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MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

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MeinNameIstHase
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MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von MeinNameIstHase »

Hallo Allerseits,

Ich schreibe Euch hier, weil Ich ein paar Fragen habe zu verschiedenen (Absetz?)Symptomen von Neuroleptika habe.
Zuletzt waren es die Neuroleptika mit den Wirkstoffen Risperidon (2mg) und Pipamperon (80mg), die Ich abgesetzt habe.
Erst das Pipamperon innerhalb von 2 Wochen auf 0mg (Eine Woche halbe Dosis , also 40mg dann eine Woche nochmals halbiert auf 20mg und dann nichts mehr genommen).
Das Risperidon habe Ich innerhalb von 4 Wochen komplett abgesetzt (Zwei Wochen halbe Dosis, also 1mg und dann nochmal 2 Wochen mit 0,5mg und dann auf 0mg).
Dieser Prozess wurde von meinem Psychiater „betreut“. Also Ich habe da nichts eigenmächtig abgesetzt.
Seit jetzt ungefähr Mitte Januar bin Ich „Neuroleptika-Frei“. Das wären dann ca. 2.5 Monate...

Seit ein paar Wochen leide ich unter körperlichen und psychischen Symptomen, wo Ich mir nicht ganz so sicher bin, woher diese kommen. Nur weiß Ich, dass Ich diese Symptome definitiv noch nicht hatte, als Ich noch unter dem Einfluss von Neuroleptika stand...
Daher wollte Ich hier einfach mal nachfragen, ob das vielleicht auch schon jemand so erlebt hat oder mir vielleicht sogar Tipps geben könnte, wie Ich gegen diese Symptome arbeiten kann...

Aber erst noch ein paar „Fakten“ über mich:
Weiblich 22 Jahre

Aktuelle Diagnosen:
Zwangsstörung (Handlungen&Gedanken gemischt)
Depressionen
Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS)
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Aktuelle Medikation:
Bupropion 300mg morgens
Fluvoxamin 100mg abends

Also, jetzt dann endlich zu meinen körperlichen Bzw. Psychischen Symptomen.
Ich habe innerhalb der letzten 12(?) Wochen mehr als 12kg abgenommen (körperliches Symptom). Ich habe Null Appetit und das Abnehmen nimmt kein Ende (Bin aber noch im oberen NG). Des Weiteren habe Ich ziemlich verspannte Muskeln, direkt nach dem Ausschleichen habe Ich meinen Kiefer unbewusst so stark zusammengepresst, dass Ich Zahnschmerzen bekommen habe, was jetzt zum Glück nicht mehr so krass der Fall ist. Trotzdem bin Ich verspannt, vor allem im Nacken- und Schulterbereich.
Das körperliche Symptom, was mich am meisten belastet, sind meine seit Wochen überempfindlichen Brüste... Sie sind ziemlich druckempfindlich und schmerzen auch. Zudem kommt seit ein paar Wochen meine Regelblutung unregelmäßig und ist zudem noch ungewohnt krass schmerzhaft. Das kenne Ich sonst gar nicht von mir... Also weder die schmerzenden Brüste, noch die unregelmäßige und schmerzhafte Periode...
(und ja, Frauenarzt wäre durchaus sinnvoll, ist aber traumabedingt echt ne Überwindung)

Die psychischen Symptome äußern sich hauptsächlich darin, dass Ich wieder sehr mit meinen Zwängen zu kämpfen habe und sehr reizüberflutet bin, wenn Ich von mehreren Menschen umgeben bin, z.B. An einem etwas volleren, lauten Bahnsteig...
Ich habe ständig das Gefühl in Gefahr zu sein, wenn da ein paar mehr Menschen in meiner Umgebung sind und ein leichtes Gefühl von Panik und Angst steigt in mir hoch. Ich bin dann Ultra angespannt und schaue mich nur noch nach potentiellen Gefahren um...
Des Weiteren bin ich momentan ziemlich schnell reizbar und manchmal kocht einfach eine Wut in mir hoch, die Ich aber noch unterdrücken kann...
Ich kenne das so alles überhaupt nicht von mir... Vor allem diese nervösen Angstzustände, wenn Ich unter Menschen bin bereiten mir zunehmend Sorge...
Ich habe quasi unter Menschen ziemlich oft die unbegründete Angst, im nächsten Moment angefasst/angegriffen zu werden... Ich habe das Gefühl, langsam nimmt das ganze paranoide Züge an, aber das ist ja nur meine subjektive Sicht der Dinge.
Ich hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann, wie Ich mit der Situation umgehen kann, insbesondere in Bezug auf die Brust-Problematik und die Ängste unter Menschen...



Ich habe aber noch viele weitere Neuroleptika (und Benzodiazepine und Antidepressiva) eingenommen, quasi einmal querbeet durch Psychopharmaka-Welt. Ich versuche jetzt hier mal meine „Medikamentenlaufbahn“ darzustellen... Ich fürchte aber, dass meine „Laufbahn“ nicht zu 100% vollständig sein wird, weil Ich teilweise überhaupt keine Ahnung hatte, was Ich da überhaupt „schlucke“...

Seit 2011 Herbst
Diagnosen:
starke Zwangsstörung
schwere Depression (ohne psychotische Symptome)
Medikation:
Bis zu 150mg Fluvoxamin

Frühjahr-Herbst 2013 (1. Mal Aufenthalt KJP geschlossene Abteilung):
Diagnosen:
Schwere Depression (ohne psychotische Symptome)
Zwangsstörung
Medikation:
Fluvoxamin abgesetzt im Juni
Quetiapin 300mg ab Mai, Ab Juni 600mg Quetiapin
Melperon 75mg ab Juni (Abgesetzt im Oktober)
Escitalopram 10mg ab August
Lorazepam 2.5mg als Bedarf

November 2013 (2. Mal KJP):
Diagnosen:
Schwere Depression (ohne psychotische Symptome)
Zwangsstörung
Medikation:
Quetiapin 600mg (gleich geblieben)
Escitalopram 10mg (gleich geblieben)
Melperon 75mg (Diesmal fest angesetzt geblieben)
Einmalig Haloperidol (Dosis ist mir unbekannt)
Lorazepam 4mg als Bedarf

Februar 2014 (3. Mal KJP):
Diagnosen:
Mittlere Depression
Zwangsstörung
Medikation:
Quetiapin 700mg (wurde 100mg hochdosiert von 600mg)
Escitalopram 10mg (gleich geblieben)
Melperon 125 mg (wurde 50mg hochdosiert von 75mg)
Lorazepam 4mg als Bedarf

Oktober 2014 (4. Mal KJP):
Diagnosen:
??
Medikation:
Quetiapin 800mg Prolong (100mg hochdosiert von 700mg und auf prolong umgestiegen)
.... (Hier fehlt mir der Klinikbericht)

November 2015 (1.Mal Erwachsenen Psychiatrie geschlossene Abteilung):
Diagnosen:
BPS
schwere Depression (ohne psychotische Symptome)
Medikation:
Pipamperon 160mg angesetzt
Quetiapin auf 600mg reduziert (Von 800mg) und kein prolong mehr
Venlafaxin 150mg angesetzt
Lorazepam 4mg als Bedarf

Frühjahr 2017 (2.Mal Erw. Psychiatrie geschlossene Abteilung):
Diagnosen:
Schwere Depression (MIT psychotischen Symptomen)
BPS
Medikation:
Aripiprazol 15mg angesetzt
Quetiapin 600mg ist geblieben
Venlafaxin 150mg ist geblieben
(Pipamperon 160mg abgesetzt)
Zusätzlich über mehrere Wochen Lorazepam 4mg und zwischenzeitlich Diazepam 30mg (Aber nicht gleichzeitig) fest angesetzt

Sommer-Herbst 2017 (3. Mal Erw. Psychiatrie geschlossene Abteilung):
Diagnosen:
Schwere Depression (MIT psychotischen Symptomen)
PTBS
BPS
Medikation:
Bupropion 300mg angesetzt
Mirtazapin 30mg angesetzt
Risperidon 2mg angesetzt (von 4mg runter dosiert)
Zusätzlich über mehrere Wochen Venlafaxin 75mg fest angesetzt, Carbamazepin (Dosis ist mir unbekannt) fest angesetzt
Erst mehrere Wochen 4mg Lorazepam fest angesetzt, dann Austausch Diazepam 30mg und dann wieder Rücktausch zu Lorazepam 5mg

Winter 2017-Januar 2018 (1. Mal Erw. Psychiatrie offene Station DBT Therapie)
Diagnosen:
BPS
PTBS
Mittlere Depression
Zwangsstörung
Medikation:
Pipamperon 60mg
Risperidon 2mg
Bupropion 300mg

So, das war meine „Klinikkarriere“ mit „Medikamentenlaufbahn“, die mit Sicherheit nicht komplett ist, weil mir teilweise einfach Medis verabreicht wurden, wovon Ich nicht wusste, was das eigentlich für ein Wirkstoff ist...

Ich würde mich jedenfalls mega über Eure Meinungen freuen und kann es kaum abwarten, mich mit Euch auszutauschen :)

Viele liebe Grüße,
MeinNameIstHase
Zuletzt geändert von MeinNameIstHase am 30.03.2019 19:56, insgesamt 1-mal geändert.
Jamie
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Re: MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von Jamie »

Hallo, der Beitrag wurde zu früh abgesendet. Wir sind davon in Kenntnis gesetzt worden.
MeinName.. wird informiert, sodass er / sie es ergänzen kann bzw. weiterschreiben und wir kopieren es dann in den Ausgangspost rein.

MfG
Jamie
MeinNameIstHase
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Re: MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von MeinNameIstHase »

Hallo Allerseits :)
Ich habe meinen Beitrag nun vervollständigt und bin gespannt auf Eure Meinungen und vielleicht auch Ratschläge :)
Grüße,
MeinNameIstHase
escargot
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Re: MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von escargot »

Hallo MeinNameIstHase

und herzlich willkommen hier!

Das Problem mit den verspannten Muskeln habe ich auch und es begann bei mir auch mit der Einnahme von Risperidon (bzw. beim tavorabsetzen).

Du könntest versuchen Vitamin C zu dir zu nehmen. Vitamin C ist wie ein Dopaminantagonist. Das heißt es baut Dopamin ab.

Ich hatte Phasen, in denen es mir schlecht ging und ich mich fast ausschließlich von Orangen ernährt habe. Glaube da wirklich an eine Art Körperintelligenz. Das mit dem Vitamin C habe ich erst viel später gelesen...

alles Liebe dir!
escargot
12.2020 undefinierte Schizophrenie, Depression, Verhaltensstörung durch Sedativa, komplexe PTBS

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Täglich : Olanzapin 15 mg,Tavor zur Nacht 0,5 mg, Risperdidon abends und morgens je 1 mg

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MeinNameIstHase
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Re: MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von MeinNameIstHase »

Hallo escargot,

Erstmal vielen lieben Dank für deine schnelle Antwort und dein herzliches Willkommenheißen hier im Forum :)

Den Tipp mit den Orangen werde Ich mal ausprobieren... Mein Hausarzt hat mir jetzt auch zum 2. Mal 6x25min manuelle Physiotherapie verschrieben... Eben gegen die Verspannungen.

Hast du sonst noch Absetzerfahrungen gemacht, als du die NL reduziert hast? Also im Sinne von gynäkologischen Beschwerden? Du hast in deiner Signatur was von Milchfluss geschrieben... Hast du das irgendwie behandeln Bzw. Abklären lassen woran genau das liegt? Also irgendwie Hormone bestimmen lassen oder so? Ich habe da ja überhaupt keine Erfahrungen mit, aber wäre es eventuell sinnvoll, wenn Ich mich mal auf meinen Hormonstatus (nennt man das so?) testen lasse? Das würde ja auch beim Hausarzt oder beim Psychiater gehen...

Viele liebe Grüße und noch einen schönen Abend :)
MeinNameIstHase
escargot
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Re: MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von escargot »

Hallo mein NameIstHase,

was vielleicht auch hilft ist Magnesium. Seit ich das nehme war es bei mir zumindest etwas besser mit den Verkrampfungen. Es gibt auch Magnesiumflakes bei Amazon, die man ins Badewasser geben kann. Könnte vielleicht auch etwas für dich sein.

Ja ich hatte bis einschließlich 7,5 mg Olanzapin Milchfluss und das ging erst ab 5 mg wieder komplett weg. Das lag an der Erhöhung des Prolaktinwertes (senkt dann Östrogen). Den Prolaktinwert solltest du mal bestimmen lassen. Weiß, dass Risperidon das auch machen kann und häufig auch macht.

Idealerweise wäre aber wirklich noch ein Gyn. Aber ich habe gut Reden. War auch seit 5 Jahren bei keinem mehr, obwohl ich jahrelang keinen Zyklus hatte wegen der Medikamente auch.

Eine zeitlang habe ich Mönchspfeffer (Agnus castus) genommen, um damit dann schwanger zu werden. habe damit meinen Zyklus stabilisiert, da ich Gelbkörperschwäche hatte. Aber sowas ist alles Gyn-Sache. Mönchspfeffer ist aber rezeptfrei und hilft auch bei dem Brustproblem häufig. Aber es braucht etwas Geduld. Meine bei mir hat es so 4 Monate gedauert.

Vielleicht kannst du dich ja doch überwinden?

Liebe Grüße
escargot
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MeinNameIstHase
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Re: MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von MeinNameIstHase »

Hallo escargot,

Ich war nun vorgestern beim Gyn und die Tage Davor Bei meinem Hausarzt.
Mein Hausarzt testete meine Schilddrüsenwerte: Komplett unauffällig. Auch die ganzen anderen Werte waren ohne Befund (Also Leber, Niere etc.)
Also sagte mir mein Hausarzt, er könne mir nicht weiterhelfen...
Dann war Ich Beim Gyn. Sie meinte, Bei meinen „Ganzen psychischen Diagnosen“ könne sie mir auch nicht weiterhelfen. Sie sagte, dass meine Beschwerden (Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, unregelmäßiger Bzw. schmerzhafter Zyklus, überempfindliche Bzw. schmerzende Brüste) Psychisch Bedingt seien und sie mir keine Hormone verschreiben will, weil mir „das meine Beschwerden nicht nehmen würde“...
Sie tastete lediglich meine Brüste ab und meinte, Es sei „nichts Dramatisches“...
Sie testete also nicht meinen Hormonstatus und meinte, Ich solle am Besten wieder Risperdal nehmen...

Ich weiß jetzt nicht so recht, wie Ich damit umgehen soll... Ich habe Ähnliches schon mal erlebt. Da war es monatelanger heftiger Husten, der dann als psychosomatisch abgetan wurde. Im Endeffekt handelte es sich aber um starken Heuschnupfen, der schon längst hätte behandelt werden können...
Ich habe halt die Vermutung/Das Gefühl, dass die Gyn. Das als psychosomatisch abstempelt, aufgrund meiner anderen Diagnosen...

Morgen habe Ich einen Termin bei der Vertretung von meinem Psychiater (weil der im Urlaub ist) die Bzw. Den Ich aber auch noch nicht kenne...

Was würdet Ihr mir raten? Zweitmeinung von einem anderen Gyn.? Oder der Gyn. Glauben und doch wieder auf Risperdal zurückgreifen (wobei Ich noch nie in meinem Leben Probleme mit psychosomatischen Beschwerden hatte)

Viele liebe Grüße,
MeinNameIstHase
FineFinchen
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Re: MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von FineFinchen »

Hallo MeinNameIstHase,

bitte lege eine Signatur an, in der die Medikamente stehen, die Du aktuell nimmst. Und liste die auf, die Du in den letzten Monaten abgesetzt hast. So haben alle hier einen schnellen Überblick, wenn sie Dir antworten möchten.
Wie Du die Signatur erstellst, findest Du hier viewtopic.php?f=46&t=15035

Lieben Dank und viele Grüße
Finchen
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escargot
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Re: MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von escargot »

Hallo MeinNameIstHase!

Würde definitiv eine Zweitmeinung einholen (vielleicht sogar ohne die psychiatrischen Diagnosen zu erwähnen).
Man wird sonst schnell in diese Schublade gepackt. Ist leider so.

Und vielleicht Mönchspfeffer probieren. Ist bei weitem harmloser als Risperidon. Wie lang ist die letzte Einnahme denn her? Und war es damit wirklich besser?

Liebe Grüße
escargot
12.2020 undefinierte Schizophrenie, Depression, Verhaltensstörung durch Sedativa, komplexe PTBS

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Arianrhod
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Re: MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von Arianrhod »

escargot hat geschrieben: 08.04.2019 17:53 Würde definitiv eine Zweitmeinung einholen (vielleicht sogar ohne die psychiatrischen Diagnosen zu erwähnen).
Man wird sonst schnell in diese Schublade gepackt. Ist leider so.
Ja, das habe ich auch immer so gemacht. Mit Psycho- Diagnosen im Gepäck ist plötzlich alles psychisch. :roll:

liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
MeinNameIstHase
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Re: MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von MeinNameIstHase »

Hallo escargot,

Erstmal vielen Lieben Dank für deine Antwort :)

Die letzte halbe Tablette Risperidon (0,5mg) Habe Ich um den 11/12.Januar.2019 genommen...
Ja, also es war schon „besser“... Ich hatte halt keine körperlichen Symptome (Schlafstörungen, Hitzewallungen, Unregelmäßiger schmerzhafter Zyklus, schmerzende Brüste, extreme Stimmungsschwankungen etc.)
Aber Ich habe das Risperidon (und Pipamperon) ja auch nicht grundlos abgesetzt. Ich war schon während meiner ABI-Lernphase unter Neuroleptika (Ich glaube Quetiapin und Pipamperon, bin mir nicht sicher) und da habe Ich einfach gemerkt, dass da nicht viel mit Konzentration drin war...
Letztendlich habe Ich mein Abitur geschafft, aber das Ergebnis lag deutlich unter meinen eigentlichen Möglichkeiten...
jetzt habe Ich ein Studium begonnen und möchte da jetzt endlich wieder „aus dem vollen schöpfen können“ was die Konzentration und Wachheit anbelangt. Da habe Ich jetzt nach dem Absetzen eine deutliche Verbesserung gespürt (und Ich habe bisher alle Klausuren im Erstversuch mit guten bis sehr guten Ergebnissen bestanden 💪🏼)
Das möchte Ich jetzt eigentlich nicht schon wieder aufgeben, ohne nicht vorher alles ausprobiert zu haben...
Morgen bin Ich bei der Urlaubsvertretung von meinem Psychiater, weil Ich letzten Donnerstag/Freitag so eskaliert bin, dass Ich nicht mehr abwarten will/kann, bis mein Psychiater aus dem Urlaub wieder da ist...
Zudem ist da eine Zweitmeinung auch gar nicht mal so schlecht, zumal mein eigentlicher Psychiater keine große Hilfe/Unterstützung für mich darstellt. Der ist nämlich der Meinung „Entweder Sie nehmen das Risperdal, oder Ich kann Ihnen nicht weiterhelfen“ Also bin Ich mal gespannt auf morgen... Bzw. ja schon heute 🙈

Ich werde dann berichten, wie der Termin war und was dabei rausgekommen ist 😊👍🏼

Viele liebe Grüße,
MeinNameIstHase

(P.S.: Die Signatur erstelle Ich auf jeden Fall noch, aber nicht mehr jetzt mitten in der Nacht)
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Re: MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von MeinNameIstHase »

Hallo Allerseits 😊

Ich war also heute bei der Urlaubsvertretung von meinem Psychiater. und was soll Ich sagen... Ich habe mich zum ersten Mal in der ganzen Geschichte verstanden gefühlt! Der Psychiater hat sich wirklich Zeit genommen und war sehr bemüht 👍🏼
Er sagt auch, dass Ich mich nochmal an den Frauenarzt wenden soll und mich nicht in die „Psycho-Schublade“ stecken lassen soll...

Der Psychiater heute war einfach klasse... Ich hatte das erste Mal das Gefühl, dass Ich von einem Arzt sinnvoll und nach bestem Wissen und Gewissen behandelt werde und sich Mühe gegeben wird...

Mein „Stammpsychiater“ ist da einfach das komplette Gegenteil 🤬 Also habe Ich mich getraut zu fragen, ob er es sich vorstellen könnte, mich quasi „zu übernehmen“
Er meinte, dass das schon möglich ist, allerdings mit einer Wartezeit von ca. 5 Monaten, was Ich natürlich in Kauf nehmen würde... Dann will Ich bei der Sekretärin Termin zum Erstgespräch ausmachen und dann wimmelt die mich sofort eiskalt ab...
Dann bin Ich völlig perplex aus der Praxis gegangen und hab erstmal ne halbe Stunde geheult, weil Ich einfach fertig mit der Welt war/Bin...
Ich werde aber gleich nochmal meinen ganzen Mut zusammen nehmen und nochmal dort anrufen...

Naja, der Psychiater konnte mir dann auch nicht die Lösung meines Problems geben, aber allein das Gefühl, verstanden worden zu sein war schon eine echte Hilfe und Ermutigend, nicht aufzugeben... Der Psychiater hat mir dann noch Zopiclon verschrieben, dass Ich wenigstens mal nachts zur Ruhe kommen kann...

Jetzt entschuldige Ich mich noch für diesen wahrscheinlich sehr wirren Text und freue mich auf eure Antworten 😊

Viele liebe Grüße,
MeinNameIstHase
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Re: MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von Ululu »

Hallo Hase,

bitte sei vorsichtig mit dem Zopiclon.
Die gehören zu den Z-Drugs und haben ein ähnliches Abgängigkeitspotential wie Benzos.

Du solltest sie also nicht zu oft und zu lange nehmen, so St hast du leider das nächste Problem an der Backe.
:x

LG Ute
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
MeinNameIstHase
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Re: MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von MeinNameIstHase »

Hallo Ute,

Erstmal Danke für deine schnelle Antwort 🤗
Ich habe schon sehr oft Benzos (Lorazepam, Diazepam) über Wochen hinweg hochdosiert eingenommen und hatte nie Probleme, die wieder abzusetzen 😊
Das Zopiclon habe Ich allerdings noch nie genommen...
Muss Ich da irgendwas Besonderes beachten? Dass Ich das nehmen sollte, kurz bevor Ich mich schlafen lege, hat mir der Psychiater heute erklärt 👍🏼
Ihr braucht euch wegen Missbrauch keine Sorgen machen. Meine Mutter kontrolliert meinen Konsum da sehr genau 🙈👍🏼
und das ganze mit dem Zopiclon ist jetzt, dass Ich endlich zur Ruhe kommen kann und endlich Schlaf finde... Also quasi um das schlimmste abzuwenden. Also auf jeden Fall keine Dauerlösung 😊👍🏼

Könnt Ihr mir sagen, ob es möglich ist, Lorazepam und Zopiclon zu kombinieren? Ich musste heute gegen späten Nachmittag auf ein halbes Milligramm Lorazepam zurückgreifen, weil es sonst komplett eskaliert wäre...
Kann Ich dann heute Abend/Nacht noch Zopiclon zum schlafen dazu nehmen? Oder lieber eher nochmal 0.5 mg Lorazepam? Zopiclon wären dann entweder 7.5mg oder 3.75mg die Dosierungen, die mir mein Psychiater verordnet hat...

Liebe Grüße,
MeinNameIstHase
escargot
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Re: MeinNameIstHase: Fragen zu (Absetz?)Symptomen nach Absetzen von Neuroleptika (Zum Schluss Risperidon und Pipamperon)

Beitrag von escargot »

Guten Abend MNIH!

Hast du denn bereits natürliche Schlafmittel wie Baldrian, Hopfen, Passionsblume oder auch CBD-Öl probiert? Hattest du Psychotherapie?

Schön, dass du dich verstanden fühltest heute und viellleicht sogar wechseln kannst. Denke die Sekretärinnen und Schwestern erleben viel und es braucht da eine gewisse „Bratzigkeit“. Bleib dran!

Ich hatte auch Zopiclon (7,5 mg) und fand vor allem den Geschmack echt Widerlich und einen Überhang am nächsten Tag und auch die Gefahr der Abhängigkeit ist nicht zu verachten, wie Ute Dir schon schrieb.

Für heute würde ich an deiner Stelle - wenn überhaupt - eine halbe Tavor nehmen und nichts Neues beginnen. Und nur weil du bisher offenbar keine Abhängigkeit entwickelt hast, muss das nicht für die Zukunft auch gelten. Ist leider so. Eine Signatur wäre echt hilfreich übrigens! Vielleicht kommst du ja dazu?

Liebe Grüße und gute Nacht!
escargot
12.2020 undefinierte Schizophrenie, Depression, Verhaltensstörung durch Sedativa, komplexe PTBS

Bedarf:
Olanzapin 5-10 mg
Melperon 25-50 mg

Täglich : Olanzapin 15 mg,Tavor zur Nacht 0,5 mg, Risperdidon abends und morgens je 1 mg

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