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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: wir sind bisher noch nicht zu einer tragfähigen Lösung gekommen und müssen unseren Aufnahmestopp daher leider länger als geplant aufrecht erhalten.

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Mittwoch, 02.01.19, 23:44

Hallo zusammen,

Ich habe seit einigen Tagen bzw. 1 bis 2 Wochen immer mal etwas Druck im Herzbereich manchmal auch kurz/vorübergehend ein Stechen...
und selten ein Heißlaufen für wenige Sekunden. Mein Ruhepuls ist erhöht (im Liegen ca. 75-80).

War im Krankenhaus und ein Check ergab 0 am Herzen. Werde morgen wieder entlassen. :) (Bekam eine Überweisung, nachdem mein Puls beim Arzt 115 im Ruhezustand betrug).
Dachte ursprünglich es könnte eine leichte Herzmuskelentzündung sein, weil ich 6 bis 7 Wochen in etwas ständig erkältet war, also meine Erkältung verschleppt hatte...

Ich habe gelesen, dass durch Quetiapin derartige Symptome ausgelöst werden können. :vomit:

Würdet ihr Quetiapin weitereinnehmen, wenn nichts am Herzen festgestellt wurde und es sich aktuell noch im Rahmen hält?

Bin ja derzeit auf 10mg und fühle mich kopfmäßig die letzten Tage wieder ganz gut. Wenn ich jetzt auf 0mg runtergehe, dann gibt es sicher wieder Nebenwirkungen.... :frust: :schnecke:

Von der Vitamin D+K+Omega3 Fettsäure-Einnahme, welche ich seit Ende Dezember nehme wird es wohl kaum kommen können? :?

Freue mich über eure Anregungen.

Vielen Dank.

Liebe Grüße,
Harry
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11.11.2018: 7,5mg Quetiapin
30.11.2018: 10mg Quetiapin
25.12.2018: 10mg Quetiapin (+2.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl).
24.03.2019: 10mg Quetiapin (+8.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl+200mg Magnesium).
19.04.2019: 8mg Quetiapin (+~5.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl+ ~200mg Magnesium).
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von padma » Freitag, 04.01.19, 17:27

hallo Harry, :)

da du insgesamt dabei bist, dich zu stabilisieren, würde ich die Dosis jetzt noch so beibehalten. Der Ruhepuls ist zwar erhöht, aber nicht besorgniserregend.

Perspektivisch würde ich Quetiapin dann langsam ausschleichen.
Von einem Kaltentzug rate ich dir dringend ab.

Vit D könntest du testweise mal weglassen, da es Unruhe auslösen kann und, ich spekuliere jetzt, die Unruhe den Puls leicht erhöhen könnte.

liebe Grüsse und ein gutes neues Jahr,
padma
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Sonntag, 06.01.19, 23:09

Hallo padma,

vielen Dank für eine Antwort.

Ja ich verspüre die Tage immer mal eine leichte Unruhe, vielleicht sollte ich Vitamin D wirklich weglassen, ein paar Tage probiere ich es noch mit. ☺

Du hast Recht, ich spüre wieder mehr Stabilität, vor allem der Kopf ist längst nicht mehr so konfus wie vor 6 bis 8 Wochen und die Erkältung ist auch abgeklungen (wenn ich auch nicht weit entfernt von einer nächsten bin). 😀

Da ich die nächsten 8 bis 10 Wochen volles Programm habe und sicher noch Erkältungswellen diesen Winter übers Land fegen werden, verschiebe ich nach aktuellen Planungen die erste Reduzierung auf Mitte März um möglichst entspannte Rahmenbedingungen zu haben. Bis dahin sollte sich die Stabilität festigen.

Wer weiß, wenn es sehr gut läuft komme ich vielleicht von den 10mg Quetiapin dieses Jahr noch runter, wenn nicht 2020. Der Niedrig-Dosisbereich ist ja nicht ohne mit der überproportionalen Belegung der Rezeptoren. 😊 :schnecke: :schnecke:

Auch dir und allen anderen, ein gutes, neues und möglichst symtomarmes Jahr 2019.

Liebe Grüße,
Harry
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Samstag, 12.01.19, 23:48

Hallo zusammen,

wieder ein aktueller Stand (zur Wiedereindosierung). Ich bin weiter auf 10 mg Quetiapin.

Status quo:
- Nervenschmerzen aktuell keine
- Kopfmäßig geht es mir besser, auch wenn ich noch nicht ganz an die Zeit von vor dem Kaltentzug anknüpfen kann, bin ich jetzt schon aufgeweckter und kann damit arbeiten
- Die Erkältung habe ich Gottseidank los, hatte ca. 5 bis 7 Wochen damit zu kämpfen
- Verspannter Nacken wird etwas besser (nehme privat Physiotherapie in Anspruch)
- Motivation/Antrieb hat sich leicht gebessert, wenn auch noch nicht supi

- Füße sind nach wie vor noch oft eiskalt
- Noch immer sozial etwas zurückgezogen, außer mit Freunden und Familie

Bin mittlerweile wieder optimistisch, dass ich die bald anstehenden Prüfungen an der Uni mit größeren Kraftanstrengungen schaffen kann. :schnecke: :)

Liebe Grüße,
Harry
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 13.01.19, 11:31

Hallo Harry,

das klingt doch insgesamt recht positiv.
Das freut mich.
:)

Alles Gute für deine anstehenden Prüfungen.

LG Ute
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Sonntag, 13.01.19, 22:45

Hallo Ute,

vielen Dank. 😊

Liebe Grüße,
Harry
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Sonntag, 27.01.19, 23:03

Hallo zusammen,

mein Status quo mit 10mg Quetiapin nach der Wiedereindosierung:
- Nervenschmerzen aktuell keine (merke immer mal ein leichtes Anzeichen Abends/Nachts noch vor der Medikamenteneinnahme- nehme das Quetiapin nicht immer genau zur gleichen Zeit)
- Kopfmäßig geht es mir besser
- Verspannter Nacken verbessert sich weiter (nehme privat Physiotherapie in Anspruch)
- Motivation/Antrieb hat sich leicht gebessert, wenn auch noch einiges fehlt. :)

- Füße sind nach wie vor immer mal wieder eiskalt wobei dies auch gefühlt etwas rückläufig ist
- Noch immer sozial etwas zurückgezogen, außer mit Freunden und Familie

Anliegen 1:
Ich nehme die 10mg Quetiapin durch die Wasserlösemethode. Hierfür verwende ich jeden Tag eine frische 25mg Tablette.

Ich habe im Forum gelesen, dass man die Lösung problemlos am nächsten Tag (24h danach) noch nehmen kann, wenn man es im Kühlschrank lagert. Schmeckt irgendwie komisch und beim Aufziehen mit der Spritze ist Sauerstoff dabei.

Kennt das jemand mit dem Quetiapin, dass es anders schmeckt :vomit: und trotzdem okay ist oder vielleicht auch nicht?

Meine Überlegung war es, künftig evtl. mit einem Tablettenteiler zu arbeiten. Erst die 25mg Tablette in Zwei teilen und dann jeden Tag nur eine Hälfte auflösen. Tablettenteiler arbeiten aber etwas ungenau, so wie ich das rausgelesen habe?

Wäre über Lösungsvorschläge und Anregungen dankbar, da ich nicht alle 2 bis 3 Monate wegen einem Rezept zum Arzt gehen möchte.

Anliegen 2:
Habe auch schon oft gelesen, dass man nach dem Absetzen bevor es mit dem Absetzsymptomen losgeht, so eine Art "Flitterwochen" hat.. Im August 2018, nach dem Kaltentzug fühlte ich mich erst wunderbar, konnte wieder richtig von Herzen lachen :D und verspürte eine längst nicht mehr dagewesene Schlagfertigkeit :D :sports: etc. - könnte das wieder mein altes Ich sein, dass evtl. nach erfolgreichem Ausschleichen vollständig zurückkehrt? Wäre sehr erfreulich und motivierend zugleich am Ball zu bleiben und auf diesen Status hinzufiebern, der dann auch dauerhaft bleibt. :) :schnecke:

Liebe Grüße & einen schönen Start in die neue Woche,
Euer Harry
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Towanda » Sonntag, 27.01.19, 23:27

Harry29 hat geschrieben:
Sonntag, 27.01.19, 23:03

Ich nehme die 10mg Quetiapin durch die Wasserlösemethode. Hierfür verwende ich jeden Tag eine frische 25mg Tablette.

Meine Überlegung war es, künftig evtl. mit einem Tablettenteiler zu arbeiten. Erst die 25mg Tablette in Zwei teilen und dann jeden Tag nur eine Hälfte auflösen. Tablettenteiler arbeiten aber etwas ungenau, so wie ich das rausgelesen habe?
Hallo Harry,

wie Du schon vermutet hast sind Tablettenteiler zu ungenau. Du kannst die Tablette mit Hilfe einer Feinwaage teilen, und dann Deine Lösung daraus herstellen. Oder Du bröselst Dir mit der Feinwaage gleich Deine Dosis zurecht. Im oberen Bereich geht das noch sehr gut, erst im unteren Bereich ist die Feinwaage zu ungenau.

Ich werde im unteren Bereich meine Tablette mittels Feinwaage vierteln und dann die Minidosen mit der Wasserlösmethode herstellen. Ich will auch nicht so viele Tabletten wegschmeißen, bzw. nicht so viele Rezepte holen.

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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von padma » Montag, 28.01.19, 18:29

hallo Harry, :)

schön, dass sich bei dir schon einiges gebessert hat.

Ich habe im Forum gelesen, dass man die Lösung problemlos am nächsten Tag (24h danach) noch nehmen kann, wenn man es im Kühlschrank lagert. Schmeckt irgendwie komisch und beim Aufziehen mit der Spritze ist Sauerstoff dabei.

Kennt das jemand mit dem Quetiapin, dass es anders schmeckt :vomit: und trotzdem okay ist oder vielleicht auch nicht?
Am besten ist es, die Lösung immer frisch zuzubereiten. 24 Stunden im Kühlschrank zu lagern, scheint zumeist okay zu sein. Wenn sich allerdings an der Lösung was verändert, geschmacklich, Aussehen etc. ist es nicht sicher!
so eine Art "Flitterwochen" hat.. Im August 2018, nach dem Kaltentzug fühlte ich mich erst wunderbar, konnte wieder richtig von Herzen lachen :D und verspürte eine längst nicht mehr dagewesene Schlagfertigkeit
Bei diesen "Flitterwochen" geht es einem extrem gut, es kann sogar eine Art High Gefühl geben, oder in eine hypomanische Phase kippen.
Im gesunden Leben ist sowas kein Dauerzustand, zum Leben gehört eine ganze Palette an Gefühlen, wunderschöne aber auch anstrengende, traurige etc.
Du kannst dem entgegefiebern, wieder dein ganzes Spektrum an Gefühlen zu erleben, mit allen, die dazu gehören.

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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Montag, 28.01.19, 21:30

wie Du schon vermutet hast sind Tablettenteiler zu ungenau. Du kannst die Tablette mit Hilfe einer Feinwaage teilen, und dann Deine Lösung daraus herstellen. Oder Du bröselst Dir mit der Feinwaage gleich Deine Dosis zurecht. Im oberen Bereich geht das noch sehr gut, erst im unteren Bereich ist die Feinwaage zu ungenau.

Ich werde im unteren Bereich meine Tablette mittels Feinwaage vierteln und dann die Minidosen mit der Wasserlösmethode herstellen. Ich will auch nicht so viele Tabletten wegschmeißen, bzw. nicht so viele Rezepte holen.
Hallo Towanda,

vielen Dank für deine Antwort.
Ich habe gerade eben nochmal nachgeschaut, es gibt auch günstige Feinwaagen mit 3 Nachkommastellen im Grammbereich. Meine hatte nur eine Nachkommastelle, deswegen habe ich die Methode bisher nicht angewandt. Dann hole ich mir eine andere Feinwage, damit es gelingt. :)

Bei diesen "Flitterwochen" geht es einem extrem gut, es kann sogar eine Art High Gefühl geben, oder in eine hypomanische Phase kippen.
Im gesunden Leben ist sowas kein Dauerzustand, zum Leben gehört eine ganze Palette an Gefühlen, wunderschöne aber auch anstrengende, traurige etc.
Du kannst dem entgegefiebern, wieder dein ganzes Spektrum an Gefühlen zu erleben, mit allen, die dazu gehören.

Hallo padma,

vielen Dank für deine Antwort.

Danach seht man sich gern. In der Zeit waren damals auch unschöne Gefühle dabei, wesewegen ich optimistisch bin. :)

Liebe Grüße,
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Towanda » Montag, 28.01.19, 21:44

Hallo Harry,

schau mal, da gibt es einen Thread über Feinwaagen: https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... e&start=60

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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Montag, 28.01.19, 22:30

Hallo Towanda,

super Danke dir. Ich steige nächste Woche auf das Feilen um. Dann landet das Gift der Überreste auch nicht mehr in Mutter Natur. :D

Liebe Grüße,
Harry
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Marcilie » Montag, 28.01.19, 22:42

Hallo harry29. :)

Ich werde diese Methode auch anwenden wollen.
Bin erst durch dein thread darauf gekommen.

Wünsche dir viel erfolg weiterhin dabei!

Abendliche grüsse
Marc
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Oder (extrem günstige prognose)

Risperidon von 4 mg im September 2017 bis sept.2018 Schritt für Schritt bis 2 mg reduziert.
15.9.17 3,5 MG RISPERIDON, 3.10.17 Reduz 3 mg risperidon (Reizbarkeit und leichte wutgefühle) schnell abgeklungen. Ab November 2017 starke Besserung der Nebenwirkungen.
19.02.18 Reduz. 2,75 mg R

16.07.2018 reduziert auf 2,5 mg risperidon.


23.9.18 auf 2 mg risperidon. Mässig starke Entzugserscheinungen. Instensive Wahrnehmungen. Am Anfang kurzzeitig schlafsstörungen. Für 1 Woche ab und zu leichte paranoia, angespanttheit,Reiz sensibel, schneller überfordert, schwindel und Angst unterwegs.
Nach 4 Wochen starke Besserung und ab November wieder komplett Stabilität.


Ab 25.04.19 hab ich mit wasseelösemethode Reduz. Auf 1,95 mg.
Mikrotapering wöchentlich Reduz. Um 0,05 mg
Am 6.05.19 Reduz. Auf 1,92 mg risperidon.

28.05.19 Reduz. Auf 1,895 mg.

ABSETZTPAUSE von Mind. 4 Wochen!

Harry29
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Montag, 28.01.19, 22:47

Hallo Marc,

vielen Dank. Das freut mich.

Auch Dir viel Erfolg und gutes Gelingen bei dieser Methode. :)

Liebe Grüße,
Harry
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Harry29
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Dienstag, 19.03.19, 19:41

Hallo Liebe Mitforis,

in meinem Thread gab es längere Zeit keine Up-Dates mehr, das hatte verschiedene Gründe.
Zum einen hatte ich sehr viel um die Ohren, wobei ich mich in den letzten Monate mit einer sehr begrenzten Energie durchkämpfte, zum anderen ging es über den Jahreswechsel und eine ganze Zeit danach vielen hier nicht sonderlich gut – auch ich hatte mehrmals mit einer Erkältung und Entzugssymptomen zu kämpfen, weshalb ich mich etwas aus dem Forum zurückzog.

Ich habe das Semester erst einmal beendet. Ergebnisse stehen noch aus, dürfte aber, sofern nichts unvorhergesehenes passiert, diesen Abschluss in der Tasche haben. :D

Was hatte sich in den letzten Monaten bei mir getan?

Noch im Oktober/November/Dezember 2018 hatte ich große Schwierigkeiten nach dem Kaltabsetzen von 25mg Quetiapin, mir ging es sehr schlecht. Trotz Wiedereindosierung bin ich einer Psychose sehr wahrscheinlich nur hauchdünn entwischt – das wäre dann meine erste gewesen und hätte vermutlich wieder Jahre gekostet (Psychatrieaufenthalt, vermutlich neue Medikamente etc.). So ein Gefühl hatte ich noch nie. Ich hatte die Kontrolle über mich verloren. Hatte Angst, wollte nicht alleine sein, fühlte mich unwohl, konnte nicht klar denken, hatte mich in meinem Schlafzimmer versteckt, die Rollos runtergelassen, mich tägliche lange Zeit im Bett verkrochen und vieles mehr. :vomit:

Ich glaube, bei mir war es sehr wichtig, dass ich das Quetiapin nach 2 bis 3 Monaten verhältnismäßig schnell eingeschlichen habe, auch wenn die Verbesserungen immer angedauert haben. Letztlich bin ich bis auf 10 mg hochgegangen, was deutlich unter 25mg, meiner letzten Dosis liegt. Weil ich nicht auf die Ursprungsdosis eingeschlichen habe, hat es vermutlich auch so lange gedauert, bis ich mich einigermaßen gefangen habe. Natürlich geht das Einschleichen, vor allem das schnelle Einschleichen nicht bei allen gut, weshalb ich dazu nicht animieren möchte. Aber nachdem ich leichte Besserungen bei geringen Dosen verspürte, habe ich nach und nach zügig erhöht. (Speziell in meinem Fall hätte das wiedereindosieren auf die ursprüngliche Dosis wahrscheinlich am meisten geholfen, wer weiß.)

Es war sehr anstrengend, die vor mir liegenden Aufgaben zu bewältigen. Meine Abschlussarbeit zu schreiben und noch für weitere Prüfungen nebenbei zu büffeln. Vor allem die fehlende Motivation und eine depressiven Verstimmung - was ja oftmals auch nach dem Eindosieren von Neuroleptika zu verspüren ist - machten mir einen Strich durch die Rechnung. Sicherlich führen meine Aufwendungen nicht zu Wunschergebnissen, dennoch bin ich stolz auf mich, dass ich es geschafft habe, die Herausforderung irgendwie bewältigt zu haben, auch wenn es all meine Körner gekostet hat.

Ich habe in der Zeit viel nachgedacht. Damals wollten mich verschiedene Hausärzte nicht in eine Klinik schicken, weil sie der Überzeugung waren, mir fehle nichts oder zumindest nicht soviel, dass ich in eine Klinik müsse. Ich solle einfach mal Johanniskrauttee oder ähnliches ausprobieren. Nach drei Wechseln des Hausarztes fand ich dann einen Arzt, der mir eine Einweisung schrieb… Damit fing dann alles an, meine Psychopharmaka-Karriere. Damals war ich unruhig, habe wenig geschlafen, konnte nicht immer klar denken und hatte Zukunftsängste, Probleme die sich sehr wahrscheinlich ohne Klinikaufenthalt mittelfristig in den Griff hätten kriegen lassen. Den Ärzten kann ich nicht die Schuld geben… Klar haben Sie auch in der Klinik über 6 oder gar 8 Wochen gebraucht, bis sie das erste mal eine Diagnose stellten, (Die Begründung damals, „Wir müssen dem Kind mal einen Namen geben“, sonst hätte es noch länger gedauert) dennoch war es ja ursprünglich mein Wunsch, dass ich Hilfe bekam. Dabei möchte ich die Ärzte nicht in Schutz nehmen, aber wenn es schlecht läuft, möchte man immer einen Schuldigen finden. Dabei tragen wir selbst die Verantwortung, welche Angebote wir annehmen und welche nicht. Letztlich versuchen auch die meisten Ärzte und Psychiater einen vernünftigen Job zu machen, sie lernen es leider nicht besser, dass man es vielleicht erst mal ohne Medikamente versuchen oder es zumindest es bei einer niedrigen Dosis belassen sollte etc.

Ich hole in diesem Beitrag bewusst etwas aus, weil ich anderen Mut zusprechen möchte, dass es manchmal etwas dauert, man die Hoffnung aber nicht verlieren sollte. Für mich war es im Nachhinein betrachtet, wichtig, im Entzug auch Aufgaben zu haben – einfach ein Stück weit funktionieren zu müssen, dass ich mich nicht permanent nur mit dem Entzug beschäftigen konnte. Auch wenn es schwer war, weil ich meist keinen klaren Kopf für anspruchsvolle Aufgaben hatte und die Symptome ja nicht einfach weg waren, sowohl körperlich als auch psychisch.

Wie geht es bei mir nun weiter?

Als erstes gilt es die (nicht ausgebrochene) aber „unterschwellig“ vorhandene Erkältung erst mal auszukurieren. War gefühlt drei bis vier mal in den letzten Monaten erkältet, ein paar Tage im Krankenhaus und immer eiskalte Füße (die Füße sind entzugsbedingt, wurden jedoch durch die Erkältungen nochmal getriggert).

Ich fühle mich wieder besser als Ende 2018, wenn auch noch nicht super. Werde weiter studieren und in Teilzeit arbeiten. Ich möchte in etwa drei bis vier Wochen den ersten/nächsten Reduktionsschritt machen. Ich denke hier über 1,5mg nach, auch wenn dies 15% entspricht – sofern es sich nicht richtig anfühlt, werde ich zeitnah/sofort korrigieren.

Vor allem aber versuche ich auch wieder mit Sport zu beginnen und meine Ernährung auf lecker und gesund umzustellen, das fehlt mir sehr.
Auf jeden Fall werde ich konsequent dahinter bleiben und selbst durch kleine Rückschläge im Entzug nicht abschrecken lassen, der Hunger nach dem Leben, einem zufriedenstellenden Job, einer eigenen Familie und vieles mehr ist vorhanden und wächst wieder, weshalb es nur einen Weg gibt, den nach vorne. 😊die Emotionen werden sich denke ich auch wieder verbessern, momentan bin ich teils noch etwas emotionslos und etwas starr.

Auf jeden Fall alles step by step. :schnecke: :)

Nun könnt ihr auch wieder regelmäßig mit Updates von mir rechnen und wenn möglich versuche ich auch etwas in Quetiapin-Threads zu unterstützen.

Liebe Grüße,
Harry
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Harry29
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Sonntag, 31.03.19, 20:06

Hallo zusammen,

seit langem wieder mal ein Update zu meinen Entzugssymptomen:

Status quo
+ Nervenschmerzen längst keine mehr - sind auch seit Wochen/Monaten nicht wiedergekommen.
+ Kopfmäßig geht es mir besser, bin wieder "ordentlich" belastbar.
+ Motivation/Antrieb verbessert sich kontinuierlich, wenn auch langsam. Das wird sich denke ich in den nächsten Monaten noch einiges verbessern.
+ Füße waren in den letzten Wochen/Monaten sehr oft eiskalt, hing vermutlich mit der enormen Belastung und der durchgehenden Erkältung zusammen. - In den letzten Tagen war es ganz gut, also rückläufig.

- Hin und wieder schneller gereizt.
- Immer mal wieder / teils beständig einen verspannten Nacken.
- Enormes Schlafbedürfnis, was vermutlich auch damit zusammenhängt, dass meine Erkältung nicht ausbrechen mag, ich es aber morgens nach dem Aufstehen immer in den Nebenhöhlen und im Hals merke.
- Noch immer sozial etwas zurückgezogen (Auch teils sehr passiv, obwohl ich das nicht möchte/beabsichtige, bin ich zeitweise etwas "teilnahmslos/zurückhaltend").

Liebe Grüße,
Harry
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Harry29
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Freitag, 19.04.19, 14:10

Hallo zusammen,

ein kleines Update von mir.

Status quo
+ Nervenschmerzen keine
+ Kopfmäßig geht es mir besser, bin wieder "ordentlich" belastbar.
+ Motivation/Antrieb verbessert sich wenig aber stetig
+ Füße waren in den letzten Wochen kaum mehr eiskalt, womöglich liegt es an der Erkältung, die nun fast abgeklungen ist.

- Hin und wieder schneller gereizt.
- Immer mal wieder / teils beständig einen verspannten Nacken.
- Mittlerweile auch eine leichte Verbesserung bezüglich des Zurückziehens zu spüren. (Teils etwas passiv, obwohl ich das nicht möchte/beabsichtige).


Ich habe mich nun 5 Monate einigermaßen auf 10mg Quetiapin nach Wiedereindosierung stabilisiert. Nachdem die meisten Symptome abgeklungen sind, habe ich seit gestern mit der ersten Reduktion um 2mg begonnen. Der Reduktionsschritt sind 20%, aber nur deshalb etwas höher als üblich gewählt, weil ich zwischen Mai und August sehr wahrscheinlich nicht reduzieren kann und somit eine längere Stabilisierungsphase habe - bei zu starken Entzugssymptomen würde ich wieder hochdosieren.

Im nächsten Update berichte ich dann, womöglich über zwischenzeitliche Entzugssymptome.

Liebe Grüße und frohe Ostern!
Harry
:schnecke: :D
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Harry29
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Sonntag, 05.05.19, 23:59

Hallo zusammen,

ein kleines Update nach meiner Reduktion von 10mg auf 8 mg Quetiapin mit der Wasserlösemethode (Feinwaage hatte ich nach wenigen Tagen nach dem Einsetzen aufgegeben, da zu ungenau im Niedrigdosisbereich)

Status quo
- ab und an ein bisschen kalte Füße
- leicht erkältet - aber noch nicht richtig ausgebrochen (Bin sehr infektanfällig schon seit Jahren - vor allem aber auch in der Reduktionsphase. War seit Ende letzten Jahres in etwa 70-80% die komplette Zeit erkältet oder aber hatte Erkältungssymptome)
x Motivation/Antrieb ist ok (solala)
- Hin und wieder schneller gereizt.
- Immer mal wieder / teils beständig einen verspannten Nacken.
- Geistig (schon länger) etwas langsam beweglich.

Ich habe hin und wieder seit dem Reduzieren in den Fingerspitzen ein komisches Gefühl - das Ganze hält sich aber sehr in Grenzen. Ist eine normale Absetzungserscheinung, wie damals die starken Nervenschmerzen in den Fingerspitzen.

Alles in allem verläuft die Reduktion vernünftig. Werde jetzt wieder etwas warten bis zur nächsten Reduktion (länger als die 4 bis 6 Wochen), da ich momentan alle Hände voll zu tun habe und in einem gewissen Alltagstrott bin. Die Belastung muss ja nicht unnötig größer werden durchs Reduzieren... :) :schnecke:

Meine umfassenden Aufgaben/Belastungen sind auch der Grund, warum ich derzeit nur sehr wenig im Forum online bin.

Mein Vitamin-D-Spiegel ist mittlerweile von 9,9 ng/ml auf 36,5 ng/ml gestiegen. Werde jetzt noch 4 Wochen Vitamin-D Präparate nehmen und danach die Sonne für mich arbeiten lassen. :D

Liebe Grüße,
Harry
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25.12.2018: 10mg Quetiapin (+2.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl).
24.03.2019: 10mg Quetiapin (+8.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl+200mg Magnesium).
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Koralle
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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Koralle » Dienstag, 21.05.19, 10:38

Lieber Harry,

es freut mich zu lesen, dass es sich bei dir inzwischen eingependelt hat. Berichte doch mal, wie es sich seit der letzten Reduktion entwickelt! Merkst du schon Symptome? Zuletzt kamen diese bei dir ja auch erst nach Monaten, genau so ist es bei mir auch, und mich würde nun interessieren, ob das schneller geht, wenn man nur ganz wenig reduziert. Ich bin jetzt bei 12,5mg am Abend und die letzte Reduktion hat mich ganz schön umgehauen (6,25mg). Nackensteife kenne ich übrigens auch, gehört bei mir aber eher noch zu den erträglichen Symptomen.

Danke und weiterhin alles Gute!

Koralle
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März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg ,

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Re: Harry29: Absetzsymptome von Quetiapin und Wiedereindosierung nach Monaten

Beitrag von Harry29 » Montag, 27.05.19, 0:34

Liebe Koralle,

du hast um 33% beim letzten Mal reduziert, das ist schon eine ordentliche Hausnummer. :o Ich muss zugeben, ich habe dieses Mal auch ganze 20% reduziert, :roll: aber nur vor dem Hintergrund, dass es vor August/September bei mir keine weitere Reduktionen geben wird und ich mich dementsprechend etwas länger stabilisieren kann. Im Großen und Ganzen, lassen sich die Absetzsymptome aushalten. Nicht optimal, aber bei Weitem nicht so schlimm, wie damals beim Kaltentzug. Das Stechen in den Fingerspitzen hatte ich seit der letzten Reduktion relativ zügig, aber in deutlich abgeschwächter Version.
Ich glaube im Niedrigdosisbereich, indem wir uns beide befinden ist es echt nicht ohne. Deshalb habe ich mich auch schon damit angefreundet, dass ich dieses Jahr sehr wahrscheinlich nicht mehr auf 0 mg komm. :D :schnecke:

Wenn Du magst, können wir uns gerne intensiver austauschen. Manchmal bin ich (wie jetzt) schnell am Schreiben, bevor ich ins Bett gehe und da kann es vorkommen, dass ich mal einen Punkt vergesse/nicht parat habe. Werde in Kürze auch mal wieder in deinem Block lesen. :)

Allgemeines
Ich bin derzeit im Forum leider nicht so stark aktiv, weil ich im Alltagstrott ein wenig versunken bin. Teilzeit arbeiten und Hochschule, darüber hinaus versuche ich mich noch etwas in einer gemeinnützigen Organisation zu engagieren, das knabbert doch ganz schön an meinen Ressourcen.
Einerseits ist es gut, denn ich komme nicht zum Nachdenken, was läuft nicht so gut und der Fokus ist total weg von den Absetzsymptomen, andererseits versuche ich wenn möglich, demnächst mal wieder ein wenig mehr Ruhepausen einzulegen. Die Balance ist schließlich wichtig. :?
Wenn die Belastung wieder geringer wird, möchte ich auch im Forum wieder mehr aktiv sein.

Was erfreulich ist, aber natürlich auch Zeit beansprucht, ich habe ganz langsam mit dem Sport wieder begonnen. 8-) Aktuell wird es mir etwas mehr Energie kosten, aber langfristig hoffe ich, dass ich wieder mit größeren Akkus an den Start gehen kann und es sich in die anderen Lebensbereiche übertragen lässt.

Status quo
- seit ein paar Tagen wieder etwas mehr kalte Füße (War aber länger im Regen draußen, deshalb denke ich, dass mein Immunsystem gerade stärker aktiv ist um eine Erkältung zu verhindern)
- Motivation ist ok/könnte aber besser sein
- Schneller gereizt
- Verspannter Nacken
- Geistig nach wie vor/schon länger etwas langsam beweglich
(Beispielsituationen:
1. Beim Tischtennisspielen ist mir aufgefallen, sobald ich den Ball gespielt habe und im Rundlauf bin, bleibe ich noch einen Moment stehen, bevor ich weiterlaufe;
2. Wenn einer anderen Person etwas runterfällt und ich es aufheben will, reagiere ich zeitverzögert, sodass die andere Person selbst schon beim Aufheben ist)
- Teilweise Depersonalisation (In bestimmten Situationen, wenn ich gerne mit anderen sprechen würde/könnte, hab ich irgendwie total Hemmungen bzw. stehe neben mir)

Das Gefühl in den Fingerspitzen (Stechen) habe ich seit der letzten Reduktion weiterhin immer Mal wieder in abgeschwächter Form.

Vitamin D werde ich nun in einer Woche absetzen.

Ansonsten heißt es Durchhalten/Aushalten und auf unser langfristiges Ziel hinarbeiten. :schnecke: :)

Liebe Grüße und allen einen schönen Start in die Woche,
Harry
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