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Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin und zurück auf Venlafaxin

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Leonika
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Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin und zurück auf Venlafaxin

Beitrag von Leonika »

Hallo liebe LeidensgenossInnen,
Mir geht es sehr schlecht und fühle mich von den Ärzten allein gelassen.
Ich habe über 10 Jahre Venlafaxin genommen, seit 5 Jahren 300 mg gegen Angst- und Zwangsgedanken ( Entwicklungstrauma) .. Da es nicht mehr so gut geholfen hat, beschlossen mein Arzt, der eig echt gut ist, dass ich wechsle: und zwar direkt von 300mg Venlafaxin auf 60mg Fluoxetin..

Da hab ich vor drei Wochen getan, anfangs ging es mir psychisch noch ganz gut, nur der körperliche Entzug war krass!! Seit einer Woche kann ich vor lauter Panik und Angstvorstellungen nicht mehr arbeiten. Es sind zu meinen alten Bekannten Zwangsgedanken noch viele dazugekommen... Fühle mich regelrecht überschwemmt vor lauter Angstgedanken... Gestern meinte mein Arzt, ich solle wieder 75 mg Venlafaxin dazu nehmen zu 60mg Fluoxetin... Weiß nicht weiter und bin verzwfeifelt...kann das wieder vergehen??? Sind das Entzugssymptome oder Anfangssymptome vom Fluoxetin!?? Was könnte ich tun?? Vielen lieben Dank für einen Ratschlag...
Zuletzt geändert von padma am 28.01.2021 17:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel aktualisiert
Symptome: kombinierte PS aus Borderline und Histrionie, früher Essstörungen , Angst- und Zwangsstörung, Tinnitus

2001: Erstmalig in psychosomatischer Klinik SSRI genommen, Klinik Sertralin,danaach insidon und
zeitweise Imipramin. Bis 2008 alles gut, dann durch Traumatisches Ereignis starke Zwänge und
große Angst vor Psychose entwickelt, was auch bis jetzt immer noch da ist...Wechsel von
Serttalin auf Venlafaxin150 mg und Pregabalin 2x 75 mg und Insidon (Insidon abgesetzt).

2013-Nov2018: 300 mg Venlafaxin und 2x75mg Pregabalin
1. Nov18 bis Dez 18: von 300 mg Vnela von heute auf morgen Wechsel auf 0 mit gleichzeitiger Gabe von Fluoxetin 60
mg.
Da ich trotz hoher Venlafaxin Dosis nen sehr geringen Spiegel hatte und es mir nicht mehr gg
Angstgedanken geholfen hat, beschlossen mein Arzt und ich zu wechseln. Die ersten beiden
Wochen gingen noch so bis auf körperliche Entzugssymptome.. Und dann die schlimmsten
Angstzustände vor durchdrehen und Realitätsverlust und schlimme Zwangsvorstellungen. Die
Gedanken kannte ich schon von früher, aber jetzt fühlte es sich viel bedrohlicher an und ich
redete mir dauernd neue Ängste ein. War bei anderem Arzt am 27.11. und der meinte runter
auf 40 mg Fluoxetin und wieder Venlafaxin einschleichen mit 150mg, dazu Tavor

28.11.18: Wieder Einschleichen von 150 mg Venla und runter auf 40 mg Fluoxetin
25.12.18. wieder 300 Vanla und Fluoxetin weggelassen

Ende Januar 2019:
langsam wieder besserstabiler, komische befremdliche Zwangsgedanken blieben und immer mal ne Art Derealisation, bestimmte Situationen und Personen kamen mir befremdlich vor, irgendwie immer mal komische Wahrnehmung und immer wieder ANgst vor Verrücktwerden, Zwangsgedanken. Wie gesagt, es war im Rahmen, aber Medis haben nicht mehr so gewirkt wie davor.
Neuer Absetzversuch:

März 2020: 37,5 mg weniger, also 262,5 mg, danach alle zwei bis drei Monate um 37,5 mg reduziert bis November
2020.

seit Nov20: 150 mg Venlafaxin Retardkapseln von ratiopharm
seit Jan21: schlimme Nebenwirkungen, fast wie 2018 im Kaltentzug, schubweise mit schlimmsten Angst- und
Zwangsvorstellungen, manchmal Angst vor jedem Gedanken, vor allem, dann gehts wieder. Zumindest
arbeite ich noch. Habe immer so schlimme Angst vor einer Psychose. Bin jetzt 45
Jahre und diese Ängste habe ich schon ewig. Weiß oft nicht, was ist
vom Entzug, was durch jetzige Situation, was durch meine Psyche ua. Bin so verunsichert. Gibt es
alternative Methoden wie zB Tryptophane, Tyrosin, GABBA?

Weiß nicht, wie ich jetzt weiter vorgehen soll. Evtl erstmal eine Absetzpause? zurück auf höhere Dosis? SO viele Fragen, bin echt verunsichert und würde mich über Tipps und Erfahrungen, bitte nicht die allzu schlimmen ;-) sehr freuen.
Kommen Zwangsgedanken durch Venla und Pregabalin, hätte ich diese auch ohne bekommen? Viele Fragen, würde mich über aufbauende Worte und Infos freuen. Lieben Dank.
Claudia1010
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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von Claudia1010 »

Hallo Leonika,

oh man, tut mir Leid das du auch solche Erfahrungen machst. Ich kenne von hören und sagen bei Medis, habe aber keiner dieser selbst eingenommen. Ich würde mir auf jeden Fall einen zweite Meinung einholen, und Deine Bedenken mit deinem Doc. vortragen. Er kennt Dich am besten...Du bist nicht allein, vergiss das nicht!

Gruß
Claudia
Seit ca.20 Jahren Panikattacken, Stimmungsschwankungen und depressive Episoden.
Diagnose BS. (43 Jahre)

Erstes mal Psychopharmaka eingenommen
1999 - Fluctin 20mg
2008 Citalopram 20 mg bis 2014


Ende 2014 Medikament abgesetzt!

Ging dann bis Anfang 2018 so mittelprächtig.
Habe Aufgrund eines Todesfalls schwere depressive Episoden und schlimme Ängste und Panikattacken wieder bekommen

Mai 2018 Beginn, Einnahme Escitalopram eingeschlichen bis auf 10mg.

Anfang Oktober Versuch von 10mg auf 7,5 mg zu reduzieren. (Große Unruhe, Herzrasen, erhöhtem Blutdruck )

Ich entschied am dritten Tag auf 8,75mg wieder zu erhöhen. 10mg wollte ich nicht mehr einnehmen, ich wusste ja um die Müdigkeit.

Bei den 8,75mg blieb ich bis letzten Montag
19.11.18 dann auf 8mg
_________________________________________________________________________________________________________
Zum Abschluss noch: meine Einstellung zu Medikamenten ist nicht gerade positiv.ich finde das die Ursachen angegangen werden muss. Auch wenn ich seeehr gut reflektiert bin und vieles weiß über mich, kann mein Verstand die Psyche bzw.die psychosomatischen Symptome so lindern das ich den Alttag gut genießen kann. Mir ist auch klar, dass ich eine Erkrankung habe wie jeder andere auch hat ( Herzkrank, Diabetes oder Ähnliches)
Aber der innerliche Widerstand bleibt zum Teil noch bestehen.

Ein Leben ohne Medikamente ist schwer, aber ich versuche so wenig möglich einzunehmen.✌️

Viele Grüße
Claudia
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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von Melina 17 »

Hallo Leonika,

auch von mir ein Hallo, dau kriegst bestimmt noch kompetente Post hier, ich bin da leider keine Expertin. Aber ich meine hier mitgekriegt zu haben, daß Ärzte das total unterschätzen, wenn man einfach so ein Medi wechselt, der Körper verlangt immer nach dem alten gewohnten medi und kommt auf Entzug.

Hab bitte Geduld, du kriegst hier bestimmt noch Rat, wie du jetzt am besten weiterhin vorgehst, ich kann dir nur versuchen einwenig Mut zu machen und Kraft zu wünschen, es wird wieder aufwärts gehen!

liebe Grüße

Melina
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Jamie
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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von Jamie »

Hallo Leonika,

willkommen im Forum :)

Mit 300mg Venlafaxin warst du an der absoluten Höchstgrenze dessen, was ambulant verordnet werden darf.

60mg Fluoxetin sind ein Wahnsinn, meines Erachtens schon über der vertretbaren erlaubten Maximaldosis, vielleicht gerade noch OK, aber ein Wahnsinn, weil so schnell aufdosiert oder noch schlimmer direkt von 0 mit 60mg eingestiegen. :o :o

Normalweise werden die Medikamente wenigstens eingeschlichen und dann aufdosiert, falls sie nicht greifen, aber dieses Vorgehen des Arztes empfinde ich als sehr fragwürdig.

Keinesfalls darfst du zu den 60mg Fluoxetin noch Venlafaxin kombinieren, auch nicht niedrig!
Es besteht die Gefahr eines Serotoninsyndroms, erst recht bei dieser eklatant hohen Dosis.
Ich muss ehrlich sagen, mir kommen da gewisse Zweifel an der Kompetenz des Arztes.
Viel hilft viel - scheint seine Devise zu sein. :wacko:.

Mich wundert es überhaupt nicht, dass es dir so schlecht geht; deine Angstgedanken überschwemmen dich, weil das Fluoxetin dein Gehirn überschwemmt in dieser krassen Dosis; würde behaupten deine Neurotransmitter laufen gerade Amok.
Ich würde sofort auf 40mg runterdosieren, ggf. dann in einem weiteren Schritt runter auf 20mg und schauen, ob sich dein Zustand bessert.
Und bloß nicht das Venlafaxin dazu nehmen. Ich kann da nur eindringlich warnen.
Fall einen zweite Meinung einholen, und Deine Bedenken mit deinem Doc. vortragen. Er kennt Dich am besten.
Mit Verlaub, ich weiß nicht wie das gemeint war Claudia, aber die Person, die sich selbst am besten kennt, weil sie ein Leben lang ihren Körper "bewohnt", ist ja wohl Leonika und nicht der Arzt.

Viele Grüße
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von Stud_psych »

Hallo Leonika,

ich bin auch ein wenig erstaunt über das Vorgehen deines Arztes. Wenn man Medikamente wechselt, wird normalerweise eins ausgeschlichen und dass andere eingeschlichen.
Ich sehe ebenfalls die Gefahr eines Seratoninsyndroms bei Überdosierung der beiden SSRI bzw. SNRI. Du nimmst schon eine sehr hohe Dosis ein.

Wende dich vielleicht mal telefonisch an die Patientenberatung. Da kannst du auch mit einem anderen Psychiater sprechen.

LG
Sommer 2012 20mg Citalopram
Herbst 2012 wechsel auf Escitalopram
Winter 2012 wechsel auf Duloxetin 60mg
2015 wechsel auf Venlafaxin 75mg, später aufdosiert auf 150 mg
Februar 2017 150 mg Venlafaxin
Bis Ende März auf 110mg runter
Bis April runter auf 75 mg

Mai- September jede 6-8 Wochen um 3-4 mg reduziert.
Oktober pause
Anfang November auf 42 mg (um 3 mg reduziert).
01.01 Reduzierung auf 39 mg
01.4 reduziert auf 36 mg
22.5 reduziert auf 27 (ausversehen)
23.5 aufdosiert auf 33 mg (122 Kügelchen)
28.11 reduziert auf 119
17.01 reduzierung auf 116
04.03 Reduzierung auf 110
Sommersprosse
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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von Sommersprosse »

Hallo Leonika,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse Sommersprosse (n) :schnecke:
Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

2. Reduzierungsverlauf:
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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von Claudia1010 »

Jamie hat geschrieben: 20.11.2018 15:22 Hallo Leonika,

willkommen im Forum :)

Mit 300mg Venlafaxin warst du an der absoluten Höchstgrenze dessen, was ambulant verordnet werden darf.

60mg Fluoxetin sind ein Wahnsinn, meines Erachtens schon über der vertretbaren erlaubten Maximaldosis, vielleicht gerade noch OK, aber ein Wahnsinn, weil so schnell aufdosiert oder noch schlimmer direkt von 0 mit 60mg eingestiegen. :o :o

Normalweise werden die Medikamente wenigstens eingeschlichen und dann aufdosiert, falls sie nicht greifen, aber dieses Vorgehen des Arztes empfinde ich als sehr fragwürdig.

Keinesfalls darfst du zu den 60mg Fluoxetin noch Venlafaxin kombinieren, auch nicht niedrig!
Es besteht die Gefahr eines Serotoninsyndroms, erst recht bei dieser eklatant hohen Dosis.
Ich muss ehrlich sagen, mir kommen da gewisse Zweifel an der Kompetenz des Arztes.
Viel hilft viel - scheint seine Devise zu sein. :wacko:.

Mich wundert es überhaupt nicht, dass es dir so schlecht geht; deine Angstgedanken überschwemmen dich, weil das Fluoxetin dein Gehirn überschwemmt in dieser krassen Dosis; würde behaupten deine Neurotransmitter laufen gerade Amok.
Ich würde sofort auf 40mg runterdosieren, ggf. dann in einem weiteren Schritt runter auf 20mg und schauen, ob sich dein Zustand bessert.
Und bloß nicht das Venlafaxin dazu nehmen. Ich kann da nur eindringlich warnen.
Fall einen zweite Meinung einholen, und Deine Bedenken mit deinem Doc. vortragen. Er kennt Dich am besten.
Mit Verlaub, ich weiß nicht wie das gemeint war Claudia, aber die Person, die sich selbst am besten kennt, weil sie ein Leben lang ihren Körper "bewohnt", ist ja wohl Leonika und nicht der Arzt.
Genauso war es auch gemeint !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Aber eine zweite Meinung kann nie schaden, vielleicht nur verunsichern
Zuletzt geändert von Murmeline am 21.11.2018 06:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Ende 2014 Medikament abgesetzt!

Ging dann bis Anfang 2018 so mittelprächtig.
Habe Aufgrund eines Todesfalls schwere depressive Episoden und schlimme Ängste und Panikattacken wieder bekommen

Mai 2018 Beginn, Einnahme Escitalopram eingeschlichen bis auf 10mg.

Anfang Oktober Versuch von 10mg auf 7,5 mg zu reduzieren. (Große Unruhe, Herzrasen, erhöhtem Blutdruck )

Ich entschied am dritten Tag auf 8,75mg wieder zu erhöhen. 10mg wollte ich nicht mehr einnehmen, ich wusste ja um die Müdigkeit.

Bei den 8,75mg blieb ich bis letzten Montag
19.11.18 dann auf 8mg
_________________________________________________________________________________________________________
Zum Abschluss noch: meine Einstellung zu Medikamenten ist nicht gerade positiv.ich finde das die Ursachen angegangen werden muss. Auch wenn ich seeehr gut reflektiert bin und vieles weiß über mich, kann mein Verstand die Psyche bzw.die psychosomatischen Symptome so lindern das ich den Alttag gut genießen kann. Mir ist auch klar, dass ich eine Erkrankung habe wie jeder andere auch hat ( Herzkrank, Diabetes oder Ähnliches)
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Viele Grüße
Claudia
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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von Melina 17 »

Hallo ihr Lieben

ich weiß nicht, ob das okay ist, wenn ich hier frage, aber für Leonika dürfte das ja auch interessant sein....also mit dem Serotoninsyndrom frage ich mich, wie das so ist. Hier steht doch, daß die Rezeptoren weniger werden, und auch wenn man im Blut mal den Serotoninspiegel mißt, ist der erschreckend niedrig...ist das nicht so, daß man nach jahrerlanger Einnahme eher zu WENIG Serotonin im Körper hat? Ich weiß daß man den Spiegel im Gehirn natürlich schwer bestimmen kann.

Ein Serotoninsyndrom ist meines Wissens auch äußerst selten, meiner Meinung nach steht das nur im Beipackzettel, damit die Pharmaindustrie abgesichert ist. Also ich hab auch schon 40 mg Citalopram mit zwei Triptantabletten gegen Migräne kombiniert und mit 10 bzw 15 mg hab ich das regelmäßig gemacht.

Falls meine Frage hier nicht passen sollte, bitte verschieben, danke!!

Dir, liebe Leonika natürlich herzliche Grüße und gute Besserung!

liebe Grüße

Melina
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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von Leonika »

Danke für eure Antworten. Ich war nochmal bei anderen Arzt und der meinte mit Fluoxetin runter auf 40 Mg und erstmal 150 mg Venlafaxin dazu... Mach ich seit drei Tagen, wird wohl dauern 😤Nehme gerade Tavor dazu... Schön, dass es dieses Forum gibt 😘
Symptome: kombinierte PS aus Borderline und Histrionie, früher Essstörungen , Angst- und Zwangsstörung, Tinnitus

2001: Erstmalig in psychosomatischer Klinik SSRI genommen, Klinik Sertralin,danaach insidon und
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große Angst vor Psychose entwickelt, was auch bis jetzt immer noch da ist...Wechsel von
Serttalin auf Venlafaxin150 mg und Pregabalin 2x 75 mg und Insidon (Insidon abgesetzt).

2013-Nov2018: 300 mg Venlafaxin und 2x75mg Pregabalin
1. Nov18 bis Dez 18: von 300 mg Vnela von heute auf morgen Wechsel auf 0 mit gleichzeitiger Gabe von Fluoxetin 60
mg.
Da ich trotz hoher Venlafaxin Dosis nen sehr geringen Spiegel hatte und es mir nicht mehr gg
Angstgedanken geholfen hat, beschlossen mein Arzt und ich zu wechseln. Die ersten beiden
Wochen gingen noch so bis auf körperliche Entzugssymptome.. Und dann die schlimmsten
Angstzustände vor durchdrehen und Realitätsverlust und schlimme Zwangsvorstellungen. Die
Gedanken kannte ich schon von früher, aber jetzt fühlte es sich viel bedrohlicher an und ich
redete mir dauernd neue Ängste ein. War bei anderem Arzt am 27.11. und der meinte runter
auf 40 mg Fluoxetin und wieder Venlafaxin einschleichen mit 150mg, dazu Tavor

28.11.18: Wieder Einschleichen von 150 mg Venla und runter auf 40 mg Fluoxetin
25.12.18. wieder 300 Vanla und Fluoxetin weggelassen

Ende Januar 2019:
langsam wieder besserstabiler, komische befremdliche Zwangsgedanken blieben und immer mal ne Art Derealisation, bestimmte Situationen und Personen kamen mir befremdlich vor, irgendwie immer mal komische Wahrnehmung und immer wieder ANgst vor Verrücktwerden, Zwangsgedanken. Wie gesagt, es war im Rahmen, aber Medis haben nicht mehr so gewirkt wie davor.
Neuer Absetzversuch:

März 2020: 37,5 mg weniger, also 262,5 mg, danach alle zwei bis drei Monate um 37,5 mg reduziert bis November
2020.

seit Nov20: 150 mg Venlafaxin Retardkapseln von ratiopharm
seit Jan21: schlimme Nebenwirkungen, fast wie 2018 im Kaltentzug, schubweise mit schlimmsten Angst- und
Zwangsvorstellungen, manchmal Angst vor jedem Gedanken, vor allem, dann gehts wieder. Zumindest
arbeite ich noch. Habe immer so schlimme Angst vor einer Psychose. Bin jetzt 45
Jahre und diese Ängste habe ich schon ewig. Weiß oft nicht, was ist
vom Entzug, was durch jetzige Situation, was durch meine Psyche ua. Bin so verunsichert. Gibt es
alternative Methoden wie zB Tryptophane, Tyrosin, GABBA?

Weiß nicht, wie ich jetzt weiter vorgehen soll. Evtl erstmal eine Absetzpause? zurück auf höhere Dosis? SO viele Fragen, bin echt verunsichert und würde mich über Tipps und Erfahrungen, bitte nicht die allzu schlimmen ;-) sehr freuen.
Kommen Zwangsgedanken durch Venla und Pregabalin, hätte ich diese auch ohne bekommen? Viele Fragen, würde mich über aufbauende Worte und Infos freuen. Lieben Dank.
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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von Jamie »

Hallo Leonika, :)
Ich war nochmal bei anderen Arzt und der meinte mit Fluoxetin runter auf 40 Mg und erstmal 150 mg Venlafaxin dazu... Mach ich seit drei Tagen, wird wohl dauern
ich halte diese Kombination für gefährlich und unverantwortlich.
Du riskierst ein Serotoninsyndrom.
Gib diese Kombination mal in den ODDB Check ein: (Es reicht der Wirkstoff und eine annähernde Dosis, Firma egal)
https://ch.oddb.org/de/gcc/home_interactions/

Ich muss dir das so schreiben, aber eine solche Medikation ist absolut unvertretbar und für all die stillen Mitleser soll hier ausdrücklich davor gewarnt werden :!:
Du solltest nicht blind auf die Meinung der Ärzte hören, sondern dich lieber selbst informieren.
Man kann nur hoffen, dass das nicht in einem Desaster endet.

Ratlos,
Jamie
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yellohmellow

Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von yellohmellow »

Hallo Leonika,

Genau wie andere hier im Forum halte ich die Kombination zweier SSRI auch nicht für angebracht. Tavor dagegen ist sicher im Moment hilfreich zum Runterkommen, aber keine Dauerlösung.

Ich selbst nehme seit vielen Jahren 40mg Fluoxetin, bin damit auch nicht mehr glücklich, aber ich hab es abgelehnt, als mein Arzt mir vorschlug, zu wechseln. Da die antidepressive Wirkung von SSRI ja immer mehr bezeifelt und eher eine Placebowirkung angenommen wird, erscheint mir ein Wechsel von einem Placebo zum anderen sinnlos.

Einen Rat zu geben halte ich jetzt nicht für zielführend. An Deiner Stelle würde ich allerdings bei Fluoxetin bleiben, was zumindest bei mir sehr hilfreich war und ist gegen Zwänge. Vielleicht war es mit 60mg überdosiert, aber das kann ich nicht wirklich beurteilen. Auszuschließen ist jedoch, daß Deine Symptome jetzt vom Fluoxetin kommen. Nebenwirkungen zu Beginn der Behandlung gab es auch bei mir, allerdings betraf das eher körperliche Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, was jedoch nach wenigen Wochen völlig verschwand.

Ich wünsche Dir von Herzen, daß Du bald wieder raus kommst aus der Krise und dann auch das Tavor wieder weglassen kannst.
Ululu
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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von Ululu »

Hallo Leonika,

ich finde die Anweisung deines Arztes auch unverantwortlich. :shock:
yellohmellow hat geschrieben: 30.11.2018 11:43 Auszuschließen ist jedoch, daß Deine Symptome jetzt vom Fluoxetin kommen. Nebenwirkungen zu Beginn der Behandlung gab es auch bei mir, allerdings betraf das eher körperliche Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, was jedoch nach wenigen Wochen völlig verschwand.
Woher beziehst du dieses Wissen ?
Nach unseren Erfahrungen ist das Blödsinn.
Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen sind so unterschiedlich, wir wir Menschen selbst.

Nur weil bei dir körperliche Symptome aufgetreten sind, ist das auf keinen Fall als allgemeingültig anzunehmen.
:?
Pass gut auf dich auf, Leonika und reagiere bitte, wenn sich Symptome eines Serotoninsyndroms zeigen.

LG Ute
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Hinweis:
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Leonika
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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von Leonika »

Danke euch, ich hab nur so Panik, bin nur noch in Zwangs- und Angstgedanken... Ist viel schlimmer als vorher ....ich kenne all diese Gedanken, aber jetzt ist die Angst davor viel extremer und höre nur noch in mich hinein😖😖😖jetzige Dosis: 150 mg Venlafaxin und 40 mg Fluoxetin seit fünf Tagen... Es wird noch chr besser
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1. Nov18 bis Dez 18: von 300 mg Vnela von heute auf morgen Wechsel auf 0 mit gleichzeitiger Gabe von Fluoxetin 60
mg.
Da ich trotz hoher Venlafaxin Dosis nen sehr geringen Spiegel hatte und es mir nicht mehr gg
Angstgedanken geholfen hat, beschlossen mein Arzt und ich zu wechseln. Die ersten beiden
Wochen gingen noch so bis auf körperliche Entzugssymptome.. Und dann die schlimmsten
Angstzustände vor durchdrehen und Realitätsverlust und schlimme Zwangsvorstellungen. Die
Gedanken kannte ich schon von früher, aber jetzt fühlte es sich viel bedrohlicher an und ich
redete mir dauernd neue Ängste ein. War bei anderem Arzt am 27.11. und der meinte runter
auf 40 mg Fluoxetin und wieder Venlafaxin einschleichen mit 150mg, dazu Tavor

28.11.18: Wieder Einschleichen von 150 mg Venla und runter auf 40 mg Fluoxetin
25.12.18. wieder 300 Vanla und Fluoxetin weggelassen

Ende Januar 2019:
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März 2020: 37,5 mg weniger, also 262,5 mg, danach alle zwei bis drei Monate um 37,5 mg reduziert bis November
2020.

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seit Jan21: schlimme Nebenwirkungen, fast wie 2018 im Kaltentzug, schubweise mit schlimmsten Angst- und
Zwangsvorstellungen, manchmal Angst vor jedem Gedanken, vor allem, dann gehts wieder. Zumindest
arbeite ich noch. Habe immer so schlimme Angst vor einer Psychose. Bin jetzt 45
Jahre und diese Ängste habe ich schon ewig. Weiß oft nicht, was ist
vom Entzug, was durch jetzige Situation, was durch meine Psyche ua. Bin so verunsichert. Gibt es
alternative Methoden wie zB Tryptophane, Tyrosin, GABBA?

Weiß nicht, wie ich jetzt weiter vorgehen soll. Evtl erstmal eine Absetzpause? zurück auf höhere Dosis? SO viele Fragen, bin echt verunsichert und würde mich über Tipps und Erfahrungen, bitte nicht die allzu schlimmen ;-) sehr freuen.
Kommen Zwangsgedanken durch Venla und Pregabalin, hätte ich diese auch ohne bekommen? Viele Fragen, würde mich über aufbauende Worte und Infos freuen. Lieben Dank.
padma
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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von padma »

hallo Leonika, :)

es ist wirklich gefährlich, was du derzeit einnimmst.

Könntest du in deiner Signatur den Medikamentenverlauf übersichtlicher gestalten? Als Aufzählung, vorne in der Zeile Datum, dann Medikation. Danke.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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yellohmellow

Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von yellohmellow »

Hallo
yellohmellow hat geschrieben: 30.11.2018 11:43 Auszuschließen ist jedoch, daß Deine Symptome jetzt vom Fluoxetin kommen. Nebenwirkungen zu Beginn der Behandlung gab es auch bei mir, allerdings betraf das eher körperliche Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, was jedoch nach wenigen Wochen völlig verschwand.
Woher beziehst du dieses Wissen ?
Nach unseren Erfahrungen ist das Blödsinn.
Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen sind so unterschiedlich, wir wir Menschen selbst.

Nur weil bei dir körperliche Symptome aufgetreten sind, ist das auf keinen Fall als allgemeingültig anzunehmen.
:?
[/l

Liebe Ute, natürlich kann ich meine Nebenwirkungen nicht als allgemeingültig ansehen, ist auch nicht so gemeint. Es geht ja um Leonika, die Fluoxetin erst sehr kurze Zeit einnimmt. Und die seit langer Zeit Venlafaxin einnimmt. Sie schreibt auch, daß die Probleme, die sie hat, sich bereits andeuteten, als sie noch kein Fluoxetin nahm, deshalb kam es ja zur Veränderung der Verordnung des Arztes.

Angesichts dieser Hintergrundinformationen bin ich mir ziemlich sicher, daß ihre jetzigen Symptome durch das Zusammenwirken zweier Antidepressiva, die auch nicht zusammen verschrieben werden sollten, so heftig geworden sind. Allein Fluoxetin dafür verantwortlich zu machen halte ich auch weiterhin für sehr, sehr unwahrscheinlich. Aber das hilft Leonika nicht wirklich in dieser Zeit. Ich wollte darauf aufmerksam machen, daß zumindest mir FLUOXETIN hinsichtlich Zwangsgedanken sehr gut geholfen hat.
Leonika
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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von Leonika »

Hallo Ihr Lieben,
vor 2 Jahren habe ich euch zuletzt bzgl meines Horrotrips geschrieben.
Seit Dez 18 wieder 300 mg Venla und Fluoxetin komplett weg. Habe jetzt im März 2020 einen neuen Absetzversuch gestartet und bin jetzt bei 150 mg Venlafaxin

Letzten Monat hatte ich zum 1. MAL wieder die schlimmen Entzugserscheinungen mit ständiger Panik, Angst und Zwangsgedanken. Habe jetzt auch Angst, dass ich wieder zu schnell a gesetzt habe 😪😬

Nehme gerade 2× 75 mg Venla Retard Kapseln von Ratio, die keine Kügelchen enthalten..habe seit märz 20 alle ca 2-3 Monate 37,5 mg weniger genommen , da das mit Kapseln ging. Jetzt habe ich von der 5- 10 % Methode gelesen und weiss nicht , wie ich weiter vorgehen soll?

Andere Kapseln mit Kügelchen nehmen, wieder hochdosieren? Habe so Angst , dass ich durch den kalten Entzug dauerhafte Schäden habe, die nicht mehr weggehen und habe auch gelesen dass jd ne Psychose kriegt und dann in Klinik noch zusätzlich Neuroleptika bekommen hat...da das schon immer meine grösste Angst ist durch Absetzen psychotisch zu werden und in Psychiatrie dann auf noch mehr Medis umgestellt werde, bitte ich euch um Hilfe

Hab auch gelesen, dass durch Absetzen dauerhafte Schäden bleiben können
Vielen Dank ihr Lieben für Rückmeldung und evtl bissi aufbauende Worte💌
Zuletzt geändert von Jamie am 28.01.2021 11:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
Symptome: kombinierte PS aus Borderline und Histrionie, früher Essstörungen , Angst- und Zwangsstörung, Tinnitus

2001: Erstmalig in psychosomatischer Klinik SSRI genommen, Klinik Sertralin,danaach insidon und
zeitweise Imipramin. Bis 2008 alles gut, dann durch Traumatisches Ereignis starke Zwänge und
große Angst vor Psychose entwickelt, was auch bis jetzt immer noch da ist...Wechsel von
Serttalin auf Venlafaxin150 mg und Pregabalin 2x 75 mg und Insidon (Insidon abgesetzt).

2013-Nov2018: 300 mg Venlafaxin und 2x75mg Pregabalin
1. Nov18 bis Dez 18: von 300 mg Vnela von heute auf morgen Wechsel auf 0 mit gleichzeitiger Gabe von Fluoxetin 60
mg.
Da ich trotz hoher Venlafaxin Dosis nen sehr geringen Spiegel hatte und es mir nicht mehr gg
Angstgedanken geholfen hat, beschlossen mein Arzt und ich zu wechseln. Die ersten beiden
Wochen gingen noch so bis auf körperliche Entzugssymptome.. Und dann die schlimmsten
Angstzustände vor durchdrehen und Realitätsverlust und schlimme Zwangsvorstellungen. Die
Gedanken kannte ich schon von früher, aber jetzt fühlte es sich viel bedrohlicher an und ich
redete mir dauernd neue Ängste ein. War bei anderem Arzt am 27.11. und der meinte runter
auf 40 mg Fluoxetin und wieder Venlafaxin einschleichen mit 150mg, dazu Tavor

28.11.18: Wieder Einschleichen von 150 mg Venla und runter auf 40 mg Fluoxetin
25.12.18. wieder 300 Vanla und Fluoxetin weggelassen

Ende Januar 2019:
langsam wieder besserstabiler, komische befremdliche Zwangsgedanken blieben und immer mal ne Art Derealisation, bestimmte Situationen und Personen kamen mir befremdlich vor, irgendwie immer mal komische Wahrnehmung und immer wieder ANgst vor Verrücktwerden, Zwangsgedanken. Wie gesagt, es war im Rahmen, aber Medis haben nicht mehr so gewirkt wie davor.
Neuer Absetzversuch:

März 2020: 37,5 mg weniger, also 262,5 mg, danach alle zwei bis drei Monate um 37,5 mg reduziert bis November
2020.

seit Nov20: 150 mg Venlafaxin Retardkapseln von ratiopharm
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Jahre und diese Ängste habe ich schon ewig. Weiß oft nicht, was ist
vom Entzug, was durch jetzige Situation, was durch meine Psyche ua. Bin so verunsichert. Gibt es
alternative Methoden wie zB Tryptophane, Tyrosin, GABBA?

Weiß nicht, wie ich jetzt weiter vorgehen soll. Evtl erstmal eine Absetzpause? zurück auf höhere Dosis? SO viele Fragen, bin echt verunsichert und würde mich über Tipps und Erfahrungen, bitte nicht die allzu schlimmen ;-) sehr freuen.
Kommen Zwangsgedanken durch Venla und Pregabalin, hätte ich diese auch ohne bekommen? Viele Fragen, würde mich über aufbauende Worte und Infos freuen. Lieben Dank.
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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin

Beitrag von Straycat »

Hallo Leonika,

wenn du bereits die Erfahrung gemacht hast, dass du mit Absetzsymptomen auf das Reduzieren der Dosis reagierst, würde ich an deiner Stelle nicht mehr in so großen Schritten reduzieren.
Für ein kleinschrittigeres Reduzieren wirst du nicht drum herum kommen, ein Präparat zu suchen, das Kügelchen enthält, denn mit retardierten Tabletten oder wenigen Pellets in einer Kapsel, können die Absetzschritte nicht ausreichend klein sein.
Es gibt auch Kapseln mit Pellets zu je 12,5mg. Wenn du aktuell bei 150mg bist, wäre es da noch möglich ein Pellet zu 12,5mg wegzulassen, das wäre dann eine Reduktion von ca. 8-9%. Aber danach wird es dann immer schwieriger, weil die Reduktionsschritte ja kleiner werden. Sprich ab einer Dosis von 125mg bräuchtest du dann Kapseln mit Kügelchen um kleinschrittig vorzugehen.
Hast du denn eine Möglichkeit, dass dir solche Kapseln mit Kügelchen verschrieben werden? Hier findest du eine grobe Übersicht, welche Präparate mit Kügelchen es gibt und welche mit Pellets: viewtopic.php?p=332775#p332775

Wärst du bitte so nett deine Signatur zu aktualisieren?
Da stehen Daten ohne Jahreszahl darin - da weiß man dann nicht, wann das war.
Ganz generell sollte in der Signatur möglichst übersichtlich dargestellt werden, wie der bisherige Medikamentenverlauf war.
Hier kannst du es detailliert nachlesen: viewtopic.php?f=35&t=15035
Eine übersichtliche Signatur ist wichtig, damit dir andere Foris möglichst gutes Feedback geben können, ohne langwierig nachlesen zu müssen, auf welcher Dosis du gerade bist und wann du wie viel reduziert hast.
Danke :)

Alles Liebe,
Cat
Meine Geschichte und mein Absetzweg:
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Leonika
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Re: "Antidepressiva absetzen" - eine Patienteninformation des Royal College of Psychiatrists

Beitrag von Leonika »

Hallo Ihr Lieben,

war schon länger nicht mehr hier im Forum. Meine Geschichte seht ihr in der Signatur. Bin gerade mal wieder dabei ,Venlafaxin abzusetzen und bräuchte HIlfe von euch. Leider kenn ich mir gar nicht mehr aus. Wen schreibe ich wie und wo genau an, um ein paar Tipps zu bekommen? Vielen lieben Dank im Voraus
Symptome: kombinierte PS aus Borderline und Histrionie, früher Essstörungen , Angst- und Zwangsstörung, Tinnitus

2001: Erstmalig in psychosomatischer Klinik SSRI genommen, Klinik Sertralin,danaach insidon und
zeitweise Imipramin. Bis 2008 alles gut, dann durch Traumatisches Ereignis starke Zwänge und
große Angst vor Psychose entwickelt, was auch bis jetzt immer noch da ist...Wechsel von
Serttalin auf Venlafaxin150 mg und Pregabalin 2x 75 mg und Insidon (Insidon abgesetzt).

2013-Nov2018: 300 mg Venlafaxin und 2x75mg Pregabalin
1. Nov18 bis Dez 18: von 300 mg Vnela von heute auf morgen Wechsel auf 0 mit gleichzeitiger Gabe von Fluoxetin 60
mg.
Da ich trotz hoher Venlafaxin Dosis nen sehr geringen Spiegel hatte und es mir nicht mehr gg
Angstgedanken geholfen hat, beschlossen mein Arzt und ich zu wechseln. Die ersten beiden
Wochen gingen noch so bis auf körperliche Entzugssymptome.. Und dann die schlimmsten
Angstzustände vor durchdrehen und Realitätsverlust und schlimme Zwangsvorstellungen. Die
Gedanken kannte ich schon von früher, aber jetzt fühlte es sich viel bedrohlicher an und ich
redete mir dauernd neue Ängste ein. War bei anderem Arzt am 27.11. und der meinte runter
auf 40 mg Fluoxetin und wieder Venlafaxin einschleichen mit 150mg, dazu Tavor

28.11.18: Wieder Einschleichen von 150 mg Venla und runter auf 40 mg Fluoxetin
25.12.18. wieder 300 Vanla und Fluoxetin weggelassen

Ende Januar 2019:
langsam wieder besserstabiler, komische befremdliche Zwangsgedanken blieben und immer mal ne Art Derealisation, bestimmte Situationen und Personen kamen mir befremdlich vor, irgendwie immer mal komische Wahrnehmung und immer wieder ANgst vor Verrücktwerden, Zwangsgedanken. Wie gesagt, es war im Rahmen, aber Medis haben nicht mehr so gewirkt wie davor.
Neuer Absetzversuch:

März 2020: 37,5 mg weniger, also 262,5 mg, danach alle zwei bis drei Monate um 37,5 mg reduziert bis November
2020.

seit Nov20: 150 mg Venlafaxin Retardkapseln von ratiopharm
seit Jan21: schlimme Nebenwirkungen, fast wie 2018 im Kaltentzug, schubweise mit schlimmsten Angst- und
Zwangsvorstellungen, manchmal Angst vor jedem Gedanken, vor allem, dann gehts wieder. Zumindest
arbeite ich noch. Habe immer so schlimme Angst vor einer Psychose. Bin jetzt 45
Jahre und diese Ängste habe ich schon ewig. Weiß oft nicht, was ist
vom Entzug, was durch jetzige Situation, was durch meine Psyche ua. Bin so verunsichert. Gibt es
alternative Methoden wie zB Tryptophane, Tyrosin, GABBA?

Weiß nicht, wie ich jetzt weiter vorgehen soll. Evtl erstmal eine Absetzpause? zurück auf höhere Dosis? SO viele Fragen, bin echt verunsichert und würde mich über Tipps und Erfahrungen, bitte nicht die allzu schlimmen ;-) sehr freuen.
Kommen Zwangsgedanken durch Venla und Pregabalin, hätte ich diese auch ohne bekommen? Viele Fragen, würde mich über aufbauende Worte und Infos freuen. Lieben Dank.
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Re: Leonika: Vorstellung und Wechsel von Venlafaxin auf Fluoxetin und zurück auf Venlafaxin

Beitrag von Jamie »

 ! Nachricht von: Jamie
Hallo Leonika,
ich habe deinen neuen Beitrag an deinen bestehenden Thread gehängt, so bleibt deine Geschichte erhalten.
Bitte schreibe künftig hier weiter.

Bitte werde auch noch etwas konkreter, wo du Hilfe benötigst.
Wir brauchen schon etwas mehr Details. Danke sehr :)

Grüße

PS. Soll der Titel von uns abgeändert werden? Wenn ja in was? Und wie ist es dir denn jetzt so ergangen?
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