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cookiekuschel: Paroxetinentzug, die Hölle

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Cookiekuschel
Beiträge: 1
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cookiekuschel: Paroxetinentzug, die Hölle

Beitrag von Cookiekuschel » Freitag, 01.02.19, 8:33

Erstmal ein schönen Guten Morgen an alle,
Ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen,weil ich mich über Absetzerscheinungen bei Paroxetin belesen habe.
Folgendes ich nehme seit über 4 Jahren das Medikament,20mg am Morgen.
Ich habe schon paar mal versucht das Medikament auszuschleichen,was wegen den Horrorentzugserscheinungen nie geklappt hat.
Nun nehme ich seit 3 Tagen nur noch 10mg und ich fühle mich schrecklich.
Wie ich jetzt gelesen habe ist das auch zuviel Reduzierung gewesen,nun möchte ich aber auch nicht mehr zurück.
Was ratet ihr mir,wie ich nun weitermachen soll?
Aktuell hab ich mit Schwindel,Benommenheit,Übelkeit,nächtliches extremes Schwitzen und dem Gefühl einer Grippe zu tun.
Wenn ich schaffe, das Medikament irgendwann abzusetzen,werde ich es nie wieder anrühren.
Absolutes Teufelszeug!!!!!
Lg
Zuletzt geändert von Jamie am Freitag, 01.02.19, 8:42, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Nutzernamen ergänzt
2011 Klinikaufenthalt wegen akuter Panikstörung aufgrund eines Traumas.
Beginn der Einnahme von Paroxetin 20mg
und Mirtazapin
2011 bis heute Paroxetin 20mg
2015 zusätzlich Valdoxan 50mg
2019 Valoxan mittlerweile auf 25mg herunter gesetzt,ohne große Probleme.
2015-2019 immer wieder Versuche, das Paroxetin abzusetzen.
2016 -2018 Verhaltenstherapie ,tiefenpsychologisch gearbeitet und viel gelesen.
Das hat mir insgesamt mehr geholfen,als irgeneine Psychotablette,je helfen konnte.

Jeder Versuch schlug fehl wegen schlimmster Absetzerscheinungen.

2/2019
Nun möchte ich nochmals ,diesmal ganz langsam versuchen Paroxetin auszuschleichen.

Jamie
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Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Paroxetinentzug,die Hölle

Beitrag von Jamie » Freitag, 01.02.19, 8:40

Guten Morgen, :)

Paroxetin von 20 auf 10mg zu reduzieren ist eine 50% Reduktion und damit viel zu viel.
Da du jetzt bereits nach 3 Tagen schon so heftige Absetzerscheinungen hast, musst du damit rechnen, dass es noch viel schlimmer wird.
Einen Entzug kann man so nicht machen, denn wenn solch gravierende Fehler schon ganz zu Beginn begangen werden, stehen die Chancen das durchzuziehen sehr schlecht, da das ZNS bereits von der ersten Sekunde an komplett destabilisiert wurde.
Nun nehme ich seit 3 Tagen nur noch 10mg und ich fühle mich schrecklich.
Wie ich jetzt gelesen habe ist das auch zuviel Reduzierung gewesen,nun möchte ich aber auch nicht mehr zurück
Du solltest sofort zurück gehen, auch wenn du das nicht lesen möchtest, aber es ist der einzige sinnvolle und richtige Schritt.
Wenn du willst, dann eben nur auf 18mg (das wäre nämlich die korrekte Dosis, wenn man 10% bei 20mg weglassen will).

Paroxetin kann man leider nicht auflösen, sondern du benötigst eine Feinwaage dazu, um diese krummen Dosierungen hinzukriegen bzw. es gibt es auch als Lösung, aber da besteht die Gefahr, dass die Hilfsstoffe nicht vertragen werden bzw. die Lösung flutet auch schneller an und wirkt ggf. auch anders. Wenn man empfindlich ist, sollte man bei den gewohnten Tabletten bleiben.

Infos zur Feinwaage und alles Weitere findest du hier:
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=12880

Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Blumenwiese
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Re: cookiekuschel: Paroxetinentzug, die Hölle

Beitrag von Blumenwiese » Freitag, 01.02.19, 9:17

Hallo,

Ich hatte damals u.a. auch starke Übelkeit vom Paroxetin Entzug gehabt. Ich hab das nur mit Vomacur durchgestanden.

Vomacur ist ein rezeptfreies Medikament, dass gegen Schwindel und Übelkeit wirkt. Es wird auch bei Nebenwirkungen von Medikamenten eingesetzt.

Liebe Grüße
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SliTONE Ultra (zur Desensibilisierung), Magnesium 300 mg, Movicol, Artelac Complete, Hylo-Vision HD Plus, Chelidonium D4
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Re: cookiekuschel: Paroxetinentzug, die Hölle

Beitrag von padma » Freitag, 01.02.19, 13:53

hallo Cookiekuschel, :)

auch von mir willkommen.

Vomacur (Vomex A) wird nicht von jedem vertragen und kann Absetzsymptome verstärken. Gegen Übelkeit hat sich bei uns das Kauen von kleinen Stückchen rohen Ingwer bewährt


Hier noch unser Einführungstext:


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Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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15.08.2019: 0,02 mg



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Cookiekuschel
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Re: cookiekuschel: Paroxetinentzug, die Hölle

Beitrag von Cookiekuschel » Freitag, 01.02.19, 17:29

Vielen Dank für eure Antworten...

Ich hab jetzt erstmal wieder die andere Hälfte der Tablette eingenommen.
Denn so konnte ich definitiv nicht weiter machen.
Musste auch Vomex nehmen,da mir furchtbar übel war.

Ich habe mir nun so eine Waage bestellt,wie Ihr hier im Forum empfohlen habt.
Sobald es mir etwas besser geht,werde ich das ganze dann in Kleinstschritten nochmals angehen.

Nie hätte ich gedacht,dass dieses Zeug so eine schreckliche Auswirkung auf meinen Körper hat. :evil: :censored:

Aber ich motiviert und möchte es schaffen,deswegen lass ich mir jetzt Zeit und hoffe dass ich irgendwann sagen kann....Ich habs geschafft!!!!!! :party2:
2011 Klinikaufenthalt wegen akuter Panikstörung aufgrund eines Traumas.
Beginn der Einnahme von Paroxetin 20mg
und Mirtazapin
2011 bis heute Paroxetin 20mg
2015 zusätzlich Valdoxan 50mg
2019 Valoxan mittlerweile auf 25mg herunter gesetzt,ohne große Probleme.
2015-2019 immer wieder Versuche, das Paroxetin abzusetzen.
2016 -2018 Verhaltenstherapie ,tiefenpsychologisch gearbeitet und viel gelesen.
Das hat mir insgesamt mehr geholfen,als irgeneine Psychotablette,je helfen konnte.

Jeder Versuch schlug fehl wegen schlimmster Absetzerscheinungen.

2/2019
Nun möchte ich nochmals ,diesmal ganz langsam versuchen Paroxetin auszuschleichen.

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