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kirschkuchen: Fluoxetin nochmal eindosieren?

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kirschkuchen
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kirschkuchen: Fluoxetin nochmal eindosieren?

Beitrag von kirschkuchen » Montag, 12.08.19, 20:40

Liebes Forum,

ich habe von Mitte 2012 bis Januar 2019 Fluoxetin genommen, erst 20mg dann relativ schnell 40mg. Ab November 2017 bis ca April 2018 reduziert auf 0mg in 10ner Schritten, dann recht schnell wieder auf 10mg zurück.

So genommen bis Anfang Januar 2019, in jeden 2. und dann jeden 3. Tag nehmen Schritten auf 0mg. Ende Febrauar aus Verzweifelung Bupropion 150mg für eine Woche, dann wieder weggelassen.

Mitte März Sertralin für 2 Wochen erst 25mg, dann 50mg. Dann abrupt wieder weggelassen. Nach ein paar Tagen wieder auf 12,5mg für 2 Tage und dann 6,25mg für 2 Tage usw. bis 0. Seitdem 3x Medikenet eingenommen. Vor 2012 verschiedenste PP in Kliniken ausprobiert. Venlafaxin über ca. 3 Jahre in verschiedenen Dosierungen genommen und 2011 recht schnell abgesetzt.

Liebe Leute, ich weiß dass das alles nicht richtig war, wie ich das gemacht habe, ich hab hier schon gefühlt jeden Beitrag dazu gelesen. Aber ich bin grade so verzweifelt, ich weiß nicht was ich tun soll, die letzten Monate waren so schrecklich, ich bin wirklich am Ende. Ich war auch schon krankgeschrieben, hatte grade Urlaub. Ich weiß nicht wie ich den Tag überstehen soll, geschweige denn die Arbeit schaffen.

Ich hab ständig Angst, bin wie gelähmt, kann nicht denken, hab paranoide Gedanken, bin depressiv, habe Suizidgedanken. Es fühlt sich an als würde es immer schlimmer werden. Ist es sinnvoll irgendwas nochmal einzudosieren? Fluoxetin 1mg oder 0,5mg oder 0,25mg? Ich bin kurz davor einfach die alte Dosis wieder einzunehmen, weil alles besser ist als dieser Zustand, in der Hoffnung, dass es wieder wirkt.

Ich kann so nicht weitermachen,mein ganzes Leben bricht zusammen. Die Situation auf der Arbeit ist nicht auszuhalten, aber ich möchte dass mein Leben irgendwie wieder funktioniert. Ich kenne diese Zustände von vor der Einnahme, auch heftig, aber nicht so heftig, glaube ich zumindest.
Danke fürs Lesen für jeden Miniratschlag oder Hoffnungsschimmer!

Viele Grüße,
kirschkuchen
Zuletzt geändert von Jamie am Montag, 12.08.19, 21:22, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt

Towanda
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Re: Fluoxetin nochmal eindosieren?

Beitrag von Towanda » Montag, 12.08.19, 21:17

Hallo Kirschkuchen,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.


Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.


Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen


Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse,

Towanda
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padma
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Re: kirschkuchen: Fluoxetin nochmal eindosieren?

Beitrag von padma » Montag, 12.08.19, 22:57

hallo Kirschkuchen, :)

auch von mir willkommen.
Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht.

Biite schreibe noch genauer, wann die Entzugssymptome eingesetzt haben und welche? Wann genau warst du mit Fluoxetin auf 0? Wie hat sich die Symptomatik seit dem entwickelt?
Eine Signatur ist dafür ganz wichtig.
Die Medikamente nach Fluoxetin waren alle der Versuch die Entzugssymptome von Fluoxetin zu deckeln?

Bitte nimm jetzt nicht in einer Kurzschlussreaktion die alte Fluoxetindosis wieder ein.
Das Absetzen ist jetzt 6 oder 7 Monate her. Wenn du eine Wiedereindosierung versuchen möchtest, würde ich es mit 0,1 mg versuchen.

Aber beantworte bitte erst noch meine Fragen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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kirschkuchen
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Re: kirschkuchen: Fluoxetin nochmal eindosieren?

Beitrag von kirschkuchen » Montag, 12.08.19, 23:33

Liebe Padma,

erstmal vielen vielen Dank für Deine schnelle Antwort!
Ich hatte grade angefangen das Fluoxetin aufzulösen und wollte 0,1mg aufziehen, weil ich denke ich muss jetzt sofort etwas machen.
Leider kann ich kein genaues Datum angeben, ich hab Anfang Januar angefangen die 10mg nur alle 2 Tage zu nehmen. Das ging eigentlich „ganz gut“, ich hatte Brain Zaps, heftige Träume,Taubheitsgefühle und Kribbeln in Händen und Füßen war überreizt, etwas aggressiv, aber das hatte ich so erwartet und ich konnte es eindeutig dem zuordnen und es besserte sich nach kurzer Zeit, so dass ich alle 3 Tage noch die 10mg eingenommen habe. Wieder das gleiche nur stärker, aber alles aushaltbar, so dass ich dann auf 0 ging, dann war vor allem die Aggression und Überreizung ziemlich stark und diese Überempfindsamkeit. Ich würde sagen, das waren so an die 4 Wochen, vielleicht etwas länger.
Dann ging es mir nach relativ kurzer Zeit auf 0 eine kurze Zeit ganz gut, ich war etwas klarer,entspannter. Es war schön. Und dann ging das heulende Elend los, die psychischen Symtome waren wieder voll da, ich war sehr depressiv, verzweifelt, erschöpft, antriebslos.
Ja die anderen Medikamente dann aus Verzweifelung, weil ich wollte, dass es mir besser geht und dieser Zustand vorbei geht. Beim Sertalin hat das auch kurz funktioniert, ich hatte kaum NW, hab auf einmal funktioniert, mich ein bisschen wie ein Roboter gefühlt, aber nach 2 Wochen war das auf einmal schlagartig vorbei. Und ich hab es in einer Kurzschlussreaktion, sofort weggelassen. Ich war auch so wütend, weil ich eigentlich gar nichts mehr einnehmen wollte und mein Gefühl mir davon abgeraten hatte. Dann wie bereits erwähnt wieder ein bisschen eindosiert und dann wieder etwas „langsamer“ runter, wegen heftiger körperlicher Absetzsymptome: Herzrasen, Kribbeln im ganzen Körper. Ging dann wieder.
Und jetzt sind halt diese alten psychischen Symptome wieder voll da nur viel intensiver und nicht zu kontrollieren,. Ich habe auch diese ständige Angst verrückt zu werden und das etwas mit meinem Gehirn nicht in Ordnung ist, zudem werde ich von meinen Gefühlen ständig erschlagen. Abends ist es übrigens besser. Ich stehe ständig unter Strom oder bin total erschöpft. Körperlich habe ich Probleme mit der Blase, Reizblase, die hatte ich schon immer, aber jetzt noch sehr viel stärker, Heuschnupfen ist wieder da und noch gelegentliche Taubheitsgefühle und Kribbeln in Händen und Füßen. Meine Augen tränen ständig (nicht von der Allergie glaube ich)und die Nase läuft stärker als sonst. Ich hoffe das sind hilfreiche Antworten.

Vielen lieben Dank fürs Lesen.

Viele Grüße,
kirschkuchen

Towanda
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Re: kirschkuchen: Fluoxetin nochmal eindosieren?

Beitrag von Towanda » Montag, 12.08.19, 23:37

Hallo Kirschkuchen,

fasse das bitte alles, was Du eingenommen und abgesetzt hast mit möglichst genauem Datum in einer übersichtlichen Signatur zusammen, wie das geht steht im Link oben im Begrüßungsbeitrag. Dann sieht man auf einen Blick, was Du wann in welcher Höhe genommen hast und muß nicht immer den ganzen Text lesen - danke! :)

LG Towanda
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Re: kirschkuchen: Fluoxetin nochmal eindosieren?

Beitrag von kirschkuchen » Montag, 12.08.19, 23:58

Hallo Towanda,

ok das werde ich schnellstmöglich tun. Ich verspreche auch in Zukunft auf die Absätze zu achten.

Viele Grüße,
kirschkuchen

padma
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Re: kirschkuchen: Fluoxetin nochmal eindosieren?

Beitrag von padma » Dienstag, 13.08.19, 18:17

hallo Kirschkuchen, :)

aktuell leidest du wohl v.a. unter Reboundsymptomen, also die ursprünglichen Symptome in verstärkter Art. Dies gehört mit zu den Entzugssymptomen.

Es lässt sich schwer einschätzen, ob eine Wiedereindosierung hilfreich wäre.
Die Einnahme von Fluoxetin ist schon einige Monate her und durch die anderen Einnahmen in der Zwischenzeit wurde dein ZNS weiter gereizt.

Du kannst es mit 0,1 mg Fluoxetin versuchen. Es ist eine Chance, ob es helfen wird kann man vorab nicht wissen. Aber da du so leidest, wäre es m.E.n. einen Versuch wert.

liebe Grüsse,
padma
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Straycat
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Re: kirschkuchen: Fluoxetin nochmal eindosieren?

Beitrag von Straycat » Mittwoch, 14.08.19, 10:24

Hallo Kirschkuchen,

auch von mir herzlich willkommen im Forum.
Ich habe mir durchgelesen, was du schon durchmachen musstest, und das tut mir sehr leid für dich!
Ich kann das auch recht gut nachempfinden, da es mir nach zu schnellem Absetzen von Escitalopram ähnlich ging wie dir - auch mir ging es sogar einige Monate gut und dann kam die volle Ladung neuer und verstärkter alter Symptome.

Ich weiß, die Versuchung ist sehr groß, dass man schnell etwas dagegen unternehmen will, weil es sich unaushaltbar anfühlt.
Aber glaube mir, Schnellschüsse sind das absolut schlechteste, das du tun kannst.

Ich würde dem Vorschlag von padma :-) folgen und mal die 0,1 mg Fluoxetin versuchen einzudosieren.
Meines Erachtens hast du starke Absetz- und Reboundsymptome. Die anderen SSRI, die du in der Verzweiflung genommen hast, haben wohl das ZNS nur noch stärker gereizt. Aber das weißt du ohnehin, es soll auch kein Vorwurf sein :hug:

Da du nun schon lange Zeit auf 0 bist bei Fluoxetin hat dein Gehirn schon begonnen, sich neu zu adaptieren. Deshalb ist es wichtig, dass du wenn nur eine ganz minimale Dosis wiedereindosierst (also die 0,1 mg). Die volle Dosis Fluoxetin würde mit ziemlicher Sicherheit mehr Schaden anrichten als helfen. Dein Gehirn müsste sich - während es eigentlich gerade im Adaptionsprozess ist - wieder auf die neue Dosis einstellen, was das gesamte ZNS noch mehr stressen würde. Dieser Stress führt dann u.a. auch zu diesen Symptomen.

Ich kann dich beruhigen, dein Gehirn ist absolut in Ordnung. Ich weiß, man zweifelt zeitweise an seinem Verstand und der geistigen Gesundheit. Aber eigentlich zeigen diese Symptome nur, dass sich dein Gehirn gerade versucht an die neue Situation anzupassen.

Towanda :) hat dir den Link zum Infoartikel: Antidepressiva reduzieren und absetzen bereits geschrieben. Falls du das noch nicht getan hast, lies dir das mal durch. Mir hat das sehr geholfen zu verstehen, was in meinem Gehirn da im Entzug vor sich geht.

Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft!
Liebe Grüße,
Cat
ursprüngliche Symptome ca. 2004: Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas
neue Symptome (seit Frühling 2017): Panikattacken, Muskelschmerzen und chronische Verspannungen (vermutlich protrahierte Entzugssymptome vom zu schnellen Absetzen von Escitalopram)
Diagnose: rezidive Depression (2006)
Psychotherapie (verschiedene Typen) seit 2004
Escitalopram 2007-2016 zu schnell abgesetzt, danach immer wieder Panikattacken, Unruhezustände und starke Muskelschmerzen/Verspannungen (orthopädisch abgeklärt und o.B.)
vorübergehend auch Lamotrigin ,Aripiprazol , Trazodon, Bupropion
Venlafaxin - aktuelles Absetzen seit 04/2018 (wurde aufgrund von Panikattacken - die ich aber mittlerweile eher als protrahiertes Entzugssymptom von Escitalopram sehe - verschrieben)
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