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Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Clarissa
Beiträge: 3708
Registriert: 24.08.2014 18:37

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Norman.

Was genau versprichst Du Dir davon? Deine Befürchtungen bezüglich dieses Aufenthaltes teile ich.

VG von Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Psychoopfer
Beiträge: 61
Registriert: 13.10.2019 18:05

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo liebe Clarissa,

Ich möchte dort ohne Medikation etwas Ablenkung und die Haushalts Situation, der ich im Moment nicht gewachsen bin überbrücken, bis die harte Phase wieder zu Ende geht.
Nur ist das ein sehr gewagtes Unterfangen. Ich wollte mit dem Arzt vorab sprechen, nur das geht nicht von seiten der Klinik.

L.G Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Clarissa
Beiträge: 3708
Registriert: 24.08.2014 18:37

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Norman.

Das halte ich tatsächlich für ein sehr gewagtes Unterfangen. Sie werden mit Sicherheit die Medikamentenkarte ausspielen.

Was ist so unaushaltbar an der Haushaltsituation? - Ich habe mich einmal wöchentlich von einem Bekannten mit Wasser, Eis, Joghurt und Kartoffelsalat (!) eindecken lassen und mich mit Ach und Krach saubergehalten. Mehr ging nicht.

Wirst Du an diesen unsäglichen Therapien in der Psychiatrie teilnehmen können?

Ich habe kein gutes Gefühl.

VG Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Sabs
Beiträge: 385
Registriert: 10.01.2020 09:42

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Sabs »

Hi,

Also ich wurde in der tagesklinik nicht zur Einnahme von medis überredet.

Gruß Sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21704
Registriert: 06.01.2013 17:04

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von padma »

hallo Norman, :)
Ich soll am Donnerstag in die Psychiatrie, ich weiß nicht ob das ne gute Idee ist. Wenn ich die Tabletten verweigere, gibt,s vlt. nen Zwangsurlaub auf der geschlossenen mit Medis. Oder die werfen mich wieder raus.
Die Tabletten zu verweigern ist kein Grund für eine Zwangseinweisung. Solange du nicht dich oder andere gefährdest, können sie dich nicht zwingen. Dass sie dich entlassen, wenn du die Medikamente verweigerst, kann allerdings passieren.

Eine erneute Medikamenteneinnahme halte ich bei dir für wirklich riskant :!: . Du verträgst sie nicht und hattest evtl.schon mal ein Serotoninsyndrom. Erwähne das bitte unbedingt. Ich würde mich an deiner Stelle nicht auf eine Medikation einlassen.
Ich möchte dort ohne Medikation etwas Ablenkung und die Haushalts Situation, der ich im Moment nicht gewachsen bin überbrücken, bis die harte Phase wieder zu Ende geht.
Das wäre schön, wenn sie dir das anbieten würden. Allerdings gibt es wohl kaum eine Klinik, zumindest keine Akutklinik, die sich auf sowas einlässt. Ich befürchte, dass dieser Plan nicht aufgeht.

Der einzige Vorteil eines kurzen Klinikaufenthaltes sehe ich darin, dass es dann leichter wird, für zuhause danach Unterstützung zu bekommen. Wobei es auch mit der Begründung "zur Vermeidung eines Klinikaufenthaltes" Unterstützung geben kann.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Psychoopfer
Beiträge: 61
Registriert: 13.10.2019 18:05

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo ihr Lieben,

Wäre es vlt. eine Idee es mit Lamotrigin wie Alostrata es gemacht hat zu probieren den Schlaf wieder einzufangen? Wer hat Erfahrung damit?

L.G.
Norman
8 Jahre Mirtazapin
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seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Murmeline
Moderatorenteam
Beiträge: 15819
Registriert: 11.01.2015 13:50

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Murmeline »

Morgen!

Soweit ich erinnere, hat hier keiner Erfahrung damit. Und Alto hatte einen Arzt, der ihre Situation verstanden hat und das ganze in kleinsten Dosierungen mit ihr zusammen ausprobiert hat und den Weg vorsichtig mit ihr gegangen ist.

Letztendlich hatte sie das Glück, dass ihr Arzt zusammen mit ihr versucht hat, was helfen könnte. ob das übertragbar ist auf andere, ist leider völlig unklar. 😐

Mit Grüßen, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Clarissa
Beiträge: 3708
Registriert: 24.08.2014 18:37

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Norman.

Ich befasse mich viel mit der Thematik und kenne keinen mit Alostrata vergleichbaren Fall. Auch nicht im realen Leben.

Mir wurden alle möglichen schlafanstoßenden PP verordnet, sowohl AD als auch NL. Zuletzt nahm ich Dominal. Damit wurden wenige Stunden eines Zustandes erzwungen, den ich nicht als Schlaf bezeichnen möchte. Ich hatte jede Menge NW und war erstrecht nicht lebensfähig. Diese Mittel verursachten zusätzlich Streß für mein ZNS.
Meine Erfahrungen damit sind durchweg schlecht.

Teilnahmsvolle Grüsse von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
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Straycat
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Beiträge: 3656
Registriert: 10.10.2016 16:51

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Straycat »

Hallo Norman,

Ich habe einige Wochen Lamotrigin genommen. Es wurde mir aufgrund der meiner Meinung nach falschen Diagnose "bipolare Störung" verordnet.
Mir wurde darauf übel (Und zwar fast durchgehend) und ich fühlte mich sehr sehr zäh. Besser geschlafen habe ich aber nicht.

Ich sehe es sehr kritisch, mit immer weiteren Medikamenten zu versuchen den Zustand zu verbessern. Das funktioniert leider fast nie. Und meist manövriert man sich so in ein noch größeres Chaos.

Alles Gute,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
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Psychoopfer
Beiträge: 61
Registriert: 13.10.2019 18:05

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo ihr Lieben,

Ich bin lebesunfähig, und drehe Tag für Tag mehr durch. Keine Entscheidungskraft, tiefe Depression, Angstzustände, körperliche Entzündung im Rachen und Mund, Gedankenkreisen ja nein ja nein. Ist was richtig, ist was falsch. Psychotisch, extrem dünnhäutig, teils agressiv. Wenn ich etwas machen muß, ist es so, das es schnellstmöglich vorbei sein muß. Ich weiß nicht mehr wie kochen funktioniert, oder meine Waschmaschiene. Ich denke man muß mir helfen, ist das alles vom absetzen oder ist das ne Psychische Erkrankung?

L.G. Norman
8 Jahre Mirtazapin
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Psychoopfer
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo, nochmal

Brennen auf der Haut, den Augen, Muskelkrämpfe in den Füßen, nicht weinen können, Selbstvorwürfe, ich möchte etwas tun, verwerfes aber sofort wieder. Laute, agressive Gespräche triggern mich, zu Laute Geräuschwahrnehmung

L.G Norman
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Clarissa
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Psychoopfer.

Das kommt alles vom gereizten ZNS.
Selbst wenn es eine ominöse "psychische Erkrankung" wäre - was sollte man tun? Ein neues Wundermedikament gibt es nicht, keine Klinik hat dafür ein As im Ärmel. Ich kann mir nicht vorstellen, daß eine Klinik adäquat mit Deinem Zustand umgehen könnte, Dir Ruhe gönnt und Dich betreut. Vielmehr bekämst Du wahrscheinlich weitere Medikamente aufgedrängt und müßtest an in Deinem Zustand unsäglichen Therapien teilnehmen.
So war das jedenfalls bei mir.

Wenn Du gerade nicht kochen kannst, dann ist das eben so. Wäsche kann zur Not liegenbleiben.

Ich habe mich wochenlang zurückgezogen, weil halt auch nichts ging und ich nichts ertragen konnte. Vorher war ich mehrmals stationär und für mich war das die Vorhölle.

Kümmert sich denn gar niemand ein wenig um Dich? Mal was einkaufen? Mal eine Maschine wegwaschen?

Ich weiß, es fühlt sich an, als ginge es nicht weiter - aber es wird besser, wenn Du durchhalten kannst! Ausrufezeichen.

VG Clarissa.
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seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

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leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

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simonb
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von simonb »

Hallo Norman,

Wie wäre es sonst mit einer Tagesklinik?
Da fühlt man sich vielleicht nicht so ausgeliefert.
Aber bekommt Hilfe und Tagesstruktur.

Auch auf deine psychischen Probleme würde da jemand schauen.

Lg Simon
► Text zeigen

Psychoopfer
Beiträge: 61
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo Simon,
Tagesklinik ist nicht, ich kann nicht Sbahn fahren Phobie. Angstzustände.
Und bei uns gibt es nix. Mein derzeitiger Zustand lässt das nicht zu.
Ich schaffe gar nix mehr.

L.G. Norman
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Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Clarissa
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Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo Psychoopfer.

Tagesklinik hätte ich auch nicht geschafft. Oder auch nur S-Bahn. (Und jetzt fahre ich wieder selbst Auto.)

Du hast meine Fragen nicht beantwortet: wie kannst Du momentan Deinen Alltag am Laufen halten?

VG Clarissa.

Sabs
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Registriert: 10.01.2020 09:42

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Sabs »

Hey psy,

Dann sch**ß doch auf die Wäsche und ess Brot mit Butter und bissl Gemüse.
Wenn du so Probleme mit Reizüberflutung hast, ist die Klinik zu anstrengend oder?

Hast du irgendjemand, der für dich einkaufen kann und dir was zur Beruhigung mitbringen kann?

Diese akutphase geht vorbei!

Ich denk an dich!

Sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

Psychoopfer
Beiträge: 61
Registriert: 13.10.2019 18:05

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo ihr Lieben ,
Gibt es denn niemanden, der Nach so einer langen Absetzzeit wieder Symptome hat, und ein neues AD eindosiert und vertragen hat?
Ich bin so verzweifelt ich brauche einfach eine Lösung.

L.G.
Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Clarissa
Beiträge: 3708
Registriert: 24.08.2014 18:37

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Psychoopfer.

Ich kenne niemanden, der so krasse Symptome wie Deine mit einer Wieder- oder Neueindosierung zufriedenstellend in den Griff bekommen hätte.

Versuche, Dich vom Gedanken an eine rasche Hilfe durch Chemie zu verabschieden. Entschließe Dich bitte für einen anderen Weg.

Ich wiederhole mich: wir würden es Dir verraten, wenn wir eine schnelle Lösung für Dich hätten. Wir verstehen Dich doch!

Mitfühlende Grüße von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Psychoopfer
Beiträge: 61
Registriert: 13.10.2019 18:05

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Liebe Clarrisa,

Ich kann nicht mehr durchalten.
Ich habe jetzt auch noch eine komplett weiße Zunge, und Schmerzen im Mund und einen seltsammen Geschmack.
Ich habe versucht mit der Ärztin aus der Psychiatrie zu reden, leider hatte Sie keine Zeit. Ich habe alles der Schwester erzählt. Sie spricht mit der Ärztin und gibt mir Bescheid. Ob Sie mir helfen kann oder wird oder nicht. Es muß eine Lösung her. Ich kann es nicht mehr händeln.
Ich friere bei 23 Grad. Fieber habe ich nicht. Ich bin so schwach.
Und überrdreht.

L.G. Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Clarissa
Beiträge: 3708
Registriert: 24.08.2014 18:37

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Norman.

Ich glaub Dir jedes Wort und es wäre wunderbar, wenn Du dort Hilfe bekommen könntest. Aber ich habe arge Zweifel.

Weiße Zunge hatte ich auch, zeigt bei mir immer an, daß was im Argen liegt. Und das tut es bei Dir zweifellos. Schmerzen und Geschmacksveränderungen dito.

Ich habe große Befürchtungen, daß Du aus einer Klinik noch schlimmer rauskommen würdest. Das haben wir hier schon häufig beobachtet. Bei mir war des ja auch so,

Aber Du mußt selbst entscheiden, was für Dich im Moment richtig ist, und ich merke schon, daß ich Dich nicht beeinflussen und abhalten kann.

VG von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

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