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Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

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Brina
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von Brina » Samstag, 30.03.19, 17:23

Liebes Forum,

ich habe heute immerzu (so alle 20 Minuten) Brain Zaps/Druckwellen.....das hatte ich noch nie so oft.

Hatte das jemand schon mal plötzlich so verstärkt?

Ich bitte euch so dringend um Hilfe.

Brina
Seit knapp 5 Jahren 1mg Tavor (Lorazepam) alle 2 bis 3 Wochen. NIE täglich. Manchmal auch nur alle 2 Monate 1mg Tavor. Es gab aber auch Phasen, in denen ich mal 1mg Tavor einmal pro Woche nahm.

Letzte Tavor: 15. März
16. März einmalige Diazepameinnahme (Erste Hilfe Neurologie Berlin): 10mg Diazepam
18.-20. März 25mg Amitryptillin, also nur an 3 Abenden eingenommen

Blumenwiese
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von Blumenwiese » Samstag, 30.03.19, 17:56

Hallo,

Ich kenne diese Druckwellen zwar nicht, aber ich weiß, dass starke Verspannungen im Nacken und Kiefer alle möglichen Symptome auslösen könne. Z.B. bei mir Herzrasen, Hustenreiz, verstopfte Nase, Missempfindungen in Händen, Ohrgeräusche, einseitiger Hörverlust, Kopf- und Gesichtsschmerzen, Übelkeit, Sehstörungen... eine Freundin hatte sogar mal eine taube Gesichtshälfte davon und war 3 Tage im KH wegen Verdacht auf Schlaganfall.

Panikattacken verstärken Verspannungen auch noch mehr.

Ich kenne zwar Vibrationen im Kopf..aber das war bei mir eine Nebenwirkung vom Paroxetin gewesen. Fühlt sich aber nicht so an, wie von dir beschrieben, sondern wie ein Handy das auf Vibration gestellt ist, mitten im Gehirn.

Liebe Grüße
Blumenwiese
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


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lunetta
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von lunetta » Samstag, 30.03.19, 18:01

Hallo!

Was hast du genau - brainzaps oder Druckwellen?
Brainzaps sind so Gehirnblitze sozusagen. Was meinst du mit Druckwellen?

Könntest du bitte einmal, wenn du es schaffst, eine Signatur anlegen, damit man nachvollziehen kannst, ob und inwiefern das Benzo da noch mit reinspielt

Es kann sein, dass du schon so überreizt bist, durch deine Symptome und dieses böse Vibrieren, dass dein ZNS nun noch andere Spielchen mit dir spielt.

Vielleicht wäre es hilfreich wenn du eine ganz ganz kleine Minimenge Tavor einnimmst und mal zu schauen, ob es dann besser werden würde.

Vielleicht braucht dein Körper, trotz kurzer Einnahme, ein Ausschleichen mit ganz kleinen Dosen....

GLG
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Brina
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von Brina » Samstag, 30.03.19, 18:29

Liebe lunetta,

tausend Dank fürs Antworten.

Ich habe Folgendes, keine Ahnung, wie man es nennt: urplötzlich schießt eine Druckwelle (keine Hitzewelle), wie ein irrer Adrenalinschub aus dem Körper in den Kopf, wenige Sekunden ist Druck auf einem Ohr, ein Ohr piept dann kurz wenige Sekunden, ich fühle mich ganz kurz wie wegetreten (NICHT schwindelig, NICHT ohnmächtig), so als wenn jemand kurze Sekunden den Strom irgendwo dimmen würde und dann wieder hochregeln würde. Manchmal ruckt dabei ein wenig mein ganzer Oberkörper! Ich habe das als "brain jerk", aslo als richtigen Ruck, im Netz gefunden. UNd oft entlädt sich diese Druckwelle als ganz kurzes Kribbeln in den Zehen und Fingerspitzen. Oft rast mein Herz danach, oft ist mir kalt oder war danach, oft bin ich unruhig voller Herklopfen und Panik danach.

Ich habe diese Druckwellen/Brain Zaps seit Jahren, mal wochenlang nicht, dann merhmals täglich. Noch NIE so oft wie heute!!!!!!

Kann das Kopfhautbrennen, Armbrennen etc alles von einem überreizeten ZNS kommen?????

Das furchtbare Vibrieren ist übrigens weg.
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lunetta
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von lunetta » Samstag, 30.03.19, 19:09

Hallo!

Ja, das kommt ganz sicher von einem extrem überreizten ZNS.

Zuerst einmal - super dass das Vibrieren weg ist:) Du wirst diese brainzaps und jerks auch wegbekommen!

Ganz wichtig wäre es dass du Ruhe ins System bringst, und alles erdenklich Mögliche tust, damit du ruhiger wirst und diesen schrecklichen Symptomen keinen Raum gibst.

Das ist leichter gesagt als getan, das ist mir bewußt!

Aber versuche wirklich, dass du dich von diesen Zaps und Jerks nicht immer mehr und mehr verängstigen läßt, denn dadurch wird es nur schlimmer!
Lenk dich so gut es geht ab und versuche dich nicht reinzusteigern. Das ist megaschwer, aber die einzige Möglichkeit.

Ich kenne das sehr gut von meinem hohen BD - ich messe, habe einen hohen BD, bekomme Angst, messe wieder, der Druck ist dann noch höher usw.

Mir hilft da nur konsequent nicht zu messen, und darauf zu vertrauen, dass ich durch Ruhe und Gelassenheit wieder Ruhe und damit einen niedrigeren BD bekomme.

Vielleicht wäre in deinem Fall wirklich eine ganz geringe Menge von z.B. Diazepam anzudenken, und das mal für ein paar Tage, und zu schauen, ob es sich damit alles etwas beruhigt, und dann diese kleine Menge ausschleichen...

Als Test könntest du es mit 1Tropfen versuchen, da passiert nichts Schlimmes. Oder eine Winzmenge Tavor, je nachdem was dir zur Verfügung steht.

Oder du sitzt das jetzt aus..... es ist nur manchmal so, dass sich Symptome subsumieren, durch Angst, durch Anspannung etc.
Man kann diesen Teufelskreis dann nur durchbrechen indem man notfalls auch mit einem Benzo mal Ruhe ins System bringt.

Ich persönlich habe erst 1x in all diesen Jahren zu einem Notfallsbenzo gegriffen, und es hat mir sehr geholfen, nur damit ich gefühlt habe, dass es nur angstbedingt ist und dass ich zu überreizt war, und deshalb selber nicht mehr runterregeln konnte.

Du mußt dich halt selber fragen ob du es aushalten kannst, oder ob du das Gefühl hast es wird immer unaushaltbarer.

GLG
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Brina
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von Brina » Samstag, 30.03.19, 19:40

Liebe Lunetta,

danke für Deine weisen Worte.

Das mit dem Blutdruckmessen kenne ich auch ein wenig :) Seit ich in den Wechseljahren bin, hab ich ziemliche Blutdruckschwankungen. Meist niedrig und prima, aber dann kommen wieder dazwischen aus dem Nichts Werte von 150 zu 91, wo ich Angst bekomme.
Darf ich fragen, wie Deine Werte so sind und wann DU persönlich Angst bekommst bei welchen Werten? Man liest so viel Unterschiedliches Im Netz, welche Werte noch normal sind etc

Liebe Grüße,
Brina
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Helmut65
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von Helmut65 » Sonntag, 31.03.19, 19:18

Hallo Brina,

ich möchte dir meine Erfahrungen mit meinen innerlichen vibrieren schildern.
bei mir ist es momentan so dass das innerliche vibrieren mit meinen Bromazepam Entzug in der Klinik zusammenhängt. seit 6 Tagen nehme ich wieder 6mg Brom täglich um nicht wieder die schlimmen Absetzsymptome zu bekommen. das innerliche vibrieren oder ich beschreibe es mal so, als ob hunderte von Ameisen innerlich vor allem in den Oberarmen, Schultern, manchmal auch in den Beinen ihr Unwesen treiben. ich habe hier im Forum gelesen dass das ZNS übereizt ist und es deshalb bei manchen zu solchen symptomen kommen kann. ich würde dir auch raten nicht so viel Vitamin Präparate zusätzlich zu nehmen. solltest du dich Gesund ernähren ist dies völlig unnötig.
ich glaube das ZNS und die ganzen Rezeptoren müssen sich erst wieder neu ordnen. dies kann Tage oder Monate dauern. dies sind aber nur Vermutungen von mir.
das innerliche vibrieren, zittern usw. sind aber unter anderen Symptome von Benzodiazepinen. hast dur Öhrgeräusche ? (Tinnitus)

liebe Grüße von mir an alle
Helmut
Bromazepam, seit 04.07.19 auf 0mg

lunetta
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von lunetta » Sonntag, 31.03.19, 20:00

Hallo!

Meine BD Werte sind IMMER so um 160/100, nur manchmal 150/95, niedriger eigentlich nie.

Bei deinen Werten würde ich mir keine großen Gedanken machen. Ich habe die hohen Werte auch wenn ich 2 Std. am Sofa liege:(
Also in absoluter Ruhe.

Es ist ja der 2. Wert, der gefährlicher ist, und der ist miz 91 ja nahezu normal bei dir;)

Ich hoffe jetzt erstmal dass der Betablocker bald mal wirkt...

Sind die zaps besser geworden?

GLG
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Brina
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von Brina » Sonntag, 31.03.19, 20:38

Lieber Helmut, liebe Lunetta,

@Helmut: vielen, vielen Dank für Deine Schuílderungen. Bei mir fühlte es sich anders an, es war ein richtiges Vibrieren, wirklich so als ob die Muskelbündel hochfrequent also seeeehr schnell vibrieren.....so als wenn man auf einer Waschmaschine sitzt, die schleudert. Es ist gottlob weg.
Das mit den Ameisen hatte ich nicht, ich hoffe ganz doll, dass sich das bei Dir bald bessert und ganz verschwindet. Aber bestimmt kommen alle diese eigenartigen Haut- und Nervenphänomene von den blöden Benzos auch wenn ich sie nie täglich genommen habe, sondern wirklich selten.
Nein, Ohrgeräusche habe ich absolut nicht!! Hast Du denn sowas?! Oder warum fragst Du??
Seit wann nimmst Du denn Benzos? Und hast Du sie täglich genommen?

@lunetta: Hm, ok, dann kann ich jetzt die Werte ein bißchen besser einordnen. Dann sind meine wirklich gottseidank harmlos.
Die Zaps sind komplett weg. Ich bin so dankbar und froh. Heute nacht war es noch ein wenig fürchterlich, obwohl ich gestern abend brav meine Muskelentspannung gemacht habe für 35 Min. und schöne Märchenhörbücher gehört hab und Pünktchen und Anton von Kästner....bin nachts aus extrem tiefem Schlaf hochgeschreckt und habe mal Blutdruck gemessen, weil ich mich wie scheintot gefühlt hab: 105 zu 60. Das war auch etwas komisch.
Heute sind die Werte wieder alle prima und ich konnte gut und viel im Garten arbeiten, was mir sooooo viel Freude immer macht. Wir haben so einen Naturgarten mit vielen einheimischen Wildstauden für Insekten, Honigbienchen, Wildbienen....

Heute sticht meine Haut überall, das Brennen ist heute nicht da.....abgefahren all die Sachen. Ob ich nicht doch eine schlimme Krankheit habe?!

Liebe lunetta, lieber Helmut: ich wünsche euch beiden von Herzen das Allerbeste, und dass Ameisnelaufen und hoher Blutdruck bald verschwinden.

Brina
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von Helmut65 » Sonntag, 31.03.19, 22:03

Hallo Brina,

Benzo seit ca. 15 Jahren, ja hatte so ein rauschen im rechten Ohr beim absetzen der Brom. das waren unter anderen meine Symptome. jetzt nach der Einnahme meines langjährigen "Freundes" namens Bromi ist das rauschen im Ohr Gott sei Dank wieder weg.
ich hatte im Februar ca. 3 Wochen täglich 1-2,5mg Tavor täglich genommen (hatte zu der Zeit kein Bromazepam) und rate dir bitte die Finger davon zu lassen. auch kleine Mengen lasse bitte sein. habe in der Entzugsklinik jemanden kennengelernt den es entzogen wurde. es ist die Hölle, wobei der Entzug vom Brom auch nicht ohne ist.

lieber Gruß
Helmut
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Helmut65
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von Helmut65 » Sonntag, 31.03.19, 22:07

Brina, hast du mal abchecken lassen ob es eventuell ein Tremor sein könnte. das ist auch ein unkontrolliertes Muskelzucken. da gibt es viele Tremorarten. essentielle usw.

Gruß Helmut
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von lunetta » Sonntag, 31.03.19, 22:52

Hallo!

Das Hautstechen könnte von der Sonne sein, oder vielleicht von Pflanzen. Im Entzug reagiert man ja auf Vieles hanz schlimm.

Aber schonmal ein Riesenfortschriit, dass beide unangenehmen Symptome weg sind:)
Rest hejt auch wieder weg.

Und du hast ganz sicher keine schlimme Krankheit. GLG
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von Razia » Montag, 01.04.19, 10:18

Liebe Brina

durch das gereizte ZNS hat mal sehr viele Symptome und ich persönlich musste da enorm aufpassen (auch aufgrund der Vorgeschichte) da nicht in eine Hypohondrie zu rutschen. Dabei haben mir Theraphie Sitzungen sehr gut geholfen.

LG
Ramona
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Brina
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von Brina » Montag, 01.04.19, 14:06

Hallo,

vielen Dank für eure beruhigenden Antworten.

Das Abrutschen in eine Hypochondrie ist wirklich eine Gefahr. Mein Problem ist einfach: wie kann es sein, dass ich all diese Symptome habe, OBWOHL ich in NIE das Benzo täglich eingenommen habe??? Ich habe Tavor so selten eingenommen. Vielleicht spielt die Anzahl der Jahre eine Rolle? Bei mir sind es fast 5 Jahre.

Ich bin gerade so schlimm verzweifelt über meine private Situation: meine Schwiegermutter hat aus heiterem Himmel im Februar Lungenkrebs im Endstadium diagnostiziert bekommen. Mein Freund hatte all die Jahrzehnte ein extrem schlechtes Verhältnis zu ihr, eigentlich gar kein richtiges Verhältnis. Er hat alle 3 Wochen mal mit ihr telefoniert, eigentlich nie von sich aus. Gesehen hat er sie so zwei, dreimal im Jahr - auf keinen Fall öfter. Er hat sich immer für sie geschämt, fand sie peinlich, ungebildet, geizig, ausländerfeindlich etc. Sie war früher in der Kindheit nie für ihn da, er war immer alleine, sie ist extrem hart, zeigt nie gefühle, lästert ständig über andere, ist negativ, vergiftet mit Negativität die Stimmung. Sie war also nie eine reale Präsenz in unserer Beziehung. Ich habe sie vielleicht einmal im Jahr gesehen.

Präsent war sie nur in folgendem Sinn: mein Freund hat eine handfeste Bindungsstörung, hat auch eine Therapie deswegen/dafür gemacht, die aber nicht wirklich was gebracht hat. Diese Störung ist eigentlich sehr eindeutig auf das ultra-schiwerige Verhältnis aus der Kindeit zu seiner M>utter zurückzuführen.

Nun seit die "verhasste" Mutter den Lungenkrebs diagnostiziert bekommen hat im Februar, läuft unsere Beziehung denkbar schlecht. Mein Freund ist wie verwandelt, wie ausgewechselt im Bezug auf seine Mutter. Er telefoniert jeden (!!!) Tag mit ihr mehrmals und lange, ist super geduldig. Er fährt sie jede Woche (sie wohnt 45 Minuten von seinem Wohnort entfernt, die Klinik ist dann nochmal eine halbe Stunde weitere Fahrzeit!!) zu JEDER Chemositzung. Holt sie morgens um 8 Uhr ab, fährt mit ihr in das Krankenkenhaus, sitzt dort stundenlang währen der Chemo neben ihr während das Medikament über Stunden in sie läuft, dann fährt er sie wieder zurück nach hause (sie wohnt noch alleine, sie ist 75), geht dann noch für sie einkaufen, fährt dann wieder die 45 Minuten nachhause. Oftmals war er auch 2 Mal pro Woche bei ihr, um weitere Arzttermine mit ihr zusammen wahrzunehmen.

Die diversen Telefonate pro Tag (sie ruft SO oft an und stammelt dann irgendwelches unwichtiges Zeug) sind super-anstrengedn für meinen Freund UND für mich (wenn ich bei ihm bin, wir haben eine Fernbeziehung, sind aber dann jeweils mehrere Wochen beieinander, er Schauspieler, ich JOurnal.), die das miterlebt. Sie scheint durch die Chemo angetriggert jetzt auch dement geworden zu sein. Sie versteht vieles nicht mehr, der Demenztest beim Professor in der Chemoklinik war sehr auffällig. Sie wird von Verschwörungstheorien geplagt, es geht immer um ihr scheiß Geld. Denkt ständig, dass die Bank ihr Geld stehlen will....fängt nachts an, den Fernseher auseinanderzuschrauben (keine Ahnung, ob das wirklich so war oder ob das Halluzinationen waren...).

Vorgestern hat sie meinen armen Freund nachts um vier Uhr (!!!!!) auf dem Festnetz angerufen, nur um ihm zu unterstellen, dass er ihr Geld klaut und ihr ihr Konto online gesperrt hat.

Er opfert sich komplett für seine Mutter auf gerade, was ja sehr löblich ist. Aber es ist extrem schwierig auch für mich, dass ein anderer Mensch so urplötzlich SO extrem präsent istUND dass er plötzlich so lieblos zu mir ist. Ich habe für die Mutter gekocht, habe sie 2 Mal zu dieser furchtbaren Chemo begleitet...

Mein Problem ist, dass mein Freund seit dieser Diagnose komplett wie verändert zu mir ist: er sagt nicht mehr, dass er mich liebt, schickt über whatsapp keine Herzchen mehr, redet sehr depressiv mit mir, fühlt sich oft depressiv.
Er ruft mich oft an, aber ist unaufmerksam am Telefon, lieblos, nicht flirty und zärtlich, er spricht sachlich mit mir wie mit einem Kumpel.

Wir haben seit 10 Jahren eine Fernbeziehung, wohnen nicht zusammen, und ich bin seit 2 Wochen in Berlin in meiner Wohnung, er ist in s einer Wohnung in Köln. Als ich in Köln war bis vor kurzem war er antriebslos, depressiv, überlastet. ich habe ja meine eigen derzeitigen psychischen und körperlichen Probleme, wie ihr wisst. Ich bin dann vor 2 Wochen nach Berlin gefahren, damit er nicht auch noch mein Gejammer und meine psycho-Abstürze mitbekommt. Damit ich mich hier um meine Seele, eine neue Therapie und um die körperlichen Probleme in Ruhe kümmern kann, ohne dass er auch das noch alles haarklein mitbekommt.

Er ist weiterhin extrem schlecht drauf, ist oft depressiv in seiner Wohnung, aber er verabredet sich viiiiel mit Kumpels und Freunden, macht schöne Sachen. NIE aus eigener Initiative, sondern seine >Freunde haben entweder eine Theaterkarte übrig, oder schlagen ein Konzert vor...gestern am Sonntag war er mit einem Single-Kumpel in einem Biergarten am Rhein und hat mir vorgeschwärmt, dass dieser Kumpel jetzt eine Fahradgruppe auf whatsapp für drei Kumpel eingerichtet hat, sodass sie sich leichter zum Radeln verabreden können.

Eigentlich ist mein Freund dran mit dem mich hier Besuchen in Berlin, aber das steht echt in den Sternen, wann er Zeit dafür hat, da ja alles abhängig ist von den Arztterminen seiner Mutter: in einer Woche ist die Chemo durch, danach kommen aber neue MRTs, dann Einweisung in stationären Aufenthalt im Krankenhaus für die Strahlentherapie, dann eventuell OP. Ihre Lebensprognose sind 2 bis 3 Jahre, sie hat Metstasen und befallene Lymphknoten.

Das schlimme ist, dass alles auf meinem Freund lastet, da er keine Geschwister hat und sein Vater bereits tot ist. Er ist also für alles zuständig. Vielleicht muss er jetzt zu der Krebserkrankung nun auch noch bald ein Demenz-Pflegeheim für seine Mutter suchen.


Heute morgen sagte ich: "Ich habe das Gefühl, dass Du schöne sachen machst und regelrecht aufblühst seit ich weg bin". Und er so: "ja, das kann sein, dass das gerade ein wenig so ist". Ds hat mir echt einen tiefen Stich versetzt, auch wenn ich weiß, dass er meine psycho-krankheitsphasen nie gut ertragen hat.

ich habe gestern gefragt, ob er mich denn noch lieben würde. Er so: aber ja, natürlich, es sind nur so schwere und surreale Zeiten. So eine Zeit wie jetzt hatte ich noch nie. Ich habe solche Angst, was da mit meiner Mutter noch alles auf mich zu kommen wird.

Aber ich verstehe einfach nicht, warum er so kühl, sachlich ist. Schwer ist auch, dass er schon imemr jemand war, der sich in schweren zeiten nicht helfen lässt. In schwierigen zeiten zieht er sich von mir zurück, macht dicht. Er weiß das, kann es aber nicht ändern.


Ich habe so Angst, dass er mich plötzlich nicht mehr lieb hat!

Brina
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von lunetta » Montag, 01.04.19, 15:03

Hallo!

Man hört bei dir deutliche Verlustängste...

Die haben wir alle in irgendeiner Form, denn wer möchte schon dass Partnerschaften auseinandergehen, oder dass Eltern sterben z.B., aber trotzdem müssen wir uns damit auseinandersetzen wenn es soweit wäre.

Du sagst du kennst solche Zeiten von deinem Freund schon, dass er sich zurückzieht wenn es psychisch stressig wird, und dass er dicht macht.

Ich denke, dass es auch für ihn dzt. eine sehr schwer Zeit ist, und er sich nicht noch zusätzlich mit Beziehungsgesprächen belasten möchte, bzw. dzt. nicht die Kraft hat dir seine Liebe zu bestätigen - vielleicht ist für ihn völlig klar dass er dich sowieso liebt und dir das nicht ständig sagen muß.

Laß vielleicht mal ein wenig locker mit ihm, dränge ihn nicht, und fordere nichts ein, was er dir dzt. nicht geben kann. Vielleicht kommt er dann von selbst wieder etwas mehr mit sich ins Reine, und ihr findet wieder eine tiefere Basis.

Und wenn nicht, dann sollte es nicht sein. Hart, aber man muß es akzeptieren.

Alles Liebe und Gute! GLG
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Riot
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von Riot » Montag, 27.05.19, 20:30

Brina hat geschrieben:
Montag, 01.04.19, 14:06
Hallo,

vielen Dank für eure beruhigenden Antworten.

Das Abrutschen in eine Hypochondrie ist wirklich eine Gefahr. Mein Problem ist einfach: wie kann es sein, dass ich all diese Symptome habe, OBWOHL ich in NIE das Benzo täglich eingenommen habe??? Ich habe Tavor so selten eingenommen. Vielleicht spielt die Anzahl der Jahre eine Rolle? Bei mir sind es fast 5 Jahre.

Ich bin gerade so schlimm verzweifelt über meine private Situation: meine Schwiegermutter hat aus heiterem Himmel im Februar Lungenkrebs im Endstadium diagnostiziert bekommen. Mein Freund hatte all die Jahrzehnte ein extrem schlechtes Verhältnis zu ihr, eigentlich gar kein richtiges Verhältnis. Er hat alle 3 Wochen mal mit ihr telefoniert, eigentlich nie von sich aus. Gesehen hat er sie so zwei, dreimal im Jahr - auf keinen Fall öfter. Er hat sich immer für sie geschämt, fand sie peinlich, ungebildet, geizig, ausländerfeindlich etc. Sie war früher in der Kindheit nie für ihn da, er war immer alleine, sie ist extrem hart, zeigt nie gefühle, lästert ständig über andere, ist negativ, vergiftet mit Negativität die Stimmung. Sie war also nie eine reale Präsenz in unserer Beziehung. Ich habe sie vielleicht einmal im Jahr gesehen.

Präsent war sie nur in folgendem Sinn: mein Freund hat eine handfeste Bindungsstörung, hat auch eine Therapie deswegen/dafür gemacht, die aber nicht wirklich was gebracht hat. Diese Störung ist eigentlich sehr eindeutig auf das ultra-schiwerige Verhältnis aus der Kindeit zu seiner M>utter zurückzuführen.

Nun seit die "verhasste" Mutter den Lungenkrebs diagnostiziert bekommen hat im Februar, läuft unsere Beziehung denkbar schlecht. Mein Freund ist wie verwandelt, wie ausgewechselt im Bezug auf seine Mutter. Er telefoniert jeden (!!!) Tag mit ihr mehrmals und lange, ist super geduldig. Er fährt sie jede Woche (sie wohnt 45 Minuten von seinem Wohnort entfernt, die Klinik ist dann nochmal eine halbe Stunde weitere Fahrzeit!!) zu JEDER Chemositzung. Holt sie morgens um 8 Uhr ab, fährt mit ihr in das Krankenkenhaus, sitzt dort stundenlang währen der Chemo neben ihr während das Medikament über Stunden in sie läuft, dann fährt er sie wieder zurück nach hause (sie wohnt noch alleine, sie ist 75), geht dann noch für sie einkaufen, fährt dann wieder die 45 Minuten nachhause. Oftmals war er auch 2 Mal pro Woche bei ihr, um weitere Arzttermine mit ihr zusammen wahrzunehmen.

Die diversen Telefonate pro Tag (sie ruft SO oft an und stammelt dann irgendwelches unwichtiges Zeug) sind super-anstrengedn für meinen Freund UND für mich (wenn ich bei ihm bin, wir haben eine Fernbeziehung, sind aber dann jeweils mehrere Wochen beieinander, er Schauspieler, ich JOurnal.), die das miterlebt. Sie scheint durch die Chemo angetriggert jetzt auch dement geworden zu sein. Sie versteht vieles nicht mehr, der Demenztest beim Professor in der Chemoklinik war sehr auffällig. Sie wird von Verschwörungstheorien geplagt, es geht immer um ihr scheiß Geld. Denkt ständig, dass die Bank ihr Geld stehlen will....fängt nachts an, den Fernseher auseinanderzuschrauben (keine Ahnung, ob das wirklich so war oder ob das Halluzinationen waren...).

Vorgestern hat sie meinen armen Freund nachts um vier Uhr (!!!!!) auf dem Festnetz angerufen, nur um ihm zu unterstellen, dass er ihr Geld klaut und ihr ihr Konto online gesperrt hat.

Er opfert sich komplett für seine Mutter auf gerade, was ja sehr löblich ist. Aber es ist extrem schwierig auch für mich, dass ein anderer Mensch so urplötzlich SO extrem präsent istUND dass er plötzlich so lieblos zu mir ist. Ich habe für die Mutter gekocht, habe sie 2 Mal zu dieser furchtbaren Chemo begleitet...

Mein Problem ist, dass mein Freund seit dieser Diagnose komplett wie verändert zu mir ist: er sagt nicht mehr, dass er mich liebt, schickt über whatsapp keine Herzchen mehr, redet sehr depressiv mit mir, fühlt sich oft depressiv.
Er ruft mich oft an, aber ist unaufmerksam am Telefon, lieblos, nicht flirty und zärtlich, er spricht sachlich mit mir wie mit einem Kumpel.

Wir haben seit 10 Jahren eine Fernbeziehung, wohnen nicht zusammen, und ich bin seit 2 Wochen in Berlin in meiner Wohnung, er ist in s einer Wohnung in Köln. Als ich in Köln war bis vor kurzem war er antriebslos, depressiv, überlastet. ich habe ja meine eigen derzeitigen psychischen und körperlichen Probleme, wie ihr wisst. Ich bin dann vor 2 Wochen nach Berlin gefahren, damit er nicht auch noch mein Gejammer und meine psycho-Abstürze mitbekommt. Damit ich mich hier um meine Seele, eine neue Therapie und um die körperlichen Probleme in Ruhe kümmern kann, ohne dass er auch das noch alles haarklein mitbekommt.

Er ist weiterhin extrem schlecht drauf, ist oft depressiv in seiner Wohnung, aber er verabredet sich viiiiel mit Kumpels und Freunden, macht schöne Sachen. NIE aus eigener Initiative, sondern seine >Freunde haben entweder eine Theaterkarte übrig, oder schlagen ein Konzert vor...gestern am Sonntag war er mit einem Single-Kumpel in einem Biergarten am Rhein und hat mir vorgeschwärmt, dass dieser Kumpel jetzt eine Fahradgruppe auf whatsapp für drei Kumpel eingerichtet hat, sodass sie sich leichter zum Radeln verabreden können.

Eigentlich ist mein Freund dran mit dem mich hier Besuchen in Berlin, aber das steht echt in den Sternen, wann er Zeit dafür hat, da ja alles abhängig ist von den Arztterminen seiner Mutter: in einer Woche ist die Chemo durch, danach kommen aber neue MRTs, dann Einweisung in stationären Aufenthalt im Krankenhaus für die Strahlentherapie, dann eventuell OP. Ihre Lebensprognose sind 2 bis 3 Jahre, sie hat Metstasen und befallene Lymphknoten.

Das schlimme ist, dass alles auf meinem Freund lastet, da er keine Geschwister hat und sein Vater bereits tot ist. Er ist also für alles zuständig. Vielleicht muss er jetzt zu der Krebserkrankung nun auch noch bald ein Demenz-Pflegeheim für seine Mutter suchen.


Heute morgen sagte ich: "Ich habe das Gefühl, dass Du schöne sachen machst und regelrecht aufblühst seit ich weg bin". Und er so: "ja, das kann sein, dass das gerade ein wenig so ist". Ds hat mir echt einen tiefen Stich versetzt, auch wenn ich weiß, dass er meine psycho-krankheitsphasen nie gut ertragen hat.

ich habe gestern gefragt, ob er mich denn noch lieben würde. Er so: aber ja, natürlich, es sind nur so schwere und surreale Zeiten. So eine Zeit wie jetzt hatte ich noch nie. Ich habe solche Angst, was da mit meiner Mutter noch alles auf mich zu kommen wird.

Aber ich verstehe einfach nicht, warum er so kühl, sachlich ist. Schwer ist auch, dass er schon imemr jemand war, der sich in schweren zeiten nicht helfen lässt. In schwierigen zeiten zieht er sich von mir zurück, macht dicht. Er weiß das, kann es aber nicht ändern.


Ich habe so Angst, dass er mich plötzlich nicht mehr lieb hat!

Brina
Hallo Brina, du hast hier ca. 2 Monate nicht mehr geschrieben und ich weiss auch nicht ob du das hier lesen wirst, aber ich wollte dir dennoch schreiben das ich das vibrieren auch habe und kenne. Das kann ganz unabhängig von irgendwelchen Psychopharmaka ausgelöst werden. Ich hatte dieses Phänomen damals bei jeder Trennung die ich durchlebt habe über Monate gehabt. Zurzeit habe ich es weil ich meine Bindungstraumata aufarbeite und zusätzlich zu schnell mein Opipramol reduziert habe. Angefangen hat es allerdings mit meinem Trauma. Ich hab mich ca. 2 Jahre mit dem Thema Trauma beschäftigt und ein nicht verarbeitetes Trauma kann solche Phänomene auch auslösen - jeder reagiert eben anders auf ganz starken Stress!

Zum Verständnis kannst du dir so vorstellen, das im Körper, bei einem Trauma Energie freigesetzt wird, die nicht zum Abschluss kommt (zum Beispiel durch Kampf oder Flucht oder neurogenes Zittern). Die Energie sitzt im Körper fest und kann das ganze Leben darin verweilen bis etwas passiert das dich unbewusst an das oft in der Kindheit entstandene Trauma erinnert. Die Energie wird erneut mobilisiert und kommt aber wieder nicht zum Abschluss. Bei mir zeigt sich das, dass ich bei einer Trennung/Ablehnung innerhalb von 2 Tagen nicht mehr sprechen kann, am ganzen Körper über Monate lang zittere und zig andere Symptome habe.

Du schreibst das du einen bindungsängstlichen Partner hast. Bindungsangst in dieser Form ist fast ausschließlich durch ein Bindungstraumata in der Vergangenheit. Kann zum Beispiel ausgelöst werden weil die Eltern einen vernachlässigen, selbst traumatisiert sind, die Eltern sich in ganz jungen Jahren getrennt haben uvm. Wenn man dann Nähe zulässt wird das Trauma getriggert und das ist kaum auszuhalten!Oft haben solche Menschen immer das Bedürfnis eine Beziehung einzugehen in der Hoffnung das dieses mal alles anders wird, aber ein Trauma bleibt ohne therapeutische Hilfe immer im System und aktiviert sich bei Nähe. Das zu deinem Partner.

Trauma sucht sich fast immer Trauma und daher kann es sein das du selbst traumatisiert bist. Alles was da gerade bei dir passiert hat was mit Verlust von Bindung zu tun. Ich kann mir sehr gut vorstellen das das was du durchmachst eine Traumareaktion ist was massiv dein System überlastet.

Vllt. konnte ich dir ja helfen. SE (Somatic Experiencing) könnte dir in dieser Situation helfen dein Nervensystem zu regulieren. Das geht allerdings nur bedingt allein weil die eigentliche Arbeit in einem Bindungskontext zu einem Therapeuten stattfindet.

LG Riot
7.10 Erste Einnahme von Opipramol
28.10 bei 200mg Opipramol angekommen
29.10 Abpruptes absetzen von Opipramol wegen Umstellung auf 10mg Citalopram welches nur einmal eingenommen wurde
3.11 Wiedereinnahme von 200mg Opipramol
7.12 auf 100mg runterdosiert
8.12.16 auf 125 mg hochdosiert
12.01.17 auf 112,5 mg runterd./Müde, verwirrt, ängstlich, wenig Apetitt
2.02 auf 100 mg runterd.
20.02 auf 88,5 mg runter/ Alpträume, schlechterer schlaf
3.03 75mg/ Alpträume, innere Unruhe, jedoch sehr gute Laune, Konzentration kommt zurück
29.03 66mg
14.04 58mg
3.05 49mg nur ein Tag absetzsymptome
5.06 auf 75mg aufdosiert
22.11.17 70mg
10.05.18 auf 100mg (Opi) aufdosiert
ca. 20.03.18 eindosierung Escitalopram
20.3 - 27.3 2,5mg Escitalopram
28.3 - 04.4 5mg Escitalopram
4.4 - 8.4 7,5mg Escitalopram
ab 10.4.18 10mg Escitalopram
22.4.18 runterdosiert auf 5mg Escitalopram
dann stetig runterdosiert
24.5.18 0mg Escitalopram --> 5Tage später Crash gehabt/zu schnell abgesetzt
3.06.18 wieder eindosiert auf 2,5 mg Escitalopram
4.06.18 reduziert auf 1,9 mg
16.06.18 reduziert auf 0,7 mg
24.06.18 reduziert auf 0,37 mg
6.02.2019 Opipramol stetig in 4mg Schritten alle 2-3 Wochen reduziert - mittlerweile bei 59mg
25.03 weiterhin in 4mg Schritten reduziert
—>44mg
2.04.19 40mg
1.05.19 37mg
2.06.19 33,3mg
30.06.19 29,6mg
13.08.19 25,9mg (noch 7 mal reduzieren :party2: )
5.09.19 22,2mg

Brina
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von Brina » Mittwoch, 29.05.19, 10:27

Vielen, vielen herzlichen Dank, Riot!

Lustigerweise habe ich gestern urplötzlich den Impuls verspürt, hier mal wieder reinzuschauen...und am Tag vorher hattest Du gerade Deine ausführliche, helfende Nachricht hier geschrieben. Wirklich vielen dank dafür.

Das Vibrieren war gottlob nie wieder so schlimm wie ganz am Anfang in den ersten Wochen. Manche Wochen war es sogar ganz weg. Jetzt ist seit ein paar Tagen wieder präsenter und ich weiß nicht warum. Ich kann nachts sehr gut schlafen, aber es ich merke das Brummeln und Virbrieren echt wieder ziemlich. Ich war letzte Woche mit meinem Freund bei der Beerdigung seiner Tante, die urplötzlich verstorben ist: tja, vielleicht hängt es damit zusammen. Damals fing das Vibrieren paar Tage nach dem Tod meines Häschens an, jetzt tritt es erneut nach einer Beerdigung auf. Vielleicht ist das Trauma, das immer wieder angetriggert wird meine Verlassensängste, Angst vor dem Tod meiner Eltern oder meines Partners etc.

Darf ich abschließend bitte fragen, WIE genau sich das Vibrieren bei Dir anfühlt? Bei mir ist es ausschlißelich im unteren Rücken, den Pobacken. Und es fühlt sich wirklich so an, als würde draußen eine Planierraupe vorbeifahren oder ich eben auf einer sehr schnell schleudernden Waschmaschine sitzen.

Grüße von Brina
Seit knapp 5 Jahren 1mg Tavor (Lorazepam) alle 2 bis 3 Wochen. NIE täglich. Manchmal auch nur alle 2 Monate 1mg Tavor. Es gab aber auch Phasen, in denen ich mal 1mg Tavor einmal pro Woche nahm.

Letzte Tavor: 15. März
16. März einmalige Diazepameinnahme (Erste Hilfe Neurologie Berlin): 10mg Diazepam
18.-20. März 25mg Amitryptillin, also nur an 3 Abenden eingenommen

Riot
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von Riot » Mittwoch, 29.05.19, 11:52

Hey Brina,

habe ich natürlich liebend gerne gemacht! Anscheinend findest du sogar Zusammenhänge zu Verlustängsten und ich lag nicht so ganz falsch damit. Ich finde allein die Tatsache das es Auslöser hat und nicht einfach so kommt ohne besondere Ursache ist etwas erlösend, so ist es für mich aufjedenfall. So wirst du auch eher eine Lösung für dich finden. Viele machen leider den Fehler und suchen die Ursache in Organen, ausschliesslich im Körperlichen aber unsere Psyche unsere Seele ist meist der Hauptauslöser für unsere ganzen Probleme.

Also mein vibrieren fühlt sich so an als wäre ich an ganz minimalem Strom angeschlossen, als würde es in Wirklichkeit mein Blutfluss sein, denn es setzt gerne mal bei einem Herzschlag für eine ganz kurze Zeit aus oder wie wenn ich so ganz kleine sehr schnelle Vibrationsalarme in meinem Oberkörper hätte. Gib doch einfach mal "inneres vibrieren" hier in der suche ein und du wirst schnell merken das es so viele haben. Bei vielen ist es vom reduzieren oder absetzen eines Medis aber im Endeffekt ist es weil dein zentrales Nervensystem überfordert ist von dem innerlichen Stress was auch durch PTBS und so weiter ausgelöst wird.

Nehme das ganze einfach als neuer Wegweiser, der dir immer mal wieder zeigt was gerade in deinem Leben schief läuft oder dich belastet. Manchmal schickt uns unser Körper eben kleine Signale das wir etwas ändern sollten :)

LG Riot
7.10 Erste Einnahme von Opipramol
28.10 bei 200mg Opipramol angekommen
29.10 Abpruptes absetzen von Opipramol wegen Umstellung auf 10mg Citalopram welches nur einmal eingenommen wurde
3.11 Wiedereinnahme von 200mg Opipramol
7.12 auf 100mg runterdosiert
8.12.16 auf 125 mg hochdosiert
12.01.17 auf 112,5 mg runterd./Müde, verwirrt, ängstlich, wenig Apetitt
2.02 auf 100 mg runterd.
20.02 auf 88,5 mg runter/ Alpträume, schlechterer schlaf
3.03 75mg/ Alpträume, innere Unruhe, jedoch sehr gute Laune, Konzentration kommt zurück
29.03 66mg
14.04 58mg
3.05 49mg nur ein Tag absetzsymptome
5.06 auf 75mg aufdosiert
22.11.17 70mg
10.05.18 auf 100mg (Opi) aufdosiert
ca. 20.03.18 eindosierung Escitalopram
20.3 - 27.3 2,5mg Escitalopram
28.3 - 04.4 5mg Escitalopram
4.4 - 8.4 7,5mg Escitalopram
ab 10.4.18 10mg Escitalopram
22.4.18 runterdosiert auf 5mg Escitalopram
dann stetig runterdosiert
24.5.18 0mg Escitalopram --> 5Tage später Crash gehabt/zu schnell abgesetzt
3.06.18 wieder eindosiert auf 2,5 mg Escitalopram
4.06.18 reduziert auf 1,9 mg
16.06.18 reduziert auf 0,7 mg
24.06.18 reduziert auf 0,37 mg
6.02.2019 Opipramol stetig in 4mg Schritten alle 2-3 Wochen reduziert - mittlerweile bei 59mg
25.03 weiterhin in 4mg Schritten reduziert
—>44mg
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1.05.19 37mg
2.06.19 33,3mg
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Brina
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von Brina » Mittwoch, 24.07.19, 21:52

Hallo ihr alle,

ich bin es mal wieder mit einem neuen, mir angstmachendem Symptome. Das Virbrieren ist weg, manchmal noch miiiinimalst da, aber kaum, kaum zu spüren, eigentlich komplett weg.
Auch das Kopfhautbrennen ist nie wieder gekommen.

Vor ca. 3 Wochen fing etwas sehr eigenartiges an, was mir unglaubliche Angst macht: in meinem rechten Schienbein ist alle paar Sekunden an einer bestimmten Stelle ein ganz kurzes Kribbeln. Das ist intermittierend, alle paar Minuten ein paar Mal da, dann wieder Minutenlang weg. Das ganze hatte ich vor Jahren schon Mal am linken Schienbein, was nach einigen Monaten komplett verschwunden ist links. Links war es kein richtiges Kribbeln, sondern so wie ein kleiner intermittierender Vibrationsalarm eines handys unter der Haut auf dem Schienbein. So bzz-bzz-bzzz....weg......bzz-bzz-bzz,....weg. Links istes seit Jahren weg.

Rechts hab ich es jetzt, leicht anders, aber sehr ähnlich und auf der gleichen Höhe auf dem Schienbein wie früher links. Manchmal hab ich auch am rechten Knöchel gleichzeitig so wie ein Stromschlag: das macht dann bzapppkribbel-bzappkribbel-bzappkribbel....weg.....bzappkribbel-bzappkribbel-bzappkribbel....weg.

Ich verspüre KEINE Unruhe in den Beinen, KEINEN DRang meine Beine zu bewegen. Ich kann nachts sehr gut schlafen, nachts ist es komplett weg. Ich habe mir alles über Restless Legs durchgelesen, aber das passt so gar nicht. Ich habe auch mal in eine Forum für Restless Legs geschrieben, aber alle meinten, dass sich das alles NICHT typisch dafür anhört.

Es war auch vor 2 Wochen mal 2 Wochen lang ganz weg. Jetzt ist seit ein paar Tagen wieder da.

WAS kann das nur sein??? Ich habe auch KEINE tauben Stellen. Ich kann sehr gut gucken. ALso kann es auch keine Multiple Sklersoe sein.

Was ist dieses stromartige Kribbeln an Schienbein und Knöchel nur????? Es macht mir solch furchtbare, schreckliche Angst. Und es stört so sehr.

Kennt das bitte jemand? Können das auch meine Wechseljahre sein?

Brina
Seit knapp 5 Jahren 1mg Tavor (Lorazepam) alle 2 bis 3 Wochen. NIE täglich. Manchmal auch nur alle 2 Monate 1mg Tavor. Es gab aber auch Phasen, in denen ich mal 1mg Tavor einmal pro Woche nahm.

Letzte Tavor: 15. März
16. März einmalige Diazepameinnahme (Erste Hilfe Neurologie Berlin): 10mg Diazepam
18.-20. März 25mg Amitryptillin, also nur an 3 Abenden eingenommen

lunetta
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Re: Brina : Inneres Vibrieren - bitte Hilfe!!!

Beitrag von lunetta » Donnerstag, 25.07.19, 11:25

Hallo!

Du mußt dir da keine Sorgen machen - genau dasselbe Symptom hatte ich auch für mehrere Wochen mehr oder weniger stark abwechselnd.

Ist am Anfang etwas ungewohnt und man macht sich Gedanken, aber es vergeht wieder - bei mir ist es dann nie wieder gekommen bis jetzt.

Hake es einfach als Entzugssymptom ab.

GLG
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