Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

 ! Nachricht von: Oliver
Wenn Deine Signatur nicht mehr richtig dargestellt wird, dann geh bitte in Dein Profil und schicke die unveränderte Signatur nochmal ab. Wenn das nicht geht, mache eine kleine Änderung und schick sie nochmal ab.

Wenn irgend etwas nicht in Ordnung ist, oder bei Fragen bitte hier schreiben: viewforum.php?f=17



Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Michael808
Beiträge: 153
Registriert: 18.09.2019 20:02
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 84 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Michael808 »

Hallo Norman,

ich kann dir nur raten, auf Clarissa zu hören und nicht das Risiko einzugehen, deine Lage durch ein weiteres Medikament noch zu verschlimmern. Den Zustand, den du beschreibst, kenne ich zu gut. Überfliege mal grob den persönlichen Thread von einem von uns und du wirst sehen: Es geht und ging anderen auch schon so, aber es wird wieder. Nur braucht das eben Zeit. Mit einem Klinikaufenthalt gehst du definitiv das Risiko ein, dass man versucht, dir einzureden, das wäre psychosomatisch und du bräuchtest ein besseres Medikament. Das ist aber Quatsch. Du wirst dann mehrere durchprobieren und wieder wechseln und dein Körper wird von dieser dauerhaften Irritation höchstwahrscheinlich noch mehr verrückt spielen. Es gibt doch genug Beispiele dafür in diesem Forum.

LG
Michael
► Text zeigen

Psychoopfer
Beiträge: 66
Registriert: 13.10.2019 18:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 44 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo ihr Lieben,

Ich trau mich nicht in die Psychiatrie, würde aber eine Diazepam nehmen, das ich mal pennen kann. Tavor allerdings vertrage ich nicht. Das wirkt nicht und ich glaube das hat es noch schlimmer gemacht. Ist da ein Unterschied?

L.G. Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Clarissa
Beiträge: 3739
Registriert: 24.08.2014 18:37
Hat sich bedankt: 543 Mal
Danksagung erhalten: 1113 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzbrobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Norman.

Beides sind Benzos. Sollte so sein, Diazepam wirkt mehr schlafanstoßend als Tavor. Tavor ist eher angstlösend, soviel ich weiß.

Dann hoffen wir mal, daß Du mit Diazepam mal zum Schlafen kommst und nicht davon abhängig wirst.

Alles Gute und VG von Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Psychoopfer
Beiträge: 66
Registriert: 13.10.2019 18:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 44 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo liebe Leute,

Ich denke, diese absolute Schlaflosigkeit wird nicht mehr enden.
Ich überlege doch wirklich wieder Mirtazapin einzudosieren. Ein Leben ohne schlaf ist nicht möglich. Es gibt keinerlei Veränderung. Und wenn ich mir die Sache mit dem Nucleus coeruleus überlege, komme ich aus dem Teufelskreis nicht mehr heraus. Ein enthemtes autonomes System, das den Schlaf reguliert. Wie soll das Gehirn sich umbauen um das wieder zu bremsen?

L.G. Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Psychoopfer
Beiträge: 66
Registriert: 13.10.2019 18:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 44 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo,
Gibt es eine Person in diesem Forum, die auch an dieser Form der absoluten Schlaflosigkeit leidet? Ich glaube das ist schon der Extremfall. Ich kenne die Absetzsymptome, aber das ist ohne Fenster und völlig anders.

L.G. Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Psychoopfer
Beiträge: 66
Registriert: 13.10.2019 18:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 44 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo nochmal,

4-5 Tage 24h wach, dann holt sich mein Körper 1/2 - 1 Stunde schlaf. Und dann geht es wieder weiter. Es Sterben soo viele Gehirnzellen in dieser Zeit. Der Körper muß mehr schlafen. Um sein Gehirn umbauen zu können. Das was neu wachsen soll, stirbt ständig wieder ab. Das wird so nicht besser. Und ich bekomme dadurch noch mehr kognitive Probleme.

Inzwischen sind das 60 Tage in diesem Zustand.
L.G. Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Clarissa
Beiträge: 3739
Registriert: 24.08.2014 18:37
Hat sich bedankt: 543 Mal
Danksagung erhalten: 1113 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Norman.

Konntest Du denn nach dem Benzo etwas schlafen?

Wir verstehen, wie quälend Schlaflosigket ist, und gesund ist das keinesfalls.

Jeder von uns wünscht Dir eine Lösung dafür. Und wenn die Lösung "Mirtazapin" hieße, dann ist das eben so. Ich kann nur wiederholen, MIR hat das Mirtazapin nicht geholfen.
Ich probiere manchmal was Pflanzliches oder einen Tee aus und bilde mir ein, damit etwas besser zu schlafen. Manchmal/selten geht es bei mir nämlich auch gar nicht.

Mir fällt spontan Teammitglied Jamie mit großen Schlafproblemen ein, aber sie ist derzeit nicht erreichbar, da sie eine psychosomatische Reha wahrnimmt. Lies vielleicht mal bei ihr rein, sie hat sich lange mit wenig sedierenden Trizyklika zu etwas mehr Schlaf verholfen. Amitriptylin, glaube ich.
Und Teamunterstützerin lunetta schläft seit Jahren sehr wenig und das nur mit Unterstützung von Zolpidem und Mirtazapin, wenn ich das recht erinnere. Vielleicht darfst Du sie mal kontaktieren?
Ich hieß hier sogar selbst "sleepless" und der Name war Programm, aber mir hat keine Chemie geholfen. Cbd-Öl übrigens auch nicht.

Wir sehen, daß Dein Zustand sehr ernst ist, und würden Dir sehr gern helfen. Rumexperimentieren mit PP bringt nichts nach den Erfahrungen hier.

Mitfühlende Grüße von Clarissa, auch nach schlechter Nacht.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Michael808
Beiträge: 153
Registriert: 18.09.2019 20:02
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 84 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Michael808 »

Hallo Norman,
Ich kann nur wiederholen, MIR hat das Mirtazapin nicht geholfen.
Ich schließe mich dem an. So ein Schlaf, wie ich durch Mirtazapin hatte, ist reine Betäubung. Mit Schlaf im gesunden Sinne hatte das nichts zu tun. Dieser Hangover am nächsten Tag: Furchtbar. Hatte ich so bei keiner Depression und hat mir vollends die Energie geraubt, vorher konnte ich immerhin noch ordentlich Sport machen. Konntest du damit denn jemals gesund schlafen? Ich hatte total obskure Träume und das Gefühl, dass mehr als Halbschlaf schon nach 3 Wochen nicht mehr möglich war. Wirft die Frage auf: Wie machst du weiter, wenn Mirtazapin nicht mehr wirkt?

LG
Michael
► Text zeigen

Psychoopfer
Beiträge: 66
Registriert: 13.10.2019 18:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 44 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo ihr lieben ich bin in der Psychiatrie,
Ich konnte nicht mehr zuhause.
Sie warten die Blutwerte ab und wollen mir dan Medis geben.
Lamotrigin war im Gespräch.
Aber zum minimaleindosieren gibt es da keine Tabletten. Ich würde das ja probieren wie Alostrata. Ne minimenge und dann langsamm aufdosieren. Bis max5 mg. Aber die Tabletten gibt es min ab 5 mg und lassen sich nicht teilen. Das geht bestimmt in die Hose. Den die 25 mg sind bei ihnen Standart.

Ohh man das ist auch schon wieder zuviel.
Und einer im Zimmer schnarcht das die Wände wackeln.

So komme ich nie zur Ruhe.

L.G Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Sabs
Beiträge: 408
Registriert: 10.01.2020 09:42
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung erhalten: 70 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Sabs »

Hey psy,
Tut mir leid zu hören, ich hoffe du erlebst Erleichterung und nicht das alles noch schlimmer wird :-(
Wegen dem fiesen Schnarchen, versuchs mit Ohropax ;-)

Melde dich wieder.

Gruß Sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

Clarissa
Beiträge: 3739
Registriert: 24.08.2014 18:37
Hat sich bedankt: 543 Mal
Danksagung erhalten: 1113 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Norman.

Ich spüre da wieder viel Hadern und Widerstand.
Kannst Du nicht versuchen, Dich erstmal drauf einzulassen? Du bist aus freien Stücken in der Klinik und Lamotrigin war doch irgendwie Dein Wunsch?
Immerhin bist Du dort geschützt und versorgt.

Wenn der Versuch total nach hinten losgehen sollte, mußt Du halt Verantwortung für Dich übernehmen und wieder heim. Gehen lassen haben sie mich ohne weiteres :wink: .

Mit Schnarchern ist in einer Klinik immer zu rechnen, das muß man einkalkulieren. Gibt Schlimmeres.

Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, wieder von Dir zu hören.

VG von Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Psychoopfer
Beiträge: 66
Registriert: 13.10.2019 18:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 44 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo liebe Clarissa,
Ich bin im 3 Bettzimmer, und habe mich einem etwas angeschlossen. Von dieser Gruppe wurde ich gebeten mich zu entfernen. Ich sagte dir bereits ich kann das nicht mehr mit den sozialkontakten. Das macht mich auch hier einsam. Die Depression ist zu schlimm. Die Angst zu groß. Und das schlafen unmöglich. Schade das ich so schlecht beinander bin. Früher hatte ich sofort Kontakt und war beliebt. Seit dem Mirtazapin ist mein Leben anders und bitter geworden.

Und seit dem absetzen unmöglich.

L.G. Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Sabs
Beiträge: 408
Registriert: 10.01.2020 09:42
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung erhalten: 70 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Sabs »

Lieber psy,

du warst doch schon symptomfrei im Januar, du kommst da auch sicher wieder hin, denn es scheint zu gehen.
Hast du keine Depressionen o. Ä. Gehabt im Januar? (frage das um mir selbst etwas Hoffnung zu geben ;-) )

Warum wollte die Gruppe, dass du dich entfernst??
Was machst du nun wegen COPD?

Alles Gute. Du schaffst das.
Sabs
[spoil]Venlafaxin retard seit 11 Jahren wegen rez. Depression, früher zusätzlich Seroquel (keine Probleme beim Ausschleichen).
Venlafaxin ließ sich innerhalb der letzten Jahre problemlos reduzieren von insgesamt 225mg bis auf 37,5mg.
Von 37,5mg auf 0: Zuerst nur ständige Weinattacken bei den kleinsten Auslösern (auch gute Musik und ein fliegender Vogel), nach ca. zwei Wochen wurde ich wieder richtig depressiv :alptraum:
Also dosierte ich wieder ziemlich hoch (bis 150mg), ging in eine psychosomatische Reha und kümmerte mich um bessere Lebensumstände.
Dez19: Reha beendet, neuer Beruf in Aussicht, Langzeit-Psychotherapie geplant (Alles verlief in gewünschte Bahnen), da sehe ich mich plötzlich mit dem Lieferengpass konfrontiert :marionette:
Okay, sage ich mir, daß passt ja ganz gut #ScheißPharmaindustrie dann setze ich eben nochmal ab (von 150mg auf 0mg ca innerhalb von 8 Wochen), bin ohnehin lange Zeit krankgeschrieben, also habe ich Zeit zur Genesung...
Mitte Dezember 2019 auf 0 und ab in die Hölle:
Meine Entzugsymptome waren:
Weinanfälle und starke Emotionalität (damit komm ich klar)
Innere Unruhe (hält an),
Brainzaps und Zaps im ganzen Körper und
grippeähnliche Symptome (nach 2 Wochen abgeklungen),
Krampf- und Zitterattacken (weitestgehend abgeklungen),
Rückenschmerzen (hält an),
Schockierend realistische Albträume (hält an),
das noch allzu bekannte schreckliche Morgentief und diffuse Angstattacken (hält an), aber am meisten gebeutelt hat mich mein Magendarmtrackt; Übelkeit,, Durchfall, Appetitlosigkeit und Magenschmerzen (20kg abgenommen).

Internistisch Alles abgeklärt und einwandfrei.

10.01.2020: Wiedereindosierung mit 2mg (nach 5-wöchigem Entzug auf 0).
11.01. - 13.01.2020: Die beschriebenen Symptome halten an.
14.01.2020: auf 12,5mg hochdosiert
15.01.2020: auf 37,5mg hochdosiert
16.01.2020: auf 12,5mg runter - extreme Unverträglichkeitsreaktion (Zaps, Würgereiz, kann nicht still sitzen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Missempfindungen)
17.01.2020: auf 4mg runter
Nach einer schlaflosen Nacht, ca. 5h gewandert, 5l Tee und einigen Baldriparan 3000 ENDLICH eine deutliche Besserung der heftigen Symptome.
19.01.2020: Bleibe nun erstmal bei 2mg.
Bin nun wieder bei meinen bekannten Symptomen +neue Symptome: SV-Zwangsgedanken, Suizidgedanken, Missempfindungen in Armen und Brust, Angstschübe
24.01.20: hochdosiert auf 3mg, da keine Besserung der Symptome eingetreten ist
14.02.20: 2mg runterdosiert, Mirtazapin 7,5mg eindosiert: direkt am nächsten Tag kein Durchfall oder sonstige Magenprobleme mehr und kein Früherwachen mehr
22.02: Mirtazapin auf 15mg hochdosiert: Stimmung wird besser, hartnäckig halten sich Missempfindungen in den Armen und Zwangsgedanken
10.03:Mirtazapin (7,5-0-15), 1mg Venlafaxin
13.03: 2mg Venla+15mg Mirta
15.03.-18.03: 4mg Venla - Unruhe verstärkt sich mit jeder Erhöhung
19.03: 2mg Venla+15mg Mirta
12.04: 2mg Venla + (7,5-0-7,5) Mirta
Seit 14.05: Ashwaganda 3x600mg+Omega3
17.05: 1,5mg Venla+15mg Mirta
18.05: 1,75mg Venla+15mg Mirta
07.06: Duloxetin 30mg (aus Verzweiflung und Hoffnung), 1,75mg Venla, 15mg Mirta
12.06: kein Duloxetin mehr, wegen Symptomverstärkung-schade, hätt' ja klappen können[/spoil]

Psychoopfer
Beiträge: 66
Registriert: 13.10.2019 18:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 44 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo ihr Lieben,

Das war die schlimmste Nacht meines Lebens. Trotz Ohropax in den Ohren sind die ganze Nacht Panzer durch den Raum gefahren. Ich drehe gerade vollends durch 2 Maximalschnarcher durchgehend. Ich kann nicht mal ein wenig abschalten. Das war die letzte Nacht hier in der Psychiatrie Mal sehen wie ich wieder nach Hause komme. Dort schaff ich den Haushalt nicht, ist aber ein wenig leiser.

Meine Psyche ist am Ende. Mein Körper auch. Folter ist das.

L.G. Norman

PS: Liebe Sabs im Januar symptomfrei, ohne Deppro, ohne Angst, gut geschlafen, alles soweit gut.
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Psychoopfer
Beiträge: 66
Registriert: 13.10.2019 18:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 44 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Hallo nochmal,

Mann würde mir für ein paar Tage Diazepam geben, das ich schlafen kann. Hilft das eurer Erfahrung nach in so einem Zustand oder macht das alles noch schlimmer?

L.G. Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Clarissa
Beiträge: 3739
Registriert: 24.08.2014 18:37
Hat sich bedankt: 543 Mal
Danksagung erhalten: 1113 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Psychoopfer.

Ich dächte, die Frage hättest Du bereits gestellt und sie wäre auch beantwortet worden? Auch wolltest Du doch vor einigen Nächten selbst einen Versuch mit Diazepam starten, wie ist der verlaufen? Meine Nachfrage hast Du leider nicht beantwortet, das verstimmt mich etwas.

Meiner Meinung nach verschiebst Du das Problem damit nach hinten raus. Vielleicht schläfst Du ja sogar mit ("ordentlicher" Dosis?) Diazepam einige Stunden, aber dann beginnt alles von vorn.
Bitte verabschiede Dich von dem Gedanken, daß irgendein Medikament die Lösung bringt.

Alles Gute und VG von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Psychoopfer
Beiträge: 66
Registriert: 13.10.2019 18:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 44 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Liebe Clarrisa,
Ich habe mich nicht getraut ein Diazepam zu nehmen.
Da ich jetzt in der Klinik bin und noch immer nicht schlafe, und hier so geschnarcht wird und ich auch vor Dienstag nicht nach Hause kommen kann. Ist sehr weit 1 h mit dem Auto und ich keines habe. Abholen kann mich die Carritas am Dienstag. Ich kann daheim nicht leben. Was soll ich nur tun.
Die Ärzte wollen mich ganz klassisch auf ein anderes Medikament einstellen, oder ich nehme Dias bis Dienstag oder Neuroleptika., Und keine klassische Bahandlung. Das muß ich bis heute Nachmittag entschieden haben.
Oder ich nehme nix bis Montag und muß dann nach Hause.

Ich weiß nicht was gut für mich ist.

L.G. Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

Clarissa
Beiträge: 3739
Registriert: 24.08.2014 18:37
Hat sich bedankt: 543 Mal
Danksagung erhalten: 1113 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Clarissa »

Hallo, Norman.

Ja, das ist alles knifflig, zweifellos.

Ich fürchte, wenn Du "mitspielst" und Dich auf ein Medikament einstellen läßt, wirst Du auch bzw. erstrecht nicht daheim allein leben können.

Wenn ICH mich zwischen Dia und NL entscheiden müßte, dann wahrscheinlich für das Benzo. (Ich tue alles dafür, nicht in so eine Lage zu kommen!) Nix bis Montag ist so gar keine Option, was?

Ich denke aber, Du kannst daheim leben, im Moment eben auf ganz niedrigem Niveau. Mönsch, wenn ich das mit damals 60 konnte! Was soll es denn für eine andere Möglichkeit geben? Ein Heim???

VG Clarissa
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Psychoopfer
Beiträge: 66
Registriert: 13.10.2019 18:05
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 44 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von Psychoopfer »

Liebe Clarissa,

Ein Heim wäre glaube ich das Richtige für mich. Einen Antrag für Pflegestufe habe ich bereits gestellt. Nur leider dauert das noch mind. 4 wenn nicht 8 Wochen.
Und ob ich überhaupt Pflegesufe 2 bekomme weiß ich auch nicht.

Ist es denn wirklich unmöglich auf ein anderes Medikament zu wechseln?

Ich würde ein Benzos probieren, denn bis Dienstag bin ich min. noch hier. Denn abholen kann mich vorher niemand.
Die Ärztin kommt gleich und zeigt mir die Vorschläge für eine mögl. Medikation.

L.G. Norman
8 Jahre Mirtazapin
3 mal eindosiert, immer kalt entzogen
Jeder Entzug schlimmer
Während des 2 mal kalt Entzug Baclofen für 5 Tage eindosiert, dann schlagartig abgesetzt wegen extremer Fehlreaktion - Überdreht - statt Beruhigt
Derealisation 3 Monate
In dieser Zeit alle möglichen ADs und Neuroleptika, ohne Erfolg, dann Wiedereindosierung Mirtazapin 22,5 mg nach 3 Monaten runter auf 15 mg, 10 Monate 15 mg, Auf einmal nicht mehr vertragen, Verdacht auf Serotoninsyndrom, kalt abgesetzt, seit 03.2019 prothahierter Entzug
seit 01.2020 symptomfrei
seit 06.2020 schlaflos und wieder prothahierter Entzug

simonb
Teamunterstützung
Beiträge: 569
Registriert: 12.04.2018 21:40
Hat sich bedankt: 106 Mal
Danksagung erhalten: 195 Mal

Re: Psychoopfer: Mirtazapin, Baclofen, Angstzustände seit 8 Jahren, alles abgesetzt Absetzprobleme

Beitrag von simonb »

Hallo Norman,

Wir sind ein Psychopharmaka -kritischen Forum ,
und können hier weder eine Empfehlung für eine Medikamentenumstellung noch Empfehlungen für Medikamente geben.

Bitte lies dir hierzu die Forum Regeln durch.
Danke und alles Gute, Simon
► Text zeigen

Antworten