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0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von lunetta » Samstag, 20.10.18, 21:53

Hallo!

Ich finde du solltest in einer Situation, die dzt, komplett instabil ist gar nicht an ein Absetzen von irgendeinem Medikament denken!

Versuch dich erstmal zu stabilisieren und erst dann denk ans Absetzen!

LG!
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Kaenguru70 » Sonntag, 21.10.18, 0:34

Hallo,

es tut mir leid zu lesen, dass deine Ohrenproblematik sich verschlechtert hat.
0816 hat geschrieben:
Samstag, 20.10.18, 21:32
Und Schlafstörungen werden ja bei Kortison als Nebenwirkung genannt. In Kombination mit Zolpidem hatte ich das Problem zwar nie aber seit dem Diazepamumstieg scheint Kortison für mich ein absoluter Schlafkiller zu sein.
Kortison kann extreme NW haben, das musste ich schon selber erfahren.
Von Agressivität bis Depression und Unruhe war bei mir alles vertreten.
Im Entzug und mit einem gereizten ZNS ist Kortison schlecht verträglich und kann triggern.
Da können jetzt also viele Faktoren zusammen kommen, die zu deiner Schlaflosigkeit und Verschlechterung des Hörvermögens führen.
0816 hat geschrieben:
Samstag, 20.10.18, 21:32
Ich scheine also momentan vor der Alternative eine weiteren Verschlimmerung der Hörschädigung bishin zum kompletten Hörverlust oder dem langsamen Abrutschen in die Benzohochdosis zu stehen, was für mich beides keine lebenswerten Alternativen Sinn.
Ich denke, dass dein Hörvermögen gerade absolute Priorität hat und du dich unbedingt stabilisieren solltest, bevor du über weitere Abdosierungen nachdenkst.
Vom Hochdosisbereich bist du sehr weit entfernt, er beginnt ca bei 15 mg Diazepam.
Natürlich ist es nicht schön ein Benzo zu nehmen, aber ein überhasteter Entzug kann viel mehr Schaden anrichten. Dein Körper hat Stress durch den Entzug, was sich ja wiederum ungünstig auf dein Hörvermögen auswirken könnte.
lunetta hat geschrieben:
Samstag, 20.10.18, 21:53
Aber wenn das so weitergeht scheint der ambulante Entzug für mich nicht möglich zu sein und ich muss mich wahrscheinlich doch darauf einlassen den Benzoentzug klinisch mit massiver Deckelung durch andere PP durchzuführen, obwohl sich alles in mir dagegen streubt. Wenn sich aber die Ohrproblematik auch im sanftem Entzug nicht kontrollieren lässt ist vielleicht doch der Versuch mit der Brechstange der einzig mögliche.
Die Erfahrungen im Forum (und auch die von zwei meiner Familienmitglieder) zeigt, dass ein klinischer Entzug meist viel zu schnell und dadurch nicht nachhaltig durchgeführt wird.
Die 10% Regel, die wir empfehlen, wird nicht mal annähernd eingehalten. Der ein oder andere Psychiater käme vlt sogar auf die Idee 4 mg Dia sofort auf Null zu setzen.

Bevor du hinterher noch weitere PP einnimmst, die du dann unter Umständen nur sehr schwer wieder loswirst, überleg dir lieber, ob du einfach eine Entzugspause einlegst und deinem ZNS Zeit zur Stabilisierung gibst. Ob du nun nach so vielen Jahren Abhängigkeit 6 Monate länger Diazepam nimmst oder nicht, macht meines Erachtens keinen Unterschied.

Aber ein ZNS , welches durch weitere PP Medikamente völlig irritiert ist, oder durch einen Schnellentzug völlig aus den Fugen gerät, ist bestimmt keine sinnvolle Option.

Eine überhastete Entscheidung ist doch nicht notwendig.

Du hast dich sicherlich schon mit Entspannungsmethoden auseinandergesetzt? Bei solchen Erkrankungen, die sehr mit Stress zusammenhängen ist so ein Ansatz unverzichtbar.

Ich wünsche dir baldige Besserung
Viele Grüße
Sarah
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Jamie » Sonntag, 21.10.18, 9:34

Hallo, :)
Vom Hochdosisbereich bist du sehr weit entfernt, er beginnt ca bei 15 mg Diazepam.
Das möchte ich rasch korrigieren, damit hier keine falschen Zahlen kursieren.
Der Hochdosisbereich beginnt bei 30mg Diazepam bzw. Äquivalent.

Viele Grüße
Jamie
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Sonntag, 21.10.18, 13:06

Hallo Sarah,
erstmal die positive Nachricht: Letzte Nacht habe ich endlich mal wieder 8 Stunden Schlaf bekommen ohne an der Medikamentendosis schrauben zu müssen. Zwar hat die Nacht noch keine positive Auswirkung auf die Ohren aber ich bin erstmal erleichtert, dass ich zumindestens mal wieder wach bin.
Kaenguru70 hat geschrieben:
Sonntag, 21.10.18, 0:34
Kortison kann extreme NW haben, das musste ich schon selber erfahren.
Von Agressivität bis Depression und Unruhe war bei mir alles vertreten.
Im Entzug und mit einem gereizten ZNS ist Kortison schlecht verträglich und kann triggern.
Da können jetzt also viele Faktoren zusammen kommen, die zu deiner Schlaflosigkeit und Verschlechterung des Hörvermögens führen.
Ja die Befürchtung habe ich leider mitlerweile auch. Leider ist Kortison das einzige was Ärzten zu der Ohrproblematik noch einfällt. Aber ich werde es wohl jetzt lassen, da es nicht nachhaltig ist und offensichtlich in Verbindung mit meiner derzeitigen Benzodosis schlafschädigend wirkt und damit kontroproduktiv ist :(
Kaenguru70 hat geschrieben:
Sonntag, 21.10.18, 0:34
Ich denke, dass dein Hörvermögen gerade absolute Priorität hat und du dich unbedingt stabilisieren solltest, bevor du über weitere Abdosierungen nachdenkst.
Vom Hochdosisbereich bist du sehr weit entfernt, er beginnt ca bei 15 mg Diazepam.
Natürlich ist es nicht schön ein Benzo zu nehmen, aber ein überhasteter Entzug kann viel mehr Schaden anrichten. Dein Körper hat Stress durch den Entzug, was sich ja wiederum ungünstig auf dein Hörvermögen auswirken könnte.
Bevor du hinterher noch weitere PP einnimmst, die du dann unter Umständen nur sehr schwer wieder loswirst, überleg dir lieber, ob du einfach eine Entzugspause einlegst und deinem ZNS Zeit zur Stabilisierung gibst. Ob du nun nach so vielen Jahren Abhängigkeit 6 Monate länger Diazepam nimmst oder nicht, macht meines Erachtens keinen Unterschied.

Aber ein ZNS , welches durch weitere PP Medikamente völlig irritiert ist, oder durch einen Schnellentzug völlig aus den Fugen gerät, ist bestimmt keine sinnvolle Option.

Eine überhastete Entscheidung ist doch nicht notwendig.
Die Angst, die ich habe, ist das gerade wegen meiner Ohrprobleme mein Fall vom Standartfall abweicht, da die Ohrprobleme eindeutig auf Dauerstress reagieren. Mein erster heftiger Hörsturz war in der Phase als ich auf die Resultate meines Uniexamens gewartet hat und sich dieses Warten sehr lange hinzog. Seitdem habe ich immer Rückschläge erlebt, wenn Stress entstanden ist. Und offensichtlich ist selbst die langsame Herunterregulierung der Benzos enormer Stress. Da hatte ich nach dem vielversprechenden Beginn des Entzugs gehofft, dass meine Ohren nicht mit einer Verschlimmerung reagieren würden. Leider kann ich dauerhaften extremen Schlafmangel vom Ohr her ganz schlecht verkraften.
Deshalb brauch ich vielleicht doch eine Deckelung wie sie Kliniken durchführen. Ich bin mir da aber längst noch nicht sicher und werde sicherlich noch ein paar Wochen abwarten ehe ich eine solche Entscheidung treffen würde.
Andere PP konnte ich bisher immer gut absetzen, besonders Antidepressiva. Leider habe sich diese in der Vergangenheit im ambulanten Umfeld als tauglich erwiesen zu deckeln.
Vor Neuroleptika habe ich dagegen ziemliche Angst. Deshalb wollte ich auch das Atosil schnell loswerden. Bei Neuroleptika sind ja soweit ich weiß bein Dauereinnahme auch dauerhafte Schäden zu erwarten und mein Denkvermögen war immer der Teil meines Körpers, der am besten funktioniert hat.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Brachialentzug in Kliniken immer scheitert. Es gibt ja einige Reportagen über Entzugskliniken, die über Erfolge des klinischen Entzuges berichten und die können doch letztlich nicht alle gefaked sein :?
Für mich ist die Abwägung mit welcher Methode ich die höheren Chance habe einer kompletten Ertaubung des betroffenen Ohrs zu entgehen und dabei den dringend notwendigen Benzoentzug zu realisieren.
Wie beschrieben haben die Zolpidem bei mir ca 15 Jahre nebenwirkungsfrei "funktioniert" um dann plötzlich nach einer Panikdosissteigerung in der absoluten Katastrophe zu enden. Deshalb habe ich große Angst, dass das momentane gute funktionieren der Diazepam mit vernünftiger Tagesstabilität nur ein labiler Zustand ist und ein zu langes Warten oder gar erhöhen zu einer weiteren Verschlimmerung führt.

Aber noch sind das alles theortische Überlegeungen. Ich denke, ich werde erstmal bei den ca. 10 Tropfen Atosil bleiben. Ich habe gestern initial 7 Tropfen genommen und 3 Tropfen in Reserve gehalten um sie bei längerer Schlaflosigkeit nachnehmen zu können. Ich weiß, dass das ein recht billiger psychologischer Trick ist, aber der Placebo-Effekt ist bei mir stark und das Gefühl etwas nachnehmen zu können wichtig um komplett schlaflose Nächte verhindern zu können.

Wie würdet ihr das Gefahrenpotential des Atosil bei längerer Einnahme im Verhältnis zum Diazepam einschätzen? Mein ursprünglicher Plan sah ja vor zunächst an den Atosil zu arbeiten aber das Resultat lässt mich eher dazu bringen zunächst das Diazepam ins Visir zu nehmen und das Atosil während des Diazepamentzuges stabil zu halten und nachher abzusetzen. Aufgrund der Tatsache, dass das Atosil als niedrigpotentes Neuroleptika beschrieben wurde, hatte ich vor dem Medikament hinsichtlich der Langfristfolgen mehr Angst als vor den Benzos. Würdet ihr das auch so einschätzen oder eher umgekehrt?
Kaenguru70 hat geschrieben:
Sonntag, 21.10.18, 0:34
Du hast dich sicherlich schon mit Entspannungsmethoden auseinandergesetzt? Bei solchen Erkrankungen, die sehr mit Stress zusammenhängen ist so ein Ansatz unverzichtbar.
Einmalig kurz in einer psychosomatischen Klinik mit progressiver Muskelrelaxion aber das war kurz vor meiner Entlassung und damals war ich schon relativ entspannt nach mehreren Monaten Reha und ohne körperlicher Symptomatik.
Ich gebe dir recht, dass ich den Faden vielleicht aufnehmen sollte. Würdest du hierzu nach Kursen ausschau halten oder Eigentraining mit DVDs und co versuchen und welche Methoden sind am ehesten zu empfehlen?
Ich bin leider kein sonderlich spiritueller Mensch, sodass ich mit solchen Verfahren immer meine Probleme habe aber ein Versuch wäre es wert. Ich brauche irgentetwas um meine nächtliche Panik bei fehlendem Einschlafen in den Griff zu bekomen um bei einem ambulanten Entzug eine wirklich Chance zu haben

Danke jedenfalls für deine Rückmeldung. Ich werde nichts überstürzt entscheiden und meine Optionen weiter abwägen. Wenn der Hörverlust Montag noch da ist, lass ich ihn erstmal beim HNO messen um objektiv einschätzen zu können wie dramatisch er ist.

MFG
0816
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil

weg

Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von weg » Sonntag, 21.10.18, 17:44

hi 0816

ich habe deine leidensgeschichten gelesen und es tut mir leid, dass du so enorme probleme mit den ohren hast. das ist ja wirklich schlimm.

in deinem thread hat dich sarah auf meine zolpidem-einnahme aufmerksam gemacht. als ich nämlich meine 5 mg dosis verdoppelt habe ging es mir wirklich sehr schlecht damit.

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 04#p186699

inzwischen habe ich das zolpidem ganz langsam innerhalb von knapp 18 monaten ausgeschlichen. diese zeit war für mich sehr intensiv aber auch mit einer vertieften persönlichen entwicklung und einsichten in mein leben entscheidend.

mir geht es nun recht gut.

was hat mir alles geholfen?

- das forum.
wie du in meinem thread siehst, habe ich jeden strohhalm ergriffen um hilfe zu bekommen und ich habe sie bekommen. ich habe damit gelernt mit meiner "geschichte" umzugehen und auch zu akzeptieren.

- ich habe meditieren gelernt nach Jon Kabat-Zinn.

du schreibst, dass du eher ein rationaler mensch bist und wenig "am hut" mit esoterischem gedankengut hast. die methode von Jon Kabat-Zinn fusst zwar auf buddhistischen erfahrungen. er hat es jedoch geschafft all das buddhistische aus seiner methode herauszunehmen und hat daraus ein wissenschaftlich geprüftes achtsamkeitstraining entwickelt.

er hat verschiedene bücher geschrieben und vielleicht googelst du einfach mal danach um dir ein bild davon zu verschaffen.

im buch "gesund durch meditation - das grosse buch der selbstheilung mit MBSR" ist das ganze programm beschrieben. ich habe dann zusätzlich noch einen 8 wöchigen kurs besucht, damit ich diese methode anwenden kann.

eigentlich habe ich ja mühe dir meditation zu empfehlen und ich möchte auch nicht als "predigerin" wahrgenommen werden.
mir scheint es jedoch, dass es wegen all deiner körperlichen beschwerden sehr schwer ist, im moment lösungen und erleichterungen zu finden. aus diesem grund kam mir die idee, dir noch von anderen möglichkeiten zu berichten.

ich hoffe sehr, dass du irgendwie hilfen bekommen kannst.

herzlich
weg

Asbivi
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Asbivi » Sonntag, 21.10.18, 20:51

Hallo,

was mir noch zu deiner ohrenproblematk und kortison Einfällt:

Es gibt die Möglichkeit sich das kortison direkt ins Ohr spritzen zu lassen. Lt. HNO hat dies den Vorteil, dass das kortison genau dahin kommt, wo es wirken soll und - angeblich - nicht den gesamten Organismus belastet.

Das ganze ist natürlich kritisch zu hinterfragen. Zum einen muss man die spritzen selbst zahlen, zum anderen wird jedesmal das Trommelfell durchstochen. Es besteht also das Risiko, das dies dauerhaft verletzt wird.

Ich habe mir damals 4 oder 5 setzen lassen. Viel gebracht hat es mir nicht ebenso wie die kortisontherapie mit Infusionen und Tabletten zuvor.

Aber evtl. Eine Überlegung für dich.

Lg
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Jamie
Ab 2004: Einnahme von 45 mg mirtazapin, dazu 40 mg fluoxetin, davor 2 mal Paroxetin genommen, dabei schwere kreislaufprobleme
Nach ca. 1 Jahr mirtazapin ausgeschlichen, keine absetzprobleme, fluoxetin auf 20 mg reduziert, dann wieder erhöht auf 40 mg.
Ca. 2011: zweite schwere Episode, mirtazapin wieder genommen, nach ca. 1 Jahr ausgeschlichen, 40 mg fluoxetin beibehalten

2016: nächste schwere Episode, zu fluoxetin 7,5 mg mirtazapin eingenommen.

Ab märz 2017: Trazodon 100 mg von neuer psychaterin, da höhere Dosis von mirtazapin vermehrt fressanfälle und starken Überhang ausgelöst hat, fluoxetin abgesetzt.

Ab Feb 2018: Notaufnahme in psychiatrischer Klinik, trotz Trazodon in schwere Depression gerutscht, vermehrte Einnahme von tavor wg extremen Angstzuständen vor klinikaufenthalt. Umstellung auf Sertralin bis 200 mg, dazu 50 mg quetiapin u 15 mg mirtazapin.
Ab märz 2018 60 mg cymbalta, 15 mg mirtazapin, 50 mg quetiapin

Ab Mai 2018 bis dato: 60 mg cymbalta, 15 mg mirtazapin, Reduzierung auf 25 mg quetiapin
Zustand: mit dieser medikamentierung geht es mir gut, Nebenwirkung bis auf etwas stärkeres schwitzen nachts und Gewichtszunahme (ca. 7 kilo), keine
Stand 15.10.2018: 20 mg cymbalta, 13 mirtazapin
Ich kann endlich wieder essen ( konnte nichts mehr essen, bin auf 41 Kilo abgerutscht, bin aber auch nur 154 cm gross, momentan muss ich aber extrem beim essen aufpassen, brauche nur ein Salatblatt anschauen und nehme zu)
Keine Angstzustände mehr

Kinderwunsch besteht, deshalb medis ausschleichen, insbesondere cymbalta

... Aber unter medis geht es mir besser als ohne.... :frust:

0816
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Dienstag, 23.10.18, 13:15

Hallo Weg,
danke für den Tipp. Ich werde das Buch mal lesen und schauen ob ich mich darauf einlassen kann. Vom ersten Eindruck her klingt die Methode interessant und es scheint auch möglich zu sein Kurse in meiner Nähe zu finde.
Es wäre für mich sehr hilfsreich, wenn ich Methoden hätte um die nächtliche Panik beim Nichteinschlafen und die damit verbundenen Gedankenketten irgentwie unterbinden kann.
Da bei mir der Zolpidementzug quasi alternativlos war, da ich die Tablette einfach nicht mehr vertragen habe, gibt es eigentlich auch kein wirkliches Zurückweichen, denn mein Körper kann jederzeit auf das Diazepam ähnlich negativ reagieren.
Immerhin habe ich die letzten Tage wieder Schlaf finden können.

Hallo Asbivi,
ich glaube aufgrund der Tatsache, dass Kortison nur so begrenzt wirksam ist und nun auch noch Nebenwirkungen erzeugt werde ich ein Verfahren, dass zusätzliche Risiken hat eher vermeiden.
Die Kortisontherapie bei Hörstürzen ist ja auch soviel ich weiß ein auf Deutschland beschränkter Behandlungsansatz, der in anderen Ländern nicht als wirkungsvoll erachtet wird.
Ich denke auf die Spritzen Methode würde ich nur dann versuchen zurückzugreifen, wenn das zweite Ohr erneut betroffen ist, was bis jetzt zum Glück seit mindestens 5 Jahren nicht der Fall ist. Solange keine akute Komplettertaubung droht ist mir das Risiko eines solchen Eingriffs eher zu hoch.
Aber trotzdem vielen Dank für den Hinweis.

MFG
0816
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Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Mittwoch, 24.10.18, 15:43

Hallo,
Ich habe es gestern hinbekommen nochmal Kontakt zu meinem alten Psychotherapeuten aufzunehmen. Er geht bald in Rente, hat mir aber noch ein Gespräch angeboten um mir bei der Suche nach einem neuen Therapeuten behilflich zu sein.
Leider ist das Gespräch nächsten Dienstag um 10 Uhr....mein momentaner "Schlafrhytmus" sieht aber leider so aus, dass ich um 2 versuche ins Bett zu gehen, dann aber bis mindestens 5 meistens 6 Uhr wachlige um dann bis mindestens 12 zu schlafen (wenns gut läuft auch bis 13-14 Uhr).
Jetzt heißt es also es irgentwie zu schaffen nächsten Dienstag um 8:30 aufzustehen.
Um das zu schaffen ohne in eine absolute Krise zu rutschen muss ich wohl ab morgen anfangen mich früher wecken zu lassen und mich langsam an frühere Aufstehzeiten ranzutasten.
Hoffentlich klappt das ohne wieder in absolute Schlaflosigkeit zu rutschen....vor meiner letzten Krise war ich schonmal soweit um 10 aufstehen zu können.

Die nächste Reduzierung des Diazepams werde ich bis zum nächsten Dienstag ausschieben.

Das ist das Elend ohne die Möglichkeit eines Akutmedikaments. Hätte ich doch die verdammten Schlaftabletten nie dauerhaft genommen :(

Wünscht mir Glück, dass es mir gelingt die Schlafrhytmusverschiebung zu schaffen ohne total kaputt zu gehen. Den Termin muss ich jedenfalls wahrnehmen - zur Not auch ohne Schlaf.

MFG
0816
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Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
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Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
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2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
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weg

Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von weg » Mittwoch, 24.10.18, 16:05

hi 0816

da kommt dir doch die zeitumstellung am wochenende gerade ein wenig entgegen. :hug:

herzlich
weg

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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Dienstag, 30.10.18, 11:47

Hallo,
ich wollte ein Update bezüglich meiner letzten Woche und meines Gesprächs mit meinem alten Therapeuten geben.
Hinsichtlich der gesundheitlichen Situation hat sich mein Ohr leicht gebessert. Der Hörverlust ist weniger stark und deshalb auch weniger aufdringlich aber immernoch schwankend.
Schlafen bleibt extrem schwierig. Meistens bekomme ich 4-5 Stunden Schlaf hin, allerdings immer in den frühen Morgenstunden. Manchmal gelingen mir auch halbwegs erholsame 8 Stunden. Den Termin heute um 10 Uhr wahrzunehmen war wirklich hart. Trotz aller Versuche meinen Schalfrhytmus nach vorne zu ziehen, schlafe ich immer erst nach Stunden des wachliegens ein. Letzte Nacht ging bis 5 Uhr nichts. Sobald ich den Druck habe aufstehen zu müssen, wird es umso schwerer. Heute muss ich also den Tag mit 3 Stunden Schlaf überstehen. Bin aber ein bisschen stolz auf mich, dass es mir gelungen ist, den Termin trotzdem wahrzunehmen und nicht in völlige Verzweiflung abzudriften.
Psychisch geht es mir weniger gut ohne dass es zu dramatisch ist. Leider ist meine Lebenssituation einfach zu trostlos um einen wirklich positiven Blick nach vorne werfen zu können, da ich so wenige Anhaltspunkte sehe.

Heute werde ich damit beginnen das Diazepam weiter zu senken, während ich das Atosil stabil halte. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich versuche von 4 mg Diazepam direkt auf 3 zu springen oder den Schritt auf 3,5 mg zu machen. Laut Ashton sollem 1 mg Schritte ja möglich sein aber ich glaube aufgrund meines schlechten Schlafs gehe ich erst mal den 3,5 mg Schritt auch wenn es mich treibt schneller voran zu kommen. Das Atosil belasse ich weiterhin bei 7 Tropfen initial und 3 bei Bedarf (fast immer).
Bisher beschränken sich meine Entzugserscheinungen auf die Schlafprobleme und gelegentliche Verschlechterungen der Augenproblematik. Schmerzen oder andere körperliche Entzugserscheinungen habe ich bisher nicht. Ich werde abwarten müssen, wie es damit weitergeht. Mein alter Therapeut war auch wieder eher auf dem Trichter mir nichtabhängigmachende Antidepressiva zu empfehlen, hat aber akzeptiert, dass ich den Weg des Ausschleichens über Diazepam gehe.

Das Gespräch mit meinem ehemaligen Therapeuten hat dazu geführt, dass er zunächst den Schritt hin zum ambulanten betreuten wohnen für sinnvoll hällt und eine erneute Psychotherapie eher für zweitrangig. Somit habe ich keine direkte Therapeutenempfehlung und komme nicht um das rumtelefonieren herum, wenn ich eine weitere Psychotherapie möchte
Mein alter Therapeut geht im Dezember in Rente weshalb ich das ambulante betreute wohnen jetzt zügig angehen muss, wenn ich es will, da er mir dann noch das für die Kostenerstattun notwendige Gutachten schreibt.

Hat jemand hier Erfahrung mit ambulantem betreuten Wohnen als Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen?

Ich habe mich auch mal nach MBSR-Kursen in meiner Umgebung umgeschaut. Leider ist das ganze finanziell ziemlich happig. Manche Anbieter schreiben, dass eine Bezuschussung durch die Krankenkasse möglich ist. Hat hier jemand Erfahrung mit einer gesetzlichen Kasse ob und in welcher Höhe eine solche Bezuschussung beantragt werden kann?
Ansonsten würde ich mir wohl erstmal ein Buch kaufen und einen Kurs vermeiden, da ich 300 € + nicht so einfach ausgeben kann.

MFG
0816
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil

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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Kaenguru70 » Dienstag, 30.10.18, 12:25

Hallo,

Ich möchte dich aus eigener Erfahrung nochmal darauf hinweisen, dass es besser ist nur 0,5 mg Dia abzusetzen.

Ich kopiere dir hier einen kurzen Abschnitt aus dem Ashton-Manual

"Haben Sie Geduld. In der Regel besteht keine Notwendigkeit, sich mit einer Entwöhnung zu beeilen. Ihr Körper (und Ihr Gehirn!) wird Zeit brauchen, sich an eine neue Benzodiazepin-Konzentration anzupassen. Viele Patienten haben ein Jahr oder mehr benötigt, um die Entwöhnung/den Entzug zu beenden. Also beeilen Sie sich nicht, und vor allem, versuchen Sie nicht, die Benzodiazepin-Einnahme abrupt zu beenden."

Laut der Ashton Tabellen könnte man 1 mg Diazepam absetzen, aber hier im Forum empfehlen wir 10% pro Schritt.
Mit 1 mg wärst du schon bei 25%.

Man wird ungeduldig, das kenne ich auch. Aber die Rezeptoren regenerieren sich nicht schneller, wenn man schneller absetzt.
Man kann ein ZNS nicht so schnell beruhigen, wenn es einmal irritiert ist, von daher wäre es gut, wenn man es erst garnicht so weit kommen lässt.

Zu deinen anderen Fragen kann ich leider nichts beisteuern.

Du kannst stolz auf dich sein, den Termin eingehalten zu haben. :hug:

Viele Grüße
Sarah
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 30.10.18, 14:00

Hallo, 0816.

Mir ist auch mal ambulantes betreutes Wohnen nahegelegt worden, damals war ich entsetzt.
Es hat sich bei mir dann auch ohne wieder eingehängt.

Trotzdem habe ich darüber nachgedacht.

Also ich würde es machen, wenn ich darin eine Erleichterung für mich sehen könnte.

Nur zu!

VG von Clarissa

weg

Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von weg » Dienstag, 30.10.18, 14:25

hi 0816

schön dass du es am dienstag früh geschafft hast. das freut mich. wie du schreibst hat es sich auch gelohnt nochmals mit dem therapeuten zu sprechen. es gilt ja auch langsam abschied zu nehmen und wenn du das sorgfältig gestalten kannst ist das echt eine bereicherung.

wenn du die möglichkeit in betreutes wohnen erhälst, würde ich da unbedingt zugreifen. ich sehe es als eine chance an.

ich selber wohne ja etwas abgelegen auf einem berg. zum einkaufen, arzt etc. muss ich immer ins tal hinunter gehen. einerseits hält mich das körperlich fit - andererseits werde ich immer älter, inzwischen etwas mehr als 72 jahre... :lol:

mir ist bewusst, dass ich nicht mein leben lang hier auf dem berg wohnen kann. ich habe mich deshalb auch für eine andere wohnform angemeldet. es ist eine kleine wohnung in der stadt in einem haus wo eigenständiges wohnen aber auch betreutes wohnen möglich ist.

die wartefristen sind lang 5 - 7 jahre.

ich hoffe sehr dass es dir mit der zeit mit deinen ohren weiter besser werden kann.

ähnlich wie schon sarah schreibt, würde ich ganz langsam das dia absetzen. versuche es doch mit 0.5 mg schritten, gerade wegen deinen ohren wäre es sinnvoll vorsichtig auszuschleichen und gut in dich hineinzuhören wann dann so in 4 bis 6 wochen der nächste schritt möglich wird. es braucht geduld - dafür wirst du aber belohnt werden.

herzlich
weg

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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Dienstag, 30.10.18, 18:18

Hallo und danke für die Antworten,
ich werde dann wohl heute schweren Herzens nur einen Tropfen Diazepam reduzieren und hoffe, dass ich in zwei Wochen weitermachen kann. Insgesamt möchte ich mich schon eher an Ashton halten und mich nicht ewig an Minidosen langhangeln. Aber ich glaube auf die Variante mich erstmal in 0,5er Schritten zu bewegen kann ich mich gewöhnen.
Ich habe mich jetzt den ganzen Nachmittag mit dem ambulanten betreuten wohnen befasst und habe irgentwie nirgentwo so richtig das Gefühl, dass das alles passt.
Ich bin ein ziemlich entscheidungsschwacher Typ und habe immer Probleme damit solche Angebote anzunehmen, wenn mir niemand genau sagt zu wem ich gehen soll. Irgentwie steht auch eine Angst vor Veränderung dahinter obwohl eine Veränderung mittelfristig notwendig ist, um mein Leben lebenswert zu halten. Ich weiß intellektuell, dass ich meine momentane Lebenssituation verändern muss, schrecke aber vor allem zurück, was zu drastischen Änderungen führen kann.
Außerdem empfinde ich es immernoch ziemlich erniedrigend auf solche Angebote zurückgreifen zu müssen, wenn ich mein Leben mit meinen Planungen von vor 5 Jahren vergleiche. Ich habe keine Ahnung wie ich je wieder ein psychisches Gleichgewicht finden soll, was ich eigentlich nie hatte :(. Mit dem Zusammenbruch der letzten Jahre komme ich psychisch einfach nicht klar.
Jetzt muss ich erstmal für heute aufhören mich mit dem Thema zu befassen, sonst kann ich jegliche Nachtruhe sowiso vergessen kann, weil sich das Gedankenkarussel unaufhörlich dreht.
Einerseits bringen mich Tage mit Gesprächen über meine Probleme aus meiner Alltagslethargie raus, andererseits machen sie mich meistens unglaublich traurig und ängstlich.
Ich kann auch nicht einschätzen wie stark der Veränderungsdruck wird, wenn ich den Schritt ins ambulante betreute wohnen wage und ob es wirklich so klug ist eine solche Maßnahme im Entzug anzuleiern.
Andererseits dauert der Entzug selbst im günstigsten Fall und nur auf Diazepam bezogen noch mehrere Monate, wenn ich mit Ashton und den 0,5 reduzierung alle 2 Monate durchkomme und ob das gutgeht kann letztlich niemand wissen.

MFG
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2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil

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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Freitag, 02.11.18, 14:52

Hallo,
leider führt bei mir die Reduktion auf 3,5 mg Diazepam zu den von den Zolpidem bekannten Entzugssymptomen an meinen Augen. Sie sind seit den drei Tagen, die ich nun reduziert habe von Tag zu Tag müder. Noch sind es nicht die Schlitzaugen, die ich in den letzten zwei Jahren der Zolpidemeinnahme regelmäßig hatte, aber der Effekt ist nicht zu leugnen und somit werden die Tage auch immer schwerer zu überstehen.
Ich hatte gehofft, dass die Symptome nicht bereits so schnell in der Heftigkeit zurückkehren aber es scheint so zu sein, dass bereits diese Dosis mein Gehirn massiv aus der Bahn wirft.
Leider bleibt mir nichts anderes übrig als erstmal abzuwarten, was mein Körper weiter mit mir macht aber heute ist ein wirklich schlimmer Tag und das obwohl ich 8 Stunden geschlafen habe. Leider nutzt mir der Schlaf in diesem Zustand nichts außer, dass der Tag kürzer ist.
Meine Entzugssymptome sind jedenfalls sehr seltsam und weichen von dem ab, was meist sonst berichtet wird. Statt Unruhe und Schlaflosigkeit habe ich das Gefühl vom Matsch in Kopf und diese seltsame Augenreaktion, die mich erst zum Reduktionsversuch gebracht haben. Entzug wirkt sich bei mir eher so aus als hätte ich zu viele Beruhigungsmittel genommen. Ich weiß wirklich nicht wie ich damit umgehen soll.
Wenn das jetzt wieder über Wochen und Monate zum Dauerzustand wird, weiß ich nicht wie ich damit umgehen soll.
Mal schauen ob sich mein Nervensystem innerhalb der nächsten zwei Wochen an die verringerte Dosis gewöhnt. Sollte das nicht passieren, muss ich meine Strategie überdenken.

Die Ohren haben mir leider nur wenige Tage Erholung gegeben und sind auch wieder ganz schlimm heute.
Ich kann mich jetzt wohl nur ins Bett packen und mich vom TV gerieseln lassen. Alles andere ist momentan zu viel für mich.

MFG
0816
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Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Kaenguru70 » Freitag, 02.11.18, 15:01

Hallo 0816,

Es tut mir leid, dass dein Körper so heftig reagiert. Tataächlich reagieren einige Menschen so sensibel, daas selbst 10%Reduktionsschritte zuviel sein können.

Wie wäre es, wenn du nur 5% reduzierst und dir dafür mehr Lebensqualität bewahrst?

Und denk bitte nicht daran, wie lange es dauert. Ziel ist es möglichst alltagstauglich und gesund zu bleiben.

Ich hoffe du kannst dich bald erholen. :hug:

Liebe Grüsse
Sarah
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Dienstag, 06.11.18, 15:26

Hallo,
ich bin nun eine Woche auf 3,5 mg und mein Körper hat sich leicht angepasst allerdings sind meine Tage immernoch stark schwankend. Sowohl bezüglich meiner Ohrprobleme als auch hinsichtlich meine Augenreaktion auf die geringere Dosis Diazepam. Es ist täglich zu spüren, dass meine Augen deutlich schlechter dran sind als mit höheren Dosen. Mal sehen was die nächste Woche bringt aber und ob ich wie geplant in einer Woche weiter reduzieren kann.
Ich brauche den Fortschritt psychisch unbedingt. Die Hoffnung auf einen erfolgreichen Entzug ist eigentlich das einzige was mich noch zum weitermachen bringt, da sich in meinem Leben sonst nichts bewegt und ich an so wenigen Dingen noch Freude haben kann und mir auch keinerlei positive Zukunft vorstellen kann. Nur mit der Gewissheit wie es mir ohne Benzos geht kann es mir ermöglichen zu entscheiden ob und wie ich mit meinem gegebenen körperlichen Problemen weitermachen will/kann. Und ich brauche dringend den Strohhalm eines absehbaren Zeitrahmens des Entzugs.

MFG
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Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
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seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
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30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
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Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Montag, 12.11.18, 18:01

Hallo,
leider war meine letzte Woche richtig schlecht. Die Ohrenproblematik und der Entzug befruchten sich gegenseitig unheimlich negativ. Mein betroffenes Ohr verliert momentan beständig Hörvermögen, sodass ich normallautes Fernsehn an manchen Tagen nicht mehr hören kann, sobald ich mir das gesunde Ohr zuhalte. Leider habe ich erst am 22.11. einen HNO-Termin und damit neue Messwerte. Ich befürchte diese werde verdammt schlecht ausfallen. Wenn ich den Entzug weiter durchziehen, befürchte ich dass ich währenddessen auf einem Ohr komplett ertauben werde.
Um das Ohr zu stabilisieren bräuchte ich eigentlich stabilen Schlafe, den ich aber derzeit nicht bekomme. Seit der Reduzierung auf 3,5 mg Diazepam sind die Schlafprobleme massiv schlimmer geworden. In der letzten Woche bin ich keinen Tag vor 5-6 Uhr morgens eingeschlafen - immer noch mindestens 3-4 Stunden wachliegen. Ich weiß wirklich nicht wie ich das Ganze durchhalten soll und ob es wirklich wert ist mein Hörvermögen für den Entzug so stark zu gefährden. Noch ist es zum Glück nur das eine Ohr, was betroffen ist. Sollte das andere Ohr beginnen ebenfalls Probleme zu machen, müsste ich wohl einsehen, dass ein Leben ohne Benzos für mich unmöglich ist.

Ich schwanke momentan beständig bezüglich meines weiteren Vorgehens und bin mir immer unsicherer.
Manchmal möchte ich den Entzug beschleunigen und praktisch die Brechstange zu versuchen, da sowiso momentan keine Lebensqualität in irgenteiner Art mehr vorhanden ist.
In anderen Momenten würde ich am liebsten aufgeben und wieder auf eine Wohlfühldosis von 6 mg Diazepam hochgehen und schauen wie lange ich damit eine Lebensqualität halten kann und ob mein Hausarzt mitspielt.
Die dritte Option wäre nach Ashton weiter zu reduzieren und zu hoffen, dass es aushaltbar bleibt oder die Dosis weitere zwei Wochen zu halten um zu schauen ob ich irgenteine Stabilität hinbekomme, wonach es momentan nicht aussieht.
Heute hänge ich hier nach drei Stunden Schlaf und frage mich wieso ich mir das Leben noch weiter antue. Es ist einfach nur noch grausam.

Neben den gesundheitlichen Entwicklungen habe ich mich entschieden etwas konkreter meine derzeitige Lebenssituation zu schildern um euch einen besseren Eindruck meiner Hintergrundproblematik zu geben. Ich habe bisher aus Angst vor der Ergooglebarkeit des Forum und meiner Identifizierbarkeit für mein früheres Umfelddiesbezüglich eher zurückhaltend meine Situation beschrieben, brauche im Moment aber irgenteine Form von Austausch, da ich sozial praktisch vollkommen isoliert bin und bin deshalb bereit etwas mehr zu meinem Hintergrund preiszugeben
Ich bin noch 35 Jahre alt und männlich und habe es in meinem ganzen Leben nie geschafft ein halbwegs "normales" Leben zu führen.
Bis auf ein Jahr meines Lebens haben ich immer im Haus meiner Mutter gelebt. Mein Vater ist früh verstorben. Nach meinem ersten Zusammenbruch im Jahr 2004 habe ich mein damaliges Studium abgebrochen und damit auch den Versuch des eigenständigen Lebens. In meinem zweiten Studium, dass bis 2012 gedauert hat, war es finanziell nur schwer möglich eine andere Wohnform zu finden, zumal ich kein WG-Typ war.
Leider traten danach die gesundheitlichen Probleme so stark in der Vordergrund, dass der eigentlich geplante Auszug nicht durchführbar war.
Mein psychisches Hauptproblem war seit der Pubertät die Unfähigkeit eine Partnerschaft zu finden. Ich war meine ganze Jugend übergewichtig (und bin es jetzt dank Kortison wieder nachdem ich mein Gewicht zeitweise passabel unter Kontrolle hatte) und in der wichtigen Pubertätsphase ein absoluter Außenseiter und habe mich davon bis heute nie erholt. Letztlich hatte ich mich, seit meine Verschleimungsproblematik im Jahr 2007 eingesetzt hat, mehr und mehr damit abgefunden, dass ich wohl mein Leben einsam verbringen würde, habe aber aufgrund meines leistungsmäßig gelungenen Jurastudiums immer darauf gehofft zumindestens beruflich erfolgreich sein zu können. Diese Perspektive und durch die Ohrprobleme komplett zusammengebrochen. Mein Studium ist mitlerweile praktisch wertlos, weil ich das sich anschließende Refrendariat nicht beenden konnte und im Jurabereich das angesammelte Wissen nach einer so langen Zeit der Untätigkeit praktisch wertlos ist und ich weiß, dass ich für eine halbwegs interessante Berufstätigkeit niemals belastbar genug sein werde.
Somit bleibt von meinem Leben außer meinem Abitur letztlich nicht mehr viel übrig. Ich habe nie klassisch gearbeitet (Zivildienst, Uni Stud HK, Korrektorentätigkeit und nicht abgeschlossenes Refrendariat war diesbezüglich alles was ich vorzuweisen habe).

HIER SETZE ICH MAL EINE TRIGGERWARNUNG FÜR LESER DIE SICH DERZEIT NICHT BELASTBAR FÜHLEN.

Eigentlich war ich mir seit dem Ende des Jahres 2014 sicher, dass mein Leben im baldigen Suizid enden würde, weshalb ich mich auch vollkommen von allen Kontakten zurückgezogen habe, da mein damaliges soziales Umfeld mit dieser Situation nicht umgehen konnte und das Umfeld auch für ein Leben wie ich es nun führen muss niemals stabil gewesen wäre. Das verbindende Element meiner Sozialkontakte war letztlich das Studium.
Ich war immer und bin bis heute der Meinung, dass Suizid nicht das ultimativ schlimmste ist, und würde Suizid jederzeit einem Leben als Psychatriedrehtürpatient vorziehen.
Allerdings habe ich nach Jahren in denen ich keinen Suizid begangen habe entschieden jedenfalls versuchen zu wollen auszuprobieren wie sich ein Leben ohne Tablettenabhängigkeit gestalten lässt und ob es mir gelingt einen halbwegs für mich lebenswerten Zustand herzustellen. Ich hoffe, dass diese Schilderung die Grenzen des Forums einhällt. Sollte dies nicht so sein, dann bitte löschen. Der Hintergrund ist jedoch wichtig um meine Einstellung zum Leben deutlich zu machen und verständlich zu machen warum ich keinerlei soziales Umfeld habe und jegliche Psychatrieeinweisung für mich selbst als ultima ratio nicht in Betracht kommt.
Meine Situation ist deshalb so prekär, da ich momentan zu 100 % vom Zusammenleben mit meiner Mutter abhänge und die befindet sich in ihrem 78. Lebensjahr und ich merke, dass die ganze Situation für sie auch immer schwerer aushaltbar sind und sie leider auch körperlich und geistig beginnt leicht abzubauen. Seit zwei Jahren habe ich keinerlei privaten Kontakt mehr zu anderen Menschen. Außer den Besuchen bei Ärzten und zwei Gesprächen mit meine bisherigen Psychologen. Auch bin ich bisher nicht im Sozialsystem gemeldet, da ich es einfach nicht schaffe mit dieser Situation Ämter aufzusuchen.
Im Endeffekt habe ich es seit 35 Jahren nicht geschafft mir ein selbstständiges Leben aufzubauen. Ich bin als Mensch komplett gescheitert und habe keine Ahnung wie ich mir ohne meine Mutter eine lebensfähige Zukunft aufbauen kann.
Ich lebe derzeit in gewissem Maße auf einem Timer, denn sobald meine Mutter den Alltag hier nichtmehr geregelt bekommt, bricht hier alles zusammen, weil ich finanziell, sozial und emotional mich in einer absoluten Abhängigkeitssituation befinde und es auch beruflich von Monat zu Monat schwerer werden dürfte irgenteine Form von Widereinstieg zu finden. Dann bleibe mir nur der Suizid. Deshalb kann ich mir keinen Entzug leisten, der sich über Jahre hinzieht ohne dass ich in irgenteiner Form fähig bin mir eine gewisse Zukunftsperspektive aufzubauen, so traurig diese auch sein mag.

TRIGGERWARNUNG ENDE


Was klar ist, ist dass ich nicht komplett ohne Berufstätigkeit weiterleben kann. Für mich kann ein Leben nur dann in irgenteiner Form lebenswert sein, wenn es mir gelingt meinen Lebensunterhalt irgentwie selbst zu erwirtschaften, wenn auch auf bescheidenem Niveau und ich eine Form von Leben finde, die es mir ermöglicht mich nicht ständig mit der ganze Traurigkeit meiner Existenz zu beschäftigen und ständig verpassten Chancen in gesunden Zeiten hinterherzutrauern.
Momentan fällt es mir schwer Bücher zu finden, die ich lesen kann ohne eine komplette Verzweiflung zu triggern. Musik hören geht aufgrund der Ohrprobleme nicht. Das einzige was mich aus meiner verzweifelten Grübelei wirklich herausholen kann sind Computerspiele - die aber voraussetzen, dass ich genug geschlafen habe und nicht zu stark entzügig bin.

Morgen habe ich einen Termin hinsichtlich des ambulanten betreuten Wohnens mit einem Sozialarbeiter, der mir diesbezüglich hoffentlich weiterhelfen kann, dass sich irgentetwas bewegt. Ohne eine Form von Hilfe werde ich aus dieser Sitaution keinen Ausweg finden.

MFG
0816
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reddieUlulu 69
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil

0816
Beiträge: 47
Registriert: Sonntag, 02.10.16, 1:03

Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von 0816 » Freitag, 16.11.18, 4:32

Hallo,
leider scheint mein Schlaf mit 3,5 mg Diazepam momentan in der Nacht nicht möglich zu sein.
Die gesamte Woche habe ich keinen Schlaf nachts bekommen sondern immer nur in den Morgenstunden (oft erst ab 8-9 Uhr morgens). Unter den Bedingungen ist jeder noch so kleine Termin eine große Herausforderung, da er immer mit Übermüdung einhergeht, die wieder sehr negativ aufs Ohr wirkt.
Ich habe mit meinem Hausarzt erstmal abgesprochen noch eine Woche bei 3,5 mg Diazepam zu bleiben. Ich zweifele auch immer mehr ob die Idee ambulantes betreutes wohnen in diesem Zustand wirklich richtig ist.
Der Sozialarbeiter mit dem ich letzten Dienstag gesprochen habe, hat natürlich sofort wieder andere schlafanstoßende Medikation angesprochen - ergo wahrscheinlich Antidepressiva/Neuroleptika. Ich bin momentan einfach vollkommen orientierungslos wie ich mit der Situation umgehen kann.
Und um ehrlich zu sein....wenn ich momentan allein leben würde, was ja beim ambulanten betreuten wohnen das Ziel ist, würde ich vollkommen durchdrehen.
Wie ich aber einen Schlafrhytmus finden soll, den ich durchhalten kann und der mein Ohr trotzdem nicht zerstört, wird mir immer unerklärlicher.

Jetzt werde ich erstmal probieren die Nacht rum zu kriegen und dann wahrscheinlich den Vormittag verschlafen und erst wieder aufwachen kurz bevor es dunkel wird :(
Vielleicht beiße ich auch nochmal in den sauren Apfel und versuche den Tag komplett wach zu bleiben um dann auf Abendschlaf zu hoffen. Hoffentlich bin ich dann am Samstag nicht komplett taub :(

Aufgrund dieser Situation nochmal die Bitte falls jemand mit Benzo-Ausschleicherfahrung um eine Einschätzung....macht es Sinn die offensichtlich nichtmehr schlaffördernde Dosis noch länger zu halten oder sollte ich weiter runtergehen, da sich der Schlaf eh erst regeneriert, wenn das Zeug aus dem Körper raus ist (oder eben nie was für mich ein Todesurteil wäre)?
Experimente mit Antidepressiva möchte ich eigentlich vermeiden und weitere Neuroleptika lehne ich komplett ab aber momentan sieht es so aus, dass jedes Beratungsgespräch eher in diese Richtung geht.

MFG
0816
Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 Tropfen Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil

Clarissa
Beiträge: 2202
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37

Re: 0816: Zolpidem Entzug mit Diazepan nach 15 Jahren Einnahme

Beitrag von Clarissa » Freitag, 16.11.18, 6:26

Hallo, 0816.

In einer Hinsicht kann ich Dich beruhigen: der Schlaf regeneriert sich wieder ohne Medikamente!

Ich war vorher schon schlimm schlafgestört und bin jetzt auch nicht der tolle Schläfer, aber: paßt schon!

Allemal besser als ein mit Medikamenten erzwungener Schlaf mit gestörtem Tag-Nacht-Rhythmus und dauerndem Hangover. Dieser Hangover wird richtig zum Problem unter "schlafanstoßenden" AD und NL. Ich habe damit trotzdem nicht gut geschlafen und hing darüber hinaus den ganzen Tag in den Seilen, von anderen NW ganz abgesehen.
Ich bin schließlich konsequent geblieben in meiner Ablehnung solcher Mittel. Solange ich die "Behandler" nicht nervte, und das tat ich irgendwann nicht mehr, war das kein Problem. Ich habe mein Ding alleine durchgezogen. Es brauchte viel Zeit und Geduld.
Ich halte mich weiter an eine ziemlich strenge Schlafhygiene und versuche, gelassen zu bleiben, wenn ich mal eine Nacht wenig bis gar nicht schlafe.
Tagsüber schlafe ich nicht, konnte ich nie.
Meine Selbständigkeit zu erhalten, das hat für mich oberste Priorität.

Alles Gute und VG von Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

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