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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

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An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Insomniac
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Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Insomniac »

Hallo ihr lieben,

ich wollte mich und meine Geschichte einmal kurz vorstellen.
Ich habe vor ca. 3 Jahren angefangen, in unregelmäßigen Abständen GBL zu konsumieren. Es half mir in der ersten Zeit unglaublich gut gegen meine Depressionen. Natürlich kam dann die Quittung. Die Wirkung verschob sich ins Gegenteil und ich wurde eher depressiver. Ich kam in den stationären Entzug und wurde nach einem Delirium mit Benzos entzogen. Natürlich konnte ich es nicht lassen, für gewisse Anlässe, wo meine Depression einfach keinen Platz hatte, wieder zu konsumieren, aber dann selbst mit Benzos zu entziehen. Das ging eine Weile gut, bis ich es immer öfter tat. Seit etwa 6 Monaten alle 2 - 4 Wochen 3 - 5 Tage BDO, danach entziehen mit Benzos und diese wieder absetzen. Irgendwann habe ich es nicht mehr geschafft die Benzos auf 0 runter zu setzen und habe so eine Benzoabhängigkeit entwickelt, die set ca. 4 Monaten besteht. BDO konsumiere ich immernoch monatlich. Brauche für den BDO-Entzug jetzt natürlich noch größere Mengen Benzo, die ich wieder so gut es geht danach absetze.
Klingt total bescheuert ich weiß :frust:
Mir geht es momentan richtig dreckig. Ich könnte Mitte Januar stationären Entzug machen. Aber nach den Horrorgeschichten, die man so liest, würde ich lieber in einer Tagesklinik kontrolliert abdosieren. Bis ich da einen Platz bekomme, kann es jedoch noch länger dauern und ich vegetiere täglich vor mich hin, trinke viel Alkohol...
Bin bei 1,5 - 2 mg Clonazepam. Wenn ich versuche runter zu gehen, ist es unterträglich. Auch wenn ich mehr nehme, geht es mir nicht unbedingt besser. Habe manchmal das Gefühl, dass es total paradox wirkt, ich bin mies gelaunt, aggressiv und habe eine unfassbare Anspannung im ganzen Körper.

Ich wohne in Mainz / Bingen. Habe mich in der Tagesklinik in Bingen angemeldet, jedoch werde ich noch eine ganze Weile auf der Warteliste stehen. Ich weiß nicht, was ich tun soll, so gehe ich zugrunde. Kennt ihr Ärzte in Mainz und Umgebung, die mich bei einem ambulanten Entzug unterstützen könnten?

Ich hoffe, ihr könnt mir Tips gebgen und wünsche euch noch schöne Feiertage.

Liebe Grüße,
Chris
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tägliche Einnahme von 2mg Clonazepam, teilweise BDO-Rückfälle
16.01.19:
Beginn Benzoentzug in Klinik. Dort Umstellung auf 40mg Diazepam und anschließende Runterdosierung innerhalb von 8 Tagen. Anschließend wurde Doxepin 75mg/Tag verabreicht welches nach einer Woche wieder abgesetzt wurde.
Anschließend Seroquel Retard 200mg pro Tag.
Ende Februar:
Entlassung von Entgiftungsstation und Einchecken in offene Station für Suchterkrankte.
Aufgrund starker Depressionen Einsatz von Sertralin 50mg/Tag
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Entlassung Klinik. Immernoch starke Entzugssymptomatik. Habe in der Klinik keine Besserung erfahren
Jamie
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Jamie »

Hallo Chris, :)

also mit BDO / resp. GBH Missbrauch kenne ich mich nicht aus und vermutlich auch nicht viele andere hier.
Ich hab mir mal kurz das Wirkprinzip angeschaut; es regt u.a. die Dopaminausschüttung an und wirkt dann entweder stimmungsaufhellend / aktivierend bzw. einschläfernd / narkotisierend je nach Dosishöhe; also auch GABA ähnlich.

Ich denke das A und O ist absolut konsequent die Finger von dem BDO zu lassen, bevor du dich einem Benzoentzug widmen kannst.
Du schreibst du nimmst es noch monatlich. Ich halte das für fatal.

Grund: Da es zwar nicht direkt zu GABA umgewandelt wird, aber dafür die GABA Wirkung verstärkt und das ist der Kick, den ein Körper haben will, dem man Benzos entziehen will (er geiert nach der GABA Wirkung).
Bei weiterem Konsum und dem Versuch Benzos auszuschleichen untergräbst und verunmöglichst du damit deinen Entzug, meines Erachtens.

Ausgehend von 2,0mg Clonazepam, die du nimmst, sind das umgerechnet 40mg Diazepam, was dann schon Hochdosisbereich ist, aber nicht ungewöhnlich für Menschen, die Drogenerfahrung haben.
Clonazepam selbst eignet sich gut zum Ausschleichen, weil es eine lange HWZ hat.

Dass es dir dreckig geht liegt daran, dass du zum einen vermutlich BDO abhängig bist und entzügig und dann noch ein Benzo nimmst, wo du vermutlich schon in der Toleranz bist, sodass du weiter steigern müsstest, um noch eine Wirkung zu verspüren.
Damit machst du gerade in gewisser Weise einen Doppelentzug durch.

Es wird ziemlich hart werden, das durchzuhalten, aber wenn du in keine Klinik willst, was ich gut verstehen kann, dann musst du dich daheim mehrere Monate alleine durchbeißen und das Clonazepam sukzessive ausschleichen und eben Finger weglassen von GBH und anderen Drogen.

Du könntest probieren jede Woche 0,1mg wegzulassen, aber auch das ist schon ein sehr schnelles Tempo.
Wäre dann in 20 Wochen ausgeschlichen.

Das als Anregung.

Viele Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Insomniac »

Hey Jamie,

Danke für deine Antwort und die nette Aufnahme hier.
Ja, ich habe mit diesem ständigen Wechsel von BDO und Benzos ziemlich viel kaputt gemacht. Ich habe Depressionen und soziale Phobien und BDO half mir sofort in einer Art und Weise, wie es nie ein Antidepressivum zuvor tat. Natürlich war ich sofort gefangen in der BDO-Sucht. Entziehen ging mit Benzos eigentlich recht schnell und gut aber so kam ich in die Benzo-Abhängigkeit. Ich habe einen Termin für eine stationäre Aufnahme, ich versuche bis dahin weiter runter zu gehen. Aber ich lebe allein und habe derzeit kaum Verpflichtungen und soziale Kontakte. Ich weiß nicht, ob ich das allein schaffe. Mein Studium steht kurz vorm Ende, ich habe im April eine allesentscheidende Klausur vor mir. Ich vermute mal, dass ich nach einem Schnellentzug in der Klinik nicht so schnell auf die Beine kommen werde? Aber ich denke, ich werde es probieren, ich brauche eine geschützte Umgebung.
Mir bleibt nichts anderes übrig, als bis dahin durchzuhalten und keine Dummheiten zu machen. Vll. krieg ich vorher noch einen Termin bei einem Suchtarzt, um mich beraten zu lassen.
Ich danke dir schonmal für deine Hilfe.

Liebe Grüße,
Chris
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Towanda »

Hallo Chris,

herzlich willkommen hier.

Ein Schnellentzug ist keine gute Idee. Wenn Du Dich hier im Forum mal ein wenig umsiehst in der Abteilung "Benzodiazepine absetzen", findest Du jede Menge Geschichten über zu schnelle Entzüge. Die Menschen haben zum Teil jahrelange, schwerste Entzugserscheinungen. Vielleicht wäre es doch besser, den langsamen Weg zu gehen?

LG Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli - abgesetzt am 01.02.21


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Jamie »

Hallo Insomniac :),

wenn du zum Klinikentzug keine Alternative siehst, dann versuche vorher daheim so gut es geht runterzukommen mit der Dosis.
In den Kliniken wird meist mit Zusatzstoffen zum Deckeln gearbeitet (Antiepileptika, NL, AD); ich fürchte die hauen dich da ziemlich weg und das Letzte, was man damit machen kann, ist Lernen und sich konzentrieren.

Das wiederum wird überhaupt nicht passen zu deiner wichtigen Klausur im April.
Ggf macht es Sinn jetzt die Notbremse zu ziehen, dich einem Arzt anzuvertrauen und ein Krankheitssemester einzulegen; zum einen um den Druck rauszunehmen zu einem gewissen Zeitpunkt fit und leistungsfähig zu sein und zum anderen um deinen Körper Chancen zu geben sich zu erholen.

Grüße
Jamie
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Insomniac »

Hey, ihr beiden

Danke für eure Antworten.
Den langsamen Weg werde ich zu Hause nicht schaffen. Ich komme nichtmal mit der momentanen Dosis klar.
Bei mir sind es erst 4 Monate, meine Hoffnung ist, dass es in der Klinik, in geschützter Umgebung, halb so schlimm wird. Ansonsten kann ich ja einfach abbrechen und einen anderen Weg ein schlagen. Ob ich im April in der Lage bin, zu lernen ist abzuwarten aber ich gehe nicht davon aus. Besser eine Reha in der Zeit. Damit verschiebt sich mein Studium um ein weiteres Jahr, ich studiere schon viel zu lange, habe Angst vor der Reaktion meiner Eltern wenn sie das erfahren. Aber die Gesundheit geht nunmal absolut vor und im Moment geht bei mir gar nichts mehr. Ich bin am Ende und brauche Hilfe und allein schaff ich das nicht. Tagesklinik wäre noch eine Option.

Liebe Grüße
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Pomegranate
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Pomegranate »

Hallo Chris,
Insomniac hat geschrieben: 28.12.2018 11:12 Den langsamen Weg werde ich zu Hause nicht schaffen. Ich komme nichtmal mit der momentanen Dosis klar.
Bei mir sind es erst 4 Monate, meine Hoffnung ist, dass es in der Klinik, in geschützter Umgebung, halb so schlimm wird.
ich denke, in deinem Fall wird der reine körperliche Entzug nicht das Hauptproblem sein, auch wenn der natürlich kein Zuckerschlecken werden wird. Wichtig wäre meiner Einschätzung nach vor allem, dass du Strategien entwickelst, wie du nach dem Entzug clean bleiben kannst. Eventuell könnte dir eine Psychotherapie dabei helfen.

Du schreibst ja selbst, dass du vom GBL schon mehrfach entzogen hast, aber immer wieder rückfällig geworden bist. Ich selbst habe keine Erfahrungen damit, weiß aber von Berichten, dass es ein enormes Suchtpotential besitzt.

Liebe Grüße

Pom
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von albertine »

Hallo Insomniac,
Den langsamen Weg werde ich zu Hause nicht schaffen. Ich komme nichtmal mit der momentanen Dosis klar. Bei mir sind es erst 4 Monate, meine Hoffnung ist, dass es in der Klinik, in geschützter Umgebung, halb so schlimm wird.

Falls du in eine Klinik gehst, suche dir eine die den "qualifizierten Entzug" anbietet.

Ich habe meinen Entzug in einer solchen Klinik gemacht und es hat gut geklappt. Natürlich ging es mir einige Wochen sehr schlecht. Aber als ich entlassen wurde, nach 4 Monaten, ging es mir schon sehr, sehr viel besser als vor dem Entzug.

Grüße von Margot
1976 angefangen mit Adumbran
1977 ging es weiter mit Lexotanil und Praxiten
irgendwann gab es dann nur noch Lexotanil bis zu 7 Tabletten pro Tag
1997 - 400mg Sulpirid - es ging mir immer schlechter - bin körperlich immer schwächer geworden, konnte letztendlich nicht mehr laufen und nichts mehr essen, lag nur noch im Bett - die Aussage meines jetzigen Psychiaters: "Sulpirid wirkt so" :frust:
musste dann weil ja nichts mehr ging ins Krankenhaus, lag 8 Wochen auf der Station für innere Medizin, Sulpirid wurde sofort auf 200 mg reduziert, Lexotanil in diesen 8 Wochen von 42 mg auf 3 mg - war hart, abes es ging, die letzten 3 mg Lexotanil in 1,5 er Schritten zuhause abgesetzt, ging prima, das restliche Sulpirid nach einigen Monaten auch ausgeschlichen, ging auch gut
2002 ging es los mit Diazepam, und ziemlich schnell hing ich wieder in der Suchtfalle
2009 kam eine heftige Depression hinzu
Dez. 2010 - Apr. 2011 war ich in der Psychiatrie zum Diazepam-Entzug
entlassen mit Amitriptylinoxid 210 mg
ein neues , viiiiiel besseres Leben begann :)
es folgten 2,5 Jahre Therapie bei einer Suchtberatung, Einzelgespräche und Gruppe
das AD wurde inzwischen reduziert auf 90 mg
ab 22.3. 2014 - 82,5 mg
ab 11.5 - 75 mg
bin jetzt bei 60 mg u. werde die Dosis jetzt erstmal beibehalten solange ich in der Therapie meine traumatische Kindheit verarbeite, vertrage es gut, keinerlei Nebenwirkungen
ab 10.7.2015 - 52,5 mg Amitriptylinoxid
ab 15.2.2016 - 45 mg
10.5.2016 - 37,5 mg
19.6.2016 - 30 mg
28.9.2017 - 22,5 mg
1.1.2018 - 15 mg
27.9.2018 - 7,5 mg
30.6.2019 - 5 mg

2014 Traumatherapie begonnen - nach einigen Monaten abgebochen, war mit der Therapeutin nicht zufrieden

März 2015 neue Therapie begonnen bei einer sehr engagierten Therapeutin + gehe weiterhin zu einer Selbsthilfegruppe

2018 tiefenpsychologisch fundierte Therapie

mein Leben ist lebenswert :)

mein Ziel: NIE WIEDER BENZOS!!!

WER KÄMPFT, KANN VERLIEREN, WER NICHT KÄMPFT, HAT SCHON VERLOREN!

Wer vom Leben nicht lernt, dem erteilt es seine Lektionen!
Insomniac
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Insomniac »

Pomegranate hat geschrieben: 28.12.2018 13:45 Hallo Chris,
Insomniac hat geschrieben: 28.12.2018 11:12 Den langsamen Weg werde ich zu Hause nicht schaffen. Ich komme nichtmal mit der momentanen Dosis klar.
Bei mir sind es erst 4 Monate, meine Hoffnung ist, dass es in der Klinik, in geschützter Umgebung, halb so schlimm wird.
ich denke, in deinem Fall wird der reine körperliche Entzug nicht das Hauptproblem sein, auch wenn der natürlich kein Zuckerschlecken werden wird. Wichtig wäre meiner Einschätzung nach vor allem, dass du Strategien entwickelst, wie du nach dem Entzug clean bleiben kannst. Eventuell könnte dir eine Psychotherapie dabei helfen.

Du schreibst ja selbst, dass du vom GBL schon mehrfach entzogen hast, aber immer wieder rückfällig geworden bist. Ich selbst habe keine Erfahrungen damit, weiß aber von Berichten, dass es ein enormes Suchtpotential besitzt.

Liebe Grüße

Pom
Hi,
Das stimmt, darum habe ich mich gekümmert.
Ich kann direkt im Anschluss in die Tagesklinik, um erstmal wieder zu lernen, meinen Alltag in den Griff zu bekommen. Das war der Hauptgrund für das ganze Dilemma. Keine Perspektive, kein Tagesrhythmus, Vergraben in den eigenen Depressionen. Danach muss ein Umbruch passieren, dafür werde ich sorgen.
Danke für den Hinweis, ich denke auch, daß ist das wichtigste

Liebe Grüße
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Insomniac »

albertine hat geschrieben: 28.12.2018 15:55 Hallo Insomniac,
Den langsamen Weg werde ich zu Hause nicht schaffen. Ich komme nichtmal mit der momentanen Dosis klar. Bei mir sind es erst 4 Monate, meine Hoffnung ist, dass es in der Klinik, in geschützter Umgebung, halb so schlimm wird.

Falls du in eine Klinik gehst, suche dir eine die den "qualifizierten Entzug" anbietet.

Ich habe meinen Entzug in einer solchen Klinik gemacht und es hat gut geklappt. Natürlich ging es mir einige Wochen sehr schlecht. Aber als ich entlassen wurde, nach 4 Monaten, ging es mir schon sehr, sehr viel besser als vor dem Entzug.

Grüße von Margot
Hi Margot,

Leider ist die für mich zuständige Klinik die einzige Option für mich. Woanders würde ich bestimmt noch länger warten müssen und ich halte es nicht mehr aus, selbst wenn ich auf einer höheren Dosis bleibe. Ich weiß nicht warum, aber ich vertrage das Clonazepam überhaupt nicht mehr. Es muss so schnell wie möglich was passieren. Ich befürchte die werden da wie viele andere Kliniken einen Highspeed-Entzug machen. Wichtig ist dass ich danach ambulant oder stationär gut weiter betreut werde.
Aber danke für deinen Beitrag. Ich werde nochmal rumtelefoniert in der Hoffnung möglichst schnell etwas besseres zu finden.

Liebe Grüße
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Insomniac »

Hey,

Kurzes Update. Ich bin jetzt seit 2 Wochen in der Klinik. Ich wurde zuerst auf 40 mg Diazepam umgestellt und dann wurde das innerhalb von 8 (!) Tagen runterdosiert. Bin seit letztem Freitag auf 0. Mir geht es gar nicht gut.. Starke Depressionen, Wahrnehmungsstörungen, kognitive Probleme, Derealisation, Depersonalisation usw. Es fühlt sich an wie ein Albtraum aus dem ich niemehr erwache. Hoffe jeden Tag darauf, dass es bergauf geht. Es fühlt sich so an als wäre ich hoffnungslos verloren. Das ist mit Abstand die härteste Zeit meines Lebens.

Das Umfeld in dieser Klinik macht es nicht einfacher. Hier wird alles zusammen geschmissen, Leute mit akuter Psychose die durch die Gegend schreien... Was nicht gerade förderlich für meine Genesung ist. Ich will einerseits so schnell wie möglich hier raus, andererseits weiß ich, dass ich in diesem Zustand alleine in meiner Wohnung nur Mist bauen würde.
Ich muss wohl die Zähne zusammen beißen und einfach irgendwie durchhalten.
Ich werde weiter berichten.

Liebe Grüße,
Chris
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von InnocenceFelis »

Hallo Chris,

ich kann dir zwar zum Thema keinen Tipp geben, wollte dir aber viel Kraft zum Durchhalten wünschen.

Finde es klasse, dass du deinen Konsum als Problem erkannt hast und etwas dagegen unternimmt.

Alles Gute!

Felis
2011 - Symptome einer sozialen Phobie. Medikation zunächst Opipramol 100mg

2014- Paroxetin 20mg, anstelle von Opipramol

Mai 2018 - aufgrund anhaltender Nervosität wegen anstehendem Stellenwechsle höher Dosierung Paroxetin auf 40mg

Januar 2019- Wunsch mit Ausschleichen zu beginnen

Los geht's :sports: ab heute sage ich dem SSRI den Kampf an :sports:

26.01.2019 Reduktion auf 36 mg

--> ab 21.02.19 5mg Bisoprolol (Betablocker) wegen Hypertonie

23.02.2019 Reduktion auf 32 mg

23.03.2019 Reduktion auf 28,57 mg

20.04.2019 Reduktion auf 25,71mg

18.05.2019 Reduktion auf 23,14mg

15.06.2019 Reduktion auf 20,45mg

13.07.2019 Reduktion auf 18,40mg

09.09.2019 Reduktion auf 17,04mg

NEMs aufgrund nachgewiesener Mängel ab Oktober 2019: 25mg B6 als P5P, 100mg Q10, aktiven Vitamin B Komplex hochdosiert

--> ab 27.10.19 Antibabypille abgesetzt

--> ab 15.11.19 Bisoprolol auf 2,5mg reduziert, da Blutdruck gesunken ist

01.12.2019 Reduktion auf 15,85mg

12.01.2020 Redaktion auf 14,74mg

Januar 2020 Trennung von langjährigem Partner, Umzug, Abschluss Betriebswirtstudium, durch Corona extrem hohes Arbeitsaufkommen im Geschäft...

Februar 2020 Erhöhung auf 20mg
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Insomniac »

InnocenceFelis hat geschrieben: 29.01.2019 20:53 Hallo Chris,

ich kann dir zwar zum Thema keinen Tipp geben, wollte dir aber viel Kraft zum Durchhalten wünschen.

Finde es klasse, dass du deinen Konsum als Problem erkannt hast und etwas dagegen unternimmt.

Alles Gute!

Felis
Danke dir, Felis
Seit August:
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Chris.

Klinikentzüge sind Hammer, ich kenne das. Und leider ist ja nach Null nicht alles vorbei. Es ist viel Kraft, Geduld und Durchhaltevermögen nötig.

Hoffentlich schaffst Du es, von den Benzos wegzukommen, das kann ich jedem nur wünschen, trotz des harten Absetzprozesses.

Alles Gute und VG von Clarissa
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Kaenguru
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Kaenguru »

Hallo Chris,

Gab es keine Option es langsamer abzudosieren?
40 mg Diazepam in 8 Tagen ist quasi ein Kaltentzug und es ist kein Wunder, dass es dir so schlecht geht.
Ich möchte dich nicht entmutigen, aber bei so einer Hauruck- Methode wirst du mit längerer Symptomzeit rechnen müssen.

Pass gut auf dich auf.

Liebe Grüße
Sarah
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Seit 6.8.2018 Alprazolam auf Null
Werde bald anfangen Lamotrigin abzusetzen
HIT !
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Jamie »

Hallo Chris, :)

oh je, da kann man nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen :oops:.

Du wirst, entschuldige vielmals, dass ich das jetzt schreibe und es negativ klingt und nicht das ist, was du hören willst, mit einem schweren Nachentzug rechnen müssen, in dem du dich vermutlich schon befindest.
Aber wenn die in der Klinik schon nicht ehrlich zu dir sind, dann wenigstens wir.

Für 40mg braucht man mind. 2 Jahre zum Ausschleichen, wenn man es nachhaltig und halbwegs erträglich gestalten will.

Ich kann dir "nur" den Trost mitgeben, dass es ein Entzug ist und damit nicht tödlich, aber das macht alles andere nicht leichter.

Ich hoffe, dass du vielleicht glimpflich aus der Sache raus kommst. :hug:

Alles Gute, take care
Jamie
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Insomniac
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Insomniac »

Kaenguru70 hat geschrieben: 30.01.2019 09:25 Hallo Chris,

Gab es keine Option es langsamer abzudosieren?
40 mg Diazepam in 8 Tagen ist quasi ein Kaltentzug und es ist kein Wunder, dass es dir so schlecht geht.
Ich möchte dich nicht entmutigen, aber bei so einer Hauruck- Methode wirst du mit längerer Symptomzeit rechnen müssen.

Pass gut auf dich auf.

Liebe Grüße
Sarah
Die Option zum 8-Tage Schema war tatsächlich ein 4-Tage Schema. Das wollten die tatsächlich erst so machen, hätte ich nicht protestiert. Die Ärzte hier sind absolut inkompetent. Ich werde so lang wie nötig und so kurz wie möglich hier bleiben, den Rest muss ich zu Hause bzw in der Tagesklinik durchstehen.

Liebe Grüße,
Chris
Seit August:
tägliche Einnahme von 2mg Clonazepam, teilweise BDO-Rückfälle
16.01.19:
Beginn Benzoentzug in Klinik. Dort Umstellung auf 40mg Diazepam und anschließende Runterdosierung innerhalb von 8 Tagen. Anschließend wurde Doxepin 75mg/Tag verabreicht welches nach einer Woche wieder abgesetzt wurde.
Anschließend Seroquel Retard 200mg pro Tag.
Ende Februar:
Entlassung von Entgiftungsstation und Einchecken in offene Station für Suchterkrankte.
Aufgrund starker Depressionen Einsatz von Sertralin 50mg/Tag
7.03.19:
Entlassung Klinik. Immernoch starke Entzugssymptomatik. Habe in der Klinik keine Besserung erfahren
Insomniac
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Insomniac »

Ich wurde am Montag auf Doxepin eingestellt. Und das ohne Aufdosieren, knallhart von jetzt auf gleich 4 x 25 mg pro Tag. Die antidepressive Wirkung wird noch auf sich warten lassen. Bisher merke ich nur die krasse Sedierung, bin benommen und mein Mund ist staubtrocken. Bin mir nicht sicher ob ich das weiter nehmen sollte in der Hoffnung auf eine antidepressive Wirkung oder ob ich es aufgrund der Nebenwirkungen absetzen lassen sollte. Hat jemand Erfahrung mit Doxepin?

Grüße,
Chris
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Clarissa
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Chris.

Ja, ähnliche wie Du. Üble NW und keine Verbesserungen. ZNS wurde immer gereizter, je mehr man ausprobierte.

Ich konnte erst langsam heilen, als ich mich auf keine psychoaktiven Substanzen mehr einließ.

Alles Gute und VG von Clarissa.
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Insomniac
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Re: Insomniac: Clonazepam Abhängigkeit nach regelmäßigem BDO-Misssbrauch

Beitrag von Insomniac »

Hey, kurzes Update:

Ich bin jetzt seit 4 Wochen ohne Benzos. Bin inzwischen aus der Akutstation raus und in Langzeittherapie. Mir ging es letzte Woche mal 2 Tage ok aber seitdem wieder extremer Rückschlag mit unerträglichen Symptomen. Fühle mich als wäre mein Gehirn abgestorben, massive Depressionen und Wahrnehmungsstörungen. Komme mit den einfachsten Dingen nicht zurecht. Wann hat diese Hölle ein Ende?? Ich habe jeden Tag Selbstmordgedanken und bin mir absolut sicher, dass ich in diesem Zustand nicht weiterleben kann. Wenn ich doch bloß 100%ig wissen könnte, ob das wieder normal wird.
Ich bekomme jetzt Sertralin und das Seroquel wird abdosiert wegen der andauernden Benommenheit, wobei diese wahrscheinlich eher vom Benzoentzug kommt. Weiß nicht mehr was von was kommt.
Ich fühle mich auf Station zwischen den ganzen Alkoholikern und Kiffern, die alle topfit sind irgendwie total fehl am Platz. Ich quäle mich zu den Therapien, die in diesem Zustand gar nichts bringen. Ich überlege, abzubrechen und bis es mir besser geht bei meinen Eltern zu wohnen. Auf Station ist es eher eine Qual als dass es etwas bringt. Ich hoffe, dass es mir bald endlich besser geht

Grüße,
Chris
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