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Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

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padma
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von padma »

hallo Clarissa, :)
ich weiß jetzt nicht genau, was ein Schlaflabor daran ändern sollte.
38 Tage ohne Schlaf finde ich sehr bedenklich. Da sollte nach geschaut werden, finde ich.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
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Psychoopfer
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo liebe Clarissa,
Genau wie dir mit den Medis geht es mir auch. Ich vertrage null Medikamente. Und inzwischen habe ich auch mal 1 Stunde geschlafen, wenn man es so nennen darf. Überlebenskampf ist der richtige Ausdruck für meinen derzeitigen Zustand. Aber es macht mir Hoffnung, das es bei dir vorbeiging. Ich kann nur hoffen, das es bei mir ebenso ist. 6 Jahre ohne Medikamente ist eine sehr lange Zeit. Vor allem, da ich an vielen anderen Erkrankungen leide. Ich habe es immer vermieden etwas einzunehmen, bis meine Lunge dieses brennen hatte und ich vom Doc das Cortisonspray bekam.Leider

Liebe Grüße
Psychoopfer
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Psychoopfer
Beiträge: 61
Registriert: 13.10.2019 18:05

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo ihr Lieben,
Ich Berichte heute weiter.
Zu der Schlaflosigkeit ist jetzt noch eine extreme Depression dazu gekommen mit Angstzuständen.Ich kann keine Entscheidung mehr treffen.
Meine Erlebnisswelt ist so sehr verändert, das ich mich kaum noch auskenne. Ich schaffe gar nichts mehr. Da ich alleine lebe, denke ich die ganze Zeit ich sollte in ein Heim gehen. Aber mit welcher Diagnose? Und gibt man mir dort Medikaments? Vermutlich ja. Ich suche einen Weg aus diesem dunkelsten Tunnel. 48 Jahre und Erwerbsminderungsrente, sowie Diagnose Angsterkrankung, Chronische schwere Depression, chronisch alkoholkrank Raum München, keine Freunde und keine Familie.Wenn irgendjemand ne Idee hat, bitte schreibt mir.

Liebe grüße
Psychoopfer
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simonb
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von simonb »

Hallo Psychoopfer,

Kannst du denn an irgendeiner Stelle Hilfe bekommen?
Vielleicht auch sowas wie eine ambulante Betreuung mittels Fachleistungsstunden.
Da gibt es sicher auch in München einen gemeinnützigen Verein...damit du in ein paar Lebensbereichen Hilfe bekommst?

Ambulant finde ich immer besser als zb ein stationäres Heim.

Vielleicht mal Googlen...? Alles Gute, Simon
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Psychoopfer
Beiträge: 61
Registriert: 13.10.2019 18:05

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo Simon,

Ich habe bereits alles versucht. Alles angerufen was helfen könnte, leider kein Erfolg. Es kommt keiner zu mir nach Hause und hilft mir im Haushalt.

Ich habe noch immer nicht geschlafen.

Ich bin verzweifelt und könnte heulen.

Aber Danke für deine Idee.

Mit lieben Grüßen
Psychoopfer
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Clarissa
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Registriert: 24.08.2014 18:37

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Psychoopfer.

Ich lebe auch allein. In ein Heim zu gehen, das wäre das Letzte für mich. Bei mir war es auch nicht mehr weit davon entfernt.

Ich konnte mich irgendwie aussöhnen mit meinem Zustand, ihn annehmen: das hat es mir etwas leichter gemacht. Nicht auf meine "Diagnosen" fokussiert zu sein, sondern auf das, was ich noch zustande bringe. Auf die Diagnosen, die ich reichlich verpaßt bekam, habe ich gepfiffen.

Ich lebe von Erwerbsminderungsrente und komme damit aus.

Groß geschafft habe ich damals auch nichts mehr, mich gerade so über Wasser gehalten.

Ich habe mir dann ein Hündchen angeschafft, das hat mir viel geholfen. Ich bekam Tagesstruktur und mußte raus. Es schließen sich auch einfacher Bekanntschaften mit Hund - wenn man das will. Jedenfalls habe ich täglich irgendwelche Kontakte dadurch.

Gib nicht auf. Setz Dich nicht so unter Druck, das wird alles wieder besser. Finde ein besseres Verhältnis zu Deinem Leben, mach trotz allem das Beste draus, wir haben nur das eine. Raus aus der Opferrolle!

Ein Schlaflabor könnte in Deinem Fall m.E. auch nur feststellen, daß Du nicht schläfst - aber was dann? Es dient ja mehr dazu, Schlaf-Apnoe aufzudecken und eine entsprechende Maske anzupassen. Du bist ja sicher nicht schlaflos wegen Schlaf-Apnoe?

Ganz teilnahmsvolle Grüße von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

lollarossa
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von lollarossa »

Hallo Psychoopfer :)

Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht.
Habe gerade deinen Thread gefunden und gelesen.
Du hast schon vieles hinter dir.

Gibt es in München denn wirklich kein ambulant betreutes Wohnen, wo du unter kommen kannst?
Bei deiner Vorgeschichte hättest du bestimmt ein Recht darauf und du kannst deine Wohnung behalten.

Hier bei uns gibt es das z.B. von der Diakonie, oder auch der AWO.

Wenn du Mal akut mit jemandem reden magst, könntest du auch die Seelsorge anrufen, oft (nicht immer) haben die ganz nette und kompetente Mitarbeiter.

Ich hoffe, dass du eine gute Lösung findest für dich :)

Liebe Grüße LOLLA
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Psychoopfer
Beiträge: 61
Registriert: 13.10.2019 18:05

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo Lolla,

Ich hoffe die Caritas bekommt den Hilfeantrag für Essen auf Rädern und eine Haushaltshilfe für mich durch.

Das ist eine Einzellfallentscheidung der zuständigen Behörde. Meist klappt das erstmal nicht und muß erst bei der Krankenkasse vorgelegt werden um dann nochmal geprüft zu werden. Eine lange Geschichte. Wo ich doch jetzt die Hilfe brauche.

Noch immer kann ich nicht schlafen, mein Vitamin D ist laut Ärztin im extrem kritschen Bereich, mit 8.7

Ich solle dringend die Tabletten holen. Ohh Mann mit Vit. B1, B12, B6 hatte ich schon extrem schlechte Erfahrung.
Ich denke das gibt mir den Rest.

Meine Muskulatur baut rappide ab. 12 Kilo Gewicht verloren, seit ich nicht mehr schlafe.

Und meine Wohnung würde ich am liebsten nicht mehr bewohnen. Unter dem Dach, extrem warm, klein und Kühlschrank neben dem Bett. Das ist zu viel. TRIGGERARLAM

Liebe Grüße
Norman
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Psychoopfer
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo ihr lieben

Ich bin mir inzwischen nicht mehr sicher ob das aufflammende Absetzerscheinungen sind, oder ob ich an einer schweren Depression mit psychotischen Anteilen erkrankt bin. Oder irgend einer anderen Erkrankung. Angstzustände habe ich auch ständig.Ich habe eine stark veränderte Wahrnehmung. Alles fühlt sich so kommisch an.
Ich meine so war das nicht als ich kalt abgesetzt hatte. Da hatte ich immer abwechselnd andere Symptome die mal so mal so oder auch zusammen aufgetreten sind. Außer der zu starken Wahrnehmung, die hatte ich ständig.. Ich war eigentlich eher intellektuell verbessert und schnell im Denken.

Was meint ihr soll ich vlt. doch in die Psychiatrie?
Dort wird man mich mit Psychopharmaka oder Neuroleptika behandeln.
Ich kann nicht mehr.

Wird das mein ZNS kommplet durcheinander bringen?

Meine Muskeln an den Beinen haben so sehr abgenommen. Ich kann nicht mehr auf der Seite liegen, denn ich liege bereits auf meinen Oberschenkelknochen. Und das auf meiner sonst angenehmen Matratze.
Insgesamt habe ich bereits 13 Kilo Gewicht verloren.
Mein Vitamin D ist bei 8,7 also 50 ist normal. 12 sind extremer Mangel. Was passiert nur mit mir? Und das alles in 50 Tagen. Sind das noch Absetzerscheinungen?

Schlafen kann ich noch immer nicht.
Und auf meiner Haut habe ich immer wieder ein brennendes Gefühl, vor allem an den Füßen, aber auch an den Armen.

Bitte helft mir.

Mit lieben Grüßen
Norman
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Clarissa
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Norman.

M.E. hast Du ein schwer gereiztes ZNS. Ob da Diagnosestempel wie Depression oder Psychose hilfreich sind? Die therapeutischen Möglichkeiten bleiben trotzdem eingeschränkt.

Ich fürchte tatsächlich, ein Aufenthalt in der Psychiatrie würde Dein ZNS weiter abschießen. Sie würden Dich dort medikamentieren.

Es ist schrecklich, was mit Dir/uns passiert.

Teilnahmsvolle Grüsse von Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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simonb
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von simonb »

Hallo Psychoopfer :)

Kannst du bitte deine Signatur aktualisieren?
Mir wird nicht klar wann du zum letzten Mal PP genommen hast, bzw ob du diese noch nimmst...

Danke Simon
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padma
Moderatorenteam
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von padma »

hallo Norman, :)

wie sehen denn die "psychotischen Anteile" aus?
Was meinst du mit "veränderter Wahrnehmung"? Sowas wie Depersonalistion/Derealisation? Das ist im Entzug nicht selten.

Ein D3 Wert von 8 ist tatsächlich ein Mangel. 25 sollte es möglichst schon sein. Kannst du ganz vorsichtig versuchen D3 zu nehmen, z.B. als Tropfen sehr vorsichtig antesten?

liebe Grüsse,
padma
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Psychoopfer
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Lieber Simon ,

Ich habe kalt abgesetzt und bin seit 1 1/2 Jahren auf null. Ich vertrage nichtmal Vitamin B, trigger. Cortison war der Trigger für meine Schlaflosigkeit. Ich kann nicht mehr.

L. G Norman
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Psychoopfer
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo liebe Padma,

Ich hatte schon ultimativ schlechte Erfahrungen mit Vitamin B12,B6,B1.
Cortisonspray einmalige Gabe, Schlaflos und weggetrigerrt seit über 50 Tagen. Was soll ich nur machen? Mirtazapin kaltabsetzen hat mich zerstört. Alles triggert. Ich kann nicht mehr. Und weiß nicht mehr weiter. Mirta wieder probieren? Abilify?
Derealisation etwas, Angstzustände extrem.

Bitte helft mir, aushalten geht nicht mehr. Habe keine Kraft mehr.

Ich war gestern beim Neurologen, ich habe an beiden Füßen und Händen Polyneuropatien seit 15 Tagen. Der Arzt wollte mir gleich mal PP aufs Auge drücken. Ich trau mich nicht. Ich habe ihm erzählt das ich kalt abgesetzt habe und glaube, das ich da hängengeblieben bin. Das glaube er nicht. Na das war nix.

Mit lieben Grüßen,
Norman
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Clarissa
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Norman.

Mich hat Cortison auch böse getriggert.

Bis zum Abilify habe ich mich nicht verstiegen, mir haben die "leichteren" NL, angeblich zum Schlafen, vollkommen gereicht: die haben vielleicht getriggert! Das ist kein erholsamer Schlaf, den man damit bekommt, und sie veränderten meine Wahrnehmung erstrecht. Alles schlimmer gemacht und ich dachte echt, jetzt werde ich komplett verrückt.

Mirtazapin wird nicht wieder "greifen", fürchte ich.

Wenn wir einen tollen Rat für Dich hätte: wir würden ihn Dir herzlich gern geben. Kannste glauben.

Versuche, nicht weiter in die Medikamentenspirale hineinzugeraten.

"Polyneuropathie" habe ich auch. Es gibt nichts Wirksames dagegen außer das Vermeiden der Auslöser, Akzeptanz, Geduld. Ich gehe deswegen nicht mehr zu Ärzten.

Wenn Du derzeit keine Vitamine substituieren kannst, dann ist das halt so. Alles vermeiden, was das ZNS zusätzlich reizt.

Du bist nicht allein. Viele von uns kennen solche Zustände. Wenn Du durchhalten kannst, wird das wieder besser, glaub mir.

Teilnahmsvolle Grüsse von Clarissa.
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Psychoopfer
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Liebe Clarissa,
Kennst du die Geschichte von Alostrata? Ich habe dort gelesen, das Sie auch in diese unglaublich Schlaflosigkeit geraten ist. Sie hat den biochemischen Vorgang sehr genau beschrieben. Ich kann mir vorstellen das es bei mir auch so ist. Heul

Liebe Grüße
Norman
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Clarissa
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Clarissa »

Lieber Norman.

Die Geschichte von Alostrata kenne ich teilweise. Sie nahm oder nimmt doch noch irgendwas zum Schlafen, irgendein Zeug, was mir überhaupt nicht geholfen hat oder auch nur bekam?
Eigentlich kenne ich nur meine eigene Geschichte. Jeder Mensch ist anders. Ich orientiere mich nicht an anderen Verläufen oder Spekulationen über biochemische Vorgänge. Der Mensch ist ein Wunderwerk und keine Maschine.

Ich habe zuletzt über einen ziemlich langen Zeitraum nur noch mit "ordentlichen" Dosen Schlafmitteln stundenweise schlafen können. Nach deren Entzug hatte ich große Befürchtungen, mir mein Schlafzentrum für immer geschrottet zu haben. Und siehe, es war nicht an dem :party2: !
Ich jedenfalls schlafe wieder, wenn auch nicht besonders gut, und schlechte Nächte sind halt dabei.

"Heul"" führt auf Dauer auch zu nichts. :wink: .

Ich sage Dir: das wird, wenn Du Geduld hast und keine PP (oder gar Drogen) an Dich ran läßt. Vielleicht wird es nicht zu 100 %, aber ausreichend, wie bei mir. Das Leben ist schön.

VG Clarissa.
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Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
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Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

simonb
Teamunterstützung
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von simonb »

Hallo Norman,
Ich habe kalt abgesetzt und bin seit 1 1/2 Jahren auf null. Ich vertrage nichtmal Vitamin B, trigger. Cortison war der Trigger für meine Schlaflosigkeit. Ich kann nicht mehr.
Danke dir für die Infos!

Das mit dem Nichtvertragen von NEM's kenne ich auch sehr gut. Es hört sich so an, als habe dich das Cortison arg getriggert.
Das wird sich aber wieder beruhigen.

Dafür ist Cortison hier im Forum auch bekannt,
daß es arg triggern kann.
Auch B-Vitamine und zb Vitamin D können triggern,
manche Foris vertragen das aber auch.

Wie Padma schon sagte, Vitamin D vorsichtig antesten.
Gerade kann man ja auch noch draußen Vitamin D tanken :) Du könntest auch Vitamin B haltige Lebensmittel proberen, aber auch da achtsam sein und gut beobachten ob du das alles verträgst.

Grum Simon
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Sabs
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Registriert: 10.01.2020 09:42

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Sabs »

Ohje,

Deine Story liest sich echt auch schwer, es tut mir so leid für dich.
Ich habe ein paar Gedanken und Fragen zu deinem Zustand:
1. Auch wenn es dir seit einigen Wochen fürchterlich geht, hattest du den Entzug ja eigentlich schon größtenteils überstanden, wenn ich das richtig verstanden habe. Zumindest hattest du große, lange Fenster, das ist schonmal ein wunderbares Zeichen.
2. Da du direkt nach dem Cortison mit Schlaflosigkeit und in Folge mit den weiteren Symptomen reagiert hast, bin ich mir SEHR sicher, dass du getriggert wurdest und keine neue psychische Störung entwickelt hast! Und alle Trigger vergehen ja auch wieder, von daher habe ich bei dir große Hoffnung, dass du wieder fit wirst.
3. Ich kenne mich nicht so gut mit Schlaflosigkeit aus, es scheint bei dir aber heftig zu sein - andere Foris haben da mehr eigene Erfahrung, deshalb Frage an die anderen, bei so heftiger Schlaflosigkeit, sollte man da vielleicht alle paar Tage mal zu nem Schlafmittel greifen?
Oder hast du schon Baldrian probiert?

4. Wenn dich alles so schlimm triggert, wäre es vielleicht besser dich in die Sonne zu setzen, anstatt Vitamin D zu substituieren. Wegen den B Vitaminen, da kann man auch mit Ernährung bissl was machen

5. Das - wie ich finde - problematischste Thema:
Hast du den COPD? Wenn ja, muss das doch definitiv behandelt werden.. Und wie geht das, wenn du das Spray nicht verträgst?! Vielleicht gibt es verschiedene oder irgendwas ohne Cortison?
Das ist echt das größte Problem grad, wenn man den Trigger nicht meiden kann Puuh, verdammt. Mir fällt da nur ein, nochmal abchecken, ob die COPD unbedingt sofort behandelt werden muss und wenn ja, ob es Alternativen zu dem Spray gibt, welches dich so schlimm getriggert hat.

Du hast mein ganzes Mitgefühl. Deine Situation ist gerade furchtbar, aber superwichtig ist, dass du schon lange gute Phasen hattest, die kommen auch wieder, du musst durchhalten.
Hast du jmd der dich unterstützen kann? Nachbar, Verwandte, Freunde?
Ansonsten kannst du notfalls auch in die Klinik und Medis vermeiden!

Alles Gute!!! Sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

Psychoopfer
Beiträge: 61
Registriert: 13.10.2019 18:05

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo, ihr Lieben

Ich soll am Donnerstag in die Psychiatrie, ich weiß nicht ob das ne gute Idee ist. Wenn ich die Tabletten verweigere, gibt,s vlt. nen Zwangsurlaub auf der geschlossenen mit Medis. Oder die werfen mich wieder raus. Mein Zustand ist schon sehr bedenklich. Was soll ich nur tun?

L.G., Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

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