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Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

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escargot
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Re: Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

Beitrag von escargot » Dienstag, 02.04.19, 0:28

Liebe Blumenwiese,

das mit dem Daumen alle Fingerspitzenberühren ist nicht aus dem Kundalini-Yoga, glaube ich aber zählt zu den sog. mudras ... guck:

https://www.lotuscrafts.eu/blog/fuenf-m ... editation/

Klappt das denn, dass es Dissoziationen unterbricht bei dir?

Liebe Grüße und gute Nacht!
escargot
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01.2017-heute schizoaffektive Störung
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Blumenwiese
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Re: Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

Beitrag von Blumenwiese » Dienstag, 02.04.19, 1:15

Hallo,

Danke für den Link.

Ich benutze das, wenn ich weggetreten bin, um schneller wieder ins hier und jetzt zu kommen... es ist wie eine Erdung. Ich mache die Übung aber recht schnell und verweile bei keiner Fingerposition...von innen nach außen und sofort wieder zurück. Das ganze wiederhole ich solange, bis ich mich wieder besser bewegen kann.

Liebe Grüße
Blumenwiese
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Olli29
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Re: Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

Beitrag von Olli29 » Dienstag, 02.04.19, 9:34

Hallo,

hm, habe letzte Nacht zumindest 5 Stunden am Stück geschlafen. Mit einem üblichen "Kack"-Traum im Kopf aufgewacht, aber habe verwundert festgestellt, dass er nicht mehr so schrecklich ins Bewusstsein vorgedrungen ist.
Ich war seltsam entspannt und ich würde fast schon von guter Laune bei mir sprechen. Der Sachverhalt, der mich sonst so ängstigt, ich habe im Augenblick wieder das Gefühl, "halb so wild" ich kann das handhaben... das macht mir fast schon wieder Angst... ;-) bin sehr verwundert... als ob ein grauer Schleier fort ist... (uh, klopf auf Holz)

Was hat denn da jetzt den momentanen (nochmals klopf auf Holz) Umschwung gebracht? Doch nicht etwa das Calmvalera (habe ich jetzt verteilt auf die letzten 14 Stunden 5 x 40 Tropfen genommen)? Vielleicht schon. Also, ich glaube nicht an die Schuldmedizin (mal abgesehen von der Unfallchirurgie und meinem Hausarzt), aber auch nicht so wirklich an homöopathische Mittel... an die Heilkraft der Sonne glaube ich eher und in ihrem Licht habe ich mich gestern 4 satte Stunden geaalt, aber die Entspannung setzte erst Abends ein... (im übrigen macht das Johanniskraut tatsächlich lichtempfindlicher, was sich bei mir allerdings nicht in Sonnenbrand, sondern in schneller Bräune zeigt - früher war ich ein mit Sonnenschutz Eincreme-Freak und habe sofort nach 5 Minuten Sonnenbrand bekommen, wenn ich mich uneingecremt in die Sonne begeben habe - seit ca. 4 - 5 Jahren creme ich mich nur noch in Ausnahmefällen mit Sonnenschutz ein und meine Haut hat wieder einen eigenen Sonnenschutz gebildet - kann uneingecremt in die Sonne und werde sehr schnell braun - ich weiß, es gibt in dieser Hinsicht andere Sichtweisen, meine eigenen Erfahrungen sind allerdings ganz klar: Sonne nicht böse - Sonne wichtig für die Gesundheit...).

Naja, nicht zuviel Gedanken machen, einfach den momentanen Zustand geniessen und Kraft tanken.

@Blumenwiese

Ich meine auch, dass die Mudras generell "Finger-Yoga" darstellen und nicht nur dem Kundalini zuzuordnen sind.
Kleine Ergänzung zu meinem DVD-Tip: das schöne an den Übungen ist, dass sie einem nicht soviel abverlangen wie beispielsweise das Hatha-Yoga. Man kann sie auch durchführen, wenn man etwas "hüftsteif" ist. Nachdem man die Übungen ein paar mal durchgeführt hat, erhöht sich die eigene Beweglichkeit ungemein...

@Escargot
na mit dem Lesen bist du mir schon voraus! Bei mir ist es gerade als lese ich um die schwarzen Buchstaben in ein großes weißes Nichts hinein. Und auch langsam lesen geht nicht (mehr) derzeit. Sehr frustig.
Das geht mir in den Spitzen der Angstzustände genauso. Habe mal im Wartezimmer 60 Seiten eines Buches "gelesen" ohne auch nur ansatzweise den Inhalt aufzunehmen... wünsche Dir, dass sich der Zustand schnell bessert...
Ich selbst nehme eines zur Gehmeditation und berühre mit dem Daumen beim Gehen nacheinander alle vier Fingerspitzen und sage dann SA-TA-NA-MA (das ist auch aus dem Kundaliniyoga und steht für die Geburt, das Leben, den Tod und die Wiedergeburt). Mir gefällt einfach die Vorstellung, dass das alles im Fluss ist und das beruhigt mich dann in Kombination mit dem Gehen.
Klingt nach einer guten Sache! Ich mag auch das Ra-Ma-Da-Sa Mantra, das ja die Heilung unterstützen soll, aber es scheint mir nicht ganz zu den Angstsituationen zu passen.
Überhaupt kann es sein, dass Bewegung hilft? Wenn wir Angst haben, ist das Energie pur in unserem Körper.
Meine Körpertherapeutin hat mir das beigebracht und diese Energie muss sich entladen.
Absolut. Um so mehr, desto besser. Aber ich habe es ja mehrfach geschrieben: in Panik, in konkreter Angst, ist es nicht einfach. Die Atmung ist zu schnell, zu flach, alles zu gelähmt. Ich denke aber, dass man, sobald etwas Luft ist, sich unbedingt bewegen sollte. Auch wenn sich alles in einem dagegen sperrt. Die Körperchemie verbessert sich in Bewegung, wenn auch nur vorübergehend, der Glaube an die eigene Leistungsfähigkeit wird aufrecht erhalten, bzw. wieder hergestellt und, wie Du schreibst, bauen sich Energien ab... werde gleich wieder laufen... das Wetter ist ja heute wie gemacht dafür...
Ich fahre auch manchmal in ein Buddhistisches Zentrum zum Retreat. Empfinde das auch immer als sehr heilsam.
Mein Ziel nach der Reha...

Danke für die Unterstützung und ganz liebe Grüße

Olli29
- Burnout 2010 - 16 Tage Mirtazapin - Nebenwirkung Hoffnungslosigkeit, extreme innere Anspannung - sofortiges Weglassen
- Angststörungen seit Beginn 2019:
Mirtazapin 15-30 abends - insgesamt 4 Tage im Januar 19 zwei Tage gut geschlafen - dann schlecht, unter Tags bedrückt und tierisch angespannt - weggelassen
Promathezin - 1 x in einer Angstattacke im Januar 19 - 15 Tropfen - daraufhin panisch geworden - nicht wieder genommen
Opipramol - 50-100 abends - insgesamt vier Tage im Februar 19 - keine großen Nebenwirkungen, aber auch keine Wirkung - schlechter bis gar kein Schlaf- weggelassen
Pregabalin - nach Internetrecherche auf Einnahme / Test verzichtet
Zopiclodura - 3 Nächte je 1 im März 19 - Schlaf mit Albträumen für 3 bis 4 Stunden - danach Angst - weggelassen
Bromazepam - im Januar / Februar 19 über 8 Tage je eine 3 mg - zehn Tage Pause - im März 19 gelegentlich 1,5 mg - zwar Angstlösung, aber gefühlte Verstärkung der depressiven Schübe

Blumenwiese
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Re: Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

Beitrag von Blumenwiese » Dienstag, 02.04.19, 11:41

Hallo,

Ich glaub, es ist gar nicht so wichtig, welches Wort oder Satz man sagt.

Meine erste Thera hat eine Klopftherapie mit mir gemacht. Gegen Angstzustände unterwegs, sollte ich rhythmisch auf einen bestimmten Punkt auf dem Brustbein klopfen und dabei sagen "Ich liebe - und glaube - vertraue - bin dankbar - und mutig". Ich hab die Ansätze bewusst mit den Gedanenstrichen markiert.

Das Klopfen hat mir nix gebracht, aber ich benutze den Satz, obwohl er mir hinhaltlich nicht hilft, beim Gehen, wenn ich Angstzustände hab. Was mir hilft ist der 3/4 Takt. Der Rhythmus des Textes. Jeder Absatz hat 3 Silben. Den Satz aufzusagen und im passenden Rhythmus zu gehen, beruhigt mich.

Liebe Grüße
Blumenwiese
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Re: Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

Beitrag von Olli29 » Dienstag, 02.04.19, 14:07

Hallo,

ich denke auch, dass jeder dahingehend das Ritual finden muss, das ihr / ihm persönlich hilft.

Habe gerade in dem oben schon erwähnten Buch von Jack Kornfield "Das weise Herz" den Satz: "Wenn Sie weise sind, sind Sie zufrieden, wenn Sie leben." gelesen. Ob ich den Grad an Weisheit je erreichen werde? Erstrebenswert.

Liebe Grüße

Olli29
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Re: Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

Beitrag von Olli29 » Mittwoch, 03.04.19, 9:27

Hallo,

eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Ich konnte den morgendlichen Optimismus gestern nicht ganz durch den Tag retten.

Gestrige, starke Magen- / Darmprobleme werfen bei mir außerdem die Frage auf, ob ich mit den Nahrungsergänzungsmitteln (Magnesium, Vitamin D) bzw. dem Johanniskraut nicht pausieren sollte, um den Verdauungsorganen (und der Leber) nach wochenlanger Tablettenaufnahme mal etwas Ruhe und Regeneration zu gönnen.
Obwohl sich gestern ab Nachmittag zwar wieder etwas nervöse Anspannung breit gemacht hat und die Nacht wieder einmal nur kurz war, bin ich jedoch nicht wieder in negative Gedankenkreise und Angstzustände geraten, so dass ich nicht genau weiß, ob ich dann etwas weglasse, das mir geholfen hat... (obwohl ich ja die Sonne vorgestern und Calmvalera momentan als ursächlich für die positive Veränderung empfinde).

Zusätzlich bin ich mir etwas unsicher, was das Absetzen des Johanniskraut anbetrifft. Eure Hinweise waren ja eindeutig, aber zum Ausschleichen habe ich da, glaube ich, keinen Nerv. Ich war noch vor drei Wochen ganz sicher, dass das Johanniskraut sehr geholfen hat. Nachdem es den Rückfall durch (starke) Trigger aber nicht verhindern konnte, bin ich mir aber auch dahingehend nicht mehr sicher. Seltsamer Weise habe ich morgens immer noch eine "Mund- und Nasentrockenheit" wie zu den "Medikamentenzeiten". Das kann ich mir nicht ganz erklären, nehme es mal so hin.

Nachdem die Daueranspannung durch die Gedankenkreise und Angstzustände etwas abgesunken ist, fühle ich mich nun ziemlich erschöpft und müde, fühle Leere. Aber insgesamt ist das natürlich deutlich besser als der vorige Zustand... ich hoffe, dass der jetzige Zustand anhält und es erst einmal keinen Rückschritt gibt. Werde jetzt versuchen, nicht zu sehr in mich hinein zu horchen und nicht jedes Zipperlein zu bewerten... da besteht nur die Gefahr dass man vom 100. ins 1000. kommt. Wäre schön, wenn ich die Reha so antreten könnte...

Ich werde berichten, auch was das Calmvalera anbetrifft. Habe nach anfänglicher Skepsis wirklich den Eindruck, dass es nervöse Anspannungszustände auf angenehme Art und Weise auflöst. Mal schauen, ob sich das im weiteren Verlauf bei mir bestätigt...

Liebe Grüße

Olli29
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Re: Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 03.04.19, 11:43

Hallo Olli,

kannst Du bitte alle Mittel, die Du sonst noch nimmst (Johanniskraut, Magnesium, D3 ect. ect.) in Deine Signatur aufnehmen? Danke! :)

Magen-Darm-Probleme sind ein typisches Absetzsymtom, das auch mal tageweise auftreten kann.

Zum Thema Johanniskraut ist alles gesagt, wie Du damit vorgehst bleibt Dir überlassen.

Du solltest jetzt nicht alle NEMs auf einmal weglassen, sondern, wenn überhaupt, immer nur eine Sache verändern, sonst kannst Du nie sagen, was nun was bewirkt hat.

Calmvalera brachte bei mir innerhalb eine Stunde eine deutliche Veränderung zum Positiven - ich kann Deine Wahrnehmung da nur bestätigen.

LG Towanda
Zuletzt geändert von Towanda am Mittwoch, 03.04.19, 13:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

Beitrag von Blumenwiese » Mittwoch, 03.04.19, 11:46

Hallo Olli,

Wenn du Angst um deine Leberwerte hast, könntest du deinen Hausarzt um eine Blutkontrolle bitten.

Ich glaub, alle 2 Jahre bezahlt die Krankenkasse einen Rundumcheck. Hast du das schonmal genutzt?

Vielleicht bringt dir das etwas Sicherheit.

Liebe Grüße
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Re: Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

Beitrag von Olli29 » Mittwoch, 03.04.19, 21:28

Hallo,

lieben Dank für Eure Rückmeldungen.

@Towanda
kannst Du bitte alle Mittel, die Du sonst noch nimmst (Johanniskraut, Magnesium, D3 ect. ect.) in Deine Signatur aufnehmen? Danke! :)
Hole ich nach.
Magen-Darm-Probleme sind ein typisches Absetzsymtom, das auch mal tageweise auftreten kann.
Die Probleme traten vor dem Absetzen auf und waren Grund fürs Absetzen. Bin da manchmal etwas empfindlich, aber meinem Körper durchaus sehr dankbar für diese Empfindlichkeit... glaube, er handhabt das intelligent. Wenn etwas nicht gut tut, wird durchgewunken... ;-)
Zum Thema Johanniskraut ist alles gesagt, wie Du damit vorgehst bleibt Dir überlassen.
Ich bin mir unsicher. Habe Angst die zarte Pflanze der geistigen Freiheit wieder an die negativen Gedankenkreise zu verlieren... Mein Bauchgefühl rät mir aber zum Absetzen... habe es nun relativ lange eingenommen...
Du solltest jetzt nicht alle NEMs auf einmal weglassen, sondern, wenn überhaupt, immer nur eine Sache verändern, sonst kannst Du nie sagen, was nun was bewirkt hat.
Danke für den Hinweis. Das stimmt natürlich. Lasse erst einmal nur das Johanniskraut weg. Obwohl ich immer mal wieder Probleme mit Magnesium habe.
Habt Ihr einen Tipp für ein sehr gut verträgliches?
Calmvalera brachte bei mir innerhalb eine Stunde eine deutliche Veränderung zum Positiven - ich kann Deine Wahrnehmung da nur bestätigen.
Ich habe mir ein grösseres Fläschchen bestellt...


@Blumenwiese

Habe mich letztes Jahr komplett checken lassen. War alles im grünen Bereich. Wird in der Reha glaube ich auch nochmal gemacht...
Ich habe keine Angst bezüglich meiner Leberwerte, bin da nur vorsichtig. Ich denke, dass man bei der Einnahme von Medikamenten / NEM jedes Mal das Risiko / Nutzen-Verhältnis sehr gut abwägen sollte, um Organschädigungen zu vermeiden. Ich glaube, das wird oft unterschätzt.

Liebe Grüße

Olli29
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Re: Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

Beitrag von Blumenwiese » Mittwoch, 03.04.19, 21:43

Hallo,
Olli29 hat geschrieben:
Mittwoch, 03.04.19, 21:28
Ich habe keine Angst bezüglich meiner Leberwerte, bin da nur vorsichtig. Ich denke, dass man bei der Einnahme von Medikamenten / NEM jedes Mal das Risiko / Nutzen-Verhältnis sehr gut abwägen sollte, um Organschädigungen zu vermeiden. Ich glaube, das wird oft unterschätzt.
Das sehe ich genauso. Find ich gut, dass du das im Blick hast. Ja, bestimmt wird das in der Reha nochmal überprüft.

Nimmst du die Medis und NEMs auf nüchternen Magen? Hast du schon versucht, jedes Mal vor der Einnahne ausreichend zu essen?

Liebe Grüße
Blumenwiese
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Re: Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 03.04.19, 21:46

Hallo!

Magnesium in sehr gut verträglicher Form ist das Schüsslersalz Nr. 7. Ich nehme das schon seit vielen Jahren, und hilft mir auch psychisch sehr.
Lies dich da mal im Netz ein;)

GLG
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.

Towanda
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Re: Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 03.04.19, 22:37

Hallo Olli,

ich nochmal:
Olli29 hat geschrieben:
Mittwoch, 03.04.19, 21:28
Du solltest jetzt nicht alle NEMs auf einmal weglassen, sondern, wenn überhaupt, immer nur eine Sache verändern, sonst kannst Du nie sagen, was nun was bewirkt hat.
Danke für den Hinweis. Das stimmt natürlich. Lasse erst einmal nur das Johanniskraut weg. Obwohl ich immer mal wieder Probleme mit Magnesium habe.
Habt Ihr einen Tipp für ein sehr gut verträgliches?
Johanniskraut ist keine NEM sondern ein Antidepressivum ....... Nur nochmal als Hinweis: Es kann gründlich schief gehen, das nach langer Einnahme einfach so wegzulassen.

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Re: Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

Beitrag von krasiva » Donnerstag, 04.04.19, 13:51

Hallo Olli,

beim Magnesium ist wichtig, dass man es immer vor dem Essen nimmt, sonst kann es zu Durchfall führen. Ich habe schon verschiedene Sorten ausprobiert. Momentan habe ich eins von dm (fa. Abtei 400mg). Magnesium durfe man (nach Frau Lajustica Bergasa, einer spanischen Biochemikerin) bis zu 2000mg täglich nehmen. Ich habe es ausprobiert. Wenn es zu (leichten) Durchfällen kam, habe ich Blutwurztinktur (erhältlich in Apotheke, habe ich nach Breuss selber gemacht) - nur 3 Tropfen nehmen, 4 ist schon zu viel - genommen. Meistens war es in einem Tag gut, sonst 3 Tropfen am folgenden Tag. Beim Übersäureung des Magens Magnesium als Carbonat (so las ich im Buch) nehmen. Magnesium durch den Tag verteilen. Sie rät 3x täglich zu nehmen, könnte auch öfter sein.

Viel Erfolg und gute Besserung wünscht dir krasiva
► Text zeigen
Risperidon 0,54 mg ab 01.09.2019

Hasenhirn
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Re: Olli29: Hilflos vor den Angstzuständen und den verschriebenen Medikamenten

Beitrag von Hasenhirn » Sonntag, 14.04.19, 12:24

Hallo Olli,

welche Erfahrungen hast du denn mit dem CBD Öl gemacht, bin am überlegen es auch regelmässig zu nehmen.

Grüsse Jürgen
Wen es interessiert, der findet hier die Vorgeschichte: https://www.juergenknecht.de/meine-leidenszeit
September 2018 37,5 mg Venlafaxin
bis Oktober aufdosiert auf 150 mg Venlafaxin als Botenstofftherapie
dabei nach Absetzen von Opiaten NW Restless Legs und Beinschwäche
deshalb Februar 2019 Reduzierung auf 75 mg kaum NW
Anfang März Reduzierung auf 37,5 mg kaum NW m.A. von etwas Unruhe und Übelkeit
12.03.2019 auf 0 mg totale Schwäche in den Beinen und allgemein, starke Schmerzen im Pobereich ausstrahlend, starke Rückenschmerzen
18.03.2019 wieder auf 37,5 mg in der Hoffnung es wird wieder besser, leider nicht
24.03.2019 25 mg Venlafaxin, will versuchen mich hier zu stabilisieren, Nackenschmerzen, wechselnde Rückenschmerzen, starkes Schwächegefühl
28.03.2019 wegen starker NW u.a. Restless Legs Venla abgesetzt.
03.05.2019: Geht jetzt bald in die sechste Woche, heftigste Beinschmerzen vom Po bis zu den Zehen.
.
.
03.07.2019: Geht jetzt in die 14. Woche nach 0 und inzwischen scheine ich mir eine Tavor-Abhängigkeit eingefangen zu haben, die mir vor allem Entzugsschmerzenim Rücken bereitet und mein ZNS komplett durcheinander gebracht hat.
Das Positive, die heftigen Nervenschmerzen in den Beinen haben sich sehr gebessert, trotzdem noch Schmerzen und schwach. Habe den Eindruck, es wäre alles schon viel besser (Venla-Entzug), wenn ich nicht dauernd rumgepfuscht hätte.

Versuche jetzt das ZNS nach versch. Versuchen mit anderen Medis zu beruhigen. Medikation Targin 5/5mg und Tavor 0,5/0,5mg mit der Hoffnung, dass sich alles mal etwas beruhigt.
.
Tavor ca. 5 Wochen bis 08.07.2019 immer mal wieder höchstens 1mg/Tag, dann s.o. 0,5/0,5mg. Da keine Stabilisierung möglich (Minientzüge)
08.07.2019: Versuch es abzusetzen, jetzt natürlich übelste Entzugsschmerzen. Einmalige Einnahme dann 11.07.2019 1mg. Targin ca. 25.05.2019 bis heute 5/5mg
16.07.2019: wegen schlimmer Panikattacke 8 Tropfen (4mg) Diazepam genommen, natürlich völlig unnötig und ohne Wirkung
20.07.2019: üble nervige Po- und vor allem Beinschmerzen und Angstattacken, Medikation noch Targin 5/5
24.07.2019: Nehme Lyrica 75/75mg
30.07.2019: Lyrica wegen gefühlt paradoxer Wirkung wieder abgesetzt
29.08.2019: keine Medikamente mehr jetzt Nackenschmerzen mit Brennen ausstrahlend in Schulter und Arme, allgemeine Schwäche vor allem in den Beinen, seit 03.09. absolutes Chaos in den Beinen Nervenzucken, Reissen, Stechen, Stehen und Laufen kaum möglich

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