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Dan092: Tavor Abhängigkeit?

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Dienstag, 18.12.18, 14:17

Hallo Clarissa,

Das zu wissen wäre sicher etwas gutes. Es gibt verschiedene Theorien. Meine Eltern beispielsweise sind überzeugt davon, dass ein Energydrink wenige Stunden zuvor der Auslöser war. An dem Tag war es sehr warm gewesen und ich hatte den Tag über glaube ich generell zu wenig getrunken gehabt.

Es könnte gut sein, dass sie damit recht haben. Jedenfalls rühre ich seitdem keine Energydrinks mehr an.
Eine Panikattacke wäre auch denkbar.

Es ist im Nachhinein leider schwer das herauszufinden.

LG
Dan
Diagnose: Schwere Angststörung, F13.3 Entzugssyndrom durch Sedativa oder Hypnotika, Gedankenkreisen, Somatisierung, Untergewicht, Schlafstörungen seit Ende 2010.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/Zusamenbruch aus dem nichts (2mg Lorazepam intravenös v. Notarzt)

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Panikattacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös)

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam 0,5-1mg ca.
Ab September 2018 nicht nur bei Bedarf Lorazepam sondern ab nun täglich 0,5- maximal 2mg.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf, Panik.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
ab 16.12.18 (1mg)
ab 28.12.18 (0,75mg)

01.03.19 (0,325mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

Untersuchungen:
Blutwerte inkl. Hormonwerte - ohne Befund
EKG - ohne Befund
EEG - ohne Befund
CT/MRT - ohne Befund

Aktuelle Medikation:
-0,325mg Lorazepam (Tavor) (Zusatzttavor bei Bedarf bis maximal 0,5mg extra)
-L-Thyroxin 50 Henning

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-150mg Magnesium täglich
-Vitamin B-Komplex täglich
-Omega 3,6,9 (seit dem 08.01.2019)

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Lithium » Dienstag, 18.12.18, 14:55

Hi Dan,

ich tippe auch auf eine Panikattacke. Das ist auch in deinem ersten Beitrag deine Vermutung. Besonders wenn du schon mit 14 eine Angststörung hattest. Und die Agoraphobie ist auch sehr häufig mit Panikattacken verbunden.

Ich würde dir empfehlen einen Absetzplan zu schreiben, mich auf ein Eindosieren / nicht Eindosieren von Mirtazapin festlegen und eventuell einen anderen Neurologen / Psychiater aufsuchen der dir Diazepam verschreibt. Ursachenforschung würde ich soweit es geht reduzieren da der größte Teil wahrscheinlich eh nur destruktive Grüblerei ist. Am besten wäre es wahrscheinlich wenn du Ursachenforschung nur noch mit deiner Psychologin betreiben würdest.

Viel Glück

Lithium
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2003 Herbst: Diagnose Saisonale Depression 30mg Mirtazapin
2004 Frühjar: Absetzen Mirtazapin auf 0 innheralb von 2 Wochen. 4 Tage sehr starke Absetzsymptome danach alles bestens
2004 Winter: Mirtazapin 30mg
2007 Herbst: Mirtazapin 45mg
2008 Frühjahr: Mirtazapin 30mg
2012 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 1,5 Monaten auf 7,5mg. Sehr starke Absetzsymptome bei 7,5mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 30mg
2012 Herbst: Mirtazapin 45mg
2013 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten auf 15mg. Sehr starke Absetzsymptome bei 15mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 45mg
2014 Herbst: Zusätzlich phasenweise 5 HTP 25mg - 150mg bis zum heutigen Tag. Aber generell keine Probleme wenn auf 0mg reduziert wird.
2017 Sommer: Cannabidiol manchmal am Abend. Davor seit 1999: Cannabis.

2018 Januar: 1. Absetzversuch von 45mg Mirtazapin mit sehr langsamen Reduktionsschritten. Absetzgeschwindigkeit: konstant 0,5mg Mirtazapin / Woche bis 03.03.2019.

2019 März: Absetzgeschwindigkeit auf 1 mg pro Monat geändert

Aktuell:
18.03.2019 13,5mg Mirtazapin

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Dienstag, 18.12.18, 17:14

Hallo Lithium,

ja das es letztlich eine Panikattacke war liegt nahe.
Ich erinnere mich noch, dass ich bereits eine halbe Stunde vor der eigentlichen Attacke begonnen habe zu zittern.

Mir ist dann plötzlich im Bett eingefallen, dass ich mir ein paar Tage zuvor den Kopf leicht angestoßen habe. Mir kam dann sofort eine mögliche Hirnblutung in den Sinn (habe mal gehört, dass das auch einige Zeit nach dem Unfall auftreten kann).

Ich hab das dann meiner Freundin erzählt, die meinte wenn es tatsächlich eine Hirnblutung sei wäre das ganz und gar nicht gut. Mit diesem mulmigen Gefühl bin ich dann aus unserer Wohnung in die zweite Etage zu meinen Eltern gelaufen um sie zu fragen was ich jetzt am besten machen solle. Da es schon sehr spät war fiel meiner Mutter nichts besseres ein als den Krankenwagen zu rufen. Als sie dann anrief und sagte mir würde es nicht gut gehen und ob doch bitte jemand kommen könnte bin ich dann mit einem Schrei auf ihr Bett gefallen. Ich habe in dem Augenblick ein komisches Ziehen in der Herzgegend verspürt und mir war plötzlich ganz sonderbar.

Die Leitstelle hat das natürlich mitbekommen da all das ja geschah als sie noch in der Leitung waren. Ich habe dann gezittert auf dem Bett und mich recht stark verkrampft weswegen erstmal von einem Krampfanfall ausgegangen wurde. Ich hab mich dann später vor lauter Panik vom Bett fallen lassen und mich auf den Boden gesetzt. Mir war dabei total irre im Kopf.

Ich weiß nicht wieso aber plötzlich wollte ich einfach nur noch nach unten in mein Bett, ich flüchtete mich regelrecht dorthin. Mein Vater stützte mich dann noch im Treppenhaus bzw. hat mich festgehalten da ich sonst vermutlich auch noch gestürzt wäre. Im Bett wurde das Gefühl im Kopf dann schlagartig besser jedoch zitterte ich wie noch nie zuvor in meinem Leben und war kaum ansprechbar. Ich erinnere mich noch, dass auf dem Nachttisch eine leere Plastikflasche stand die ich mir in Panik griff. Ich habe dann bis zum Eintreffen des Notarztes die Flasche in meiner Panik dermaßen verformt und darauf rumgekaut das diese am Ende fast nicht mehr als Flasche zu erkennen war.

Ich weiß noch das der Notarzt vor der Abfahrt ins KH zu meinen Eltern sagte, dass mit dem Kopf alles in Ordnung sei.

Jetzt wo ich das so aufgeschrieben habe muss ich selbst zugeben, dass das stark nach Panikattacke aussieht.

Kleiner Nachtrag: mein Neurologe hat sich eben telefonisch gemeldet und mir mitgeteilt, dass er mir keine Diazepamtropfen verschreiben möchte.

Jetzt gegen Abend sind weitere Symptome hinzugekommen wie Kopfschmerzen und Übelkeit.
Ich schätze das liegt an der niedrigeren Dosis heute
(1 mg). Mein Neurologe hat mir empfohlen auf diese Dosis zu gehen damit das Zeug endlich mal aus dem Körper kommt. Ich werde jetzt versuchen das so durchzustehen mit 1 mg für eine Woche etwa und dann runter auf 0,5.

LG
Dan
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-Anfang Juni 2018 wieder heftige Panikattacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös)

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam 0,5-1mg ca.
Ab September 2018 nicht nur bei Bedarf Lorazepam sondern ab nun täglich 0,5- maximal 2mg.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf, Panik.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
ab 16.12.18 (1mg)
ab 28.12.18 (0,75mg)

01.03.19 (0,325mg)

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Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Donnerstag, 20.12.18, 12:49

Hallo an alle 🙂

Ich bin jetzt den fünften Tag in Folge bei 1 mg und muss sagen, dass die Symptome zwar nach wie vor sehr quälend sind aber sie sich zumindest nicht rapide verschlechtert haben mit dieser Dosis. Das matschige Gefühl im Kopf ist nach wie vor da, und ich bin sehr eingeschränkt selbst bei den kleinen Handgriffen. Ich versuche dennoch nicht den ganzen Tag im Bett zu liegen und wechsel zwischen Bett öfter mal aufs Sofa hin und her. Großartig herumlaufen oder Hausarbeiten erledigen schaffe ich aber nicht.

Zum Glück klappt das mit dem Schlafen auch halbwegs gut, im Schnitt ca 5 Stunden derzeit.

Was mir zusätzlich noch zusetzt sind wie gesagt diese Grübeleien über meinen Zustand die mir Angst machen.
Das Denken und die ganzen Prozesse fühlen sich noch sehr merkwürdig und befremdlich an neben dieser großen Leere im Kopf. Das ist glaube ich auch das, was mich so hemmt etwas zu tun. Mich lähmt dieses Gefühl total.

Aber das müsste ja bald besser werden wenn ich erst mal das Tavor aus dem Körper habe.

LG
Dan
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NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam 0,5-1mg ca.
Ab September 2018 nicht nur bei Bedarf Lorazepam sondern ab nun täglich 0,5- maximal 2mg.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
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-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
ab 16.12.18 (1mg)
ab 28.12.18 (0,75mg)

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Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Lithium » Donnerstag, 20.12.18, 16:28

Hi Dan,

das hört sich ja schon mal ganz gut an. Wahrscheinlich solltest du dich jetzt erst mal ne Zeit auf den 1mg stabilisieren. Aber ich kenne mich mit Benzos nicht so aus.

Ich hab das Gefühl dass du in einem sehr wohlbehüteten aber auch ängstlichen Elternhaus groß geworden bist. Oft wird den Kindern auch diese Art des ängstlichen Denkens anerzogen. Was dann Kontroll- und Überprüfungszwänge begünstigt. Es wird auf jeden Fall nicht einfach werden dieses permanente Überprüfen der Gefühlswelt / Überprüfen der Vitalfunktionen / Grübelzwänge abzulegen. Man kann sich das nur schwer verbieten. Es ist mit dem Gehirn etwa so wie bei einem kleinen Kind. Mit bloßem Verbieten kommt man oft nicht weiter. Wichtig wäre es dem Gehirn neue positive Optionen anzubieten, zu motivieren und sich abzulenken.

Wenn du dir beispielsweise vornimmst für eine bestimmte Zeit ein Buch zu lesen dann versuch nicht permanent dabei zu überlegen ob sich das jetzt gut oder schlecht anfühlt. Dein Gehirn wird erstmal versuchen sich dagegen zu wehren. Weil es viel lieber das tun würde auf das es spezialisiert ist. Und das ist eben das Überprüfen der Gefühlswelt, der Vitalfunktionen und das Grübeln. Wahrscheinlich ist es wie bei mir auch noch auf Drama und Tragik spezialisiert. :D

Liebe Grüße :)

Lithium
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2007 Herbst: Mirtazapin 45mg
2008 Frühjahr: Mirtazapin 30mg
2012 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 1,5 Monaten auf 7,5mg. Sehr starke Absetzsymptome bei 7,5mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 30mg
2012 Herbst: Mirtazapin 45mg
2013 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten auf 15mg. Sehr starke Absetzsymptome bei 15mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 45mg
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2018 Januar: 1. Absetzversuch von 45mg Mirtazapin mit sehr langsamen Reduktionsschritten. Absetzgeschwindigkeit: konstant 0,5mg Mirtazapin / Woche bis 03.03.2019.

2019 März: Absetzgeschwindigkeit auf 1 mg pro Monat geändert

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Freitag, 21.12.18, 7:47

Hallo Lithium und die anderen,

das stimmt soweit, ich bin tatsächlich so aufgewachsen. Ich war schon immer recht ängstlich gewesen vor allem in Bezug auf Krankheitsängste oder
Angst vor dem Tod. Das alles war schon in meiner Kindheit sehr präsent.

Aktuell habe ich diese Ängste und Befürchtungen krank zu sein ja auch sehr stark. Ich weiß halt nun nicht genau welche Symptome von dem Tavor kommen, welche von der Psyche (also meinen Ängsten) oder welche vielleicht einfach nur eingebildet sind. Und über dieser Ungewissheit schwebt dann noch die größte Angst von allen, nämlich doch körperlich krank zu sein im Kopf.

Mich machen diese Entfremdungsgefühle einfach total verrückt, und der Verlust des Zeitgefühls. Ich muss oft überlegen welchen Wochentag wir eigentlich haben. Auch das Weihnachten vor der Tür steht ist total komisch. Es fühlt sich einfach alles nicht so an wie es sich anfühlen sollte.
Ob das jetzt von dem Tavor kommt oder das Resultat monatelanger Grübeleien ist gepaart mit immer mehr Rückzug weiß ich nicht.

Es fühlt sich einfach nur noch belastend an zu leben weil sich nichts mehr richtig oder gut anfühlt. Ich denk mir dann immer das kann doch nicht "nur" die Psyche sein, es muss von dem Tavor kommen. Oder zumindest von beidem. Und dann sage ich mir manchmal wieder das kann nur ein Hirnschaden oder etwas ähnliches sein, und das grübeln geht wieder los obwohl es nie zu einer zufriedenstellenden Lösung kommt. Ich habe dann manchmal das Gefühl jeden Augenblick die Kontrolle zu verlieren und gleich verrückt zu werden oder zu sterben.

Mich verdutzt auch die Tatsache, dass es mir wenn ich als Nachts kurz aufwache exakt genau so geht. Wie kann das dann von der Psyche sein?
Ich Träume auch vermehrt von diesen Ängsten oder habe Träume die mit dieser Thematik zu tun haben.

Aktuell geht es mir sehr schlecht, ich habe kaum geschlafen und fühle mich wieder richtig elendig.
Ich habe das Gefühl, dass ich immer mehr abdrifte und mich verliere. Auch wenn mir von außen immer gesagt wird, dass
ich klar im Kopf bin und mein Bewusstsein nicht gestört ist oder "kaputt geht" fühlt es sich doch immer stärker so an.
Das sich das ganze jetzt so verstärkt kommt vom herunterdosieren oder?
In den letzten zwei Tagen ist mir aufgefallen, dass es Phasenweise mal schlechter und mal etwas besser am Tag ist seitdem ich abdosiere.
Die schlechten Hochphasen waren in den letzten Tagen ungefähr immer zu selben Zeit gewesen, da war es dann besonders schlimm. Der Kopf wird dann mit einem mal total leer und die Gedanken sind wie weg. Ich versuche dann aber immer irgendetwas zu denken weil mir dieses Gefühl solche Panik bereitet. Ich denke dann immer der Kopf geht gleich aus und kontrolliere meine Vitalparameter aus Verzweiflung. Diese sind ja immer in Ordnung und dann denke ich mir das muss ja nichts heißen, vielleicht stirbst du gleich einen Hirntod ohne Vorwarnung oder wirst ohnmächtig und fällst in ein Koma.

Die Ärzte sagen immer das wird nicht passieren aber woher nehmen sie diese Gewissheit? Weil organisch bisher nie etwas gefunden wurde?
Ich weiß ja nicht ob man einfach so sterben kann an einem Hirntod (also sprich ohne Unfall) oder ins Koma fallen kann.
Ist sowas denn aufgrund von Tavor oder anderen Psychopharmaka schon mal passiert?

Meine Angst ist eben nicht die, dass mein Herz zuerst stehen bleibt oder die Atmung versagt weil diese Werte kann ich gut überprüfen und sehen
das sie in Ordnung sind auch wenn es mir sehr schlecht geht. Daher ist meine größte Angst, dass ich irgendwie (hört sich jetzt vielleicht blöd an) vom Kopf her sterbe.

LG
Dan
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-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
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-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
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Untersuchungen:
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Jamie » Freitag, 21.12.18, 8:23

Hallo Dan :)

Ich möchte dir gerne alle deine Befürchtungen zerstreuen und ich hoffe, du kannst es annehmen
Die Ärzte sagen immer das wird nicht passieren aber woher nehmen sie diese Gewissheit? Weil organisch bisher nie etwas gefunden wurde?
Ich weiß ja nicht ob man einfach so sterben kann an einem Hirntod (also sprich ohne Unfall) oder ins Koma fallen kann.
Ist sowas denn aufgrund von Tavor oder anderen Psychopharmaka schon mal passiert?

Meine Angst ist eben nicht die, dass mein Herz zuerst stehen bleibt oder die Atmung versagt weil diese Werte kann ich gut überprüfen und sehen
das sie in Ordnung sind auch wenn es mir sehr schlecht geht. Daher ist meine größte Angst, dass ich irgendwie (hört sich jetzt vielleicht blöd an) vom Kopf her sterbe.
Man fällt niemals einfach so in einen (Hirn)tod. Und erst recht nicht bei 2mg Tavor.
Ein Koma oder Wachkoma und schlimmstenfalls Tod könnte eintreten, wenn man in suizidaler Absicht Unmengen an verschiedenen zentralwirksamen Medikamenten einnimmt / kombiniert und sich dadurch Hirnschäden einstellen oder die Atmung versagt.
Dabei werden relevante Hirnstrukturen angegriffen / zerstört / lahmgelegt.
Das kann bei Lorazepam solo eingenommen und bei ca 1-2mg niemals passieren, sonst müssten ja alle Menschen, die Benzos nehmen, permanent intensivmedizinisch überwacht werden!

Es ist noch nie jemand ins Koma gefallen oder gestorben, der normale Mengen Psychopharmaka nahm und keinen riskanten Mischkonsum (zB mit weiteren Drogen, Alkohol) hatte.

Und dein Herz bleibt auch nicht einfach stehen. Warum nicht?
Das Herz ist teilautonom und hat seinen eigenen eingebauten Schrittmacher.
Das erklärt auch, weswegen man hirntot sein kann, das Herz aber noch weiterschlägt.
Diese Zentren die den Herzschlag autonom auslösen, sind u.a. der Sinusknoten, AV Knoten, HIS Bündel und andere und liegen selber im / am Herzen.
Natürlich wird das Herz vom Gehirn beeinflusst, zB durch Ausschüttung von Neurotransmittern (dann zB schlägt es schneller, zB weil man aufgeregt ist), aber es steuert sich zum größten Teil selbst und hört nicht einfach auf zu schlagen.

Ich befürchte du verträgst das Tavor nicht mehr richtig und bist auch entzügig und dann leidest du zusätzlich, entweder als Nebenwirkung oder eigenständiges Symptom (möglicherweise als Ausdruck deiner Grundproblematik), an ziemlich heftiger DP und DR, was leider wirklich sehr unangenehm und angsteinflößend ist.

:hug: :hug:
Jamie
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Freitag, 21.12.18, 8:37

Hallo Jamie :)

erstmal danke für die schnelle Antwort!
Das mit der DR und DP habe ich ja schon eigenständig recherchiert gehabt vor einiger Zeit und das auch angesprochen gehabt bei
Ärzten. Aber irgendwie möchte man (das ist mein Eindruck) nicht so wirklich weiter darauf eingehen. Auch meine Psychologin nicht, obwohl
es tatsächlich das zu sein scheint, was mich am meisten quält von den Symptomen her. Woher kommt das? Ich weiß nur, dass DP und DR lange Zeit recht wenig erforscht worden sein sollen und erst in den letzten Jahren vor allem in Großbritannien wieder mehr Zuwendung bezüglich der Forschung erfahren soll. Auch das es bisher keine zugelassenen Medikamente dagegen gibt sondern lediglich sogenanntes off-label use ist mir bekannt.
Ist das der Grund warum man da recht ausweichend reagiert?

Am effektivsten soll sich ja Psychotherapie dagegen bewährt haben. Aber wenn meine Psychologin darauf nicht eingeht wie soll das dann funktionieren?
In dem Punkt wird man alleine gelassen. Klar, wenn es vom Tavor sein sollte wird es von alleine wieder verschwinden schätze ich. Aber es könnte ja auch von dem Trauma sein (das ich meiner Meinung nach von dem ersten Anfall habe), auf das aber auch nicht wirklich eingegangen wurde/wird.

LG
Dan
Diagnose: Schwere Angststörung, F13.3 Entzugssyndrom durch Sedativa oder Hypnotika, Gedankenkreisen, Somatisierung, Untergewicht, Schlafstörungen seit Ende 2010.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/Zusamenbruch aus dem nichts (2mg Lorazepam intravenös v. Notarzt)

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Panikattacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös)

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam 0,5-1mg ca.
Ab September 2018 nicht nur bei Bedarf Lorazepam sondern ab nun täglich 0,5- maximal 2mg.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf, Panik.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
ab 16.12.18 (1mg)
ab 28.12.18 (0,75mg)

01.03.19 (0,325mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

Untersuchungen:
Blutwerte inkl. Hormonwerte - ohne Befund
EKG - ohne Befund
EEG - ohne Befund
CT/MRT - ohne Befund

Aktuelle Medikation:
-0,325mg Lorazepam (Tavor) (Zusatzttavor bei Bedarf bis maximal 0,5mg extra)
-L-Thyroxin 50 Henning

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-150mg Magnesium täglich
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Clarissa » Freitag, 21.12.18, 10:17

Hallo, Dan.

Ich glaube, niemand kann sich DR und DP vorstellen, der nicht selbst darunter gelitten hat!
Auch ein Psychiater und Psychologe natürlich nicht.

Bei mir sind diese Erscheinungen nach Null dann allmählich von selbst wieder verschwunden.

Alles Gute und VG von Clarissa.
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Lithium » Freitag, 21.12.18, 12:48

Dan092 hat geschrieben:
Freitag, 21.12.18, 8:37
Am effektivsten soll sich ja Psychotherapie dagegen bewährt haben. Aber wenn meine Psychologin darauf nicht eingeht wie soll das dann funktionieren?
Hi Dan,

kommt mir irgendwie bekannt vor. Man redet sich beim Psychologen ewiglang den Mund fusselig. Der nickt nur mit dem Kopf und macht ein paar Notizen auf seinen Block. Wenn man ihn konkret nach einen Ratschlag zu einem Problem fragt dann bekommt man im besten Fall einen Ratschlag den einen auch ein guter Freund hätte geben können.

Aber vielleicht fällt deiner Psychologin ja noch etwas geniales ein. Aber primär solltest du versuchen dir selbst zu helfen.

Liebe Grüße

Lithium
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2003 Herbst: Diagnose Saisonale Depression 30mg Mirtazapin
2004 Frühjar: Absetzen Mirtazapin auf 0 innheralb von 2 Wochen. 4 Tage sehr starke Absetzsymptome danach alles bestens
2004 Winter: Mirtazapin 30mg
2007 Herbst: Mirtazapin 45mg
2008 Frühjahr: Mirtazapin 30mg
2012 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 1,5 Monaten auf 7,5mg. Sehr starke Absetzsymptome bei 7,5mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 30mg
2012 Herbst: Mirtazapin 45mg
2013 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten auf 15mg. Sehr starke Absetzsymptome bei 15mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 45mg
2014 Herbst: Zusätzlich phasenweise 5 HTP 25mg - 150mg bis zum heutigen Tag. Aber generell keine Probleme wenn auf 0mg reduziert wird.
2017 Sommer: Cannabidiol manchmal am Abend. Davor seit 1999: Cannabis.

2018 Januar: 1. Absetzversuch von 45mg Mirtazapin mit sehr langsamen Reduktionsschritten. Absetzgeschwindigkeit: konstant 0,5mg Mirtazapin / Woche bis 03.03.2019.

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Freitag, 21.12.18, 17:00

Hallo Clarissa, hallo Lithium :)

vermutlich ist es genau das wir ihr beiden beschreibt. Ich könnte es mir vermutlich auch nur schwer vorstellen wäre ich nicht betroffen.
Ich bin dann halt immer so blauäugig und denke mir Ärzte, Psychologen etc. werden mich schon irgendwie verstehen wenn ich es klar und deutlich
beschreibe.

DR und DP waren mir schon früher (vor Jahren) ein Begriff gewesen, ich hatte davon schon gehört. Aber was es letzendes für Betroffene bedeutet
war mir trotz der beschriebenen Symptome nicht klar. J
Jetzt, wo ich weiß was es ist macht es mir ein bisschen weniger Angst aber es ist trotzdem fürchterlich. Ich hoffe das wird bei mir auch vergehen wenn
ich erst mal eine Weile auf 0 bin. Momentan bin ich bei 1mg und nach Weihnachten habe ich vor auf 0,75 zu gehen. In spätestens 4 bis 6 Wochen möchte ich wenn möglich bei 0 sein. Ist das eine realistische Zeitspanne?

Liebe Grüße
Dan
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-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam 0,5-1mg ca.
Ab September 2018 nicht nur bei Bedarf Lorazepam sondern ab nun täglich 0,5- maximal 2mg.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf, Panik.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
ab 16.12.18 (1mg)
ab 28.12.18 (0,75mg)

01.03.19 (0,325mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

Untersuchungen:
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Kaenguru70 » Freitag, 21.12.18, 19:07

Hallo lieber Dan,

Schau mal hier, einige User, die Benzos abgesetzt haben:

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 00#p283774

Das ist doch mal ein schöner Ansporn, man kann es schaffen und hier kannst du es schwarz auf weiß lesen :hug: .

Padma hat netterweise die Erfolgsgeschichten eingestellt, danke sehr :hug: .

Einfach war es bei den wenigsten, aber machbar :wink: .
Dan092 hat geschrieben:
Freitag, 21.12.18, 17:00
vermutlich ist es genau das wir ihr beiden beschreibt. Ich könnte es mir vermutlich auch nur schwer vorstellen wäre ich nicht betroffen.
Ich bin dann halt immer so blauäugig und denke mir Ärzte, Psychologen etc. werden mich schon irgendwie verstehen wenn ich es klar und deutlich
beschreibe.
Ich habe heute noch in einem Buch gelesen, dass jemand, der aus sehr behütetem und guten Elternhaus kommt, garnicht glauben kann, dass die Gesellschaft (ich spiele bei dir jetzt auf Ärzte, Therapeuten an) nicht so nett wohlwollend und versiert ist.
Leider gibt es in jeder Berufssparte Personen, die gut ausgebildet sind und sich weiterbilden und die anderen.

Zudem darf man nicht vergessen, dass die Psychiater meist das Leiden der Patienten nur aus der Erzählung der Patienten kennen. Wenn sie sehr empathisch sind, können sie sich vlt vorstellen, wie es sich anfühlt.
Es gibt Psychiater die werden depressiv und erkennen es nicht bei sich selber. Theorie und Wirklichkeit klaffen weit auseinander.

Ich persönlich glaube, dass du nie jemanden findest, der dich so versteht, wie die Menschen hier im Forum.

Viele Grüße
Sarah
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Freitag, 21.12.18, 21:41

Hallo Sarah :)

Das mag gut sein was du in deinem Buch gelesen hast, ich habe die Illusion aber bereits schon vor Jahren verloren aus verschiedenen Gründen.
Die Welt ist nicht so wie sie zu sein scheint, aber das ist ein anderes Thema in dem man sich verlieren kann.

Was ich für mich festgestellt habe ist, dass meine Abneigung gegen eine stationäre Therapie (persönlich) vollkommen berechtigt gewesen ist.
Ich habe mir gestern viel von Heather Ashton durchgelesen und was diese Frau schreibt macht Mut. Vor allem weil ich wage zu behaupten, dass sie mehr Ahnung von der Thematik hat als alle Ärzte zusammen die mir in den letzten 6 Monaten zu Gesicht gekommen sind.

Vielleicht lehne ich mich mit der Behauptung zu weit aus dem Fenster, aber ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass die Ärzte, Psychologen hier
mehrheitlich sehr schlecht in dieser Thematik ausgebildet sind und es schwer ist einen kompetenten Ansprechpartner zu finden.
Ich erkenne bei niemandem ein langfristiges Behandlungskonzept. Vielmehr wird versucht hier und da ein bisschen zu schrauben aber den Überblick
über das große Ganze scheint mir niemand zu haben.

LG
Dan
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-15.06.2018
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-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
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NW: unverändert, verstärktes grübeln.
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-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
ab 16.12.18 (1mg)
ab 28.12.18 (0,75mg)

01.03.19 (0,325mg)

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-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Clarissa » Samstag, 22.12.18, 7:48

Hallo, Dan.

Zum Tempo des Absetzens kann ich Dir leider nichts sagen, möchte Dich aber bestärken, Dein Ziel zu verfolgen.

Wenn ich auch noch etliche Nachwehen meiner PP-Einnahme verspüre: DR und DP gehören definitiv schon lange nicht mehr dazu! Ich fand diese Symptome außerordentlich beunruhigend und unangenehm.

Außerdem: je mehr ich versuchte, mich Nichtbetroffenen, auch Psychiatern oder Therapeuten, zu erklären, desto tiefer wurde ich in die Psychoschublade gesteckt und argwöhnisch beäugt von wegen Wahnvorstellungen und so! Ich bin dann sehr vorsichtig mit meiner Kommunikation geworden :wink: .

Alles Gute und VG von Clarissa.
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früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

Dan092
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Samstag, 22.12.18, 9:54

Hallo Clarissa,

ich hätte ja überhaupt nicht den Drang das ganze so sehr nach außen zu tragen wenn ich nicht so verzweifelt wäre. Ich fühle mich einfach nicht mehr wie ein Mensch im Kopf und es ist alles was so selbstverständlich gewesen ist, wie beispielsweise zu denken so merkwürdig geworden vom Gefühl her. Es ist als würde ich mich geistig auflösen/sterben, und kann nichts dagegen tun.

Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen mich jemals wieder ganz normal zu fühlen oder diese Akzeptanz zu mir und meinem Bewusstsein wieder zu erlangen. Ich fühle mich wie tot.

Das verstärkt sich jetzt von Tag zu Tag und Woche zu Woche mehr. Ich weiß wirklich nicht wie lange ich das noch aushalten soll... sind das wirklich typische Symptome einer DR und DP? Meinen Körper an sich nehme ich nicht als verändert war aber mein Bewusstsein und mein Ich-Gefühl, sowie das denken und die Grundstimmung. Auch eine totale Gefühlslosigkeit gegenüber allem. Ich kann mich über nichts mehr freuen oder ärgern. Mir ist fast alles egal geworden, weil ich nur noch damit beschäftigt bin die genannten Symptome über mich ergehen zu lassen. Ich finde es einfach so verrückt und beängstigend, dass man sich selbst so komisch wahrnehmen kann.

Also betrifft die DP nicht nur die körperliche sondern auch die geistige Wahrnehmung, also z.B. das denken und fühlen?

Wie lange hat das bei euch noch angehalten nachdem ihr auf 0 wart? Und kam die DR und DP bei euch auch schleichend oder war das einfach da plötzlich?

Was mich ein wenig beruhigt ist der Gedanke, dass ich diesen Zustand halbwegs erträglich machen könnte kurzzeitig mit einer hohen Dosis Tavor. Ich habe aber weiß Gott nicht vor die Dosis zu erhöhen sondern weiterhin konsequent abzudosieren. Aber alleine das Wissen es machen zu können wenn überhaupt nichts mehr geht beruhigt mich ein kleinwenig. Ich schätze aber, dass ich mir bevor ich das machen würde eher etwas anderes geben lassen würde. In der Klinik hätte ich glaube ich Atosil bekommen.

Kämpferische Grüße
Dan
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-Anfang Juni 2018 wieder heftige Panikattacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös)

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam 0,5-1mg ca.
Ab September 2018 nicht nur bei Bedarf Lorazepam sondern ab nun täglich 0,5- maximal 2mg.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf, Panik.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
ab 16.12.18 (1mg)
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Blutwerte inkl. Hormonwerte - ohne Befund
EKG - ohne Befund
EEG - ohne Befund
CT/MRT - ohne Befund

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Clarissa
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Clarissa » Samstag, 22.12.18, 10:20

Hallo, Dan.

Gut, das Du kämpfst!

Ich hätte dauernd Bedenken, wenn ich so viel nach außen trage, in der Klapper oder schließlich in irgendeinem Heim zu landen. Austherapiert und ruhiggestellt.

Ich kenne diese Verzweiflung nur zu gut. Neben DR und DP fühlte ich mich auch wie tot. Das begann erst mit der Einnahme von NL zur angeblichen Substitution, ich habe den Eindruck, die gaben mir den Rest. Atosil ist auch ein NL und kann den Benzoentzug nicht abfangen!
Die Gefühllosigkeit ist zurückgegangen, aber nicht ganz verschwunden. Ich bin längst nicht mehr/wieder so schwingungsfähig wie früher.

Bei mir kamen DR und DP heimlich, still und leise und genauso verschwanden sie auch wieder. Das hat nicht lang gedauert nach Null und ist völlig verschwunden.

Durchaus möglich bzw. sogar wahrscheinlich, daß eine hohe Dosis Benzos hilft dagegen. Und es geht von vorn los ... Daß "etwas anderes" hilft, bezweifle ich. Vielleicht ein starkes NL, was Dich völlig abschießt? Keine schöne Vorstellung.

Du hast mein volles Mitgefühl.

VG von Clarissa.
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Samstag, 22.12.18, 13:16

Hallo Clarissa und die anderen 🙂

ich möchte ja wenn möglich auch nie wieder ein anderes Psychopharmaka nehmen, schon gar kein NL. In der Klinik war auch von Lyrica die Rede worüber ich so überhaupt nichts weiß geschweige denn vorher etwas davon gehört hatte.

Was mir glaube ich gut helfen würde aktuell wäre jemand mit dem ich über meine DR und DP sprechen könnte und etwas Ahnung darüber hat. Ich habe mich zwar im Internet intensiv informiert darüber aber einige Fragen sind trotzdem offen geblieben die mich sehr beschäftigen.

So habe ich bis heute nicht verstanden ob DP nur körperliche Entfremdungsgefühle auslöst oder auch geistige... bei mir ist diese ganze Symptomatik nämlich hauptsächlich im Kopf also vom fühlen und denken her.

LG
Dan
Diagnose: Schwere Angststörung, F13.3 Entzugssyndrom durch Sedativa oder Hypnotika, Gedankenkreisen, Somatisierung, Untergewicht, Schlafstörungen seit Ende 2010.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/Zusamenbruch aus dem nichts (2mg Lorazepam intravenös v. Notarzt)

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Panikattacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös)

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam 0,5-1mg ca.
Ab September 2018 nicht nur bei Bedarf Lorazepam sondern ab nun täglich 0,5- maximal 2mg.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf, Panik.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
ab 16.12.18 (1mg)
ab 28.12.18 (0,75mg)

01.03.19 (0,325mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

Untersuchungen:
Blutwerte inkl. Hormonwerte - ohne Befund
EKG - ohne Befund
EEG - ohne Befund
CT/MRT - ohne Befund

Aktuelle Medikation:
-0,325mg Lorazepam (Tavor) (Zusatzttavor bei Bedarf bis maximal 0,5mg extra)
-L-Thyroxin 50 Henning

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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Kaenguru70 » Samstag, 22.12.18, 14:11

Hallo Dan,
ich hatte nach Null auch DR und P und ich habe es rein geistig empfunden.
Ich saß mit meinem Mann am Tisch in einem Restaurant und wir haben geredet, ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass ich da nicht rede, sondern irgendwer anders, keine Ahnung. Als wenn ich da zwar sitze, aber es wirkte unreal, wie im Traum oder Film. Ich dachte immer, gleich wache ich auf.

Mein Mann und ich haben auch total aneinander vorbeigeredet, wir haben hinterher geschwiegen, weil wir uns nicht erreicht haben.

Ich hatte manchmal so Situationen, da war ich in einem , ich will mal sagen Zustand, in dem ich mir speziell über ein Thema Gedanken machte und ich kam aus der engstirnigen Sicht nicht raus. Es drehte dich alles im Kreis und war total unsinnig. Nach dem ersten Mal konnte ich es dann die nächsten Male erkennen und habe mich dann immer abgelenkt und Gespräche beendet. Mit mir konnte ich dann nichts mehr anfangen, der Verstand war ausgeschaltet.

So ein Gefühl nicht zur Umgebung dazuzugehören. Getrennt zu sein von anderen, obwohl sie neben einem sitzen.

Vielleicht kannst du was mit meinen Beschreibungen anfangen.

Ich wage jetzt mal eine These, bei der ich aber nur eine Seite kenne, nämlich die derjenigen die Benzos absetzt.
Bei denen die AD absetzen lese ich öfter, dass sie von ihren Gefühlen abgeschnitten sind und sich weder freuen noch traurig sein können. Bei denen mit Benzos habe ich den Eindruck, dass die Verzweiflung sich negativ äußert, also in zuviel weinen und oft ungefilterte Gefühle. Von den Sinnen und Gefühlen reizoffen und wund, aber nicht abgestumpft.
Ich habe oft Flashbacks und fühle schlimme Dinge von früher. Die Gefühle sind übermächtig.
Bei den AD Absetzern ist es oft, dass sie etwas sehen, was sie früher erfreut hat und sie empfinden nichts dabei.

Bevor jetzt viele sagen, dass ich total falsch liege, es ist mein subjektiver Eindruck nach dem Lesen sehr vieler Verläufe. Natürlich musd ich damit nicht richtig liegen.

Ich habe das nur etwähnt, weil ich immer wieder denke, dass das Absetzen von Mirta mit reinspielt und Symptome verursacht, die mit dem Benzo-Entzug oder Benzo-Toleranz nicht so zu erklären sind.

Bitte nicht missverstehen, ich möchte keine Grundsatzdiskussion anregen in Dans Thread.

Viele mitfühlende Grüße
Sarah
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Samstag, 22.12.18, 18:34

Hallo Sarah und die anderen 🙂

Ich kann tatsächlich einiges auf mich ableiten was du genannt hast. Man fühlt sich oft als wäre man gar nicht richtig da aber man weiß das man es ist... einfach nur paradox.

Ich habe mich jedenfalls entschieden Mirtazapin nicht einzudosieren mit den genannten 0,1mg.
Ich möchte auch das Tavor so zügig wie möglich auf 0 bringen. Heute bin ich das erste mal überhaupt nicht aus dem Bett gekommen aber ich schätze das ist nicht mal so unüblich beim abdosieren oder? Auch habe ich bis jetzt nur eine 0,5mg genommen wenn es geht lasse ich die zweite heute einfach weg zumal der Tag fast gelaufen ist.

LG
Dan
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-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/Zusamenbruch aus dem nichts (2mg Lorazepam intravenös v. Notarzt)

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Panikattacke in der Notaufnahme (8mg Lorazepam intravenös)

-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

-Weiterhin Mirtazapin (15mg) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

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- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam 0,5-1mg ca.
Ab September 2018 nicht nur bei Bedarf Lorazepam sondern ab nun täglich 0,5- maximal 2mg.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf, Panik.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
ab 16.12.18 (1mg)
ab 28.12.18 (0,75mg)

01.03.19 (0,325mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

-14.01.2019 mittlerweile verstärkt auch körperliche Symptome wie Tinnitus, Brain Zaps, Gangunsicherheit, trockener Husten sowie schwankenden Blutdruck und allgemeine Schwäche. Gefühle von DP / DR dauern an hinzu gekommen massive Durchdrehgefühle und Angst den Verstand zu verlieren :frust:

Untersuchungen:
Blutwerte inkl. Hormonwerte - ohne Befund
EKG - ohne Befund
EEG - ohne Befund
CT/MRT - ohne Befund

Aktuelle Medikation:
-0,325mg Lorazepam (Tavor) (Zusatzttavor bei Bedarf bis maximal 0,5mg extra)
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Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Sonntag, 23.12.18, 12:08

Hallo an alle,

ich bin gerade wieder etwas verunsichert, heute ist der achte Tag an dem ich herunterdosiere (zuvor hat die Dosis täglich zwischen 1,5-2mg geschwankt), nun liegt sie bei 1mg, gesters sogar nur bei 0,75mg obwohl ich das erste mal den ganzen Tag überhaupt nicht aus dem Bett gekommen bin. Auch heute habe ich wieder dieses komische Gefühl das mich lähmt aus dem Bett zu kommen. Kommt das jetzt vom herunterdosieren und ist das normal? Sehr schlecht geht es mir ja schon länger, aber den ganzen Tag im Bett "gefangen" war ich bisher noch nicht.

Ich habe keine Lust mehr auf gar nichts und fühle mich einfach nur leer und tot innerlich.
Dazu kommt, dass ich die Tage aktuell keinen wirklichen Ansprechpartner wie meine Psychologin etc. habe, der mich bei dem Entzug unterstützt.

Macht das einen Sinn mit der aktuellen Dosis und dem herunterdosieren fortzufahren wenn ich nicht mal mehr aus dem Bett komme? Oder gehört
das sozusagen bei manchen "einfach dazu"? Neben der totalen Antriebslosigkeit kommt auch noch das grübeln hinzu welches sich glaube ich auch die letzten Tage verstärkt hat zusätzlich zu dem in mich hinein horchen. Gestern lag ich im Bett und habe den ganzen Tag wirklich nichts anderes als das zustande gebracht. :frust:

LG
Dan
Diagnose: Schwere Angststörung, F13.3 Entzugssyndrom durch Sedativa oder Hypnotika, Gedankenkreisen, Somatisierung, Untergewicht, Schlafstörungen seit Ende 2010.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/Zusamenbruch aus dem nichts (2mg Lorazepam intravenös v. Notarzt)

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-15.06.2018
Tavor vom Hausarzt verschrieben bekommen, 0,5mg Lorazepam, zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin 0,5mg Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15mg)
In der selben Nacht starke Angst/Panik, Schwächeanfall
im Krankenwagen, anschließend Untersuchung in der Notaufnahme ohne Befund.

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NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
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-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle, intensives grübeln.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30mg.
NW: unverändert, verstärktes grübeln.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam 0,5-1mg ca.
Ab September 2018 nicht nur bei Bedarf Lorazepam sondern ab nun täglich 0,5- maximal 2mg.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.
Jetzt permanent am Grübeln.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30mg auf 0mg), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände, matschiges Gefühl im Kopf, Panik.

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Tavor seit Mai/Juni 2018 bei Bedarf, ab September (1,5 - 2mg täglich) (im Notfall höhere Dosen bei Bedarf genommen, jedoch selten)
ab 16.12.18 (1mg)
ab 28.12.18 (0,75mg)

01.03.19 (0,325mg)

-16.12.2018 Symptome nach wie vor unverändert jedoch deutliche Abnahme der Anfälle in den letzten Wochen.
Hauptsymptom nach wie vor völlige Entfremdung von meinem Ich-Gefühl, denken etc. (Starke Depersonalisation und Derealisation)

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