Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe Fories, liebe Interessierte,

seit 1.8.2019 gibt es Änderungen im Forum. Es ist nur noch teilweise öffentlich zugänglich. Ohne Anmeldung können nur die Rubriken "Informationen", "Neue Teilnehmer" sowie "Erfahrungsberichte" gelesen werden.

Die anderen Rubriken sind nur noch für registrierte Mitglieder einsehbar. Dazu gehört auch der Bereich "Ausschleichen von Psychopharmaka" mit Dokumentation der einzelnen Verläufe (Tagebücher) zum Absetzen von Antidepressiva, Neuroleptika und Benzodiazepinen. Hier findet Ihr alle Neuerungen und Änderungen. Hier steht alles Wichtige für noch nicht registrierte Interessierte.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Ein Dankeschön an alle, die sich bereits aktiv in den Erfahrungsaustausch einbringen. Gegenseitige Unterstützung stärkt jede Selbsthilfegruppe.

Euer ADFD-Team

Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Susandra
Beiträge: 8
Registriert: Montag, 05.08.19, 22:09

Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Susandra » Dienstag, 06.08.19, 15:43

Hilfe vertrage ich die Medikamente nicht?

Mein Name ist Susanne, ich bin 1967 geboren.
2002 hatte ich einen leichten Schlaganfall, der jedoch keine bleibenden Schäden hinterlassen hat.
2009 war ich in einer tiefen Krise, hatte Angst, ging nicht mehr aus dem Haus, konnte nicht alleine bleiben, das volle Programm.

Ich stellte fest, dass es mir gut ging und ich mutig war, wenn ich Alkohol trank. Das ging so weit, dass ich den Morgen manchmal mit einem Glas Sekt begann.
Als ich merkte, was ich da mache und dass mir eine Alkoholabhängigkeit droht, bin ich endlich zum Arzt. Ich bekam 20 mg Citalopram. Damit und mit einer ambulanten Therapie ging es mir besser.

2011 wurde ich plötzlich schwanger, unser Traum sollte nach so vielen Jahren endlich wahr werden. Im Februar 2011 verlor ich dieses Wunschkind in der 10ten Woche.
Im Rahmen dieser ganzen Untersuchungen stellte die Ärztin in der linken Brust einen Knoten fest. Er musste entnommen werden und es stellte sich als hormonabhängiger, noch nicht metastasierter Brustkrebs heraus. Ich bekam 8 Chemos und 33 Bestrahlungen. Der Traum nach einem Kind hatte sich somit erledigt.
Seitdem sind alle Untersuchungen negativ, ich gelte als geheilt.

Am 20. April 2019 ging es mit Attacken wieder los. Brennen im Nacken, Herzrasen, ständiger Harndrang, Schwindel, hoher Blutdruck, Durchfall... Mein Hausarzt meine ein Serotonin Syndrom, weg mit Citalopram. Von jetzt auf gleich setzte ich das Medikament nach 10Jahren ab.
Es ging mir mehr oder weniger gut.... das Brennen war weg, der Blutdruck normalisierte sich, aber die Angst was zu machen, das Haus zu verlassen wurde immer größer. Bis ich sagte, ich kann nicht mehr, besonders am Morgen war es die Hölle, es kostete enorme Kraft das Haus zu verlassen...

Am 25. Juli 2019 begab ich mich in die psychiatrische Ambulanz der zuständigen Klinik. Ich bekam 75 mg Venlafaxin morgens und Promethazin
20 mg/ml als Tropfen für den Notfall mit dem Hinweis bis 200 mg pro Tag nehmen zu können, immer wenn mich die Angst überkommt.

Seit ich die Medikamente nehme fühle ich mich noch schlechter als ohne. Besonders morgens ist es wieder die Hölle. Ich kann nichts mehr machen, nur im Sessel sitzen und warten, dass es aufhört. Ich bin jetzt bei 80 mg Promethazin, aufgeteilt auf 4-5 Einzeldosen.

Heute früh war ich wieder soweit, dass ich den Notarzt rufen wollte.. es wird besser sobald ich die erste Dosis Promethazin nehme, da geht mein Herzschlag runter, ich werde müde, schlafe ein... So setzt sich dann mein Tag fort.... Bis zum Abend, da komme ich ohne das Mittel klar.
Da habe ich am vergangenen Freitag und Samstag sogar mit Besuch zwei völlig beschwerdefreie Abende außerhalb des Hauses verbracht und das mit nur 40 mg Promethazin. Ich bin relativ ruhig, bis ich ins Bett gehe, da dauert es, bis ich einschlafen kann, meist so gegen 04.00 Uhr. Wenn ich schlafe, schlafe ich gut, ruhig und durch.
Morgens fühle ich mich wie durch den Wolf gedreht, dicker Kopf, brennen im Nacken, nach dem Aufstehen schneller Puls.... Ich nehme meine Medikamente:
1,25 mg Bisoprolol
100er ASS
75 mg Venlafaxin
keine Stunde später tobt der Körper, bis ich dann zu Promethazin greife.

Ich habe Angst vor einem Herzinfarkt, es wurde im Juni ein Herzecho gemacht, ein Langzeit EKG und Langzeit- Blutdruck, alles in Ordnung.
Ich habe Angst vor einem Schlaganfall, das Brennen im Nacken, der Schwindel, Schweißausbrüche ...
Leichte Übelkeit, Herzrasen, ständig Hunger, auch wenn ich gerade was gegessen habe, Durchfall.
Ich weiß nicht mehr was ich machen soll, ich will das nicht mehr..

Was soll ich machen... warten, bis das Medikament anschlägt, oder weg damit?
Der Psychologe sagt, dass all die Symptome von meiner Angst-Erkrankung kommen und das ich da durch muss, notfalls eben Promethazin steigern und kämpfen.
Zu den oben genannten Medikamenten nehme ich am Abend noch:
1,25 mg Bisoprolol
5000er Spritze Fragmin
Ich würde mich über Eure Hilfe riesig freuen.
Zuletzt geändert von Annanas am Dienstag, 06.08.19, 15:47, insgesamt 1-mal geändert.
Susandra

Angsterkrankung
2009 erste Diagnose
20 mg Citalopram
April 2019
Citalopram auf 0 kalter Entzug wegen Serotoninsyndrom
seit 26. Juli 2019 wegen Rückfall
75 mg Venlafaxin morgens
Promethazin neuraxfarm bei Bedarf z.Zt. 80 mg
Trotz oder gerade wegen der Medikamente enorme Probleme:
Angst, Schweißausbrüche, Herzrasen, Durchfall, ständig Hunger, brennen im Nacken, Schwindel
Sonstige Medikamente:
2x 1,25mg Bisoprolol
100er ASS
5000 Fragmin Spritze

Absetzhistorie

Citalopram
2009 20 mg
April 2019 auf 0 kalter Entzug

Venlafaxin
26.07.2019 75 mg
08.08.2019 37,5 mg

Promethazin
26.07.2019 80 mg
08.08.2019 40 mg

Annanas
Moderatorenteam
Beiträge: 5609
Registriert: Montag, 25.01.16, 19:41

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin HILFE

Beitrag von Annanas » Dienstag, 06.08.19, 18:06

Hallo Susandra :) ,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.


Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.


Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen


Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse, Anna
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18346
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Jamie » Dienstag, 06.08.19, 19:07

Hallo Susandra,

willkommen im ADFD :).

Es tut mir leid, was du schon alles mitmachen musstest... der Verlust des Babies und dann die Krebserkrankung... das waren schreckliche Schicksalsschläge, an denen man sicher ein Leben lang zu knabbern hat. Ich sende dir meine mitfühlenden Gedanken :hug: .

Zu deinen konkreten Problemen.
Jemanden, bei dem man vermutet, dass er ein Serotoninsyndrom hatte, den man kalt auf Null setzt und dem man anschließend 75mg Venlafaxin eindosiert, das ja nicht weniger serotonerg ist, nur, dass da auch noch das Noradrenalin mit involviert ist ... - also das halte ich für komplett abenteuerlich vom Arzt. Dann nämlich, wenn man konsequent bliebe, wären vor allem die AD der besonders serotonergen Reihen (SSRI / SNRI) komplett zu meiden.

Ich habe eine Vermutung, aber es ist eben nur meine laienhafte Vermutung:
Heute früh war ich wieder soweit, dass ich den Notarzt rufen wollte.. es wird besser sobald ich die erste Dosis Promethazin nehme, da geht mein Herzschlag runter, ich werde müde, schlafe ein... So setzt sich dann mein Tag fort.... Bis zum Abend, da komme ich ohne das Mittel klar.
Da habe ich am vergangenen Freitag und Samstag sogar mit Besuch zwei völlig beschwerdefreie Abende außerhalb des Hauses verbracht und das mit nur 40 mg Promethazin. Ich bin relativ ruhig, bis ich ins Bett gehe, da dauert es, bis ich einschlafen kann, meist so gegen 04.00 Uhr. Wenn ich schlafe, schlafe ich gut, ruhig und durch.
Morgens fühle ich mich wie durch den Wolf gedreht, dicker Kopf, brennen im Nacken, nach dem Aufstehen schneller Puls.... Ich nehme meine Medikamente:
1,25 mg Bisoprolol
100er ASS
75 mg Venlafaxin
keine Stunde später tobt der Körper, bis ich dann zu Promethazin greife.
Ich denke, dass du das Venlafaxin nicht richtig verträgst oder gar nicht verträgst.
Wenn du ca 1h nach der Einnahme diese unerträglichen Symptome bekommst, dann gibt es da einen zeitlichen Zusammenhang, mehr sogar - eine mögliche Korrelation wenn nicht sogar Kausalitätsbeziehung, die du nicht ignorieren solltest.
Venlafaxin pusht ja "schön" und dann wirfst du dir sozusagen zur Beruhigung 1 Std später das Promethazin ein, das wiederum die NW des Venlafaxins abpuffern soll.
Könnte da was dran sein?

Es würde auch passen, dass es dir abends besser geht, weil dann vermutlich der Großteil des Venlafaxins bereits verstoffwechselt / abgebaut ist.

Bitte denke mal über meine Überlegungen nach, ob die das stimmig vorkommt.
Wenn ja, müsste man über eine Absenkung der Venlafaxindosis nachdenken.

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Susandra
Beiträge: 8
Registriert: Montag, 05.08.19, 22:09

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Susandra » Dienstag, 06.08.19, 19:59

Hallo Jamie,

vielen Dank für Deine lieben Wort.

Das hört sich sehr stimmig an und ich habe da auch schon dran gedacht.
Ich hatte den Arzt auch drauf hingewiesen, auf das Serotoninsyndrom, doch er meinte „nein, nicht in der niedrigen Dosierung“.

Es ist ja auch so, dass der Betablocker mich „bremst“ und gleichzeitig pusht das Venlafaxin. Doch auch da meinte der Arzt, dass das kein Problem sei.

Ich würde das Venlafaxin gerne wieder absetzen oder zumindest reduzieren. Es sind Kapseln mit kleinen Kügelchen.

Liebe Grüße
Susandra

Angsterkrankung
2009 erste Diagnose
20 mg Citalopram
April 2019
Citalopram auf 0 kalter Entzug wegen Serotoninsyndrom
seit 26. Juli 2019 wegen Rückfall
75 mg Venlafaxin morgens
Promethazin neuraxfarm bei Bedarf z.Zt. 80 mg
Trotz oder gerade wegen der Medikamente enorme Probleme:
Angst, Schweißausbrüche, Herzrasen, Durchfall, ständig Hunger, brennen im Nacken, Schwindel
Sonstige Medikamente:
2x 1,25mg Bisoprolol
100er ASS
5000 Fragmin Spritze

Absetzhistorie

Citalopram
2009 20 mg
April 2019 auf 0 kalter Entzug

Venlafaxin
26.07.2019 75 mg
08.08.2019 37,5 mg

Promethazin
26.07.2019 80 mg
08.08.2019 40 mg

Straycat
Beiträge: 521
Registriert: Montag, 10.10.16, 16:51

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Straycat » Mittwoch, 07.08.19, 12:29

Hallo Susandra,

willkommen im Forum!

Am besten du legst dir mal eine Signatur an: Signatur erstellen
Anna hat dir das bereits in ihrer Antwort verlinkt.
So können wir dir besser Tipps zum Absetzen geben, wenn wir genau wissen, wann du welche Dosis genommen hast und wann du um wie viel reduziert hast.

Die Venlafaxin-Kapseln mit den Kügelchen eignen sich sehr für eine Reduktion mit der Kügelchenmethode.
Ich setze selbst auf diese Weise ab und das funktioniert sehr gut, da man Mini-Absetzschritte machen kann, in dem man abgezählte Kügelchen aus der Kapsel herausnimmt und sie anschließend wieder verschließt und einnimmt.
Hier ein Link, wo die Kügelchenmethode gut erklärt wird.

Ich wünsche dir alles Gute beim Absetzen!
Liebe Grüße,
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: unipolare Depression (2006), Fehldiagnose Bipolare Störung (ca. 2010), Fehldiagnose Panikstörung (2017)
Psychotherapie (mit Unterbrechungen) seit 2004
Escitalopram- 2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
zwischendurch Medikamentenexperimente meiner Ärztin mit Lamotrigin (aufgrund Fehldiagnose bipolare Störung) und Aripiprazol (beide Medikamente nur kurz genommen und bald wieder abgesetzt aufgrund starker NW)
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
► Text zeigen
Link zu meinem Thread

Susandra
Beiträge: 8
Registriert: Montag, 05.08.19, 22:09

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Susandra » Mittwoch, 07.08.19, 22:02

Hallo Cat,
herzlichen Dank für Deine Rückmeldung und den Tipp.
Liebe Grüße
Susandra
Susandra

Angsterkrankung
2009 erste Diagnose
20 mg Citalopram
April 2019
Citalopram auf 0 kalter Entzug wegen Serotoninsyndrom
seit 26. Juli 2019 wegen Rückfall
75 mg Venlafaxin morgens
Promethazin neuraxfarm bei Bedarf z.Zt. 80 mg
Trotz oder gerade wegen der Medikamente enorme Probleme:
Angst, Schweißausbrüche, Herzrasen, Durchfall, ständig Hunger, brennen im Nacken, Schwindel
Sonstige Medikamente:
2x 1,25mg Bisoprolol
100er ASS
5000 Fragmin Spritze

Absetzhistorie

Citalopram
2009 20 mg
April 2019 auf 0 kalter Entzug

Venlafaxin
26.07.2019 75 mg
08.08.2019 37,5 mg

Promethazin
26.07.2019 80 mg
08.08.2019 40 mg

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 18647
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von padma » Mittwoch, 07.08.19, 22:22

hallo Susandra, :)

du nimmst Venlafaxin ja noch nicht allzu lange, allerdings gibt es die Vorgeschichte mit Citalopram.
Ich halte es für sinnvoll eine Reduktion zu versuchen. Wenn du Glück hasr, geht es noch recht zügig.

Als ersten Schritt könntest du auf 60 oder 65 mg gehen. Und dann erstmal schauen, wie es sich auswirkt.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.08.2019: 0,02 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Straycat
Beiträge: 521
Registriert: Montag, 10.10.16, 16:51

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Straycat » Mittwoch, 07.08.19, 22:26

Hallo,

ich kann mich padma hier nur anschließen.
Außerdem denke ich nicht, dass du einen Rückfall hattest, sondern eher Absetzsymptome wegen des Kaltentzugs von Citalopram aufgrund des Serotoninsyndroms.

Liebe Grüße,
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: unipolare Depression (2006), Fehldiagnose Bipolare Störung (ca. 2010), Fehldiagnose Panikstörung (2017)
Psychotherapie (mit Unterbrechungen) seit 2004
Escitalopram- 2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
zwischendurch Medikamentenexperimente meiner Ärztin mit Lamotrigin (aufgrund Fehldiagnose bipolare Störung) und Aripiprazol (beide Medikamente nur kurz genommen und bald wieder abgesetzt aufgrund starker NW)
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
► Text zeigen
Link zu meinem Thread

Susandra
Beiträge: 8
Registriert: Montag, 05.08.19, 22:09

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Susandra » Donnerstag, 08.08.19, 15:09

Hallo Padma,
Hallo Cat,

ganz lieben Dank für Eure Antwort.

Ich habe Venlafaxin heute reduziert auf 37,5. Bisher geht es ganz gut.

Zusätzlich versuche ich von den Promethazin Tropfen runterzukommen. Bis jetzt 15.00 Uhr habe ich erst 20mg genommen.
Ich fühle mich morgens wie eine Alkoholabhängige, ohne die Tropfen geht gar nichts, das Herz rast nur so. Mit den Tropfen bin ich nur müde...

Der Arzt war heute wenig hilfreich. Gegen meine Angst soll ich die Tropfen heraufsetzen.

Es ist aber doch komisch, dass ich Venlafaxin reduziert habe und gleichzeitig mich mit weniger Tropfen besser fühle.
Ich habe noch nicht gesagt, dass ich Venlafaxin reduziert habe.

War heute auch noch beim Hausarzt und habe ein EKG machen lassen. Es war absolut unauffällig.

Liebe Grüße
Susandra

Angsterkrankung
2009 erste Diagnose
20 mg Citalopram
April 2019
Citalopram auf 0 kalter Entzug wegen Serotoninsyndrom
seit 26. Juli 2019 wegen Rückfall
75 mg Venlafaxin morgens
Promethazin neuraxfarm bei Bedarf z.Zt. 80 mg
Trotz oder gerade wegen der Medikamente enorme Probleme:
Angst, Schweißausbrüche, Herzrasen, Durchfall, ständig Hunger, brennen im Nacken, Schwindel
Sonstige Medikamente:
2x 1,25mg Bisoprolol
100er ASS
5000 Fragmin Spritze

Absetzhistorie

Citalopram
2009 20 mg
April 2019 auf 0 kalter Entzug

Venlafaxin
26.07.2019 75 mg
08.08.2019 37,5 mg

Promethazin
26.07.2019 80 mg
08.08.2019 40 mg

Blumenwiese
Beiträge: 458
Registriert: Samstag, 21.04.18, 16:33

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Blumenwiese » Donnerstag, 08.08.19, 15:20

Hallo,

Wurden auch mal die Leberwerte untersucht? Venlafaxin darf nicht mit Promethazin zusammen genommen werden. Wurde mir damals auch so zusammen verordnet und die Leberwerte waren nach kurzer Einnahmezeit erhöht gewesen. Ich hab erst in der Apotheke erfahren, dass ich das nicht zusammen nehmen darf. Hab dann das Promethazin sofort abgesetzt und die Leberwerte waren schnell wieder normal.

Beim Wechselwirkungscheck steht:

Was kann passieren?
Bei Kombination der Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen wie Zittern, Muskel- oder Bewegungsstarre, verlangsamte Bewegung, Gangunsicherheit oder Sturzgefahr sowie Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Schwindelgefühl oder Ohnmachtsanfällen vermehrt auftreten.


Ich würde das Promethazin sofort komplett absetzen.

Das ist meine persönliche Meinung. Ich bin kein Experte für Medikamente und hab nicht so viel Erfahrung wie andere hier im Forum. Du könntest dich sonst auch in einer Apotheke nochmal beraten lassen.
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


Diagnosen u. vorherige Medikation:
► Text zeigen
Aktuelle Absetzverläufe:
► Text zeigen
Aktuell:
Quetiapin Retard 0-0-50-0 (50 mg)
Promethazin 25-25-0-25 (75 mg)
Bedarf: 2x10 mg Promethazin
*********************************
Sonstige Medikamente:
SliTONE Ultra (zur Desensibilisierung), Magnesium 300 mg, Movicol, Artelac Complete, Hylo-Vision HD Plus, Chelidonium D4
Bedarf:Ibulysin 684 mg, Solidago Steiner, Salbutamol, Levociterizin

Towanda
Teamunterstützung
Beiträge: 2044
Registriert: Dienstag, 16.01.18, 18:23

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Towanda » Donnerstag, 08.08.19, 16:16

Hallo Susandra,

ich kann Dich nur warnen, das Venlafaxin halbieren und gleichzeitig am Promethazin zu schrauben kann ein Himmelfahrtskommando sein.
Padma hat Dir geschrieben, mit dem Venla erstmal nur auf 60 oder 65 mg zu gehen. Es ist oberstes Gebot, niemals an zwei Schrauben gleichzeitig zu drehen, wenn nun der Zusammenbruch kommt, kannst Du überhaupt nicht sagen, was der Auslöser war.

Entzugserscheinungen kommen meist nicht direkt, sonder mit einiger Zeit Verzögerung. Das können Tage, Wochen oder auch Monate sein.

Natürlich entscheidest Du selber, was Du tun möchtest, aber nicht wundern, wenn es schief geht.

LG Towanda
► Text zeigen

31.07.19 - 2,70 mg Mirtazapin
28.08.19 - 2,30 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli - im August 2019 beendet
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Straycat
Beiträge: 521
Registriert: Montag, 10.10.16, 16:51

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Straycat » Donnerstag, 08.08.19, 16:35

Hallo Susandra,

ich halte 50% auch für einen zu großen Reduktionsschritt. Wir empfehlen hier 10% der letzten Dosis alle 4-6 Wochen zu reduzieren. Da du Venla noch nicht lange nimmst, kannst du es auch mit größeren Schritten probieren, wie padma vorgeschlagen hat: also zB jetzt mal auf 60mg. Aber auf 37,5mg zu reduzieren halte ich für ziemlich gewagt...
Jetzt auch noch Promethazin gleichzeitig zu reduzieren hört sich für mich nach keiner guten Idee an... Damit stresst du dein ZNS enorm, wenn du Venla in so großen Schritten und dann auch noch ein zweites Medikament zeitgleich absetzt.

Liebe Grüße,
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: unipolare Depression (2006), Fehldiagnose Bipolare Störung (ca. 2010), Fehldiagnose Panikstörung (2017)
Psychotherapie (mit Unterbrechungen) seit 2004
Escitalopram- 2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
zwischendurch Medikamentenexperimente meiner Ärztin mit Lamotrigin (aufgrund Fehldiagnose bipolare Störung) und Aripiprazol (beide Medikamente nur kurz genommen und bald wieder abgesetzt aufgrund starker NW)
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
► Text zeigen
Link zu meinem Thread

Susandra
Beiträge: 8
Registriert: Montag, 05.08.19, 22:09

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Susandra » Donnerstag, 08.08.19, 17:29

Hallo Blumenwiese, Towanda und Cat,

danke für Eure Rückmeldungen.

Meine Leberwerte waren bisher immer okay. Unter den Medikamenten wurden sie noch nicht kontrolliert. Meine Apotheke hat mich auch auf keine Wechselwirkung hingewiesen, die sind da eigentlich immer sehr genau.

Nun bekomme ich doch ein wenig Angst, dass ich zu mutig bin und dass der Schuss nach hinten losgeht....Eigentlich habe ich bis jetzt einen guten Tag... fühle mich wacher und meine Panik ist auch geringer...

Wie könnte mein ZNS reagieren?

Liebe Grüße
Susandra

Angsterkrankung
2009 erste Diagnose
20 mg Citalopram
April 2019
Citalopram auf 0 kalter Entzug wegen Serotoninsyndrom
seit 26. Juli 2019 wegen Rückfall
75 mg Venlafaxin morgens
Promethazin neuraxfarm bei Bedarf z.Zt. 80 mg
Trotz oder gerade wegen der Medikamente enorme Probleme:
Angst, Schweißausbrüche, Herzrasen, Durchfall, ständig Hunger, brennen im Nacken, Schwindel
Sonstige Medikamente:
2x 1,25mg Bisoprolol
100er ASS
5000 Fragmin Spritze

Absetzhistorie

Citalopram
2009 20 mg
April 2019 auf 0 kalter Entzug

Venlafaxin
26.07.2019 75 mg
08.08.2019 37,5 mg

Promethazin
26.07.2019 80 mg
08.08.2019 40 mg

Straycat
Beiträge: 521
Registriert: Montag, 10.10.16, 16:51

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Straycat » Donnerstag, 08.08.19, 17:44

Hallo Susandra,

wir wollen dir ganz sicherlich keine Angst machen, aber ein langsames vorsichtiges Absetzen wird idR einfach besser vertragen.
Absetzsymptome setzen auch nicht immer gleich ein. Meistens innerhalb von einigen Tagen oder manchmal auch verzögert.
Absetzsymptome von Venlafaxin sind häufig: Angst, Appetitlosigkeit, Depersonalisation, Parästhesien, Benommenheit, Kopfschmerzen, Bewegungsdrang und Nervosität, Schwitzen, Schwindel, Übelkeit
Aber wie gesagt: diese müssen bei dir keinesfalls auftreten. Wir wollten dir nur den Tipp geben, lieber in langsameren Schritten abzusetzen.
Von 75mg auf 37,5mg war schon ein großer Schritt.

Liebe Grüße,
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: unipolare Depression (2006), Fehldiagnose Bipolare Störung (ca. 2010), Fehldiagnose Panikstörung (2017)
Psychotherapie (mit Unterbrechungen) seit 2004
Escitalopram- 2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
zwischendurch Medikamentenexperimente meiner Ärztin mit Lamotrigin (aufgrund Fehldiagnose bipolare Störung) und Aripiprazol (beide Medikamente nur kurz genommen und bald wieder abgesetzt aufgrund starker NW)
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
► Text zeigen
Link zu meinem Thread

Susandra
Beiträge: 8
Registriert: Montag, 05.08.19, 22:09

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Susandra » Donnerstag, 08.08.19, 18:13

Hallo Cat,

ganz herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort ❤️

Ich habe gerade eben 20 mg Promethazien „nachgelegt“. Ich warte jetzt die Nacht ab und dosiere das Venlafaxin morgen ggf. auf.
Werde berichten.

Liebe Grüße
Susandra

Angsterkrankung
2009 erste Diagnose
20 mg Citalopram
April 2019
Citalopram auf 0 kalter Entzug wegen Serotoninsyndrom
seit 26. Juli 2019 wegen Rückfall
75 mg Venlafaxin morgens
Promethazin neuraxfarm bei Bedarf z.Zt. 80 mg
Trotz oder gerade wegen der Medikamente enorme Probleme:
Angst, Schweißausbrüche, Herzrasen, Durchfall, ständig Hunger, brennen im Nacken, Schwindel
Sonstige Medikamente:
2x 1,25mg Bisoprolol
100er ASS
5000 Fragmin Spritze

Absetzhistorie

Citalopram
2009 20 mg
April 2019 auf 0 kalter Entzug

Venlafaxin
26.07.2019 75 mg
08.08.2019 37,5 mg

Promethazin
26.07.2019 80 mg
08.08.2019 40 mg

Towanda
Teamunterstützung
Beiträge: 2044
Registriert: Dienstag, 16.01.18, 18:23

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Towanda » Donnerstag, 08.08.19, 18:34

Liebe Susandra,

ich möchte noch anmerken, daß jede Dosisveränderung Stress für unser Nervensystem ist, egal, ob nach oben oder unten. Deshalb sollte jeder Schritt sehr genau abgewogen und überlegt werden.

Bis morgen wird sich nicht die Reduzierung noch nicht groß bemerkbar machen, deshalb würde ich jetzt erstmal alles so lassen wie es ist. Also sowohl Venlafaxin als auch Promethazin in der jetzigen Dosis weiter nehmen. Treten dann Symptome auf, kann man überlegen, wie Du weiter vorgehen kannst.

LG Towanda
► Text zeigen

31.07.19 - 2,70 mg Mirtazapin
28.08.19 - 2,30 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli - im August 2019 beendet
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

Susandra
Beiträge: 8
Registriert: Montag, 05.08.19, 22:09

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Susandra » Donnerstag, 08.08.19, 18:42

Hallo Towanda,

lieben Dank für Deine Rückmeldung. Deine Zeilen beruhigen mich ein wenig. Danke ❤️

Liebe Grüße
Susandra

Angsterkrankung
2009 erste Diagnose
20 mg Citalopram
April 2019
Citalopram auf 0 kalter Entzug wegen Serotoninsyndrom
seit 26. Juli 2019 wegen Rückfall
75 mg Venlafaxin morgens
Promethazin neuraxfarm bei Bedarf z.Zt. 80 mg
Trotz oder gerade wegen der Medikamente enorme Probleme:
Angst, Schweißausbrüche, Herzrasen, Durchfall, ständig Hunger, brennen im Nacken, Schwindel
Sonstige Medikamente:
2x 1,25mg Bisoprolol
100er ASS
5000 Fragmin Spritze

Absetzhistorie

Citalopram
2009 20 mg
April 2019 auf 0 kalter Entzug

Venlafaxin
26.07.2019 75 mg
08.08.2019 37,5 mg

Promethazin
26.07.2019 80 mg
08.08.2019 40 mg

Susanne1978
Beiträge: 267
Registriert: Sonntag, 23.12.18, 19:51

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Susanne1978 » Donnerstag, 08.08.19, 19:32

Liebe Susandra, auch ich nehme das Venlafaxin und bin sehr vorsichtig mit dem reduzieren. Tu dir den Gefallen und lass es langsam angehen....
LG Susanne
-------------------- :P
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 = abzgl. 5% = 142,50 mg
01.02.2019 = abzgl. 10% = 128,25 mg
01.03.2019 = abzgl. 10% = 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg
01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg
11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 100,00 mg
11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg
► Text zeigen

Susandra
Beiträge: 8
Registriert: Montag, 05.08.19, 22:09

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Susandra » Donnerstag, 08.08.19, 20:08

Liebe Susanne (ich heiße auch Susanne 😉)

lieben Dank für Deine Nachricht.

Liebe Grüße
Susanda (Susanne)
Susandra

Angsterkrankung
2009 erste Diagnose
20 mg Citalopram
April 2019
Citalopram auf 0 kalter Entzug wegen Serotoninsyndrom
seit 26. Juli 2019 wegen Rückfall
75 mg Venlafaxin morgens
Promethazin neuraxfarm bei Bedarf z.Zt. 80 mg
Trotz oder gerade wegen der Medikamente enorme Probleme:
Angst, Schweißausbrüche, Herzrasen, Durchfall, ständig Hunger, brennen im Nacken, Schwindel
Sonstige Medikamente:
2x 1,25mg Bisoprolol
100er ASS
5000 Fragmin Spritze

Absetzhistorie

Citalopram
2009 20 mg
April 2019 auf 0 kalter Entzug

Venlafaxin
26.07.2019 75 mg
08.08.2019 37,5 mg

Promethazin
26.07.2019 80 mg
08.08.2019 40 mg

Straycat
Beiträge: 521
Registriert: Montag, 10.10.16, 16:51

Re: Susandra: 75mg Venlafaxin und Promethazin Hilfe

Beitrag von Straycat » Donnerstag, 08.08.19, 20:40

Hallo Susandra,

ich würde es auch so machen, wie Towanda schreibt. Bleibe mal bei den 37,5mg und sieh wie es dir in den nächsten Tagen geht. Sollten Absetzsymptome auftreten, könntest du eine kleine Dosis wieder eindosieren, z.B. auf 50mg und sehen, wie es dir dann damit geht.
Ich drück dir die Daumen, dass keine Absetzsymptome auftreten (kann ja auch gut möglich sein, da du das Venla erst sehr kurz nimmst).

Alles Gute,
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: unipolare Depression (2006), Fehldiagnose Bipolare Störung (ca. 2010), Fehldiagnose Panikstörung (2017)
Psychotherapie (mit Unterbrechungen) seit 2004
Escitalopram- 2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
zwischendurch Medikamentenexperimente meiner Ärztin mit Lamotrigin (aufgrund Fehldiagnose bipolare Störung) und Aripiprazol (beide Medikamente nur kurz genommen und bald wieder abgesetzt aufgrund starker NW)
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
► Text zeigen
Link zu meinem Thread

Antworten