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Lloulou: Ich habe mich auf den Weg gemacht... (Escitalopram)

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Lloulou
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Lloulou: Ich habe mich auf den Weg gemacht... (Escitalopram)

Beitrag von Lloulou » Samstag, 23.03.19, 19:51

Hallo, liebe Leidens- und Lern-Genossen,

ich habe vor einer ganzen Weile schon dieses Forum entdeckt und mich angemeldet, weil ich mich mit dem Gedanken trug, mein AD abzusetzen und auf Grund zweier sehr unangenehmer und erfolgloser Versuche in der Vergangenheit ziemlich Angst davor aufgebaut hatte.
Jetzt bin ich so weit und habe, dank der vielen Anregungen und Berichte, die ich hier gefunden habe, einen PLAN und die wohlbegründete HOFFNUNG, dass ich damit erfolgreich sein werde.

Mein Plan:
Alle drei Wochen um 7,5 % der vorherigen Dosis reduzieren. Wenn es dabei bleibt, wird sich das ganze über 2,5 - eher 3 Jahre erstrecken. Macht nichts, Hauptsache, ich bin irgendwann frei davon und das hoffentlich guter Dinge und gesund!

Gestern, am 22.3.2019, habe ich die erste Reduktion vorgenommen (Methode Feinwaage).
Zur Protokollierung "missbrauche" ich eine App, mit der man eigentlich Gewichtsreduktionen festhalten soll/kann. Die habe ich gefunden, weil ich kürzlich mit Intermettierendem Fasten begonnen habe, mit dem ich mein in den letzten 3 Jahren entstandenes Übergewicht wieder abbauen will. (Ja, ja, ich weiß, man sollte besser nicht mit zwei Veränderungen auf einmal beginnen, aber in diesem Fall halte ich es für eine gute Kombi, da jedes Kilo weniger an meinem Körper mein Wohlgefühl und mein Selbstwertgefühl sowie meine Selbstwirksamkeit verstärken wird, alles Faktoren, die mir hoffentlich helfen werden, die eine oder andere Klippe auf dem Weg des Ausschleichens zu umschiffen. :roll:)

In dieser App kann ich auch Stimmungsschwankungen erfassen - ich überlege aber, ob ich dafür noch eine andere App parallel benutzen soll, die ich zur Arbeit an meinen Essstörungen verwendet hatte und die dafür besser geeignet ist.

Mein lieber Neffe, den ich um eine Formel zur Berechnung des ganzen Verlaufs gebeten hatte, hat "mal eben" ein paar Zeilen Programmcode geschrieben und mir eine Liste aller Reduktionsschritte ausgegeben sowie eine Kurve als Grafik dazu mit einer Zeitachse und einer für Menge der Substanz. Wenn sich jemand dafür interessiert, einfach schreiben.

Wenn ich auch heute Vormittag eine äußerst labile (zum Glück kurze) Phase mit einem heftigen Wutausbruch und Tränenströmen hatte, bin ich unterm Strich doch guter Dinge und finde das Projekt sehr spannend. Ich habe auch die Hoffnung, durch die Erfahrungen mit den Absetzsymptomen vielleicht noch weitere Erkenntnisse darüber, wie ich ticke ( und NICHT AUSTICKE :sports: ) zu bekommen.

Meine Psychotherapie habe ich vor zwei Wochen beendet, aber meine Therapeutin wird mich auch weiterhin psychiatrisch betreuen. (Im Hinblick auf Fragen zum Ausschleichen habe ich allerdings keinerlei Erwartungen an sie nach verschiedenen Diskussionen... Allerdings hat sie grundsätzlich zugestimmt, dass ich jetzt stabil genug bin, um die Dosis zu reduzieren.)

Ich werde weiter berichten, wie es mir ergeht und hoffe, vielleicht auch einmal Anderen mit meinen Erfahrungen helfen zu können.

Glück auf Euch allen,
Lulu
Zuletzt geändert von Murmeline am Samstag, 23.03.19, 22:34, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
Baujahr 1961.

Schon in der Kindheit psychische Auffälligkeiten (überängstlich, weinerlich, schnell verletzt, Essenverweigerung ... phasenweise hoch risikobereit...).

Zu Beginn der Pubertät Zwangsneurosen. Extremer Rückzug.

Mit 17 Jahren erstmals bei einem Psychiater nach mehreren Zusammenbrüchen. Er verschrieb mir ein Medikament (weiß nicht mehr, welches), das ich nach wenigen Tagen absetzte, weil ich mich damit wie ein Zombie fühlte.

Schwere depressive Phase mit 26 J. nach dem frühen Tod meiner beiden Brüder innerhalb eines halben Jahres (Autounfall, Selbstmord). Klinikaufenthalt und anschließend mehrere Jahre Therapie.

Danach zwei weitere schwere depressive Episoden, die ich ohne Medikamente und ohne fachliche Hilfe überstand.

2015, ausgelöst wohl durch den Tod meiner Mutter, zunehmend starke Symptome.

März - Mai 2016 10 Wochen teilstationäre Behandlung (Tagesklinik).
Diagnosen:
Rezidivierende Depressionen, Angst- und Panikstörung, Depersonalisations-/Derealisations-Syndrom, posttraumatische Belastungsstörung, instabile Persönlichkeitsstörung, Bulimie.

Mai 2016 - Februar 2019 Einzeltherapie (kognitive Verhaltenstherapie).

Seit Herbst 2018 frei von Depressionen - auch ohne Ge-/Missbrauch von Alkohol, den ich zeitweise zur "Selbsttherapie" (Spannungsabbau) benutzt hatte.

Medikamente:
Escitalopram Basics 10 mg seit 02/2016.

Weitere Medikamente und NEMs:
Hormonersatztherapie: Östrogen, sehr niedrig dosiert, und Progesteron (wegen Osteoporose)
Seit Herbst 2018: Calcium, Magnesium, Bor, Vit. D3 und K2, Zink (ebenfalls wegen Osteoporose)

2018 zwei Absetzversuche auf eigene Faust (Dosisreduktion auf die Hälfte). Sehr schnell heftigste Entzugssymptome, so dass ich beide Male UMGEHEND (innerhalb 24 Std.) wieder auf die gewohnte Dosis ging.

Ich habe aber den Wunsch, auf Dauer ohne Psychopharmaka leben zu können!
Angeregt durch dieses Forum will ich nunmehr das
Escitalopram im :schnecke: :schnecke: -Tempo ausschleichen

DANKE FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG !!!

=================================
Reduktion des Escitalopram:
=================================
1 Tablette à 10 mg Escitalopram Basics
wiegt 130 mg. Der Einfachheit halber
gebe ich das GEWICHT des PULVERS an,
das ich mit der Feinwaage abwiege .
=================================

22.03.2019: Reduktion von 130 auf 120 mg
(entspricht - 7,5 %)

27.-31.03.19: alle zwei Tage Reduktion um 1 mg => 117 (entspricht - 2,5 %)
Ende einer längeren leicht manischen Phase. Destabilisierung. Heftige emotionale Schwankungen, aber unterm Strich okay.
Bleibe jetzt mindestens 4 Wochen bei 117 mg = 90 % der Ausgangsdosis.

Jamie
Moderatorenteam
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Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Lloulou: Ich habe mich auf den Weg gemacht... (Escitalopram)

Beitrag von Jamie » Sonntag, 24.03.19, 8:20

Hallo Lloullou,

willkommen im Forum :)

Ich sehe du hast dich schlau gemacht, das ist gut :)

Von einer Reduktion alle 3 Wochen kann ich aber nur abraten, das Tempo ist eindeutig zu schnell.
Absetzsymptome schlagen oft erst zeitverzögert zu; bei SSRI ist das ein bekanntes Phänomen.
Ein so schnelles Vorgehen führt dazu, dass man womöglich erst später einsetzende Symptome nicht bemerkt / übergeht und dann bereits einen neuen Absetzschritt getan hat, obwohl der alte noch nicht "verdaut" ist und das kann zu schweren Symptomen führen und einen Entzug crashen lassen.

Die von uns empfohlene Richtlinie, 10% (oder Empfindliche auch nur 5% oder einen anderen Wert) alle 4-6 Wochen zu reduzieren, fußt auf 15, 20 Jahren Erfahrung aus Absetzforen und Betroffenengruppen.

Und zu den Plänen und Listen. Die braucht man beim Entzug nicht unbedingt und sie setzen auch nur unnötig unter Druck. Das Leben wird dir unzählige Male dazwischenfunken; dann ist auch dein so schön gemeinter Plan futsch :roll: . Da reicht schon ein 10tägiger grippaler Infekt und du darfst deinen nächsten Absetzschritt um Wochen verschieben - also gehe es bitte entspannt an.

Kennst du diesen Spruch, auch falls du nicht religiös bist?

"Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, dann mache einen Plan" :wink:

Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Lloulou
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Re: Lloulou: Ich habe mich auf den Weg gemacht... (Escitalopram)

Beitrag von Lloulou » Sonntag, 24.03.19, 10:04

Hallo Jamie,

habe herzlichen Dank für das Willkommen und für deine Ratschläge!

Das mit den Zeiträumen nehme ich sehr ernst und werde es beherzigen. (Also Abstand zwischen den Reduktionen MIND. 4 Wochen.)

Was den Plan angeht: der sollte ohnehin nur als ungefähre Leitlinie dienen.
Und dazu, Gott zum Lachen zu bringen :haha:
Weil: ein bisschen Gott bin auch ich und Lachen ist gesund! :D

Scherz beiseite: ich habe in diesem Forum so viele Signaturen mit Absetzprotokollen gelesen, dass ich mich von Vorneherein auf einen eher nicht geradlinigen Verlauf eingestellt habe.
Das Ausrechnen hat mir aber geholfen, mir zu veranschaulichen, auf welchen Zeitraum das Ganze hinauslaufen kann/wird und zu akzeptieren, dass das ein wirklich langer ist. Das wird mir helfen, meine Ungeduld zu zügeln und vernünftig vorzugehen.

Zwei Fragen noch: wie geht man am besten vor, wenn man herausfinden will, wieviel Reduktion man verträgt? Austesten, ja, aber: von unten nach oben oder von oben nach unten? Oder mittig? :cry:

Ist davon auszugehen, dass hypersensible Personen noch kleinschrittiger ausschleichen sollten als Andere?

Ich freue mich, dass ich nun Teil dieser Gemeinschaft und nicht alleine mit meinem Ansinnen und den damit verbundenen Hoffnungen und Ängsten bin!

Liebe Grüße,
Lulu
Baujahr 1961.

Schon in der Kindheit psychische Auffälligkeiten (überängstlich, weinerlich, schnell verletzt, Essenverweigerung ... phasenweise hoch risikobereit...).

Zu Beginn der Pubertät Zwangsneurosen. Extremer Rückzug.

Mit 17 Jahren erstmals bei einem Psychiater nach mehreren Zusammenbrüchen. Er verschrieb mir ein Medikament (weiß nicht mehr, welches), das ich nach wenigen Tagen absetzte, weil ich mich damit wie ein Zombie fühlte.

Schwere depressive Phase mit 26 J. nach dem frühen Tod meiner beiden Brüder innerhalb eines halben Jahres (Autounfall, Selbstmord). Klinikaufenthalt und anschließend mehrere Jahre Therapie.

Danach zwei weitere schwere depressive Episoden, die ich ohne Medikamente und ohne fachliche Hilfe überstand.

2015, ausgelöst wohl durch den Tod meiner Mutter, zunehmend starke Symptome.

März - Mai 2016 10 Wochen teilstationäre Behandlung (Tagesklinik).
Diagnosen:
Rezidivierende Depressionen, Angst- und Panikstörung, Depersonalisations-/Derealisations-Syndrom, posttraumatische Belastungsstörung, instabile Persönlichkeitsstörung, Bulimie.

Mai 2016 - Februar 2019 Einzeltherapie (kognitive Verhaltenstherapie).

Seit Herbst 2018 frei von Depressionen - auch ohne Ge-/Missbrauch von Alkohol, den ich zeitweise zur "Selbsttherapie" (Spannungsabbau) benutzt hatte.

Medikamente:
Escitalopram Basics 10 mg seit 02/2016.

Weitere Medikamente und NEMs:
Hormonersatztherapie: Östrogen, sehr niedrig dosiert, und Progesteron (wegen Osteoporose)
Seit Herbst 2018: Calcium, Magnesium, Bor, Vit. D3 und K2, Zink (ebenfalls wegen Osteoporose)

2018 zwei Absetzversuche auf eigene Faust (Dosisreduktion auf die Hälfte). Sehr schnell heftigste Entzugssymptome, so dass ich beide Male UMGEHEND (innerhalb 24 Std.) wieder auf die gewohnte Dosis ging.

Ich habe aber den Wunsch, auf Dauer ohne Psychopharmaka leben zu können!
Angeregt durch dieses Forum will ich nunmehr das
Escitalopram im :schnecke: :schnecke: -Tempo ausschleichen

DANKE FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG !!!

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Reduktion des Escitalopram:
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1 Tablette à 10 mg Escitalopram Basics
wiegt 130 mg. Der Einfachheit halber
gebe ich das GEWICHT des PULVERS an,
das ich mit der Feinwaage abwiege .
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22.03.2019: Reduktion von 130 auf 120 mg
(entspricht - 7,5 %)

27.-31.03.19: alle zwei Tage Reduktion um 1 mg => 117 (entspricht - 2,5 %)
Ende einer längeren leicht manischen Phase. Destabilisierung. Heftige emotionale Schwankungen, aber unterm Strich okay.
Bleibe jetzt mindestens 4 Wochen bei 117 mg = 90 % der Ausgangsdosis.

Annanas
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Re: Lloulou: Ich habe mich auf den Weg gemacht... (Escitalopram)

Beitrag von Annanas » Sonntag, 24.03.19, 19:25

Hallo Lulu :) ,
auch von mir noch ein herzliches Willkommen!
Lloulou hat geschrieben:
Sonntag, 24.03.19, 10:04
Austesten, ja, aber: von unten nach oben oder von oben nach unten? Oder mittig?
Normalerweise von oben nach unten, da im höheren Dosisbereich oft noch eine größere Reduktion möglich ist.

ABER, großes Aber, man muß dabei auch die individuellen Voraussetzungen in Betracht ziehen.

Lulu, dir würde ich von Anfang an ein vorsichtiges Herangehen ans Herz legen.
Erstens hast du letztes Jahr 2 gescheiterte Absetzversuche hinter dir, was meistens schon das ZNS gereizt hat u zweitens bist du hochsensibel, wie du schreibst.

Du hast jetzt 7,5 % reduziert, also mittig :wink: u müßtest schauen, wie es dir damit geht - danach richtet sich dann das weitere Vorgehen.

Entweder, du reduzierst so weiter oder wenn du merkst, es war nicht ganz so optimal, dann lieber auf 5% bzw darunter gehen.

Es zahlt sich oft aus, kleinere Schritte zu wählen.

Viel Erfolg und liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Lloulou
Beiträge: 12
Registriert: Samstag, 12.05.18, 6:52

Re: Lloulou: Ich habe mich auf den Weg gemacht... (Escitalopram)

Beitrag von Lloulou » Donnerstag, 28.03.19, 21:40

Herzlichen Dank, liebe Anna, für deine fürsorglichen Ratschläge!
VlG, Lulu
Baujahr 1961.

Schon in der Kindheit psychische Auffälligkeiten (überängstlich, weinerlich, schnell verletzt, Essenverweigerung ... phasenweise hoch risikobereit...).

Zu Beginn der Pubertät Zwangsneurosen. Extremer Rückzug.

Mit 17 Jahren erstmals bei einem Psychiater nach mehreren Zusammenbrüchen. Er verschrieb mir ein Medikament (weiß nicht mehr, welches), das ich nach wenigen Tagen absetzte, weil ich mich damit wie ein Zombie fühlte.

Schwere depressive Phase mit 26 J. nach dem frühen Tod meiner beiden Brüder innerhalb eines halben Jahres (Autounfall, Selbstmord). Klinikaufenthalt und anschließend mehrere Jahre Therapie.

Danach zwei weitere schwere depressive Episoden, die ich ohne Medikamente und ohne fachliche Hilfe überstand.

2015, ausgelöst wohl durch den Tod meiner Mutter, zunehmend starke Symptome.

März - Mai 2016 10 Wochen teilstationäre Behandlung (Tagesklinik).
Diagnosen:
Rezidivierende Depressionen, Angst- und Panikstörung, Depersonalisations-/Derealisations-Syndrom, posttraumatische Belastungsstörung, instabile Persönlichkeitsstörung, Bulimie.

Mai 2016 - Februar 2019 Einzeltherapie (kognitive Verhaltenstherapie).

Seit Herbst 2018 frei von Depressionen - auch ohne Ge-/Missbrauch von Alkohol, den ich zeitweise zur "Selbsttherapie" (Spannungsabbau) benutzt hatte.

Medikamente:
Escitalopram Basics 10 mg seit 02/2016.

Weitere Medikamente und NEMs:
Hormonersatztherapie: Östrogen, sehr niedrig dosiert, und Progesteron (wegen Osteoporose)
Seit Herbst 2018: Calcium, Magnesium, Bor, Vit. D3 und K2, Zink (ebenfalls wegen Osteoporose)

2018 zwei Absetzversuche auf eigene Faust (Dosisreduktion auf die Hälfte). Sehr schnell heftigste Entzugssymptome, so dass ich beide Male UMGEHEND (innerhalb 24 Std.) wieder auf die gewohnte Dosis ging.

Ich habe aber den Wunsch, auf Dauer ohne Psychopharmaka leben zu können!
Angeregt durch dieses Forum will ich nunmehr das
Escitalopram im :schnecke: :schnecke: -Tempo ausschleichen

DANKE FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG !!!

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Reduktion des Escitalopram:
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wiegt 130 mg. Der Einfachheit halber
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das ich mit der Feinwaage abwiege .
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22.03.2019: Reduktion von 130 auf 120 mg
(entspricht - 7,5 %)

27.-31.03.19: alle zwei Tage Reduktion um 1 mg => 117 (entspricht - 2,5 %)
Ende einer längeren leicht manischen Phase. Destabilisierung. Heftige emotionale Schwankungen, aber unterm Strich okay.
Bleibe jetzt mindestens 4 Wochen bei 117 mg = 90 % der Ausgangsdosis.

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