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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

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An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Torschuetze
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Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von Torschuetze »

Hallo Allerseits,

ich leide seit 2001 an einem idiopathischen Gesichtsschmerz. Hierfür erhielt ich in einer Schmerz-Klink nachfolgende Medikamenteneinstellung:
Nach und nach auf tägl. 700 mg Tramadol retard dazu tägl. 100 mg Amitriptylin.
Mit den Jahren habe ich es runterbekommen, auf morgens und abends je 50 mg Tramadol retard/abends 25 mg Amitriptylin.

Der letzte Schritt d.h. auf NULL, gelingt mir einfach nicht. Weder unter ambulanter ärztlicher Aufsicht, noch in einer Klinik.
Letzter Versuch war in 2015 in einer Klinik.

Nun wollte ich es ein letztes mal probieren. Die Ärztin eines Schmerzzentrums bot mir ambulante Hilfestellung an.
Ich solle die 50 mg Tramadol am Abend für eine Woche sein lassen, die 25 mg Amitriptylin und morgens die 50 mg Tramadol weiter einnehmen.

Bei eintreten meiner Nebenwirkungen in der Nacht, wie Schüttelfrost und Angstzustände, solle ich sofort dann eine zusätzlich Tablette 0,5 mg Tavor einnehmen, das würde die Nebenwirkungen eindämmen.

Ich hoffe, ich habe soweit in Kürze alles gut geschildert!

Was meint Ihr dazu? Jemand vlt. hier, der auch große Probleme mit der Absetzung von Tramadol hatt(e)

Gruß vom Torschuetzen
Zuletzt geändert von padma am 15.11.2018 18:02, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzername und Wirkstoffname ergänzt
padma
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Re: Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von padma »

hallo Torschütze, :)

willkommen im ADFD.

Du hast ja bereits sehr viel geschafft. :D

Wir haben zu Tramadol nicht so die Erfahrung, aber im Prinzip gilt das gleiche, wie zum Absetzen von Psychopharmaka.

Das Reduzieren im unteren Dosisbereich ist oft besonders schwierig. Gleich 50 mg wegzulassen ist für dich ein viel zu grosser Schritt. Zumal du es sehr lange in einer hohen Dosis genommen hast.

Wir hier im Forum sehen es so, dass man am besten so langsam ausschleicht, dass keine oder nur moderate Entzugssymptome auftreten.

Entzugssymptome mit einem anderen Medikament, das ebenfalls abhängig macht zu deckeln versuchen, scheint mir nicht besonders sinnvoll zu sein.

Dieser Artikel viewtopic.php?f=6&t=8621 bezieht sich zwar auf Antidepressiva, das Prinzip ist bei Tramadol aber das gleiche.

Ich würde es zunächst mit 10 mg weniger versuchen.

Bei Tramadol ist 50 mg die kleinste Dosis als Tabletten/Kapseln. Es gibt jedoch Tropfen, damit könntest du sehr fein abdosieren.
Alternative wäre, nichtretardierte ! Tabletten mithilfe einer Feinwaage passend zu zerkleinern. Ob die Wasserlöemethode möglich ist, weiss ich leider nicht.
Infos zu den Methoden: viewtopic.php?p=257753#p257753


Erfahrungen zu Tramdol findest du über die Suchfunktion oben rechts.
Wirst du denn ohne Schmerzmittel zurecht kommen?

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von Torschuetze »

Hallo padma,

lieben Dank für Deine ausführliche Antwort!

Ich werde mir Deine Links einmal in Ruhe am Wochenende anschauen.

Mit Tropfen hab ich in der Klinik über 6 Wochen sehr fein dosiert. Anschließend daheim weiter gemacht, ich war umgerechnet bei 40 mg Tramadol angekommen, da hat es mich plötzlich umgehauen, wahnsinnige Schmerzen. Nach Anruf bei der Klinik habe ich dann abgebrochen und bin wieder zurück auf 2x 50 mg.
Mit Nichtretardierten hatte ich bis dato auch kein Glück.
Ich verstehe nicht, warum mir der letzte Schritt einfach nicht gelingen mag, zumal ich seit gut 5 Jahren nur 2x 50 mg/Tag zu mir nehme?

Ja, ich werde ohne Schmerzmittel zurecht kommen. Wille versetzt Berge :wink:
Ich mache die Woche über Gesichtsakupunktur nach Yamamoto und Manuelle Therapie, der Therapeut ist gleichzeitig Osteopath.

"Die immer lacht- Kerstin Ott"

Gute N8 Allerseits :)
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Re: Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von Torschuetze »

moin moin ;)

Hatte ich noch vergessen.

Kennt jemand hier eine sehr gute Klinik für Tablettenentzug! Ich wohne in Mittelhessen, fahre aber überall hin!
Jamie
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Re: Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von Jamie »

Hallo Torschütze :).

Die Idee mit dem Tavor ist nachzuvollziehen; es wird sicher den Opiatentzug deckeln, aber bei Lorazepam besteht bereits ab 10 Tagen (bei den meisten ab ca 2-3 Wochen, kann aber auch erst später einsetzen und auch früher) die Gefahr der Abhängigkeit und dann hättest du eine Abhängigkeit gegen eine andere getauscht.

Benzodiazepine sind erfahrungsgemäß genau so quälend abzusetzen wie Opiate, wenn nicht sogar schlimmer, wenn man denjenigen glauben darf, die sich von mehreren Substanzgruppen entwöhnt haben und daher vergleichen können.

Eine Entzugsklinik bringt nichts, bitte lies dich in unsere Grundlagen ein, dann wirst du auch verstehen, weswegen sie nichts bringt.

Ich umschreibe es dir aber in einigen Sätzen.
Zentral aktive Medikamente wie Opiate, Antidepressiva (AD) oder auch Substanzen wie Antiepileptika und andere führen zu einem Umbau der Rezeptorenlandschaft und zu einer langfristigen Modifikation der Neurotransmitter (u.v.m.) in deinem Gehirn.
Dies über viele Jahre, wenn man Medikamente lange einnimmt.

Entzugskliniken versuchen, in ein paar Wochen zu entziehen, geben damit dem Gehirn aber nicht die Chance, sich langsam und schonend umzubauen / rück-umzubauen (das Gehirn kann das, aber es braucht Zeit dazu - das ist der kritische Faktor).
Das gilt für Opiate genau so wie für AD und Co.
Diese "Brechstangen-Methode" ist daher nur auf dem Blatt erfolgreich; viele Patienten werden clean entlassen, werden aber ein paar Tage oder Wochen später nach Entlassung sofort rückfällig, eben weil das Gehirn überhaupt nicht die Möglichkeit hat sich adäquat zu adaptieren und Unmengen an schrecklichen Symptomen produziert.
Ihm wird ja förmlich das entrissen, womit es viele Jahre lang operierte.

Auch für Opiatabhängige glaube ich, dass diese sich schonend entwöhnen sollten, damit das neuroplastische Gehirn Umbaumaßnahmen einleiten kann.
Kannst du mal eine retardierte Kapsel öffnen und schauen, ob da Pulver drin ist? Dann könntest du nämlich damit weiterarbeiten und durch Entfernen des Pulvers in kleinen Schritten ausschleichen.

Obwohl das ADFD medikamentenkritisch ist, sehen wir ein, dass manche Situationen Interventionen bedürfen.
Soweit ich weiß haben wir Einzelfallberichte mit Clonidin, das bei Opiatentzug helfen soll.
Bitte gib es in die Suchmaske ein und suche dir einen Suchtmediziner, den du dazu befragen könntest, ob das eine unterstützende Maßnahme sein könnte.

Grüße und willkommen im Forum und toll, wie weit du es schon runtergeschafft hast :sports: :fly:
Jamie
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Re: Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von Torschuetze »

Mein Beitrag ist weg :cry:
Murmeline
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Re: Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von Murmeline »

Hallo Torschütze,

das tut mir leid, manchmal ist die Technik tricky.

Ein Grund könnte sein: Falls du gleichzeitig mit Jamie geschrieben und den Eintrag dann abgesendet hast, wird dir zunächst jamies Beitrag angezeigt und du musst erneut senden drücken, sonst ist er weg.

Manchmal meldet einen das Forum auch automatisch ab dann müsste man sich erst wieder anmelden und dann den zurück Button im Browser nutzen, oft kommt man dann wieder zum Text.

Wenn du längere Texte schreibst, kannst du diesen sicherheitshalber in Word schreiben und dann rüberkopieren und senden.

Du findest hoffentlich bald Kraft, den Text nochmal zu schreiben.

Murmeline mit Grüßen
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
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Re: Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von Torschuetze »

Ist nicht so tragisch Murmeline, Kopf funktioniert noch :wink: , scheib ichs nochmal

Hallo Jamie,

auch Dir ein GROSSES DANKESCHÖEN für Deine ausführliche Antwort. :)
Deine ausführliche Beschreibung kommt bei mir sehr gut an, verunsichert trotzdem, so etwas müsste eigentlich von Ärzten kommen.
Ich hatte auch zwei Ärzte-Koryphäen aufgesucht, bekannt u.a. TV etc. auch diese rieten mir zu einem Kalt-Entzug. Einer bot mir gar an, in seinem Krankenhaus, alles Privat, er rechne mit der Krankenkasse nur normal ab. Ich hatte das Angebot nicht angenommen!

Ich habe mich nun entschlossen, erst einmal nicht mehr zu entziehen. Ich werde mich jetzt nochmal schlau machen, hier bei Euch, den vielen Links und werde alles mit meinem Doc Anfang 19 besprechen. Es muss jetzt mal zu einem Ende kommen, so oder soo!
Notfalls lebe ich mit den Tabletten bis zum „Ende“. So lange die Schmerzen auf der 1-10 Skala nicht 3 überschreiten, ist es gut für mich.
War gerade wieder bei der manuellen Therapie. Solch Top-Physiotherapeut wünsch ich mir als Ärzte. Meinte er heuer, „sie dürfen ruhig schreien, es soll ja weh tun.“ :D Und nu sitz ich am Computer und meine Skala zeigt 1 an. 8-)
Ach so, ich nehme Reratrd-Tabletten (50mg) ein, da geht eine Teilung nicht mehr!

Beste Grüße Torschuetze und nochmal ein HERZLICH DANKESCHÖN an Euch :party2:
Pomegranate
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Re: Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von Pomegranate »

Hallo Torschuetze,

du schreibst zwar, dass du das Medikament erst mal nicht absetzen willst, ich hoffe, es ist trotzdem okay, wenn ich hier ein paar Gedanken zu aufschreibe...

Tramadol ist in gewisser Weise besonders tricky, weil es sowohl ein Opioid als auch ein SNRI ist, du also quasi gleich zwei Entzüge durchstehen musst. Besonders der SNRI-Entzug kann lange andauern. Was du versuchen könntest, wenn du irgendwann doch noch einen Absetzversuch wagen möchtest, ist zunächst von Tramadol auf Tilidin zu wechseln und dann nach einigen Monaten vom zu Tilidin entziehen. Auf diese Weise würdest du den Opiat-Entzug erst angehen, nachdem der SNRI-Entzug vorüber ist. Vielleicht fällt es dir so leichter.

Das mit dem Lorazepam würde ich auf jeden Fall sein lassen, denn wie schon jemand geschrieben hat, ist die Gefahr groß, dass du dir so nur eine weitere Abhängigkeit holst. Wenn ich die Morgen- oder Abenddosis weglassen wollen würde, würde ich persönlich auch lieber die Morgendosis aufgeben, damit das Schlafen weniger beeinträchtigt ist. Aber das ist nur meine Meinung, da ich unter Schlafstörungen immer sehr leide.

Alles Gute!

Pomegranate
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Re: Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von Torschuetze »

Hallo Pomegranate,

Danke :)
Auch Dir ein herzlich Dankeschön für Deine ausführliche Antwort! Oh weh Tilidin, damit hatte ich auch einen Entzugsversuch unternommen und bin damit untergegangen. :frust:

Ich hatte grade die Woche erneuert wieder eine Tablette am Abend vergessen einzunehmen (wie gut, dass ich keine Frau bin ;) ) . Was habe ich gefroren... Nein, da mach ich keinen Entzug (vorerst) mehr. Wahnsinn was so nen kleines Pillchen, kleine Dosis anrichten kann. :frust: :frust:

Liebe Grüße an Euch Alle :)
Pomegranate
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Re: Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von Pomegranate »

Hallo Torschütze!
Torschuetze hat geschrieben: 26.11.2018 12:59 Oh weh Tilidin, damit hatte ich auch einen Entzugsversuch unternommen und bin damit untergegangen. :frust:
Okay, dann ist das natürlich keine Option. ;) Mir war das nur eingefallen, weil ich von einigen Opiatabhängigen weiß, dass der Tilidin- als leichter als der Tramadolentzug empfunden wird.

Alles Gute und liebe Grüße :)

Pomegranate
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Re: Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von Torschuetze »

Hallo Pomegranate,

vlt. hab ich auch damals mit Tilidin "falsch" entzogen?!

Hatte ich noch vergessen zu erwähnen. Ich warte auch noch auf eine Entscheidung meiner Krankenkasse.
Ich wollte in die Schmerz-Reha-Klinik nach Bad Bad Mergentheim. Die hatten eine 2t-Klinik die sich mit Gesichtsschmerzen befassten, wurde jedoch vor wenigen Jahren dicht gemacht. Über eine Einzelfallentscheidung könnte ich auch über die KK dorthin, jedoch die verweigert, ich habe Einspruch erhoben, die beraten nu seit 10 Wochen. Ich habe denen schon mitgeteilt, dass ich vor das Sozialgericht gehen werde!

LG Torschuetze
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Re: Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von Torschuetze »

Hallo Ihr Lieben,

die Entscheidung meiner KK hat sich über Monate hingezogen. Nun das Ergebnis. Das Widerspruchsverfahren gg. die KK habe ich verloren, sie berufen sich in 6 Seiten auf entsprechende Gesetzgebung. :frust:

War dann früh letztmalig bei neuem Schmerzdoc. Bekam dort etwas ganz neues zu hören!

Laut ihm, hätte sein Kollege "Migräne-Papst" Herr XXX aus der Schmerzklinik Kiel, NIEMALS mir die Kombi Tramdol/Amitiriptiylin verabreichen dürfen. Auch die Kollegen aus diversen Schmerzkliniken hätten, laut ihm, wissen müssen, dass man bei atypischen/idiopathischen Gesichtsschmerz dies nicht so verabreicht!

LG Trorschuetze der jetzt noch mehr :frust: :frust:
Zuletzt geändert von Jamie am 15.03.2019 10:50, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Arztname entfernt
Jamie
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Re: Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von Jamie »

Hallo Torschütze, :)

das ist sehr frustrierend, ich kann deinen Ärger verstehen :(.

Bitte habe Verständnis, dass wir hier öffentlich keine Arztnamen stehen lassen, die wahlweise in den Himmel gelobt oder über die sich negativ geäußert wird.
Wir akzeptieren nur die Nennung von Arztnamen in neutralem Sachverhalt und das auch eher ungerne, da wir uns hier weder als Ärztebashing-Plattform noch als Ärzte-Hype-Plattform verstehen. Eigentlich wollen wir hier gar nicht über einzelne Ärzte sprechen.
Dafür gibt es jameda, kennst-du-einen etc.
Ich habe den Namen des Arztes daher editiert.

Zu deinem Zustand.
Wie planst du denn jetzt vorzugehen?
mein letzter Stand ist du bleibst bei den Medikamenten, notfalls lebenslang, sofern es damit einigermaßen erträglich ist? (was ich verstehen kann).
Hast du deine Medikation noch mal verändert?

Viele Grüße
Jamie
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Re: Torschuetze: Absetzung von Tramadol mit Hilfe von Tavor (Lorazepam)?

Beitrag von Torschuetze »

Hallo Jamie,

so sorry wegen dem Arztnamen, da war ich wohl noch ein wenig zu aufgewühlt!

Ich bin jetzt so richtig "gaga". :-?

Hatte gestern nicht alles erzählt. War ja am Mittwoch bei neuem Schmerzdoc, der hat wiederum mit anderem Doc telefoniert wegen Tramadol-Entzug. Dieser empfahl ihm die Klinik CaritasKlinikum Saarbrücken St. Josef Dudweiler "Abteilung Schmerzklinik".
Heuer bekam ich nen Anruf von meinem Doc mit dem Hinweis, man würde mich dort aufnehmen wollen und mein Doc würde alles für mich regeln, ich müsste mich um nichts kümmern. Soweit ja positiv.

Soweit ich deren Homepage richtig interpretiere, wird erst einmal ein Medikamenten-Entzug über 10-14 Tage unternommen und anschließend kommt es zu einer Schmerzanalyse. Und da wären wir ja wieder bei diesem "Kurz-Entzug". :?

Ich habe ja Eure Links mir mehrmals durchgelesen und Deinige Kurzform vom 16.11.18, 8:56
Ich kann dies ALLES bestens nachvollziehen und das ist mein Problem!
Auf der einen Seite die Schmerzdocs, die ja jahrelange Praxiserfahrung aufweisen und auf der anderen Seite "IHR" die über die Jahre hinweg auch sehr viele Erfahrungen gesammelt habt, eigene bzw- gesammelte Werke.

Für mich haben 10-14 Tage so etwas wie von "Kalt-Entzug". Ich habe Kliniken gefunden, da läuft so ein Entzug über mind. 3 Monate, ok, vlt. ist da ja schon die Aufbaureha integriert. Diese Kliniken sind jedoch privat oder haben sehr sehr lange Wartezeiten oder haben kein Abkommen mit meiner KK.

Vlt. sollte ich wirklich einen Strich unter dem Ganzen machen und es nehmen so wie es ist d.h. die niedrigste Dosis an Tramal 2x 50mg/Tag.
Dieses hin und her zermürbt einen, man will ja auch endlich einmal wieder "leben".

Ein schönes Wochenende wünscht Euch Allen der Torschuetze-Stefan

Ach so, wenn es genehm ist hier der Link zur Klinik, wenn nicht bitte löschen!!

https://www.caritasklinikum.de/kliniken ... erzklinik/
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