Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe ADFDler,

die Organisation des Forums durch das Team ist weiterhin eingeschränkt.

Danke an alle die sich im Rahmen der gegenseitige Selbshilfe einbringen. Bitte schaut weiter gut auf euch und unterstützt euch aktiv untereinander mit euren Erfahrungen oder Hinweisen auf lesenswerte Threads. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Monalinde
Beiträge: 536
Registriert: Freitag, 21.01.11, 16:10
Hat sich bedankt: 774 Mal
Danksagung erhalten: 1115 Mal

Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Monalinde » Samstag, 15.09.18, 13:54

Hallo

ein Hilferuf. Ich möchte niemanden triggern, aber ich komme mit meiner jetztigen Situation nicht mehr klar, weil ich mir nicht mehr vorstellen kann, dass ich noch an Absetzerscheinungen leiden könnte.

Wem es nicht gut geht, der soll das bitte, bitte nicht lesen!!!!!!!!!

Als ich hier im Forum unter " Unruhezustände" nachgeschaut habe, ist mir der Beitrag von Frieda-Marie aufgefallen. Was sie beschreibt, ist mir in letzer Zeit besonders vertraut geworden.

Angstzustände verbunden mit plötzlich einschießenden Zwangsgedanken gab es ja schon immer während der letzten Jahre. Auch das Gefühl von Agitiertsein an einem Tag und Erschöpftsein am Nächsten. Damit bin ich irgendwie noch klar gekommen, auch noch mit den Ängsten. wobei ich dabei in meinem Tagesablauf schon eingeschränkt war. Es gab aber zwischendurch auch Tage, an denen ich meinte, dass es mir gut gehe und ich fast von Symptomen frei geblieben bin.

Nun aber heute morgen gegen 3.00 Uhr dieses Aufschrecken wieder, schweissgebadet und mit dem Gefühl, als hätte ich 50 Tassen Bohnenkaffee getrunken. Ich musste die Fenster schließen, weil mich Straßenlärm fast wahnsinnig werden ließ, ich zitterte am ganzen Körper, bin mir aber sicher, dass ich zuvor keinen Albtraum aber einen ins Übermaß gesteigerten Traum hatte. Seltsamerweise hat mich auch der Tinnitus, der fast täglich mein Begleiter ist, sofort verlassen.

Diese Unruhezustände , die offenbar auch in einer zu hohen Cortisolausschüttung begründet sein können, sind neu für mich. Ich kann in diesem Zustand nichts unternehmen, weil ich mich in einem ungeheueren Spannungszustand befinde, den ich auf irgend eine seltsame Weise nicht mehr los werde. Selbst das Zeitunglesen geht nicht mehr. So wie Frieda - Marie es beschreibt, ist es die Morgenhölle pur. Ich könnte schreien und um mich schlagen. Das bin nicht ich, das ist etwas anderes. Ich kenne es aus früheren AngstDepressionen so nicht. Aber jede Depression ist anders.

Es ist nun über fünf Jahre her, seit ich die Psychopharmaka, Mirtazipin und Venlafaxin abgesetzt habe, und ich halte es für schier unmöglich, dass es noch von daher kommt. Bisher bin ich standhaft geblieben mit der Einnahme von Antidepressiva, aber wenn es nicht mehr auszuhalten ist, muss ich etwas unternehmen. Habt ihr noch eine Idee dazu? Neurexan ist da nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Jetzt hat es sich wieder beruhigt, ich bin total erschöpft und fertig.

Mona
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Monalinde für den Beitrag (Insgesamt 6):
JamieUlulu 69SiggiMarko92BittchenJofab
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

reddie
Beiträge: 201
Registriert: Samstag, 28.04.18, 12:00
Hat sich bedankt: 774 Mal
Danksagung erhalten: 464 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von reddie » Samstag, 15.09.18, 15:25

Liebe Monalinde,

ich kenne diese Zustände auch bzw. befinde ich mich auch seit geraumer Zeit nur mit kurzen Unterbrechungen (Einnahme von Medis und Substanzen) in diesen. Ecitalopram habe ich bei mir im Verdacht, das ich auch schon lange nicht mehr nehme, denn vor diesem Medikament war ich eher depressiv, gelähmt, jede Bewegung war anstrengend und ich habe stundenlang im Bett gelegen tagsüber, heutzutage würde ich mich als agitiert bezeichnen.

Trigger
► Text zeigen
Ich habe leider keinen Rat. Höchstens CBD-Öl hilf ein ganz kleines bisschen.
Bevor ich alles wieder lösche, baue ich eine Triggerwarnung ein und schicke es ab.

Liebe Grüße
reddie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor reddie für den Beitrag (Insgesamt 7):
JamieUlulu 69Marko92MonalindeSiggiBittchenJofab
► Text zeigen

Siggi
Beiträge: 915
Registriert: Donnerstag, 05.07.07, 19:49
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Hat sich bedankt: 4857 Mal
Danksagung erhalten: 1139 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Siggi » Samstag, 15.09.18, 19:16

Liebe Mona, :hug:

noch vor einigen Stunden hatte ich dir eine Mail gesandt, und war so voller Hoffnung, weil
du vor einigen Tagen wieder etwas Besserung deines Zustandes erfahren hast.

Und nun bin ich richtig geschockt zu lesen, wie grausig sich deine frühen Morgenstunden entwickelten.

Bitte entschuldige, wenn ich dich noch einmal mit der Schilddrüse nerve....
diesen grausigen Zustand, den du beschreibst kenne ich nur von 2002 als ich noch nicht wusste,
dass ich Schilddrüsen Probleme habe....ich stand total unter Strom, nichts und niemand
konnte Beruhigung bringen, es war schlimmer als der Vorhof der Hölle....

Wie du ja schon geschrieben hast, war es die Cortisol-Ausschüttung, die dich in diesen entsetzlichen Zustand
versetzte....
Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass du, rein psychisch, und wie aus heiterm Himmel, derlei massive Anfälle
bekommst...
Ärzte kontrollieren nur den TSH Wert, und die meisten Laborwerte sind veraltete, wo der Normwert zwischen 0,30 - 4,2....liegt!
Progressivere Labore haben einen Normwert von 0,30 bis 2,5 weil alles was über 2,5 hinausgeht
schon zu massiven Problemen führen kann!

Leider meinen die meisten Ärzte, wenn der Wert in der Norm liegt, egal wie hoch, dass es dem Patient
gut gehen muss und seine Beschwerden nicht von der Schilddrüse herrühren, alles top wäre und somit nicht
behandlungsbedürftig! :frust:

Dein gesamter Hormonhaushalt wird seit Langem sehr strapaziert, und da fällt vor allen Dingen auch
die Schildrüse drunter.
Liebe Mona, du hast nichts zu verlieren, deinen Arzt zu bitten, dir nochmal,(wenigstens ) nur den TSH
Wert zu messen.
Auch wenn er meint, dass alles in der Norm liegt....lass dich nicht abspeisen !!

Es gibt viele Menschen die Amok laufen, wenn der TSH Wert über 2,5 liegt....
Es gibt keine definitive Wohlfühlnorm , jeder reagiert anders, deswegen wäre es ein aboluter Strohhalm
dir so bald wie möglich noch einmal den Wert messen zu lassen, und ihn ins Forum zu stellen....

Ich glaube dass " versierte S.Drüsler " sicher konform mit meiner Meinung gehen können!?
Gerade dieses Gefühl wie unter 1000 Volt zu stehen, zu zittern, schweißgebadet zu sein, lässt oft
auf eine entgleiste S.Drüse schließen,und zwar so massiv, dass selbst dein übler Tinni
vor Schreck verstummte :frust:

Ich bin in Gedanken fest bei dir
und drücke dich herzlich :hug: :hug:
Siggi
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Siggi für den Beitrag (Insgesamt 3):
reddieJamieBittchen
Mein Absetzverlauf:
► Text zeigen

Monalinde
Beiträge: 536
Registriert: Freitag, 21.01.11, 16:10
Hat sich bedankt: 774 Mal
Danksagung erhalten: 1115 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Monalinde » Samstag, 15.09.18, 19:30

Liebe Siggi,

ich kann mich gerade nicht viel äußern. Der Sturm hat sich gelegt, nach vielen Stunden. Mit der Schilddrüse kenne ich mich nicht aus, habe aber
bei meinem letzten Blutbild nachgeschaut und einen TSH - Wert von 2,18 abgelesen

Das kann es doch nicht sein, aber was dann?

Bin heute zu nichts mehr fähig,

Umarme dich, Mona
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Monalinde für den Beitrag:
Bittchen
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Siggi
Beiträge: 915
Registriert: Donnerstag, 05.07.07, 19:49
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Hat sich bedankt: 4857 Mal
Danksagung erhalten: 1139 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Siggi » Samstag, 15.09.18, 19:47

Liebe Mona,

ist es möglich, kurz zu schreiben, wann diese Blutentnahme war?

Lb Gr.
siggi
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Siggi für den Beitrag:
Bittchen
Mein Absetzverlauf:
► Text zeigen

Monalinde
Beiträge: 536
Registriert: Freitag, 21.01.11, 16:10
Hat sich bedankt: 774 Mal
Danksagung erhalten: 1115 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Monalinde » Samstag, 15.09.18, 20:18

Hallo liebe Siggi,

Anfang 2017.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Monalinde für den Beitrag:
Bittchen
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Siggi
Beiträge: 915
Registriert: Donnerstag, 05.07.07, 19:49
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Hat sich bedankt: 4857 Mal
Danksagung erhalten: 1139 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Siggi » Samstag, 15.09.18, 23:10

Liebe Mona, :hug:

danke fürs Raussuchen der Daten.
In 13 Monaten kann sich an den Schilddrüsenwerten sehr viel verändern, zumal du in dieser Zeit
oft großen Belastungen ausgestzt warst, die sich zu Buche schlagen können.

Um wirklich sicher zu gehen, und auszuschließen, dass es nicht die S.D. ist,
wäre es sehr ratsam, erneute Werte vornehmen zu lassen.

Dir alles Liebe und Gute,
es wird wieder besser werden
herzlichst Siggi
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Siggi für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamieMonalindeBittchen
Mein Absetzverlauf:
► Text zeigen

carlotta
Beiträge: 3044
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10
Hat sich bedankt: 6852 Mal
Danksagung erhalten: 6858 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von carlotta » Samstag, 15.09.18, 23:28

Hallo Mona,

nur kurz von mir:
Es gibt noch weitaus längere Verläufe als 5 Jahre. (Bei mir sind es mittlerweile übrigens 7, Open End; ich kenne noch weitere Langzeitbetroffene persönlich; bei Altostrata von survivingantidepressants waren es übrigens insgesamt rund 11 Jahre.)

Du schreibst, bei Dir waren 3 Medikamente im Spiel. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie dem Nervensystem im Nachgang noch lange zu schaffen machen, ist hoch, gerade bei mehreren Präparaten. Ob man das nun noch Entzug taufen möchte oder durch psychoaktive Substanzen geschädigtes ZNS, sei dahingestellt (geschädigt bedeutet nicht notwendigerweise irreversibel).

Bekannt ist zudem, dass derartige Substanzen die Vulnerabilität für lange Zeit erhöhen können; d. h., Symptome zu späteren Zeitpunkten kann man durchaus in Zusammenhang zu früheren Einnahmen sehen. Noch dazu hast Du äußerst stressige Zeiten hinter Dir, wenn ich mich recht erinnere: Und Stress ist DER Symptomtrigger schlechthin im Entzug (bzw. bei vorgeschädigtem ZNS) und kann auch noch nach längerer Zeit Symptomwellen hervorrufen.

Und ja, die SD kann natürlich auch schräge Werte hervorbringen. Das heißt aber nicht, dass es nichts mit dem Entzug zu tun hat. Im Gegenteil wäre es ein weiteres Indiz dafür. Denn PP und ihre Nachwirkungen beeinflussen die SD nicht unerheblich. Die Frage ist nur, ob sich valide Werte feststellen lassen oder ob sie stark schwanken (häufigeres Problem im Entzug). Dann kann es sehr schwierig sein, eine geeignete Medikamentendosis zu finden bzw. wird SD-Medikation im Post-Entzugszustand auch nicht unbedingt vertragen (allgemeine Medikamentenunverträglichkeit kann viele Jahre anhalten). Man kann sich da nur vorsichtig herantasten, wenn man den Weg gehen will.

Nutzt Du denn, sofern aktuell möglich, Entspannungstechniken? Das wäre wichtig. Einfach als regelmäßige Übung/positives Signal für das ZNS. Auch pflanzliche/alternative Mittel können etwas Erleichterung bringen - sofern man sie verträgt.

Es klingt sehr nach einer heftigen Welle. :hug: Sie wird abklingen.

Liebe Grüße
Carlotta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor carlotta für den Beitrag (Insgesamt 7):
Ululu 69ClarissaMarko92MonalindeJamieSiggiSunyata
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine."(Monica Cassani)

Marko92
Beiträge: 414
Registriert: Montag, 23.12.13, 12:49
Hat sich bedankt: 547 Mal
Danksagung erhalten: 467 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Marko92 » Sonntag, 16.09.18, 9:25

Liebe Mona :) ,

Hallo in die Runde -

deine Symptome kenne ich von Angst und Panikattacken recht gut. Ich musste manchmal sogar ein paar Versuche machen, wenn ich in Panik jemand anrufen wollte, bis ich die Nummer richtig ins Telefon getippt hatte. Nachts aufschrecken, weil mich Sorgen im Schlaf verfolgen, kenne ich ebenfalls.

Ich denke, dass die vielen Belastungen in der letzten Zeit schon bei einem nicht vorbelasteten Menschen Symptome auslösen können, einen Angehörigen zu verlieren und bei langer Krankheit zu begleiten kann traumatisieren. Wie es in Zukunft praktisch weiter geht ist ja auch noch nicht so richtig gelöst.

Du bist durch den Entzug nervlich sowieso nicht so belastbar und so hat der ganze Sress meiner Meinung nach eine Welle bei dir ausgelöst.

Zur Schilddrüse denke ich, wenn es du es abklären lassen willst, dann kannst du das tun. - Allerdings, wenn du in einer Welle steckst, spielen vermutlich auch deine Blutwerte verrückt, dann sind unnormale SD-Werte FOLGE des Entzugs. Der Arzt wird es aber vermutlich nicht so sehen sondern versuchen, dir Hormone aufzudrängen, die dein ZNS zusätzlich ins Ungleichgewicht bringen würden und die falsche Lösung wären.

Übrigens gibt es zur Behandling von SD-Unterfunktion in anderen Ländern verschiedene Standpunkte, die nicht der deutschen Leitlinienbehandlung entsprechen, so behandelt man z.B. leichte Unterfunktion oft nicht. - Ich habe mich damit beschäftigt, weil ich selber eine leichte Unterfunktion habe und die Hormone schlecht vertragen habe. Die SD reagiert ja auch auf Stress und situationsangepasst, insofern finde ich eine konstante Dosis ist auch ein Eingriff in das subjektive Erleben und SD-Hormone sind in meinen Augen ebenfalls psychoaktive Substanzen, die ich nur wenn es unbedingt sein muss, nehmen würde.

Ich wäre mit Diagnosen, die im oder nach einem protrahierten Entzug gestellt werden extrem vorsichtig, wenn man sie aus Symptomen, Vitalwerten und Blutwerten ableitet und würde nur wirklich akut gefährliche Zustände medikamentös behandeln.

Ich würde dir wünschen, dass du eine gute Lösung für deine Lebenssituation findest, mit der du gut aufgehoben und ohne Sorgen leben kannst, das würde dir viel Stress abnehmen und es ginge dir vielleicht bald wesentlich besser.

Ich denke, es ist wirklich wichtig, auch die Lebenssituation mit im Blick zu haben, wenn es anderen oder einem selbst schlecht geht, bevor man anfängt, an Krankheiten zu denken. Das SD-Problem finde ich insgesamt deswegen unwahrscheinlich und unspezifische Symptome passen zu sehr vielen Krankheiten.

LG Markus :)
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Marko92 für den Beitrag (Insgesamt 7):
MonalindeJamieSiggicarlottaClarissaSunyataBittchen
► Text zeigen

Luna
Beiträge: 1176
Registriert: Samstag, 17.05.14, 2:57
Hat sich bedankt: 578 Mal
Danksagung erhalten: 1412 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Luna » Sonntag, 16.09.18, 12:25

Hallo zusammen

Dazu möchte ich kurz was schreiben.
Ich hatte ein halbes Jahr nach 0 ein wert von 2.69. Vorher so um 1 mit grausigen symptomen dank pp und nicht Schilddrüse.
Der Wert von 2,69 sank innerhalb von 2 Wochen auf 0,69. Mir ging es keineswegs anders als mit 2,69.
Meine Werte schwankten da noch sehr und sie schwanken nach wie vor bei besonders nach Unverträglichen also wenn ich sensibel bin. Das ist für mich normal, dass dann vieles schwankt und es pendelt sich wieder ein. Manchmal brauch das eine Weile bzw geht manchmal recht schnell.

Ich habe solche Zustände wie Mona wegen Schilddrüse nie gehabt.
Ich denke auch...wie Carlotta,dass Mona sehr sensibel ist auch noch wegen Entzug. Das ist locker auch mal normal nach 5 Jahren besonders nach viel Stress. Da war massiv viel Stress bei ihr usw. Es hat sich zu viel angestaut mit der Zeit. Der Mann ist verstorben und dann so viel alleine machen, empfindlichkeit auf Medikamente usw und du musstest ja zwischendurch was nehmen usw. Der Körper ist nach wie vor sensibel. Meiner nach 3 Jahren auch sehr und ich muss gut aufpassen.

Ich will keinen wegen Schilddrüse widersprechen aber einfach aufzeigen, dass es normal sein kann, dass Hormone schwanken wie auch Cortisol und viele andere Hormone. Es sind eben Hormone und die verlaufen nie geradlinig. Nicht mal bei gesunden und bei uns erst recht nicht. Wenn man Stress hat und nmu dann ist das sogar normal und wahrscheinlich das durcheinander und schwanken.

Mona du solltest doch auch Ernährung umstellen oder? Laut deiner ganzheitlichen Ärztin. Falls du da was gemacht hast, kann das auch sein, dass der Körper auch darauf erstmal reagiert. Das wäre auch anfangs normal.

Alles Gute Mona.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Luna für den Beitrag (Insgesamt 6):
Marko92ClarissaMonalindeJamiecarlottaBittchen
LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

► Text zeigen

Monalinde
Beiträge: 536
Registriert: Freitag, 21.01.11, 16:10
Hat sich bedankt: 774 Mal
Danksagung erhalten: 1115 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Monalinde » Sonntag, 16.09.18, 14:40

Hallo liebe Luna,

Danke Dir,

diese nächtlichen Unruhezustände hören sich wirklich nach Schilddrüse an, weil man ja ansonsten keine große Erklärung dafür finden kann.
Aber ich denke doch, dass es diese verflixte Übersensibilität ist, wie Carlotta sie beschreibt, denn bei mir läuft irgendwie alles darauf hinaus, immer wieder in einem neuen Kleid. Trotzdem war ich fix und alle und bin so dankbar, dass mir das Forum wieder einmal geholfen hat. Es ist einfach schrecklich, wenn man mit allem so allein dasteht.

Vielleicht noch etwas Interessantes. Mein Sohn sucht ja hin und wieder seinen Psychiater auf. Er hat ihm auch von meinen Zuständen erzählt, Der Psychiater hat mir zur Einnahme von Pistazien, unbehandelt geraten.Diese enthielten das Schlafhormon Melatonin und würden insgesamt etwas beruhigen. Vielleicht hilft es ja ein wenig.

Ich habe jetzt noch einmal meine letzten Blutbilder durchgeschaut und festgestellt, dass die Schilddrüsenwerte 2015 bei 2,06, 2016 bei 2.07 und 2017 bei 2,18 lagen, also keinen größeren Schwankungen unterworfen waren. 2018 steht noch aus.
Die Werte bewegen sich ja alle noch Referenzbereich, ich muss aber zugeben, dass ich ganz gewiss keine Schilddrüsenspezialistin bin.

Lieb, dass du an mich gedacht hast,

Grüße an M. und auch an die Fellnase Luki.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Monalinde für den Beitrag (Insgesamt 2):
carlottaBittchen
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Luna
Beiträge: 1176
Registriert: Samstag, 17.05.14, 2:57
Hat sich bedankt: 578 Mal
Danksagung erhalten: 1412 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Luna » Sonntag, 16.09.18, 15:14

Liebe Mona
Unruhezustände können aber genauso gut von anderen....besonders Stresshormonen....kommen. Wenn der körper damit nicht umgehen kann.
Ich war auch mega unruhig wenn mein Blutzucker spinnte und da waren Schilddrüsenhormone normal.
Man kann das nicht alles auseinander nehmen, da vieles im Körper...wenn durcheinander...zu Symptomen führen kann. Was du dann alles schlucken müsstest. Das wäre alles andere als gesund.
Achte bei nüssen bzgl auf Histamin...sonst wird es wieder unruhig.
Ansonsten mach was du möchtest und wo du denkst, dass es dich dann beruhigt.

Liebe grüße luna
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Luna für den Beitrag (Insgesamt 5):
Ululu 69MonalindeMarko92carlottaBittchen
LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

► Text zeigen

Clarissa
Beiträge: 2097
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37
Hat sich bedankt: 2190 Mal
Danksagung erhalten: 4450 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 16.09.18, 15:34

Liebe Mona,

wenn Dein TSH zu hoch wäre, läge insgesamt eine Unterfunktion der Schilddrüse vor - und dazu passen Deine Symptome eher NICHT.
(Sie würden evtl. zur Überfunktion mit ganz niedrigem TSH passen.)

Insgesamt schließe ich mich carlottas, Markus' und Lunas Interpretationen an.

VG von Clarissa
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Clarissa für den Beitrag (Insgesamt 3):
Marko92carlottaBittchen
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

Siggi
Beiträge: 915
Registriert: Donnerstag, 05.07.07, 19:49
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Hat sich bedankt: 4857 Mal
Danksagung erhalten: 1139 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Siggi » Sonntag, 16.09.18, 16:44

Hallo,

es ist allerdings bekannt, dass Unterfunktion, sowohl als auch Überfunktion die gleichen
Symptome auslösen können.
Einer Unterfunktion muss nicht automatisch : Müdigkeit, Trägheit, Gewichtszunahme,Antriebslosigkeit
etc. einher gehen...
Ich war am Anfang, als noch keine Diagnose gestellt wurde , ein lebhaftes Beispiel...
Ich verlor erschreckend viel Gewicht, stand nur noch unter Strom, zitterte wie Espenlaub, und befand mich
in einer permanenten Akathisie.
LGr.
Siggi
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Siggi für den Beitrag (Insgesamt 3):
Ululu 69MonalindeBittchen
Mein Absetzverlauf:
► Text zeigen

Katzi2000
Beiträge: 149
Registriert: Sonntag, 08.07.18, 12:02
Hat sich bedankt: 181 Mal
Danksagung erhalten: 192 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Katzi2000 » Sonntag, 16.09.18, 19:47

Hallo Monalinde,


Nun aber heute morgen gegen 3.00 Uhr dieses Aufschrecken wieder, schweissgebadet und mit dem Gefühl, als hätte ich 50 Tassen Bohnenkaffee getrunken. Ich musste die Fenster schließen, weil mich Straßenlärm fast wahnsinnig werden ließ, ich zitterte am ganzen Körper, bin mir aber sicher, dass ich zuvor keinen Albtraum aber einen ins Übermaß gesteigerten Traum hatte. Seltsamerweise hat mich auch der Tinnitus, der fast täglich mein Begleiter ist, sofort verlassen.



Diese Zustände, genau wie du sie beschreibst, habe ich auch seit einigen Wochen. Ich habe vor 5,5 Monaten Mirtazapin abgesetzt.
Ich habe schon beim einschlafen Angst davor, denn jede Nacht überfällt mich dieser Zustand. Mal mit Schweißausbruch mal ohne.
Ich hatte nie psychische Probleme.

Meine Schilddrüsenwerte sind in Ordnung, ich ließ sie erst im August überprüfen.

Zur Zeit probiere ich lioran (passionsblume) aus. Vielleicht hilft sowas.

Diese Zustände sind fürchterlich und ich habe schon lange nicht mehr durchgeschlafen.
Ich fühle mit dir !

Liebe grüße von Katzi 2000😼

Sorry, aber das zitieren hat nicht funktioniert
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katzi2000 für den Beitrag (Insgesamt 4):
MonalindeMarko92carlottaBittchen
ab Februar 17 bis April 17 : Mirtazapin 7,5 bzw 3,75 mg 1. Hörsturz, wegen Tinnitus sporadisch eingenommen
ab Februar 17 versch. Blutdruckmittel ausprobiert, Namen weiß ich nicht mehr alle
ab Juni 17 Enalapril, abgesetzt wegen Husten, danach Amlodipin u. Torasemid
August17 : wieder Mirtazapin 7,5 bzw. 3,75 mg wegen 2. Hörsturz sporadisch eingenommen
Sept. 17: Blutdruckkrise: Amlodipin, Moxonidin, Telmisartan mit HTC, Torasemid
15. Okt. 17: auf 7,5 mg Mirtazapin (oder Blutdruckmittel) mit Stechen, Brennen, Kribbeln auf Kopfhaut reagiert,
10 Tage vom Schiffsarzt Tavor nach Bedarf ca. 2 x 1 halbe am Tag, wusste nicht was das für schlimmes Zeug war 😣
Ende Oktober 17: Ambulanz KH, Diagnose Polyneupathie im Kopf! !!!
sollte Gabapentin 100 nehmen, hab ich aber nur 3 Kapseln genommen, sollte später erhöht werden
CT v. Kopf: alles ok, Lumbalpunktion: soweit alles ok, leichte Blut-Hirn-Schranken-Störung
Nov. 17: im KH für 3 Tage, wollte die vielen Blutdruckmittel absetzen, da ich dachte, Kopfweh käme von denen
Nov. 17: beim Neurologen: sollte Sertralin 50 nehmen, nahm 2 Abende 25mg, träumte fürchterlich, Bluthochdruck
Nov. 17: Hausarzt mahnte mich, endlich was zu nehmen, entschied mich für Mirtazapin, leider :x
Dez. 17: beim Orthopäden u. MRT der HWS, wegen Einschlafen der Hände, aber ohne Befund,
Dez. 17: beim Psycholigen: gab mir Amtriptylin 50, nahm 2 Abende eine Viertel, also 12,5 mg, bekam kribbeln in Mund, Zunge,Zähne,Zäpfchen vibrierten eine Woche lang
Jan 18: beschloss Mirtazapin von 7.5 auf 3,75 mg zu reduzieren, weil ich immer nach der Einnahme fürchterliches Kopfweh bekam. Auch nachts, wenn ich aufstand.
Absetzsymptome: Zittern der Beine, Gleichgewichtsstörung, Kribbeln in den Füßen, Zucken des linken Auges, gelegentlich Einschlafen der Hände. Geschwollenes Gesicht, alles gegeben, bis auf Kribbeln in Füßen ab und zu
Feb. 18: MRT v. Kopf: 2 kleine Menigiome, die ich schon länger habe, aber nicht gewachsen sind
ab 5.4.18: auf 0
jetzige Einnahme: morgens u. abends 80 mg Valsartan und morgens 100 mg Jod (habe Knoten in der Schilddrüse)
Ende April 18: Verdacht auf Gürtelrose am Kopf, Medikamente 7 Tage genommen u. Tillin
Heute bin ich der Meinung, es war exzem v. Absetzen
5.7.18 : Blutergebnisse alle in Ordnung
Absetzsymptome: Appetitlosigkeit, selten Einschlafen der Hände, 5 mal Durchfall in dieser Zeit, nächtliche Schweißausbrüche und Herzrasen, Benommenheit, Tränen der Augen anfangs, jetzt nicht mehr, Kribbeln im Mund, Mundtrockenheit, Schwere Arme u. Beine manchmal, Zittern der Muskeln in den Beinen im Bett, Kraftlosigkeit, pulsierendes Rasseln im Kopf, Kopfweh wieder, nächtliches Aufwachen 2-3-mal,innere Unruhe +Stromgefühl, spürbar am ganzen Körper, Kribbeln in Füßen, Rücken, Arme, Hände manchmal, momentan: erhöhter Blutdruck u. Puls, blaue Flecken am Bein, Gefühl geschwollene Beine ,Arme u. Gesicht, Kopfweh, oft nachts auf Toilette, erhöhter Stuhldrang, vermehrter Speichel, pieksen auf der Haut.
30.7.18 0,5 mg Mirtazapin direkt ruhiger, tagsüber zittrig ganzer Körper, Nervenschmerzen in den Beine
05.08.18 0,1 mg Mirtazapin, nächster Tag wieder extreme Unruhe
Danach nichts mehr eingenommen
August 18 Schilddrüse okay
Ab September 18 wieder schlimmer

Seit Mitte Juli 18 Omega 3 1000
Seit 23. Juli 18 kytta sedativum
Seit September 18 Lioran , Passionsblume ausprobiert gegen die Unruhe

Marko92
Beiträge: 414
Registriert: Montag, 23.12.13, 12:49
Hat sich bedankt: 547 Mal
Danksagung erhalten: 467 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Marko92 » Montag, 17.09.18, 10:24

Hallo in die Runde :)
Nun aber heute morgen gegen 3.00 Uhr dieses Aufschrecken wieder, schweissgebadet und mit dem Gefühl, als hätte ich 50 Tassen Bohnenkaffee getrunken. Ich musste die Fenster schließen, weil mich Straßenlärm fast wahnsinnig werden ließ, ich zitterte am ganzen Körper, bin mir aber sicher, dass ich zuvor keinen Albtraum aber einen ins Übermaß gesteigerten Traum hatte. Seltsamerweise hat mich auch der Tinnitus, der fast täglich mein Begleiter ist, sofort verlassen.
Solche Symptome liest man doch bei vielen beim Absetzen oder im protrahierten Entzug. -

Nur weil man findet, das könnte allmählich aufhören, wird es auch nicht anders. :wink:

Sicher kann man alles mögliche untersuchen lassen und immer wieder zum Arzt, aber was bringt es letztendlich?
Entweder es wird nichts gefunden oder man bekommt eine Diagnose, die der Arzt stellt, weil er keinen Zusammenhang zum Absetzen herstellt nach so langer Zeit. Wenn man Pech hat, nimmt man dann irgendein Medikament, dass man nicht verträgt und einen richtig zurückwirft.

Kann mich noch ganz gut an einen Beitrag von Curlytitus erinnern, in dem sie sich wegen SD - Werten ausserhalb des Referenzbereichs überreden hat lassen, Hormone zu nehmen, und davon monatelang zu leiden hatte und in der Genesung zurückgeworfen worden ist.

Was ich nicht verstehe, wieso Symptome, die einerseits typische Absetzsymptome sind und andererseits bei Streß und psychsicher Belastung auch einleuchten mehr oder weniger beliebig auf die SD zurückgeführt werden, weil sie so unspezifisch sind, dass sie eben auch zu anderen Erkrankungen passen.

@ Siggi - MWn sind Monas Symptome in den allermeisten Fällen Überfunktionssymptome, es mag einzelne Ausnahmen geben, aber du hast doch Hashimoto und da ist ja auch noch das Immunsystem im Spiel, was die Symptome ebenfalls auslösen kann.

Und du hast doch selbst Erfahrung mit Unverträglichkeiten, warum reitest du auf der SD rum? Da könnte man jetzt alles aufzähen, was Ansgt und Unruhe zur Folge hat und abkären lassen. Viele Entzugssymptome könnten auch auf eine Erkrankung hindeuten, das führt doch zu wenig, wen das alles angesprochen wird. Man riskiert nur wieder neue Medikamente und Symptome.

Ausserdem, gerade bei den Langzeitbetroffenen sind alle möglichen Werte ausserhalb der Norm, siehe Lunas Beitrag, und Behandlungsversuche führen zu neuen Tiefpunkten im Verlauf, weil die Werte schwanken, weil der Organismus noch versucht sein Gleichgewicht wieder zu finden.

Der springende Punkt ist doch der, hatte man vor dem Absetzen normale Werte oder nicht? Wenn ja, dann ist es vermutlich Entzug, wenn nein, dann hat man eine körperliche Krankheit. Sprich, war eine Erkrankung schon vor dem Entzug vorhanden, wenn nicht, sind es meistens Absetzsymptome.

Zur Erkärung meiner Besorgnis bitte https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 77#p202677 und die zurückliegende Beiträge.

Fühle mich nicht wirklich wohl, das zu posten, weil ich niemanden verletzen will, andererseits will ich aber auch wichtige Infos nicht weglassen, die Leid ersparen können. - Bitte nicht falsch verstehen.

LG Markus :)

PS - @ Mona - Was ist mit Doxepin? Du hattest doch einige Tabletten genommen. Nimmst du sie noch und wieviel waren es?
Das könnte nämlich ebenfalls Symtome triggern, solltest du zu denen gehören, die keine Medikamente mehr vertragen.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Marko92 für den Beitrag (Insgesamt 4):
ClarissaLunacarlottaBittchen
► Text zeigen

Siggi
Beiträge: 915
Registriert: Donnerstag, 05.07.07, 19:49
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Hat sich bedankt: 4857 Mal
Danksagung erhalten: 1139 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Siggi » Montag, 17.09.18, 12:36

Hallo Markus,

nein, ich nehme dir deine Bemerkungen, bezüglich der S.D. nicht übel.
Im Grunde ist unser Denken ja ähnlich.

Fast jeder von uns hat in der Vergangenheit sicher Mengen an Geldern für Ärtzebehandlung, Tests, NEM etc.
ausgegeben, immer in der Hoffnung damit etwas Erleichterung und Licht im Tunnel zu erleben... :frust:
und musste die Erfahrung machen, dass alles nur kontraproduktiv und enttäuschend war....

Es ist halt nur so, wenn man wie Mona und auch ich, schon seit Jahren im protrahierten Entzug steckt, sich fragen muss
ob dies denn wirklich noch Entzug ist.

Als Außenstehender, aber auch als Betroffener , versucht man dann alle Register der Eventualitäten zu ziehen,
immer in der Hoffnung, dem Andern einen Strohhalm zu reichen,im Glauben ihm etwas helfen zu können .

Uns langjährigen Entzüglern fällt es oft nicht leicht ,bei so plötzlich auftretenden,
krassen Einbrüchen immer noch an Entzugsymptome zu glauben.... :(

Lg. Siggi
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Siggi für den Beitrag (Insgesamt 4):
Marko92Ululu 69MonalindeBittchen
Mein Absetzverlauf:
► Text zeigen

Marko92
Beiträge: 414
Registriert: Montag, 23.12.13, 12:49
Hat sich bedankt: 547 Mal
Danksagung erhalten: 467 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Marko92 » Montag, 17.09.18, 12:55

Liebe Siggi :)

da bin ich froh, dass du mir meinen Beitrag nicht übel nimmst :party2:

Freilich ist es schwer, wenn man so lange nicht ganz gesund wird.

Was mich manchmal wundert, sind die Zweifel, die auch sehr Erfahrene am langjährigen Verlauf haben.

Das scheint mir im englischsprachigen Forum weniger.

LG Markus
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Marko92 für den Beitrag (Insgesamt 5):
SiggiClarissaLunacarlottaBittchen
► Text zeigen

Monalinde
Beiträge: 536
Registriert: Freitag, 21.01.11, 16:10
Hat sich bedankt: 774 Mal
Danksagung erhalten: 1115 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Monalinde » Montag, 17.09.18, 14:27

Hallo,

Viel ist in der Zwischenzeit in meinem thread geschehen. Ich hatte heute einen Termin bei meinem früheren Psychiater, den ich vor ein paar Tagen in meinem Schrecken angerufen habe. Eigentlich wollte ich gar nicht mehr hingehen, habe es dann aber doch getan. Er hat zuallererst ein EEG gemacht, dass, vermutlich durch meine entspannte Haltung während der Sitzung besser ausgefallen ist, als in den Vorjahren.

Er hat mir Oppripramol bedarfsweise verschrieben, vielleicht reicht es ja schon wenn ich es in der Nähe habe. Was interessant war, ist, dass man bei alten Leuten vorsichtig mit der Verschreibung von Antidepressiva sein müsse, wegen der Gefahr von Verwirrtheitszuständen.

Mir fällt es oft schwer, so wie es Siggi auch schreibt, bei manchen Symptomen noch an einen Langzeitentzug zu glauben. Bei den körperlichen Symtomen, die ich hatte, wie Reflux, Schleim im Rachen, verstopfte Nase, Tinnitus,Schüttelfrost, Hautausschläge, Stromgefühle in den Armen und Beinen , Herzrasen waren die Medikamente schuld.

Meine Psyche kann ich einfach nicht einschätzen, habe ich mir vielleicht angewöhnt, anders auf Lebensereignisse zu reagieren wie früher und provoziere damit mein Unterbewusstsein?

Aber diese Stressanfälligkeit ist andereseits auch nicht im Bereich des Normalen.

Nachdenkliche Grüße Mona
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Monalinde für den Beitrag (Insgesamt 2):
SiggiBittchen
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Stud_psych
Beiträge: 77
Registriert: Donnerstag, 18.05.17, 16:32
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 121 Mal

Re: Können das noch immer Absetzsymptome sein? Vorsicht Triggergefahr!

Beitrag von Stud_psych » Montag, 17.09.18, 14:58

Hallo Monalina,

ich kann ich gut verstehen. In einigen Situationen, in der mich dann auch die Panik überkommt, habe ich auch immer das Bedürfnis einen Terminen bei einem Arzt zu machen.

Das dein EEG besser ausgefallen ist als in den Jahren zuvor, kann vielleicht auch ein Zeichen sein, dass sich dein Nervensystem zumindest dort erholt, auch wenn du es selbst noch nicht merken kannst....

Nur eine Idee....

LG
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Stud_psych für den Beitrag (Insgesamt 4):
Ululu 69MonalindecarlottaBittchen
Sommer 2012 20mg Citalopram
Herbst 2012 wechsel auf Escitalopram
Winter 2012 wechsel auf Duloxetin 60mg
2015 wechsel auf Venlafaxin 75mg, später aufdosiert auf 150 mg
Februar 2017 150 mg Venlafaxin
Bis Ende März auf 110mg runter
Bis April runter auf 75 mg

Mai- September jede 6-8 Wochen um 3-4 mg reduziert.
Oktober pause
Anfang November auf 42 mg (um 3 mg reduziert).
01.01 Reduzierung auf 39 mg
01.4 reduziert auf 36 mg
22.5 reduziert auf 27 (ausversehen)
23.5 aufdosiert auf 33 mg (122 Kügelchen)
28.11 reduziert auf 119

Antworten