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Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


GroovyGee: Ade Mirtazapin

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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GroovyGee
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GroovyGee: Ade Mirtazapin

Beitrag von GroovyGee »

Hallo, da ich mich erst gerade eben registriert habe, möchte ich mich mal kurz vorstellen. Ich habe Ende letzten Jahres meine ersten Erfahrungen mit einer Depression bzw. einem Burnout gesammelt und möchte nun die ersten Schritte weg von meinem Antidepressivum gehen. Mehr davon vielleicht nach Freischaltung meines Accounts und unter einer anderen Rubrik. Einen lieben Gruß an alle, GroovyGee
Zuletzt geändert von Murmeline am 24.10.2018 10:08, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel auf Wunsch geändert
Diagnose: Burnout/schwere depressive Episode 12.17/01.18
zunächst Citalopram 10mg und Mirtazapin 7,5mg
später Citalopram 20mg, musste aufgrund starker Nebenwirkungen (Ohrgeräusche, Zittern, Schwäche, Unruhe) wieder auf den Ausgangswert reduziert werden, Anhebung Mirtazapin auf 15 und schließlich 22,5mg
Aufgrund hypertensiver Entgleisung und massiver Unruhe abrupte Umstellung auf Trazodon, die erwünschte schlaffördernde Wirkung blieb bei mir jedoch aus, dafür wieder schwere depressive Symptome.
Im Anschluss (Ende 02.18) Rückkehr zu Mirtazapin als alleinige Medikation, zunächst 15mg, dann 30mg
ab 10.10.18 22,5 mg
ab 19.11.18 20 mg
ab 21.12.18 17,5 mg
ab 21.01.19 15 mg
ab 25.02.19 12,5 mg
ab Ende März 10 mg
ab Ende April 7,5 mg
ab Mitte Mai 5mg
ab Ende Juni 2,5 mg
ab 15. August abgesetzt
seit 03.09. wieder 2,5 mg
Murmeline
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Murmeline »

Lieben Gruß zurück! Bitte schreib einfach hier weiter, dies ist nun dein persönlicher Verlaufsthread. Er wird später in die richtige Kategorie verschoben von OrgaTeam.

Willkommen! Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Sommersprosse
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Re: GroovyGee: Hallo zusammen

Beitrag von Sommersprosse »

Hallo Groovy Gee,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse Sommersprosse (n) :schnecke:
Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

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Re: GroovyGee: Hallo zusammen/Ade Mirtazapin

Beitrag von GroovyGee »

So, da bin ich mal wieder... seit Mittwoch, dem 10.10. habe ich mein Mirtazapin auf 22,5 mg reduziert. Große Auswirkungen hatte das für mein Empfinden bisher nicht. Ich erwische mich dabei, dass ich viel häufiger und intensiver in mich hineinhorche, ob es irgendeine unerwartete Veränderung gibt. Grundsätzlich habe ich aber das Problem, dass ich mögliche depressive Symptome und Nebenwirkungen des Mirtazapin nicht oder nur sehr schwer unterscheiden kann.
Womit wir vielleicht an dem Punkt angelangt sind, an dem ich ein wenig über die Entstehung meiner Krankheit erzählen möchte. Ich bin im zahnmedizinischen Bereich und selbständig in eigener Praxis tätig und habe ein weitestgehend harmonisches Familienleben. Ich habe in den letzten Jahren recht viel gearbeitet, vielleicht habe ich auch zu wenige Dinge an meine Mitarbeiter delegiert. Außerdem bin ich jemand, der es möglichst allen Leuten recht machen will und recht hohe Ansprüche an sich selbst und seine Arbeit hat. Letztes Jahr im November habe ich dann gemerkt, dass mit mir etwas nicht stimmte: angefangen hat alles mit gelegentlichen Nackenschmerzen, dem Gefühl, mit den Augen nur verzögert fokussieren zu können, und einem mir bisher unbekannten Druckgefühl im Hals. Ich fing an, meinen Blutdruck zu kontrollieren und stellte fest, dass dieser viel zu hoch war (im Mittel 170:110) und bekam daraufhin von meinem Hausarzt einen Betablocker sowie einen ACE-Hemmer verschrieben. Nachdem ich meine immer schlimmer werdenden Nackenschmerzen bei einem Osteopathen hatte behandeln lassen, stellte sich auch noch eine unangenehme Magenschleimhautentzündung ein. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich bereits nur noch eingeschränkt arbeiten, und irgendwann kam der Tag, an dem ich in meiner Praxis mit einer Behandlung beginnen wollte, es aber einfach nicht mehr konnte. Gleichzeitig wurde ich auch im privaten Umfeld absolut überempfindlich gegen alles, was mich psychisch überforderte: laute Diskussionen, etwas Spannendes im Fernsehen, Meinungsverschiedenheiten. Ich konnte zunehmends schlechter bis gar nicht mehr schlafen oder essen. Mein Bruder, ebenfalls Arzt, besorgte mir für die Weihnachtsfeiertage Diazepam und ein Schlafmittel sowie einen Termin bei einem Psychotherapeuten, der mir empfahl, mir von meinem Hausarzt ein Antidepressivum verschreiben zu lassen und dieses zu nehmen, bis ein Termin bei einem Psychiater verfügbar war. Dieser Hausarzt beging dann leider auch noch den Fehler, mir Citalopram für die abendliche bzw. nächtliche Verwendung zu verschreiben und empfahl mir, ab sofort mein Schlafmittel nicht mehr einzunehmen. Heute weiß ich, dass Citalopram fast ausschliesslich morgens eingenommen wird, weil es antriebssteigernd wirkt; in diesem Moment jedoch entzog mir der fehlende Schlaf meine letzten Reserven und ich habe mich freiwillig stationär einweisen lassen.
Wie ich oben bereits beschrieben habe, wurde ich nach dem Ausprobieren diverser Medikamente schliesslich auf Mirtazapin eingestellt. Damit habe ich, auch wenn es ein langer und recht steiniger Weg war, eigentlich ganz gut in mein Leben zurückgefunden. Ich habe mittlerweile ärztliche Verstärkung in der Praxis und komme, von den wohl üblichen Schwankungen abgesehen, einigermaßen klar. Die Symptome, die mich heute noch mal mehr, mal weniger begleiten, sind folgende: ein Schweregefühl im Kopf; Druckgefühl/Verspannungen im Hals; das Gefühl eines metallischen Bands an meiner Stirn; müde Augen bzw. Augenbrennen; Schmerzen in den Achillessehnen und vor allem regelmäßig in meinem rechten Arm, an dem ich mal eine Bizepssehnenreizung hatte; last, but not least eine Zunahme von ca. 12 kg gegenüber meinem gewohnten Gewicht.
Alles in allem: so langsam will ich weg von meinem AD, ich werde daher in regelmäßigen Abständen weiter berichten.
Einen lieben Gruß an alle!
Diagnose: Burnout/schwere depressive Episode 12.17/01.18
zunächst Citalopram 10mg und Mirtazapin 7,5mg
später Citalopram 20mg, musste aufgrund starker Nebenwirkungen (Ohrgeräusche, Zittern, Schwäche, Unruhe) wieder auf den Ausgangswert reduziert werden, Anhebung Mirtazapin auf 15 und schließlich 22,5mg
Aufgrund hypertensiver Entgleisung und massiver Unruhe abrupte Umstellung auf Trazodon, die erwünschte schlaffördernde Wirkung blieb bei mir jedoch aus, dafür wieder schwere depressive Symptome.
Im Anschluss (Ende 02.18) Rückkehr zu Mirtazapin als alleinige Medikation, zunächst 15mg, dann 30mg
ab 10.10.18 22,5 mg
ab 19.11.18 20 mg
ab 21.12.18 17,5 mg
ab 21.01.19 15 mg
ab 25.02.19 12,5 mg
ab Ende März 10 mg
ab Ende April 7,5 mg
ab Mitte Mai 5mg
ab Ende Juni 2,5 mg
ab 15. August abgesetzt
seit 03.09. wieder 2,5 mg
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Re: GroovyGee: Hallo zusammen

Beitrag von Sommersprosse »

Hallo GroovyDee,

danke für deinen ausführlichen Beitrag und erstellen deiner Signatur.

Damit deine Beiträge besser lesbar sind, füge bitte in deine Texte Absätze und Leerzeilen ein.
Vielen Dank.

Viele Grüße Sommersprosse (n) :schnecke:
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Re: GroovyGee: Hallo zusammen

Beitrag von spinner »

guten abend GroovyGee,

ich hab dir ur einen ganz wichtigen rat, langsam und nach den tipps in diesem forum abzusetzen, nicht nach angaben von psychiatern, sonst wird das auch für dich "leider" schwer. falls du noch nie einen "entzug" hattest mit heftigen reaktionen besteht hoffnung.. ich habe nach absetzen von (remeron/mirtazapin) 23 kg abgenommen ohne irgendetwas an meinem lebensstil zu ändern, es ist echt von herzen gemeint lass die die 4-6 wochen vor einer 10% (der dossis die du zu diesem zeitpunkt einnimmst) reduktion, leider können/wollen/dürfen die meisten psychiater nicht anerkennen das es vielzuschnell ist was sie da entschuldige "labb....n" in so ca 10 jahren, werden sie es (so hoffe ich) verstehen, dies nützt "uns **opfer**" leider heute nichts.. toi toi, halte dich eisern an den plan (länger phasen gehen,aber bitte keine zukurzen) lg spinner
2004
citalophram 20mg - 60mg
60mg täglich bis 2010
Ab 2010
2015 (horror) mein psychiater fand nach absprache wegen antriebslosigkeit auf wellbutrin umzusteigen,
innert 2 wochen chitalophram auf null !!!!! wellbutrin auf 300mg hochdosiert, resultat absoluter horror mit angstattacken und notfallmässig im spital
nach einer woche wellbutrin selber wieder auf 20mg chitalophram dossiert
2.tag 40 mg
bis 60 mg
60mg chitalophram und 30mg remeron
bis ca. 2016
Ab 2016
remeron ausgeschliche in einer woche problemlos, da ich ja weiter 60mg chitalophram hatte
ab 2016
chitalophram selber ausschleichen begonnen
ging erstaundlich gut 60/40/30mg im abstand von ca.3mt.
2016 januar bis dez von
60mg auf 30mg runter ohne probl
2017 januar bis dez
30mg auf 10mg es ging mir eigentlich mit kleinen kaum spürbaren symtomen gut
2018 bis juni auf 0
jan.18 bis april.18 20mg
april bis 15.juni 10mg ging mir sehr gut ich wurde aktiver
15.juni - 1 juli 0mg
diverse panikattaken im bett, hatte das gefühl zu ersticken ;(
07.07.18 wiedereindossiert 5 mg
7.7.18 5mg
8.7.18 5mg
9.7.18 5mg
bis auf weiteres
18.09.2018
heute 18.09.2018 immer wieder absetztsymptome, aber heute nacht die erste in der ich nicht mehr durchgeschlafen habe, ein zeichen das ich nicht mehr soo erschöpft bin
weiterhin 5 mg bis auf weiters
08.10.2018 immernoch 5mg alles beim alten schlafe weniger, heisst körper nicht mehr so erschöpft, bin froh :wink:
25.10.2018 bin immernoch auf 5mg citalopram
und am warten bis "meine" tropfen kommen
schlafe nicht mehr durch, ist mir egal, bin nichtmehr so erschöpft
konzentrations-schwächen sind auch normal, wird sicher wieder
02.11.18 umstieg auf elopramTropfen 0,250mg pro Tropfen mischen lassen in der aphoteke
(probleme mit hitzewallungen sind mittlerweilen gelöst, mein körper hat sich daran gewöhnt , :fly:
02.11.18 4,5mg elopramtropfen
07.11.18 4,5mg "" das mit den hitzewallungen ist vorbei es geht auch mit kaffee bin froh und nach wie vor stabil ;-)
28.11.18 4,5mg nach grippesymtomen, wieder stabil
13.12.18 4 mg (16 tropfen)
23.01.19 dosis vergessen....
30.01.19 3,5mg (14 tropfen) alles im lot
01.03.19 3 mg 12 tropfen alles im lot, bei meinem schwindel handelt es sich um Lageschindel
05.05.19 2,75 mg 11 Tropfen
30.06.19 2,50 mg 10 Tropfen
02.09.19 2,25 mg 9 Tropfen Gedächnisprobleme, trotzdem reduziert
17.10.19 weiterhin 2,25 mg bin am austesten welche NEM^S ich noch vertrage
Erfreulich mein höchstgewicht von 120kg (bevor ich AD einnahm war ich 84kg schwer) hat sich stetig reduziert zur zeit 93 kg
24.10.19 2,00 mg 8 Tropfen
23.12.19 1,75 mg 7 Tropfen
25.01.20 1,50 mg 6 Tropfen
02.03.20 1,25 mg 5 Tropfen mein ZNS ist ruhig, am arbeiten.
16.04.20 1,00 mg 4 Tropfen.
25.04.20 Ich höre plötzlich die Grillen zirppen, was vorher überhaupt nicht der fall war.
16.06.20 Auf 0,9 mg reduziert 4 Tropfen und 10ml wasser (mittels Spritze) minus 1 ml.
01.08.20 0,750mg (3 Tropfen)
30.08.20 0,500mg 2 Tropfem
06.10.20 0,250 mg 1 Tropfen
02.11.20 0,125mg
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Re: GroovyGee: Hallo zusammen

Beitrag von GroovyGee »

Nochmal Hallo zusammen... nun ist es genau zwei Wochen her, seit ich das Mirtazapin von 30 auf 22,5 mg reduziert habe. An den ersten Tagen habe ich kaum einen Unterschied gespürt, danach hatte ich jedoch ca. eine Woche lang ein wenig zu knacken. An den verschiedensten Stellen hatte ich auf einmal stundenweise Schmerzen: im Ohr, im Arm, dann für einige Minuten Zuckungen in den Fingern. Dazu kam phasenweise eine leichte Verwirrtheit. Zum Glück hat das seit dem Wochenende deutlich nachgelassen. Mittlerweile überwiegt auch das positive Gefühl, jeden Tag etwas weniger AD nehmen zu müssen und sich trotzdem den Umständen entsprechend gut zu fühlen. Trotzdem habe ich vor, für die nächsten drei bis vier Wochen auf diesem Level zu bleiben und dann erst den nächsten Schritt zu machen. Liebe Grüße an alle, take care.

Ach ja: vielleicht kann ein Moderator die Überschrift des Threads für mich ändern, wie wäre es mit "GroovyGee: Ade Mirtazapin" habe leider keine Möglichkeit gefunden, das in den Einstellungen zu ändern. Danke
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Aufgrund hypertensiver Entgleisung und massiver Unruhe abrupte Umstellung auf Trazodon, die erwünschte schlaffördernde Wirkung blieb bei mir jedoch aus, dafür wieder schwere depressive Symptome.
Im Anschluss (Ende 02.18) Rückkehr zu Mirtazapin als alleinige Medikation, zunächst 15mg, dann 30mg
ab 10.10.18 22,5 mg
ab 19.11.18 20 mg
ab 21.12.18 17,5 mg
ab 21.01.19 15 mg
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Re: GroovyGee: Ade Mirtazapin

Beitrag von Murmeline »

Titel geändert ✅
Sommersprosse
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Re: GroovyGee: Ade Mirtazapin

Beitrag von Sommersprosse »

Hallo GroovyGee,

DANKE für dein Feedback :)
Wie schön das du dich etwas stabilisieren konntest und auch positive Gefühle wahrnehmen kannst.

Was meinst du ? ob du uns hier im Forum ebenfalls ein wenig unterstützen könntest ?

Mir fällt es sehr, sehr schwer deine Beiträge zu lesen :( könntest du deine Beiträge mit Absätzen zwischen den Texten versehen ?
Das wäre eine sehr große Erleichterung für mich und alle hier, die deine Beiträge lesen und dir dazu antworten möchten :hug:

Weiterhin viel Erfolg und liebe Grüße Sommersprosse (n) :schnecke:
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Re: GroovyGee: Ade Mirtazapin

Beitrag von GroovyGee »

So da bin ich mal wieder... leider ist inzwischen ein wenig Zeit vergangen, es wird langsam höchste Zeit, eine aktuelle Meldung über den Stand der Dinge abzugeben. Wie Ihr seht, ich lebe noch ;-) und aktuell bin ich von ursprünglich 30mg auf nun 12,5mg Mirtazapin heruntergekommen.

Alles in allem habe ich festgestellt, dass bei mir eine Rückmeldung des Körpers bzw. Gehirns erst 3-4 Tage nach einer Herabsetzung der Dosis erfolgt. Darauf habe ich mich mittlerweile eingestellt und, wie es fast mit allen Dingen ist, wenn man sich darauf einstellen kann, ist es auch nicht mehr ganz so schlimm. Mittlerweile habe ich auch eine angestellte Ärztin in meiner Praxis, was letzten Endes hilft, den täglichen Stress deutlich zu reduzieren.

Ich hoffe dementsprechend, dass es mit dem Absetzen weiterhin gut klappt. Natürlich bin ich gerne bereit, anderen zu helfen und ggf. an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen bzw. Tipps zu geben. Wer mag, kann mir auch gerne eine PM schicken. Außerdem hoffe, ich, dass ich dieses Mal genügend Absätze in meinem Text gemacht habe, liebe Sommersprosse ;-)

Allen ein schönes (Karnevals)Wochenende!
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zunächst Citalopram 10mg und Mirtazapin 7,5mg
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Aufgrund hypertensiver Entgleisung und massiver Unruhe abrupte Umstellung auf Trazodon, die erwünschte schlaffördernde Wirkung blieb bei mir jedoch aus, dafür wieder schwere depressive Symptome.
Im Anschluss (Ende 02.18) Rückkehr zu Mirtazapin als alleinige Medikation, zunächst 15mg, dann 30mg
ab 10.10.18 22,5 mg
ab 19.11.18 20 mg
ab 21.12.18 17,5 mg
ab 21.01.19 15 mg
ab 25.02.19 12,5 mg
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Re: GroovyGee: Ade Mirtazapin

Beitrag von padma »

hallo GroovyGee, :)

schön, dass du uns berichtest.

Du bist sehr schnell unterwegs. Auch wenn dieses Tempo bisher zu vertragen scheinst, würde ich nun doch langsamer reduzieren.
Der untere Dosisbereich ist besonders heikel und bei schnellem Vorgehen, können Entzugssymptome sich kummulieren und dann zeitverzögert "zuschlagen".

Könntest du bitte deine einzelnen Reduktionsschritte mit Datum noch in deine Signatur aufnehmen?

Schön, dass du deinen Stress reduzieren konntest.
Wer mag, kann mir auch gerne eine PM schicken.
Schön, dass du dich auch aktiv einbringen möchtest. :D
PN sind für den Austausch über persönliche Dinge gedacht. Alles was mit dem Absetzen zu tun hat, Erfahrungen, Fragen, Tipps bitte möglichst in den threads schreiben. Es lesen ja viele andere mit, die davon auch profitieren. Dieser öffentliche Austausch ist der Zweck des ADFD.


liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



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Re: GroovyGee: Ade Mirtazapin

Beitrag von GroovyGee »

Hallo zusammen,

nach etwas über 1,5 Jahren möchte ich Euch mal wieder auf den aktuellen Stand der Dinge bringen.
In der Zwischenzeit hat sich Einiges getan - wie oben berichtet, habe ich mein Mirtazapin planmäßig schrittweise immer weiter heruntergefahren. In ganz niedrigen Dosierungen hat sich die Wasserlösemethode hervorragend bewährt, vielen Dank noch einmal für die Hinweise, die ich zum Thema in diesem Forum erhalten habe. In Kurzform: 15 mg Mirtazapin in 60 ml Wasser auflösen, dann entsprechen 4 ml genau 1 mg Mirtazapin.

Nach zwei jeweils nach ca. drei Wochen gescheiterten Absetzversuchen bei 2,5 mg bin ich dieses Frühjahr dann bei einer Dosis von 0,75 mg gelandet und ich dachte, es könnte nicht schaden, an dieser Stelle noch einmal mit einem Psychiater zu sprechen. Nach einer dreimonatigen Wartezeit stand der Termin dann an und, was soll ich sagen, mein Anliegen wurde nicht annähernd ernst genommen. Der Arzt sagte, ich sähe aus, als ob ich gerade aus dem Urlaub kommen würde und meinte, dass eine derart niedrige Dosis Mirtazapin ohnehin keine Wirkung auf meine Psyche haben könne, es sei denn, man würde sich so etwas einbilden. Er sagte weiter, ich könne das genauso gut weglassen und das habe ich wenige Wochen später dann auch getan. Dieses Mal ging es wirklich relativ lange ganz gut, ich würde sagen etwa zwei Monate lang. Dann stellten sich schleichend und fortschreitend wieder Probleme ein. Vor allem beim Schlafen, aber auch in Form einer Unfähigkeit, sich in meiner Freizeit zu entspannen. Nachdem es vier oder fünf Wochen lang stetig etwas schlechter wurde, habe ich irgendwann wieder 0,75 mg genommen und das hat meine Lebensqualität wieder deutlich erhöht. Ich habe mich momentan damit abgefunden, zumindest für die dunkle Jahreszeit diese Stütze in Anspruch zu nehmen und werde, wenn alles klappt, im Frühjahr einen weiteren Versuch unternehmen.

Wie bereits erwähnt, bin ich gerne bereit, meine Erfahrungen aus mittlerweile fast drei Jahren gern zu teilen, falls das erwünscht ist.
Ich wünsche allen einen schönen Sonntagabend!
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Im Anschluss (Ende 02.18) Rückkehr zu Mirtazapin als alleinige Medikation, zunächst 15mg, dann 30mg
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Re: GroovyGee: Ade Mirtazapin

Beitrag von Towanda »

Hallo GroovyGee,

kannst Du bitte Deine Signatur auf den neuesten Stand bringen - danke!

Grüße, Towanda
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27.07.20 - 0,25 mg Mirtazapin wurde kinesiologisch ausgetestet, deshalb nun ein größerer Schritt, der Test ergab, daß ich absetzen kann, habe ich mich nicht getraut
01.09.20 - 0,15 mg Mirtazapin
09.10.20 - 0,13 mg Mirtazapin
05.11.20 - 0,065 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


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Re: GroovyGee: Ade Mirtazapin

Beitrag von padma »

hallo GroovyGee, :)

danke für dein update.
Von 0,75 mg Mirtazapin auf 0 ist für sensible Betroffene ein zu grosser Schritt. Leider kennen sich sehr viele Psychiater mit der Absetzproblematik nicht aus.

Dein Plan dich jetzt auf den 0,75 mg zu stabilisieren und dann im Frühjahr weiter zu reduzieren, hört sich gut an. Wenn du dann langsam vorgehst und weit runter dosierst, wird es auch klappen, denke ich.
Wie bereits erwähnt, bin ich gerne bereit, meine Erfahrungen aus mittlerweile fast drei Jahren gern zu teilen, falls das erwünscht ist.
Das ist auf jedenfall erwünscht, das Teilen der eigenen Absetzerfahrung ist ja ein Kernstück des Forums.

liebe Grüsse,
padma

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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



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Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

AntiAD
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Re: GroovyGee: Ade Mirtazapin

Beitrag von AntiAD »

Lieber GroovyGee,

ich hoffe du teilst weiter deine Erfahrungen mit uns. Ich habe deine Beiträge gerne gelesen und finde mich in vielen wieder.

Dem Psychiater würde ich am liebsten vorschlagen einen Selbstversuch zu starten. Ich denke da an 2 Monate Mirta bei 7,5 mg (oder wie in deinem Fall 0,75 mg) und dann aprupt auf Null. Ich musste mir nämlich auch oft von Psychiatern und Ärzten anhören, dass es bei so niedrigen "homöopathischen" Dosen keine Probleme geben würde.

Dass du nicht zur Ruhe kamst und die Freizeit somit den Namen nicht verdiente kenne ich auch nur zu gut. Das ist ein typisches Absetzsymptom und ich litt sehr darunter und tue es immer noch oft. Das schlimme ist, dass zu der Ruhelosigkeit noch Ängste kommen.

Ich kann gut verstehen, dass du wieder auf die ursprünglichen 0,75 zurück gegangen bist. Lieber weiter langsam absetzen und alltagstauglich bleiben. Du hast ja zum Glück nicht mehr lange und schon so einen weiten Weg hinter dir.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute.

Liebe Grüße dein AntiAD
Oktober 2018 Diagnose Burnout, Depression
Seitdem arbeitsunfähig und in Therapie (einzel und Gruppe)

Meine Medikamentengeschichte:
Ab 10/2018 7,5 mg Mirtazapin
Ab 12/2018 15 mg Mirtazapin
Ab 3/2019 Schlafprobleme, Herzneurose
4/2019 Reduziert, nach Rücksprache mit Psychologen auf 7,5
5/2019 auf Null
Unruhe, Herzneurose, Panikattacken
6/2019 7,5 mg Mirtazapin, nach Rücksprache mit Hausarzt
7/2019 15 mg Mirtazapin
3/2020 auf 7,5 reduziert
4/2020 0
Unruhe, Angst
5/2020 wieder 7,5 und dann 15 mg Mirtazapin
Unverträglichkeitssymptome im Juni 2020, Herzrythmusstörungen, zittrig, schwach
Daraufhin reduziert auf 7,5 mg und als die Brustschmerzen zu heftig wurden am 24.08.2020 abgesetzt.

Andere PP: Escitalopram, Citalopram, Pipamperon,... kurz bzw. versuchsweise

Seitdem (24.08.2020) frei von Medikamenten.

September 2020 das Forum entdeckt und gesehen, dass ich zu viel hin und her gesprungen bin. Die Ärzte und Psychiater hatten mich dahin gehend nicht gewarnt, sondern sprachen von "kleiner Dosis" usw.

Mein thread:
viewtopic.php?t=17803
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