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modiano64: Duloxetin absetzen

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modiano64
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modiano64: Duloxetin absetzen

Beitrag von modiano64 » Mittwoch, 13.02.19, 14:22

Hallo,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich nach 10 Jahren Antidepressiva-Einnahme genug habe und nicht sehe, dass mich die Medikamente irgendwie weitergebracht hätten.

Ich nehme seit 2017 Duloxetin 60mg (vorher acht Jahre Citalopram 30mg), dazu noch Valproat 150g morgens und 300g abends. Meine Diagnose lautet Dysthymie mit Double Depression-Episoden.

Seit Samstag setze ich nach der Kügelchenmethode ab, meine Duloxetin-Kapseln beinhalten jeweils so 300 Kügelchen, ich lasse jetzt erst einmal 30 weg. Absetzsymptome sind vorhanden (phasenweise Benommenheit und nachts ziemlich wüste Träume), aber für mich noch tolerierbar.

Ich lasse jetzt gleichzeitig die Morgengabe Valpro weg. Denkt ihr, das ist zuviel auf einmal?

In drei/vier Wochen will ich dann weiter reduzieren.

Ich freu mich auf regen Austausch.

Liebe Grüße
Zuletzt geändert von padma am Mittwoch, 13.02.19, 17:07, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzernamen ergänzt
Grunderkrankung: Dysthymie mit Douple-Depression-Episoden

2010-2017: Citalopram 30mg, "Hauptwirkung": Libidoverlust

2017: ersetzt durch 60g Duloxetin und 450mg Valproat (150 morgens, 300 abends)

11.2.19: mit dem Absetzen begonnen, da keine erkennbaren Fortschritte, dafür aber emotionale Verflachung und Konzentrationsverlust
  • Duloxetin: - 30 Kügelchen (von 330)
  • Valpro: -150 (Morgendosis weggelassen)
  • leichte Benommenheit
25.3. Duloxetin: Reduktion auf 45 mg
  • Depressionssymptome / Gliederschmerzen, nach 1 Woche Besserung
6.4. Valproat Abenddosis -150mg
  • Stimmung geht in den Keller

Straycat
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Straycat » Mittwoch, 13.02.19, 15:05

Hallo modiano64,

herzlich willkommen bei uns!

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Liebe Grüße,
Cat
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neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: unipolare Depression (2006), Fehldiagnose Bipolare Störung (ca. 2010), Fehldiagnose Panikstörung (2017)
Psychotherapie (mit Unterbrechungen) seit 2004
Escitalopram- 2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
zwischendurch Medikamentenexperimente meiner Ärztin mit Lamotrigin (aufgrund Fehldiagnose bipolare Störung) und Aripiprazol (beide Medikamente nur kurz genommen und bald wieder abgesetzt aufgrund starker NW)
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
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Straycat
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Straycat » Mittwoch, 13.02.19, 15:13

Hallo modiano,

nun zu deinem Anliegen:
Was du über dein bisheriges Absetzen schreibst, klingt schon mal richtig. 10% der Dosis als ersten Schritt abzusetzen, ist gut. Größere Schritte werden oft schlecht vertragen und Absetzsymptome treten dann häufiger und stärker auf.

Zu deiner Frage betreffend Valpro:
Weshalb bekommst du das denn?

Ich selbst habe nur wenig Erfahrung mit Valproinsäure. Habe das mal für einige Wochen bekommen, als meine Psychiaterin die Fehldiagnose "bipolare Störung" bei mir stellte. Tatsächlich waren meine "hypomanischen Phasen" auf das Absetzen der Antibabypille zurückzuführen. Ich hatte damals Valpro einfach wieder weggelassen, aber ich glaube nicht, dass das der richtige Weg ist, um es Abzusetzen.

Grundsätzlich raten wir immer dazu nur ein Psychopharmakum auf einmal zu reduzieren und nicht mehrere gleichzeitig. Dadurch können sich Entzugssymptome überlagern und es wird schwierig zu erkennen was woher kommt.
Nimmt man ein antriebssteigerndes und ein antriebsverminderndes Phsychopharmakum kann es sich empfehlen, zunächst das antriebssteigernde zu reduzieren und erst dann das antriebsvermindernde.
Da Valproinsäure stimmungsstabilisierend wirkt, wurde ich persönlich dazu tendieren zunächst das Duloxetin mit maximal 10% Reduktionen alle 4-6 Wochen auszuschleichen und erst dann die Valproinsäure in Angriff zu nehmen.
Aber vielleicht meldet sich hier noch jemand, der das besser weiß...

Alles Liebe,
Cat
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Annanas
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Re: Duloxetin absetzen

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 13.02.19, 15:14

Hallo modiano,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

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---------------
Kurz vorab zu deinem Verfahren:
30 Kügelchen sind ca. 6% der Gesamtdosis, wenn ich richtig gerechnet habe. Das ist erstmal in Ordnung.

Ungünstig ist es, 2 Medikamente gleichzeitig abzusetzen, das sollte vermieden werden.
Wenn Symptome auftauchen, weiß man sonst nicht, welcher Reduktion diese zuzuordnen sind.

Wenn du das Valproat erst einmalig weggelassen hast, würde ich es wieder einnehmen.

Lies dir bitte die verlinkten Infos aus dem obigen Text durch.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse Anna

Edit: überschnitten mit Straycat :)
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

modiano64
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Re: modiano64: Duloxetin absetzen

Beitrag von modiano64 » Donnerstag, 14.02.19, 9:27

Hallo,

vielen Dank für die Antworten.

Das Valpro hat meine Psychiaterin mir mit den Worten verschrieben, das wäre so eine Intuition von ihr ... als ich dann gelesen habe, dass es eher bei bipolaren Störungen verwendet wird, habe ich mich auch etwas gewundert, aber "brav" weitergemacht.

Was ihr schreibt, leuchtet mir ein. Ich denke, ich werde das Valpro erst einmal wieder aufdosieren...

Liebe Grüße
modiano64
Grunderkrankung: Dysthymie mit Douple-Depression-Episoden

2010-2017: Citalopram 30mg, "Hauptwirkung": Libidoverlust

2017: ersetzt durch 60g Duloxetin und 450mg Valproat (150 morgens, 300 abends)

11.2.19: mit dem Absetzen begonnen, da keine erkennbaren Fortschritte, dafür aber emotionale Verflachung und Konzentrationsverlust
  • Duloxetin: - 30 Kügelchen (von 330)
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6.4. Valproat Abenddosis -150mg
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Annanas
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Re: modiano64: Duloxetin absetzen

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 14.02.19, 10:01

Hallo modiano :) ,
modiano64 hat geschrieben:
Donnerstag, 14.02.19, 9:27
Das Valpro hat meine Psychiaterin mir mit den Worten verschrieben, das wäre so eine Intuition von ihr ... als ich dann gelesen habe, dass es eher bei bipolaren Störungen verwendet wird, habe ich mich auch etwas gewundert,
Intuition ist ja per se nichts Negatives, aber bei der Verordnung von Psychopharmaka würde ich mich nicht allein darauf verlassen :?

Aber gut, es ist jetzt so, wie es ist u du bist auf dem Weg, das Beste daraus zu machen, indem du vorsichtig ausschleichst.
Man kann zB auch, je nach Befinden bzw Symptomatik, wechselseitig abdosieren - nur eben nie beide Medikamente gleichzeitig.

Ich wünsche dir ein gutes Gelingen u berichte bitte immer mal wieder, wie es dir geht.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Straycat
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Re: modiano64: Duloxetin absetzen

Beitrag von Straycat » Freitag, 15.02.19, 20:38

Hallo modiano,
modiano64 hat geschrieben:
Donnerstag, 14.02.19, 9:27
Das Valpro hat meine Psychiaterin mir mit den Worten verschrieben, das wäre so eine Intuition von ihr ... als ich dann gelesen habe, dass es eher bei bipolaren Störungen verwendet wird, habe ich mich auch etwas gewundert, aber "brav" weitergemacht.
Alles klar. Ich wollte vor allem auch klären, ob du unter Epilepsie leidest, weil Valpro ja vor allem auch dagegen eingesetzt wird.
Wenn du keine Epilepsie hast, sehe ich es unkritisch das Valpro zu reduzieren. Hättest du Epilepsie, würde ich mich nicht trauen dazu etwas zu sagen, weil da kenne ich mich zu wenig aus.
modiano64 hat geschrieben:
Donnerstag, 14.02.19, 9:27
Was ihr schreibt, leuchtet mir ein. Ich denke, ich werde das Valpro erst einmal wieder aufdosieren...
Ja, ich denke auch, dass das eine gute Idee ist. Kümmere dich mal um das Duloxetin und dann im zweiten Schritt um das Valpro.

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg beim Absetzen! Bleib bei den kleinen Schritten und lass' dir Zeit - das zahlt sich echt aus :-)

Liebe Grüße,
Cat
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modiano64
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Re: modiano64: Duloxetin absetzen

Beitrag von modiano64 » Mittwoch, 10.04.19, 13:47

Hallo allerseits,

ich bin wohl zu ungedulig ... bin jetzt mit dem Duloxetin seit Anfang Februar von 60 auf 45 mg runter und konnte es nicht lassen, am vergangenen Samstag auch das Valproat weiter zu reduzieren (von 300 Abenddosis auf 150mg). Ich hatte das Valpro auch früher schon manchmal vergessen, auch über mehrere Tage hinweg, und hatte nie Absetztsymptome gehabt.

Deshalb und weil mir dieses Mittel ein metabolisches Syndrom beschert hat, will ich es möglichst schnell loswerden ... aber seit gestern ist meine Stimmung völlig im Keller, ich habe das Gefühl, in die Erde gedrückt zu werden, alles eher tot als lebendig ... Was meint Ihr, soll ich wieder hochdosieren, vielleicht um die Hälfte?

Liebe Grüße
Grunderkrankung: Dysthymie mit Douple-Depression-Episoden

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2017: ersetzt durch 60g Duloxetin und 450mg Valproat (150 morgens, 300 abends)

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modiano64
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Valproat wieder aufdosieren?

Beitrag von modiano64 » Donnerstag, 11.04.19, 13:51

Hallo,

ich nehme Valproat als Moodstabilizer im Kontext einer Depression, dazu Duloxetin. Mit dem Dulox bin ich mittlerweile von 60 auf 45mg runter, am Samstag habe ich die Abenddosis Valpro von 300 auf 150 reduziert, weil das Zeug mir ein metabolisches Syndrom beschert hat und ich es daher schnell loswerden will.

Seitdem fühle ich mich wie in Watte und habe das Gefühl, in die Erde gedrückt zu werden. Das ist ziemlich heftig, aber ich bin wohl selbst schuld...

Empfiehlt es sich, wieder aufzudosieren? Wenn ja, in welchem Umfang?

Freue mich über jede Antwort...

Liebe Grüße
modiano64
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Towanda
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Re: modiano64: Duloxetin absetzen

Beitrag von Towanda » Donnerstag, 11.04.19, 14:04

Hallo modiano,

wie Dir ja oben schon mehrmals geschrieben wurde ist es absolut kontraproduktiv, zu schnell (Duloxetin von 54 mg auf 45 mg) und zwei Mittel gleichzeitig abzusetzen (Duloxetin am 25.3. fast 20% und Valporat am 6.4.).

Du hattest ja im Februar schon mal danach gefragt, also nun nochmal:

Immer nur ein Mittel absetzten, maximal 10 % alle 4-6 Wochen. Du kannst auch wechseln, mal das eine und dann das andere, aber wichtig ist, dazwischen genügend Stabilisierungszeit einzuhalten.

Mach bitte für Deine Fragen keine neuen Threads auf sondern schreib alles hier in Deinem Thread - danke :)

Gruß, Towanda
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31.07.19 - 2,70 mg Mirtazapin
28.08.19 - 2,30 mg Mirtazapin
26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli - im August 2019 beendet
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

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Re: modiano64: Duloxetin absetzen

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 11.04.19, 14:32

Beiträge zusammengeführt,
lG Anna

Jamie
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Re: modiano64: Duloxetin absetzen

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 11.04.19, 19:04

Hallo, :)

hier noch mal im Schnellüberblick der Frage-Antwortkatalog mit den 22 wichtigsten Fragen.
Diese Infos sollte man kennen und es ist ein Leichtes ihn zu finden, denn er ist in unserem Infobanner verlinkt :D :
viewtopic.php?f=35&t=16516

Grüße
Jamie
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