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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

---

An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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krasiva
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von krasiva »

Ich wünsche Dir
Flügel der Hoffnung,
die dich mit dem
Aufwind der Zuversicht
und der Wärme der Liebe
durch die schwierige Zeit tragen.

Mogen sie dich sanft
zur Landung bringen -
in einem lebenswerten
und liebensweten
Leben "danach".

Gerd Neubauer

... in diesem Sinne alles alles nur möglich Gute für dich,

krasiva
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.
Ululu
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von Ululu »

Hallo Eagle,

danke für dein Update. :)

Schön, dass du zumindest teilweise von der Aufdosierung profitieren konntest.
Viele kommen im Zuge des Absetzens irgendwann an eine Schwelle, ab der es schwerer wird zu reduzieren.
An der Stelle bist du vielleicht gerade. :?

LG Ute
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Eagle
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von Eagle »

@krasiva:
Vielen Dank! :)

@ Ululu 69:
Ja, wenn es denn überhaupt mal weiter ginge :o :D
m, Jahrgang 1993
Venlafaxin seit Dezember 2016 wegen Depressionen (zunächst positive Wirkung ab 150 mg)

Erster Entzug im Mai 2017 (150 mg -> ca. 4 Wochen 75 mg -> ca. 2 Wochen 37,5 mg -> 0 mg)
schwere, v.a. psychische Symptome, Wiedereinnahme Venlafaxin nach 5 Wochen ohne Besserung

Auch auf 150 mg keine Rückkehr zum vormals stabilen Zustand, Zustand der Betäubung, chronisch depressiv
mehrfacher Wechsel zwischen 150 mg und 75 mg

Absetzverlauf seit März 2018 (Ausgangsdosis: 150 mg)
02.02.2018: 75 mg
07.03.2018: 37,5 mg
30.03.2018: 24 mg
23.04.2018: 18 mg
04.06.2018: 15 mg
22.07.2018: 13,5 mg
20.08.2018: 12 mg
- ABSETZSTOPP -
irgendwann, spätestens Anfang Oktober 2018: 10,4 mg (unbeabsichtigt, durch kleinere Kügelchen )
09.02.2019: 11,2 mg
07.03.2019: 11,8 mg
25.03.2019: 11,2 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)

Schwere, v.a. neuro-emotionale/psychische Absetzsymptome, Derealisationsgefühle, "emotionales System" schwer angeschlagen, besonders seit Erreichen der 12 mg

12.04.2020: 10,6 mg
11.05.2020: 9,6 mg (zu viel/zu schnell)
08.06.2020: 9,9 mg
23.06.2020: 9,6 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)
In der Folge heftige Symptomatik, v.a. im Juli/August
25.10.2020: 9,1 mg (zu früh, lange keine Besserung)
01.01.2021: Neue Packung angebrochen
Dosierung stimmt nicht überein, da alte Packung wohl zu alt => nach wenigen Tagen starke Unverträglichkeitsreaktion
06.01.2021: 32 Kugeln ~ 8,8 mg (Fehler!)
Weiterhin keine Stabilisierung, eher nervliche Verschlechterung: Schlafstörungen, tlw. Erwachen in Panik
Erkenntnis, dass ich ständig wechselnde Dosierungen eingenommen habe wg. wechselnder Kügelchenanzahl

02.03.2021: 8,8 mg (zurück zur Zieldosis)
08.03.2021: Plötzliche massive Verschlechterung: Massive Unruhe, völlige Schlaflosigkeit, ekelhafte Gefühlszustände, starker Durst - unerträglich, erstmals im Entzug komplette Arbeitsunfähigkeit
09.03.2021: 8,55 mg (ca. Dosisdurchschnitt der letzten sieben Wochen)
10.03.2021: Zusammenbruch, mehrere Tage unerträgliche Zustände, Bettlägerigkeit
10.03.2021 bis 16.03.2021: Atosil/Promethazin 25 mg nach Bedarf
Langsame Besserung der Symptomatik
15.04.2021: Rückfall, Nervensymptome wieder verschlimmert

Außerdem:
- Kortisonhaltiges Asthmaspray täglich seit vielen Jahren
- Neurexan zur Nacht (08.03. - 09.04.2021, Wiedereinnahme seit dem 15.04.)
Annanas
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von Annanas »

Hallo Eagle :) ,
Eagle hat geschrieben: 04.03.2019 18:10 Ja, wenn es denn überhaupt mal weiter ginge
Du hast schon so viel geschafft, vllt ist jetzt doch erstmal eine längere Absetzpause angesagt?!

Ich weiß, das klingt gräßlich - aber mittlerweile bin ich der Meinung, daß man durchaus davon profitieren kann.

Ich mußte zwangsweise (eine Symptomatik mußte abgeklärt werden) eine Pause einlegen u mir geht es insgesamt tatsächlich besser.
Es treten zwar noch Wellen auf, aber sie sind kürzer u nicht mehr ganz so intensiv.

Viele Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016 (1999 - 2007 Paroxetin 20 mg)
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28.02.21 11 Kügelchen (ca. 3,3 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
Eagle
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von Eagle »

Hallo liebe Forengemeinde,

ich brauche dringend euren Rat:
Lange schon kämpfe ich mit dem Venlafaxin und es war bis zuletzt hart, aber nun bin ich an einem Punkt, an dem ich einfach nicht mehr kann, nachdem ich versehentlich schwankende Dosierungen eingenommen habe. Seit Januar habe ich konstant 32 Kügelchen (Ziel war ~ 8,8 mg) genommen, was aber wegen der wechselnden Menge pro Kapsel in Wirklichkeit zwischen 8,3 und 8,9 mg waren. Ich habe also ständig wechselnde Dosierungen eingenommen.
Irgendwann fiel es mir auf, weil es mir nervlich immer schlechter ging und ich tlw. morgens in Panik erwachte.
Letzte Woche erkannte ich das und ich ging wieder auf die alte Zieldosis von 8,8 mg, wodurch es noch schlimmer wurde. Seit vorgestern ist es einfach die Hölle: Starke Unruhe, mittlerweile völlige Schlaflosigkeit, Hautbrennen, ekelhafte Gefühlszustände, wirres Denken, Bewegungsunruhe in den Beinen, starker Durst, komplette Arbeitsunfähigkeit und Bettlägerigkeit.
Gestern bin ich wieder auf 8,55 mg runter gegangen, weil ich das als Unverträglichkeitsreaktion interpretiere.

Heute Nacht ist so schlimm, dass ich mir wohl noch heute ein Benzo verschreiben oder mich einliefern lasse. Ich halte es nicht mehr aus. Es wird jede Nacht schlimmer.
Ich habe seit Tagen so gut wie nicht geschlafen, bin auch körperlich am Ende.

Ich überlege noch weiter auf 8,3 mg zu reduzieren oder die Restdosis kalt zu entziehen, wobei ich von beidem nicht überzeugt bin, da es das ZNS noch weiter reizen würde. Oder vertrage ich es einfach nicht mehr?

Viele Grüße
Ein verzweifelter
Eagle
m, Jahrgang 1993
Venlafaxin seit Dezember 2016 wegen Depressionen (zunächst positive Wirkung ab 150 mg)

Erster Entzug im Mai 2017 (150 mg -> ca. 4 Wochen 75 mg -> ca. 2 Wochen 37,5 mg -> 0 mg)
schwere, v.a. psychische Symptome, Wiedereinnahme Venlafaxin nach 5 Wochen ohne Besserung

Auch auf 150 mg keine Rückkehr zum vormals stabilen Zustand, Zustand der Betäubung, chronisch depressiv
mehrfacher Wechsel zwischen 150 mg und 75 mg

Absetzverlauf seit März 2018 (Ausgangsdosis: 150 mg)
02.02.2018: 75 mg
07.03.2018: 37,5 mg
30.03.2018: 24 mg
23.04.2018: 18 mg
04.06.2018: 15 mg
22.07.2018: 13,5 mg
20.08.2018: 12 mg
- ABSETZSTOPP -
irgendwann, spätestens Anfang Oktober 2018: 10,4 mg (unbeabsichtigt, durch kleinere Kügelchen )
09.02.2019: 11,2 mg
07.03.2019: 11,8 mg
25.03.2019: 11,2 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)

Schwere, v.a. neuro-emotionale/psychische Absetzsymptome, Derealisationsgefühle, "emotionales System" schwer angeschlagen, besonders seit Erreichen der 12 mg

12.04.2020: 10,6 mg
11.05.2020: 9,6 mg (zu viel/zu schnell)
08.06.2020: 9,9 mg
23.06.2020: 9,6 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)
In der Folge heftige Symptomatik, v.a. im Juli/August
25.10.2020: 9,1 mg (zu früh, lange keine Besserung)
01.01.2021: Neue Packung angebrochen
Dosierung stimmt nicht überein, da alte Packung wohl zu alt => nach wenigen Tagen starke Unverträglichkeitsreaktion
06.01.2021: 32 Kugeln ~ 8,8 mg (Fehler!)
Weiterhin keine Stabilisierung, eher nervliche Verschlechterung: Schlafstörungen, tlw. Erwachen in Panik
Erkenntnis, dass ich ständig wechselnde Dosierungen eingenommen habe wg. wechselnder Kügelchenanzahl

02.03.2021: 8,8 mg (zurück zur Zieldosis)
08.03.2021: Plötzliche massive Verschlechterung: Massive Unruhe, völlige Schlaflosigkeit, ekelhafte Gefühlszustände, starker Durst - unerträglich, erstmals im Entzug komplette Arbeitsunfähigkeit
09.03.2021: 8,55 mg (ca. Dosisdurchschnitt der letzten sieben Wochen)
10.03.2021: Zusammenbruch, mehrere Tage unerträgliche Zustände, Bettlägerigkeit
10.03.2021 bis 16.03.2021: Atosil/Promethazin 25 mg nach Bedarf
Langsame Besserung der Symptomatik
15.04.2021: Rückfall, Nervensymptome wieder verschlimmert

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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von Straycat »

Hallo Eagle,

ohje, das klingt heftig, was du da gerade durchmachst :(

Eine schwankende Dosierung könnte wirklich der Auslöser für diese heftige Symptomwelle sein.
Ich würde an deiner Stelle mal eine Dosis auswählen und die für längere Zeit beibehalten. Die 8,8mg fände ich da ehrlich gesagt gar nicht so verkehrt.
Dass es dir dadurch nicht gleich besser geht, ist irgendwie logisch. Dein ZNS ist durch die schwankende Dosierung erstmal ziemlich irritiert. Das funktioniert leider nicht so, dass man dann wieder eine Dosis einnimmt und alles ist gleich besser. Da musst du deinem ZNS etwas mehr Zeit geben - ich weiß, das ist immer leichter gesagt als getan.

Ob du noch zusätzlich andere Medikamente einnehmen solltest - darauf können wir hier nicht eingehen, denn in unseren Regeln zum Austausch im Forum ist festgelegt, dass wir keine Empfehlungen zur Einnahme weiterer Medikamente aussprechen. Das muss letztlich jeder selbst entscheiden.

Einen Kaltentzug würde ich an deiner Stelle nicht riskieren. Klar will man in solchen starken Wellen gerne sofort handeln und sich sofort Erleichterung verschaffen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kaltentzug dich nun noch mehr destabilisieren würde, ist leider sehr groß.

Liebe Grüße und ganz viel Kraft zum Durchhalten :hug:
Cat
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von padma »

hallo Eagel, :)

also, du hattest Schwankungen zwischen 8,3 und 8,9 mg, da wäre ein Mittelwert 8,6 mg. Du bist auf 8,8 hochgegangen, da wurde es schlechter, das kann gut sein, dass das zuviel war. Dass du plötzlich eine echte Unverträglichkeitsreaktion hast, ist unwahrscheinlich.

Dann hast du auf 8,55 reduziert und es ging dir noch schlechter. Das ist schwer zu interpretieren, da die Verschlechterung durch das Rauf und Runter kommen kann.

Ich würde jetzt zunächst auf 8,55 mg bleiben und schauen, ob du dich darauf stabilisieren kannst.

liebe Grüsse,
padma
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Was finde ich wo im Forum
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von Sabs »

Hey,
Wie du mit Venla weiter machen könntest, weiß ich nicht so recht, aber zur Beruhigung hilft mir Baldrian-passionsblume Dragees und tulsitee und wenn ich dann ruhiger bin, kann ich auch besser gegen die depressiven Symptome angehen zB durch Ablenkung.
Vielleicht wäre da was für dich dabei?
Ansonsten Atemmeditation

Liebe Grüße Sabs
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Eagle
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von Eagle »

Hallo Straycat, hallo Padma, hallo Sabs,

danke euch!
Heute Nacht und heute Morgen ging es mir so furchtbar, dass ich mich in der Notaufnahme der Psychatrie vorgestellt habe. Dabei konnte ich kaum sprechen, weil ich immer weinen musste.
Als mir dann die Ärztin wieder was davon erzählen wollte, dass meine Depressionen das Problem seien, dass 8,x mg überhaupt keine Auswirkungen habe und von einem gereizten ZNS auch nichts wissen wollte, da war es vorbei in mir, da fühlte ich mich endgültig verloren.
Ich bat um etwas zur Beruhigung und sie gab mir 25mg-Atosil-Tabletten. Diese würden nicht abhängig machen. Nach Überprüfung hier im Forum stellte ich fest, dass das natürlich so ganz auch nicht stimmt, aber ich hatte keine Wahl.
Als die Wirkung einsetzte, spürte ich endlich etwas Linderung und kam etwas zur Ruhe, wobei richtiges Schlafen wegen Adrenalinstößen weiterhin nicht möglich war.
Jetzt, wo die Wirkung etwas nachlässt, wird es wieder schlimmer.
Ich weiß, dass das Einsetzen eines weiteren PP nicht im Sinne des Forums ist, doch es ist mein letzter Ausweg.
Meine Hoffnung ist, dass ich so durch die nächsten Wochen komme und sich das irgendwie stabilisiert.

Neurexan hatte ich vorher schon ausprobiert, das hat nichts gebracht.
Gibt es eine Faustregel, wie lange man Atosil einnehmen kann ohne abhängig zu werden?
Letztlich würde ich in meinem Zustand gerade ehrlich gesagt sogar eine Abhängigkeit als das kleinere Übel akzeptieren. :cry:

Viele Grüße
Eagle
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schwere, v.a. psychische Symptome, Wiedereinnahme Venlafaxin nach 5 Wochen ohne Besserung

Auch auf 150 mg keine Rückkehr zum vormals stabilen Zustand, Zustand der Betäubung, chronisch depressiv
mehrfacher Wechsel zwischen 150 mg und 75 mg

Absetzverlauf seit März 2018 (Ausgangsdosis: 150 mg)
02.02.2018: 75 mg
07.03.2018: 37,5 mg
30.03.2018: 24 mg
23.04.2018: 18 mg
04.06.2018: 15 mg
22.07.2018: 13,5 mg
20.08.2018: 12 mg
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Schwere, v.a. neuro-emotionale/psychische Absetzsymptome, Derealisationsgefühle, "emotionales System" schwer angeschlagen, besonders seit Erreichen der 12 mg

12.04.2020: 10,6 mg
11.05.2020: 9,6 mg (zu viel/zu schnell)
08.06.2020: 9,9 mg
23.06.2020: 9,6 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)
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25.10.2020: 9,1 mg (zu früh, lange keine Besserung)
01.01.2021: Neue Packung angebrochen
Dosierung stimmt nicht überein, da alte Packung wohl zu alt => nach wenigen Tagen starke Unverträglichkeitsreaktion
06.01.2021: 32 Kugeln ~ 8,8 mg (Fehler!)
Weiterhin keine Stabilisierung, eher nervliche Verschlechterung: Schlafstörungen, tlw. Erwachen in Panik
Erkenntnis, dass ich ständig wechselnde Dosierungen eingenommen habe wg. wechselnder Kügelchenanzahl

02.03.2021: 8,8 mg (zurück zur Zieldosis)
08.03.2021: Plötzliche massive Verschlechterung: Massive Unruhe, völlige Schlaflosigkeit, ekelhafte Gefühlszustände, starker Durst - unerträglich, erstmals im Entzug komplette Arbeitsunfähigkeit
09.03.2021: 8,55 mg (ca. Dosisdurchschnitt der letzten sieben Wochen)
10.03.2021: Zusammenbruch, mehrere Tage unerträgliche Zustände, Bettlägerigkeit
10.03.2021 bis 16.03.2021: Atosil/Promethazin 25 mg nach Bedarf
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von padma »

hallo Eagle, :)

ich kann verstehen, dass du es mit Atosil versuchst, wenn es dir so schlecht geht. Vielleicht hast du Glück und es hilft dir tatsächlich. Es kann auch zusätzliche Pobleme schaffen und kann, wie du auch schon gelesen hast, bei längerer Einnahme körperlich abhängig machen.
Jetzt, wo die Wirkung etwas nachlässt, wird es wieder schlimmer.
Das ist eines der Probleme bei Deckelungsversuchen, dass es beim Nachlassen der sedierenden Wirkung, als umso schlimmer empfunden wird.

Hier Infos zu Atosil (Promethazin) viewtopic.php?p=376815#p376815

Eine Faustregel ist, dass es ca 4 Wochen braucht, bis ein Psychopharmakon im Hirnstoffwechsel fest eingebaut ist. Atosil ist bekannt dafür, dass es Absetzsymptome macht. Ich würde wirklich versuchen, unter den 4 Wochen zu bleiben.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von Eagle »

Hallo Padma, :)

habe gestern Abend eine 25 mg Atosil genommen und konnte so heute Nacht zumindest für ein paar Stunden schlafen, auch wenn ich trotzdem zwischenzeitlich wach lag.
Heute Morgen war ich bei meiner Neurologin und erzählte nochmal die ganze Geschichte.
Sie riet mir dringend, mich stationär aufnehmen und ggf. medikamentös anders einstellen zu lassen.
Auch meine Mutter, die sich in dieser schweren Zeit liebevoll um mich kümmert, drängt mich dazu, weil sie möchte, dass mir endlich geholfen wird.

Gerne würde ich so gerne denken wie sie und auf einen Sinn einer stationären Behandlung vertrauen, aber ich kann das nicht, weil ich weiß, dass es nicht die Psyche ist.

Es tut nur so weh, von allen Seiten zu hören „Lass dir helfen, das schaffst du alleine nicht“, wenn ich aber genau diesen Weg weitergehen möchte. :?

Gerade ist es etwas erträglicher. Das Atosil habe ich heute noch nicht wieder genommen. Ich möchte es auch nur nehmen, wenn es wirklich unerträglich ist, oder zur Vermeidung von völliger Schlaflosigkeit.

Viele Grüße
Eagle
m, Jahrgang 1993
Venlafaxin seit Dezember 2016 wegen Depressionen (zunächst positive Wirkung ab 150 mg)

Erster Entzug im Mai 2017 (150 mg -> ca. 4 Wochen 75 mg -> ca. 2 Wochen 37,5 mg -> 0 mg)
schwere, v.a. psychische Symptome, Wiedereinnahme Venlafaxin nach 5 Wochen ohne Besserung

Auch auf 150 mg keine Rückkehr zum vormals stabilen Zustand, Zustand der Betäubung, chronisch depressiv
mehrfacher Wechsel zwischen 150 mg und 75 mg

Absetzverlauf seit März 2018 (Ausgangsdosis: 150 mg)
02.02.2018: 75 mg
07.03.2018: 37,5 mg
30.03.2018: 24 mg
23.04.2018: 18 mg
04.06.2018: 15 mg
22.07.2018: 13,5 mg
20.08.2018: 12 mg
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09.02.2019: 11,2 mg
07.03.2019: 11,8 mg
25.03.2019: 11,2 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)

Schwere, v.a. neuro-emotionale/psychische Absetzsymptome, Derealisationsgefühle, "emotionales System" schwer angeschlagen, besonders seit Erreichen der 12 mg

12.04.2020: 10,6 mg
11.05.2020: 9,6 mg (zu viel/zu schnell)
08.06.2020: 9,9 mg
23.06.2020: 9,6 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)
In der Folge heftige Symptomatik, v.a. im Juli/August
25.10.2020: 9,1 mg (zu früh, lange keine Besserung)
01.01.2021: Neue Packung angebrochen
Dosierung stimmt nicht überein, da alte Packung wohl zu alt => nach wenigen Tagen starke Unverträglichkeitsreaktion
06.01.2021: 32 Kugeln ~ 8,8 mg (Fehler!)
Weiterhin keine Stabilisierung, eher nervliche Verschlechterung: Schlafstörungen, tlw. Erwachen in Panik
Erkenntnis, dass ich ständig wechselnde Dosierungen eingenommen habe wg. wechselnder Kügelchenanzahl

02.03.2021: 8,8 mg (zurück zur Zieldosis)
08.03.2021: Plötzliche massive Verschlechterung: Massive Unruhe, völlige Schlaflosigkeit, ekelhafte Gefühlszustände, starker Durst - unerträglich, erstmals im Entzug komplette Arbeitsunfähigkeit
09.03.2021: 8,55 mg (ca. Dosisdurchschnitt der letzten sieben Wochen)
10.03.2021: Zusammenbruch, mehrere Tage unerträgliche Zustände, Bettlägerigkeit
10.03.2021 bis 16.03.2021: Atosil/Promethazin 25 mg nach Bedarf
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Außerdem:
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von CoraFR »

Hallo Eagle
Was für ein Dilemma, ja, das ist nicht leicht zu entscheiden. Vertraue aber unbedingt auf dein Bauchgefühl! Natürlich hat die Klinik als geschützter Raum auch Vorteile, weil einem dort vieles abgenommen und erleichtert wird und es immer Ansprechpartner gibt.
Vor Weihnachten war ich in einer ähnlichen Situation und alle haben mir gut zugeredet, wieder stationär zu gehen. Wohl auch aus Hilflosigkeit. Aber mein Bauch sagte mir, dass ich genau die Abhängigkeit, Verplantheit, Unmündigkeit und schon wieder eine fremde Umgebung mit viel Unruhe gerade nicht brauchen konnte. Ich habs also gelassen und es wurde auch ohne Aufenthalt besser, durch Zeit und mir Gutes tun, ohne stressigen Stundenplan. Nur meine Erfahrung. Vielleicht schreibst du dir Vor-/Nachteile mal auf? Dabei bekomme ich immer gute Ideen.
Gruß
Corinna
Momentan im Venlafaxin-Entzug; reagiere stark und/oder paradox auf viele ADs

2007 schwere Depression, Citalopram 1 Jahr: Zombiegefühl (Depression mit Therapie weg)
2010 Panikattacken, Verhaltenstherapie
8/19 Schlafmangel, Trimipramin 1–10 Tropfen: Zombiegefühl, Schlaf nicht besser
10/19 Schlafmangel, Mitrazapin 1/4 Tablette: restless legs, Aufschrecken, Panik, Visionen, Angst, Verzweiflung
11 und 12/19: schwere Depression, Unruhe, extremer Schlafmangel
19.12.19 Akut-Klinik 3 Monate
24.12. Venlafaxin bis 225 mg aufdosiert; fast jeden Tag suizidal, viele, heftige NW, keine Besserung Depressionen/Schlaf
1/20 Schlafmangel, Promethacin: restless legs, keine Besserung
1/20 geschlossene Station Suizidgefahr
1/20 suizidal, Tavor 4x/Tag, keine Erinnerung
1/20 Doxepin 1-1-1 hohe Dosis zum Tavorentzug: völlig antriebslos, depressiv
3/20 Doxepin Kaltentzug: keine Antriebslosigkeit, Entlassung aus der Klinik
wg. Corona mangelhafte Unterstützung
zu Hause:
4/20 Schlafmangel, Doxepin 25 mg 0-0-1; extremer Schlafmangel
Vertretungs-Psychiater verschreibt:
1. 1 Woche Doxepin
2. 1 Woche Quetiapin 100 mg; 12,5 mg zu viel, extreme Benommenheit, Einschlafprobleme!
3. 1 Woche Olazapin 2,5 mg, auf Drängen des Psychiaters; manische Episode! Redezwang, Bewegungsdrang, keine Kontrolle, keine Besserung des Schlafs.

ICH HABS SATT, VERSUCHSKANINCHEN ZU SEIN!!!

Venlafaxin ausschleichen:
27.5.20 225 auf 187,5 mg
2.7. auf 150
25.6. auf 137,5
Tages- und Akutklinik, 6 Wochen wg. ständiger Depressionen und Suizidgedanken
14.8. auf 112,5
22.9. auf 100
28.10 auf 87,5
Suizid meiner Mutter
27.11 auf 75
4.12. auf 62,5 (Unruhe weg)
26.12. auf 50
11.1.2021 auf 37,5 (3 Pellets)
28.2. auf 25 (2 Pellets)
3.4. Herstellerwechsel (65 Kügelchen)
15.4. auf 20 (52 K.)
Starke NW normalerweise nach 2 Tagen und 2 Wochen; extreme Körperschmerzen (3x Corona-Verdacht), Unruhe, Herzstolpern, Migräne/Kopfschmerzen, trockene Schleimhäute Mund/Augen/Nase/Hals, Harndrang, brennende Füße, Hitzewellen
Depression, Angst, Akathisie, Wortfindungsprobleme

Mit abnehmender Dosierung weniger NW
Eagle
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von Eagle »

Hallo Leute,

ich habe es gestern ohne weiteres Atosil probiert und abends nur ein paar Neurexan genommen.
Schlafen konnte ich wenn’s hoch kommt 1,5 Stunden, ehe ich gegen 1 Uhr durch ein nur leises Geräusch aufgewacht bin und nicht wieder einschlafen konnte.

Bin im Laufe der Nacht zunehmend verzweifelter geworden und habe das Gefühl fast durchzudrehen.

Mir ist aufgefallen, dass sich selbst bei genauer Dosierung mit der Kügelchenmethode noch leichte Dosisschwankungen ergeben, ich also mal 8,54 mg, mal 8,63 mg oder mal 8,39 mg. Verzweifelt habe ich eben versucht, Dosierungen mit möglichst wenig Schwankungen herzustellen und mir noch ein Rezept für eine 75 mg - Packung bestellt, womit ich zumindest immer acht Tage treffend dosieren könnte.
Sind diese geringen Schwankungen bei der Kügelchenmethode vom ZNS tolerierbar?

Ich will einfach nur die Dosis halten und mich stabilisieren, damit ich bald wieder schlafen kann.
Meint ihr, dass es hier um Wochen oder Monate geht?
Ich habe doch in letzter Zeit nur vorsichtig reduziert, bis auf die Dosisschwankungen zuletzt. Lange halte ich das nicht mehr aus. :cry:

Viele Grüße
Eagle
m, Jahrgang 1993
Venlafaxin seit Dezember 2016 wegen Depressionen (zunächst positive Wirkung ab 150 mg)

Erster Entzug im Mai 2017 (150 mg -> ca. 4 Wochen 75 mg -> ca. 2 Wochen 37,5 mg -> 0 mg)
schwere, v.a. psychische Symptome, Wiedereinnahme Venlafaxin nach 5 Wochen ohne Besserung

Auch auf 150 mg keine Rückkehr zum vormals stabilen Zustand, Zustand der Betäubung, chronisch depressiv
mehrfacher Wechsel zwischen 150 mg und 75 mg

Absetzverlauf seit März 2018 (Ausgangsdosis: 150 mg)
02.02.2018: 75 mg
07.03.2018: 37,5 mg
30.03.2018: 24 mg
23.04.2018: 18 mg
04.06.2018: 15 mg
22.07.2018: 13,5 mg
20.08.2018: 12 mg
- ABSETZSTOPP -
irgendwann, spätestens Anfang Oktober 2018: 10,4 mg (unbeabsichtigt, durch kleinere Kügelchen )
09.02.2019: 11,2 mg
07.03.2019: 11,8 mg
25.03.2019: 11,2 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)

Schwere, v.a. neuro-emotionale/psychische Absetzsymptome, Derealisationsgefühle, "emotionales System" schwer angeschlagen, besonders seit Erreichen der 12 mg

12.04.2020: 10,6 mg
11.05.2020: 9,6 mg (zu viel/zu schnell)
08.06.2020: 9,9 mg
23.06.2020: 9,6 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)
In der Folge heftige Symptomatik, v.a. im Juli/August
25.10.2020: 9,1 mg (zu früh, lange keine Besserung)
01.01.2021: Neue Packung angebrochen
Dosierung stimmt nicht überein, da alte Packung wohl zu alt => nach wenigen Tagen starke Unverträglichkeitsreaktion
06.01.2021: 32 Kugeln ~ 8,8 mg (Fehler!)
Weiterhin keine Stabilisierung, eher nervliche Verschlechterung: Schlafstörungen, tlw. Erwachen in Panik
Erkenntnis, dass ich ständig wechselnde Dosierungen eingenommen habe wg. wechselnder Kügelchenanzahl

02.03.2021: 8,8 mg (zurück zur Zieldosis)
08.03.2021: Plötzliche massive Verschlechterung: Massive Unruhe, völlige Schlaflosigkeit, ekelhafte Gefühlszustände, starker Durst - unerträglich, erstmals im Entzug komplette Arbeitsunfähigkeit
09.03.2021: 8,55 mg (ca. Dosisdurchschnitt der letzten sieben Wochen)
10.03.2021: Zusammenbruch, mehrere Tage unerträgliche Zustände, Bettlägerigkeit
10.03.2021 bis 16.03.2021: Atosil/Promethazin 25 mg nach Bedarf
Langsame Besserung der Symptomatik
15.04.2021: Rückfall, Nervensymptome wieder verschlimmert

Außerdem:
- Kortisonhaltiges Asthmaspray täglich seit vielen Jahren
- Neurexan zur Nacht (08.03. - 09.04.2021, Wiedereinnahme seit dem 15.04.)
CoraFR
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von CoraFR »

🥺🤕♥️🛌
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2007 schwere Depression, Citalopram 1 Jahr: Zombiegefühl (Depression mit Therapie weg)
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10/19 Schlafmangel, Mitrazapin 1/4 Tablette: restless legs, Aufschrecken, Panik, Visionen, Angst, Verzweiflung
11 und 12/19: schwere Depression, Unruhe, extremer Schlafmangel
19.12.19 Akut-Klinik 3 Monate
24.12. Venlafaxin bis 225 mg aufdosiert; fast jeden Tag suizidal, viele, heftige NW, keine Besserung Depressionen/Schlaf
1/20 Schlafmangel, Promethacin: restless legs, keine Besserung
1/20 geschlossene Station Suizidgefahr
1/20 suizidal, Tavor 4x/Tag, keine Erinnerung
1/20 Doxepin 1-1-1 hohe Dosis zum Tavorentzug: völlig antriebslos, depressiv
3/20 Doxepin Kaltentzug: keine Antriebslosigkeit, Entlassung aus der Klinik
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zu Hause:
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1. 1 Woche Doxepin
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Venlafaxin ausschleichen:
27.5.20 225 auf 187,5 mg
2.7. auf 150
25.6. auf 137,5
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14.8. auf 112,5
22.9. auf 100
28.10 auf 87,5
Suizid meiner Mutter
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4.12. auf 62,5 (Unruhe weg)
26.12. auf 50
11.1.2021 auf 37,5 (3 Pellets)
28.2. auf 25 (2 Pellets)
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Eagle
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von Eagle »

Hallo noch einmal,

es tut mir leid, hier so verzweifelt zu schreiben, aber was ich zurzeit erlebe, stellt wirklich alles bisher im Entzug Durchgestandene in den Schatten.

Ich habe nur noch eine Idee: Dass von der Deckelung mit einem anderen Medikament abgeraten wird, ist mir bewusst, aber da ich das so nicht mehr lange aushalte, ist meine letzte Idee, die Restdosis Venlafaxin abzusetzen und durch ein TZA (Trimipramin?) zu ersetzen, das gegen die Erregungszustände und Schlaflosigkeit helfen würde.

Wenn ich sehe, wie lange ich mich mit den letzten Stabilisierungsschritten gequält habe, könnte es Monate dauern, bis sich das hier stabilisiert.
Aber Monate halte ich das nicht mehr aus und ob die Deckelung mit Atosil oder einem anderen NL oder Benzo so lange funktionieren würde bzw. ratsam wäre, ist fraglich.

Ich werde heute Abend das Atosil wieder einnehmen müssen, auch wenn ich es eigentlich nicht will.
Habe seit der Einnahme Missempfindungen in einzelnen Fingern.

Viele Grüße
Eagle
m, Jahrgang 1993
Venlafaxin seit Dezember 2016 wegen Depressionen (zunächst positive Wirkung ab 150 mg)

Erster Entzug im Mai 2017 (150 mg -> ca. 4 Wochen 75 mg -> ca. 2 Wochen 37,5 mg -> 0 mg)
schwere, v.a. psychische Symptome, Wiedereinnahme Venlafaxin nach 5 Wochen ohne Besserung

Auch auf 150 mg keine Rückkehr zum vormals stabilen Zustand, Zustand der Betäubung, chronisch depressiv
mehrfacher Wechsel zwischen 150 mg und 75 mg

Absetzverlauf seit März 2018 (Ausgangsdosis: 150 mg)
02.02.2018: 75 mg
07.03.2018: 37,5 mg
30.03.2018: 24 mg
23.04.2018: 18 mg
04.06.2018: 15 mg
22.07.2018: 13,5 mg
20.08.2018: 12 mg
- ABSETZSTOPP -
irgendwann, spätestens Anfang Oktober 2018: 10,4 mg (unbeabsichtigt, durch kleinere Kügelchen )
09.02.2019: 11,2 mg
07.03.2019: 11,8 mg
25.03.2019: 11,2 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)

Schwere, v.a. neuro-emotionale/psychische Absetzsymptome, Derealisationsgefühle, "emotionales System" schwer angeschlagen, besonders seit Erreichen der 12 mg

12.04.2020: 10,6 mg
11.05.2020: 9,6 mg (zu viel/zu schnell)
08.06.2020: 9,9 mg
23.06.2020: 9,6 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)
In der Folge heftige Symptomatik, v.a. im Juli/August
25.10.2020: 9,1 mg (zu früh, lange keine Besserung)
01.01.2021: Neue Packung angebrochen
Dosierung stimmt nicht überein, da alte Packung wohl zu alt => nach wenigen Tagen starke Unverträglichkeitsreaktion
06.01.2021: 32 Kugeln ~ 8,8 mg (Fehler!)
Weiterhin keine Stabilisierung, eher nervliche Verschlechterung: Schlafstörungen, tlw. Erwachen in Panik
Erkenntnis, dass ich ständig wechselnde Dosierungen eingenommen habe wg. wechselnder Kügelchenanzahl

02.03.2021: 8,8 mg (zurück zur Zieldosis)
08.03.2021: Plötzliche massive Verschlechterung: Massive Unruhe, völlige Schlaflosigkeit, ekelhafte Gefühlszustände, starker Durst - unerträglich, erstmals im Entzug komplette Arbeitsunfähigkeit
09.03.2021: 8,55 mg (ca. Dosisdurchschnitt der letzten sieben Wochen)
10.03.2021: Zusammenbruch, mehrere Tage unerträgliche Zustände, Bettlägerigkeit
10.03.2021 bis 16.03.2021: Atosil/Promethazin 25 mg nach Bedarf
Langsame Besserung der Symptomatik
15.04.2021: Rückfall, Nervensymptome wieder verschlimmert

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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von padma »

hallo Eagle, :)
ist meine letzte Idee, die Restdosis Venlafaxin abzusetzen und durch ein TZA (Trimipramin?) zu ersetzen, das gegen die Erregungszustände und Schlaflosigkeit helfen würde.
Das wäre ein kalter Entzug von Venlafaxin. Ein TZA ist eine ganz andere Medikamentengruppe, ein solcher Versuch wäre sehr riskant.

Dann würde ich noch eher Atosil weiter als Bedarf nehmen, auch wenn das auch nicht unproblematisch ist.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von Eagle »

Hallo Leute,

ich möchte mich einmal zurückmelden.
Die ersten Tage ab dem Zusammenbruch ging ich wirklich durch die Hölle. Ich lag nur im Bett, teilweise schwer atmend und mit schmerzverzerrtem Gesicht, hatte keinen Hunger, war tageweise geplagt von zwanghaften Suizidgedanken und schweren psychischen und körperlichen Symptomen.
Es war eine Intensität des Leidens, die ich selbst aus dem zuvor schon oft schlimmen Entzug nicht kannte.
Glücklicherweise linderte sich diese extreme Symptomatik nach etwa vier Tagen und es wurde langsam erträglicher, wenn auch weiter hart.

In den ersten Tagen nahm ich das Atosil/Promethazin bedarfsweise, um etwas schlafen zu können, schaffte es aber zum Glück dann wieder ohne. Seitdem nehme ich wieder Neurexan. Durch Neurexan habe ich zwar beim Einschlafen manchmal paradoxe Reaktionen und ekelhafte Zustände, aber insgesamt hilft es mir.
Der Schlaf bessert sich langsam wieder. Ich habe schon seit Wochen keine Nächte mehr ganz ohne Schlaf, lag aber die letzte Zeit noch viel wach und schlief sehr zerklüftet, also kaum mal länger als 1-1,5 Stunden am Stück, ohne aufzuwachen.

Dazu kommen psychische Beschwerden, insbesondere eine gefühlte Perspektivlosigkeit sowie Schmerzen in den Beinen und Bewegungsunruhe in Beinen und Händen.

Ich möchte demnächst wieder arbeiten gehen, vermisse den Alltag. Auch möchte ich gerne wieder etwas aktiver werden. In den ersten schlimmen Tagen nach dem Zusammenbruch triggerten schon 15 min Spazierengehen gefühlt so, dass mir die Nerven brannten und ich wieder eine Nacht gar nicht schlafen konnte.

Auch, wenn es mir noch immer schlecht geht, bin ich froh, zumindest die schlimmsten Zustände durchgestanden zu haben und danke euch für euren Beistand. Ich war echt nicht mehr weit davon entfernt, Dummheiten zu machen (Ven ersetzen durch TZA oder ähnliche Abenteuer).

Obwohl es auch jetzt noch immer wieder hart ist, spüre ich hinter all dem Leiden manchmal wieder echtere Gefühle, was in den letzten Jahren unmöglich war, und weiß dann, dass es doch richtig ist das Ven loszuwerden.

Jetzt werde ich natürlich erstmal weiter Pause machen und danach hoffentlich irgendwann wieder in einen langsamen, kontinuierlichen und erträglichen Reduktionsrhythmus finden.

Viele Grüße
Eagle :)
m, Jahrgang 1993
Venlafaxin seit Dezember 2016 wegen Depressionen (zunächst positive Wirkung ab 150 mg)

Erster Entzug im Mai 2017 (150 mg -> ca. 4 Wochen 75 mg -> ca. 2 Wochen 37,5 mg -> 0 mg)
schwere, v.a. psychische Symptome, Wiedereinnahme Venlafaxin nach 5 Wochen ohne Besserung

Auch auf 150 mg keine Rückkehr zum vormals stabilen Zustand, Zustand der Betäubung, chronisch depressiv
mehrfacher Wechsel zwischen 150 mg und 75 mg

Absetzverlauf seit März 2018 (Ausgangsdosis: 150 mg)
02.02.2018: 75 mg
07.03.2018: 37,5 mg
30.03.2018: 24 mg
23.04.2018: 18 mg
04.06.2018: 15 mg
22.07.2018: 13,5 mg
20.08.2018: 12 mg
- ABSETZSTOPP -
irgendwann, spätestens Anfang Oktober 2018: 10,4 mg (unbeabsichtigt, durch kleinere Kügelchen )
09.02.2019: 11,2 mg
07.03.2019: 11,8 mg
25.03.2019: 11,2 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)

Schwere, v.a. neuro-emotionale/psychische Absetzsymptome, Derealisationsgefühle, "emotionales System" schwer angeschlagen, besonders seit Erreichen der 12 mg

12.04.2020: 10,6 mg
11.05.2020: 9,6 mg (zu viel/zu schnell)
08.06.2020: 9,9 mg
23.06.2020: 9,6 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)
In der Folge heftige Symptomatik, v.a. im Juli/August
25.10.2020: 9,1 mg (zu früh, lange keine Besserung)
01.01.2021: Neue Packung angebrochen
Dosierung stimmt nicht überein, da alte Packung wohl zu alt => nach wenigen Tagen starke Unverträglichkeitsreaktion
06.01.2021: 32 Kugeln ~ 8,8 mg (Fehler!)
Weiterhin keine Stabilisierung, eher nervliche Verschlechterung: Schlafstörungen, tlw. Erwachen in Panik
Erkenntnis, dass ich ständig wechselnde Dosierungen eingenommen habe wg. wechselnder Kügelchenanzahl

02.03.2021: 8,8 mg (zurück zur Zieldosis)
08.03.2021: Plötzliche massive Verschlechterung: Massive Unruhe, völlige Schlaflosigkeit, ekelhafte Gefühlszustände, starker Durst - unerträglich, erstmals im Entzug komplette Arbeitsunfähigkeit
09.03.2021: 8,55 mg (ca. Dosisdurchschnitt der letzten sieben Wochen)
10.03.2021: Zusammenbruch, mehrere Tage unerträgliche Zustände, Bettlägerigkeit
10.03.2021 bis 16.03.2021: Atosil/Promethazin 25 mg nach Bedarf
Langsame Besserung der Symptomatik
15.04.2021: Rückfall, Nervensymptome wieder verschlimmert

Außerdem:
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von Eagle »

Hallo zusammen,

leider muss ich mich hier wieder mit unschönen Neuigkeiten melden: Vor ein paar Tagen habe ich eine Art Rückfall erlitten.
Plötzlich sind die Nervensymptome, die sich seit dem Zusammenbruch im März langsam gebessert hatten, wieder schlimmer geworden: Starkes inneres Brennen und Hautbrennen, Anflüge von Panik, starker Durst, Appetitlosigkeit und schwere Schlaflosigkeit (1-2 Stunden Schlaf pro Nacht). Dazu kommt eine große Verzweiflung.
Ich komme an den Punkt, an dem ich erwäge, wieder bedarfsweise Promethazin zu nehmen, um mal eine Nacht schlafen zu können.
Und das, nachdem ich seit letzter Woche sogar ohne Neurexan einigermaßen gut schlafen konnte.

Von der Intensität her ist es nicht ganz die Hölle wie im März, aber auch nicht weit davon weg. Interessanterweise sind die Beinschmerzen, die mich noch bis vor ein paar Tagen plagten, seit dem Rückfall wieder so gut wie weg.

Diesmal treibt mich aber um, dass ich keinen Auslöser ausmachen kann, warum mein ZNS nach zwischenzeitlicher Beruhigung wieder so hochgeschossen ist.
Natürlich gab es mögliche Trigger (schwere Mahlzeit, etwas Stress), aber die gab es die Zeit vorher auch.

Ich zerbreche mir auch immer wieder den Kopf über die Dosis. Mit der Kügelchenmethode ergeben sich durch die wechselnde Kügelchenanzahl pro Kapsel zwangsläufig
auch mal Schwankungen von 0,2 mg, aber das war früher bei mir nicht das Problem und ist es bei anderen offenbar auch nicht.
Wegen meinem selbst verschuldeten Zusammenbruch im März aber habe ich Angst, dass ich wieder irgendwas falsch mache und mich destabilisiere. Diesmal kann ich jedoch einfach nichts ausmachen.

Kann es auch sein, dass es einfach eine Welle ist, dass das System wieder so hochgeschossen ist? Ich kann nur hoffen, dass ich trotzdem heile und nicht wieder zurückgeworfen worden bin. :cry:

Viele Grüße
Eagle :)
m, Jahrgang 1993
Venlafaxin seit Dezember 2016 wegen Depressionen (zunächst positive Wirkung ab 150 mg)

Erster Entzug im Mai 2017 (150 mg -> ca. 4 Wochen 75 mg -> ca. 2 Wochen 37,5 mg -> 0 mg)
schwere, v.a. psychische Symptome, Wiedereinnahme Venlafaxin nach 5 Wochen ohne Besserung

Auch auf 150 mg keine Rückkehr zum vormals stabilen Zustand, Zustand der Betäubung, chronisch depressiv
mehrfacher Wechsel zwischen 150 mg und 75 mg

Absetzverlauf seit März 2018 (Ausgangsdosis: 150 mg)
02.02.2018: 75 mg
07.03.2018: 37,5 mg
30.03.2018: 24 mg
23.04.2018: 18 mg
04.06.2018: 15 mg
22.07.2018: 13,5 mg
20.08.2018: 12 mg
- ABSETZSTOPP -
irgendwann, spätestens Anfang Oktober 2018: 10,4 mg (unbeabsichtigt, durch kleinere Kügelchen )
09.02.2019: 11,2 mg
07.03.2019: 11,8 mg
25.03.2019: 11,2 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)

Schwere, v.a. neuro-emotionale/psychische Absetzsymptome, Derealisationsgefühle, "emotionales System" schwer angeschlagen, besonders seit Erreichen der 12 mg

12.04.2020: 10,6 mg
11.05.2020: 9,6 mg (zu viel/zu schnell)
08.06.2020: 9,9 mg
23.06.2020: 9,6 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)
In der Folge heftige Symptomatik, v.a. im Juli/August
25.10.2020: 9,1 mg (zu früh, lange keine Besserung)
01.01.2021: Neue Packung angebrochen
Dosierung stimmt nicht überein, da alte Packung wohl zu alt => nach wenigen Tagen starke Unverträglichkeitsreaktion
06.01.2021: 32 Kugeln ~ 8,8 mg (Fehler!)
Weiterhin keine Stabilisierung, eher nervliche Verschlechterung: Schlafstörungen, tlw. Erwachen in Panik
Erkenntnis, dass ich ständig wechselnde Dosierungen eingenommen habe wg. wechselnder Kügelchenanzahl

02.03.2021: 8,8 mg (zurück zur Zieldosis)
08.03.2021: Plötzliche massive Verschlechterung: Massive Unruhe, völlige Schlaflosigkeit, ekelhafte Gefühlszustände, starker Durst - unerträglich, erstmals im Entzug komplette Arbeitsunfähigkeit
09.03.2021: 8,55 mg (ca. Dosisdurchschnitt der letzten sieben Wochen)
10.03.2021: Zusammenbruch, mehrere Tage unerträgliche Zustände, Bettlägerigkeit
10.03.2021 bis 16.03.2021: Atosil/Promethazin 25 mg nach Bedarf
Langsame Besserung der Symptomatik
15.04.2021: Rückfall, Nervensymptome wieder verschlimmert

Außerdem:
- Kortisonhaltiges Asthmaspray täglich seit vielen Jahren
- Neurexan zur Nacht (08.03. - 09.04.2021, Wiedereinnahme seit dem 15.04.)
Straycat
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von Straycat »

Hallo Eagle,

das ist (leider) vollkommen normal, das auch nach einer besseren Phase (Fenster) wieder eine Welle mit stärkeren Symptomen auftritt.
Hier kannst du auch etwas zu Wellen und Fenstern nachlesen: viewtopic.php?f=50&t=15887

Es ist oft besonders gemein, wenn man schon dachte, es wird besser, wenn dann wieder ein Einbruch kommt :(
Aber auch jede Welle geht wieder vorbei und es wird dann auch wieder leichter.

Liebe Grüße,
Cat
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Eagle
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Re: Eagle: Chronisch depressiv durch Venlafaxin / hartes Absetzen

Beitrag von Eagle »

Hallo Straycat,

danke für deine Einschätzung. Ich will es so hoffen.

Mir brennen seit Tagen die Nerven, heute ist es wieder die Hölle. Heute Nacht schlief ich wieder fast überhaupt nicht. Der Schlafentzug reizt mein System zusätzlich, habe ich das Gefühl. Nun ist es doch wieder so schlimm wie beim Zusammenbruch im März.

Ich mache mir Sorgen, dass es doch verspätete Absetzsymptome vom Promethazin sein könnten, da die erneute Verschlechterung vier Wochen nach der letzten Tablette einsetzte. Hatte aber insgesamt nur sieben 25 mg-Tabletten an vier Tagen in einem Zeitraum von sechs Tagen genommen, das dürfte doch eigentlich nicht zu einer Abhängigkeit geführt haben und wenn hätten sich die Symptome doch früher geäußert, oder?

Mir gehen die Alternativen aus. Im März half mir das Promethazin an ein paar Tagen zu schlafen, auch wenn es unangenehme NW hatte. Trotzdem bin ich damit sehr zurückhaltend, aber ohne Schlaf verschlechtert sich mein Zustand zunehmend.

Viele Grüße
Eagle
m, Jahrgang 1993
Venlafaxin seit Dezember 2016 wegen Depressionen (zunächst positive Wirkung ab 150 mg)

Erster Entzug im Mai 2017 (150 mg -> ca. 4 Wochen 75 mg -> ca. 2 Wochen 37,5 mg -> 0 mg)
schwere, v.a. psychische Symptome, Wiedereinnahme Venlafaxin nach 5 Wochen ohne Besserung

Auch auf 150 mg keine Rückkehr zum vormals stabilen Zustand, Zustand der Betäubung, chronisch depressiv
mehrfacher Wechsel zwischen 150 mg und 75 mg

Absetzverlauf seit März 2018 (Ausgangsdosis: 150 mg)
02.02.2018: 75 mg
07.03.2018: 37,5 mg
30.03.2018: 24 mg
23.04.2018: 18 mg
04.06.2018: 15 mg
22.07.2018: 13,5 mg
20.08.2018: 12 mg
- ABSETZSTOPP -
irgendwann, spätestens Anfang Oktober 2018: 10,4 mg (unbeabsichtigt, durch kleinere Kügelchen )
09.02.2019: 11,2 mg
07.03.2019: 11,8 mg
25.03.2019: 11,2 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)

Schwere, v.a. neuro-emotionale/psychische Absetzsymptome, Derealisationsgefühle, "emotionales System" schwer angeschlagen, besonders seit Erreichen der 12 mg

12.04.2020: 10,6 mg
11.05.2020: 9,6 mg (zu viel/zu schnell)
08.06.2020: 9,9 mg
23.06.2020: 9,6 mg (Aufdosieren funktionierte nicht)
In der Folge heftige Symptomatik, v.a. im Juli/August
25.10.2020: 9,1 mg (zu früh, lange keine Besserung)
01.01.2021: Neue Packung angebrochen
Dosierung stimmt nicht überein, da alte Packung wohl zu alt => nach wenigen Tagen starke Unverträglichkeitsreaktion
06.01.2021: 32 Kugeln ~ 8,8 mg (Fehler!)
Weiterhin keine Stabilisierung, eher nervliche Verschlechterung: Schlafstörungen, tlw. Erwachen in Panik
Erkenntnis, dass ich ständig wechselnde Dosierungen eingenommen habe wg. wechselnder Kügelchenanzahl

02.03.2021: 8,8 mg (zurück zur Zieldosis)
08.03.2021: Plötzliche massive Verschlechterung: Massive Unruhe, völlige Schlaflosigkeit, ekelhafte Gefühlszustände, starker Durst - unerträglich, erstmals im Entzug komplette Arbeitsunfähigkeit
09.03.2021: 8,55 mg (ca. Dosisdurchschnitt der letzten sieben Wochen)
10.03.2021: Zusammenbruch, mehrere Tage unerträgliche Zustände, Bettlägerigkeit
10.03.2021 bis 16.03.2021: Atosil/Promethazin 25 mg nach Bedarf
Langsame Besserung der Symptomatik
15.04.2021: Rückfall, Nervensymptome wieder verschlimmert

Außerdem:
- Kortisonhaltiges Asthmaspray täglich seit vielen Jahren
- Neurexan zur Nacht (08.03. - 09.04.2021, Wiedereinnahme seit dem 15.04.)
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