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Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

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Rose_Madder
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Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von Rose_Madder » Montag, 07.01.19, 22:54

Hallo zusammen,

Vielen Dank für die Aufnahme. Ich glaube ich bin hier richtig :)

Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. Ich habe 6 Jahre lang ohne Unterbrechung Citalopram eingenommen. Es wurde mir verschrieben zur Begandlung einer PTBS und daraus resultierender Angst-und Zwangsstörung. Mitunter auch depressive Phasen.

Zuerst 10mg: Es half mir ein wenig, aber ich habe noch nicht genug funktioniert um mit meiner schwierigen privaten und neuen beruflichen Situation klarzukommen. Ich suchte verzweifelt nach einem ambulanten Therapieplatz, weil ich niemals in eine Klinik wollte. Ich dachte damals dass mir ein Klinikaufenthalt beruflich nicht gerade helfen würde.

Nach ca. einem Jahr hielt ich es nicht mehr aus und die Dosis wurde auf 20mg erhöht. Das half mir insofern, dass ich weiterfunktionieren konnte und mich nicht wirklich mit meinen Ängsten und Problemen auseinandersetzen musste. Aber die waren ja nicht weg, sondern nur schön überdeckt vom Citalopram.

Nach 4Jahren mit 20mg begann ich endlich eine Therapie. Die Therapeutin hatte es schwer mit mir, da ich komplett den Zugang zu meinen Gefühlen verloren hatte.
Nach 5 Jahren mit 20mg, als mein Leben mir schon überhaupt nicht mehr gefallen hat, weil ich alles einfach so hingenommen hab und ich in der Therapie noch keine Fortschritte gemacht habe, wurde es so schlimm dass ich auf 30mg erhöhen musste. Das hat mich so von mir selbst und allen anderen entfremdet, dass ich dann doch in einen Klinik musste. Dort wurde die Dosis beibehalten und ich bekam zur Beruhigung Atosil Tropfen.

In der Klinik ist mir vor allem durch den Abstand zu meiner Lebenssituation klar geworden dass ich einfach komplett unzufrieden war. Also habe ich angefangen mein Leben umzukrempeln. Ich wusste aber überhaupt nicht was ich will. Ich wusste nur dass ich es mit Citalopram niemals rausfinden würde.

Ich habe die 30mg innerhalb von 8 Wochen abgesetzt und hatte zuerst nur die körperlichen Symptome. Brainzaps, schwitzen, Schwindel, Magenschmerzen, Appetitverlust, Gewichtsabnahme und Sehstörungen. Das alles legte sich aber wieder und ich freute mich und merkte auch dass meine Gefühle wieder kommen und ich wieder ein bisschen aufblühe. Ca. 3 Monate nach 0 schlugen dann aber die psychischen Symptome wie eine Bombe ein: Schlafstörungen, Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Derealisation, Depersonalisation, Paranoia, Panikattacken. Ich habe mich noch nie vergleichbar schrecklich und verzweifelt gefühlt. Ich habe mich sogar über das Jahresende in eine Klinik eingeliefert weil ich Angst hatte mir oder jemand anderem etwas anzutun.

Alles in Allem war ich ca. 5 Monate auf Null. Dann habe ich schweren Herzens Wieder erst 10mg und dann 20mg eindosiert.

Das war im Januar 2018. ich hatte mich wieder ganz gut stabilisiert und habe dann Mitte November angefangen nur noch 10mg einzunehmen. Nach ca 8 Wochen begannen wieder die Symptome einzusetzen und bis Ende des Jahres wurde es nicht besser.
Durch dieses Forum habe ich von der Wasserlösemethode erfahren und dass von 20 auf 10mg ein zu großer Schritt ist.

Vor 1 Woche habe ich auf 11mg erhöht und meine eine leichte Besserung zu spüren.
Wie lange sollte ich warten bevor ich evtl. Noch höher gehe?
Vielen Dank schonmal und ganz liebe Grüße
Zuletzt geändert von Jamie am Dienstag, 08.01.19, 9:43, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
Frühjahr 2011: Start Citalopram 10mg
Frühjahr 2012: Erhöhung auf 20mg
Sommer 2015: Start ambulante Psychotherapie
Frühjahr 2016: Erhöhung auf 30mg
September 2016: Klinkaufenthalt Bedarfsmäßig Atosil
Juli- September 2017: Citalopram ausgeschlichen
Januar 2018: erst 2 Wochen 10mg dann Erhöhung auf 20mg.
November 2018: Reduktion auf 10mg
31.12.2018: Erhöhung auf 11mg
Nahrungsergänzungsmittel scheinen ein klein wenig zu helfen. Ich nehme Vitamin B Komplex, Vitamin D&K2, Zink und Omega 3 morgens und Magnesium abends. außerdem 1mal im Monat eine B12 Injektion, aufgrund meiner Veganen Ernährung.
Ich habe aufgehört zu rauchen und vermeide Alkohol, Koffein und Zucker.
Zusätzlich gehe ich regelmäßig laufen und mache Yoga und ich meditiere täglich.

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Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 08.01.19, 9:49

Hallo Rose Madder,

willkommen im Forum :)

Gut, dass du dich bereits eingelesen hast, das Aufdosieren ist auch richtig.
Ich würde mind. noch 7-10 Tage warten, ehe ich erneut aufdosiere.

Du hast ja bereits erlebt, dass Reaktionen teilweise erst stark zeitverzögert einsetzen (Absetzcrash nach 3 Monaten bei dir, kommt oft vor) - auch Aufdosieren braucht seine Zeit.
Das ZNS reagiert manchmal recht träge auf diese Veränderungen, manchmal auch innerhalb von Stunden. Zu welchem Typ Mensch man gehört, das weiß leider keiner im Vornherein.

Gib dir etwas Zeit und du kannst dann auch ggf. um ein weiteres mg erhöhen.
Unsere Empfehlungen sind auch nur Empfehlungen; wenn du es anders gestalten willst, steht dir das natürlich frei. Aber wenn nach Rat gefragt wird, dann geben wir hier gerne die Infos weiter, die wir haben. :)

Ich finde es auch prima, dass du die Zusammenhänge so klar erkennen kannst und Konsequenzen gezogen hast.
Die Vorgehensweise der Ärzte, stärker werdende Symptome durch Erhöhung der Dosis kompensieren zu wollen, ist erschreckend einfältig gedacht. Dadurch löst sich ja nicht das Grundproblem auf, aber das weißt du ja selbst :roll: .
Ich hoffe, dass du schon ein paar Schritte gehen konntest in die Richtung, in die du wünschst, dass dein Leben sich künftig entwickeln soll.

Wenn du Fragen hast, gerne melden :)

Grüße
Jamie
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Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von Rose_Madder » Dienstag, 08.01.19, 21:34

Hallo Jamie,

Vielen Dank für die schnelle Antwort :)
Im Moment ist es eigentlich ganz erträglich mit den 11mg. Habe nur ziemliche Stimmungsschwankungen und ich bin sehr auf der Hut und habe die ganze Zeit die schrecklichen Entzugserscheinungen vom letzten Mal im Hinterkopf. Immer wenn es sich auch nur ein bisschen so anfühlt bekomme ich Angst dass es wieder so wird.
Zusätzlich habe ich auch das Problem dass mir niemand so recht glaubt dass die Tabletten so einen großen Einfluss haben.
Wie geht man mit sowas um?

Liebe Grüße Rose
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Frühjahr 2012: Erhöhung auf 20mg
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Frühjahr 2016: Erhöhung auf 30mg
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Juli- September 2017: Citalopram ausgeschlichen
Januar 2018: erst 2 Wochen 10mg dann Erhöhung auf 20mg.
November 2018: Reduktion auf 10mg
31.12.2018: Erhöhung auf 11mg
Nahrungsergänzungsmittel scheinen ein klein wenig zu helfen. Ich nehme Vitamin B Komplex, Vitamin D&K2, Zink und Omega 3 morgens und Magnesium abends. außerdem 1mal im Monat eine B12 Injektion, aufgrund meiner Veganen Ernährung.
Ich habe aufgehört zu rauchen und vermeide Alkohol, Koffein und Zucker.
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Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 09.01.19, 13:00

Hallo Rose,

das geht leider vielen so.
Das Thema Absetzerscheinungen ist ja nicht mal allen Ärzten bekannt, wie soll es da von nicht Betroffenen verstanden werden.
:x

Ich lasse dir mal einen Link da, der das Ganze ganz gut erklärt.
Vielleicht nehmen sich wenigstens deine nächsten Angehörigen oder Freunde mal die Zeit dort hineinzuschauen.

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 621#p77227

LG Ute
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Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von Rose_Madder » Freitag, 11.01.19, 16:40

Hallo mal wieder,

bin immernoch bei den 11mg, habe aber momentan echt Probleme und weiß nicht wie ich mich verhalten soll.
Es kommen recht heftige Zwangsgedanken und Ängste hoch und ich habe auch Probleme mit der Verdauung, Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen. Ich schwitze Nachts sehr stark und Tagsüber bin ich manchmal so richtig in meinen Gedanken gefangen. Erinnert mich sehr stark an das letzte Mal, aber da habe ich ja ganz abgesetzt und jetzt „nur“ die Dosis halbiert und dann nach 8 Wochen um 1mg erhöht. Am liebsten würde ich jetzt weiter erhöhen, aber ich will es auch nicht schlimmer machen.
Wie ist eure Erfahrung? Liegt das noch an der Halbierung oder am Aufdosieren? Soll ich noch warten?
Liebe Grüße
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Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Freitag, 11.01.19, 17:33

hallo Rose, :)

Das heisst, es hatte sich nach der Aufdosierung erst etwas verbessert und nun wieder verschlechtert?
Liegt das noch an der Halbierung oder am Aufdosieren?
Möglich ist beides. Ich glaube, ich würde noch ein paar Tage warten, um deinem ZNS noch etwas Zeit zu geben. Wenn es dann immer noch so ist wie jetzt, würde ich es mit einer Hochdosierung um 1 mg versuchen.

Du nimmst einiges an NEM. Vit B und Vit D können Entzugssymptome verstärken. Du könntest sie probeweise weglassen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von Rose_Madder » Freitag, 11.01.19, 18:09

Hallo Padma,

Ich hatte das Gefühl dass es etwas besser war nachdem ich erhöht habe. Jetzt ist es aber eigentlich wieder so wie davor. Ich werde wohl noch warten, obwohl es sich so eklig anfühlt :/
Die NEM nehme ich schon seit ca 1 Jahr und sie haben sich zu Zeiten der 20mg positiv ausgewirkt. Kann sich das jetzt durch den Entzug plötzlich ändern und Unverträglich sein?
Liebe Grüße
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Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von suisse » Freitag, 11.01.19, 20:07

Hallo,

ich würde auch noch ein wenig abwarten, da du recht große Sprünge beim Ab- und Aufdosieren gemacht hast.

Zum Thema NEMs:
Ich vertrage seit dem Absetzen überhaupt keine NEMs mehr. Bei Vitamin D hatte ich sogar eine schlimme Welle bekommen.
Jeder reagiert natürlich anders, aber wenn du diese nicht dringend brauchst, würde ich erst mal probieren wie es ohne ist... vielleicht triggern sie bei dir auch.

LG Anna
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Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von Rose_Madder » Freitag, 11.01.19, 22:15

Hallo Anna,

Ich warte jetzt noch bis Sonntag, dann sind es 2 Wochen auf 11mg. Wenn es dann nicht besser ist werde ich das Vitamin D&K2 mal probeweise weglassen.
Mit dem neuen Aufdosieren will ich lieber noch warten.
Im Moment geht es ja noch.

Danke für den Rat und liebe Grüße Rose
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Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von Rose_Madder » Montag, 14.01.19, 22:13

Hallo, wollte nur ein kurzes Update geben :)
Bin immernoch auf 11mg und glaube dass ich erstmal weiter versuche dabei zu bleiben. Momentan ist alles im erträglichen Rahmen.
Ich glaube es hat mir schon sehr geholfen plötzlich Mitstreiter zu haben ❤️
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Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 15.01.19, 9:44

Hallo Rose,

das ist schön zu lesen :).

Melde dich gerne bei weiteren Fragen oder wenn Probleme auftauchen oder du schlichtweg moralische Unterstützung brauchst. :group:

Es kann sehr entlastend sein zu wissen, dass es anderen genau so geht wie dir und du kein "Mutant" bist :zombie: , der irgendwie komplett exotische Symptome hat. ;)

Du bist nicht alleine!

Viele Grüße
Jamie
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Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von Rose_Madder » Freitag, 18.01.19, 8:09

Danke Jamie :)
Seit 2 Tagen merke ich jetzt wieder den Brainfog und die Zwangsgedanken nehmen zu. Ich spüre richtig dass das nicht von mir kommt und einfach auftaucht. Und ich merke in Momenten in denen ich mich über etwas freue, dass das dann plötzlich auch wie von alleine von diesem ekligen dunklen Gefühl erstickt wird.
Vorgestern Nacht hab ich kaum ein Auge zugekriegt und lag neben meinem Freund im Bett. Dann müsste ich zur Toulette und hab mich fast nicht getraut, weil ich dann durch die Küche musste, wo ich ja ein Messer nehmen könnte und ihm was antun. Hä??? Sowas würd mir von allein nicht einfallen. Und diese fast schon wieder panische Angst ist auch nicht normal.
Die körperlichen Symptome sind zurückgegangen, aber das psychische find ich fast schlimmer.
Ich bin hin und hergerissen ob ich auf 12mg erhöhen soll.
Liebe Grüße
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Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von lakeSonne1 » Freitag, 18.01.19, 10:16

Hi Rose,

das kenne ich auch mit den ZGs.
ich hab meine Erfahrungen dazu mal in einem extra Beitrag zusammengefaßt:

https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=15068


Gruß,
lake
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Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch

2016: ab 20.3.16: 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE auf 15mg: 3.9.2016 - 2.3.2017
2017: 15mg auf 10,3mg
2018: 10,0mg auf 7,6mg
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11.1.19: 7,5mg: massives Herzstolpern, Angst, Schlafstörungen, Brustraumbeschwerden

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Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von Straycat » Freitag, 18.01.19, 18:21

Hallo Rose,

du machst schon alles sehr richtig beim neuerlichen Absetzen jetzt (wiedereindosieren von einer Minidosis).
Ich glaube was du brauchst ist einfach auch Geduld mit dir selbst. Dein ZNS ist sicherlich durch den großen Reduktionsschritt einfach noch sehr durch den Wind. Und solange das so ist, sind diese Zustände leider auch sehr unangenehm. Aber die werden auch wieder weggehen.

Insbesondere, wenn niemand deine Zustände gut nachvollziehen kann oder dir sogar nicht mal glaubt, ist es schwierig. Da fragt man sich dann schnell, ob man nicht mehr ganz richtig tickt. Aber ich verspreche dir, das ist wirklich normal. Es gibt sooo viele hier im Forum, die beim Absetzen genau das gleiche erleben. Ich fühlte mich bei meinem zu schnellen Entzug vor 2 Jahren auch wie ein Junkie auf Heroin-Entzug und habe ernsthaft an meiner geistigen Gesundheit gezweifelt. Letztlich ist es aber ein normaler Vorgang und je nach Mensch reagiert das ZNS unterschiedlich sensibel. Und für dein weiteres Absetzen wirst du genau deinen Weg finden - nur Mut!

Ich wünsch dir weiterhin alles Gute!
Cat
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Symptome : Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas; Panikattacken/ Neuralgien seit 2017 Diagnose: unipolare Depression (2006), Panikstörung (2017)
Behandlung mit Escitalopram 10mg, später Steigerung auf 15mg und 20mg - ingsgesamt 10 Jahre
08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
03-04/2017: starke Panikattacken, Diagnose: Burnout. Ich vermute aber eher verspätete Absetzerscheinungen und arbeitsseitige Überbelastung. Danach folgten 6 Monate Krankenstand und intensive Psychotherapie.
Seit 03/2017: 2 Wochen 37,5mg Venlafaxin, seither 75mg Venlafaxin
04-05/2017: 50mg Trittico, wieder abgesetzt
Seit 06.05.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% (also Reduktion um 7,5 mg) - derzeit also 67,5 mg Venlafaxin
Seit 05.06.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6,7 mg) - derzeit 60,75 mg Venlafaxin
Seit 05.07.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6 mg) - derzeit 54,7 mg Venlafaxin
Seit 01.08.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 5,5 mg) - derzeit 49,2 mg Venlafaxin
Seit 10.08.2018: leichte Anhebung wieder auf 54 mg Venlafaxin (aufgrund eines Kreislaufkollaps, von dem ich mir nicht sicher bin, ob eine Panikattacke dabei war)
Seit 19.09.2018: Reduktion Venlafaxin auf 50 mg (ca. um 7%)
Seit 14.11.2018: Reduktion Venlafaxin auf 42 mg
Seit 14.12.2018: Reduktion Venlafaxin auf 36 mg - seit Ende Dezember immer wieder leichte bis mittlere Panikattacken
Seit 03.01.2019: Erhöhung Venlafaxin auf 37,5 mg (wegen Absetzsymptomen, Panikattacken) - erstmal Reduktionspause, bis sich alles wieder stabilisiert hat
Link zu meinem Thread

Rose_Madder
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Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von Rose_Madder » Freitag, 18.01.19, 22:24

Hallo lake,
Hab ein wenig in deinem Thread gestöbert und bin beeindruckt wie du das mit den Zwangsgedanken hingekriegt hast 💪 ich habe eigentlich auch kaum noch Probleme damit gehabt bis ich das Citalopram wieder angefangen hab abzusetzen. Es ist die Panik die mich fertig macht. Die hatte ich vor dem Medikament nicht und sie macht die Zwangsgedanken erst so furchteinflößend.
Ich hatte einen guten Umgang und schon fast sowas wie Freundlichkeit den Zwangsgedanken gegenüber entwickelt. Und jetzt passiert das alles irgendwie ohne dass ich Einfluss darauf habe. Gedanke —> Panik. Vorher wars mehr so: Gedanke —> kurz angucken —> als irrelevant abhaken.
Habe ja auch mittlerweile schon 3 Jahre Therapie hinter mir. Und ich habe auch ziemlich große Fortschritte gemacht. Es kann nur an den Tabletten liegen. Das sagt mir einfach mein gesunder Menschenverstand.
Aber Aufgeben ist keine Option..
Danke und liebe Grüße
Rose
Zuletzt geändert von Rose_Madder am Freitag, 18.01.19, 22:33, insgesamt 1-mal geändert.
Frühjahr 2011: Start Citalopram 10mg
Frühjahr 2012: Erhöhung auf 20mg
Sommer 2015: Start ambulante Psychotherapie
Frühjahr 2016: Erhöhung auf 30mg
September 2016: Klinkaufenthalt Bedarfsmäßig Atosil
Juli- September 2017: Citalopram ausgeschlichen
Januar 2018: erst 2 Wochen 10mg dann Erhöhung auf 20mg.
November 2018: Reduktion auf 10mg
31.12.2018: Erhöhung auf 11mg
Nahrungsergänzungsmittel scheinen ein klein wenig zu helfen. Ich nehme Vitamin B Komplex, Vitamin D&K2, Zink und Omega 3 morgens und Magnesium abends. außerdem 1mal im Monat eine B12 Injektion, aufgrund meiner Veganen Ernährung.
Ich habe aufgehört zu rauchen und vermeide Alkohol, Koffein und Zucker.
Zusätzlich gehe ich regelmäßig laufen und mache Yoga und ich meditiere täglich.

Rose_Madder
Beiträge: 12
Registriert: Montag, 07.01.19, 22:07

Re: Rose Madder: Citalopram nach ca. 8 Jahren absetzen

Beitrag von Rose_Madder » Freitag, 18.01.19, 22:28

Hallo Jamie,
Ich werde definitiv noch bei den 11mg bleiben. Ich habe mir einige Berichte der anderen durchgelesen und möchte sehen ob es mir nicht vielleicht auch nach ein paar Wochen besser geht. Heute war der Tag auch ganz in Ordnung. Es ist einfach so ein auf und ab. Sehr anstrengend.
Vielen Dank für deine lieben Worte.
Liebe Grüße
Rose
Frühjahr 2011: Start Citalopram 10mg
Frühjahr 2012: Erhöhung auf 20mg
Sommer 2015: Start ambulante Psychotherapie
Frühjahr 2016: Erhöhung auf 30mg
September 2016: Klinkaufenthalt Bedarfsmäßig Atosil
Juli- September 2017: Citalopram ausgeschlichen
Januar 2018: erst 2 Wochen 10mg dann Erhöhung auf 20mg.
November 2018: Reduktion auf 10mg
31.12.2018: Erhöhung auf 11mg
Nahrungsergänzungsmittel scheinen ein klein wenig zu helfen. Ich nehme Vitamin B Komplex, Vitamin D&K2, Zink und Omega 3 morgens und Magnesium abends. außerdem 1mal im Monat eine B12 Injektion, aufgrund meiner Veganen Ernährung.
Ich habe aufgehört zu rauchen und vermeide Alkohol, Koffein und Zucker.
Zusätzlich gehe ich regelmäßig laufen und mache Yoga und ich meditiere täglich.

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