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Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

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Lucy_Kay
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Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Lucy_Kay »

Hallo,

ich fühle mich mit meiner derzeitigen Medikation gar nicht mehr wohl bzw. nehme an, dass ich, wenn überhaupt, sehr niedrige Dosen brauche. Ich nehme 7,5 mg Mirtazapin abends und bis heute 20 mg Fluoxetin morgens und spüre verschiedenste Nebenwirkungen (siehe Signatur). Ich habe heute mit meinem Arzt telefoniert und er meinte, dass ich ab morgen 10 mg Fluoxetin nehmen soll. Ich bin mir aber so unsicher, ob das richtig ist. Irgendwie ähneln meine derzeitigen Symptome der Beschreibung eines Serotonin-Syndroms, und ich weiß nicht, ob ich besser das Mirtazapin oder das Fluoxetin reduzieren soll (oder beides?). Vielleicht kann mir jemand von euch helfen.

Viele Grüße
Lucy
Zuletzt geändert von padma am 25.01.2019 19:00, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzername ergänzt
2013: Panikattacken, 1. depressive Episode, kurzzeitige Behandlung mit Paroxetin und Opipramol, ich weiß die Dosierung nicht mehr, habe beides nur sehr kurz genommen und ohne Schwierigkeiten abgesetzt. Konnte sehr kurzfristig eine Verhaltenstherapie machen, die mir damals sehr geholfen hat.

November 2018: Panikattacken, ständig Angst, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Anfang Dezember in die Klinik, kurz vor Weihnachten nach Hause.
Ab 4.12.: Fluoxetin 10 mg morgens, Mirtazapin 7,5 mg abends
Ab 11.12.: Fluoxetin 15 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
Ab 18.12.: Fluoxetin 20 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
Seit 1.1.19: Fluoxetin 20 mg morgens, Mirtazapin 7,5 mg abends

Mir ging es in der Klinik sehr schnell besser. Seit einigen Tagen merke ich, dass es mir schlechter geht, ich habe von Anfang an diverse Nebenwirkungen gespürt (Muskelschmerzen, manchmal Probleme beim Schlucken, Ausschlag an Mund, Nase und Kinn, meine Beine haben sich heiß gefühlt, fast gebrannt. Seit heute (25.1.) starke Angespanntheit, Schwindel, Benommenheit, Schmerzen in Armen und Beinen, leichte Kopfschmerzen, sobald ich mich ein bisschen bewege oder etwas hebe, tut mir alles weh und ich will mich nur hinlegen.

Seit 27.01.19: 15 mg Fluoxetin morgens, 7,5 mg Mirtazapin abends, zusätzlich regelmäßig Basenbäder, Magnesium, Vitamin B12 und D, Rosenwurz, pflanzliche, vollwertige Ernährung. Beschwerden bessern sich.

Ca. Mai/Juni: Mirtazapin abgesetzt

Ca. Anfang Juni 2019: Fluoxetin auf 10 mg reduziert

Mitte Juli 2019: Fluoxetin abgesetzt. Hatte es immer wieder vergessen und dann nicht mehr genommen. Es ging mir sehr gut, alles war normal, wie früher, ich war voller Energie, hatte gute Laune.

Seit Anfang September 2019: Wahrscheinlich Absetzsymptome: vertrage einige Lebensmittel nicht, bekomme Durchfall, mir wird alles zuviel, sehr schnell gereizt, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, - angespanntheit, inneres Zittern/Schauern, Schüttelfrost
Mitte September: Ängste kommen wieder, nicht ganz so stark wie im Nov. 2018

Dezember 2019/Januar 2020: Grippale Infektion, furchtbarer Symptomtrigger, dauerte Wochen, bis ich mich besser fühlte

April/Mai 2020: Wieder wahrscheinlich Virusinfektion, die Symptome triggert:
Übelkeit, Ängstlichkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gefühl, nicht richtig atmen zu können (kommt spürbar vom Magen), mehr Besenreiser/geplatzte Äderchen, Druck auf den Augen, rote, müde Augen, Gliederschmerzen, manchmal Gummigefühl in den Beinen.

Zwischen Januar und April ging es mir eigentlich ziemlich gut. Sobald ich irgendeinen Infekt habe, kommen nacheinander oder gleichzeitig (immer unterschiedlich) alle möglichen Symptome.
Anikke
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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Anikke »

Hallo Lucy_Kay,

willkommen im ADFD. Gut dass du her gefunden hast.

Leider nimmt du das Fluoxetin schon länger als 6 Wochen, d.h. es ist fest in deinen Stoffwechsel eingebaut. Wir empfehlen hier, immer 10% der letzten Dosis alle 4-6 Wochen abzusetzen, u d immer nur ein Medikament, damit man absetzsymptome zuordnen kann.
Da du das Fluoxetin aber so kurz genommen hast, versuche doch eine Reduktion von 3-5 mg und schaue wie dir das bekommt.

Hast du auch Psychotherapie oder machst di sonst etwas um mit deinen Symptomen umzugehen? Medikamente deckeln ja die Symptome nur, sie heilen nicht..


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liebe Grüsse

Anikke
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Lucy_Kay
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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Lucy_Kay »

Hallo Anikke,

vielen lieben Dank für deine Antwort. Reduzierung um 3 bis 5 g hört sich gut an.

Ich habe leider noch keine Psychotherapie und auch sonst nix, und zudem habe ich eine kleine Tochter (3), um die ich mich, seit sie geboren wurde, oft alleine kümmere, da mein Mann sehr viel arbeitet. Ab Anfang März könnte ich in die Tagesklinik, was ich glaube ich auch machen werde.

Viele Grüße,
Lucy
2013: Panikattacken, 1. depressive Episode, kurzzeitige Behandlung mit Paroxetin und Opipramol, ich weiß die Dosierung nicht mehr, habe beides nur sehr kurz genommen und ohne Schwierigkeiten abgesetzt. Konnte sehr kurzfristig eine Verhaltenstherapie machen, die mir damals sehr geholfen hat.

November 2018: Panikattacken, ständig Angst, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Anfang Dezember in die Klinik, kurz vor Weihnachten nach Hause.
Ab 4.12.: Fluoxetin 10 mg morgens, Mirtazapin 7,5 mg abends
Ab 11.12.: Fluoxetin 15 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
Ab 18.12.: Fluoxetin 20 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
Seit 1.1.19: Fluoxetin 20 mg morgens, Mirtazapin 7,5 mg abends

Mir ging es in der Klinik sehr schnell besser. Seit einigen Tagen merke ich, dass es mir schlechter geht, ich habe von Anfang an diverse Nebenwirkungen gespürt (Muskelschmerzen, manchmal Probleme beim Schlucken, Ausschlag an Mund, Nase und Kinn, meine Beine haben sich heiß gefühlt, fast gebrannt. Seit heute (25.1.) starke Angespanntheit, Schwindel, Benommenheit, Schmerzen in Armen und Beinen, leichte Kopfschmerzen, sobald ich mich ein bisschen bewege oder etwas hebe, tut mir alles weh und ich will mich nur hinlegen.

Seit 27.01.19: 15 mg Fluoxetin morgens, 7,5 mg Mirtazapin abends, zusätzlich regelmäßig Basenbäder, Magnesium, Vitamin B12 und D, Rosenwurz, pflanzliche, vollwertige Ernährung. Beschwerden bessern sich.

Ca. Mai/Juni: Mirtazapin abgesetzt

Ca. Anfang Juni 2019: Fluoxetin auf 10 mg reduziert

Mitte Juli 2019: Fluoxetin abgesetzt. Hatte es immer wieder vergessen und dann nicht mehr genommen. Es ging mir sehr gut, alles war normal, wie früher, ich war voller Energie, hatte gute Laune.

Seit Anfang September 2019: Wahrscheinlich Absetzsymptome: vertrage einige Lebensmittel nicht, bekomme Durchfall, mir wird alles zuviel, sehr schnell gereizt, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, - angespanntheit, inneres Zittern/Schauern, Schüttelfrost
Mitte September: Ängste kommen wieder, nicht ganz so stark wie im Nov. 2018

Dezember 2019/Januar 2020: Grippale Infektion, furchtbarer Symptomtrigger, dauerte Wochen, bis ich mich besser fühlte

April/Mai 2020: Wieder wahrscheinlich Virusinfektion, die Symptome triggert:
Übelkeit, Ängstlichkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gefühl, nicht richtig atmen zu können (kommt spürbar vom Magen), mehr Besenreiser/geplatzte Äderchen, Druck auf den Augen, rote, müde Augen, Gliederschmerzen, manchmal Gummigefühl in den Beinen.

Zwischen Januar und April ging es mir eigentlich ziemlich gut. Sobald ich irgendeinen Infekt habe, kommen nacheinander oder gleichzeitig (immer unterschiedlich) alle möglichen Symptome.
Towanda
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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Towanda »

Hallo Lucy,

herzlich willkommen hier!

Du hast Anfang Januar das Mirtazapin um 50 % reduziert, gut möglich, daß Deine jetzigen Symptome Absetzsymptome sind. Keinesfalls würde ich nun auch noch das Fluoxetin in einem so großen Schritt reduzieren. Ging es Dir denn mit 15 mg Mirta besser? Wenn ja, wäre es eine Möglichkeit, das Mirtazapin um ein klein wenig aufzudosieren, also nur ein paar mg.

Es meldet sich sicher noch jemand vom Team, der dazu genauere Angaben machen kann. Bitte mach jetzt nichts schnelles, unüberlegtes, sondern warte auf weitere Antworten.

LG Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Lucy_Kay »

Hallo Towanda,

vielen lieben Dank auch für deine Antwort. Da ich seit Anfang Dezember beides nehme, kann ich nicht genau sagen, von was es mir besser bzw. schlechter geht. Mein Bauchgefühl sagt, dass mir Mirtazapin besser bekommt als Fluoxetin, da habe ich irgendwie immer eine Abneigung dagegen, es zu nehmen. Mir ging es in der Klinik eben wirklich sehr schnell sehr viel besser, also schon nach ein paar Tagen, deshalb meine ich auch, dass mir vielleicht kleine Dosierungen schon ausreichen ... (?) Je länger ich daheim bin, desto schlimmer wird es wieder. Und ich weiß einfach nicht, an was das nun liegt ... Nebenwirkungen? Absetzsymptome? Oder bräuchte ich einfach Psychotherapie dazu?

Viele Grüße
Lucy
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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Towanda »

Hallo Lucy,

sicher wäre Psychotherapie gut. Deine Probleme lösen sich nicht, nur weil Du ein paar Medikamente nimmst. PP können nur deckeln, Heilung muß auf einem anderen Weg gesucht und gefunden werden.

Klinik heißt ja immer, geschützte Umgebung, immer einen Ansprechpartner, nicht alleine sein müssen. Zuhause holt Dich der Alltag wieder ein, die Probleme, die Deinen Zustand ausgelöst haben, sind ja nicht weg, nur weil Du in der Klink warst. Und zuhause sind sie wieder präsent.

Meine Frage war nur: Wie ging es Dir mit 15 mg Mirtazapin? Es kann sein, daß diese große Reduzierung nun die Probleme macht.

LG Towanda
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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Lucy_Kay »

Hallo Towanda,

mit 15 mg Mirtazapin taten mir glaub ich eher gut. Ich denke ich probiere es heute Abend mit einer dreiviertel Tablette Mirtazapin und schaue, wie es mir bekommt.

Vielen lieben Dank und viele Grüße,
Lucy
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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Towanda »

Hallo Lucy,

bitte lies Dir die oben verlinkten Infoartikel Ausschleichen von Antidepressiva genau durch.

Wenn Du nicht die Wasserlösmethode anwendest oder eine Feinwaage hast, kannst Du nicht genau dosieren. Einfach so auseinanderbrechen ist nur optisch einigermaßen genau, beim nachwiegen zeigen sich meist deutliche Unterschiede. Genaue Dosierungen sind aber für Dein ZNS sehr wichtig.

Das steht alles in dem Artikel, deshalb ist es wichtig, den genau durchzulesen.

LG Towanda
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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Lucy_Kay »

Hallo Towanda,

danke dir für den Hinweis! Eine Feinwaage hab ich nicht, also werde ich es mal mit der Wasserlösmethode versuchen und nehme 11 mg?

Viele Grüße,
Lucy
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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Jamie »

Hallo Lucy_Kay, :)

ich denke auf jeden Fall, dass das Fluoxetin zu hoch ist und mittelfristig runter muss.
Man sollte nur niemals zwei Dinge gleichzeitig ändern, das heißt Fluoxetin runtersetzen und parallel Mirtazapin hochsetzen geht nicht.
Weil wenn dann Probleme auftauchen, dann weiß keiner, woher sie rühren.

Du wirst dich entscheiden müssen, welches Präparat du zuerst angehst und solltest dich dann dem anderen zuwenden.

Von dem Fluoxetin halte ich es vertretbar evtl. auf 15mg runterzugehen und ab dann langsamer und kleinschrittiger. Das Mirtazapin mit 11mg wäre auch ok, aber wie gesagt du musst dich entscheiden.
Vielleicht macht es tatsächlich Sinn erst einmal das Fluoxetin so zu lassen, das Mirtazapin auf 11mg hochzusetzen und dann zu beobachten, was dein Körper macht. Sollte es ihm nicht bekommen, muss das Aufdosieren rückgängig gemacht werden, ich würde das Mirtazapin dann erst mal ruhen lassen und stattdessen etwas vom Fluoxetin weglassen.

Ferner gebe ich zu bedenken, dass Mirtazapin nur unter 15mg eher dämpfend / sedierend wirkt.
Ab 30mg wirkt es angeblich eher antidepressiv als müde machend, unter 7,5mg stark müde machend. Zwischen 15-30mg sind die Erfahrungen sehr unterschiedlich und nicht klar einordbar.

Bitte dosiere auf jeden Fall genau. Mirtazapin lässt sich hervorragend in Wasser lösen (Wasserlösemethode). Du könntest dann morgen in die Apotheke gehen und los legen.

Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Lucy_Kay »

Hallo Jamie,

vielen lieben Dank auch für deine Antwort. Ich habe Fluoxetin nun auf 15 mg herunterdosiert und Mirtazapin beibehalten.

Ich nehme das Fluoxetin von Hexal und mit der Wasserlösmethode schmeckt das einfach ziemlich eklig. Hat Fluoxetin von anderen Herstellern weniger "Eigengeschmack"?

Viele Grüße
Lucy
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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Jamie »

Hallo Lucy Kay, :)
Hat Fluoxetin von anderen Herstellern weniger "Eigengeschmack"?
nein, die anderen Hersteller werden auch nicht besser schmecken.
Die Hilfs- und Pressstoffe der Tablette schmecken in der Regel gar nicht so gruselig (ist hauptsächlich Stärke oder Cellulose u.a.), aber der Wirkstoff an sich schmeckt halt schlecht.
Das wird man auch nicht ändern können, indem man die Firma wechselt.

Die Firma sollte man nach Möglichkeit eh nicht wechseln, da wir hier mittlerweile die Erfahrung gemacht haben, dass Herstellerwechsel vielen Betroffenen Probleme bereiten (weil die zB andere Pressstoffe verwenden und das die Bioverfügbarkeit verändern kann).
Optimalerweise bleibt man immer bei der selben Firma.

Wegen des Fluoxetins. Merkst du schon was? Wenn nein, wäre das nicht verwunderlich.
Aufgrund der langen Halbwertszeit wird es vermutlich etwas dauern, bis du evtl. Effekte spürst - nur zur Info, damit du nicht nervös wirst ;).

Grüße
Jamie
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Lucy_Kay
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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Lucy_Kay »

Hallo Jamie,

ah okay, wieder was gelernt, danke! :)

Hm, mir geht's insgesamt etwas besser, ich hab am Wochenende auch mit Basenbädern und insgesamt gesünderer Ernährung angefangen und besonders nach den Basenbädern geht's mir deutlich besser, sowohl psychisch als auch physisch.

Ich weiß bereits dank diesem Forum, dass man Johanniskraut nicht mit SSRIs nehmen sollte, aber wie verhält es sich mit z. B. Rosenwurz und Triphala? Ich möchte meinen Körper gern bestmöglich "versorgen".

Viele Grüße
Lucy
2013: Panikattacken, 1. depressive Episode, kurzzeitige Behandlung mit Paroxetin und Opipramol, ich weiß die Dosierung nicht mehr, habe beides nur sehr kurz genommen und ohne Schwierigkeiten abgesetzt. Konnte sehr kurzfristig eine Verhaltenstherapie machen, die mir damals sehr geholfen hat.

November 2018: Panikattacken, ständig Angst, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Anfang Dezember in die Klinik, kurz vor Weihnachten nach Hause.
Ab 4.12.: Fluoxetin 10 mg morgens, Mirtazapin 7,5 mg abends
Ab 11.12.: Fluoxetin 15 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
Ab 18.12.: Fluoxetin 20 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
Seit 1.1.19: Fluoxetin 20 mg morgens, Mirtazapin 7,5 mg abends

Mir ging es in der Klinik sehr schnell besser. Seit einigen Tagen merke ich, dass es mir schlechter geht, ich habe von Anfang an diverse Nebenwirkungen gespürt (Muskelschmerzen, manchmal Probleme beim Schlucken, Ausschlag an Mund, Nase und Kinn, meine Beine haben sich heiß gefühlt, fast gebrannt. Seit heute (25.1.) starke Angespanntheit, Schwindel, Benommenheit, Schmerzen in Armen und Beinen, leichte Kopfschmerzen, sobald ich mich ein bisschen bewege oder etwas hebe, tut mir alles weh und ich will mich nur hinlegen.

Seit 27.01.19: 15 mg Fluoxetin morgens, 7,5 mg Mirtazapin abends, zusätzlich regelmäßig Basenbäder, Magnesium, Vitamin B12 und D, Rosenwurz, pflanzliche, vollwertige Ernährung. Beschwerden bessern sich.

Ca. Mai/Juni: Mirtazapin abgesetzt

Ca. Anfang Juni 2019: Fluoxetin auf 10 mg reduziert

Mitte Juli 2019: Fluoxetin abgesetzt. Hatte es immer wieder vergessen und dann nicht mehr genommen. Es ging mir sehr gut, alles war normal, wie früher, ich war voller Energie, hatte gute Laune.

Seit Anfang September 2019: Wahrscheinlich Absetzsymptome: vertrage einige Lebensmittel nicht, bekomme Durchfall, mir wird alles zuviel, sehr schnell gereizt, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, - angespanntheit, inneres Zittern/Schauern, Schüttelfrost
Mitte September: Ängste kommen wieder, nicht ganz so stark wie im Nov. 2018

Dezember 2019/Januar 2020: Grippale Infektion, furchtbarer Symptomtrigger, dauerte Wochen, bis ich mich besser fühlte

April/Mai 2020: Wieder wahrscheinlich Virusinfektion, die Symptome triggert:
Übelkeit, Ängstlichkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gefühl, nicht richtig atmen zu können (kommt spürbar vom Magen), mehr Besenreiser/geplatzte Äderchen, Druck auf den Augen, rote, müde Augen, Gliederschmerzen, manchmal Gummigefühl in den Beinen.

Zwischen Januar und April ging es mir eigentlich ziemlich gut. Sobald ich irgendeinen Infekt habe, kommen nacheinander oder gleichzeitig (immer unterschiedlich) alle möglichen Symptome.
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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von padma »

hallo Lucy, :)
, aber wie verhält es sich mit z. B. Rosenwurz und Triphala?
ich wäre mit beidem zum jetzigen Zeitpunkt vorsichtig. Rosenwurz kann aufgrund seiner anregenden Wirkung Entzugssymptome verstärken. Triphala beinhaltet mehrere Kräuter und soll entgiftend wirken. Auch damit ist eher Vorsicht geboten.

Wenn du Basenbäder machst und gut verträgst, hast du bereits etwas Entgiftendes.
Versuchen könntest du Magnesium, gegen die Schmerzen und Missempfindungen. Gute Erfahrungen haben wir auch mit ausgleichenden, beruhigenden pflanzlichen Substanzen, wie Passionsblume, Melisse, Baldrian, oder homöopathisch mit Neurexan oder Calmvalera.

Bitte teste, wenn du was versuchen möchtest, es vorsichtig an und eines nach dem anderen.

Tipps und weitere links, was du unterstützend tun kannst, fidest du hier: viewtopic.php?p=257810#p257810

liebe Grüsse,
padma
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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Towanda »

Hallo Lucy,

auch Omega-3 Öl (Fischöl, Algenöl, Krillöl) ist eine gute Möglichkeit, die Nerven zu stärken. Aber bitte alles in kleiner Dosierung antasten, nicht jeder verträgt im Entzug alles.

Kannst Du bitte Deine Signatur aktuell halten - danke! :)

LG Towanda
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02.01.21 - 0,000 mg Mirtazapin

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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Lucy_Kay »

Liebe padma, liebe Towanda,

dieses Forum ist einfach super - danke euch vielmals für eure Tipps!! Magnesium nehme ich auch bereits, auch Vitamin B12 und D. Ich werde weiter berichten, wie es läuft.

Viele Grüße
Lucy
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November 2018: Panikattacken, ständig Angst, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Anfang Dezember in die Klinik, kurz vor Weihnachten nach Hause.
Ab 4.12.: Fluoxetin 10 mg morgens, Mirtazapin 7,5 mg abends
Ab 11.12.: Fluoxetin 15 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
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Mir ging es in der Klinik sehr schnell besser. Seit einigen Tagen merke ich, dass es mir schlechter geht, ich habe von Anfang an diverse Nebenwirkungen gespürt (Muskelschmerzen, manchmal Probleme beim Schlucken, Ausschlag an Mund, Nase und Kinn, meine Beine haben sich heiß gefühlt, fast gebrannt. Seit heute (25.1.) starke Angespanntheit, Schwindel, Benommenheit, Schmerzen in Armen und Beinen, leichte Kopfschmerzen, sobald ich mich ein bisschen bewege oder etwas hebe, tut mir alles weh und ich will mich nur hinlegen.

Seit 27.01.19: 15 mg Fluoxetin morgens, 7,5 mg Mirtazapin abends, zusätzlich regelmäßig Basenbäder, Magnesium, Vitamin B12 und D, Rosenwurz, pflanzliche, vollwertige Ernährung. Beschwerden bessern sich.

Ca. Mai/Juni: Mirtazapin abgesetzt

Ca. Anfang Juni 2019: Fluoxetin auf 10 mg reduziert

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Dezember 2019/Januar 2020: Grippale Infektion, furchtbarer Symptomtrigger, dauerte Wochen, bis ich mich besser fühlte

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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von padma »

liebe Lucy, :)

bzgl. Vit B12 und D sind die Erfahrungen gemischt. Beides kann auch Entzugssymptome verstärken.
Bei einem echten Mangel ist es sinnvoll, es vorsichtig damit zu probieren. Da du es bereits nimmst, behalte das mit im Auge.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Lucy_Kay »

Liebe padma,

vielen lieben Dank für den Hinweis. Ich bin wirklich SO froh, auf dieses Forum gestoßen zu sein, ich fühl mich hier endlich mal verstanden ... Und es ist krass, ich hab hier gelesen, dass die Lokalanästhesie beim Zahnarzt das ZNS triggern kann ... Ich war letztes Jahr im Frühjahr beim Zahnarzt und habe gleich mehrere Spritzen bekommen. Mir wurde direkt danach schon ganz schlecht und wenn ich jetzt so zurückdenke, ging es danach so langsam los mit der Abwärtsspirale. Kann natürlich auch ein Zufall sein, aber ich habe dieses Erlebnis beim Zahnarzt als sehr unangenehm abgespeichert. Na ja. Heute war auf jeden Fall ein guter Tag, ich hatte relativ wenig Nebenwirkungen/Absetzsymptome, hab viel geschafft und auch meine Stimmung war gut.

Viele Grüße
Lucy
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Ab 11.12.: Fluoxetin 15 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
Ab 18.12.: Fluoxetin 20 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
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Seit 27.01.19: 15 mg Fluoxetin morgens, 7,5 mg Mirtazapin abends, zusätzlich regelmäßig Basenbäder, Magnesium, Vitamin B12 und D, Rosenwurz, pflanzliche, vollwertige Ernährung. Beschwerden bessern sich.

Ca. Mai/Juni: Mirtazapin abgesetzt

Ca. Anfang Juni 2019: Fluoxetin auf 10 mg reduziert

Mitte Juli 2019: Fluoxetin abgesetzt. Hatte es immer wieder vergessen und dann nicht mehr genommen. Es ging mir sehr gut, alles war normal, wie früher, ich war voller Energie, hatte gute Laune.

Seit Anfang September 2019: Wahrscheinlich Absetzsymptome: vertrage einige Lebensmittel nicht, bekomme Durchfall, mir wird alles zuviel, sehr schnell gereizt, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, - angespanntheit, inneres Zittern/Schauern, Schüttelfrost
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Dezember 2019/Januar 2020: Grippale Infektion, furchtbarer Symptomtrigger, dauerte Wochen, bis ich mich besser fühlte

April/Mai 2020: Wieder wahrscheinlich Virusinfektion, die Symptome triggert:
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Zwischen Januar und April ging es mir eigentlich ziemlich gut. Sobald ich irgendeinen Infekt habe, kommen nacheinander oder gleichzeitig (immer unterschiedlich) alle möglichen Symptome.
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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Lucy_Kay »

Hallo,

nachdem ich dieses Frühjahr/Sommer erst Mirtazapin und dann Fluoxetin abgesetzt habe (ja, ich weiß, wahrscheinlich viel zu schnell), geht es mir seit 2 Wochen wieder schlechter, siehe auch Signatur. Könnte ich Fluoxetin wieder eindosieren? Wenn ja, wie viel, was meint ihr? Hatte zuletzt 10 mg genommen, davor ca. ein halbes Jahr 20 mg.

Vielen lieben Dank schon einmal!
2013: Panikattacken, 1. depressive Episode, kurzzeitige Behandlung mit Paroxetin und Opipramol, ich weiß die Dosierung nicht mehr, habe beides nur sehr kurz genommen und ohne Schwierigkeiten abgesetzt. Konnte sehr kurzfristig eine Verhaltenstherapie machen, die mir damals sehr geholfen hat.

November 2018: Panikattacken, ständig Angst, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Anfang Dezember in die Klinik, kurz vor Weihnachten nach Hause.
Ab 4.12.: Fluoxetin 10 mg morgens, Mirtazapin 7,5 mg abends
Ab 11.12.: Fluoxetin 15 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
Ab 18.12.: Fluoxetin 20 mg morgens, Mirtazapin 15 mg abends
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Mir ging es in der Klinik sehr schnell besser. Seit einigen Tagen merke ich, dass es mir schlechter geht, ich habe von Anfang an diverse Nebenwirkungen gespürt (Muskelschmerzen, manchmal Probleme beim Schlucken, Ausschlag an Mund, Nase und Kinn, meine Beine haben sich heiß gefühlt, fast gebrannt. Seit heute (25.1.) starke Angespanntheit, Schwindel, Benommenheit, Schmerzen in Armen und Beinen, leichte Kopfschmerzen, sobald ich mich ein bisschen bewege oder etwas hebe, tut mir alles weh und ich will mich nur hinlegen.

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Ca. Mai/Juni: Mirtazapin abgesetzt

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Re: Lucy_Kay: Fluoxetin/Mirtazapin reduzieren nach 7 Wochen Nebenwirkungen

Beitrag von Towanda »

Hallo Lucy,

ja, Du schreibst es, was Du gemacht hast ist ein Kaltentzug. Die Crux ist, daß man nicht sagen kann, ob die Beschwerden von Mirta oder Fluoxetin kommen.

Juli bis heute ist eine lange Zeit für eine Wiedereindosierung, aber wenn Du es probieren möchtest, dann höchstens mit 0,5 - 1 mg und dann schaun, was passiert.

Wir haben hier einen Thread: Was finde ich wo im Forum - da unter "Wiedereindosieren" findest Du alle Informationen, die Du brauchst.

Kennst Du die Depressionsspirale: https://www.depression-heute.de/blog/di ... onsspirale

LG Towanda
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