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Dan092: Tavor Abhängigkeit?

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Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Samstag, 25.08.18, 20:30

Hallo liebes Forum ich bin neu hier,

ich (männlich, 26) bin momentan sehr verzweifelt und erhoffe mir hier eventuell einige Antworten auf meine Fragen.
Ich muss leider etwas weiter ausholen um mein Problem zu erläutern.

Alles fing ende Mai diesen Jahres an, ich bekam wie aus dem nichts spät Abends einen Anfall (vermutlich eine Panikattacke).
Er war so unbeschreiblich heftig, dass ich in dem Augenblick dachte sterben zu müssen. Ich zappelte am Boden und schrie während
ich am ganzen Körper zitterte und merkwürdige Veränkungen machte. Meine zu dem Zeitpunkt anwesenden Eltern riefen sofort den Notarzt, und schilderten einen krampfartigen Anfall. Der Notarzt spritzte mir sofort Lorazepam über einen Zugang, entnahm noch vor Ort Blut und brachte mich dann in die Notaufnahme ins nächste Krankenhaus. Dort wurde dann ein EKG gemacht und die Blutbefunde ausgewertet. Alles okay, ich wurde in der selben Nacht wieder entlassen.

Wenige Tage später überfiel mich in meiner Wohnung erneut eine Panikattacke, wieder fiel diese so heftig aus das ich dachte ich müsse sterben, weil dabei wie während der ersten Attacke so ein merkwürdigesGefühl in meinem Kopf war. Ich schleppte mich also wieder in die Notaufnahme wo ich erneut einen heftigen Anfall bekam, worauf mir ein Arzt sofort eine Ampulle mit 8 MG Lorazepam spritzte. Ich wurde über Nacht dabehalten und durfte am nächsten Morgen wieder nach Hause. Jedoch
fühlte ich mich an diesem Tag extrem benebelt und irgendwie schwer zu beschreiben einfach schlecht. Mir kam zu Hause auch alles so merkwürdig verändert vor, als wäre ich gerade aus einem langen Urlaub nach Hause gekommen. Die Wohnung wirkte irgendwie fremd.

Die darauffolgenden Tage spürte ich eine schwer beschreibbare Veränderung meines Empfindens, ich kam vom Kopf her gesehen nicht mehr so richtig zur Ruhe. Selbst wenn ich mich hingelegt habe brachte mir das keine Entspannung, der Kopf schien auf hochtouren zu laufen und einfach nichts abschalten zu wollen. Das ganze verstärke sich die darauffolgenden Tage zu denen sich gelegentlich wieder die ein oder andere Panikattacke dazugesellte.

Ich bin dann Mitte Juni zu meinem Hausarzt und erzählte ihm von meinen Symptomen. Er verschrieb mir 0,5 MG Tavor Tabletten die ich nehmen sollte wenn ich wieder eine Panikattacke bekommen sollte. Dies tat ich dann auch immer wenn ich merkte, dass da wieder was am kommen ist. Mir half das auch immer und ich konnte so einen Anfall damit verhindern. Gerade bei der ersten und zweiten Tablette verspürte ich ein gutes Gefühl nach der Einnahme. Die Panikattacken kamen allerdings gehäuft zurück und ich nahm jedes mal eine Tavor. Jedoch wirkten diese scheinbar nicht mehr so gut wie die ersten am Anfang.

Ich beschloss dann einfach zwei 0,5 also sprich 1 MG zu nehmen was auch half. Während der Zeit merkte ich, dass ich noch immer nicht wirklich zur Ruhe kommen konnte, nichts entspannte mich mehr. Nicht einmal mehr schlafen. Ich wachte mitten in der Nacht auf und fühlte mich einfach fürchterlich. Am nächsten Morgen fühlte ich mich auch jedes mal überhaupt nicht erholt, als hätte ich nicht geschlafen. Das machte mir irgendwie Angst. Ich hatte irgendwann so eine Art Gefühl/Verlangen nach Entspannung, als ob es mir nicht mehr reichen würde mich auszuruhen/schlafen. Als ob mein Körper/Kopf sich nicht mehr richtig regenerieren könne. Ich merkte dass es mir von Tag zu Tag schlechter geht, Mitte Juli fühlte ich mich teilweise zwei Tage so schwach, dass ich kaum aus dem Bett aufstehen konnte, mein Kopf brummte und ich stand irgendwie neben mir. Mein Zeitgefühl war total verschwunden und ich fühlte mich einfach nur leer, als hätte man mir jegliche Energie abgezapft.

Mir fiel es auch zunehmend schwerer anderen zuzuhören oder Antworten zu geben. Ich merkte selbst, dass ich hauptsächlich nur noch mit Ja oder Nein antwortete und mich häufiger versprach. Dazu kam noch ein schwer beschreibbares Krankheits/Elendigkeitsgefühl, als würde mich permanent etwas quälen bzw. als ob ich permanent etwas aushalten müsse. Was mir angst machte war, dass der Zustand einfach immer da war und ich mich selbst mit Ablenkung oder ausruhen davon kurzzeitig befreien konnte. Manchmal dachte ich, nein ich halte das nicht mehr aus ich werde gleich Verrückt von diesem komischen Gefühl in meinem Kopf das mich so sehr quält.

Ich war dann bis zum heutigen Zeitpunkt noch zig mal in der Notaufnahme jedes mal ohne Befund. Ich war auch beim psychiatrischen Notfalldienst, die mir dissozative (nicht epileptische) Krampfanfälle und eine chronische Erschöpfungsdepression attestierten. Mir wurde Mirtazapin empfohlen, was ich zwischenzeitlich neben weiterhin bei Bedarf Tavor auch nahm. Den Rest vom Juli und August schien es immer schlimmer zu werden, ich spürte überhaupt keine Entspannung mehr und sehnte mich immer mehr nach diesem Gefühl. Irgendwann fühlte ich überhaupt nichts mehr, ich verspürte keinen Appetit oder Durst mehr und musste mich regelrecht zur Nahrungsaufnahme zwingen. An einem Tag bin ich abends erschrocken als ich feststellte, dass ich den ganzen Tag über nur ein Glas Wasser getrunken habe, bei wohlgemerkt großer Hitze. Dann bekam ich wieder einen heftigen Anfall der alles in den Schatten stellte, und wiederden Rettungswagen vorfahren lies. Beim Versuch diesen zu betreten bekam ich einen totalen Blackout, ich spürte meinen gesamten Körper für wenige Sekunden nicht mehr, war aber bei Bewusstsein und schrie dabei laut.

Die Rettungssanitäter konnten mich gerade noch auffangen sonst wäre ich nach deren Aussage auf den Boden geknallt. In der Notaufnahme angelangt wieder die Alte Leier: Blut, EKG und EEG ohne Befund. Entlassen.
Jetzt Ende August immer noch keine Besserung/Erleichterung, inzwischen über 40 0,5 MG Tavor geschluckt, zwischendrin in den Notaufnahme
1-3 MG bekommen zur Beruhigung. Ich war die Woche beim Neurologen (EEG unauffällig, MRT gestern gehabt auch alles okay). Gestern habe ich nach drei Tagen Unterbrechung abends wieder eine 0,5 Tavor genommen, und mir ging es 10 Minuten später tatsächlich besser mit einer einzigen Tablette, als noch mit zwei vor einer Woche z.B. (evtl. wegen der Unterbrechung von drei Tagen?), jedenfalls hat diese zu meiner Verwunderung wirklich sehr gut angeschlagen, ich fühlte mich irgendwie wieder leichter und wohler kurzzeitig. Auch der Kopf war wieder etwas klarer, und nicht so ein Chaos wie die letzten zwei Monate über.

Meine Frage hier könnten das die ganze Zeit Symptome von Tavor sein, sprich Nebenwirkungen oder bereits eine Abhängigkeit? Oder haben diese komischen Anfälle irgendwas in meinem Kopf verursacht was erklären könnte, dass ich mich die letzten zwei Monate permanent fühle als würde ich gleich "verrecken"? Das schlimmste daran ist, dass diese Symptome einem keine Verschnaufpause gönnen, und schwer zu beschreiben sind. Ich grübel viel und denke darüber nach, dazu gesellt sich dann Angst und ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit.
Irgendwas ist anders mit mir als vor dem Anfall Ende Mai, ich möchte diesen Zustand einfach nicht mehr. Mich jeden Tag so anders und krank zu fühlen, keine Kraft mehr für nichts zu haben und den Augenblick nicht mehr genießen zu können.

Bitte hier um eure Meinung, danke im Voraus! :)

Was ich vielleicht noch erwähnen sollte, ich bin bis auf eine leichte Schilddrüsenunterfunktion gegen die ich
täglich L-Thyroxin einnehme gesund.
Zusätzlich leide ich unter Untergewicht, was aber veranlagt ist. (1,81 m bei 53 Kilo).

Gruß
Zuletzt geändert von Murmeline am Samstag, 25.08.18, 21:05, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Leerzeilen eingefügt, Titel ergänzt
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Diagnose: Schwere Angststörung, F13.3 Entzugssyndrom durch Sedativa oder Hypnotika, Gedankenkreisen, Somatisierung, Untergewicht, Schlafstörungen seit Ende 2010.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/psychogener Krampfanfall (2mg Lorazepam intravenös v. Notarzt.

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös).

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
16.12.18 (1mg)
17.12.18 (1mg)
18.12.18 (1mg)
19.12.18 (1mg)
20.12.18 (1mg)
21.12.18 (1mg)
22.12.18 (0,75mg)
23.12.18 (0,25mg) + 0,5mg 2 std. nach Mitternacht)
24.12.18 (1mg)
25.12.18 (1mg)
26.12.18 (1mg)
27.12.18 (1mg)
28.12.18 (0,75mg)
29.12.18 (0,75mg)
30.12.18 (0,75mg)
31.12.18 (0,75mg)
01.01.19 (0,75mg)
02.01.19 (0,75mg)
03.01.19 (0,75mg)
04.01.19 (0,75mg)
05.01.19 (0,75mg)
06.01.19 (0,75mg)
07.01.19 (0,75mg)
08.01.19 (0,75mg)
09.01.19 (0,75mg)
10.01.19 (0,75mg)
11.01.19 (0,75mg)
12.01.19 (0,75mg)
13.01.19 (0,75mg)
14.01.19 (0,75mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-300mg Magnesium täglich
-Vitamin D 1000 I.E. täglich
-Vitamin B-Komplex täglich
-Omega 3,6,9 (seit dem 08.01.2019)

Jamie
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Jamie » Sonntag, 26.08.18, 12:03

Hallo Dan, :)

also egal was es jetzt genau ist (das wird man in Ruhe eruieren müssen), dein Zustand schreit geradezu nach einer Psychotherapie.
Ist dir das in deinen letzten Monaten kein einziges Mal vorgeschlagen worden?

Dein Körper ist anscheinend völlig überlastet und braucht Ruhe, bekommt sie aber nicht, weil er selbst so hochgefahren ist. Das ist ein sehr quälender Zustand.
Dazu noch die ständigen Panikattacken.
Neben Therapie weiterer Stichpunkt: Unbedingtes Erlernen von aktiven Entspannungsmethoden!

Ich bin kein Arzt und darf keine Diagnosen stellen, aber das hört sich für mich nach Burnout an bzw. die diagnostizierte Erschöpfungsdepression klingt für mich plausibel, sofern du das selbst so annehmen kannst.

Ist die Einstellung deiner Schilddrüse überprüft worden?

Die Frage aller Fragen ist - was in deinem Leben ist in letzter Zeit so unrund gelaufen bzw. belastet dich, dass dein Körper so vehement auf sich aufmerksam macht?
Das ADFD ist psychopharmakakritisch und denkt ganzheitlich - psychische Störungen fallen in 99,9% nicht vom Himmel, sondern wenn man mal in Ruhe in sich geht, finden alle Betroffenen hier Gründe, weswegen Körper und Psyche rebellieren.
Das können familiäre Geschichten sein, unverarbeitete Kindheitserlebnisse, Traumata, akute Überlastungsreaktionen, Stress auf der Arbeit, anhaltende Überforderung und vieles mehr...

Bitte nimm dir mal Zeit in dich zu gehen; notfalls mit einem engen Verwandten / Freund, dem du vertraust, und gehe die letzten Monate oder Jahre mal durch.

Zum Tavor. Bei deinem häufigen Konsum bist du mit Sicherheit bereits abhängig, zumindest aber daran gewöhnt. Das nennt man Toleranz. Die 0,5mg, die früher halfen, werden wirkungslos. Dann verdoppelt man, es hilft wieder kurze Zeit, dann verfliegt der Effekt wieder usw.
Dass dir die Tablette nach 3 Tagen Pause auch wieder besser half, ist ebenfalls ein Indiz dafür, denn dein Gehirn hat 3 Tage mal nicht das bekommen, was es gerne wollte, und als du es ihm gabst, war es zufrieden.
Nur irgendwann kommt der Tag, da klappt auch das nicht mehr - so viel steht fest.
Da bist du dann wirklich in der handfesten Toleranz. Da müssten es dann 2mg sein, um eine Wirkung zu kriegen etc.

Hast du dir mal Gedanken gemacht, wie es jetzt weitergehen soll?
Kannst du in deinem Zustand arbeiten oder bist du krank geschrieben?
Empfindest du die Arbeit als Ablenkung oder ist es Belastung für dich?

Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 26.08.18, 12:53

Hallo Dan.

Ich sehe das wie Jamie :) .

Irgendwas ist in Deinem Leben "schiefgelaufen" und führte zu solchen Reaktionen bei Dir.
Dem müßte man auf die Spur kommen, es günstigenfalss eliminieren oder sich ansonsten damit aussöhnen/abfinden. Bei mir hat das geklappt.

Paß gut auf mit dem Tavor. Das deckelt anfangs wunderbar, aber das dicke Ende kommt.

Auch von mir ein Willkommen und mitfühlende Grüße!

Clarissa.
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seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik

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leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
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"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Sonntag, 26.08.18, 13:04

Hallo Jamie,

die Monate vor dem ersten Anfall waren tatsächlich keine ruhigen für mich, es standen einige Veränderungen ins Haus.
Auch wenn es überwiegend positive waren, haben sie dennoch Kraft gekostet das stimmt. Was den endgültigen Auslöser
für meinen derzeitigen Zustand angeht kann ich jedoch nur spekulieren. Eventuell ist es ein Trauma von dem ersten Anfall,
das war wirklich das schlimmste Erlebnis meines bisherigen Lebens. Die Tage danach habe ich mir alle möglichen Fragen gestellt.
Meine größte Angst danach war, dass ich eventuell nicht normal im Kopf bin. Ich dachte mir, was wenn ich mich überhaupt nicht
normal fühle und leide, und das mittlerweile schon als normal empfinde. Die Vorstellung daran hat mir enorme Angst gemacht, und ich
glaube ab da an fing es an mir wirklich schlecht zu gehen. Ich kann ja nicht zu einem Arzt gehen und auf die Art sagen: schlüpf mal in
meinen Körper und sag mir dann ob ich mich normal fühle. Meine Gedanken kreisten daraufhin eigentlich kontinuierlich in Richtung
"ich hab was organisches im Kopf" oder "mit meinem Hirn stimmt etwas nicht". Als es mir dann die Zeit über schlechter zu gehen schien
untermauerte es das dann auch noch. Meine größte Angst ist es an etwas unbekanntem zu leiden. Da habe ich mich wirklich
wirklich extrem hineingesteigert. Ich schaffe es leider nicht mein Gedankenkarussell abzustellen. Ich glaube das lief die letzten
zwei Monate ohne große Unterbrechung. Eventuell geht es mir auch deswegen so schlecht, denn das kostet doch sicher auch Kraft oder?

Zu deiner Frage wegen der Schilddrüse: Die Werte habe ich vor einem Monat bei meinem Endokrinologen überprüfen lassen, da ist
alles in Ordnung.

Aktuell arbeite ich nicht, möchte dies aber sobald es mir wieder besser geht. Ich bin ja momentan am Ball mir therapeutische
Hilfe zu suchen. Ich merke, dass es von alleine nicht besser werden wird vermutlich.
Meine Eltern und meine Freundin unterstützen mich Gott sei Dank dabei.

Nun wegen dem Tavor, wie soll ich da jetzt am besten vorgehen? Soll ich es einfach komplett weglassen und versuchen
irgendwie durchzustehen?
Oder besser langsam ausschleichen? Davon habe ich leider überhaupt keine Ahnung wie man das macht.
Wie lange dauert das denn in der Regel bis der Körper sich daran gewöhnt hat kein Tavor mehr zu bekommen?

Viele Grüße
Diagnose: Schwere Angststörung, F13.3 Entzugssyndrom durch Sedativa oder Hypnotika, Gedankenkreisen, Somatisierung, Untergewicht, Schlafstörungen seit Ende 2010.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/psychogener Krampfanfall (2mg Lorazepam intravenös v. Notarzt.

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös).

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
16.12.18 (1mg)
17.12.18 (1mg)
18.12.18 (1mg)
19.12.18 (1mg)
20.12.18 (1mg)
21.12.18 (1mg)
22.12.18 (0,75mg)
23.12.18 (0,25mg) + 0,5mg 2 std. nach Mitternacht)
24.12.18 (1mg)
25.12.18 (1mg)
26.12.18 (1mg)
27.12.18 (1mg)
28.12.18 (0,75mg)
29.12.18 (0,75mg)
30.12.18 (0,75mg)
31.12.18 (0,75mg)
01.01.19 (0,75mg)
02.01.19 (0,75mg)
03.01.19 (0,75mg)
04.01.19 (0,75mg)
05.01.19 (0,75mg)
06.01.19 (0,75mg)
07.01.19 (0,75mg)
08.01.19 (0,75mg)
09.01.19 (0,75mg)
10.01.19 (0,75mg)
11.01.19 (0,75mg)
12.01.19 (0,75mg)
13.01.19 (0,75mg)
14.01.19 (0,75mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-300mg Magnesium täglich
-Vitamin D 1000 I.E. täglich
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-Omega 3,6,9 (seit dem 08.01.2019)

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von yberion45 » Sonntag, 26.08.18, 13:24

Dan092 hat geschrieben:
Sonntag, 26.08.18, 13:04
Hallo Jamie,

Meine größte Angst ist es an etwas unbekanntem zu leiden. Da habe ich mich wirklich
wirklich extrem hineingesteigert. Ich schaffe es leider nicht mein Gedankenkarussell abzustellen. Ich glaube das lief die letzten
zwei Monate ohne große Unterbrechung. Eventuell geht es mir auch deswegen so schlecht, denn das kostet doch sicher auch Kraft oder?


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Hilfe zu suchen. Ich merke, dass es von alleine nicht besser werden wird vermutlich.


Viele Grüße
Das hört sich für mich an wie Zwangsgedanken oder du stehst kurz davor welche zu entwickeln. Hast Angst vor den Gedanken? Werden sie immer stärker? Klär das mal ab...

Von alleine verschwinden die wenigsten Pyschischen Krankheiten weil da hinter immer Ursachen stecken.. Solange die da sind, rebelliert die Pysche. Ich würde mal grob dein Leben auflisten und schauen was davon als Ursache kommt. Die Ursachen müssen nicht unbedingt in der Nähe der Attacken liegen. Manchmal liegen sie Jahre zurück und schlummern... Setz dich vor dein PC und schreib von 0 bis heute mal alles auf und überlege welche negativen Erlebnisse Uberforderung gibt. Dann bist für Therapie gut vorbereitet.

Tabor würde ich langsam sehr langsam Ausschleichen. Das direkte Absetzen kann für neue Symptome sorgen oder vorhanden verstärken...
Wenn es Zwangsgedanken sein sollten schreib mir mal, kann dir da bisschen helfen

LG yberion
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Februar 2017:Diagnose : zwangsgedanken (post thc und amphetamine Syndrom)

01.05.2017 20mg Fluoxetin Libido Verlust
05.07.2017 Fluoxetin 20 mg und Tolvon 10 mg kalt abgesetzt
20 mg Citalopram libido wieder da, dafür Kopfschmerzen Wahrnehmung beeinträchtigt, je mehr ich mich bewege um so schlimmer NW
20.12.2017 - 5mg:15 mg Citalopram Nw besser, zwei Tage müde
02.02.2018 -5mg: 10 mg keine Symptome kaum Nebenwirkungen keine Gedanken
06.02.2018 mir geht es Super keine Symptome fast keine NW Wohlfühldosis
07.02.2018 Nebenwirkungen wieder da aber abgeschwächt als bei 15 mg sonst ganz gut keine Gedanken

09.02.2018 Mir geht es super, keine Symptome und die Nebenwirkung sind noch da, aber sehr erträglich
17.02.2018 keine Absetz Symptome, Nebenwirkungen sehr schwach
20.02.2018 immer noch keine absetz Symptome, Nebenwirkungen da
01.03.2018 keine Absetz Symptome bekommen seid 3 Tagen sind die Nebenwirkungen gesunken. Ich vermute es liegt daran, dass ich jetzt jeden Tag jogge
05.03.2018 immer noch keine Probleme, aber Nebenwirkungen wieder etwas stärker. Keine Gedanken. Kann kaum abwarten bis zur nächsten Reduktion
23.03.2018 - 5mg: 5 mg mal sehen wie es wird bis jetzt ist nichts, aber auch zu früh
04.04.2018 Noch keine Symptome, mir geht es Super und die Nebenwirkung sind sehr gering. Von meiner Grunderkrankung keine Spur
10.04.2018 Noch keine Symptome. Mir geht es immer noch sehr gut und vom Zwang auch keine Spur. Bin leicht müde, liegt aber vom Wochenende noch, da ich wegen einem Paris Trip kaum geschlafen habe.
05.04.2018 seid heute 0 mg
28.04.2018 folgende Absetz Symptome sind verschwunden:
Übelkeit und Schwindel
Folgende Absetz Symptome habe ich noch:
Augen brennen, komische Wahrnehmung von mir selber und manchmal Kopfschmerzen und Matschig. Jedoch Wellen artig mal besser und mal schlechter.
26.06.2018 immer noch Absetz Symptome, die stündlich ihre Starke ändern aber Alltag tauglich bleibt. Wahrnehmung immer noch gestört. Seid 3 Tagen CBD seid 8 Tagen Mariendistelsamen und L-Tryptophan
31.08.2018: Symptome sehr zurück gegangen, normale Gedanken kommen wieder, Gehirn nur noch leicht betäubt, schwankt etwas

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Sonntag, 26.08.18, 15:13

Clarissa hat geschrieben:
Sonntag, 26.08.18, 12:53
Irgendwas ist in Deinem Leben "schiefgelaufen" und führte zu solchen Reaktionen bei Dir.
Hallo Clarissa,

ja da gibt es tatsächlich einen Punkt in meinem Leben der mich bis zum heutigen Tag verfolgt.
Als ich 18 Jahre alt war hatte ich eine sehr starke Akne Vulgaris im Gesicht und am Rücken weshalb
ich Isotretinoin eingenommen (Vitamin A-Säure) habe.

Eigentlich geht eine solche Therapie über mehrere Monate, jedoch brach ich die Therapie nach 3 Wochen
ab da ich in dieser Zeit heftige Nebenwirkungen hatte. Mir ging es in dieser Zeit körperlich extrem schlecht.
Ich hatte in diesen drei Wochen auch nach zig Jahren wieder eine Panikattacke erlitten. Ich schob das damals
direkt auf Isotretinoin und brach die Behandlung ab. Mir ging es noch Wochen und Monate danach schlecht, ich stand teilweise
extrem neben mir und war richtig benommen. Einfach nicht mehr richtig ich selbst.

Das pendelte sich dann wieder ein und mir ging es ein halbes Jahr später wieder halbwegs gut. Ein Jahr später sogar wieder richtig
gut. Ich habe allerdings seit diesem Vorfall Schlafstörungen bekommen unter denen ich bis heute leide.

Als ich dann diesen Anfall Ende Mai diesen Jahres bekam schossen mir die Erinnerungen an diese Zeit (das war Ende 2010/11) wieder
in den Kopf. Unterbewusst hab ich dann versucht einen Zusammenhang festzustellen. Ich hatte allerdings schon die Jahre zuvor oft
an diese Zeit denken müssen, und glaube da irgendwie eine Art psychischen Knicks abbekommen zu haben. Jedenfalls verfolgt mich
dieses Thema nun schon seit fast 8 Jahren. Ob ich da vielleicht etwas nicht richtig verarbeitet habe kann ich nicht sagen. Ausschließen
möchte ich es nicht.

Das wäre jetzt eigentlich das einzige das mir eingefallen ist was da schiefgelaufen sein könnte.
Die Akne habe ich allerdings in den Griff bekommen.

Gruß
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Jamie
Diagnose: Schwere Angststörung, F13.3 Entzugssyndrom durch Sedativa oder Hypnotika, Gedankenkreisen, Somatisierung, Untergewicht, Schlafstörungen seit Ende 2010.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/psychogener Krampfanfall (2mg Lorazepam intravenös v. Notarzt.

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös).

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
16.12.18 (1mg)
17.12.18 (1mg)
18.12.18 (1mg)
19.12.18 (1mg)
20.12.18 (1mg)
21.12.18 (1mg)
22.12.18 (0,75mg)
23.12.18 (0,25mg) + 0,5mg 2 std. nach Mitternacht)
24.12.18 (1mg)
25.12.18 (1mg)
26.12.18 (1mg)
27.12.18 (1mg)
28.12.18 (0,75mg)
29.12.18 (0,75mg)
30.12.18 (0,75mg)
31.12.18 (0,75mg)
01.01.19 (0,75mg)
02.01.19 (0,75mg)
03.01.19 (0,75mg)
04.01.19 (0,75mg)
05.01.19 (0,75mg)
06.01.19 (0,75mg)
07.01.19 (0,75mg)
08.01.19 (0,75mg)
09.01.19 (0,75mg)
10.01.19 (0,75mg)
11.01.19 (0,75mg)
12.01.19 (0,75mg)
13.01.19 (0,75mg)
14.01.19 (0,75mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-300mg Magnesium täglich
-Vitamin D 1000 I.E. täglich
-Vitamin B-Komplex täglich
-Omega 3,6,9 (seit dem 08.01.2019)

Clarissa
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 26.08.18, 15:55

Huhu.

Keine Ahnung, ob das solchen Einfluß auf Dein Leben haben könnte, daß Du davon Panikattacken bekommst? Mir erscheint das ja eher unwahrscheinlich, noch dazu, wo Du die Ursache trotzdem in den Griff bekommen könntest..
Aber ich bin (zum Glück :wink: ) keine Therapeutin.

Bist Du denn ansonsten zufrieden mit Deinem Leben (gewesen)?

Ich z.B. war das nämlich nicht und habe Kränkungen und Verluste mit mir rumgeschleppt. Erst als mir eine Aussöhnung damit gelang, konnte ich den ganzen Psychokram in die Tonne treten. Eine Riesenerleichterung.

VG von Clarissa
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JamieDan092Kaenguru70
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

Dan092
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Sonntag, 26.08.18, 16:08

Clarissa hat geschrieben:
Sonntag, 26.08.18, 15:55
Bist Du denn ansonsten zufrieden mit Deinem Leben (gewesen)?
Hey,

im großen und ganzen schon. derzeit ist es einfach nur die Hölle!
Das schlimmste ist, dass ich nicht weiß ob es mir aktuell wegen dem Tavor so schlecht oder nicht.

Aktuell versuche ich einfach nur den Tag und die Nacht so gut es geht zu überstehen.
Ich fühle mich auch irgendwie viel wacher als sonst, obwohl ich in der letzten Zeit viel weniger Schlaf
als üblich bekommen habe.

Hier meinte man ja bereits ich solle Tavor ausschleichen und nicht direkt absetzen. Aber davon habe ich
überhaupt keine Ahnung. Kann einem der Hausarzt dabei helfen und einen Plan erstellen, wie viel und wann ich welche
Dosis zu nehmen habe? Ich weiß nicht wie ich das alleine machen soll abgesehen von abrupt absetzen und einfach durchstehen.

Gruß :)
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-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/psychogener Krampfanfall (2mg Lorazepam intravenös v. Notarzt.

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös).

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
16.12.18 (1mg)
17.12.18 (1mg)
18.12.18 (1mg)
19.12.18 (1mg)
20.12.18 (1mg)
21.12.18 (1mg)
22.12.18 (0,75mg)
23.12.18 (0,25mg) + 0,5mg 2 std. nach Mitternacht)
24.12.18 (1mg)
25.12.18 (1mg)
26.12.18 (1mg)
27.12.18 (1mg)
28.12.18 (0,75mg)
29.12.18 (0,75mg)
30.12.18 (0,75mg)
31.12.18 (0,75mg)
01.01.19 (0,75mg)
02.01.19 (0,75mg)
03.01.19 (0,75mg)
04.01.19 (0,75mg)
05.01.19 (0,75mg)
06.01.19 (0,75mg)
07.01.19 (0,75mg)
08.01.19 (0,75mg)
09.01.19 (0,75mg)
10.01.19 (0,75mg)
11.01.19 (0,75mg)
12.01.19 (0,75mg)
13.01.19 (0,75mg)
14.01.19 (0,75mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
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-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

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-300mg Magnesium täglich
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 26.08.18, 19:44

Hallo Dan 092,

von mir noch herzlich willkommen im Forum.

Ich habe gesehen, dass wir dir noch überhaupt nicht die Grundsatzinfos dagelassen haben.
Ich tue das deshalb jetzt mit etwas Verspätung. :)

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Benzodiazepinen ein. Du findest sie hier:
viewtopic.php?f=16&t=12883

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was alles hineingehört findest du hier:

https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=46&t=15035

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln

https://adfd.org/austausch/app.php/rules

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünscht, musst du das zunächst so einstellen.

https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=46&t=15790

Wir wünschen dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse
das ADFD Team
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Towanda1 » Sonntag, 26.08.18, 19:50

Dan092 hat geschrieben:
Sonntag, 26.08.18, 16:08

Hier meinte man ja bereits ich solle Tavor ausschleichen und nicht direkt absetzen. Aber davon habe ich
überhaupt keine Ahnung. Kann einem der Hausarzt dabei helfen und einen Plan erstellen, wie viel und wann ich welche
Dosis zu nehmen habe? Ich weiß nicht wie ich das alleine machen soll abgesehen von abrupt absetzen und einfach durchstehen.
Hallo Dan,

meistens sind die Ausschleich-Vorschläge der Ärzte viel zu schnell. Hilfe bekommst Du hier im Forum, es melden sich sicher noch Mitglieder, die mit Benzo-Entzug Erfahrung haben. Außerdem kannst Du auch schon mal bei anderen Threads reinlesen, da bekommst Du schon eine Ahnung, wie das funktionieren kann.

Gruß, Towanda
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01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin
09.09.18 - 10,80 mg Mirtazapin
10.10.18 - 9,50 mg Mirtazapin
09.11.18 - 8,50 mg Mirtazapin
13.12.18 - 7,50 mg Mirtazapin
16.01.19 - 6,70 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Montag, 27.08.18, 1:14

Hey,

Ich werde mich morgen früh einmal mit meinem Hausarzt besprechen. Freitagabend hatte ich die letzte Tavor und aktuell rebelliert mein Körper gerade heftig wieder eine zu bekommen. Am schlimmsten ist aktuell wieder dieses fehlende Entspannungsgefühl und das nicht richtig zur Ruhe kommen.

Gruß
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-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/psychogener Krampfanfall (2mg Lorazepam intravenös v. Notarzt.

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös).

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
16.12.18 (1mg)
17.12.18 (1mg)
18.12.18 (1mg)
19.12.18 (1mg)
20.12.18 (1mg)
21.12.18 (1mg)
22.12.18 (0,75mg)
23.12.18 (0,25mg) + 0,5mg 2 std. nach Mitternacht)
24.12.18 (1mg)
25.12.18 (1mg)
26.12.18 (1mg)
27.12.18 (1mg)
28.12.18 (0,75mg)
29.12.18 (0,75mg)
30.12.18 (0,75mg)
31.12.18 (0,75mg)
01.01.19 (0,75mg)
02.01.19 (0,75mg)
03.01.19 (0,75mg)
04.01.19 (0,75mg)
05.01.19 (0,75mg)
06.01.19 (0,75mg)
07.01.19 (0,75mg)
08.01.19 (0,75mg)
09.01.19 (0,75mg)
10.01.19 (0,75mg)
11.01.19 (0,75mg)
12.01.19 (0,75mg)
13.01.19 (0,75mg)
14.01.19 (0,75mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
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-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

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-300mg Magnesium täglich
-Vitamin D 1000 I.E. täglich
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-Omega 3,6,9 (seit dem 08.01.2019)

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Jamie » Montag, 27.08.18, 9:13

Hallo Dan, :)

bitte schreibe noch mal konkret wie oft du etwa Lorazepam genommen hast und in welcher Dosis im Mittel. Bzw. was glaubst du ist die Dosis, die noch wirkt?
War es fast täglich?

Bei unregelmäßiger Einnahme muss man genau eruieren, ob ein Entzug, wie wir ihn vorschlagen, Sinn macht oder man doch besser abspringt.
Das hängt aber von vielen Faktoren ab.
Wenn es aber so ist, dass du eher 5 von 7 Tagen was genommen hast als andersrum, dann sollte besser ausgeschlichen werden.

Man sucht hierfür eine Startdosis, die realistisch ist und lässt diese Dosis über Wochen / Monate sanft abfallen.

Tavor ist nicht einfach auszuschleichen, wegen der kurzen Halbwertszeit (HWZ), die Entzügigkeit begünstigt; dennoch sollte man es erst mal damit probieren und nur dann, wenn es nicht geht, auf ein Benzo mit längerer HWZ wechseln, wie zB Diazepam.

Grüße
Jamie
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Montag, 27.08.18, 10:29

Hallo Jamie,

die letzten paar Wochen etwa jeden zweiten bis dritten Tag eine oder zwei 0,5. Es gab aber auch vereinzelt wenige Tage da habe ich glaube ich beinahe täglich eine genommen. Dann war ich vor zwei Wochen in der Notaufnahme da gab es dann auch noch mal 3 MG.

Am Freitag hat nach dreitägiger Pause eine 0,5 super
angeschlagen. Die Tage davor ohne dreitägige Unterbrechung mussten es auch schon mal zwei sein.
Selbst da war die Wirkung aber nicht so spürbar wie mit der einen letzten Freitag.

Was ich eventuell noch erwähnen sollte ist, dass es
mir meist gegen Abend oder nachts etwas schlechter als
den Tag über zu gehen scheint. Könnte das daran liegen,
weil ich das Tavor meist auch abends konsumiert habe?

Gruß
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-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös).

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
16.12.18 (1mg)
17.12.18 (1mg)
18.12.18 (1mg)
19.12.18 (1mg)
20.12.18 (1mg)
21.12.18 (1mg)
22.12.18 (0,75mg)
23.12.18 (0,25mg) + 0,5mg 2 std. nach Mitternacht)
24.12.18 (1mg)
25.12.18 (1mg)
26.12.18 (1mg)
27.12.18 (1mg)
28.12.18 (0,75mg)
29.12.18 (0,75mg)
30.12.18 (0,75mg)
31.12.18 (0,75mg)
01.01.19 (0,75mg)
02.01.19 (0,75mg)
03.01.19 (0,75mg)
04.01.19 (0,75mg)
05.01.19 (0,75mg)
06.01.19 (0,75mg)
07.01.19 (0,75mg)
08.01.19 (0,75mg)
09.01.19 (0,75mg)
10.01.19 (0,75mg)
11.01.19 (0,75mg)
12.01.19 (0,75mg)
13.01.19 (0,75mg)
14.01.19 (0,75mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-300mg Magnesium täglich
-Vitamin D 1000 I.E. täglich
-Vitamin B-Komplex täglich
-Omega 3,6,9 (seit dem 08.01.2019)

Dan092
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Freitag, 19.10.18, 17:00

Hallo liebes Forum,

leider hat sich bis jetzt nichts verändert, bis auf das einige wirklich sehr unangenehme und für mich beängstigende Symptome hinzugekommen
sind. Ich muss sagen, dass ich seit gut 2 Wochen deutlich mehr Tavor nehme als die vergangenen Wochen und Monate. Damals nahm ich ja nur bei
Bedarf eine 0,5 maximal 2. Aktuell nehme ich täglich mindestens 2 oder 3 von den 0,5 letztens sogar 4 verteilt über den Tag/Nacht.
Ich war beim Neurologen und Hausarzt gewesen die mir keine Abhängigkeit/Sucht unterstellen möchten, obwohl mein Umfeld und ich das
eigentlich schon so sehen. Mir geht es eigentlich den ganzen Tag über permanent schlecht, ich schlafe nicht richtig trotz Tavor.

Klar helfen sie ein wenig sonst würde ich sie nicht nehmen, aber trotz allem geht es mir wirklich nicht gut. Ich habe auch das Gefühl, dass sie immer schlechter wirken, und die neu hinzugekommen Symptome überhaupt nicht unterdrücken oder lindern können. Jetzt haben mir also letzte Woche 2 Ärzte darunter ein Neurologe und eine Fachärztin für Psychiatrie also gesagt ich sei nicht abhängig, mir würde es aufgrund einer Panikstörung so schlecht gehen. Soll ich das wirklich glauben? Letztere wollte mir stattdessen ein Neuroleptika verschreiben, was ich jedoch dankend ablehnte. Ich weiß jetzt schon nicht mehr wo mir der Kopf steht und bin gefühlt ein halber Pflegefall geworden, dann soll ich mir noch dieses Zeugs reinhauen ohne zu wissen wie es mir damit geht? Nein danke!

Momentan komme ich kaum aus dem Bett, schaffe es nur mit Mühe mich im Bad zu waschen, duschen etc.
Im Haushalt meiner Wohnung und bei Einkäufen sind mir zum Glück meine Eltern und Freundin behilflich.

Ich weiß einfach nicht was mit mir los ist, ich erkenne mich teilweise nicht wieder.

Gruß
Diagnose: Schwere Angststörung, F13.3 Entzugssyndrom durch Sedativa oder Hypnotika, Gedankenkreisen, Somatisierung, Untergewicht, Schlafstörungen seit Ende 2010.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/psychogener Krampfanfall (2mg Lorazepam intravenös v. Notarzt.

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös).

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
16.12.18 (1mg)
17.12.18 (1mg)
18.12.18 (1mg)
19.12.18 (1mg)
20.12.18 (1mg)
21.12.18 (1mg)
22.12.18 (0,75mg)
23.12.18 (0,25mg) + 0,5mg 2 std. nach Mitternacht)
24.12.18 (1mg)
25.12.18 (1mg)
26.12.18 (1mg)
27.12.18 (1mg)
28.12.18 (0,75mg)
29.12.18 (0,75mg)
30.12.18 (0,75mg)
31.12.18 (0,75mg)
01.01.19 (0,75mg)
02.01.19 (0,75mg)
03.01.19 (0,75mg)
04.01.19 (0,75mg)
05.01.19 (0,75mg)
06.01.19 (0,75mg)
07.01.19 (0,75mg)
08.01.19 (0,75mg)
09.01.19 (0,75mg)
10.01.19 (0,75mg)
11.01.19 (0,75mg)
12.01.19 (0,75mg)
13.01.19 (0,75mg)
14.01.19 (0,75mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-300mg Magnesium täglich
-Vitamin D 1000 I.E. täglich
-Vitamin B-Komplex täglich
-Omega 3,6,9 (seit dem 08.01.2019)

Eva

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Eva » Freitag, 19.10.18, 17:37

Hallo Dan,

es stellt sich eine Toleranz ein bei Benzos, heißt, es wird immer mehr benötigt, um dieselbe Wirkung zu erzielen. Wenn es soweit ist, bleibt eigentlich nur die Erkenntnis, dass eben eine Abhängigkeit eingetreten ist, der man nur mit Entzug begegnen kann. Es sei denn, Du bist bereit, immer mehr zu steigern, aber wo das endet, ist klar, denke ich. Also keine Option.

Sieh also am besten der Tatsache ins Auge, dass mit Benzos nichts mehr weitergeht und fasse einen Plan, sie loszuwerden, notfalls durch das vorübergehende "Deckeln" mit anderen PP.

Das ist nur meine Meinung aus der eigenen Erfahrung heraus, wobei ich nicht behaupte, dass andere PP generell besser bzw. die Lösung wären. Ich hänge heute ja selbst noch statt in der Benzo-Sucht-Schleife in der PP-Schlaf-Abhängigkeit. Was auch alles andere als toll ist. Trotzdem: Ich bin froh, von den Benzos weg zu sein, trotz Trimipramin, das ich bisher nicht losgeworden bin: das Benzo-Einnehmen-Müssen hatte für mich eine ganz andere Qualität. :cry:

Grüße, Eva

Dan092
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Freitag, 19.10.18, 21:06

Hallo Eva,

Leider kenne ich mich mit dem absetzen und ausschleichen überhaupt nicht aus. Erschwerend hinzu kommt ja auch noch, dass die Ärzte bei mir keine Abhängigkeit sehen. Auch das es mir so merkwürdig geht vom Kopf her wollen sie nicht mit Tavor in Verbindung setzen. Aber woher sollen diese Symptome denn sonst kommen? Benommenheit, Schwäche, Zittern und ein generelles Unwohlsein um nur einige zu nennen. All das hatte ich vor Tavor nicht, und dazu wollen die Ärzte keinen Bezug herstellen? Können oder wollen die das nicht zugeben? Mein Problem ist jetzt, dass ich gerne davon loskommen möchte aber sich der Sache keiner annimmt weil ja „Kein Bedarf besteht“. Ich soll es halt einfach weglassen. Wenn das nur so einfach wäre, mir geht es schon mit Tavor mehr als schlecht wie soll das dann erst ohne aussehen? Das wird garantiert wieder mit einem Notruf und in der Notaufnahme im nächsten Krankenhaus enden wo ich mittlerweile ja schon bestens bekannt bin. Immerhin war das der Ort an dem sie mir mal volle 8 MG Lorazepam reingejagt haben und ich am nächsten Tag nicht mehr wusste wo oben und unten ist. Ich versuche diese Aufnahme seitdem so gut es geht zu meiden, denn jedes Mal werfen sie dort mit Tavor um sich. Eine Tablette hier, eine Tablette da... und die haben nicht die 0,5er sondern greifen gleich zu 3 MG. Rückblickend wurden dort auch Fehler gemacht in meinen Augen. Die Frage ist jetzt, wo finde ich einen kompetenten Arzt der meine Symptome und das Problem mit dem Tavor auch wirklich ernst nimmt? Für eine stationäre Aufnahme sehen diese ganzen Herrschaften wie mein HA, Neurologe oder die Ärztin in der Psychiatrieambulanz allesamt keine Notwendigkeit. Ja aber wer soll mir denn sonst helfen? Alleine schaff ich so gut wie nichts mehr und mein Umfeld sind auch keine Spezialisten auf dem Gebiet. Wenn ich jetzt in ein Krankenhaus gehen würde, Ihnen dort sage wie schlecht es mir geht, dürften sie mich abweisen? Das ist ja leider schon mehrfach geschehen mit den Worten: er kann noch laufen, atmet normal und wäre kein Fall fürs Krankenhaus. Na toll...
Diagnose: Schwere Angststörung, F13.3 Entzugssyndrom durch Sedativa oder Hypnotika, Gedankenkreisen, Somatisierung, Untergewicht, Schlafstörungen seit Ende 2010.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/psychogener Krampfanfall (2mg Lorazepam intravenös v. Notarzt.

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös).

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
16.12.18 (1mg)
17.12.18 (1mg)
18.12.18 (1mg)
19.12.18 (1mg)
20.12.18 (1mg)
21.12.18 (1mg)
22.12.18 (0,75mg)
23.12.18 (0,25mg) + 0,5mg 2 std. nach Mitternacht)
24.12.18 (1mg)
25.12.18 (1mg)
26.12.18 (1mg)
27.12.18 (1mg)
28.12.18 (0,75mg)
29.12.18 (0,75mg)
30.12.18 (0,75mg)
31.12.18 (0,75mg)
01.01.19 (0,75mg)
02.01.19 (0,75mg)
03.01.19 (0,75mg)
04.01.19 (0,75mg)
05.01.19 (0,75mg)
06.01.19 (0,75mg)
07.01.19 (0,75mg)
08.01.19 (0,75mg)
09.01.19 (0,75mg)
10.01.19 (0,75mg)
11.01.19 (0,75mg)
12.01.19 (0,75mg)
13.01.19 (0,75mg)
14.01.19 (0,75mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-300mg Magnesium täglich
-Vitamin D 1000 I.E. täglich
-Vitamin B-Komplex täglich
-Omega 3,6,9 (seit dem 08.01.2019)

lionel
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von lionel » Samstag, 20.10.18, 0:55

Hi Dan,

ich habe so eben deinen Thread durchgelesen und möchte ein paar Worte da lassen.

Zuerst möchte ich mich mal den anderen anschließen und dir auch dazu raten eine Psychotherapie anzufangen, da sich in so schwierigen Phasen ein Tag sehr lange anfühlen kann, würde ich dir auf jeden Fall empfehlen 1×Woche hinzugehen. Ein Ziel könnte sein mehr Stabilität zu erlangen, von Methoden die hauptsächlich auf Konfrontation ausgelegt sind, würde ich dir abraten.

Gibt es in deiner Gegend Vereine, Organisationen etc. wo es Angebote für Menschen mit psychischen Problemen/Erkrankungen gibt? Mir hat es geholfen sich mit anderen austauschen zu können und an Freizeitprogrammen teilzunehmen.

Ein Tipp den ich dir noch geben möchte ist: Einfach mal soviel wie möglich abzugeben! Also alles was sich stressig anfühlt wie Termine (außer gesundheitliche), Haushalt etc. einfach mal liegen lassen. Um Unterstützung bitten ist unheimlich wichtig und wenn du friends hast die du regelmäßig hörst kannst du sie auch bitten, dich daran zu erinnern zu trinken, eine Nachricht mit dem Text "Wasser" sollte da schon ausreichend sein.

Lass dich mal in dieses Netz fallen und spüren, dass du nicht alleine bist und das einzige wichtige gerade ist für dich da zu sein. In dem du an Essen und Trinken denkst, mal raus gehst wenn dir das Wetter gefällt und Sachen machst die sich wohltuend anfühlen.

Bezüglich wie du Tavor reduzieren kannst, wird sich noch wer melden.

Ich wünsche dir ein möglichst stabiles Wochende!
Gruß aus Wien,
lionel
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Dan092Jamie
Anfang 2017:
Angstzustände, Schlafstörungen, Depression, Panikattacken.
März 2017:
Von meiner Psychiaterin verschrieben und genommen ab 10. März:
15mg Praxiten (Benzo) 2mal
25mg Sertralin für eine Woche...danach auch 50mg hochdosiert.
NW: große nicht aushaltbare Anspannung in der Nacht, Kopfschmerzen, starke Verspannung beim Genick und Hals, psychosomatische Symptome (Zuckendes Auge, Sprachstörungen, Verkrampfung der linken Gesichtshälfte, Muskeltonus links nicht kontrollierbar, Schwierigkeiten zu stehen.

Ab Ende März: Aufentahlt in der Psychiatrie, 6 Wochen. Benzo wird innerhalb von 2 Wochen abgesetzt und nur noch bei Bedarf, Lyrica wird eindosiert, täglich um 25mg mehr bis zu 200mg und etwas später auf 300mg.

Ab Mai: 50mg Sertralin und 300mg Lyrica und bei Bedarf 15mg Oxazepam

Ab November 2017: 75mg Sertralin und 300mg Lyrica
NW: Einschlafprobleme, lebhafte Träume und Nachtschweiß
Libido kaum vorhanden...

10.3.18: weniger 25mg Sertralin, nun 50mg
NW: sehr trockener Hals -> Halsschmerzen, trockene Lippen, Nase und Augen; Muskelschmerzen am Rücken, sehr lebhafte Träume, dazwischen Kopfschmerzen und Verspannungen beim Hals.

28.3.18: etwas mehr Angstzustände, aber noch im Rahmen, Halsschmerzen und Trockenheit viel besser, Nachtschweiß ubd lebhafte Träume weiterhin vorhanden...

Sertralin wird erstmals nicht weiter abgesetzt!

10.6.18: Lyrica 125-0-150 (25mg am Vm reduziert)
NW: Muskelschmerzen, Darmprobleme und Schmerzen, Verspannungen.

9.7.18: Lyrica 100-0-150 (25mg am Vm reduziert)

10.10.18: Lyrica 100-0-125 (25mg am Abend weniger)

28.12.18: Lyrica 100-0-100 (25mg am Abend weniger)

Nahrungsergänzungsmittel
Vitamin D3 40.000 i.E. pro Woche, Mönchspfeffer 20mg/Tag, Magnesium 150mg/Tag und Vitamin K2 100mg/Tag

Eva

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Eva » Samstag, 20.10.18, 11:23

Hallo Dan,

es ist nie einfach zu sagen, wovon man sich genau schlecht fühlt: ob von innen heraus oder von einem Medikament und falls ja, von dessen Absetzen oder von einem Heraufsetzen ...

Ich denke, wenn mir nach jeder Benzo-Verabereichung so schlecht ginge wie Dir, würde ich schlicht den Rückschluss ziehen, möglichst einen langen, ausdauerrnden Absetzplan, wie hier im Forum empfohlen, anzugehen. Dabei auf die Unterstützung der Ärzte zu rechnen, ist allerdings leider häufig vergeblich. Das Forum hilft!

Man muss sich da auf eigene Beine stellen und auch dafür sorgen, dass man über lange Zeit genug von dem abzusetzenden Medikament verschrieben bekommt, um überhaupt geduldig ausschleichend vorgehen zu können. Einfach ist das nicht, es fordert einen auch psychisch, wenn man sich mies fühlt dabei und der Entzug praktisch ohne ärztlichen Rückhalt zu bewältigen ist. Ich kann Dir das nur so empfehlen, wie ich es sehe; es ist schwer zu sagen, was Du machen kannst, um Dich besser zu fühlen. Immer etwas machen zu wollen oder zu müssen, kann im übrigen auch eine harte Belastung sein. Es kann zu Hektik führen, die ist, was Medis angeht, niemals produktiv, und man fühlt sich meist unglücklich damit.

Daher möchte ich mich lionel anschließen: vielleicht wäre es auch gut, Dich selbst, wenn möglich, einfach mal in Ruhe zu lassen, und Dich eine Weile abzufinden mit dem Ist-Zustand. Für mich selbst war es entlastend, jetzt erst mal vollumfänglich zu akzeptieren, dass es ich es derzeit ohne PP zum Schlafen einfach nicht hinkriege. Später sehe ich weiter, aber erst einmal lasse ich mich so sein, wie ich bin.

Ich verstehe natürlich, dass man ganz schnell etwas ändern möchte, wenn es einem nicht gutgeht - kenne das ja selbst nur zu gut - aber manchmal ist das, was man ändern kann, "nur", sich eine Weile fallenzulassen, sich denen anzuvertrauen, die Verständnis haben, und sich zu sagen: Jetzt ist es so wie es ist, und wie es wird, sehe ich später. Wir sind Menschen und brauchen andere. Dass wir nicht immer "nach Vorschrift" vorgehen können, ist eben auch menschlich.

LG Eva

Dan092
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Sonntag, 21.10.18, 18:16

Hey,

Also Entlasstung habe ich derzeit dank meiner Familie wirklich mehr als genug. Zurzeit muss ich mich abgesehen darum zu kümmern wieder gesund zu werden wirklich um nichts sorgen. Vor ein paar Wochen konnte ich die alltäglichen Erledigungen die so anstanden ja noch selbst erledigen. Aktuell geht nichts mehr, selbst aufstehen fällt unheimlich schwer und fühlt sich schrecklich an. Dieser Zustand ist so beängstigend und frustriert mich auf der anderen Seite auch. Ich meine ich bin 26 und aus dem nichts binnen weniger Monate zu einem halben Pflegefall mutiert. Aber diese Benommenheit und das komische Gefühl im Kopf lähmen mich immer mehr. Nichts fühlt sich mehr gut oder „richtig“ an, ich bekomme einfach keine Pause. Nachts wenn ich aufwache ist dieses Gefühl sofort vorhanden, da habe ich noch nicht einmal die Augen geöffnet. Das zermürbt mich zunehmend. Wenn ich wenigstens mal eine gute Phase zwischendurch hätte, auch wenn es nur ein paar Stunden wären an denen es mir besser geht. Das wäre schon eine enorme Erleichterung.
Aber das Chaos im Kopf hört einfach nicht auf. So Krank habe ich mich noch nie im Leben gefühlt. Die schlimmste Grippe ist dagegen geradezu angenehm. Mich wundert, dass ich hier noch so schreiben kann oder anderen erzählen kann wie es mir geht.

So langsam aber sicher verliere ich die Hoffnung auf eine Besserung. Ich fühle mich gesundheitlich einfach zu beschädigt. Dazu finden die Ärzte keine körperliche Ursache, von Blut über EKG, EEG und MRT alles immer ohne Befund. Wo soll dieser Zustand noch hinführen? Ich würde mich so gerne einfach in ein Krankenhaus einweisen lassen und sagen: da macht. Einfach mal die Verantwortung abgeben egal was dabei rauskommt. Viel schlimmer kann es mir nicht mehr gehen. Aber ich werde ja nirgends aufgenommen. Was soll ich nur machen?

Gruß
Diagnose: Schwere Angststörung, F13.3 Entzugssyndrom durch Sedativa oder Hypnotika, Gedankenkreisen, Somatisierung, Untergewicht, Schlafstörungen seit Ende 2010.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/psychogener Krampfanfall (2mg Lorazepam intravenös v. Notarzt.

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös).

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
16.12.18 (1mg)
17.12.18 (1mg)
18.12.18 (1mg)
19.12.18 (1mg)
20.12.18 (1mg)
21.12.18 (1mg)
22.12.18 (0,75mg)
23.12.18 (0,25mg) + 0,5mg 2 std. nach Mitternacht)
24.12.18 (1mg)
25.12.18 (1mg)
26.12.18 (1mg)
27.12.18 (1mg)
28.12.18 (0,75mg)
29.12.18 (0,75mg)
30.12.18 (0,75mg)
31.12.18 (0,75mg)
01.01.19 (0,75mg)
02.01.19 (0,75mg)
03.01.19 (0,75mg)
04.01.19 (0,75mg)
05.01.19 (0,75mg)
06.01.19 (0,75mg)
07.01.19 (0,75mg)
08.01.19 (0,75mg)
09.01.19 (0,75mg)
10.01.19 (0,75mg)
11.01.19 (0,75mg)
12.01.19 (0,75mg)
13.01.19 (0,75mg)
14.01.19 (0,75mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-300mg Magnesium täglich
-Vitamin D 1000 I.E. täglich
-Vitamin B-Komplex täglich
-Omega 3,6,9 (seit dem 08.01.2019)

Clarissa
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 21.10.18, 19:05

Hallo, Dan.

Eine Signatur wäre toll für uns Beratende.

In Kürze/Eile:

Das Chaos im Kopf hört auf, wenn Dein ZNS nicht mehr gereizt wird, glaub mir. Dein Zustand hat mit den Psychopharmaka zu tun.

Kliniken machen in der Regel alles schlimmer, weil sie kein Verständnis für Entzug etc. und ungeeignete Therapiemethoden haben. Und ja: schlimmer geht immer.

Du darfst die Verantwortung nicht abgeben, sonst könntest Du ganz verloren sein.

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Clarissa für den Beitrag (Insgesamt 2):
Kaenguru70Dan092
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

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