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Lavender: aktuell Quetiapin retard absetzen (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Lavender
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Lavender: aktuell Quetiapin retard absetzen (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Beitrag von Lavender »

:bettzeit: :bettzeit: :bettzeit: Hallo Alle!

Das ist mein erster Beitrag hier. Ich habe mich wirklich sehr gefreut, dieses Forum zu entdecken, da es ja sonst kaum wirklich gute Hilfe beim Absetzen gibt. :)
Ich habe auch schon eine jahrelange Odyssee hinter mir. Seit 15 Jahren bin ich Antidepressiva- abhängig. Der erste Absetzversuch vor 10 Jahren endete in einer Katastrophe. Ich hatte eine total unfähige Ärztin, die mir rat, das Escitalopram, das ich damals nahm, umd heute immer noch nehme, einfach in den nächsten 2 Wochen nur noch abwechselnd jeden zweiten Tag zu nehmen, und dann ganz aufzuhören. Wie das ausging, kann man sich ja vorstellen. Mir ging es so schlecht, wie noch nie zuvor in meinem Leben, ich musste meinen Master- Studiengang abbrechen, und bakam als Bonus dazu, noch schlimme Angst- und Panikattacken. Das Ergebnis war, das ich mittlerweile zu dem Escitalopram auch noch Seroquel und Pregabalin nehme.

Jetzt meine Fragen:
Ich setze seit einem Jahr - es geht wirklich nicht schneller- Escitalopram ab. Mittlerweile habe ich es von 20mg auf 12,5mg geschafft. Es frustriert mich so unendlich, dass es so langsam voran geht, habe aber leider feststellen müssen, dass das der einzige mögliche Weg für mich ist.
Meine Absetzsymptome:
- stændige Müdigkeit und Erschöpfung
- Heisshungerattacken! Kennt das jemand? Es ist echt die Hölle, ich kann essen wie eine Scheunendrescher, werde aber nie satt, egal was ich esse. Ich habe einfach ständig Hunger! Da ich wegen des Seroquel schon 30 kg zugenommen habe, ist dies besonders gefährlich!
- kognitive Probleme: ich habe mittlerweile zum 3. Mal (!!!!) meine
Brieftasche verloren, da ich einfach meistens so verpeilt bin. Ausserdem ist alles einfach so anstrengend! Meine Gedächtnis ist wie das einer 80- jährigen. Letzens dachte ich an einem Montag, es wäre Sonntag.
Eigentlich wollte ich auf jeden Fall noch mehr absetzen, habe aber einfach im Moment zuviel Angst davor, dass es noch schlimmer werden könnte. Ich hoffe, dass ich es zumindest bis zu 10mg schaffe!
:frust:
Auf der positiven Seite:
- mein Blutdruck war viele niedriger als sonst, von 130 auf 110. Kommt vielleicht die Müdigkeit daher?
- ich fühle mich auf jeden
Fall schon viel klarer. Das haben auch andere schon bemerkt. Meine Kreativitæt kommt etwas zurück.
Sogar meine jetztige Ärztin meine, ich wäre vorher wohl überdosiert gewesen. Das hat mir wirklich Mut gemacht! :lol:

Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn vielleicht der eine oder andere so etwas erlebt hat, und mir vielleicht Tipps geben könnte, das Absetzen einfacher zu gestalten!

Liebe Grüsse,

Lavender :bettzeit:
Zuletzt geändert von padma am 09.04.2020 19:43, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel aktualisiert
Seit 17 Jahren Poly- betäubt:

• Escitalopram- von 20 mg auf momentan 7,5 mg- ein vorheriger Absetzversuch vor ca 10 Jahren endete in einer Katastrophe..
• Quetiapin (300mg- jetzt 200mg) seit 8 Jahren,
• Pregabalin (150 mg).. seit 5 Jahren

Oktober 2017
Von 20 mg Escitalopram auf 15mg. Meine Ärztin hatte mir das so empfohlen. Der Schritt war viel zu gross!! 3 Monate ging es mir sehr schlecht und ich traute mich längere Zeit nicht weiterzumachen.

Mai 2018
Von 15mg Escitalopram auf 12,5mg. Immer noch ein zu großer Schritt.

September 2018
Total geschafft vom AD- absetzen. Will es mit dem Quetiapin versuchen.
Von 300mg auf 250mg.
Die ersten vier Tage Euphorie, dann aber Depri- Loch, brain fog, Müdigkeit... Aber dann nach 5 Wochen scheinen die Absetzgefühle verschwunden zu sein...

****Interessanterweise scheinen die Symptome beim NL- Entzug scheinen genau umgekehrt von denen des AD- Entzugs zu sein:
AD:
Negativ: depressive Stimmung, sehr starke Müdigkeit, Cravings
Positiv: verbesserte Konzentration, Reize kommen wieder verstärkt durch, alles wird klarer, insgesamt mehr gechillt.
NL:
Positiv: leichte Euphorie, weniger Appetit, mehr Energie
Negativ: verschlechterte Konzentration, manchmal etwas mehr impulsiv

Oktober 2018.
Auf Anraten von Padma aus dem Forum habe ich die Schritte beim SSRI absetzen drastisch auf 10 % reduziert. Und das hat mich echt gerettet!

Dezember 2018. Escitalopram bei 10mg! Insgesamt habe ich viel mehr Energie als früher und fühle mich auch geistig fitter.
Jetzt leider erstmal Pause, da einige wichtige Veränderungen in meinem Leben bevorstehen..

DEZ 2019: Escitalopram 8, 75mg. Insgesamt merke ich, dass je niedriger die Dosis wird, desto schwieriger das Absetzen auch wird. Jetzt nur 1mg abzusetzen war viel krasser und anstrengender als am Anfang 5mg...

April 2020: Seroquel reduziert auf 200mg. Super! Hab soviel mehr Energie! Absetzsymptome gering, nur ca 2 Wochen.

August 2020 Escitalopram auf 7,5mg... sehr müde!! Ich habe aber auch das Gefühl dass es im Sommer von der Stimmung her einfacher ist. Trotzdem schlimmer Brain Fog für 3 Monate...

Bin wieder so kaputt und frustriert, weil das alles so anstrengend ist... :(
Jan 2021: Escitlopram 6,25mg... let the fun begin...
lakeSonne1
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Re: Lavender: Neu hier und sehr erschöpft (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Beitrag von lakeSonne1 »

hi,

von 20mg auf 12mg ist doch super! Glückwunsch.

Heisshungerattacken hatte ich auch ständig beim Absetzen. Die ließen stark nach als ich unter 10mg Citalopram kam (umgerechnet auf Escitalopram wären dass dann etwa 5mg). Jetzt bin ich bei ca. 8mg Cita. und habe überhaupt keine Heisshungerattacken mehr.

Gruß,
lake
Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: ab 20.3.16: 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE auf 15mg: 3.9.2016 - 2.3.2017
2017: 15mg auf 10,3mg
2018: 10,0mg auf 7,7mg
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11.1.19: 7,5mg: massives Herzstolpern, Angst, Schlafstörungen, Brustraumbeschwerden
29.1.19: Herzstolpern weg. immer noch Brustraumbeschwerden, Atemnot, Kurzatmig, hohe Grundanspannung (8/10), Panikattacken. Neu: Schultern/Arme Nervenschmerzen beidseitig , Bodyzaps Körpermitte,
31.1.19: fast alle Symtome weg, niedrige Grundanspannung (3/10)
3.2.-20.2 : Übelkeit, Panik, Brustraumbeschwerden, Atemnot, Hypersensibilität(Haut, Geruchssinn, Schmerzempfinden), Schulterverspannungen, Zaps, Nervenschmerzen, Magen/Darm, Migräne, Schlapp
18.2.-19.2.: Zusätzlich teilweise Depri.
21.2. -: Es wird insgesamt besser; PAs und Nervenschmerzen noch da, Depri weg.
22.2-25.2: PAs mit Atemnot, Brustschmerzen
25.2. - 10.3: es stabilisiert sich langsam: körperliche Symtome gehen zurück, dafür vermehrt PAs
10.3.- 25.3: Massive PAs, teilweise über Stunden
1.4.: seit 4 Tagen keine Symptome mehr. ich fühle mich gut.
14.4.: es wird immer besser; fühle mich gut. Ab und zu kleine Einbrüche, nicht der Rede wert
1.8.: zurück auf 10mg. 2019 keine weiter Reduktion
20.12.2020: zurück auf 15mg wg starken Ängsten/Panik. Stimmungsschwankungen
suisse
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Re: Lavender: Neu hier und sehr erschöpft (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Beitrag von suisse »

Hallo Lavender,

auch ich möchte dich erstmal dazu beglückwünschen, dass du es von 20mg auf 12,5mg geschafft hast! Wie kommst Du mit den Absetzsymptomen zurecht und welche Methode zum reduzieren benutzt du?

Die Heisshungerattacken hatte ich ebenfalls unter Escitalopram... ab 5mg wird es anders. Ich denke, dass hat etwas mit dem hohen Anteil an Serotonin im Verdauungstrakt zu tun (genauso wie die häufigen Magen-Darm-Probleme beim An- und Absetzen). Jeder reagiert natürlich anders, aber ich denke, dass es sich auch bei dir regulieren wird.

LG Anna
[spoil]Ausgangssituation:
- ca. 2008 Beginn AD aufgrund einer Depression, gleichzeitig Psychotherapie (3 Jahre)

Medikation: 
- Escitalopram 10 mg (eindosiert mit 5mg für 5 Tage, dann erhöht auf 10mg)
- Positive Wirkung: Psychisch fühlte ich mich schnell besser (alles war viel erträglicher, nichts konnte mich so schnell umhauen)
- Nebenwirkung: starke Übelkeit über zwei Wochen, Gewichtszunahme (10-12kg), Libidoverlust

Frühere Absetzversuche:
- ca. 2011 erster Absetzversuch (zunächst von 10mg auf 7,5mg für drei Monate mit wenigen Absetzsymptomen; dann auf 5mg reduziert mit starken Symptomen wie Weinattacken, Unruhe, soziale Unsicherheit, zittern etc.); nach Rücksprache mit Ärztin erhöhen auf 10mg (laut Ärztin: Grunderkrankung)
- 2015 zweiter Absetzversuch (gleiche Vorgehensweise, gleicher Verlauf, wieder hochdosiert auf 10mg)

Aktueller Absetzverlauf: Escitalopram 10mg
12.03.18 Escitalopram 7,5mg: 1 Tag Weinattacken und einer erhöhten Infektanfälligkeit
18.06.18 Escitalopram 5mg: ab 15.07.18 starke Übelkeit, Unruhe, zittern, Schweißausbrüche, Panik, Schlafprobleme, Weinattacken, Druck & Ziehen im Kopf
- Ich recherchiere im Internet und stoße auf das Forum... finde mich absolut in den Beschreibungen wieder... mir geht ein Licht auf! Nach Stabilisierung werde ich die 10%-Schritte mittels Wasserlösmethode umsetzen
- Magnesium (08/18) und Krillölkapseln (09/18) probiert, jedoch wegen Magen-Darm-Reaktionen wieder abgesetzt
06.10.18 Esc 4,5mg: in den ersten zwei Wochen Symptome wie Druck im Kopf, Unruhe, Schlafprobleme, Benommenheitsgefühl, leichte Übelkeit, an zwei Tagen auch Ängste, dann wieder alles weg
03.11.18 Esc 4,0mg: in den ersten 1,5 Wochen Symptome wie Druck im Kopf, Nackenschmerzen, Unruhe, Schlafprobleme, Benommenheitsgefühl, leichte Übelkeit
01.12.18 Esc 3,6mg: ersten 3 Wochen mit Kopfdruck und Nackenschmerzen, dann Besserung. Am 24.12.18 Einnahme von Vitamin D 5000 -》Trigger (Welle mit Unruhe, Benommenheit, Derealisation, Übelkeit, Ängste, Schlafprobleme etc. für ca. eine Woche)
05.01.19 Esc 3,2mg: an manchen Tagen Druck im Kopf, Nackenschmerzen und innere Unruhe; an zwei Tagen brain zaps
02.02.19 Esc 2,9mg: häufig gereizt/genervt; an manchen Tagen Druck im Kopf, Nackenschmerzen, innere Unruhe, Benommenheit und Schwindel
02.03.19 Esc 2,6mg: an manchen Tagen Kreislaufprobleme, Schwindel, Gereiztheit, Nacken-& Muskelschmerzen, innere Unruhe und Ängsten
30.03.19 Esc 2,3mg: an manchen Tagen Innere Unruhe, Übelkeit, Stimmungslabil, Schlappheit, Kopf-& Nackenschmerzen, Schwindel
27.04.19 Esc 2,1mg: wie gewohnt, jedoch mit einer starken Welle getriggert durch familiäre Probleme für ca. 1,5 Wochen (Neuro-Emotionen, Gastritis, innerer Unruhe, Stromgefühl, Übelkeit sowie ein Gefühl der inneren Unsicherheit)
25.05.19 Esc 1,9mg: einzelne Tage mit Neuro-Emotionen, innerer Unruhe, leichter Übelkeit, Unsicherheitsgefühlen, Kopfdruck, Erschöpfung und gereizter Stimmung
15.06.19 Esc 1,7mg: einzelne Tage mit Übelkeit, innere Unruhe, Erschöpfung und Gefühl von Unsicherheit
06.07.19 Esc 1,5mg: einzelne Tage mit Erschöpfung, Gefühle von Unsicherheit und Neuroemotionen; längere Reduktionspause wegen Urlaub
31.08.19 Esc 1,3mg: einzelne Tage mit den typischen Symptomen
21.09.19 Esc 1,1mg: wie immer
12.10.19 Esc 0,9mg: wie immer
02.11.19 Esc 0,7mg: wie immer
23.11.19. Esc 0,5mg: wie immer
17.12.19 Esc 0,0mg:
Jamie
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Re: Lavender: Neu hier und sehr erschöpft (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Beitrag von Jamie »

Hallo suisse, :)

man ist sich relativ sicher, dass die Gewichtszunahme nicht primär an das Serotonin gekoppelt ist, sondern daran, dass Antidepressiva die Potenz haben Hungerhormone im Gehirn zu beeinflussen und zusätzlich in den Grundumsatz eingreifen können (Stoffwechsel hochfahren bzw. runterfahren).
Gerade deshalb ist es auch so verdammt schwer, unter AD abzunehmen / eine Diät zu machen.
Man ist dem Stoffwechselgeschehen fast hilflos ausgeliefert.

Leider sind die Mechanismen hierzu noch nicht aufgeklärt und ob es je geschieht, steht in den Sternen.

Ich wollte das gerne ergänzen, denn die Theorie mit dem Serotonin im Darm greift da m.Er. zu kurz.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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-----------------------------

Infos ueber mich:
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Eva

Re: Lavender: Neu hier und sehr erschöpft (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Beitrag von Eva »

Hallo,

eine deutliche Blutdrucksenkung habe ich unter Trimipramin auch erfahren!

(Man hat das Gefühl, wenigstens etwas Gutes - nur ob es nach dem Absetzen halten kann, ist leider mehr als fraglich.)

Und von Gedächtnisstörungen kann ich auch ein Liedchen singen. :zombie:

Liebe Grüße und alles Gute
von Eva
suisse
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Re: Lavender: Neu hier und sehr erschöpft (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Beitrag von suisse »

Jamie hat geschrieben: 10.09.2018 15:45 Hallo suisse, :)

man ist sich relativ sicher, dass die Gewichtszunahme nicht primär an das Serotonin gekoppelt ist, sondern daran, dass Antidepressiva die Potenz haben Hungerhormone im Gehirn zu beeinflussen und zusätzlich in den Grundumsatz eingreifen können (Stoffwechsel hochfahren bzw. runterfahren).
Gerade deshalb ist es auch so verdammt schwer, unter AD abzunehmen / eine Diät zu machen.
Man ist dem Stoffwechselgeschehen fast hilflos ausgeliefert.

Leider sind die Mechanismen hierzu noch nicht aufgeklärt und ob es je geschieht, steht in den Sternen.

Ich wollte das gerne ergänzen, denn die Theorie mit dem Serotonin im Darm greift da m.Er. zu kurz.

Grüße
Jamie
Ahh, gut zu wissen! Danke Jamie für die Info! :)

LG Anna
[spoil]Ausgangssituation:
- ca. 2008 Beginn AD aufgrund einer Depression, gleichzeitig Psychotherapie (3 Jahre)

Medikation: 
- Escitalopram 10 mg (eindosiert mit 5mg für 5 Tage, dann erhöht auf 10mg)
- Positive Wirkung: Psychisch fühlte ich mich schnell besser (alles war viel erträglicher, nichts konnte mich so schnell umhauen)
- Nebenwirkung: starke Übelkeit über zwei Wochen, Gewichtszunahme (10-12kg), Libidoverlust

Frühere Absetzversuche:
- ca. 2011 erster Absetzversuch (zunächst von 10mg auf 7,5mg für drei Monate mit wenigen Absetzsymptomen; dann auf 5mg reduziert mit starken Symptomen wie Weinattacken, Unruhe, soziale Unsicherheit, zittern etc.); nach Rücksprache mit Ärztin erhöhen auf 10mg (laut Ärztin: Grunderkrankung)
- 2015 zweiter Absetzversuch (gleiche Vorgehensweise, gleicher Verlauf, wieder hochdosiert auf 10mg)

Aktueller Absetzverlauf: Escitalopram 10mg
12.03.18 Escitalopram 7,5mg: 1 Tag Weinattacken und einer erhöhten Infektanfälligkeit
18.06.18 Escitalopram 5mg: ab 15.07.18 starke Übelkeit, Unruhe, zittern, Schweißausbrüche, Panik, Schlafprobleme, Weinattacken, Druck & Ziehen im Kopf
- Ich recherchiere im Internet und stoße auf das Forum... finde mich absolut in den Beschreibungen wieder... mir geht ein Licht auf! Nach Stabilisierung werde ich die 10%-Schritte mittels Wasserlösmethode umsetzen
- Magnesium (08/18) und Krillölkapseln (09/18) probiert, jedoch wegen Magen-Darm-Reaktionen wieder abgesetzt
06.10.18 Esc 4,5mg: in den ersten zwei Wochen Symptome wie Druck im Kopf, Unruhe, Schlafprobleme, Benommenheitsgefühl, leichte Übelkeit, an zwei Tagen auch Ängste, dann wieder alles weg
03.11.18 Esc 4,0mg: in den ersten 1,5 Wochen Symptome wie Druck im Kopf, Nackenschmerzen, Unruhe, Schlafprobleme, Benommenheitsgefühl, leichte Übelkeit
01.12.18 Esc 3,6mg: ersten 3 Wochen mit Kopfdruck und Nackenschmerzen, dann Besserung. Am 24.12.18 Einnahme von Vitamin D 5000 -》Trigger (Welle mit Unruhe, Benommenheit, Derealisation, Übelkeit, Ängste, Schlafprobleme etc. für ca. eine Woche)
05.01.19 Esc 3,2mg: an manchen Tagen Druck im Kopf, Nackenschmerzen und innere Unruhe; an zwei Tagen brain zaps
02.02.19 Esc 2,9mg: häufig gereizt/genervt; an manchen Tagen Druck im Kopf, Nackenschmerzen, innere Unruhe, Benommenheit und Schwindel
02.03.19 Esc 2,6mg: an manchen Tagen Kreislaufprobleme, Schwindel, Gereiztheit, Nacken-& Muskelschmerzen, innere Unruhe und Ängsten
30.03.19 Esc 2,3mg: an manchen Tagen Innere Unruhe, Übelkeit, Stimmungslabil, Schlappheit, Kopf-& Nackenschmerzen, Schwindel
27.04.19 Esc 2,1mg: wie gewohnt, jedoch mit einer starken Welle getriggert durch familiäre Probleme für ca. 1,5 Wochen (Neuro-Emotionen, Gastritis, innerer Unruhe, Stromgefühl, Übelkeit sowie ein Gefühl der inneren Unsicherheit)
25.05.19 Esc 1,9mg: einzelne Tage mit Neuro-Emotionen, innerer Unruhe, leichter Übelkeit, Unsicherheitsgefühlen, Kopfdruck, Erschöpfung und gereizter Stimmung
15.06.19 Esc 1,7mg: einzelne Tage mit Übelkeit, innere Unruhe, Erschöpfung und Gefühl von Unsicherheit
06.07.19 Esc 1,5mg: einzelne Tage mit Erschöpfung, Gefühle von Unsicherheit und Neuroemotionen; längere Reduktionspause wegen Urlaub
31.08.19 Esc 1,3mg: einzelne Tage mit den typischen Symptomen
21.09.19 Esc 1,1mg: wie immer
12.10.19 Esc 0,9mg: wie immer
02.11.19 Esc 0,7mg: wie immer
23.11.19. Esc 0,5mg: wie immer
17.12.19 Esc 0,0mg:
Lavender
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Re: Lavender: Neu hier und sehr erschöpft (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Beitrag von Lavender »

lakeSonne1 hat geschrieben: 10.09.2018 13:10 hi,

von 20mg auf 12mg ist doch super! Glückwunsch.

Heisshungerattacken hatte ich auch ständig beim Absetzen. Die ließen stark nach als ich unter 10mg Citalopram kam (umgerechnet auf Escitalopram wären dass dann etwa 5mg). Jetzt bin ich bei ca. 8mg Cita. und habe überhaupt keine Heisshungerattacken mehr.

Gruß,
lake
Super, dass macht mir wirklich Mut. Ich hoffe, bei mir wird es auch so sein. Vielen Dank für die Antwort! Lg Lavender
Seit 17 Jahren Poly- betäubt:

• Escitalopram- von 20 mg auf momentan 7,5 mg- ein vorheriger Absetzversuch vor ca 10 Jahren endete in einer Katastrophe..
• Quetiapin (300mg- jetzt 200mg) seit 8 Jahren,
• Pregabalin (150 mg).. seit 5 Jahren

Oktober 2017
Von 20 mg Escitalopram auf 15mg. Meine Ärztin hatte mir das so empfohlen. Der Schritt war viel zu gross!! 3 Monate ging es mir sehr schlecht und ich traute mich längere Zeit nicht weiterzumachen.

Mai 2018
Von 15mg Escitalopram auf 12,5mg. Immer noch ein zu großer Schritt.

September 2018
Total geschafft vom AD- absetzen. Will es mit dem Quetiapin versuchen.
Von 300mg auf 250mg.
Die ersten vier Tage Euphorie, dann aber Depri- Loch, brain fog, Müdigkeit... Aber dann nach 5 Wochen scheinen die Absetzgefühle verschwunden zu sein...

****Interessanterweise scheinen die Symptome beim NL- Entzug scheinen genau umgekehrt von denen des AD- Entzugs zu sein:
AD:
Negativ: depressive Stimmung, sehr starke Müdigkeit, Cravings
Positiv: verbesserte Konzentration, Reize kommen wieder verstärkt durch, alles wird klarer, insgesamt mehr gechillt.
NL:
Positiv: leichte Euphorie, weniger Appetit, mehr Energie
Negativ: verschlechterte Konzentration, manchmal etwas mehr impulsiv

Oktober 2018.
Auf Anraten von Padma aus dem Forum habe ich die Schritte beim SSRI absetzen drastisch auf 10 % reduziert. Und das hat mich echt gerettet!

Dezember 2018. Escitalopram bei 10mg! Insgesamt habe ich viel mehr Energie als früher und fühle mich auch geistig fitter.
Jetzt leider erstmal Pause, da einige wichtige Veränderungen in meinem Leben bevorstehen..

DEZ 2019: Escitalopram 8, 75mg. Insgesamt merke ich, dass je niedriger die Dosis wird, desto schwieriger das Absetzen auch wird. Jetzt nur 1mg abzusetzen war viel krasser und anstrengender als am Anfang 5mg...

April 2020: Seroquel reduziert auf 200mg. Super! Hab soviel mehr Energie! Absetzsymptome gering, nur ca 2 Wochen.

August 2020 Escitalopram auf 7,5mg... sehr müde!! Ich habe aber auch das Gefühl dass es im Sommer von der Stimmung her einfacher ist. Trotzdem schlimmer Brain Fog für 3 Monate...

Bin wieder so kaputt und frustriert, weil das alles so anstrengend ist... :(
Jan 2021: Escitlopram 6,25mg... let the fun begin...
Lavender
Beiträge: 63
Registriert: 06.07.2018 22:30
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Re: Lavender: Neu hier und sehr erschöpft (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Beitrag von Lavender »

suisse hat geschrieben: 10.09.2018 13:16 Hallo Lavender,

auch ich möchte dich erstmal dazu beglückwünschen, dass du es von 20mg auf 12,5mg geschafft hast! Wie kommst Du mit den Absetzsymptomen zurecht und welche Methode zum reduzieren benutzt du?

Die Heisshungerattacken hatte ich ebenfalls unter Escitalopram... ab 5mg wird es anders. Ich denke, dass hat etwas mit dem hohen Anteil an Serotonin im Verdauungstrakt zu tun (genauso wie die häufigen Magen-Darm-Probleme beim An- und Absetzen). Jeder reagiert natürlich anders, aber ich denke, dass es sich auch bei dir regulieren wird.

LG Anna
Danke! Für mich fühlt es sich nicht wie viel an, da ich dazu ein ganzes Jahr gebraucht habe. :schnecke: :schnecke: So frustrierend! Aber ich freue mich natürlich trotzdem!

Ich habe keine besondere Absetzmethode, glücklicherweise unterstützt mich meine Ärztin dabei, sodass ich nur die 5mg Tablette einmal zerteilen muss, da es keine kleinere Dosierungen gibt. Das geht aber mit einem Tablettenteiler aus der Apotheke sehr gut. Das Escitalopram in Schritten von 2,5mg zu reduzieren ist der beste Weg für mich. Am Anfang reduzierte ich dummerweise von 20 auf 15 mg, was ein viel zu grosser Schritt war. Da ging es mir dann 3 Monate wirklich sehr schlecht. An die Absetzsymptome habe ich mich jetzt schon fast gewöhnt. In der dritten Woche kommen immer die schlimmsten Symtpme: ich hatte richtig schlimme Cravings und Entzugserscheinungen, dabei hat mir dann Lioran (Passionsblume) aus der Apotheke gut geholfen. Ausserdem viel Magnesium, B- Vitamine etc. Das schlimmste Erlebnis kam dann im dritten Monat, da fiel ich dann in eine tiefes Depri- Loch. Habe dann wieder hochdosiert, für eine Woche, und glücklicherweise hat das echt geholfen.

Ich hoffe auch, dass die Heisshungerattacken irgendwann weniger werden, oder sogar aufhören...ich habe auch gelesen, um den Darm zu unterstützen sollte man viel fermentierte Lebensmittel essen oder trinken. Zb. Buttermilch, Kefir, Tofu, eingelegte Gurken, Sauerkraut. Das solle dem Darm helfen, sich zu regnerieren. Was nicht viele wissen, dass der Darm auch Serotonin herstellt und für Depression verantwortlich sein kann. Interessantes Thema, das gerade erst in den Kinderschuhen ist. Ich bleibe dran!

Alles in allem habe ich das Gefühl mir hat jemand 10 Jahre meines Lebens gestohlen, in dem ich in einem Escitalopram- Nebel existiert habe, ohne echte Gefühle, immer gedeckelt. Das ist auch etwas womit man klar kommen muss... :cry:
Wie geht ihr damit um?

Schön, mit euch zu sprechen! Und ich wünsche allen viel Stärke und Mut, diesem steinigen Weg weiterzugehen, und nicht aufzuhören. Es lohnt sich! :)

Lg Lavender
Seit 17 Jahren Poly- betäubt:

• Escitalopram- von 20 mg auf momentan 7,5 mg- ein vorheriger Absetzversuch vor ca 10 Jahren endete in einer Katastrophe..
• Quetiapin (300mg- jetzt 200mg) seit 8 Jahren,
• Pregabalin (150 mg).. seit 5 Jahren

Oktober 2017
Von 20 mg Escitalopram auf 15mg. Meine Ärztin hatte mir das so empfohlen. Der Schritt war viel zu gross!! 3 Monate ging es mir sehr schlecht und ich traute mich längere Zeit nicht weiterzumachen.

Mai 2018
Von 15mg Escitalopram auf 12,5mg. Immer noch ein zu großer Schritt.

September 2018
Total geschafft vom AD- absetzen. Will es mit dem Quetiapin versuchen.
Von 300mg auf 250mg.
Die ersten vier Tage Euphorie, dann aber Depri- Loch, brain fog, Müdigkeit... Aber dann nach 5 Wochen scheinen die Absetzgefühle verschwunden zu sein...

****Interessanterweise scheinen die Symptome beim NL- Entzug scheinen genau umgekehrt von denen des AD- Entzugs zu sein:
AD:
Negativ: depressive Stimmung, sehr starke Müdigkeit, Cravings
Positiv: verbesserte Konzentration, Reize kommen wieder verstärkt durch, alles wird klarer, insgesamt mehr gechillt.
NL:
Positiv: leichte Euphorie, weniger Appetit, mehr Energie
Negativ: verschlechterte Konzentration, manchmal etwas mehr impulsiv

Oktober 2018.
Auf Anraten von Padma aus dem Forum habe ich die Schritte beim SSRI absetzen drastisch auf 10 % reduziert. Und das hat mich echt gerettet!

Dezember 2018. Escitalopram bei 10mg! Insgesamt habe ich viel mehr Energie als früher und fühle mich auch geistig fitter.
Jetzt leider erstmal Pause, da einige wichtige Veränderungen in meinem Leben bevorstehen..

DEZ 2019: Escitalopram 8, 75mg. Insgesamt merke ich, dass je niedriger die Dosis wird, desto schwieriger das Absetzen auch wird. Jetzt nur 1mg abzusetzen war viel krasser und anstrengender als am Anfang 5mg...

April 2020: Seroquel reduziert auf 200mg. Super! Hab soviel mehr Energie! Absetzsymptome gering, nur ca 2 Wochen.

August 2020 Escitalopram auf 7,5mg... sehr müde!! Ich habe aber auch das Gefühl dass es im Sommer von der Stimmung her einfacher ist. Trotzdem schlimmer Brain Fog für 3 Monate...

Bin wieder so kaputt und frustriert, weil das alles so anstrengend ist... :(
Jan 2021: Escitlopram 6,25mg... let the fun begin...
suisse
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Re: Lavender: Neu hier und sehr erschöpft (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Beitrag von suisse »

Hallo Lavender,

der Absetzweg ist leider sehr schleichend... das erleben wir alle hier :(

Das Thema Serotonin und Darm empfinde ich auch sehr interessant - gerade weil ich auch recht viele Probleme mit dem Magen-Darm habe, seit ich absetze. hatte auch schon über eine Darmkur nachgedacht... also als Unterstützung. Bin aber mittlerweile sehr vorsichtig geworden, da ich z.B. jemand bin, der auf Magnesium nicht gut reagiert hat (im Vergleich zu vielen anderen hier im Forum).

Erstaunlicherweise habe ich die Zeit unter ESC nie als negativ empfunden... auch die gedeckelten Gefühle. Ich emfpinde es aktuell eher als belastend, wenn mich Gefühle so dermaßen überrumpeln. Aber das ist eine Gewöhnungssache, der ich mich nun - nach meiner 10-jährigen Einnahme - einfach stellen muss.

Ich wünsche Dir ebenfalls viel Kraft für den weiteren Weg. Zusammen sind wir stark!

LG Anna
[spoil]Ausgangssituation:
- ca. 2008 Beginn AD aufgrund einer Depression, gleichzeitig Psychotherapie (3 Jahre)

Medikation: 
- Escitalopram 10 mg (eindosiert mit 5mg für 5 Tage, dann erhöht auf 10mg)
- Positive Wirkung: Psychisch fühlte ich mich schnell besser (alles war viel erträglicher, nichts konnte mich so schnell umhauen)
- Nebenwirkung: starke Übelkeit über zwei Wochen, Gewichtszunahme (10-12kg), Libidoverlust

Frühere Absetzversuche:
- ca. 2011 erster Absetzversuch (zunächst von 10mg auf 7,5mg für drei Monate mit wenigen Absetzsymptomen; dann auf 5mg reduziert mit starken Symptomen wie Weinattacken, Unruhe, soziale Unsicherheit, zittern etc.); nach Rücksprache mit Ärztin erhöhen auf 10mg (laut Ärztin: Grunderkrankung)
- 2015 zweiter Absetzversuch (gleiche Vorgehensweise, gleicher Verlauf, wieder hochdosiert auf 10mg)

Aktueller Absetzverlauf: Escitalopram 10mg
12.03.18 Escitalopram 7,5mg: 1 Tag Weinattacken und einer erhöhten Infektanfälligkeit
18.06.18 Escitalopram 5mg: ab 15.07.18 starke Übelkeit, Unruhe, zittern, Schweißausbrüche, Panik, Schlafprobleme, Weinattacken, Druck & Ziehen im Kopf
- Ich recherchiere im Internet und stoße auf das Forum... finde mich absolut in den Beschreibungen wieder... mir geht ein Licht auf! Nach Stabilisierung werde ich die 10%-Schritte mittels Wasserlösmethode umsetzen
- Magnesium (08/18) und Krillölkapseln (09/18) probiert, jedoch wegen Magen-Darm-Reaktionen wieder abgesetzt
06.10.18 Esc 4,5mg: in den ersten zwei Wochen Symptome wie Druck im Kopf, Unruhe, Schlafprobleme, Benommenheitsgefühl, leichte Übelkeit, an zwei Tagen auch Ängste, dann wieder alles weg
03.11.18 Esc 4,0mg: in den ersten 1,5 Wochen Symptome wie Druck im Kopf, Nackenschmerzen, Unruhe, Schlafprobleme, Benommenheitsgefühl, leichte Übelkeit
01.12.18 Esc 3,6mg: ersten 3 Wochen mit Kopfdruck und Nackenschmerzen, dann Besserung. Am 24.12.18 Einnahme von Vitamin D 5000 -》Trigger (Welle mit Unruhe, Benommenheit, Derealisation, Übelkeit, Ängste, Schlafprobleme etc. für ca. eine Woche)
05.01.19 Esc 3,2mg: an manchen Tagen Druck im Kopf, Nackenschmerzen und innere Unruhe; an zwei Tagen brain zaps
02.02.19 Esc 2,9mg: häufig gereizt/genervt; an manchen Tagen Druck im Kopf, Nackenschmerzen, innere Unruhe, Benommenheit und Schwindel
02.03.19 Esc 2,6mg: an manchen Tagen Kreislaufprobleme, Schwindel, Gereiztheit, Nacken-& Muskelschmerzen, innere Unruhe und Ängsten
30.03.19 Esc 2,3mg: an manchen Tagen Innere Unruhe, Übelkeit, Stimmungslabil, Schlappheit, Kopf-& Nackenschmerzen, Schwindel
27.04.19 Esc 2,1mg: wie gewohnt, jedoch mit einer starken Welle getriggert durch familiäre Probleme für ca. 1,5 Wochen (Neuro-Emotionen, Gastritis, innerer Unruhe, Stromgefühl, Übelkeit sowie ein Gefühl der inneren Unsicherheit)
25.05.19 Esc 1,9mg: einzelne Tage mit Neuro-Emotionen, innerer Unruhe, leichter Übelkeit, Unsicherheitsgefühlen, Kopfdruck, Erschöpfung und gereizter Stimmung
15.06.19 Esc 1,7mg: einzelne Tage mit Übelkeit, innere Unruhe, Erschöpfung und Gefühl von Unsicherheit
06.07.19 Esc 1,5mg: einzelne Tage mit Erschöpfung, Gefühle von Unsicherheit und Neuroemotionen; längere Reduktionspause wegen Urlaub
31.08.19 Esc 1,3mg: einzelne Tage mit den typischen Symptomen
21.09.19 Esc 1,1mg: wie immer
12.10.19 Esc 0,9mg: wie immer
02.11.19 Esc 0,7mg: wie immer
23.11.19. Esc 0,5mg: wie immer
17.12.19 Esc 0,0mg:
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Re: Lavender: Neu hier und sehr erschöpft (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Beitrag von Towanda »

Lavender hat geschrieben: 11.09.2018 10:08 Das Escitalopram in Schritten von 2,5mg zu reduzieren ist der beste Weg für mich.

Hallo Lavender,

willkommen hier im Forum!

Zu Deiner obigen Äußerung möchte ich nochmal einhaken: 2,5 mg Reduzierung dauerhaft einzuhalten ist keine gute Idee. Bei Deiner jetzigen Dosis von 12,5 mg sind das schon 20 %. Wir empfehlen hier eine Reduzierung von 10 % der letzten eingenommenen Dosis alle 4-6 Wochen, das wären bei 12,5 mg Einnahme 1,25 mg Reduzierung. Je geringer Deine Dosis wird, desto geringer wird auch die Absetzdosis in mg.

Manche vertragen eine schnellere Reduzierung, bei vielen geht es aber auch schief und sie müssen wieder aufdosieren.

LG Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
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Quetiapin absetzen- völlige Erschöpfung und null Energie ...

Beitrag von Lavender »

Hallo Alle,

Ich nehme seit 5 Jahren u.A. Quetiapin (300mg), und habe vor sechs Tagen auf 250 mg reduziert. Die ersten drei Tage waren echt erstaunlich, plötzliche Euphorie, da der Schleier der letzten Jahre endlich etwas zu lichten schien. Dann seit gestern auf
einmal der totale Einbruch, vollkommene Erschöpfung, und das Gefühl, nie wieder aus dem Bett aufstehen zu können. Sogar das Bett frisch zu beziehen kam mir wie eine sportliche Meisterleistung vor. Konzentrationsschwierigkeiten und brain fog. :frust:

Wer von euch hat Antipsychotika reduziert, und so etwas erlebt? Wie lange dauert es an??
Ich bin schon soweit, dass ich denke, ich schaffe es nicht, und wieder hoch zu dosieren. :cry:

Würde mich über jeden Tipp oder Idee darüber sehr freuen!
Ich weiss echt nicht mehr weiter...

Lg Lavender :)
Seit 17 Jahren Poly- betäubt:

• Escitalopram- von 20 mg auf momentan 7,5 mg- ein vorheriger Absetzversuch vor ca 10 Jahren endete in einer Katastrophe..
• Quetiapin (300mg- jetzt 200mg) seit 8 Jahren,
• Pregabalin (150 mg).. seit 5 Jahren

Oktober 2017
Von 20 mg Escitalopram auf 15mg. Meine Ärztin hatte mir das so empfohlen. Der Schritt war viel zu gross!! 3 Monate ging es mir sehr schlecht und ich traute mich längere Zeit nicht weiterzumachen.

Mai 2018
Von 15mg Escitalopram auf 12,5mg. Immer noch ein zu großer Schritt.

September 2018
Total geschafft vom AD- absetzen. Will es mit dem Quetiapin versuchen.
Von 300mg auf 250mg.
Die ersten vier Tage Euphorie, dann aber Depri- Loch, brain fog, Müdigkeit... Aber dann nach 5 Wochen scheinen die Absetzgefühle verschwunden zu sein...

****Interessanterweise scheinen die Symptome beim NL- Entzug scheinen genau umgekehrt von denen des AD- Entzugs zu sein:
AD:
Negativ: depressive Stimmung, sehr starke Müdigkeit, Cravings
Positiv: verbesserte Konzentration, Reize kommen wieder verstärkt durch, alles wird klarer, insgesamt mehr gechillt.
NL:
Positiv: leichte Euphorie, weniger Appetit, mehr Energie
Negativ: verschlechterte Konzentration, manchmal etwas mehr impulsiv

Oktober 2018.
Auf Anraten von Padma aus dem Forum habe ich die Schritte beim SSRI absetzen drastisch auf 10 % reduziert. Und das hat mich echt gerettet!

Dezember 2018. Escitalopram bei 10mg! Insgesamt habe ich viel mehr Energie als früher und fühle mich auch geistig fitter.
Jetzt leider erstmal Pause, da einige wichtige Veränderungen in meinem Leben bevorstehen..

DEZ 2019: Escitalopram 8, 75mg. Insgesamt merke ich, dass je niedriger die Dosis wird, desto schwieriger das Absetzen auch wird. Jetzt nur 1mg abzusetzen war viel krasser und anstrengender als am Anfang 5mg...

April 2020: Seroquel reduziert auf 200mg. Super! Hab soviel mehr Energie! Absetzsymptome gering, nur ca 2 Wochen.

August 2020 Escitalopram auf 7,5mg... sehr müde!! Ich habe aber auch das Gefühl dass es im Sommer von der Stimmung her einfacher ist. Trotzdem schlimmer Brain Fog für 3 Monate...

Bin wieder so kaputt und frustriert, weil das alles so anstrengend ist... :(
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Flummi

Re: Quetiapin absetzen- völlige Erschöpfung und null Energie ...

Beitrag von Flummi »

Hallo Lavender,

ich bin gerade ganz am Ende vom Absetzen (0,02 ml von 5ml) und merke leider ähnliches. Ich schlafe von 10 bis 8 und bin dann immer noch etwas müde, also letztlich 12 h insgesamt Schlaf und Müdigkeit. Das kam erst jetzt und klar frage ich mich auch, ob das vielleicht nicht eher in die Umweltmedizin fällt (Stadtluft, sehr viele Baustellen um einen herum, Kessellage der Stadt bei der Hitze), aber vielleicht bin ich auch erschöpft vom Entzug.
Leider kann ich Dir nicht sagen, wie lang es anhält, ist sicher auch unterschiedlich. Bei mir hält es jedenfalls gerade an.

Herzliche Grüße,
Claudia
Jamie
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Re: Quetiapin absetzen- völlige Erschöpfung und null Energie ...

Beitrag von Jamie »

Hallo lavender, :)

ich würde dir empfehlen dich mit den "Gesellen" Müdigkeit und Erschöpfung anzufreunden :).

Sie sind nicht nur im Neuroleptikaentzug sehr präsent, sondern auch im AD- und Benzoentzug und gehören zu den hartnäckigsten und am längsten andauernden Symptomen überhaupt.

Quetiapin ist ein stark sedierendes Medikament und macht anhaltend müde, auch beim Ausschleichen.
Von 300mg auf 250mg zu gehen war auch mehr als 10%, etwa 16,7%.
Künftig sollten die Absetzschritte wirklich nicht mehr als 10% betragen.

Wenn du mit der Müdigkeit partout nicht klarkommst, könntest du versuchen um 15mg aufzudosieren.

Bitte eröffne auch nicht für jedes Thema deinen Zustand betreffend einen neuen Thread, sondern führe nur einen weiter. Dankeschön :)

Viele Grüße
Jamie
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Re: Quetiapin absetzen- völlige Erschöpfung und null Energie ...

Beitrag von Chrisxxx2 »

Hallo Lavender. Ich setze auch grad Quetiapin/Seroquel ab. Und du hast 50 mg abgesetzt. Es wird wieder besser , glaub mir. Du musst aber echt paar Wochen warten, da kommen höchstwahrscheinlich noch Symptome wie Übelkeit, schwitzen, frieren, Erschöpfung und einiges dazu. Mir würde es in einer Klinik von 200mg auf null in zwei entzogen. Nach 4 oder 5 Wochen auf null ging gar nichts mehr, Kreislaufkollaps vom Feinsten und Gewitter im Kopf. Hab dann wieder eindosiert, keine Ahnung was sonst passiert wäre. Hab 10 Wochen gebraucht um mich wieder zu stabilisieren. Jetzt bin ich bei 50mg und will dann nach 6 Wochen auf 25mg gehen. Und danach mit der Wasserlöslmethode in nochmal 3 Schritten ausschleichen. Ich habe die Erfahrung gemacht , auch wo ich cipralex ausgeschlichen habe , dass so nach 5 Wochen der Prozess so einigermaßen im Kopf abgeschlossen ist, was bei jeden natürlich anders sein kann. Ich würde dir empfehlen bleib ganz brav bei 250mg und warte min. 4 Wochen, der Körper brauch die Zeit.
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Re: Lavender: Neu hier und sehr erschöpft (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Beitrag von Ululu »

Hallo Lavender,

wie Jamie :) dir schon geschrieben hat, hat bei uns jeder einen Thread.
So bleibt deine Geschichte zusammen und das Forum wird nicht noch unübersichtlicher.


Ich habe deine Threads jetzt zusammen gefügt.
Zu einem späteren Zeitpunkt verschieben wir ihn dann in die Rubrik " Neuroleptika absetzen"

LG Ute
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Re: Lavender: Neu hier und sehr erschöpft (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Beitrag von escargot »

Liebe Lavender,

hast du denn auch psychotische Symptome?

Ich setze auch Neuroleptika ab und bin auch chronisch müde und erschöpft. Hoffe auch immer auf Besserung. Aber alles braucht seine Zeit...

liebe Grüße
escargot
12.2020 undefinierte Schizophrenie, Depression, Verhaltensstörung durch Sedativa, komplexe PTBS

Bedarf:
Olanzapin 5-10 mg
Melperon 25-50 mg

Täglich : Olanzapin 15 mg,Tavor zur Nacht 0,5 mg, Risperdidon abends und morgens je 1 mg

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Re: Quetiapin absetzen- völlige Erschöpfung und null Energie ...

Beitrag von Lavender »

Flummi hat geschrieben: 14.09.2018 13:47 Hallo Lavender,

ich bin gerade ganz am Ende vom Absetzen (0,02 ml von 5ml) und merke leider ähnliches. Ich schlafe von 10 bis 8 und bin dann immer noch etwas müde, also letztlich 12 h insgesamt Schlaf und Müdigkeit. Das kam erst jetzt und klar frage ich mich auch, ob das vielleicht nicht eher in die Umweltmedizin fällt (Stadtluft, sehr viele Baustellen um einen herum, Kessellage der Stadt bei der Hitze), aber vielleicht bin ich auch erschöpft vom Entzug.
Leider kann ich Dir nicht sagen, wie lang es anhält, ist sicher auch unterschiedlich. Bei mir hält es jedenfalls gerade an.

Herzliche Grüße,
Claudia
Danke, Claudi
Ja, ich schlafe auch sehr lange, meistens so von 23- 9 Uhr oder sogar noch länger. Bin dann immer noch schnell müde nach geringer Belastung. Ich weiss auch nicht wirklich, was man dagegen machen kann... Ausser viel Kaffee trinken.. :lol:
Der Entzug ist definitiv sehr erschöpfend, der Körper macht ja auch einiges mit! Ja, du hast sicher
Recht mit der Umweltverschmutzung in der Stadt. Habe im Sommer Urlaub auf dem Land gemacht, und ich war definitiv weniger müde, und auch generell psychisch besser drauf!
Dir noch alles Gute für die Zukunft,

Lg Lavender
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Oktober 2017
Von 20 mg Escitalopram auf 15mg. Meine Ärztin hatte mir das so empfohlen. Der Schritt war viel zu gross!! 3 Monate ging es mir sehr schlecht und ich traute mich längere Zeit nicht weiterzumachen.

Mai 2018
Von 15mg Escitalopram auf 12,5mg. Immer noch ein zu großer Schritt.

September 2018
Total geschafft vom AD- absetzen. Will es mit dem Quetiapin versuchen.
Von 300mg auf 250mg.
Die ersten vier Tage Euphorie, dann aber Depri- Loch, brain fog, Müdigkeit... Aber dann nach 5 Wochen scheinen die Absetzgefühle verschwunden zu sein...

****Interessanterweise scheinen die Symptome beim NL- Entzug scheinen genau umgekehrt von denen des AD- Entzugs zu sein:
AD:
Negativ: depressive Stimmung, sehr starke Müdigkeit, Cravings
Positiv: verbesserte Konzentration, Reize kommen wieder verstärkt durch, alles wird klarer, insgesamt mehr gechillt.
NL:
Positiv: leichte Euphorie, weniger Appetit, mehr Energie
Negativ: verschlechterte Konzentration, manchmal etwas mehr impulsiv

Oktober 2018.
Auf Anraten von Padma aus dem Forum habe ich die Schritte beim SSRI absetzen drastisch auf 10 % reduziert. Und das hat mich echt gerettet!

Dezember 2018. Escitalopram bei 10mg! Insgesamt habe ich viel mehr Energie als früher und fühle mich auch geistig fitter.
Jetzt leider erstmal Pause, da einige wichtige Veränderungen in meinem Leben bevorstehen..

DEZ 2019: Escitalopram 8, 75mg. Insgesamt merke ich, dass je niedriger die Dosis wird, desto schwieriger das Absetzen auch wird. Jetzt nur 1mg abzusetzen war viel krasser und anstrengender als am Anfang 5mg...

April 2020: Seroquel reduziert auf 200mg. Super! Hab soviel mehr Energie! Absetzsymptome gering, nur ca 2 Wochen.

August 2020 Escitalopram auf 7,5mg... sehr müde!! Ich habe aber auch das Gefühl dass es im Sommer von der Stimmung her einfacher ist. Trotzdem schlimmer Brain Fog für 3 Monate...

Bin wieder so kaputt und frustriert, weil das alles so anstrengend ist... :(
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Re: Lavender: Neu hier und sehr erschöpft (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Beitrag von Lavender »

escargot hat geschrieben: 14.09.2018 18:14 Liebe Lavender,

hast du denn auch psychotische Symptome?

Ich setze auch Neuroleptika ab und bin auch chronisch müde und erschöpft. Hoffe auch immer auf Besserung. Aber alles braucht seine Zeit...

liebe Grüße
escargot
Hallo Escargot,

Nein psychotische Symptome habe ich gar nicht... Ausser man zählt den plötzlichen Wunsch, alle möglichen Exes, die einem noch nie gut getan haben, zu kontaktieren... Ist vielleicht mässig psychotisch, oder doch eher depressiv.. :? :zombie:
Dir noch alles Gute für den weiteren Entzug. Ja, alles braucht seine Zeit, damit hast du wohl Recht. :)

Lg Lavender
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Mai 2018
Von 15mg Escitalopram auf 12,5mg. Immer noch ein zu großer Schritt.

September 2018
Total geschafft vom AD- absetzen. Will es mit dem Quetiapin versuchen.
Von 300mg auf 250mg.
Die ersten vier Tage Euphorie, dann aber Depri- Loch, brain fog, Müdigkeit... Aber dann nach 5 Wochen scheinen die Absetzgefühle verschwunden zu sein...

****Interessanterweise scheinen die Symptome beim NL- Entzug scheinen genau umgekehrt von denen des AD- Entzugs zu sein:
AD:
Negativ: depressive Stimmung, sehr starke Müdigkeit, Cravings
Positiv: verbesserte Konzentration, Reize kommen wieder verstärkt durch, alles wird klarer, insgesamt mehr gechillt.
NL:
Positiv: leichte Euphorie, weniger Appetit, mehr Energie
Negativ: verschlechterte Konzentration, manchmal etwas mehr impulsiv

Oktober 2018.
Auf Anraten von Padma aus dem Forum habe ich die Schritte beim SSRI absetzen drastisch auf 10 % reduziert. Und das hat mich echt gerettet!

Dezember 2018. Escitalopram bei 10mg! Insgesamt habe ich viel mehr Energie als früher und fühle mich auch geistig fitter.
Jetzt leider erstmal Pause, da einige wichtige Veränderungen in meinem Leben bevorstehen..

DEZ 2019: Escitalopram 8, 75mg. Insgesamt merke ich, dass je niedriger die Dosis wird, desto schwieriger das Absetzen auch wird. Jetzt nur 1mg abzusetzen war viel krasser und anstrengender als am Anfang 5mg...

April 2020: Seroquel reduziert auf 200mg. Super! Hab soviel mehr Energie! Absetzsymptome gering, nur ca 2 Wochen.

August 2020 Escitalopram auf 7,5mg... sehr müde!! Ich habe aber auch das Gefühl dass es im Sommer von der Stimmung her einfacher ist. Trotzdem schlimmer Brain Fog für 3 Monate...

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Re: Lavender: Neu hier und sehr erschöpft (Escitlopram, Quetiapin, Pregabalin)

Beitrag von Lavender »

Towanda1 hat geschrieben: 11.09.2018 19:14
Lavender hat geschrieben: 11.09.2018 10:08 Das Escitalopram in Schritten von 2,5mg zu reduzieren ist der beste Weg für mich.

Hallo Lavender,

willkommen hier im Forum!

Zu Deiner obigen Äußerung möchte ich nochmal einhaken: 2,5 mg Reduzierung dauerhaft einzuhalten ist keine gute Idee. Bei Deiner jetzigen Dosis von 12,5 mg sind das schon 20 %. Wir empfehlen hier eine Reduzierung von 10 % der letzten eingenommenen Dosis alle 4-6 Wochen, das wären bei 12,5 mg Einnahme 1,25 mg Reduzierung. Je geringer Deine Dosis wird, desto geringer wird auch die Absetzdosis in mg.

Manche vertragen eine schnellere Reduzierung, bei vielen geht es aber auch schief und sie müssen wieder aufdosieren.

LG Towanda
Danke, Towanda,

Ja, du hast sicher Recht, die Schritte waren zu gross. Es ist schwer, nicht ungeduldig zu werden, wenn sich das alles schon so lange hinschleppt... Werde mich aber jetzt in meiner Apotheke erkundigen, wegen der Kügelchen-
Methode.

Lg Lavender :)
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Mai 2018
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September 2018
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****Interessanterweise scheinen die Symptome beim NL- Entzug scheinen genau umgekehrt von denen des AD- Entzugs zu sein:
AD:
Negativ: depressive Stimmung, sehr starke Müdigkeit, Cravings
Positiv: verbesserte Konzentration, Reize kommen wieder verstärkt durch, alles wird klarer, insgesamt mehr gechillt.
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Positiv: leichte Euphorie, weniger Appetit, mehr Energie
Negativ: verschlechterte Konzentration, manchmal etwas mehr impulsiv

Oktober 2018.
Auf Anraten von Padma aus dem Forum habe ich die Schritte beim SSRI absetzen drastisch auf 10 % reduziert. Und das hat mich echt gerettet!

Dezember 2018. Escitalopram bei 10mg! Insgesamt habe ich viel mehr Energie als früher und fühle mich auch geistig fitter.
Jetzt leider erstmal Pause, da einige wichtige Veränderungen in meinem Leben bevorstehen..

DEZ 2019: Escitalopram 8, 75mg. Insgesamt merke ich, dass je niedriger die Dosis wird, desto schwieriger das Absetzen auch wird. Jetzt nur 1mg abzusetzen war viel krasser und anstrengender als am Anfang 5mg...

April 2020: Seroquel reduziert auf 200mg. Super! Hab soviel mehr Energie! Absetzsymptome gering, nur ca 2 Wochen.

August 2020 Escitalopram auf 7,5mg... sehr müde!! Ich habe aber auch das Gefühl dass es im Sommer von der Stimmung her einfacher ist. Trotzdem schlimmer Brain Fog für 3 Monate...

Bin wieder so kaputt und frustriert, weil das alles so anstrengend ist... :(
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Blutdrucksenkung durch Escitalopram- Reduzierung??

Beitrag von Lavender »

Hallo Alle,

Vielen Dank für Euer Feedback! :)

Wegen der Müdigkeit ist mir noch etwas eingefallen. Nachdem ich 1/3 von dem Escitalopram abgesetzt hatte, war ich vor 2 Wochen bei meiner Hausärztin. Als sie den Blutdruck gemessen hat, war ich wirklich sehr erstaunt- früher hatte ich immer einen leicht erhöhten Blutdruck von 130-140/ ??. Jetzt war es auf einmal 108/85. Ich habe dann noch mal zu
Hause gemessen, ca. eine Woche später, und der Blutdruck war wieder ähnlich. Das scheint mir schon eine sehr grosser Unterschied zu sein. Könnte das denn tatsächlich durch die Escitalopram- Reduzierung kommen? Ich erinnere
mich, dass in einem anderen Forum einmal eine Frau etwas ähnliches geschrieben hat. Hat irgendjemand von euch vielleicht ähnliches erlebt??
Das würde dann auch die Müdigkeit und Erschöpfung teilweise erklären.

Euch allen, viel Stärke und Geduld, die muss man sicherlich haben! ;)
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Von 20 mg Escitalopram auf 15mg. Meine Ärztin hatte mir das so empfohlen. Der Schritt war viel zu gross!! 3 Monate ging es mir sehr schlecht und ich traute mich längere Zeit nicht weiterzumachen.

Mai 2018
Von 15mg Escitalopram auf 12,5mg. Immer noch ein zu großer Schritt.

September 2018
Total geschafft vom AD- absetzen. Will es mit dem Quetiapin versuchen.
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Die ersten vier Tage Euphorie, dann aber Depri- Loch, brain fog, Müdigkeit... Aber dann nach 5 Wochen scheinen die Absetzgefühle verschwunden zu sein...

****Interessanterweise scheinen die Symptome beim NL- Entzug scheinen genau umgekehrt von denen des AD- Entzugs zu sein:
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Negativ: depressive Stimmung, sehr starke Müdigkeit, Cravings
Positiv: verbesserte Konzentration, Reize kommen wieder verstärkt durch, alles wird klarer, insgesamt mehr gechillt.
NL:
Positiv: leichte Euphorie, weniger Appetit, mehr Energie
Negativ: verschlechterte Konzentration, manchmal etwas mehr impulsiv

Oktober 2018.
Auf Anraten von Padma aus dem Forum habe ich die Schritte beim SSRI absetzen drastisch auf 10 % reduziert. Und das hat mich echt gerettet!

Dezember 2018. Escitalopram bei 10mg! Insgesamt habe ich viel mehr Energie als früher und fühle mich auch geistig fitter.
Jetzt leider erstmal Pause, da einige wichtige Veränderungen in meinem Leben bevorstehen..

DEZ 2019: Escitalopram 8, 75mg. Insgesamt merke ich, dass je niedriger die Dosis wird, desto schwieriger das Absetzen auch wird. Jetzt nur 1mg abzusetzen war viel krasser und anstrengender als am Anfang 5mg...

April 2020: Seroquel reduziert auf 200mg. Super! Hab soviel mehr Energie! Absetzsymptome gering, nur ca 2 Wochen.

August 2020 Escitalopram auf 7,5mg... sehr müde!! Ich habe aber auch das Gefühl dass es im Sommer von der Stimmung her einfacher ist. Trotzdem schlimmer Brain Fog für 3 Monate...

Bin wieder so kaputt und frustriert, weil das alles so anstrengend ist... :(
Jan 2021: Escitlopram 6,25mg... let the fun begin...
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