Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe Fories, liebe Interessierte,

seit 1.8.2019 gibt es Änderungen im Forum. Es ist nur noch teilweise öffentlich zugänglich. Ohne Anmeldung können nur die Rubriken "Informationen", "Neue Teilnehmer" sowie "Erfahrungsberichte" gelesen werden.

Die anderen Rubriken sind nur noch für registrierte Mitglieder einsehbar. Dazu gehört auch der Bereich "Ausschleichen von Psychopharmaka" mit Dokumentation der einzelnen Verläufe (Tagebücher) zum Absetzen von Antidepressiva, Neuroleptika und Benzodiazepinen. Hier findet Ihr alle Neuerungen und Änderungen. Hier steht alles Wichtige für noch nicht registrierte Interessierte.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Ein Dankeschön an alle, die sich bereits aktiv in den Erfahrungsaustausch einbringen. Gegenseitige Unterstützung stärkt jede Selbsthilfegruppe.

Euer ADFD-Team

miau: Entzugserscheinungen Escitalopram/ Doxepin

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
miau
Beiträge: 4
Registriert: Sonntag, 24.03.19, 19:57

miau: Entzugserscheinungen Escitalopram/ Doxepin

Beitrag von miau » Sonntag, 24.03.19, 20:19

Hallo,

nachdem ich nun fast 4 Jahre Escilatopram und Doxepin einnehme, habe ich mich Ende letzten Jahres dazu entschieden, herauszufinden, wie mein Gefühlsleben und meine Wahrnehmung ohne Medis ist. Um mich sozusagen wieder selbst zu finden.

Zum einen habe ich dazu meinen Psychiater interviewt und meine Verhaltenstherapie, die zwischendurch einschlief, wieder aufgenommen. Der Psychiater riet mir, Excilatopram (20mg) über 6 Wochen auszuschleichen. Doxepin (25mg) könne ich ohne Probleme von einem Tag auf den anderen absetzen. Ich habe dazu eine arbeitsfreie Woche gewählt und es war wahnsinnig schwierig.

Ich kann kaum einschlafen und auch nicht durchschlafen. Der eigentliche Grund aber, warum ich mich hier angemeldet habe, ist der furchtbare Juckreiz, der mich am ganzen Körper befällt. Die Stellen sind willkürlich, es kommt und geht, aber wenn es da ist, ist es so schlimm, dass ich neben tiefen Kratzfurchen auch mittlerweile blaue Flecken vom Kratzen bekomme. Zu Beginn gab es für ich keinen Zusammenhang mit dem Absetzen der Medis, da ich auf die Aussage meines Arztes vertraute. Ich bin also zum Hautarzt, der mich allerdings kaum untersucht hat und mir auch keinen Allergietest empfahl, bevor das Jucken nicht 4 Wochen anhielte. So. Nachdem ich dann irgendwann, nachdem ich meine Wohnung auf den Kopf stellte nach einer Quelle für besagtes Leiden, auf die Idee kam, diese Anzeichen doch mit dem Absetzen in Verbindung zu bringen, musste ich aber lange suchen, und bin erst auf englischsprachigen Plattformen fündig geworden.

Ich habe heute, nachdem es die letzten drei Tage höllisch war, eine 3/4 Tablette Doxepin eingenommen, ohne Rücksprache mit dem Arzt. DIesen werde ich aber morgen anrufen, ob eine Wiedereinnahme und dann ausschleichen Sinn macht.

Ich hoffe, ich finde hier Gleichgesinnte und natürlich Tipps und Hilfen.

Miaaaaauuuuu
Zuletzt geändert von Annanas am Sonntag, 24.03.19, 20:22, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
seit 2015 Einnahme von Cipralex, dann Umstieg auf Escilatopram tagsüber, von 10 auf später 20mg gesteigert
Doxepin 15 mg für nachts

nach Absprache mit Psychiater und Wiederaufnahme Verhaltenstherapie folgendes Vorgehen:
09.02.19 Beginn ausschleichen von Escilatopram, 3 Wochen halbe Dosis, dann viertel, seit 22.03. ganz
04.03.19 kaltes Absetzen Doxepin

Symptome: hohe Aufmerksamkeitssensibilität, erhöhter Geruchssinn, Wachsamkeit, Migräne, Ruhelosigkeit
seit Absetzen von Doxepin höllischer Juckreiz am ganzen Körper, der kommt und geht und wandert, tagsüber

Annanas
Moderatorenteam
Beiträge: 5822
Registriert: Montag, 25.01.16, 19:41

Re: miau: Entzugserscheinungen Escitalopram/ Doxepin

Beitrag von Annanas » Sonntag, 24.03.19, 20:53

Hallo miau,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Zu deinem Anliegen:
miau hat geschrieben:
Sonntag, 24.03.19, 20:19
Der Psychiater riet mir, Excilatopram (20mg) über 6 Wochen auszuschleichen. Doxepin (25mg) könne ich ohne Probleme von einem Tag auf den anderen absetzen. Ich habe dazu eine arbeitsfreie Woche gewählt und es war wahnsinnig schwierig.
miau, ich befürchte, das waren keine guten Empfehlungen. Weder so schnell u großschrittig, noch die Tatsache 2 AD gleichzeitig abzusetzen.

Wir empfehlen hier, ca 10% der letzten Dosis abzusetzen mit ca 4 - 6 Wochen Stabilisierungspausen zwischen den Reduktionsschritten u zudem nur ein Medikament oder 2 Medikamente wechselseitig, keinesfalls zusammen.

Wenn Symptome auftreten, weiß man sonst nicht, welches Medikament die Ursache ist.

So, wie es jetzt z.B mit dem Juckreiz ist - es kann auch ein Symptom vom Escitalopram-Absetzen sein.

Hast du nur den Juckreiz oder gibt es auch andere
Symptome?

Gut, daß du schon mal das Doxepin wiedereindosiert hast, ich würde das auch für das Escitalopram raten.
Da aber dann wenigstens auf die letzte Dosis zurückgehen, ich glaube, das waren 5mg?!

Es kann sein, daß durch das schnelle Absetzen noch Symptome nachkommen - ich möchte dir damit keine Angst machen, aber das sind die Erfahrungswerte aus dem Forum.

Lies' dir bitte den Einführungstext in Ruhe durch, er enthält schon viele Erklärungen.

Das erstmal vorab,
ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse Anna
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

miau
Beiträge: 4
Registriert: Sonntag, 24.03.19, 19:57

Re: miau: Entzugserscheinungen Escitalopram/ Doxepin

Beitrag von miau » Montag, 25.03.19, 20:22

Dankeschön für die schnelle Antwort und die Tipps. Ich habe meinen Psychiater heute erreicht. Er meinte, er wüsste nichts von solchen Nebenwirkungen, obwohl ich in verschiedenen (englischsprachigen) Foren gelesen habe, dass Doxepin sogar gegen Juckreiz eingesetzt wird...er hat mir nun Doxepin in Tropfenform verschrieben, um es besser dosieren zu können. Allerdings meinte er, ich solle bei 10mg wieder einsetzen und alle 2 Tage 1mg runter gehen. Das wäre nach eurer Rechnung doch wieder zu schnell, oder?
Davon Escilatopram wieder einzunehmen - auch nur in geringer Dosis - hielt er nix.

Ich bin nun total verwirrt :(


Ansonsten sind meine Symptome folgende: verschärfter Geruchssinn, Kopfschmerzen/ Migräne (bin ich aber generell anfällig für), Wachsamkeit (positiv), Ruhelosigkeit, leichte sporadische Übelkeit, nachts Durchschlafschwierigkeiten, und eben der böse JUCKREIZ...
seit 2015 Einnahme von Cipralex, dann Umstieg auf Escilatopram tagsüber, von 10 auf später 20mg gesteigert
Doxepin 15 mg für nachts

nach Absprache mit Psychiater und Wiederaufnahme Verhaltenstherapie folgendes Vorgehen:
09.02.19 Beginn ausschleichen von Escilatopram, 3 Wochen halbe Dosis, dann viertel, seit 22.03. ganz
04.03.19 kaltes Absetzen Doxepin

Symptome: hohe Aufmerksamkeitssensibilität, erhöhter Geruchssinn, Wachsamkeit, Migräne, Ruhelosigkeit
seit Absetzen von Doxepin höllischer Juckreiz am ganzen Körper, der kommt und geht und wandert, tagsüber

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18437
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: miau: Entzugserscheinungen Escitalopram/ Doxepin

Beitrag von Jamie » Dienstag, 26.03.19, 7:13

Hallo Miau, :)

das Escitalopram ist eine bleibende Baustelle.
Es nicht wieder einzudosieren ist zu riskant, es gleichzeitig mit Doxepin einzudosieren hingegen auch chaotisch.
Beginne mit 1-2 Tropfen Doxepin, nicht mehr. Keinesfalls gleich auf die vom Arzt vorgeschlagene Dosis hochgehen!
Die wenigen Tropfen reichen unter Umständen schon aus und falls nicht, kann man in ein paar Tagen noch aufdosieren. Diese Option hast du immer.

Das viel zu schnelle Absetzen des Escitaloprams kann auch Juckreiz auslösen!
Dein Arzt irrt doppelt; zum einen dass er angeblich nichts von Absetzsymptomen weiß (die Fachliteratur ist mittlerweile von davon :frust: ) als auch dass er nichts davon hält, Escitalopram noch mal einzudosieren.

Ich denke du könntest es so machen, dass du dich jetzt mal 7 Tage auf das Doxepin konzentrierst und danach auf das Escitalopram schaust.

Gut, dass du dir hier Infos und Unterstützung holst.

Grüße und willkommen im Forum :)
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

miau
Beiträge: 4
Registriert: Sonntag, 24.03.19, 19:57

Re: miau: Entzugserscheinungen Escitalopram/ Doxepin

Beitrag von miau » Dienstag, 26.03.19, 20:37

Jamie, vielen Dank. Werde ich dann so machen: Doxepin erstmal kleindosiert nehmen und dann schauen. Allerdings muss ich eingestehen, dass ich seit dem schlimmen Wochenende ja schon eine halbe Doxi eingenommen habe, und es sind 25mg Tabs...Insgesamt nun an drei Abenden nacheinander...hm...o weih...
seit 2015 Einnahme von Cipralex, dann Umstieg auf Escilatopram tagsüber, von 10 auf später 20mg gesteigert
Doxepin 15 mg für nachts

nach Absprache mit Psychiater und Wiederaufnahme Verhaltenstherapie folgendes Vorgehen:
09.02.19 Beginn ausschleichen von Escilatopram, 3 Wochen halbe Dosis, dann viertel, seit 22.03. ganz
04.03.19 kaltes Absetzen Doxepin

Symptome: hohe Aufmerksamkeitssensibilität, erhöhter Geruchssinn, Wachsamkeit, Migräne, Ruhelosigkeit
seit Absetzen von Doxepin höllischer Juckreiz am ganzen Körper, der kommt und geht und wandert, tagsüber

Annanas
Moderatorenteam
Beiträge: 5822
Registriert: Montag, 25.01.16, 19:41

Re: miau: Entzugserscheinungen Escitalopram/ Doxepin

Beitrag von Annanas » Dienstag, 26.03.19, 21:28

Hallo miau :) ,
miau hat geschrieben:
Dienstag, 26.03.19, 20:37
Allerdings muss ich eingestehen, dass ich seit dem schlimmen Wochenende ja schon eine halbe Doxi eingenommen habe, und es sind 25mg Tabs...Insgesamt nun an drei Abenden nacheinander...hm...o weih...
Wie ging es dir damit? Hast eine Veränderung deines Befindens bemerkt, evtl Verbesserung oder neue Symptome?

Auf jeden Fall scheinst du es noch zu vertragen, das ist
schon mal ein guter Ausgangspunkt für die Wiedereindosierung.

3 Tage mit 12,5 mg finde ich noch nicht so lange, ich würde als nächste Dosis 2 Tropfen nehmen.
Darauf dann ca eine Woche bleiben u schauen, ob sich hinsichtlich der Symptomatik etwas verändert.

Berichte bitte auch, wie es dir geht, dann können wir ggf neu überlegen.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

miau
Beiträge: 4
Registriert: Sonntag, 24.03.19, 19:57

Re: miau: Entzugserscheinungen Escitalopram/ Doxepin

Beitrag von miau » Freitag, 29.03.19, 19:14

Hallo,

ich wollte nur zwischenmelden, dass der Juckreiz, seitdem ich Dox wieder nehme, aufgehört hat. Das Rezept für die Tropfen kam heute an. Kann leider erst morgen genauer dosieren. :(
seit 2015 Einnahme von Cipralex, dann Umstieg auf Escilatopram tagsüber, von 10 auf später 20mg gesteigert
Doxepin 15 mg für nachts

nach Absprache mit Psychiater und Wiederaufnahme Verhaltenstherapie folgendes Vorgehen:
09.02.19 Beginn ausschleichen von Escilatopram, 3 Wochen halbe Dosis, dann viertel, seit 22.03. ganz
04.03.19 kaltes Absetzen Doxepin

Symptome: hohe Aufmerksamkeitssensibilität, erhöhter Geruchssinn, Wachsamkeit, Migräne, Ruhelosigkeit
seit Absetzen von Doxepin höllischer Juckreiz am ganzen Körper, der kommt und geht und wandert, tagsüber

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18437
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: miau: Entzugserscheinungen Escitalopram/ Doxepin

Beitrag von Jamie » Freitag, 29.03.19, 20:43

Hallo miau, :)

wenn du jetzt schon ein paar Tage 12,5mg nimmst, dann macht es keinen Sinn, auf 5mg zurück zu gehen. Dies wäre eine weitere unnötige ZNS Reizung.

Dann bleibe bei den 12,5mg oder 12mg oder von mir aus auch 10mg oder 14mg - schau halt bitte mal was im Beipackzettel steht.
Ganz am Ende steht normalerweise, wieviel mg pro Tropfen enthalten ist.

Entscheide dich für eine Dosis, die nahe bei der liegt, die du aktuell nimmst - und bleibe dann konstant dabei.

Super, dass der Juckreiz schon besser wurde - spricht eindeutig für das (falsche) Absetzen.

Vielleicht hast du sogar Glück und musst das Escitalopram nicht wieder eindosieren?
Mal sehen. :)

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

miau
Beiträge: 4
Registriert: Sonntag, 24.03.19, 19:57

Re: miau: Entzugserscheinungen Escitalopram/ Doxepin

Beitrag von miau » Sonntag, 28.04.19, 16:25

So, hier bin ich wieder. Ich hab mal ein paar Tage ins Land ziehen lassen. Aktuell nehme ich 4 Tropfen (=8 mg) Doxepin für die Nacht und versuche, diese auszuschleichen. Allerdings sind die NW krass. Die Tropfen wirken erst sehr spät in der Nacht, dabei nehme ich sie schon gegen 17 Uhr. Am nächsten Tag bin ich völlig erschöpft und müde. Da ich gerade Ferien habe, kann ich mir das erlauben, aber ich brauche unbedingt einen arbeitsfreundlicheren Rhythmus bis Donnerstag :( Heute habe ich bis eben immer wieder geschlafen und bin noch immer völlig gerädert. Ich habe den Eindruck, die Tropfen wirken sehr viel stärker, als es die Tabletten taten. Trotzdem sehr viel später.

Davon abgesehen kommen gerade die Gedankenspiralen wieder, die mich vor Einnahme meiner Meds gequält haben. Einsamkeit und Sinnfragen in der Hauptsache, die mich während der Einnahme völlig in Ruhe ließen. Ich möchte aber so schnell nicht aufgeben und nicht wieder eindosieren. Meine Therapeutin hat gerade Urlaub, der nächste Termin ist erst in 1.5 Wochen.
seit 2015 Einnahme von Cipralex, dann Umstieg auf Escilatopram tagsüber, von 10 auf später 20mg gesteigert
Doxepin 15 mg für nachts

nach Absprache mit Psychiater und Wiederaufnahme Verhaltenstherapie folgendes Vorgehen:
09.02.19 Beginn ausschleichen von Escilatopram, 3 Wochen halbe Dosis, dann viertel, seit 22.03. ganz
04.03.19 kaltes Absetzen Doxepin

Symptome: hohe Aufmerksamkeitssensibilität, erhöhter Geruchssinn, Wachsamkeit, Migräne, Ruhelosigkeit
seit Absetzen von Doxepin höllischer Juckreiz am ganzen Körper, der kommt und geht und wandert, tagsüber

Towanda
Teamunterstützung
Beiträge: 2229
Registriert: Dienstag, 16.01.18, 18:23

Re: miau: Entzugserscheinungen Escitalopram/ Doxepin

Beitrag von Towanda » Sonntag, 28.04.19, 16:31

Hallo Miau,

kannst Du bitte Deine Signatur aktualisieren, damit wir wissen, wo Du jetzt stehst und vor allem wie Du vorgegangen bist? Danke :)

LG Towanda
► Text zeigen

31.07.19 - 2,70 mg Mirtazapin
28.08.19 - 2,30 mg Mirtazapin
26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli - im August 2019 beendet
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18437
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: miau: Entzugserscheinungen Escitalopram/ Doxepin

Beitrag von Jamie » Montag, 29.04.19, 10:12

Hallo miau, :)

nachgefragt. Du möchtest nicht wieder eindosieren, schreibst du.
Sprichst du da vom Escitalopram?

Es ist in der Tat etwas seltsam, dass die Doxepin Tropfen erst soo viel später wirken.
Man sagt Tropfen ja nach, dass sie eigentlich schneller anfluten (wirken), weil der Wirkstoff ja bereits gelöst vorliegt und die Tablette nicht erst vom Magen zerkleinert und angelöst werden muss.
Gut, wir wissen mittlerweile, dass es bei AD nichts gibt, was es nicht gibt ;)
Also mal beobachten.
Davon abgesehen kommen gerade die Gedankenspiralen wieder, die mich vor Einnahme meiner Meds gequält haben. Einsamkeit und Sinnfragen in der Hauptsache, die mich während der Einnahme völlig in Ruhe ließen.
Das sind teilweise existentielle Fragen.
Diese mit Medikamenten zu unterdrücken ist schwierig, denn sie werden auf jeden Fall wieder kommen, weil sie die Seele beschäftigen!
Schade, dass du erst nächste Woche zu deiner Therapeutin kannst, aber diese Themen wären doch gut für die Therapie geeignet, oder?

Die Sinnfrage stellen sich übrigens auch "psychisch Gesunde" - es gehört zu unserem Menschsein und ich möchte ergänzen, dass ich dem keinen pathologischen Wert zuschreibe, sofern daraus nicht schwerste Krisen erwachsen und selbst dann bleibt noch zu überlegen, wie man dem begegnen könnte :hug:

Liebe Grüße
Jamie
Zuletzt geändert von Jamie am Montag, 29.04.19, 10:15, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: ergänzt
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Antworten