Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->


Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
santis876
Beiträge: 12
Registriert: Sonntag, 08.12.19, 20:20

santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von santis876 » Sonntag, 08.12.19, 21:31

Hallo zusammen seit gegrüßt,

Ich bin männl. um die 40.

Seit meine früheste Jugend leide ich unter einer agitierten Depression (starke Stimmungsschwankungen Unruhe und schlaflose Nächte). Dank einer ambulanten Psychotherapie habe ich die Erkrankung am Anfang auch ohne Medikamente im Griff bekommen. Seit Ende letzten Jahrs haben sich meine Symptome deutlich verschlechtert, so dass ich im Frühjahr dieses Jahres ärztliche Hilfe in Anspruch genommen habe. körperlich wurde ich gründlich untersucht, es wurde nix auffälliges gefunden. Im Sommer dieses Jahres hat mein Hausarzt mich zum Neurologen / Psychiater geschickt. Dieser hat mir im August dieses Jahres das Mirtazapin gegen die Depressionen verschrieben. Es wurde von Anfang 15mg alle zwei Wochen bis auf 45mg aufdosiert. Positiv hat es nur am Anfang mit einem guten Schlaf gewirkt, ansonsten war keine antidepressive Wirkung zu spüren, gabs auch Tage da hat das Mirtazapin sogar paradox auf mich gewirkt (vermehrter Unruhe). Beim letzten Psychiater Termin vor zwei Wochen wurde es vereinbart, dass ich jeden Abend dann das Dominal Forte 80mg (Neuroleptikum) 1x täglich nehmen muss und das Mirtazapin 45mg sollte in einer Woche ausgeschlichen werden. Wie ich meinen Doc angesprochen habe das eine Woche Ausschleichzeit zu kurz wäre, meinte mein Doc etwas aufgebraust zu mich, wenn das Dominal nehme, werden die Mirtazapin Eigenschaften ersetzt und es würde ausreichen innerhalb einer Woche das Mirtazapin ausschleichen. Ich bräuchte somit nicht in Panik geraten meinte mein Doc zu mir.

Ab diesen Tag wo ich bei meinem Neuro war habe ich sofort das Dominal genommen und vom Mirtazapin eine hälfte weggelassen, da war die Ration 1x 80 mg Dom. und nur noch 30 statt 45 mg Mirta. Und so habe ich alle vier Tage das Mirtazapin um 15mg runterdosiert. Und seit fünf Tage nehme ich nur noch alle zwei Tage das Mirtazapin 15mg, nur noch eine Tablettenhälfte. Das Problem ist das man diese 30mg Mirtazapin nicht in 7,5mg vierteln kann und ich habe nur noch sechs Stück. In der ersten Woche wo ich das Dominal eingenommen habe, ging es mir super die Unruhe und Schlafprobleme waren komplett verschwunden.
Seit fünf Tagen, wo ich nur noch alle zwei Tage das Mirtazapin nehme, kamen die Schlafprobleme und die morgendliche Unruhe schrittweise zurück.
Seit zwei Tagen kann ich kaum noch was schlafen, wenn ich versuche einzuschlafen, kommt eine sehr starke Unruhe mit Herzrasen Muskelzucken starke Atemreflexe mit Aufschrecken und akustische Halluzinationen, wo ich dann hellwach werde. Sind das die ersten Absetzerscheinungen von Mirt.?

Wie solle ich jetzt reagieren? Mein Arzt ist seit zwei Tagen in Urlaub. Von den Mirtazapin Tabletten habe ich nur noch sechs. Für ein erneutes Hochdosieren werden diese nicht reichen. Und mein Arzt wird mir zum weiteren ausschleichen keine neuen mehr verschreiben!!
Hat mein Arzt in diesen Fall Recht, dass man die Mirtazapinabsetzerscheinungen durch das Dominal Forte abfangen kann?
Oder spielt das Dominal auf das Mirtazapin im Körper keine Rolle und ich werde in der Zukunft trozdem mit sehr hässlichen Mirtazapinabsetzsymptomen zu kämpfen haben.

oder kann es sein, dass der Körper sich erstmal an das Dominal gewöhnen muss und mir dann besser gehen wird?

Wie sehen eure Erfahrungen bei so einen raschen Medikamentenumstellung aus?



MFG


santis
Zuletzt geändert von Annanas am Montag, 09.12.19, 5:27, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nutzername u Medikation im Titel ergänzt
Einnahme von Mirtazapin. Abends ca. 19:00 Uhr wegen agitierter depression
03.08 - 20.08.19 15mg sehr guter Schlaf mit Hangover am nächsten Tag. Weitere Unruhe in der ersten Tageshälfte
20.08 - 08.09.19 30mg gelegentliche Schlafprobleme etwas stabilere Stimmung weniger Depressionen
08.09 - 25.11.19 45mg gelegentliche Schlafprobleme zwar kaum noch depressive Verstimmung aber vermehrt Unruhe
25.11 - 29.11.19 30mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal sehr gute Stimmung guter Schlaf keine Unruhe mehr.
29.11 - 02.12.19 15mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal - -- - ----------------------------------------------------.
seit - 02.12.19 jeden Abend 1x80mg Dominal und nur alle zwei Tage 15mg Mirtazapin. Vermehrter Unruhe und vermehrte Schlafprobleme.
Ab den 11.12.19 wieder tägliche Einnahme von Mirtazapin 15mg und 1x 80mg Dominal. Schlafprobleme fast komplett verschwunden und auch tagsüber sehr stabiles Empfinden.
seit den 19.12.19 schlechter Schlaf ab den frühen Morgenstunden bis in den Nachmittag hinein innere Unruhe.
seit Februar 2020 deutliche Verbesserung in Stimmung und Antrieb nur alle 7 bis 10 Tage noch leichte Unruheschübe mit einer schlechten Schlafqualität.
seit 26.03.20 Einnahme von Mirtalich statt Mirtazapin abz. deutliche Verschlechterung meiner Symptome jede zweite Nacht sehr starke Einschlafprobleme kaum noch Schlafbedarf und wiederkehrende depressive Symptome.
seit 06.04.2020 wieder die Einnahme von Mirtazapin abz 15mg weiterhin starke Einschlafprobleme und sog Brainzaps Nachts.

Annanas
Moderatorenteam
Beiträge: 7212
Registriert: Montag, 25.01.16, 19:41

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von Annanas » Montag, 09.12.19, 11:53

Hallo santis :) ,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.


Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen


Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße Anna
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21406
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von padma » Montag, 09.12.19, 19:30

hallo Santis, :)

auch von mir willkommen.

Du bist leider in eine ziemliche Medikamentenmisere geraten.
Seit Ende letzten Jahrs haben sich meine Symptome deutlich verschlechtert,
Gab es einen Auslöser für die Verschlechterung? Ich denke, da wäre der Ansatzpunkt.
Dieser hat mir im August dieses Jahres das Mirtazapin gegen die Depressionen verschrieben. Es wurde von Anfang 15mg alle zwei Wochen bis auf 45mg aufdosiert. Positiv hat es nur am Anfang mit einem guten Schlaf gewirkt, ansonsten war keine antidepressive Wirkung zu spüren, gabs auch Tage da hat das Mirtazapin sogar paradox auf mich gewirkt (vermehrter Unruhe)
Mirtazapin ist bis ca. 15 mg schlafanstossend. Antidepressiva haben keine spezifisch antidepressive Wirkung, sie können bestenfalls beruhigend oder anregend wirken. Die anregende Wirkung hat oft Unruhe zur Folge, die beruhigende Gefühlsabstumpfung.
Wie ich meinen Doc angesprochen habe das eine Woche Ausschleichzeit zu kurz wäre, meinte mein Doc etwas aufgebraust zu mich, wenn das Dominal nehme, werden die Mirtazapin Eigenschaften ersetzt und es würde ausreichen innerhalb einer Woche das Mirtazapin ausschleichen.
Dominal ist ein komplett anderes Medikament als Mirtazapin. Es kann den Entzug von einem AD i.d.R. nicht abfangen. Es kann evtl. die Entzugssymptome etwas deckeln, aber das funktioniert lange nicht bei jedem.

Der Sinn der Verordnung von Dominal erschliesst sich mir nicht. Die Indikation ist Behandlung
von Unruhe und Erregungszuständen bei psychiatrischen Erkrankungen. Das kann man evtl. kurzfristig mal machen, aber eine längere Anwendung ist sehr fragwürdig. Zumal es dein Problem ja nicht löst.

Was du beschreibst sind Absetzsymptome von Mirtazapin. Es könnten jedoch auch NW von Dominal sein.
Seit fünf Tagen, wo ich nur noch alle zwei Tage das Mirtazapin nehme, kamen die Schlafprobleme und die morgendliche Unruhe schrittweise zurück.
Tageweises Auslassen der Dosis ist sehr ungünstig
Hat mein Arzt in diesen Fall Recht, dass man die Mirtazapinabsetzerscheinungen durch das Dominal Forte abfangen kann?
Nein, er hat nicht recht
oder kann es sein, dass der Körper sich erstmal an das Dominal gewöhnen muss und mir dann besser gehen wird?
da du so heftig reagierst, ist das sehr fraglich.
Wie sehen eure Erfahrungen bei so einen raschen Medikamentenumstellung aus?
Es mag Rossnaturen geben, die das verkraften, aber hier im Forum sind überwiegend Betroffene, bei denen das schief geht.
Wie solle ich jetzt reagieren? Mein Arzt ist seit zwei Tagen in Urlaub. Von den Mirtazapin Tabletten habe ich nur noch sechs. Für ein erneutes Hochdosieren werden diese nicht reichen. Und mein Arzt wird mir zum weiteren ausschleichen keine neuen mehr verschreiben!!
Du könntest einen anderen Arzt, z.B. deinen Hausarzt um ein Rezept bitten.

Ich würde Dominal absetzen, du nimmst es erst 2 Wochen, da kannst du es noch direkt weglassen oder ein paar Tage nur die halbe Dosis nehmen und dann weglassen.
Bei Mirtazapin wieder auf eine tgl. gleiche Dosis (mir ist nicht klar, wieviel genau du jetzt nimmst) und dann langsam ausschleichen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


santis876
Beiträge: 12
Registriert: Sonntag, 08.12.19, 20:20

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von santis876 » Dienstag, 10.12.19, 11:30

Hallo padma

Meine Mirtazapin Standartdosis war in den letzten Wochen um die 45mg. Mehrmals der Woche kamen trozdem starke Unruheschübe durch. Obwohl ich schon mal sehr gut geschlafen habe, fing es schon morgens mit einer Unruhe an. Aus diesem Grund wurde auch ein Medikamentenwechsel vorgenommen.
Die letzte Mirtazapineinnahme war am Sonntag 15mg. Die letzten zwei Nächte konnte ich schon besser durchschlafen.
Einnahme von Mirtazapin. Abends ca. 19:00 Uhr wegen agitierter depression
03.08 - 20.08.19 15mg sehr guter Schlaf mit Hangover am nächsten Tag. Weitere Unruhe in der ersten Tageshälfte
20.08 - 08.09.19 30mg gelegentliche Schlafprobleme etwas stabilere Stimmung weniger Depressionen
08.09 - 25.11.19 45mg gelegentliche Schlafprobleme zwar kaum noch depressive Verstimmung aber vermehrt Unruhe
25.11 - 29.11.19 30mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal sehr gute Stimmung guter Schlaf keine Unruhe mehr.
29.11 - 02.12.19 15mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal - -- - ----------------------------------------------------.
seit - 02.12.19 jeden Abend 1x80mg Dominal und nur alle zwei Tage 15mg Mirtazapin. Vermehrter Unruhe und vermehrte Schlafprobleme.
Ab den 11.12.19 wieder tägliche Einnahme von Mirtazapin 15mg und 1x 80mg Dominal. Schlafprobleme fast komplett verschwunden und auch tagsüber sehr stabiles Empfinden.
seit den 19.12.19 schlechter Schlaf ab den frühen Morgenstunden bis in den Nachmittag hinein innere Unruhe.
seit Februar 2020 deutliche Verbesserung in Stimmung und Antrieb nur alle 7 bis 10 Tage noch leichte Unruheschübe mit einer schlechten Schlafqualität.
seit 26.03.20 Einnahme von Mirtalich statt Mirtazapin abz. deutliche Verschlechterung meiner Symptome jede zweite Nacht sehr starke Einschlafprobleme kaum noch Schlafbedarf und wiederkehrende depressive Symptome.
seit 06.04.2020 wieder die Einnahme von Mirtazapin abz 15mg weiterhin starke Einschlafprobleme und sog Brainzaps Nachts.

Towanda
Teamunterstützung
Beiträge: 3269
Registriert: Dienstag, 16.01.18, 18:23
Wohnort: Bayern

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von Towanda » Dienstag, 10.12.19, 12:19

Hallo Santis,

Mirtazapin wirkt nur bis maximal 15 mg schlafanstoßend, bei höheren Dosierungen wird die Wirkung als antriebssteigernd und antidepressiv beschrieben. Kein Wunder also, daß Du mit der niedrigeren Dosierung besser schlafen kannst.

Gruß, Towanda
► Text zeigen

13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

santis876
Beiträge: 12
Registriert: Sonntag, 08.12.19, 20:20

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von santis876 » Dienstag, 10.12.19, 13:08

Mein Plan ist folgendes: Ich werde das Mirtazapin wieder jeden Tag einnehmen. Jetzt meine wichtige Frage. Soll ich wieder bis auf 45mg hoch gehen ? Denn auf eine antidepressive Wirkung habe ich Wochen vergeblich gewartet. Oder soll ich meine zukünftige Tagesdosis auf 15mg reduziert lassen? Und ein paar Wochen erstmal beobachten?
Einnahme von Mirtazapin. Abends ca. 19:00 Uhr wegen agitierter depression
03.08 - 20.08.19 15mg sehr guter Schlaf mit Hangover am nächsten Tag. Weitere Unruhe in der ersten Tageshälfte
20.08 - 08.09.19 30mg gelegentliche Schlafprobleme etwas stabilere Stimmung weniger Depressionen
08.09 - 25.11.19 45mg gelegentliche Schlafprobleme zwar kaum noch depressive Verstimmung aber vermehrt Unruhe
25.11 - 29.11.19 30mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal sehr gute Stimmung guter Schlaf keine Unruhe mehr.
29.11 - 02.12.19 15mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal - -- - ----------------------------------------------------.
seit - 02.12.19 jeden Abend 1x80mg Dominal und nur alle zwei Tage 15mg Mirtazapin. Vermehrter Unruhe und vermehrte Schlafprobleme.
Ab den 11.12.19 wieder tägliche Einnahme von Mirtazapin 15mg und 1x 80mg Dominal. Schlafprobleme fast komplett verschwunden und auch tagsüber sehr stabiles Empfinden.
seit den 19.12.19 schlechter Schlaf ab den frühen Morgenstunden bis in den Nachmittag hinein innere Unruhe.
seit Februar 2020 deutliche Verbesserung in Stimmung und Antrieb nur alle 7 bis 10 Tage noch leichte Unruheschübe mit einer schlechten Schlafqualität.
seit 26.03.20 Einnahme von Mirtalich statt Mirtazapin abz. deutliche Verschlechterung meiner Symptome jede zweite Nacht sehr starke Einschlafprobleme kaum noch Schlafbedarf und wiederkehrende depressive Symptome.
seit 06.04.2020 wieder die Einnahme von Mirtazapin abz 15mg weiterhin starke Einschlafprobleme und sog Brainzaps Nachts.

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21406
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von padma » Dienstag, 10.12.19, 13:27

hallo Santis, :)

denkst du bitte noch an die Signatur?

Die Ausrichtung des ADFD ist ja, Psychopharmaka auszuschleichen. Es geht bei uns nicht darum, eine Dosis für eine längere Einnahme zu finden.

Ich würde höchstens wieder auf 15 mg gehen. Damit kannst du hoffentlich die Absetzsymptome abfangen. Das kann allerdings etwas dauern.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


santis876
Beiträge: 12
Registriert: Sonntag, 08.12.19, 20:20

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von santis876 » Dienstag, 10.12.19, 17:41

Was ich noch eine Frage habe.
Das Dominal ist ja ein Neuroleptikum. Kann man dies auch nach Bedarf nehmen also als Notfallmedikament oder ist es wie die ADs dass man es jeden Tag nehmen muss, wenn man die gewünschte Wirkung haben möchte?

LG

santis
Einnahme von Mirtazapin. Abends ca. 19:00 Uhr wegen agitierter depression
03.08 - 20.08.19 15mg sehr guter Schlaf mit Hangover am nächsten Tag. Weitere Unruhe in der ersten Tageshälfte
20.08 - 08.09.19 30mg gelegentliche Schlafprobleme etwas stabilere Stimmung weniger Depressionen
08.09 - 25.11.19 45mg gelegentliche Schlafprobleme zwar kaum noch depressive Verstimmung aber vermehrt Unruhe
25.11 - 29.11.19 30mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal sehr gute Stimmung guter Schlaf keine Unruhe mehr.
29.11 - 02.12.19 15mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal - -- - ----------------------------------------------------.
seit - 02.12.19 jeden Abend 1x80mg Dominal und nur alle zwei Tage 15mg Mirtazapin. Vermehrter Unruhe und vermehrte Schlafprobleme.
Ab den 11.12.19 wieder tägliche Einnahme von Mirtazapin 15mg und 1x 80mg Dominal. Schlafprobleme fast komplett verschwunden und auch tagsüber sehr stabiles Empfinden.
seit den 19.12.19 schlechter Schlaf ab den frühen Morgenstunden bis in den Nachmittag hinein innere Unruhe.
seit Februar 2020 deutliche Verbesserung in Stimmung und Antrieb nur alle 7 bis 10 Tage noch leichte Unruheschübe mit einer schlechten Schlafqualität.
seit 26.03.20 Einnahme von Mirtalich statt Mirtazapin abz. deutliche Verschlechterung meiner Symptome jede zweite Nacht sehr starke Einschlafprobleme kaum noch Schlafbedarf und wiederkehrende depressive Symptome.
seit 06.04.2020 wieder die Einnahme von Mirtazapin abz 15mg weiterhin starke Einschlafprobleme und sog Brainzaps Nachts.

Towanda
Teamunterstützung
Beiträge: 3269
Registriert: Dienstag, 16.01.18, 18:23
Wohnort: Bayern

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von Towanda » Dienstag, 10.12.19, 18:34

Hallo Santis,

auch Neuroleptika sollten, wenn überhaupt, regelmäßig in gleicher Dosierung eingenommen werden. Das ZNS wird sonst permanent gereizt und kann sich nicht stabilisieren.

Gruß, Towanda
► Text zeigen

13.05.20 - 0,55 mg Mirtazapin
25.06.20 - 0,45 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas mehr Spiel.

santis876
Beiträge: 12
Registriert: Sonntag, 08.12.19, 20:20

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von santis876 » Sonntag, 15.12.19, 20:50

Abend zusammen,

Wie ihr aus meiner Signatur lesen könnt habe ich wieder die tägliche Einnahme von Mirtazapin begonnen. Was mir ungewöhnlich aufgefallen ist, dass es mir so gut wie lange nicht geht. Kann es sein, dass die Absetzsymptome unerwartet nach mehreren Tagen Wochen wieder zuschlagen? Obwohl ich erstmal bei dieser täglichen Dosierung bleibe? Ich war früher sehr starker Raucher, habe seit drei Jahren angefangen zu dampfen E-Zigarette. Was mir noch aufgefallen ist, wenn bei mir die depressiven Symptome (starke Unruhe) auftreten, dann habe ich einen starken unkontrollierten Drang zu dampfen und das bis zur ungewöhnlich hohen 20 ml nikotinhaltiges Liquid am Tag! Normalerweise dampfe ich höchstens bis zur 5ml Liquid am Tag. Habt ihr auch ein sehr starkes Nikotinverlangen, wenn es euch schlecht geht? Hab mal gelesen, dass das Nikotin an den gleichen Neurotransmitter eingreift wo auch die Psychopharmaka eingreifen. Gut. Ich werde versuchen erstmal einige Zeit bei dieser Dosierung zu bleiben.

LG

santis
Einnahme von Mirtazapin. Abends ca. 19:00 Uhr wegen agitierter depression
03.08 - 20.08.19 15mg sehr guter Schlaf mit Hangover am nächsten Tag. Weitere Unruhe in der ersten Tageshälfte
20.08 - 08.09.19 30mg gelegentliche Schlafprobleme etwas stabilere Stimmung weniger Depressionen
08.09 - 25.11.19 45mg gelegentliche Schlafprobleme zwar kaum noch depressive Verstimmung aber vermehrt Unruhe
25.11 - 29.11.19 30mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal sehr gute Stimmung guter Schlaf keine Unruhe mehr.
29.11 - 02.12.19 15mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal - -- - ----------------------------------------------------.
seit - 02.12.19 jeden Abend 1x80mg Dominal und nur alle zwei Tage 15mg Mirtazapin. Vermehrter Unruhe und vermehrte Schlafprobleme.
Ab den 11.12.19 wieder tägliche Einnahme von Mirtazapin 15mg und 1x 80mg Dominal. Schlafprobleme fast komplett verschwunden und auch tagsüber sehr stabiles Empfinden.
seit den 19.12.19 schlechter Schlaf ab den frühen Morgenstunden bis in den Nachmittag hinein innere Unruhe.
seit Februar 2020 deutliche Verbesserung in Stimmung und Antrieb nur alle 7 bis 10 Tage noch leichte Unruheschübe mit einer schlechten Schlafqualität.
seit 26.03.20 Einnahme von Mirtalich statt Mirtazapin abz. deutliche Verschlechterung meiner Symptome jede zweite Nacht sehr starke Einschlafprobleme kaum noch Schlafbedarf und wiederkehrende depressive Symptome.
seit 06.04.2020 wieder die Einnahme von Mirtazapin abz 15mg weiterhin starke Einschlafprobleme und sog Brainzaps Nachts.

Straycat
Teamunterstützung
Beiträge: 3521
Registriert: Montag, 10.10.16, 16:51

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von Straycat » Montag, 16.12.19, 0:23

Hallo santis,

die Heilung nach der Reduktion bzw. dem Absetzen von PP erfolgt in einem Wellen-Fenster-Muster. Es kann also sein, dass man einige Zeit stärker unter Symptomen leidet und dann wieder gute Phasen hat. Hier findest du einen Thread dazu: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=50&t=15887

Es kann aber auch sein, dass keine Symptome mehr bei dir auftreten - man kann das nie mit Sicherheit garantieren, weil ja jeder Mensch anders reagiert.

Ich dampfe selbst auch und mein Liquid-Verbrauch ist auch schwankend. Aber mir wäre noch nicht aufgefallen, dass ich während Depressionen mehr dampfe. Ich dampfe eher mehr, wenn ich viel lese oder so etwas, weil ich da nebenbei immer dampfe ;-) Also bei mir ist es eher die Gewohnheit, als das Verlangen nach dem Nikotin. In meinem Liquid habe ich aber auch nur noch 3mg Nikotin, also nur noch sehr wenig (angefangen hatte ich mit 18mg Nikotin im Liquid).

Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
► Text zeigen
Link zu meinem Thread

Michael808
Beiträge: 136
Registriert: Mittwoch, 18.09.19, 20:02

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von Michael808 » Dienstag, 17.12.19, 15:15

Hallo Santis,
ließ dir auf jeden Fall den Artikeln mit den Wellen und Fenstern durch, den Cat verlinkt hat. Ich lese mir das immer wieder mal durch, wenn ich mich mit der Lage besonders schlecht abfinde. Es verläuft wohl nicht bei jedem Mensch gleich, aber tendenziell ähnlich. Das was sie Fenster nennen, hatte ich bis jetzt nur einmal vor ein paar Wochen und hielt 2 Tage. Ich dachte, nun sei der Spuk vorbei, aber am nächsten Tag wurden die Beschwerden wieder stärker und es fühlt sich aktuell an, als ob sich gar nichts gebessert hätte. Ich finde es psychisch sehr belastend, mit dieser immer wieder kehrenden Frustration umzugehen und brauche dann immer wieder etwas, das mir Hoffnung gibt. Ich weiß nicht, wie ich diese latente Angst loswerden soll, dass das alles nie aufhört. Dafür ist es gut, immer wieder was erbauliches hier zu lesen, besonders auch die Erfolgsgeschichten.
LG
Michael
Durch Hausarzt wegen Depression Mirtazapin 15mg verordnet bekommen (9.5.2019); erste Woche 7,5mg, dann volle Dosis für 6 Wochen. Antidepressiver Effekt: nicht eingetreten; schlaffördernde Wirkung bereits nach 3. Woche nicht mehr gegeben. Heftige Verspannungen, Muskelzuckungen und Krämpfe stellten sich ein. Nach 6 Wochen begonnen auszuschleichen: Erste 2 Wochen 7,5mg, dann im Abstand von je einer Woche um ca. 1/8 der Gesamtdosis reduziert. Bereits nach Halbierung der Dosis unbegründete Angstattacken, Zucken am Augenlied für 2 Wochen. Verspannungen, Gelenkbeschwerden auch 4 Monate nach Beginn de Einnahme noch vorhanden und gefühlt immer stärker (heute 19.9.2019). Update am 24.2.2020: Inzwischen geht es mir wesentlich besser. Die :censored: ist zwar noch nicht vorbei, aber ich bin schon wieder mehr der alte, als der Pharma-Geschädigte. Es wird wieder, glaubt mir!

santis876
Beiträge: 12
Registriert: Sonntag, 08.12.19, 20:20

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von santis876 » Montag, 23.12.19, 20:28

Hallo zusammen,

Seit vier Tagen bemerke, dass sich nachts wieder schlechter durchschlafe und wenn ich probiere einzuschlafen, merke ich sog. Nadelstiche in den Gliedmaßen und eine starke Unruhe als würde mein Geist mir einen Streich spielen.
Ich merke auch wie mein Körper schon müde wird aber trotzdem habe ich starke Schlafprobleme, wenn ich einschlafe dann nur kurz und mit verschiedenen Träumen.
Und ab der zweiten Nachthälfte von 4:00 Uhr bis in den Nachmittag hinein bemerke ich bei mir eine starke innere Unruhe die bis in den Nachmittag anhält. Jetzt weiß ich nicht ob es die Krankheitssymptome sind, hatte früher vor der Mirtazapin einnähme auch solche ähnlichen Symptome. Würde es sich lohnen das Mirtazapin wieder bis auf 30mg zu erhöhen? Denn wie ich gelesen habe bedeuten mehr als 15mg Mirtazapin mehr Erregung statt Ruhe.
Wie ihr meine Signatur lesen könnt habe ich das Mirtazapin nicht direkt abgesetzt nur am Anfang viel zu schnell ausgeschlichen und nur noch jeden zweiten Tag 10mg genommen. Aber seit 13 Tagen nehme ich es wieder jeden Tag 15mg. Können trotzdem bei mir starke Absetzerscheinungen auftreten und mir die Nächten Jahre das Leben zu Hölle machen? Denn darauf habe ich ja keine Lust die nächsten Monate / Jahre ohne Schlaf auszukommen! Und was ich noch bemerkt habe ist, dass ich mehr Hautirritationen bekommen habe. Und wie ich über diese Absetzerscheinungen gelesen habe, können diese so heftig und chronisch verlaufen, so dass sogar starke Benzos keine Linderung verschaffen können.

LG

santis
Einnahme von Mirtazapin. Abends ca. 19:00 Uhr wegen agitierter depression
03.08 - 20.08.19 15mg sehr guter Schlaf mit Hangover am nächsten Tag. Weitere Unruhe in der ersten Tageshälfte
20.08 - 08.09.19 30mg gelegentliche Schlafprobleme etwas stabilere Stimmung weniger Depressionen
08.09 - 25.11.19 45mg gelegentliche Schlafprobleme zwar kaum noch depressive Verstimmung aber vermehrt Unruhe
25.11 - 29.11.19 30mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal sehr gute Stimmung guter Schlaf keine Unruhe mehr.
29.11 - 02.12.19 15mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal - -- - ----------------------------------------------------.
seit - 02.12.19 jeden Abend 1x80mg Dominal und nur alle zwei Tage 15mg Mirtazapin. Vermehrter Unruhe und vermehrte Schlafprobleme.
Ab den 11.12.19 wieder tägliche Einnahme von Mirtazapin 15mg und 1x 80mg Dominal. Schlafprobleme fast komplett verschwunden und auch tagsüber sehr stabiles Empfinden.
seit den 19.12.19 schlechter Schlaf ab den frühen Morgenstunden bis in den Nachmittag hinein innere Unruhe.
seit Februar 2020 deutliche Verbesserung in Stimmung und Antrieb nur alle 7 bis 10 Tage noch leichte Unruheschübe mit einer schlechten Schlafqualität.
seit 26.03.20 Einnahme von Mirtalich statt Mirtazapin abz. deutliche Verschlechterung meiner Symptome jede zweite Nacht sehr starke Einschlafprobleme kaum noch Schlafbedarf und wiederkehrende depressive Symptome.
seit 06.04.2020 wieder die Einnahme von Mirtazapin abz 15mg weiterhin starke Einschlafprobleme und sog Brainzaps Nachts.

Straycat
Teamunterstützung
Beiträge: 3521
Registriert: Montag, 10.10.16, 16:51

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von Straycat » Montag, 23.12.19, 22:51

Hallo santis,

ich würde bei 15mg Mirta bleiben. Bei PP ist es nicht so, dass viel auch automatisch viel hilft. Dein ZNS ist nun durch die unregelmäßige Einnahme wohl etwas gereizt. Da musst du nun Geduld haben, dass sich das wieder einpendelt. Aber ich denke nicht, dass es Jahre dauern wird.
Davon abgesehen wirkt Mirta - wie du selbst schon geschrieben hast - bei einer Dosierung über 15mg oft nicht mehr schlafanstoßend. Noch ein Grund mehr, auf den 15mg zu bleiben und nicht aufzudosieren.

Ich glaube mich zu erinnern, dass es bei Mirta häufig so ist, dass Absetzprobleme erst 1-2 Wochen nach Dosisänderungen auftreten. Es ist also gut möglich, dass das nun die Absetzsymptome aufgrund der ausgelassenen Einnahme jeden zweiten Tag vor 2 Wochen sind.

Hier haben wir einen Thread zum Thema Schlafprobleme und Schlafhygiene: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=9278
Vielleicht findest du dort etwas hilfreiches.

Alles Gute,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
► Text zeigen
Link zu meinem Thread

santis876
Beiträge: 12
Registriert: Sonntag, 08.12.19, 20:20

Anderer Hersteller

Beitrag von santis876 » Sonntag, 22.03.20, 16:35

Hallo zusammen,

Hatte im Dezember 2019 einen gescheiterten Absetzversuch des Mirtazapin, was zur Folge hatte, dass ich mit starken Absetzsymptomen zu kämpfen hatte. Erst zwei Monate nach der geglückten Wiedereindosierung ging es mir immer besser, zwar merke ich noch immer alle 8 - 10 Tage leichte Absetzsymptome in Form schlechter Schlaf und leichte Unruhe, aber diese Symptome sind im Gegensatz zur früher noch gut zur überwinden.

Ich war vor einer Woche bei meinem Psychiater und bekam ein neues Rezept. Normalerweise nahm ich schon seit Anfang, dass Mirtazapin ABZ.
Und wie ich das Rezept vor einer Woche eingelöst habe, bekam ich das sog. MirtaLich von den Hersteller Zentiva. Der Wirkstoff soll ja der gleiche sein. Aber die sog. Hilfsstoffe weichen voneinander ab. Kann es passieren, wenn ich jetzt das Mirtazapin vom anderen Hersteller nehme, dass der Essig wieder hochkommt? Weil ich habe echt keinen Bock mehr auf neue Absetzerscheinungen wie vor paar Monaten.

Habe mal gehört, wenn die Hilfsstoffe der Medikamente abweichen, dass der Körper die Dosierung anders verarbeitet wie vom vorherigen Präparat!



MFG

santis
Einnahme von Mirtazapin. Abends ca. 19:00 Uhr wegen agitierter depression
03.08 - 20.08.19 15mg sehr guter Schlaf mit Hangover am nächsten Tag. Weitere Unruhe in der ersten Tageshälfte
20.08 - 08.09.19 30mg gelegentliche Schlafprobleme etwas stabilere Stimmung weniger Depressionen
08.09 - 25.11.19 45mg gelegentliche Schlafprobleme zwar kaum noch depressive Verstimmung aber vermehrt Unruhe
25.11 - 29.11.19 30mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal sehr gute Stimmung guter Schlaf keine Unruhe mehr.
29.11 - 02.12.19 15mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal - -- - ----------------------------------------------------.
seit - 02.12.19 jeden Abend 1x80mg Dominal und nur alle zwei Tage 15mg Mirtazapin. Vermehrter Unruhe und vermehrte Schlafprobleme.
Ab den 11.12.19 wieder tägliche Einnahme von Mirtazapin 15mg und 1x 80mg Dominal. Schlafprobleme fast komplett verschwunden und auch tagsüber sehr stabiles Empfinden.
seit den 19.12.19 schlechter Schlaf ab den frühen Morgenstunden bis in den Nachmittag hinein innere Unruhe.
seit Februar 2020 deutliche Verbesserung in Stimmung und Antrieb nur alle 7 bis 10 Tage noch leichte Unruheschübe mit einer schlechten Schlafqualität.
seit 26.03.20 Einnahme von Mirtalich statt Mirtazapin abz. deutliche Verschlechterung meiner Symptome jede zweite Nacht sehr starke Einschlafprobleme kaum noch Schlafbedarf und wiederkehrende depressive Symptome.
seit 06.04.2020 wieder die Einnahme von Mirtazapin abz 15mg weiterhin starke Einschlafprobleme und sog Brainzaps Nachts.

Annanas
Moderatorenteam
Beiträge: 7212
Registriert: Montag, 25.01.16, 19:41

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von Annanas » Sonntag, 22.03.20, 17:56

Hallo Santis :) , Kurzinfo: dein aktueller Beitrag wurde hier in deinen persönlichen Thread verschoben - bitte keinen neuen Thread zu deiner Geschichte eröffnen - es wird sonst unübersichtlich.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

carlotta
Beiträge: 4431
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von carlotta » Montag, 23.03.20, 0:07

Hallo Santis,

es kann bei einem Herstellerwechsel zu Problemen mit der Verträglichkeit kommen - kann, muss nicht.

Andere Hilfstoffe können evtl. schlechter vertragen werden und die Verstoffwechselung des Mittels beeinflussen. Weitere Infos dazu auch hier:
viewtopic.php?f=6&t=17047&sid=a7231afdc ... 59a0660d64

Du könntest Deinen Arzt um ein Rezept mit aut-idem-Kreuz bitten, dann müssen Apotheken ein bestimmtes Präparat herausgeben - sofern verfügbar. Falls der Grund ein Lieferengpass des vorherigen Präparates ist, sieht das natürlich schlecht aus.

Es kann auch sein, dass man sich, sollte es zu Problemen beim Wechsel kommen, nach und nach an das neue Präparat gewöhnt.

Die Reaktionen von Betroffenen fallen da wirklich sehr unterschiedlich aus. Manche merken auch gar nichts.

Du solltest allerdings grundsätzlich parallel zu Wechseln keine Reduktion vornehmen, um erst mal zu sehen, wie der Körper reagiert und ihn nicht doppelt zu fordern.

Liebe Grüße
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

► Text zeigen

santis876
Beiträge: 12
Registriert: Sonntag, 08.12.19, 20:20

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von santis876 » Sonntag, 05.04.20, 16:11

Ich habe meine Signatur erneuert und leider musste ich feststellen, dass ich seit dem ich auf das MirtaLich gewechselt habe dass es mir echt sch..... geht. Mir kommt es so vor als würde meine Depression wiederkehren. Kann ich noch Hoffnung haben wenn ich durch einen neuen Rezept dass originale Mirtazapin wieder nehme? Oder ist durch dieses Präperatwechsel wieder der Hirnstoff durcheinander gewirbelt, so als ob ich das Mirtazapin kalt abgesetzt hätte?
Einnahme von Mirtazapin. Abends ca. 19:00 Uhr wegen agitierter depression
03.08 - 20.08.19 15mg sehr guter Schlaf mit Hangover am nächsten Tag. Weitere Unruhe in der ersten Tageshälfte
20.08 - 08.09.19 30mg gelegentliche Schlafprobleme etwas stabilere Stimmung weniger Depressionen
08.09 - 25.11.19 45mg gelegentliche Schlafprobleme zwar kaum noch depressive Verstimmung aber vermehrt Unruhe
25.11 - 29.11.19 30mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal sehr gute Stimmung guter Schlaf keine Unruhe mehr.
29.11 - 02.12.19 15mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal - -- - ----------------------------------------------------.
seit - 02.12.19 jeden Abend 1x80mg Dominal und nur alle zwei Tage 15mg Mirtazapin. Vermehrter Unruhe und vermehrte Schlafprobleme.
Ab den 11.12.19 wieder tägliche Einnahme von Mirtazapin 15mg und 1x 80mg Dominal. Schlafprobleme fast komplett verschwunden und auch tagsüber sehr stabiles Empfinden.
seit den 19.12.19 schlechter Schlaf ab den frühen Morgenstunden bis in den Nachmittag hinein innere Unruhe.
seit Februar 2020 deutliche Verbesserung in Stimmung und Antrieb nur alle 7 bis 10 Tage noch leichte Unruheschübe mit einer schlechten Schlafqualität.
seit 26.03.20 Einnahme von Mirtalich statt Mirtazapin abz. deutliche Verschlechterung meiner Symptome jede zweite Nacht sehr starke Einschlafprobleme kaum noch Schlafbedarf und wiederkehrende depressive Symptome.
seit 06.04.2020 wieder die Einnahme von Mirtazapin abz 15mg weiterhin starke Einschlafprobleme und sog Brainzaps Nachts.

carlotta
Beiträge: 4431
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von carlotta » Sonntag, 05.04.20, 17:13

Hallo Santis,

wie schon in meiner letzten Antwort an Dich geschrieben, können andere Zusatzstoffe die Aufnahme des Medikaments beeinflussen.

Das ist dann kein Kaltentzug, aber es kann durchaus quasi zu Dosisveränderungen kommen, obwohl man dieselbe Dosis einnimmt wie beim vorherigen Präparat.

Wenn Dein Körper sich nicht daran gewöhnt, solltest Du tatsächlich besser zurückwechseln.

Liebe Grüße
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

► Text zeigen

santis876
Beiträge: 12
Registriert: Sonntag, 08.12.19, 20:20

Re: santis876: Medikamentenumstellung Mirtazapin/Dominal (Prothipendylhydrochlorid)

Beitrag von santis876 » Montag, 13.04.20, 20:16

Guten Abend zusammen,

Ich bin jetzt auf die Idee gekommen, dass ich das Mirtazapin immer in einer 30mg Einheit bekomme, weil mein Arzt der Meinung ist das man, wenn man diese teilt wegen der Bruchkerbe, dass man länger mit der Ration auskommt und somit das Risiko des ungewollten Herstellerwechsel bei der Apotheke minimieren kann. Also ich teile diese 30mg Tablette in zwei Hälften und somit komme ich üblich mit einer 30mg zwei Tage aus. Eigentlich ist diese Idee auch nicht verkehrt.

Kann es möglich sein das beim Teilen der Tabletten eine starke Dosisschwankung entsteht? Ich teile diese Tabletten mit den Fingern, wenn ich ich einen Tablettenteiler benutze dann scheint die Tablette sehr große Uneinheiten zu haben.

Könnten das diese Symptome erklären wo ich am Ende der Signatur gepostet habe. Oder sind es verspätete Absetzsymptome wo ich im Dezember letzten Jahrs einen Elefantensprung mit der Mirtazapin Dosis gemacht habe?

Leider kenne ich mich mit einer Feinwaage und Wasserlössmethode nicht so aus.


LG

santis
Einnahme von Mirtazapin. Abends ca. 19:00 Uhr wegen agitierter depression
03.08 - 20.08.19 15mg sehr guter Schlaf mit Hangover am nächsten Tag. Weitere Unruhe in der ersten Tageshälfte
20.08 - 08.09.19 30mg gelegentliche Schlafprobleme etwas stabilere Stimmung weniger Depressionen
08.09 - 25.11.19 45mg gelegentliche Schlafprobleme zwar kaum noch depressive Verstimmung aber vermehrt Unruhe
25.11 - 29.11.19 30mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal sehr gute Stimmung guter Schlaf keine Unruhe mehr.
29.11 - 02.12.19 15mg Mirtazapin und 1x 80mg Dominal - -- - ----------------------------------------------------.
seit - 02.12.19 jeden Abend 1x80mg Dominal und nur alle zwei Tage 15mg Mirtazapin. Vermehrter Unruhe und vermehrte Schlafprobleme.
Ab den 11.12.19 wieder tägliche Einnahme von Mirtazapin 15mg und 1x 80mg Dominal. Schlafprobleme fast komplett verschwunden und auch tagsüber sehr stabiles Empfinden.
seit den 19.12.19 schlechter Schlaf ab den frühen Morgenstunden bis in den Nachmittag hinein innere Unruhe.
seit Februar 2020 deutliche Verbesserung in Stimmung und Antrieb nur alle 7 bis 10 Tage noch leichte Unruheschübe mit einer schlechten Schlafqualität.
seit 26.03.20 Einnahme von Mirtalich statt Mirtazapin abz. deutliche Verschlechterung meiner Symptome jede zweite Nacht sehr starke Einschlafprobleme kaum noch Schlafbedarf und wiederkehrende depressive Symptome.
seit 06.04.2020 wieder die Einnahme von Mirtazapin abz 15mg weiterhin starke Einschlafprobleme und sog Brainzaps Nachts.

Antworten