0711: Escitalopram absetzen/ bin schwanger

Beitrag von Julia0711 » Sonntag, 19.08.18, 18:20

Hallo ihr Lieben.
Ich bin Julia 31 Jahre alt.
Ich habe seit 5 Jahren Angst und Panikattacken und nehme seit dem 15 mg Escitalopram.
Vor zwei Jahren war ich in einer Tagesklinik und seit dem mache ich eine Verhaltenstherapie.
Zwischendurch bin ich immer weiter runtergegangen mit der Dosierung so das ich auf 10 mg war.
Ich bin jetzt im 7 Monat schwanger und habe mit dem Psychologen einen Absetzplan errichtet .
Alle 10 Tage 1 Tropfen weniger.
Heute bin ich bei 1 mg angekommen.
Bis jetzt halten sich die Symptome in Grenzen.
Herzrasen kann ich nicht beurteilen da ich das in der Schwangerschaft nun öfters hatte.
Allerdings hab ich echt miese Laune... bei jedem bisschen könnte ich an die Decke gehen...
Ausserdem schlafe ich schlecht was auch wieder an der Schwangerschaft liegen kann.
Meine größte Angst ist jetzt das wenn ich jetzt in 10 Tagen ganz absetze das ich dann richtige schlimme Symptome bekomme....
Ich habe Glück und ein Beschäftigungsverbot aber trotzdem möchte ich nicht völlig eingehen zu Hause.
Für mich selbst gibt es kein zurück mehr ...ich habe schon ein gewaltiges Problem in der Schwangerschaft überhaupt dieses Zeug genommen zu haben. Aber ich möchte auf keinen Fall das mein Baby bei der Geburt einen Entzug machen muss. Ich freue mich sehr über Antworten und vielleicht noch eine werdene Mami mit Erfahrungen... Liebe Grüße Julia
Zuletzt geändert von padma am Dienstag, 21.08.18, 17:16, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
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Re: Escitalopram absetzen

Beitrag von Jamie » Sonntag, 19.08.18, 19:14

Hallo Julia,

willkommen im Forum und Glückwunsch zur Schwangerschaft :).

Du hast dich ja tapfer runtergekämpft mit dem Escitalopram; aber was du jetzt schilderst sind beginnende Absetzsymptome und da du auch sehr flott unterwegs warst, würde ich nun vorsichtiger vorgehen, denn das ist von der praktischen Durchführbarkeit möglich und gesundheitlich betrachtet sinnvoll.

Tropfen können, in Wasser gegeben, geviertelt, halbiert etc. werden.
Wenn du 1 Tropfen in 40ml Wasser gibst und umrührst und dann 30ml entfernst und trinkst, dann hättest du zB eine Menge von 0,75mg Escitalopram (sofern 1 Tropfen 1mg Escit. entspricht).

Ich würde dir in den letzten 2 Monaten empfehlen so vorzugehen und als nächsten Absetzschritt nur noch 0,25mg wegzulassen (und 0,75mg einzunehmen). Nach 10-14 Tagen kannst du dann wieder 0,25mg weglassen etc. - dann bist du bis zur Geburt auf Null.

Ich kann dir nicht empfehlen deinen jetzigen Zustand auf die leichte Schulter zu nehmen - ja, du willst bis zur Geburt auf Null sein (und darin unterstützen wir dich gerne), aber das Letzte, was du gebrauchen kannst ist, hochschwanger Absetzsymptome zu bekommen und destabilisiert in den Geburtsprozess zu gehen.
Drum mach lieber langsam.

Hast du weitere Fragen?

Viele Grüße
Jamie
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Re: Escitalopram absetzen

Beitrag von Julia0711 » Sonntag, 19.08.18, 19:28

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Im Moment geht es mir ja noch recht gut.. deswegen bin ich total skeptisch ob das die Ruhe vor dem Sturm ist.
Mir macht eher das laufen mit dem Bauch zu schaffen und auch das herzrasen.
Für mich ist es einfach total schwer zu unterscheiden ob ich wirklich absetzsymptome hab oder ob alles Schwangerschaftsbedingt ist...
Klar meine miese Laune kommt garantiert vom absetzen.. ich hatte auch schon 2 Tage wo ich morgens geheult hab ohne Grund...
Aber ich würde so gern trotzdem im 10 Tagen komplett aufhören...
Macht denn 1mg tatsächlich soviel aus wenn man dann auf 0 ist und man bekommt dann richtig heftige Symptome?
Oder können die auch wegfallen?
Mein Psychologe meinte da die Dosierung eh schon niedrig ist kann es sein das ich vom absetzen nix merke da eh keine große Wirkung mehr da Ist?? Stimmt das?

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Re: Escitalopram absetzen

Beitrag von Julia0711 » Sonntag, 19.08.18, 19:30

Achso was ich noch sagen wollte der Absetzplan begann als ich bereits schon auf 6 mg reduziert hatte.
Absetzen ab da tue ich schon seit mai

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Re: Julia0711: Escitalopram absetzen

Beitrag von suisse » Montag, 20.08.18, 10:53

Hallo Julia,

ich bin begeistert, wie gut du bisher das Absetzen gemeistert hast und drücke fest die Daumen, dass es dabei bleibt.
Ich verstehe auch den Gedanken, dass du deinem Baby keinen Entzug antun möchtest. Hattest Du dich vor der SS beraten lassen bzgl. der Auswirkungen auf das Baby? Sorry, ich frage aus eigenem Interesse (Wunsch nach einer SS... habe es aber aufgrund des aktuellen Absetzen erst mal in die Ferne gelegt).

Zu deiner Frage bzgl. des weiteren Absetzen, schließe ich mich Jamie an. Ich würde jetzt sehr vorsichtig vorgehen, damit kein Hammer kommt. Es gibt eine schöne Grafik hier im Forum, wo man tatsächlich sehen kann, dass Citalopram v.a in den niedrigen Dosen noch sehr potent ist. Das wird für Escitalopram sicherlich ähnlich sein.

LG Anna
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Re: Julia0711: Escitalopram absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 20.08.18, 14:02

Hallo Julia, :)

es ist deine Entscheidung. Ich rede dir da nicht rein.
Das 1mg macht sehr wohl was aus - nämlich für den Fall, dass das, was du momentan spürst, keine Schwangerschaftsbegleiterscheinungen sind, sondern Absetzsymptome.

Dann bist du nämlich schon teildestabilisiert und das Weglassen des letzten Milligramms, was noch sehr potent ist, kann schlimmstenfalls sehr reinhauen.

Da bei SSRI manchmal auch erst noch zeitverzögert nach 6, 8, 10 oder 12 Wochen (und manchmal noch später) auf Null die Absetzsymptome zuschlagen, ist es daher besonders wichtig zu versuchen, am Ende nicht so zu hetzen.

Es wäre die sicherere Vorgehensweise den Tropfen viertelweise wegzulassen, und auch da kann nichts versprochen werden, aber das entscheidest natürlich du.

@Team :): Ich fänd es sehr wichtig das Wort schwanger oder Schwangerschaft in den Titel aufzunehmen, sodass man sofort bescheid weiß.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Julia0711: Escitalopram absetzen/ bin schwanger

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 22.08.18, 10:57

Hallo Julia,

Deinen Thread habe ich gelesen, weil wir auch auf ein Kind hoffen. Die Medis sind bei mir aber so gut wie abgesetzt.
Ich möchte Dir auf jeden Fall alles Gute wünschen bei der Entscheidung, die Du triffst und natürlich eine gute Geburt!

Viele Grüße,
Claudia
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