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Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

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Clouds
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Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Clouds » Dienstag, 29.01.19, 12:14

Hallo zusammen 😉, ich bin hier ganz frisch und neu und bin schon mehrer Male über dieses Forum gestolpert. Diesmal bin ich allerdings hängen geblieben, weil ich der Ärzteschaft einfach nicht mehr trauen und ich mich gerne mit Menschen beraten möchte, die in meinen Augen die wahren Experten sind. Experten, weil sie Wirkungen und Nebenwirkungen am eigenen Körper erlebt haben.
Ich habe eine lange Reise mit Depressionen und dem Antidepressiva Sertralin hinter mir.
Die Depressionen sind mittlerweile weg, aber das Sertralin ist geblieben und meine Ärztin, als auch mein Therapeut raten mir vom Absetzen ab.
Dazu muss ich sagen, dass ich schon 3 mal erfolglos versucht habe Antidepressiva auszuschleichen.
Für mich steht allerdings fest, dass ich es nicht mehr nehmen und nicht mehr länger in der Abhängigkeit stehen will. Jetzt stelle ich mir nur noch die Frage wann ? Die Ärztin sagte, dass ich es nicht im Winter und in keiner stressigen Phase absetzen soll, wobei ich mich auch frage, wann das sein soll. Wann bin ich blos „normal“ gestresst? Ich bin es leid. In meinem Leben geht es immer hoch und runter und ich möchte nicht mehr von Medikamenten abhängig sein ( laut der Lügen der Ärzte, kann man davon ja nicht abhängig sein 🙈).
Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte, die ihr mir mit auf dem Weg geben könnt?
Schon mal lieben Dank im Vorraus.
Eure Clouds
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Lithium
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Lithium » Dienstag, 29.01.19, 13:48

"Wann bin ich blos „normal“ gestresst?"

Hi Clouds,

herzlich willkommen hier im Forum!

Im Grunde genommen gibt es keinen optimalen Absetzzeitpunkt. Ausser du bist im Winter anfällig für Depressionen oder du bist einer wirklich außergewöhnlichen Belastung ausgesetzt.

Der Absetzprozess könnte Jahre dauern. In dieser Zeit wird es mal mehr und mal weniger stressig sein. Da das Leben auch beim Absetzen weiter geht, wird dies nicht zu verhindern sein. Wenn es doch mal außergewöhnlich stressig wird kann man natürlich immer rechtzeitig (wenn möglich) eine Absetzpause einfügen.

Vielleicht könntest du noch eine Signatur (mit fem zeitlichen Verlauf deiner Medikation) erstellen damit man einen besseren Überblick hat.

Viele Grüße :)

Lithium
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von padma » Dienstag, 29.01.19, 14:00

Hallo Cloud, :)

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva


Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.


Zu deinem Anliegen:

Wenn du dich stabil fühlst, kannst du mit dem Ausschleichen beginnen. Mal gestresst sein, mal niedergeschlagen, mal angespannt etc. ist völlig normal und gehört zum Leben mit dazu.

Einen Zeitpunkt, bei dem alles 100% passt, gibt es nicht und das ist auch nicht notwendig. Besonders stressige Zeiten, wie z.B. eine Prüfungsphase, sind jedoch kein so guter Zeitpunkt.

Die Jahreszeit spielt keine so grosse Rolle, da das Ausschleichen nach unseren Empfehlungen sowieso über ein Jahr benötigt. Es gibt allerdings Mitglieder, denen es im Winter immer schlechter geht und die daher dann eine Absetzpause einlegen.

Da du schreibst, dass die Depressionen mittlerweile weg sind, sehe ich keinen Grund, warum du nicht mit dem Ausschleichen beginnen solltest.
Dazu muss ich sagen, dass ich schon 3 mal erfolglos versucht habe Antidepressiva auszuschleichen
Du hattest es vermutlich jedesmal viel zu schnell versucht und bist aufgrund der Absetzsymptome gescheitert. Bitte nimm diese Versuche mit in die Signatur auf.

Damit es diesmal klappt, wäre es sehr wichtig, dass du nun wirklich sehr langsam und behutsam vorgehst

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse
padma

überschnitten mit Lithium :)
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Clouds » Dienstag, 29.01.19, 14:33

Lieben Dank für die schnellen Antworten.
Dass es keinen perfekten Zeitpunkt gibt, weis ich, aber ich habe mich immer wieder von unzähligen Ärzten so verunsichern lassen, dass ich dachte, ihr könntet mir bei den Indikatoren für den Zeitpunkt Anhaltspunkte geben.
Ob ich stabil genug bin, weis ich nicht genau. Bin von Natur aus eh ehr der Mensch, der weniger stabil ist bzw. immer schon etwas wackelig war.

Aber um noch mal auf die Umsetzung des Absetzends zurück zukommen.
Ich habe mich für den Weg mit der Feinwaage entschieden und habe mich mal in einer Apotheke kundig gemacht, wie das mit leeren Tablettenhülsen aussieht, da ich nicht jeden Morgen die Zeit habe mit der Feinwaage herumzuhantieren. Allerdings erzählte die Apothekerin irgendwas von zusätzlichen Füllstoffen und dem Abwiegen und jetzt bin ich in der Umsetzung irgendwie verunsichert...
Habt ihr damit Erfahrung ?
Lieben Gruß
Clouds
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Towanda » Dienstag, 29.01.19, 15:20

Hallo Clouds,

ja, ich praktiziere das seit einem halben Jahr so.

Ich wiege die Tablette, teile dieses Gewicht durch die mg des Wirkstoffs (bei mir 15 mg) und habe so das Gewicht für 1 mg Wirkstoff. Das multipliziere ich mit der Menge an mg, die ich einnehmen möchte (bei mir 6,7).

Beispiel: 15 mg wiegen 0,115 g. 0,115:15=0,0076g ist das Gewicht für 1 mg Wirkstoff
6,7 mg Wirkstoff möchte ich einnehmen, also 0,0076 x 6,7=0,051g

Das brösel ich mir mit einem Teppichmesser und einer Nagelfeile zurecht und gebe es in eine Leerkapsel (bestelle ich bei Ebay).
Das funktioniert wunderbar.

Gruß, Towanda
Zuletzt geändert von Towanda am Dienstag, 29.01.19, 15:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Rameike » Dienstag, 29.01.19, 15:39

Hallo Clouds,

Ich setze auch Sertralin ab.
Wenn du nicht gerade das Gefühl hast, du bist derzeit in einer extremen ungünstigen Situation (zb Jobwechsel, Umzug o.ä.) und fühlst dich insgesamt stabil (so wie sich für dich stabile Phasen eben anfühlen), dann starte mit dem Absetzen.
Ehrlich gesagt kannst nur du für dich einschätzen, ob es gerade passt oder nicht. Lass dich aber nicht weiter von den Ärzten verunsichern, sondern höre mal tief in dich hinein. Dann weißt du recht schnell selber (zumindest ist das bei mir so), ob es passt oder nicht.

Zum Thema Abwiegen: ich habe auch eine Feinwaage und schneide mir die Tabletten zurecht. Ist etwas Fummelarbeit. Habe eine Tablettenschachtel für zwei Wochen und setze mich dann alle 14 Tage hin und schnippel für die kommenden 14 Tage. Das klappt bislang gut.

Ich habe 2015 auch mit 100 mg gestartet. Bis auf 25 mg bin ich einigermaßen gut runter gekommen. Seit den 25 mg ist es bei mir kniffliger mit Symptomen und Co. Aber da ist (zum Glück) bei jedem unterschiedlich :)

Alles Liebe, Mareike
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Clouds » Dienstag, 29.01.19, 15:59

Ach schön, das klingt ja schon mal vielversprechend. Es tut wirklich sehr sehr gut sich mal mit Menschen wie Euch auszutauschen und nicht immer nur die Texte aus den Lehrbüchern der Ärzte zu hören😊
Pillenabfüllbox und Hüllen sind bestellt, die Feinwaage habe ich schon. Dann bin ich mal gespannt😊
Danke 🙏
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Lithium » Dienstag, 29.01.19, 16:07

Hi Clouds,

ich hab mich auch noch nie stabil gefühlt. Weder vor meinem AD, noch zur Zeit auf der Höchstdosis und jetzt eben auch nicht.

Viele Grüße

Lithium
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Clouds » Dienstag, 29.01.19, 17:19

„ich hab mich auch noch nie stabil gefühlt. Weder vor meinem AD, noch zur Zeit auf der Höchstdosis und jetzt eben auch nicht.“



Dem kann ich mich nur anschließen, deshalb ist es ja so verunsichert den „richtigen“ Zeitpunkt zu finden.
Umso besser ist es, sich hier darüber austauschen zu können und trotz allem ein Leben ohne Psychopharmaka zu versuchen.
Mal davon ab, denke ich auch nicht, dass man von solchen Tabletten stabil werden kann. Stabil wird man nur durch sich selbst und das kostet Zeit.

mit lieben Gruß
Clouds
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Clouds » Mittwoch, 30.01.19, 6:55

Guten Morgen zusammen 😊,

Seit ich mich hier gestern angemeldet habe, gehen mir ganz viele Fragen durch den Kopf, für dich ich bis jetzt nur müde belächelt wurde.
Was haltet ihr von der These, das Depressionen bzw. auch andere psychische Erkrankungen mit Entzündungen im Darm zu tun haben ?

Ich habe nämlich während meiner Depression eine Kur mit Zink und Selen gemacht, weil ich so schlechte Haut hatte und ich bilde mir ein, dass dadurch sich auch meine Depression verbessert hat.
Gibt ja dazu auch noch die These, dass Antidepressiva vielen nur hilft, weil es entzündungshemende Eigenschaften hat und im Darm häufig aufgenommen wird und somit auch da entzündungshemmend wirkt und die Symtome lindert.

Ich bin gespannt auf Eure Antworten.

Mit lieben Gruß

Clouds
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 30.01.19, 7:25

Clouds hat geschrieben:
Mittwoch, 30.01.19, 6:55

Was haltet ihr von der These, das Depressionen bzw. auch andere psychische Erkrankungen mit Entzündungen im Darm zu tun haben ?

Ich habe nämlich während meiner Depression eine Kur mit Zink und Selen gemacht, weil ich so schlechte Haut hatte und ich bilde mir ein, dass dadurch sich auch meine Depression verbessert hat.
Gibt ja dazu auch noch die These, dass Antidepressiva vielen nur hilft, weil es entzündungshemende Eigenschaften hat und im Darm häufig aufgenommen wird und somit auch da entzündungshemmend wirkt und die Symtome lindert.
Hallo Clouds,

schau mal hier, da hat Gugelhupf/Anna einen Artikel darüber eingestellt: https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... in#p287850

LG Towanda
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von padma » Mittwoch, 30.01.19, 11:30

hallo Cloud, :)

Depression ist ja kein einhelliges Krankheitsbild, sondern eine Kategorisierung von Symptomen. Die Ursachen für diese Symptome können vielfältig sein.
Darmentzündungen könnten dabei ein Faktor sein. Es kann sicher lohnend sein, dem individuell nachzugehen

Hier ein weitere Artikel dazu: https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 74#p131174

liebe Grüsse,
padma
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Lana19 » Mittwoch, 30.01.19, 19:21

Hallo Clouds

also zu deiner Frage....als allererstes solltest du dein "Grundproblem" behandelt haben, also das weswegen du ADs bekommen hast.
Bist/warst du in Therapie? Weisst du jetzt mit dir umzugehen wenn es dir schlecht geht?

Ich finde das ganz wichtig, grade weil ja auch während dem Absetzen es zu vielen Symptomen kommen kann.
Erst wenn du in dieser Richtung "stabil" bist würde ich mich ans Absetzen machen ;-)
aber dann kannst du das auch schaffen!

Alles Liebe
Lana
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Clouds
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Clouds » Mittwoch, 30.01.19, 19:54

Guten Abend zusammen,

Das Grundproblem zu finden, ist so eine Sache😉, aber ich habe da gute Ansätze gefunden.
Ich bin seit über 2 Jahren in Therapie und das ziemlich erfolglos. Um ehrlich zu sein, wüsste ich nicht wirklich was zu tun ist, wenn ich einen Rückfall erleiden würde.
Ansätze habe ich, aber die kann ich dann in meiner Panik nicht umsetzen.
Um es auf den Punkt zu bringen, ich bin nicht gewappnet.
Auf der anderen Seite ist da trotzdem mein großer Wunsch mich endlich nicht mehr so dumpf zu fühlen bzw. dieses Egalfühlen (ist bei mir die einzige Wirkung der AD) zu überwinden.

Mit lieben Gruß

Clouds
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von padma » Donnerstag, 31.01.19, 18:19

hallo Cloud, :)

da du keine positive Wirkung von dem AD verspürst, sehe ich keinen Grund, warum du nicht versuchen solltest, auszuschleichen.

Es ist oft auch so, dass eine Psychotherapie erst dann greift, wenn man nicht mehr unter dem Einfluss des AD steht. Wie soll eine Therapie wirken, wenn man von seinen Gefühlen abgetrennt ist und einem alles egal ist?
Auf der anderen Seite ist da trotzdem mein großer Wunsch mich endlich nicht mehr so dumpf zu fühlen bzw. dieses Egalfühlen (ist bei mir die einzige Wirkung der AD) zu überwinden.
Wenn das dein Wunsch ist, würde ich persönlich es versuchen.

Wenn du es langsam angehen lässt, hast du auch die Zeit, dich mit evtl. auftretenden Problemen auseinanderzusetzen und Lösungen zu entwickeln.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Clouds » Freitag, 01.02.19, 7:04

Guten Morgen zusammen,
Ich denke auch, dass ich es wagen sollte.
Noch hab ich zwei konstante Hilfen im Rücken, falls ich starke Absetzsymtome haben sollte und im Ernstfall muss ich auf die nächst höhere Dosis zurück.
Das Einzige, was noch eine Hürde darstellt ist, dass ich das meinem Therapeuten und meiner Ärztin erklären muss.
Die sind da sehr eingefahren.

Ich hab erfahren, dass Ärzte per Rezept Pillen herstellen lassen können.
Habt ihr Erfahrungen darin bzw. Ärzte, die das unterstützen bzw. alternative Wege unterstützen ?

Mit lieben Gruß
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Jamie » Freitag, 01.02.19, 8:56

Hallo clouds, :)
Das Einzige, was noch eine Hürde darstellt ist, dass ich das meinem Therapeuten und meiner Ärztin erklären muss.
Die sind da sehr eingefahren.

Ich hab erfahren, dass Ärzte per Rezept Pillen herstellen lassen können.
Habt ihr Erfahrungen darin bzw. Ärzte, die das unterstützen bzw. alternative Wege unterstützen ?
Du musst deine Ärzte nicht einweihen.
Es ist dein Körper und deine Entscheidung; Zwangsmedikation ist in DEU nur in einem sehr engen Rahmen gestattet, ansonsten hast du das Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Deutungshoheit über deinen Körper.

Eine Reihe von Betroffenen hier im Forum weiht ihre Ärzte nicht in den Absetzprozess ein.
Du kannst trotzdem schön langsam, in Eigenregie, deinen Entzug selber gestalten.
Dann denken die Ärzte eben weiterhin, dass du die volle Dosis nimmst; daran ist nichts verwerflich. Es entspricht zwar nicht den Regeln der Ehrlichkeit, aber du musst dich auch nicht rechtfertigen für deine Entscheidung, denn es ist dein Leben.

Schwierig wird es halt, wenn du ein bestimmtes Präparat brauchst und damit kooperierende Ärzte. Dann muss man sie ins Boot holen.
Wenn du deine Ärzte gleich nach Individualrezepturen bittest, legst du die Latte am höchsten; sprich genau dann ist es am unwahrscheinlichsten, dass sie mitmachen, denn diese Rezepturen sind sehr teuer und belasten das Budget.

Eine Reihe von AD ist sehr gut in Wasser auflösbar bzw. auf einer Feinwaage abwiegbar; von welchen AD bei dir reden wir denn eigentlich? :roll:

PS. Was viele machen: einfach mal auf eigene Faust mit dem Reduzieren beginnen und sich hier Infos und support holen und dann nach ein paar Monaten beim Neurologen erwähnen, dass man übrigens seit 4 Monaten reduziert und zb auf 17mg Paroxetin ist und es einem gut geht ;)....

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Clouds » Freitag, 01.02.19, 22:35

Guten Abend,

klingt nach Revolution, sehr gut 😄.
Soweit, so gut. Das Problem ist, dass ich teilbare Tabletten brauche. Mal gucken, wie ich das mache. Nehme aktuell 100mg Sertralin.

Meine Utensielien sind bald vollständig und dann bin ich gespannt, wie das so klappt.

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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Jamie » Samstag, 02.02.19, 9:07

Hallo Clouds,

du brauchst nicht unbedingt teilbare Tabletten.
Willst du auflösen oder auf der Feinwaage abwiegen?

Klar ist eine Bruchrille / Teilkerbe praktisch, aber wenn die nicht da ist, kann man die Tablette zwischen zwei Lagen Küchenrolle legen und einmal kräftig mit dem Hammer drauf hauen; schwupps ist das Teil zerkleinert :wink: und man legt die Brösel auf die Waage und wiegt ab.

Wir sind hier sehr kreativ im Umgang mit praktischen Problemen :roll: .

Ansonsten gibt es in der Apotheke noch Tablettenteiler, die eine Tablette halbieren können; ich warne aber schon einmal vor, dass das nur dem groben Teilen gilt; ganz genau 50% werden selten rauskommen, auch wenn alle Firmen das bewerben.
Sowas in der Art:
http://www.medapharma.de/produktportfol ... tenteiler/

Grüße
Jamie
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Re: Clouds: Wann ist der richtige Zeitpunkt Antidepressiva abzusetzen

Beitrag von Clouds » Samstag, 02.02.19, 9:47

Guten Morgen,

Ich habe mir eine Feinwage, eine Pillenmaschiene und leere Hülsen gekauft.
Das fand ich am besten. Dann kann ich in Produktion gehen und muss nicht jeden Morgen in der Eile auswiegen oder ähnliches.

Ich hab einen Bekannten, der in der Apotheke arbeitet und Pharmazie studiert hat.
Der hat mir das mal lieberweise mit dem teilbaren und nicht teilbaren Tabletten erklärt.
Demnach ist es keine gute Idee, Tabletten welche nicht als teilbar gekennzeichnet sind einfach zu teilen oder zu mörsern.
Diese Tabletten besitzen nämlich eine Ummantelung, welche den Wirkstoff im Magen bzw. im Darm nur sehr langsam nach und nach frei geben. Zerstört man diese, wird der Wirkstoff apbrumt freigesetzt und wird schon im Magen aufgenommen und nicht im Darm, wo es vielleicht angesetzt war. Das kann zu Schädigungen führen, da die Mischung in der Tablette eine andere Konzentration enthält, als die Tabletten, die teilbar sind.

So wurde mir das erklärt, daher hätte ich gerne offiziell teilbare Tabletten 😉

P.s. Auch wenn Tabletten eine Bruchkerbe habe, heißt das noch nicht, dass sie zum Zerteilen konzipiert sind.

Mit lieben Gruß

Clouds
März 2015 Diagnose schwere Depressionen rezidiv.
Sertralin in verschieden Dosierung 50-150mg seit April 2015
mit Unterbrechungen.

-Seit September 2018 symtomfrei :party2:

-Seit Oktober 2018 100mg Sertralin

*Ausschleichen*
-16. Februar 2019 90mg Sertralin

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