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Antidepressiva-Entzug und HPU/Nebennierenunterfunktion

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Marc68

Antidepressiva-Entzug und HPU/Nebennierenunterfunktion

Beitrag von Marc68 »

Hallo,

ich bin neu hier. Gibt es hier Mitglieder, die eine diagnostizierte HPU und Nebennierenschwäche haben? Würde gerne wissen, welche Rolle das beim Absetzen von Psychopharmaka spielt. Ich bin seit kurzem in der Behandlung bei einem Arzt, der das über einen Test (24 Stunden Sammelurin) und eine ausführliche Anamnese bei mir diagnostiziert hat. HPU ist wohl eine Stoffwechselerkrankung, der Körper entgiftet schlecht. Mein Arzt ist der Meinung, dass ich daher auch so große Probleme beim Absetzen des Paroxetins (SSRI-Antidepressiva) habe (bisher mehrere gescheiterte Absetzversuche, selbst mit der 10% Methode und weniger). Gibt es dazu Erfahrungen von Mitgliedern hier?

LG
Marc
Oliver
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Re: Antidepressiva-Entzug und HPU/Nebennierenunterfunktion

Beitrag von Oliver »

Hallo Marc68,

willkommen im ADFD :)

Hast Du schon unsere Suchfunktion (oben rechts) gesehen und Dich da eingelesen?

search.php?keywords=Nebennierenschw%C3%A4che

Alles Gute
Oliver
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Bitte melde Beiträge, die gegen die Regeln verstoßen über einen Klick auf das Ausrufezeichen oben rechts im problematischen Beitrag und erkläre in der Meldung was das Problem ist. Das Team wird sich dann darum kümmern. Da das Team nur ehrenamtlich in der Freizeit aktiv ist, kann das allerdings auch mal dauern.

Wenn es um Probleme direkt mit Entscheidungen des Teams geht, dann wende Dich bitte per PN oder mail ( forenmaster@adfd.org) an mich.
Oliver
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Re: Antidepressiva-Entzug und HPU/Nebennierenunterfunktion

Beitrag von Oliver »

Ich nochmal ... ganz vergessen wir haben einen Text um Neuen den Einstieg hier zu erleichtern ...

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen "Umgang mit dem Entzug" und "Gesundheit". Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse
Oliver
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Re: Antidepressiva-Entzug und HPU/Nebennierenunterfunktion

Beitrag von gioia »

Hi Marc

Es gibt im Gesundheitsthread einen eigenen Verlauf nur für HPU, ich glaub von Leni.
Ich kenne jetzt schon zwei leute persönlich mit HPU. Das ist schon erstaunlich, finde ich, dass man das noch gar nicht so kennt, aber anscheinend doch viele Leute betroffen sind.

Gerade heute hat mir die Tochter meiner Freundin berichtet, dass sie HPU positiv ist. Sie hat durch die Einnahme der Pille Hashimoto gekriegt und eine andere Gynäkologin hat dann mit ihr einen Gentest gemacht und gesagt, sie hätte nie!!! die Pille überhaupt je nehmen dürfen. 🙈

Puh, so viel Unwissenheit noch bei diesen Dingen bei Ärzten :cry:

Ich denke, soweit ich das jetzt mitgekriegt habe, dass man aber beim Ersatz durch Mikronährstoffen aber auch sehr sehr aufpassen muss, weil hier eventuelle Überdosierungen sehr leicht auch zu relativ heftigen Symptomen führen können.
Hier ist also sicher Fingerspitzengefühl gefragt.
Zum paroxetin kann ich dir leider nix sagen, da ich das nie genommen habe, nur so ein anderes nettes ssri, escitalopram. war ziemliches horrorerlebnis.

Dass also die HPU das Absetzen um vieles schwieriger macht, kann ich mir leider gut vorstellen. :hug:
Dass dein Arzt das anerkennt, ist ja schon mal was!

Liebe Grüße
Gioia
Schlafstörung/Burnout Sommer 2016
2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
12/2016: Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, (08.03.2017)massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
04/2017: Deanxit aus Verzweiflung, Spannung hört langsam auf, kann Benzo absetzen, jedoch fühle ich mich nicht wie früher oder gesund, viel viel ängstlicher als ich je war
10/2017: Absetzen deanxit über einige Wochen, danach bricht Stromspannung mit aller Gewalt wieder los, wie im März zuvor
Muss wieder praxiten nehmen, da unaushaltbare Zustände
Benzo (praxiten/Halcion) konnte ich problemlos reduzieren, auch nach langer Einnahmedauer kaum Toleranz, Benzo für mich Lebensretter
2018: war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, SSRI, SNRI, Pregabalin,
03/2018: starkes Vergiftungsgefühl, Blasenprobleme
ab 06/2018: massiver Haarausfall, netzartige Flecken auf Armen und Bauch
10/2018: Atemprobleme kommen verstärkt dazu
03/2019: je mehr Folterspannung zurückgeht, desto weniger Praxiten brauch ich, Atmungsprobleme bessern sich langsam, Haare wieder normal, totale Erschöpfung
04/2019: an guten Tagen kurz spazieren gehen, total erschöpft, Spannung ab Mitte April langsam besser, Nervenschmerzen, Nervenbrennen, immer wieder starkes Ziehen in den Armen , bei Zyklus wie in andere Galaxie geschossen, Schlaf immer noch gestört, werde immer noch nicht normal müde wie früher vor diesem Tablettenalptraum
Beine zittern vor Erschöpfung, kein Einkaufen , kein Autofahren möglich
07/2019: kurze Autofahrt möglich, hin und wieder einkaufen , Spannung im Körper immer noch
08/2019: Mitte August Verletzung am Finger, zuerst Verdacht auf Nagelbettentzündung, Behandlung mit Jodsalbe, Zugsalbe, Ende August Hautarzt-> starke Kortisonsalbe
09/2019: ab 2.09. wie wenn Bombe im Körper einschlägt, alle Symptome wieder da, inneres Zittern, kann kaum sprechen, starke Brustenge mit Atemnot, schrecklicher Druck im Körper , Schlaf wieder stark gestört
Mitte September: Neurologin: Verdacht auf Morbus Sudeck
10/2019: Ende Oktober leichte Besserung der Symptome
11/2019: ab 30.10. schwere Magen Darm Grippe mit Fieber, über drei Wochen nur im Bett, massive Erschöpfung, Zittern beim Stehen, kann nur ca. 15-20 Minuten stehen, Übungen zuhause um Beweglichkeit des Fingers zu verbessern, auch Ringfinger und kleiner Finger betroffen
01/2020: teilweise noch starker Kopfdruck, bremseliges Gefühl Kopfmitte, enorme Schwäche, kann nur kurze Strecke gehen, kein Autofahren oder Einkaufen möglich, Bandagen an Fingern helfen gegen Schmerzen
05. 2020 -07. 2020: das Lähmumgs - Spannungsgefühl im Körper kehrt immer wieder, von Kopfmitte ausgehend ein pulsierender ziehender Schmerz in den Körper ausstrahlend, besonders die Beine betroffen. Dort immer wieder auftauchendes Nervenbrennen. Extreme Schwäche
Bruno
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Re: Antidepressiva-Entzug und HPU/Nebennierenunterfunktion

Beitrag von Bruno »

Hallo Marc68
Leider haben hier viele Mitglieder Probleme mit Psychopharmaka.
Wie viel mg Paroxat nimmst Du den Zurzeit täglich.
Eventuell solltest Du noch langsamer ausschleichen als empfohlen.
Auch wenn Du wohl einen starken Rückfall hattest. Gib nicht auf.
L.G.
Bruno
:sports:
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Vitamin D Mangel
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Marc68

Re: Antidepressiva-Entzug und HPU/Nebennierenunterfunktion

Beitrag von Marc68 »

Hallo,

erstmal vielen Dank für die Aufnahme und die hilfreichen Informationen, die ich erhalten habe. Ich nehme zur Zeit 60mg Paroxetin, den Entzug habe ich erstmal ausgesetzt. Auch bei mir besteht verdacht auf Hashimoto, ich habe einen neuen Arzt, der leider nur auf Privatbasis arbeitet, der die HPU, Nebennierenschwäche und Schilddrüsenunterfunktion festgestellt hat, offenbar taucht das häufig zusammen auf. Es ist mühselig zu spekulieren, ob die Psychopharmaka dazu geführt haben oder ob das schon vorher da war, ich also eigentlich nie psychisch krank war. Zumindest bin ich bei einem kompetenten und empathischen Arzt, aber all das braucht viel Geduld. Jetzt werden noch weitere Laborwerte überprüft, ich bin auch in einem Hashimoto-Forum und werde dort von einer Frau betreut, die inzwischen eine gute Freundin geworden ist. Traurig macht mich die Situation hier im Forum, ich hoffe ich findet eine Lösung, die vor allem Entlastung für das Team bringt. Die Flut der Neuanmeldungen zeigt aber auch eines: Es kommt Bewegung in die Sache.

Euch allen alles Gute auf Eurem Weg zur Heilung.

LG

Marc
Marc68

Re: Antidepressiva-Entzug und HPU/Nebennierenunterfunktion

Beitrag von Marc68 »

Hallo zusammen,

so die folgenden Laborwerte, wie aus dem Diagnosethread aus dem Hashimoto-Forum werden nun überprüft:

Basisuntersuchungen im Blut. Fett alle Werte, die über meine Hausärztin gelaufen sind und als Kassenleistung zählen:

- Großes Blutbild (festgelegte Werte)
- Zuckerstoffwechsel ( HbA1c, Nüchtern Zucker, Insulin)
- Cholesterin (gesamt, LDL, HDL)
- Schilddrüse (fT3, fT4, rT3, TSH, TPO-AK, Tg-AK, ggf. auch TRAK)
- Leberwerte (GOT, GPT, Gamma GT, Billirubin)
- Kreatinin
- Harnsäure
- Amylase und Lipase
- Triglyceride
- Ferritin + sTfR
- CRP
- Homocystein
- 25-OH-Vit.D3
- Magnesium (2,33 Euro), Zink (5,25 Euro), Selen (23,90 Euro) im Vollblut Hämatokrit- korreliert

Sowie Steroid-Hormone:
- Östradiol
- Pregnenolon
- Progesteron
- Freies Testosteron (oder Gesamt Testosteron + Albumin)
- DHEA-S
- Cortisol (Morgenwert vor 8h)
- SHBG
Frauen mit Zyklus bitte 5-7 Tage vor der nächsten Regel messen lassen!

Die restlichen Werte müssen selbst bezahlt werden. Der Psychiater bzw. der Arzt, der die Psychopharmaka verschreibt, sollte eigentlich regelmäßig die Leberwerte kontrollieren, ich musste feststellen, dass mein Psychiater dies bisher noch nie getan hat. Mein Arzt war darüber nicht erfreut.

Sobald die Ergebnisse vorliegen, werde ich hier darüber berichten.

LG

Marc
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