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Kolikolapo: Enorme Schwierigkeit beim Mirtazapin absetzen

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kolikolapo
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Kolikolapo: Enorme Schwierigkeit beim Mirtazapin absetzen

Beitrag von kolikolapo »

Hallo! :) Ich bin Männlich und 23 Jahre alt. Nun wage ich auch endlich mal meine Probleme mit euch zu teilen, da ich leider nicht mehr weiter weiß :( Ich habe durch das Forum hier schon eine Menge dazu gelernt und ich bin euch allen enorm Dankbar wie fleißig ihr euch gegenseitig helft! Ich versuche mich kurz zu halten. :roll:

2015 erkrankte meine Mutter mit Schizophrenie und ich und meine Therapeutin, die mich schon Jahre lang behandelte, schlug mir zum ersten mal vor es mit Ads zu probieren, denn Ängste waren schon seit meiner Paupertät ein großes Thema und das mit meiner Mutter konnte ich während meiner Abiturzeit schwer verkraften. Ich nahm 2 Jahre lang Venlafaxin 150mg. Es folgten die 2 schönsten Jahre meines Lebens. Ich habe enorme Schritte gemacht, vor dehnen ich immer solch große Ängste hatte. Danach setzte ich mit Absprache des Psychaters alle 6 Wochen 37,5 mg ab. Ich hatte damit keine Probleme, doch nachhinein betrachtet war es vlt zu schnell, denn 2 Monate später entwickelte sich eine nie gekannte Essstörung. Ich hatte Monate lang mit enormer Appetitlosigkeit zu kämpfen. Ich hatte Hunger, doch musste schon beim Anblick des Essens anfangen zu würgen. Ich wiege 60 Kilo bei einer Größe von 1,80 und das ist schon recht grenz wertig. :cry: Appetitlosigkeit kenne ich unter Stress nur zu gut, doch diese Ereignisse sprengten alle Rahmen.

Mein Psychater empfahl mir Mirtazapin 30 mg. Und ich fing an es Anfang Januar 2018 zu nehmen. Ich konnte wieder essen doch dieses Ad machte mich sehr stumpf. Mir gefiel es nicht und ich wollte nach 3 Wochen wieder zu Venlafaxin wechseln. Was mir aber unmöglich viel, denn laut dem Arzt bräuchte ich bei der kurzen Zeit nicht ausschleichen müssen, und sobald ich mit Venlafaxin anfing, hatte ich furchtbare Symptome wie Schlaflosigkeit, Übelkeit bis zum Erbrechen, Ängste, Dünnheutigkeit und enorme Unruhe. :cry: Obwohl ich das Medikament kannte dachte ich dass es am Einschleichen liegt. Doch mit heutigem Wissen weiß ich, dass es Mirtazapin Absetzsymptome waren. Nach einer Woche nahm ich wieder Mirtazapin und der Spuck endete.

Nach 2-3 Monaten Stabilisierung versuchte ich einen neuen Versuch mit Venlafaxin, ohne gleich das Mirtazapin abzusetzen. Und siehe da, es klappte wie gewohnt.

März 2018: Nun hatte ich aber das Mirtazapin aber nicht mehr nötig, da ich keine 2 Ads nehmen wollte und ich es nicht mochte. Ab dort fing ein unerklärliches Rätsel an, warum ich es nicht hin bekomme Mirtazapin abzusetzen, obwohl ich es nur 3 Monate nahm. Bis 7,5 mg hatte ich keine Probleme. Doch ab 7,5 mg musste ich mindestens 5 mal die Erfahrung machen dass ich es ständig zu schnell machte. Ich habe es erst mit Wochen, dann mit Monaten probiert, bis ich gelesen habe dass man es mit 10% Schritten machen sollte. Mein Psychater, so wie die meisten Psychater, dachte natürlich dass es Plazebo wäre und ich mir diese Absetzsymptome nur vorstelle. Unglaublich wie wenig die Psychater über diese Absetzsymptome bescheid wissen! :evil: Ab 3,5 mg Merkte ich bei jedem Schritt dass auch 10% zu schnell ist. Obwohl ich mir immer dachte dass die 10% für mich gar nicht notwendig wären, da ich es nur so kurz nahm. Ich habe mir in der Zeit sehr viel Wissen angeeignet was diese Tabletten angehen und auch vieles von ähnlichen Betroffenen gelesen, doch so gut wie keiner muss es so langsam machen wie ich. Ich bin heute, also nach 10 Monaten, auf 2,7 mg angekommen und habe das Gefühl dass ich das Absetzsymptom Übelkeit und innere Unruhe auch nach einer 5% Reduktion (ungefär 0,15mg) habe!

Ich kann mir kaum vorstellen davon irgendwann mal weg zu kommen! :cry: Ich meine das dauert doch Jahre! Hätte ich nach den 3 Monaten doch kalt abgesetzt. Ich weiß es wäre nicht leicht aber dafür müsste ich mich nicht fast ein Jahr damit quälen :( Glaubt ihr es liegt vlt an der Kombination mit Venlafaxin? Ich löse die 15mg Mirtazapin Tablette in einem 250ml Messbecher und Trinke die genaue Menge an Wasser durch einem Strohhalm. Vlt sollte ich es doch mit einer Spritze versuchen um noch genauer zu sein. Seit einem Jahr dreht sich alles nur darum. Jedesmal denke ich der Schritt wäre zu Schnell und zu groß gewesen. Ich kann in meinem Jungen alter weder Alkohol trinken, da ich das Gefühl habe dass es den Empfindlichen Mirtazapin Spiegel durcheinander bringt und ich mehr Absetzsymptome bekomme. Bei Venlafaxin war das nie ein Problem. Was glaubt ihr kann ich besser tun? Oder ist dieses langsame Tempo auch noch im normalen Bereich? Und glaubt ihr dass Antihistamin Tabletten gegen Übelkeit, wie zb. Vomex A ,ohne süchtig zu machen, mir beim absetzen helfen könnten? Benzodiazepine nehme ich nur bei Notfällen.

Ich freue mich sehr auf eure Hilfe :hug: Und danke für das Aufnehmen in diesem Forum! :group:
Zuletzt geändert von Murmeline am 05.01.2019 08:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Towanda
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Re: Kolikolapo: Enorme Schwierigkeit beim Mirtazapin absetzen

Beitrag von Towanda »

Hallo Kolikolapo,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

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Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

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Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,

liebe Grüsse,

Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
alle 5 Tage Mirtazapin C30 5 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.
lunetta

Re: Kolikolapo: Enorme Schwierigkeit beim Mirtazapin absetzen

Beitrag von lunetta »

Hallo und willkommen bei uns!

Ich setze auch Mirta ab, schon seit über 3 Jahren!!!! und ich kenne deine Probleme nur zu gut!
Auch ich kann keine 10 oder 5 % absetzen, sondern ich setze nur 0,1 mg ca. alle 1-2 Wochen ab, je nachdem wie es mir geht. Geht es gut mache ich wöchentlich, habe ich noch zu viele Symptome dann warte ich länger.

Eigentlich sollte man es nicht wie ich machen, sondern immer ca. 4 Wochen mit dem nächsten Schritt warten, um dem Körper eine Stabilisierungszeit zu geben, und damit die Symptome nicht kumulieren.

Mirta ist heimtückisch durch die lange HWZ, und Symptome kommen immer erst zeitversetzt.

Du bist keinesfalls langsam, aber stelle dich gleich mal drauf ein, dass das Absetzen ein jahrelanger Prozeß sein wird, und nicht so schnell geht, wie ud es dir wünsche würdest.
Je mehr Zeit du dir dafür nimmst, desto weniger wirst du mit Symptomen kämpfen, und bleibst alltagskompatibel.

Die Absetzübelkeit kennen wir hier gut, da helfen die meisten Antiemetika nicht.
Bei uns hat sich das Kauen von kleinen rohen Ingwerscheibchen gut bewährt, das kannten schon die alten Seefahrer bei schwerer Seekrankheit. Inger nicht schälen, denn in der Schale sind die meisten äth. Öle, die gegen die Übelkeit gut wirken.
Ingwer nur mit Essigwasser waschen - ich lege die Knollen kurz in eine Schüssel mit Wasser und gebe einen Schuß Essig dazu. Darin den Ingwer waschen, gut abtrocknen, und dann kleine Scheibchen schneiden, und über den Tag verteilt immer wieder ein paar Scheibchen essen - gut kauen, dann schlucken. Durch langes Kauen werden die äth. Öle gut gelöst, und man merkt schon nach 1-2 Scheibchen Erleichterung der Übelkeit. Ingwer ist zwar recht scharf. aber trotzdem angenehm zitronig, und hilft wirklich top!

Ein weiterer Geheimtipp ist das Kauen von frischen Basilikumblättchen. Einfach im Supermarkt ein Töpfchen frischen Basilikum kaufen und bei Bedarf 1-2 Blättchen kauen. Auch hier wirkt das äth. Öl.

Du kannst auch Ingwertee trinken, fertigen oder du überbrühst ein paar Scheibchen.

Anderes Hausmittel: 1 Stück Würfelzucker mit 1-2 Tropfen äth. Minzöl.


Die käuflichen Antiemetika wirken beim Absetzen komischerweise bei den meisten nicht, haben meistens Müdigkeit als NW, und MCP hat bei mir z.B. schwere NW gehabt - ich hatte furchtbare Genick, Kiefer- und Augenkrämpfe, es hat meinen Kopf nach hinten gebogen im Krampf, ich konnte meine Augen nicht mehr schließen, und die Kiefer waren im Krampf auseinandergezogen, ich dachte ich sterbe:(
Das hat stundenlang angedauert.

Beim Absetzen braucht man viel Geduld und einen langen Atem, wenn man zu schnell machen muß, merkt man schnell, dass man wieder auf eine höhere Dosis zurück muß, weil man es nicht aushält, und hat dann zeitlich nichts gewonnen.

Alles Liebe und Gute! LG
padma
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Re: Kolikolapo: Enorme Schwierigkeit beim Mirtazapin absetzen

Beitrag von padma »

hallo Kolikolapo, :)

auch von mir willkommen.

Die wichtigsten Infos hast du ja bereits erhalten, daher nur noch als Ergänzung:
Ich löse die 15mg Mirtazapin Tablette in einem 250ml Messbecher und Trinke die genaue Menge an Wasser durch einem Strohhalm. Vlt sollte ich es doch mit einer Spritze versuchen um noch genauer zu sein. Seit einem Jahr dreht sich alles nur darum. Jedesmal denke ich der Schritt wäre zu Schnell und zu groß gewesen.
Ich würde dir auf jeden Fall dazu eine Spritze zu verwenden. Ich halte das für genauer.
Hätte ich nach den 3 Monaten doch kalt abgesetzt. Ich weiß es wäre nicht leicht aber dafür müsste ich mich nicht fast ein Jahr damit quälen :(
Das ist nicht gesagt. Es ist gut möglich, dass du dich dann noch weitaus länger mit nachgelagerten Entzugssymptomen hättest quälen müssen.
Glaubt ihr es liegt vlt an der Kombination mit Venlafaxin?
Die innere Unruhe könnte am Venlafaxin liegen. Du nimmst es ja eigentlich nur, weil das zu schnelle absetzen nicht geklappt hatte. Es wäre eine Überlegung wert, ob du zunächst Venlafaxin schrittweise ein Stück reduzierst und solange bei Mirtazapin die Dosis geich lässt. Oder abwechselnd reduzieren, mit den entsprechenden Pausen dazwischen.

Da Mirtazapin häufig beim Absetzen eine Histaminintoleranz auslöst, wäre es gut, darauf mal zu achten.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
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Re: Kolikolapo: Enorme Schwierigkeit beim Mirtazapin absetzen

Beitrag von lakeSonne1 »

hi,

Ingwer als Lutschpastillen funktionieren auch gut gegen Übelkeit.
Gibts in fast jeder Drogerie (DM etc..)
Ist auch nicht scharf.
Meine Kids nehmen das, falls es ihnen beim Autofahren schlecht wird und ich halt bei Absetzbeschwerden.

Gruß,
lake
Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: ab 20.3.16: 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE auf 15mg: 3.9.2016 - 2.3.2017
2017: 15mg auf 10,3mg
2018: 10,0mg auf 7,7mg
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11.1.19: 7,5mg: massives Herzstolpern, Angst, Schlafstörungen, Brustraumbeschwerden
29.1.19: Herzstolpern weg. immer noch Brustraumbeschwerden, Atemnot, Kurzatmig, hohe Grundanspannung (8/10), Panikattacken. Neu: Schultern/Arme Nervenschmerzen beidseitig , Bodyzaps Körpermitte,
31.1.19: fast alle Symtome weg, niedrige Grundanspannung (3/10)
3.2.-20.2 : Übelkeit, Panik, Brustraumbeschwerden, Atemnot, Hypersensibilität(Haut, Geruchssinn, Schmerzempfinden), Schulterverspannungen, Zaps, Nervenschmerzen, Magen/Darm, Migräne, Schlapp
18.2.-19.2.: Zusätzlich teilweise Depri.
21.2. -: Es wird insgesamt besser; PAs und Nervenschmerzen noch da, Depri weg.
22.2-25.2: PAs mit Atemnot, Brustschmerzen
25.2. - 10.3: es stabilisiert sich langsam: körperliche Symtome gehen zurück, dafür vermehrt PAs
10.3.- 25.3: Massive PAs, teilweise über Stunden
1.4.: seit 4 Tagen keine Symptome mehr. ich fühle mich gut.
14.4.: es wird immer besser; fühle mich gut. Ab und zu kleine Einbrüche, nicht der Rede wert
1.8.: zurück auf 10mg. 2019 keine weiter Reduktion
20.12.2020: zurück auf 15mg wg starken Ängsten/Panik. Stimmungsschwankungen
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Re: Kolikolapo: Enorme Schwierigkeit beim Mirtazapin absetzen

Beitrag von kolikolapo »

Oh danke für die schnellen Antworten! :)

Ja ich bin vor 2 Wochen wieder mit 5% runter und hatte nur einige Nebenwirkungen. Die treten bei mir immer nach 2 Wochen ein. Anscheinend wird dies mein Tempo sein. Vlt gucke ich auch wie es mir damit geht und werde immer alle 3 Wochen runter gehen.

Danke für die Tipps mit dem Ingwer. Ich werde dies mal versuchen! :hug: MCP nahm ich auch mal aber es half im Gegensatz zu Vomex A nicht. Doch ich will diese Probleme ungern wieder mit Tabletten lösen da ich ja endlich weg von der Chemie will :(

Venlafaxin nahm ich ja schon mal 2 Jahre lang und da hatte ich nicht solch eine Unruhe. Ich glaube ich werde erstmal das Mirta absetzen und danach mich wieder langsam an Venlafaxin rantrauen. Beim Venlafaxin absetzten selbst hatte ich keineswegs Probleme, aber dass ich auf einmal 2 Monate nach der letzten Dosis solche nie gekannten Probleme bekomme, hätte ich nicht erwartet. Und das einzige was ich dagegen machen kann, ist wohl das Venlafaxin viel langsamer auszuschleichen :(

Liebe Grüße Kolikolapo
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Re: Kolikolapo: Enorme Schwierigkeit beim Mirtazapin absetzen

Beitrag von kolikolapo »

Hallo, ich hätte da noch einige Fragen.

Ich bin jetzt vor 18 Tagen mit 1,5mg runter gegangen. Erstmal schien alles ok. Doch vor 3 Tagen habe ich an einem Abend etwas Alkohol getrunken und nun merke ich wieder die Typischen Absetzsymptome, wie Appetitsverlust und fühle mich so als hätte ich eine Grippe. Nun Frage ich mich ob diese unglaublichen Schwierigkeiten abzusetzen darin liegen, dass ich ab und zu mal Alkohol trinke? Bei SNRIs war das nie ein Problem für mich. Ab Mirtazapin habe ich es so gut wie möglich versucht zu vermeiden. Aber wenn ich mich an meine Daten erinnere und wann ich Alkohol getrunken habe, merke ich dass die Probleme beim Absetzen immer kurz nach dem Alkohol Konsum entstanden. Vlt liegt es einfach nur daran dass ich es so schwer habe? Denn 0,15 mg pro Monat ist doch nur wirklich enorm langsam? Habt ihr da Erfahrungen damit?

Laut meinen Erfahrungen wird es eigentlich dann von Tag zu Tag schlimmer. Mache mir jetzt etwas Sorgen.

lunetta hat geschrieben: 05.01.2019 11:50
Ich setze auch Mirta ab, schon seit über 3 Jahren!!!! und ich kenne deine Probleme nur zu gut!
Auch ich kann keine 10 oder 5 % absetzen, sondern ich setze nur 0,1 mg ca. alle 1-2 Wochen ab, je nachdem wie es mir geht. Geht es gut mache ich wöchentlich, habe ich noch zu viele Symptome dann warte ich länger.
Vlt sollte ich das auch mal Probieren. Obwohl 5% also (ungefär) 1.5 mg schon bei mir Problematisch wird. Wann tauchen eigentlich deine Absetzsymptome auf? Fangen die nicht ungefär dort an wenn du schon den nächsten Schritt machst?

LG
Zuletzt geändert von kolikolapo am 13.01.2019 20:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kolikolapo: Enorme Schwierigkeit beim Mirtazapin absetzen

Beitrag von Towanda »

Hallo Kollikolapo,

kannst Du bitte eine Signatur anlegen wie oben beschrieben? Es ist ziemlich mühsam, immer den ganzen thread durchlesen zu müssen, um eine adäquate Empfehlung zu geben.

Wie viel und was alles nimmst Du zur Zeit?

Die 5-10 % Reduzierung bezieht sich immer auf die zuletzt genommene Dosis, nicht auf die Ausgangsdosis. Und man sollte nicht "ungefähr" reduzieren, sondern die Dosis sehr genau abmessen. Vielleicht liest Du oben noch mal den 2. Beitrag und die verlinkten Informationen genau durch, da steht sehr viel, was man für ein geplantes Ausschleichen wissen muß.

Ja, Alkohol kann zusammen mit AD Nebenwirkungen haben.

LG Towanda
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Re: Kolikolapo: Enorme Schwierigkeit beim Mirtazapin absetzen

Beitrag von kolikolapo »

Hallo Towanda1,

ja ich werde eine Signatur anlegen, obwohl ich nur noch ungefähre Daten meiner letzen Reduzierungen habe.

Ich schrieb "ungefähr" weil ich kurzzeitig vergessen habe wie viel Milligramm jetzt nochmal die 5% von der letzten Dosis waren, da ich in Millilitern rechne. Also um genau zu sein war die letzte Reduktion um 0.12 mg. Ich berechne die Dosis natürlich immer sehr genau. Da ich mich schon lange in diesem Forum erkundige wie man richtig Ausschleicht. Ich bin am verzweifeln und melde mich deshalb hier, weil ich es immer noch nicht schaffe die Sache langsam genug anzugehen und es vlt auch andere Gründe gibt die mir diese Probleme bereiten.

Momentarn bin ich bei 2.75 mg und merke dass ich auch bei der letzten Reduktion noch Schwierigkeiten habe und Absetzsymptome habe. Aber meiner Überlegung nach liegt es vlt wirklich an dem einmaligen Alkohol Konsum. Da die Geschwindigkeit des Absetzens meiner Meinung nach schon recht langsam ist.

LG Kolikolapo
Jamie
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Re: Kolikolapo: Enorme Schwierigkeit beim Mirtazapin absetzen

Beitrag von Jamie »

Hallo Kolikolapo, :)
Momentarn bin ich bei 2.75 mg und merke dass ich auch bei der letzten Reduktion noch Schwierigkeiten habe und Absetzsymptome habe. Aber meiner Überlegung nach liegt es vlt wirklich an dem einmaligen Alkohol Konsum. Da die Geschwindigkeit des Absetzens meiner Meinung nach schon recht langsam ist
Wenn du das mit der Signatur schaffst (halbgenaue Angaben über weiter Zurückliegendes reichen meist, wichtiger ist, wenigstens die aktuelle Dosis genau zu kennen und auch die Mengen der Dosen davor, zumindest in etwa), dann können wir alle noch mal drauf schauen.

Wenn du dich seit der letzten Reduktion noch nicht stabil fühlst, solltest du unbedingt mal einen Absetzstopp einlegen und noch etwas warten.
Es ist egal, ob sowas durch einen grippalen Infekt, einen Trauerfall, Alkoholkonsum o.Ä. ausgelöst wird - wir würden allen Betroffenen dann raten, langsam zu machen und Absetzschritte nach hinten zu verschieben bzw. mal ein paar Wochen zu pausieren.

Es ist wirklich wichtig nicht die Geduld zu verlieren, damit bringt man sich sonst nur in große Nöte.
Deswegen haben wir hier ja auch unser Schneckensymbol eingeführt :schnecke: .
"Auch die Schnecke erreicht die Arche Noah" (Phil Bosmans) ;)

Alles Gute
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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