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Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Mittwoch, 02.01.19, 23:44

Hallo zusammen,

Ich habe seit einigen Tagen bzw. 1 bis 2 Wochen immer mal etwas Druck im Herzbereich manchmal auch kurz/vorübergehend ein Stechen...
und selten ein Heißlaufen für wenige Sekunden. Mein Ruhepuls ist erhöht (im Liegen ca. 75-80).

War im Krankenhaus und ein Check ergab 0 am Herzen. Werde morgen wieder entlassen. :) (Bekam eine Überweisung, nachdem mein Puls beim Arzt 115 im Ruhezustand betrug).
Dachte ursprünglich es könnte eine leichte Herzmuskelentzündung sein, weil ich 6 bis 7 Wochen in etwas ständig erkältet war, also meine Erkältung verschleppt hatte...

Ich habe gelesen, dass durch Quetiapin derartige Symptome ausgelöst werden können. :vomit:

Würdet ihr Quetiapin weitereinnehmen, wenn nichts am Herzen festgestellt wurde und es sich aktuell noch im Rahmen hält?

Bin ja derzeit auf 10mg und fühle mich kopfmäßig die letzten Tage wieder ganz gut. Wenn ich jetzt auf 0mg runtergehe, dann gibt es sicher wieder Nebenwirkungen.... :frust: :schnecke:

Von der Vitamin D+K+Omega3 Fettsäure-Einnahme, welche ich seit Ende Dezember nehme wird es wohl kaum kommen können? :?

Freue mich über eure Anregungen.

Vielen Dank.

Liebe Grüße,
Harry
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30.11.2018: 10mg Quetiapin
25.12.2018: 10mg Quetiapin (+2.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl).
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von padma » Freitag, 04.01.19, 17:27

hallo Harry, :)

da du insgesamt dabei bist, dich zu stabilisieren, würde ich die Dosis jetzt noch so beibehalten. Der Ruhepuls ist zwar erhöht, aber nicht besorgniserregend.

Perspektivisch würde ich Quetiapin dann langsam ausschleichen.
Von einem Kaltentzug rate ich dir dringend ab.

Vit D könntest du testweise mal weglassen, da es Unruhe auslösen kann und, ich spekuliere jetzt, die Unruhe den Puls leicht erhöhen könnte.

liebe Grüsse und ein gutes neues Jahr,
padma
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Sonntag, 06.01.19, 23:09

Hallo padma,

vielen Dank für eine Antwort.

Ja ich verspüre die Tage immer mal eine leichte Unruhe, vielleicht sollte ich Vitamin D wirklich weglassen, ein paar Tage probiere ich es noch mit. ☺

Du hast Recht, ich spüre wieder mehr Stabilität, vor allem der Kopf ist längst nicht mehr so konfus wie vor 6 bis 8 Wochen und die Erkältung ist auch abgeklungen (wenn ich auch nicht weit entfernt von einer nächsten bin). 😀

Da ich die nächsten 8 bis 10 Wochen volles Programm habe und sicher noch Erkältungswellen diesen Winter übers Land fegen werden, verschiebe ich nach aktuellen Planungen die erste Reduzierung auf Mitte März um möglichst entspannte Rahmenbedingungen zu haben. Bis dahin sollte sich die Stabilität festigen.

Wer weiß, wenn es sehr gut läuft komme ich vielleicht von den 10mg Quetiapin dieses Jahr noch runter, wenn nicht 2020. Der Niedrig-Dosisbereich ist ja nicht ohne mit der überproportionalen Belegung der Rezeptoren. 😊 :schnecke: :schnecke:

Auch dir und allen anderen, ein gutes, neues und möglichst symtomarmes Jahr 2019.

Liebe Grüße,
Harry
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Samstag, 12.01.19, 23:48

Hallo zusammen,

wieder ein aktueller Stand (zur Wiedereindosierung). Ich bin weiter auf 10 mg Quetiapin.

Status quo:
- Nervenschmerzen aktuell keine
- Kopfmäßig geht es mir besser, auch wenn ich noch nicht ganz an die Zeit von vor dem Kaltentzug anknüpfen kann, bin ich jetzt schon aufgeweckter und kann damit arbeiten
- Die Erkältung habe ich Gottseidank los, hatte ca. 5 bis 7 Wochen damit zu kämpfen
- Verspannter Nacken wird etwas besser (nehme privat Physiotherapie in Anspruch)
- Motivation/Antrieb hat sich leicht gebessert, wenn auch noch nicht supi

- Füße sind nach wie vor noch oft eiskalt
- Noch immer sozial etwas zurückgezogen, außer mit Freunden und Familie

Bin mittlerweile wieder optimistisch, dass ich die bald anstehenden Prüfungen an der Uni mit größeren Kraftanstrengungen schaffen kann. :schnecke: :)

Liebe Grüße,
Harry
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 13.01.19, 11:31

Hallo Harry,

das klingt doch insgesamt recht positiv.
Das freut mich.
:)

Alles Gute für deine anstehenden Prüfungen.

LG Ute
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Sonntag, 13.01.19, 22:45

Hallo Ute,

vielen Dank. 😊

Liebe Grüße,
Harry
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Sonntag, 27.01.19, 23:03

Hallo zusammen,

mein Status quo mit 10mg Quetiapin nach der Wiedereindosierung:
- Nervenschmerzen aktuell keine (merke immer mal ein leichtes Anzeichen Abends/Nachts noch vor der Medikamenteneinnahme- nehme das Quetiapin nicht immer genau zur gleichen Zeit)
- Kopfmäßig geht es mir besser
- Verspannter Nacken verbessert sich weiter (nehme privat Physiotherapie in Anspruch)
- Motivation/Antrieb hat sich leicht gebessert, wenn auch noch einiges fehlt. :)

- Füße sind nach wie vor immer mal wieder eiskalt wobei dies auch gefühlt etwas rückläufig ist
- Noch immer sozial etwas zurückgezogen, außer mit Freunden und Familie

Anliegen 1:
Ich nehme die 10mg Quetiapin durch die Wasserlösemethode. Hierfür verwende ich jeden Tag eine frische 25mg Tablette.

Ich habe im Forum gelesen, dass man die Lösung problemlos am nächsten Tag (24h danach) noch nehmen kann, wenn man es im Kühlschrank lagert. Schmeckt irgendwie komisch und beim Aufziehen mit der Spritze ist Sauerstoff dabei.

Kennt das jemand mit dem Quetiapin, dass es anders schmeckt :vomit: und trotzdem okay ist oder vielleicht auch nicht?

Meine Überlegung war es, künftig evtl. mit einem Tablettenteiler zu arbeiten. Erst die 25mg Tablette in Zwei teilen und dann jeden Tag nur eine Hälfte auflösen. Tablettenteiler arbeiten aber etwas ungenau, so wie ich das rausgelesen habe?

Wäre über Lösungsvorschläge und Anregungen dankbar, da ich nicht alle 2 bis 3 Monate wegen einem Rezept zum Arzt gehen möchte.

Anliegen 2:
Habe auch schon oft gelesen, dass man nach dem Absetzen bevor es mit dem Absetzsymptomen losgeht, so eine Art "Flitterwochen" hat.. Im August 2018, nach dem Kaltentzug fühlte ich mich erst wunderbar, konnte wieder richtig von Herzen lachen :D und verspürte eine längst nicht mehr dagewesene Schlagfertigkeit :D :sports: etc. - könnte das wieder mein altes Ich sein, dass evtl. nach erfolgreichem Ausschleichen vollständig zurückkehrt? Wäre sehr erfreulich und motivierend zugleich am Ball zu bleiben und auf diesen Status hinzufiebern, der dann auch dauerhaft bleibt. :) :schnecke:

Liebe Grüße & einen schönen Start in die neue Woche,
Euer Harry
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Towanda1 » Sonntag, 27.01.19, 23:27

Harry29 hat geschrieben:
Sonntag, 27.01.19, 23:03

Ich nehme die 10mg Quetiapin durch die Wasserlösemethode. Hierfür verwende ich jeden Tag eine frische 25mg Tablette.

Meine Überlegung war es, künftig evtl. mit einem Tablettenteiler zu arbeiten. Erst die 25mg Tablette in Zwei teilen und dann jeden Tag nur eine Hälfte auflösen. Tablettenteiler arbeiten aber etwas ungenau, so wie ich das rausgelesen habe?
Hallo Harry,

wie Du schon vermutet hast sind Tablettenteiler zu ungenau. Du kannst die Tablette mit Hilfe einer Feinwaage teilen, und dann Deine Lösung daraus herstellen. Oder Du bröselst Dir mit der Feinwaage gleich Deine Dosis zurecht. Im oberen Bereich geht das noch sehr gut, erst im unteren Bereich ist die Feinwaage zu ungenau.

Ich werde im unteren Bereich meine Tablette mittels Feinwaage vierteln und dann die Minidosen mit der Wasserlösmethode herstellen. Ich will auch nicht so viele Tabletten wegschmeißen, bzw. nicht so viele Rezepte holen.

LG Towanda
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16.01.19 - 6,70 mg Mirtazapin
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von padma » Montag, 28.01.19, 18:29

hallo Harry, :)

schön, dass sich bei dir schon einiges gebessert hat.

Ich habe im Forum gelesen, dass man die Lösung problemlos am nächsten Tag (24h danach) noch nehmen kann, wenn man es im Kühlschrank lagert. Schmeckt irgendwie komisch und beim Aufziehen mit der Spritze ist Sauerstoff dabei.

Kennt das jemand mit dem Quetiapin, dass es anders schmeckt :vomit: und trotzdem okay ist oder vielleicht auch nicht?
Am besten ist es, die Lösung immer frisch zuzubereiten. 24 Stunden im Kühlschrank zu lagern, scheint zumeist okay zu sein. Wenn sich allerdings an der Lösung was verändert, geschmacklich, Aussehen etc. ist es nicht sicher!
so eine Art "Flitterwochen" hat.. Im August 2018, nach dem Kaltentzug fühlte ich mich erst wunderbar, konnte wieder richtig von Herzen lachen :D und verspürte eine längst nicht mehr dagewesene Schlagfertigkeit
Bei diesen "Flitterwochen" geht es einem extrem gut, es kann sogar eine Art High Gefühl geben, oder in eine hypomanische Phase kippen.
Im gesunden Leben ist sowas kein Dauerzustand, zum Leben gehört eine ganze Palette an Gefühlen, wunderschöne aber auch anstrengende, traurige etc.
Du kannst dem entgegefiebern, wieder dein ganzes Spektrum an Gefühlen zu erleben, mit allen, die dazu gehören.

liebe Grüsse,
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Montag, 28.01.19, 21:30

wie Du schon vermutet hast sind Tablettenteiler zu ungenau. Du kannst die Tablette mit Hilfe einer Feinwaage teilen, und dann Deine Lösung daraus herstellen. Oder Du bröselst Dir mit der Feinwaage gleich Deine Dosis zurecht. Im oberen Bereich geht das noch sehr gut, erst im unteren Bereich ist die Feinwaage zu ungenau.

Ich werde im unteren Bereich meine Tablette mittels Feinwaage vierteln und dann die Minidosen mit der Wasserlösmethode herstellen. Ich will auch nicht so viele Tabletten wegschmeißen, bzw. nicht so viele Rezepte holen.
Hallo Towanda,

vielen Dank für deine Antwort.
Ich habe gerade eben nochmal nachgeschaut, es gibt auch günstige Feinwaagen mit 3 Nachkommastellen im Grammbereich. Meine hatte nur eine Nachkommastelle, deswegen habe ich die Methode bisher nicht angewandt. Dann hole ich mir eine andere Feinwage, damit es gelingt. :)

Bei diesen "Flitterwochen" geht es einem extrem gut, es kann sogar eine Art High Gefühl geben, oder in eine hypomanische Phase kippen.
Im gesunden Leben ist sowas kein Dauerzustand, zum Leben gehört eine ganze Palette an Gefühlen, wunderschöne aber auch anstrengende, traurige etc.
Du kannst dem entgegefiebern, wieder dein ganzes Spektrum an Gefühlen zu erleben, mit allen, die dazu gehören.

Hallo padma,

vielen Dank für deine Antwort.

Danach seht man sich gern. In der Zeit waren damals auch unschöne Gefühle dabei, wesewegen ich optimistisch bin. :)

Liebe Grüße,
Harry
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Towanda1 » Montag, 28.01.19, 21:44

Hallo Harry,

schau mal, da gibt es einen Thread über Feinwaagen: https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... e&start=60

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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Montag, 28.01.19, 22:30

Hallo Towanda,

super Danke dir. Ich steige nächste Woche auf das Feilen um. Dann landet das Gift der Überreste auch nicht mehr in Mutter Natur. :D

Liebe Grüße,
Harry
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Marcilie » Montag, 28.01.19, 22:42

Hallo harry29. :)

Ich werde diese Methode auch anwenden wollen.
Bin erst durch dein thread darauf gekommen.

Wünsche dir viel erfolg weiterhin dabei!

Abendliche grüsse
Marc
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Aktuelle medikation vom 26.1.19 2 mg risperidon täglich. 95 mg Metoprolol(Beta-Blocker)
Morgens l-thyroxhin 125(Schilddrüsenhormon)!


2016 depot Injektion, abilify maintena 400 mg plus 700 mg solian.

Schreckliche zeit , verwahlost , befindens Schwankungen, schlafstörungen , sabbern , antrieblos und aggressiv, wiederkehrende depressive stimmung

November 2016 solian ausgeschlichen alle 4 wochen um 100 bis 200 mg seitens meiner damaligen ärztin.

Es ging mir besser, doch Schlafstörungen durch abillify maintenaspritze nahmen zu mit hypersexualität.

Dann bekam ich Jeweils abends 100 mg seroquel und zur nacht 50 mg zum schlafen. Konnte dann wieder schlafen.

Doch Nebenwirkungen dauerten an von der abilify depot.

Ab mai 2017 „kalter entzug seroquel und abilify depot „

. Hypomanische phase, schwindel attacken , hypersexualität , Extreme gereiztheit , heulatacken schwere depressive zustände abwechselnd mit Euphorie , zunehmende schlafstörungen , unbewusste zuckungen und verkrampfungen der finger.

Bluthochdruck , ausgesprägte tachykardie mit großer unruhe puls 155 bis 170, hypokalämie.

Dann nur noch 1 bis maximal 2 stunden schlaf pro nacht.

Zum schluss dann Muskelkrämpfe und keine agression mehr.

Nur noch extrem unkonzentriert durch schlafentzug.
Sehr merkwürdige körpergefühle inkontinenz, nicht gepflegt und verwahrlost, smerzhafte erregung , aufgebracht, Angstzustände, merkwürdige phantasien , feindselige gedanken , verwirrtes daneben reden mit mir selbst , auch in der Öffentlichkeit.

daraufhin hab ich mich freiwillig einweisen lassen und ab August 2017 risperidon 4 mg bekommen.

Starke Nebenwirkungen, bewusssteinstrübungen , neben der spur ,extreme Müdigkeit, Sehstörungen und Muskelkrämpfe.

Dann reduziert auf 3,5 mg nach 6 wochen auf 3. Nebenwirkungen stark nachgelassen, wieder gute laune , freude am leben , aber noch müdigkeit und geringere libido .

Dann 19.02.18 auf 2,75 mg reduziert

.weitere besserungen vom kognitiven usw.
Ab 19.julie 2018 auf 2,5 mg reduziert.

Lebensqualität weiter gestiegen!
leichte entzugserscheinungen für nur paar tage und selten.(Reizüberflutung und hyperaukusis!
Ab 23.september 2018 auf 2 mg reduziert.

Größere empfindlichkeit , eindrücke viel intensiver , ab und zu paranoide züge.
Schwindel atacken und angst in einkaufshallen , sowie , leichte konzentrationsprobleme Brauchte länger (3bis 5wochen) bis es sich wieder stabilisiert hat.

Von da an deutlich mehr Gefühle,dedanken , aktiver im Haushalt usw,kognitive funktionen verbessert und kann besser kommunizieren.

Wahrnehmung besser und kann öfter (das erste mal) enttäuschung , wut , freude, trauer und andere Gefühle Wahrnehmen.

Diagnose: paranoide Schizophrenie mit (langfristiger vollremission.) (2 jahre absolut frei von Symptomen:Kann gut den Alltag bewältigen.

Gerichtliche betreuung wird demnächst aufgehoben!!
Gehe runter auf 1,9 mg täglich
Morgens 0,9 mg und abends 1 mg

Erster überwindungschritt zu dieser Methode abgewartet.

Ich geb nicht auf :)

Anmerkung,
Versuche mal , wie ich mit kleineren Reduktionsschritten zurecht komme :)

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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Montag, 28.01.19, 22:47

Hallo Marc,

vielen Dank. Das freut mich.

Auch Dir viel Erfolg und gutes Gelingen bei dieser Methode. :)

Liebe Grüße,
Harry
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MarcilieUlulu 69
Wiedereindosierung + Ausschleichen
19.10.2018: 3mg Quetiapin
20.10.2018: 4mg Quetiapin
21.10.2018: 5mg Quetiapin (+1000 i.E Vitamin D3 alle 2 Tage)
11.11.2018: 7,5mg Quetiapin
30.11.2018: 10mg Quetiapin
25.12.2018: 10mg Quetiapin (+2.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl).
24.03.2019: 10mg Quetiapin (+5.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl).
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Harry29
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Dienstag, 19.03.19, 19:41

Hallo Liebe Mitforis,

in meinem Thread gab es längere Zeit keine Up-Dates mehr, das hatte verschiedene Gründe.
Zum einen hatte ich sehr viel um die Ohren, wobei ich mich in den letzten Monate mit einer sehr begrenzten Energie durchkämpfte, zum anderen ging es über den Jahreswechsel und eine ganze Zeit danach vielen hier nicht sonderlich gut – auch ich hatte mehrmals mit einer Erkältung und Entzugssymptomen zu kämpfen, weshalb ich mich etwas aus dem Forum zurückzog.

Ich habe das Semester erst einmal beendet. Ergebnisse stehen noch aus, dürfte aber, sofern nichts unvorhergesehenes passiert, diesen Abschluss in der Tasche haben. :D

Was hatte sich in den letzten Monaten bei mir getan?

Noch im Oktober/November/Dezember 2018 hatte ich große Schwierigkeiten nach dem Kaltabsetzen von 25mg Quetiapin, mir ging es sehr schlecht. Trotz Wiedereindosierung bin ich einer Psychose sehr wahrscheinlich nur hauchdünn entwischt – das wäre dann meine erste gewesen und hätte vermutlich wieder Jahre gekostet (Psychatrieaufenthalt, vermutlich neue Medikamente etc.). So ein Gefühl hatte ich noch nie. Ich hatte die Kontrolle über mich verloren. Hatte Angst, wollte nicht alleine sein, fühlte mich unwohl, konnte nicht klar denken, hatte mich in meinem Schlafzimmer versteckt, die Rollos runtergelassen, mich tägliche lange Zeit im Bett verkrochen und vieles mehr. :vomit:

Ich glaube, bei mir war es sehr wichtig, dass ich das Quetiapin nach 2 bis 3 Monaten verhältnismäßig schnell eingeschlichen habe, auch wenn die Verbesserungen immer angedauert haben. Letztlich bin ich bis auf 10 mg hochgegangen, was deutlich unter 25mg, meiner letzten Dosis liegt. Weil ich nicht auf die Ursprungsdosis eingeschlichen habe, hat es vermutlich auch so lange gedauert, bis ich mich einigermaßen gefangen habe. Natürlich geht das Einschleichen, vor allem das schnelle Einschleichen nicht bei allen gut, weshalb ich dazu nicht animieren möchte. Aber nachdem ich leichte Besserungen bei geringen Dosen verspürte, habe ich nach und nach zügig erhöht. (Speziell in meinem Fall hätte das wiedereindosieren auf die ursprüngliche Dosis wahrscheinlich am meisten geholfen, wer weiß.)

Es war sehr anstrengend, die vor mir liegenden Aufgaben zu bewältigen. Meine Abschlussarbeit zu schreiben und noch für weitere Prüfungen nebenbei zu büffeln. Vor allem die fehlende Motivation und eine depressiven Verstimmung - was ja oftmals auch nach dem Eindosieren von Neuroleptika zu verspüren ist - machten mir einen Strich durch die Rechnung. Sicherlich führen meine Aufwendungen nicht zu Wunschergebnissen, dennoch bin ich stolz auf mich, dass ich es geschafft habe, die Herausforderung irgendwie bewältigt zu haben, auch wenn es all meine Körner gekostet hat.

Ich habe in der Zeit viel nachgedacht. Damals wollten mich verschiedene Hausärzte nicht in eine Klinik schicken, weil sie der Überzeugung waren, mir fehle nichts oder zumindest nicht soviel, dass ich in eine Klinik müsse. Ich solle einfach mal Johanniskrauttee oder ähnliches ausprobieren. Nach drei Wechseln des Hausarztes fand ich dann einen Arzt, der mir eine Einweisung schrieb… Damit fing dann alles an, meine Psychopharmaka-Karriere. Damals war ich unruhig, habe wenig geschlafen, konnte nicht immer klar denken und hatte Zukunftsängste, Probleme die sich sehr wahrscheinlich ohne Klinikaufenthalt mittelfristig in den Griff hätten kriegen lassen. Den Ärzten kann ich nicht die Schuld geben… Klar haben Sie auch in der Klinik über 6 oder gar 8 Wochen gebraucht, bis sie das erste mal eine Diagnose stellten, (Die Begründung damals, „Wir müssen dem Kind mal einen Namen geben“, sonst hätte es noch länger gedauert) dennoch war es ja ursprünglich mein Wunsch, dass ich Hilfe bekam. Dabei möchte ich die Ärzte nicht in Schutz nehmen, aber wenn es schlecht läuft, möchte man immer einen Schuldigen finden. Dabei tragen wir selbst die Verantwortung, welche Angebote wir annehmen und welche nicht. Letztlich versuchen auch die meisten Ärzte und Psychiater einen vernünftigen Job zu machen, sie lernen es leider nicht besser, dass man es vielleicht erst mal ohne Medikamente versuchen oder es zumindest es bei einer niedrigen Dosis belassen sollte etc.

Ich hole in diesem Beitrag bewusst etwas aus, weil ich anderen Mut zusprechen möchte, dass es manchmal etwas dauert, man die Hoffnung aber nicht verlieren sollte. Für mich war es im Nachhinein betrachtet, wichtig, im Entzug auch Aufgaben zu haben – einfach ein Stück weit funktionieren zu müssen, dass ich mich nicht permanent nur mit dem Entzug beschäftigen konnte. Auch wenn es schwer war, weil ich meist keinen klaren Kopf für anspruchsvolle Aufgaben hatte und die Symptome ja nicht einfach weg waren, sowohl körperlich als auch psychisch.

Wie geht es bei mir nun weiter?

Als erstes gilt es die (nicht ausgebrochene) aber „unterschwellig“ vorhandene Erkältung erst mal auszukurieren. War gefühlt drei bis vier mal in den letzten Monaten erkältet, ein paar Tage im Krankenhaus und immer eiskalte Füße (die Füße sind entzugsbedingt, wurden jedoch durch die Erkältungen nochmal getriggert).

Ich fühle mich wieder besser als Ende 2018, wenn auch noch nicht super. Werde weiter studieren und in Teilzeit arbeiten. Ich möchte in etwa drei bis vier Wochen den ersten/nächsten Reduktionsschritt machen. Ich denke hier über 1,5mg nach, auch wenn dies 15% entspricht – sofern es sich nicht richtig anfühlt, werde ich zeitnah/sofort korrigieren.

Vor allem aber versuche ich auch wieder mit Sport zu beginnen und meine Ernährung auf lecker und gesund umzustellen, das fehlt mir sehr.
Auf jeden Fall werde ich konsequent dahinter bleiben und selbst durch kleine Rückschläge im Entzug nicht abschrecken lassen, der Hunger nach dem Leben, einem zufriedenstellenden Job, einer eigenen Familie und vieles mehr ist vorhanden und wächst wieder, weshalb es nur einen Weg gibt, den nach vorne. 😊die Emotionen werden sich denke ich auch wieder verbessern, momentan bin ich teils noch etwas emotionslos und etwas starr.

Auf jeden Fall alles step by step. :schnecke: :)

Nun könnt ihr auch wieder regelmäßig mit Updates von mir rechnen und wenn möglich versuche ich auch etwas in Quetiapin-Threads zu unterstützen.

Liebe Grüße,
Harry
Wiedereindosierung + Ausschleichen
19.10.2018: 3mg Quetiapin
20.10.2018: 4mg Quetiapin
21.10.2018: 5mg Quetiapin (+1000 i.E Vitamin D3 alle 2 Tage)
11.11.2018: 7,5mg Quetiapin
30.11.2018: 10mg Quetiapin
25.12.2018: 10mg Quetiapin (+2.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl).
24.03.2019: 10mg Quetiapin (+5.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl).
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